Typologie – Wie fällen wir unser Urteil?

In meinem letzten Beitrag schrieb ich über die wahrnehmenden Funktionen, die beschreiben sollen, mit welchem Blick wir die Welt auffassen. Heute soll es um die urteilenden Funktionen gehen, die uns dazu veranlassen, bestimmte Entscheidungen zu treffen und Einstellungen gegenüber unserer Umwelt einzunehmen. Dabei ziehen wir entweder das Fühlen oder das Denken vor. An dieser Stelle sei vorsichtshalber gesagt, dass in der Theorie der Typologie keines Falles behauptet wird, dass Fühler etwa weniger denken oder gar unintelligenter sind. Dinge werden nur weniger nach der Frage „Was funktioniert?“ oder „Was ist wahr?“, sondern viel mehr nach der Frage „Was ist gut für uns?“ oder „Was ist moralisch vertretbar?“ beantwortet. Und während wir uns im folgenden Text mit diesen beiden Tendenzen beschäftigen, hoffe ich auch, vielleicht einige Vorurteile über Verhalten, das man allgemein Männern oder Frauen zuspricht, abzubauen.

Urteilen
In der Typologie gibt es – grob gesagt – zwei Formen des Urteilens. Wir nutzen zwar beides, das Fühlen und das Denken, ziehen jedoch eine Form des Urteilens vor, fühlen uns darin sicherer und erkennen eher den Wert darin. Während ich nun die beiden Präferenzen beschreibe, kannst du ja schon einmal versuchen, dich selbst bei einer der beiden wieder zu finden.

Wie oben bereits erwähnt, urteilen Fühler vor allem mit einem Blick auf ihre Bedürfnisse und die anderer Menschen. Sie versuchen Entscheidungen eher mit dem Herzen zu treffen und salopp gesagt „das Richtige“ zu tun. Je nachdem, ob das Fühlen nach innen oder außen gerichtet ist, versuchen sie dabei entweder die Erwartungen, die andere von ihnen haben (könnten), zu erfüllen und zu tun, was als angemessen erscheint und dem Gemeinwohl hilft oder sie entscheiden danach, was in ihren eigenen, individuellen Wertekatalog passt und bauen sich im Laufe ihres Lebens ihren eigenen Moralkodex, der sich möglicherweise stark von dem der „Gesellschaft“ unterscheidet, nach dem sie handeln.

Denker wiederum versuchen eher „nüchterne“ Entscheidungen zu treffen, die darauf basieren, was wahr und was falsch ist, was funktioniert und was den größten Nutzen bringt. Denkbar unwohl fühlen sie sich darin, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, bei denen es um die Gefühle anderer geht – wenn etwas jedoch auf Funktionalität geprüft werden soll oder unparteiische Entschlüsse gefällt werden sollen, die alleine auf Fakten beruhen, dann fühlt sich ein Denker dabei viel wohler. Auch hier wird unterschieden, ob das Denken nach innen oder nach außen gerichtet ist, aber dazu komme ich später noch.

Man kann also schlussfolgern, dass Fühlen die geeignetere Präferenz ist, wenn es um den Umgang mit Menschen geht, bzw die Beziehung zu und zwischen diesen. Denken ist wiederum die geeignetere Präferenz, wenn es um das Lösen von unpersönlichen Problemen geht oder das Organisieren von Fakten und Ideen. Man kann hier schon ein praktisches Beispiel benutzen, um die beiden Tendenzen voneinander zu unterscheiden: liest du diesen Text und bewertest ihn danach, ob die Aussagen, die ich hier mache, logisch wirken, ob sie höchstwahrscheinlich der Wahrheit entsprechen und in sich schlüssig sind, so fällst du ein denkendes Urteil. Bewertest du den Text danach, ob das, was du liest für dich angenehm ist, unterstützend für dich oder aber Ansichten, die du schätzt bedroht, dann fällst du damit ein fühlendes Urteil.

Um die Differenzen und Eigenschaften zwischen den beiden Typen etwas zu verdeutlichen, werde ich etwas polarisieren müssen. Da es sich hierbei um Tendenzen handelt, ist das aber auch nicht weiter problematisch: im Regelfall findet man auf beiden Seiten etwas in sich selbst wieder, nur neigt man eben eher zu einer Richtung.

Denker Fühler
Schätzen Logik über Gefühle Schätzen Gefühle über Logik
Sind eher unpersönlich und mehr an Dingen als an Beziehungen interessiert Sind gewöhnlich persönlich und eher an Leuten als an Dingen interessiert
Zeichnen sich mehr durch Wahrheitstreue als durch Feingefühl aus Zeichnen sich mehr durch Feingefühl als durch Wahrheitstreue aus
Sind in ausführenden Tätigkeiten besser als in sozialen Künsten Sind in sozialen Künsten versierter als in ausführenden Tätigkeiten
Drücken sich gewöhnlich geschäftsmäßig und kurz aus, ihnen fehlt oft Freundlichkeit und Geselligkeit ohne es zu wissen oder zu beabsichtigen Sind gewöhnlich freundlich, ob gesellig oder nicht und finden es schwierig, sich kurz und geschäftlich auszudrücken
Unterdrücken, unterschätzen und/oder ignorieren das Fühlen, welches inkompatibel mit dem denkenden Urteil ist Unterdrücken, unterschätzen und/oder ignorieren das Denken, da es anstößig gegenüber dem fühlenden Urteil ist
Versuchen dem Gemeinwohl durch intellektuelle Kritik an Gewohnheiten, Bräuchen und Überzeugungen zu helfen, bei dem Aufweisen von Unwahrheiten, der Lösung von Problemen und der Unterstüzung von Wissenschaft und Forschung, um das menschliche Verständnis voranzutreiben Versuchen dem Gemeinwohl durch ihre loyale Unterstützung an „guter Arbeit“ zu helfen und durch Bewegungen, die generell von der Gesellschaft als „gut“ angesehen werden, die sie selbst als korrekt empfinden und daher überzeugt zu Dienst sein können

Ich sprach vorhin davon, möglicherweise auch Klischees von Mann und Frau zu enttarnen. Nachdem wir uns die beiden Präferenzen angesehen haben, wird relativ klar, dass man in der Gesellschaft die „Denkerpräferenz“ eher dem männlichen und die „Fühlerpräferenz“ eher dem weiblichen Geschlecht zuspricht. Das rührt vor allem daher, da es unter Frauen deutlich mehr Fühler als Denker gibt. Bei Männern gibt es zwar auch Unterschiede: mehr Denker als Fühler, aber hier ist der Unterschied bei Weitem nicht so enorm wie bei Frauen: laut Statistiken sind 60-75% der Frauen Fühlertypen. Und auch, wenn diese Statistiken für mich persönlich nicht sonderlich aussagekräftig sind, da sie auf Onlinetests beruhen, die ich für Müll halte, habe ich selber festgestellt, dass alleine in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kaum „Denker“-Frauen vorhanden sind. Das ist aber nochmal ein ziemlich großes Thema für sich, dem ich vielleicht bald mal einen eigenen Beitrag widme.

Kommen wir nun wieder zu den urteilenden Funktionen und schauen sie etwas genauer an. Es gibt, wie bereits erwähnt auch hier Denken und Fühlen, welches nach außen gerichtet ist, sich also an der Umwelt und anderen Menschen orientiert (extrovertiert) und welches, das nach innen gerichtet ist, also eher sehr subjektiv ist und sich eigene Maßstäbe setzt.

Und auch hier gilt: man zieht eine dieser Funktionen vor. Schau doch mal, wo du dich am ehesten wieder finden kannst. Wichtig! Ob du hier eine extrovertierte oder introvertierte Funktion bevorzugst sagt noch nicht aus, ob du selber auch eher introvertiert oder extrovertiert bist! Meine Nicknamen sollen übrigens nicht aussagen, dass zB jede Krankenschwester eine extrovertierte Fühlerin ist. Sie helfen mir nur dabei, die Funktion etwas zu verbildlichen.

Extrovertiertes Fühlen – Die Krankenschwester 
Der extrovertierte Fühler handelt danach, was angemessen oder annehmbar für andere ist und hat oft die Werte und Bedürfnisse seiner Mitmenschen im Blick. Ein Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt ist ihnen sehr wichtig, weshalb sie sich oft dafür einsetzen, Gruppen miteinander zu verbinden und die gesellschaftlichen Werte aufrechtzuerhalten. Dafür sind sie sogar bereit, sich anderen anzupassen, um ihnen von größerem Dienst zu sein und entgegenkommen zu können. Nicht wenige von ihnen entwickeln daher auch ein gewisses Talent darin, Dinge zu organisieren, da sie am ehesten wissen, womit die Mehrheit am ehesten glücklich wird und was für die Situation am besten erscheint. Daher die Krankenschwester: sie ist aufopferungsbereit und kümmert sich um andere, versucht deren Bedürfnisse zu erfassen und darauf einzugehen.

Beispiel:
Flo war glücklich, dass so viele Personen zu seiner Geburtstagsfeier gekommen sind und sich alle so sichtbar wohl fühlten, obwohl sich viele untereinander nicht kannten und ziemlich verschieden waren. Er betrachtete schmunzelnd, wie seine Schwester Kathy sich mit seiner Kommilitonin Deborah unterhielt. Er wusste, dass die beiden sich verstehen würden, sie studierten beide Philosophie und hatten daher wohl viel Gesprächsstoff füreinander. Er empfand allerdings, dass es nun an der Zeit war, die Bar zu verlassen. Tamara wirkte schon sehr betrunken und nicht wenige waren ebenfalls kurz davor. Eigentlich war Flo schon sehr müde, da er jedoch kein Spielverderber sein wollte und merkte, dass sich alle so prächtig amüsierten, schlug er vor, noch gemeinsam eine Kleinigkeit essen zu gehen. Sie einigten sich fast einstimmig auf den örtlichen Burgerladen, wobei Kathy jedoch, seit sie seit kurzem auf diesem veganen Trip war, nicht sehr glücklich war. Flo fragte Kathy, ob sie nicht heute mal eine Ausnahme machen könne, da ja alle anderen Lust auf Burger hatten. Zwar machte Kathy einen Gegenvorschlag zum Falafelstand am anderen Ende der Stadt zu gehen, aber erstens wollte Flo nicht mehr ewig durch die Stadt wandern und zweitens sah er es auch gar nicht ein, dass sich jetzt alle Kathy anpassen sollten und so überredete er seine Schwester, sich beim Burgerladen einfach eine Portion Pommes zu holen.

Introvertiertes Fühlen – Der Richter 
Während extrovertierte Fühler ihr Urteil davon abhängig machen, was die Mehrheit will und fühlt, was gesellschaftliche Normen und Erwartungen sind, richtet sich die Aufmerksamkeit des introvertierten Fühlers nach innen. Er bewertet Dinge aufgrund von Wahrheiten, auf denen sie basieren und versucht, ihre Werte zu erkennen. „Weil es allen anderen so am besten gefällt“ ist für diesen Typ weniger ein Grund, viel mehr konzentriert er sich darauf, welchen bleibenden Wert die Dinge haben und wie wichtig sie sind. Dabei stehen vor allem Dinge, wie persönliche Freiheit im Vordergrund, Rücksichtnahme auf den Einzelnen und das Wahren der eigenen Identität. Zwar sind dem introvertiertem Fühler die Gefühle anderer auch sehr wichtig, aber wie ein Richter bewertet er jeden einzelnen Fall neu und eben komplett auf diesen einzelnen Fall bezogen, selbst, wenn das heißt, dass dadurch möglicherweise ein Teil seiner Umwelt Anstoß daran nimmt, weil sie Dinge anders sieht. Aber sein (eigenes!) Gesetz hat immer das letzte Wörtchen zu reden.

Beispiel:
Ein wenig hatte sich Deborah gewundert, dass Flo sie eingeladen hatte, da die beiden sich seiner Meinung nach nicht wirklich kannten, aber da sie seine Gefühle nicht verletzen wollte, hat sie schließlich zugesagt. Unter den vielen Leuten fühlte sich Deborah zunächst sehr überwältigt und irgendwie auch alleine gelassen, lernte dann jedoch schnell Flos Schwester Kathy kennen, mit der sie sich den ganzen Abend lang über ihr gemeinsames Interesse, Pen&Paper-Rollenspiele unterhalten konnte. Als schließlich darüber entschieden werden musste,  wo man nach dem Barbesuch noch etwas essen wollen würde, enthielt sich Deborah bei der Abstimmung, alleine darum schon, da sie Abstimmungen in den meisten Fällen für unsinnig hielt. Ihr gefiel es nicht, dass sich Minderheiten immer anpassen mussten und so setzte sie sich für Kathy ein, doch lieber zum Falafelstand zu gehen. Sie war verärgert darüber, dass niemand der anderen Kathys Veganismus berücksichtigte, vor allem, dass sich einige sogar darüber lustig machten. Deborah hielt Veganismus zwar selbst auch für überflüssig, aber wenn Kathy dafür gute Gründe hatte, dann sollte man das auch respektieren. Nach einer Diskussion, die für Deborah schnell unerträglich wurde, packte sie Kathy schließlich am Arm und ging mit ihr alleine zum Falafelstand, auch, wenn sie wusste, dass Flo sie danach wahrscheinlich nicht mehr sonderlich gut leiden können würde, weil sie die „Gruppe“ auseinandergebracht hatte. 

Extrovertiertes Denken – Der Grenzwächter
Der extrovertierte Denker hat ein Auge dafür, was funktioniert und was nicht, wie die Konsequenzen von bestimmten Taten aussehen und mit welcher Effizienz bestimmte Dinge laufen. Da die Welt und all ihre Daten zu groß sind, als das man die Zeit dafür hätte, jeden Fall einzeln zu bewerten, urteilt der extrovertierte Denker induktiv, das heißt, er schlussfolgert, dass ähnliche Ursachen zu ähnlichen Folgen führen. Dementsprechend ist er begabt darin, Dinge nach Brauchbarkeit zu organisieren und in ein System einzubringen. Dabei handelt er jedoch nicht in Rücksichtnahme auf andere Menschen, sondern in Rücksichtnahme auf bloße Logik. Wenn er mit neuen Situationen konfrontiert wird, versucht er, sie nach bestimmten wiederkehrenden Mustern und Maßstäben abzusuchen (Normen). Wie ein Grenzwächter untersucht er also Menschen und Dinge gleichermaßen, die durch seine Pforte schreiten, um urteilen zu können, mit wem oder was er es zu tun hat, wer durchkommt (dieses Handelsgut wird dringend in XY benötigt/dieser Mensch sieht wie ein fähiger Arbeiter aus) und wer nicht (diese Ware scheint beschädigt oder gefährlich zu sein/dieser Mensch sieht nach Ärger aus).

Beispiel:
Tamara ärgerte sich etwas darüber, als Flo ihr sagte, sie sei schon etwas angetrunken. Sie war nicht angetrunken, sie musste nur lauter sprechen, weil alle anderen eben schon angetrunken waren und sich dementsprechend lauter unterhielten. Aber sie wollte jetzt nicht Flo streiten, nicht, wenn er Geburtstag hatte. Tamara hielt sich trotzdem vorerst etwas zurück, um zu beweisen, dass sie eben nicht betrunken war. Als die Debatte losging, wo man denn nun essen sollte, wurde ihr bewusst, wie kindisch ihr Verhalten (zu Schweigen, um zu beweisen, dass sie nicht betrunken ist) war und sie mischte sich ebenfalls ein. Es war doch klar, dachte sie, dass man sich heute nach den Wünschen von Flo orientieren solle, immerhin war es sein Geburtstag. Das brachte sie auch lautstark in die Diskussion ein. Als Kathy mit ihrem Veganismus ankam, platzte Tamara schließlich der Kragen. Sie betonte noch einmal, dass das Flos Geburtstagsfeier war und wenn es Kathy nicht passte, dass jetzt alle zum Burgerladen gehen, dann könne sie doch alleine zu ihrem Falafelstand gehen. Als einzelne Stimmen laut wurden, die anfangen wollten, zu diskutieren und Kompromisse zu suchen, unterbrach Tamara diese. Sie betonte, dass es schon lange genug gedauert hatte, sich auf den Burgerladen zu einigen und es die ganze Nacht dauern würde, wenn man sich jetzt schon wieder neu einigen müsse und so gingen sie schließlich alle zum Burgerladen.

Introvertiertes Denken – Der Forscher
Wie auch der extrovertierte Denker kümmert sich sein introvertiertes Pendant nicht sonderlich darum, was andere denken oder fühlen, sondern interessiert sich viel mehr nach „objektiven“ Wahrheiten. Jedoch stellt er weniger allgemeingültige Regeln auf, sondern nimmt sich die Zeit, seine Umwelt in all ihren Einzelheiten zu analysieren. Er versucht herauszufinden, weshalb und wie etwas funktioniert und versucht Definitionen auszuarbeiten, um mehr Licht ins Dunkel zu bringen. So wie der introvertierte Fühler gesellschaftliche Normen kritisiert und nach Widersprüchen absucht, tut das der introvertierte Denker mit Regeln und Gesetzen. Nach dem Motto: „Nur weil etwas hundert Mal funktioniert hat, muss es das hundertunderste Mal nicht auch funktionieren“, versucht er die Prinzipien hinter den Dingen zu erkennen, wie ein Forscher, der nicht aufhört, sein Forschungsobjekt zu untersuchen, bis er alles, für ihn relevantes entdeckt hat. Er handelt also nicht in erster Linie nach dem, was die Gesellschaft will, was moralisch richtig ist, was der Regel entspricht, sondern am ehesten noch nach dem, was die Wahrheit noch am besten aufdecken kann.

Beispiel:
Max überlegte sich, ob er nicht vielleicht besser daheim geblieben wäre, als immer mehr Alkohol floss und es immer schwieriger wurde, mit einzelnen Personen der Feiergesellschaft noch vernünftige Gespräche anzufangen. Dann wiederum zahlte Flo und das wollte er schön ausnutzen.  Er wusste jedoch, noch ein, zwei Cocktails mehr und dann wäre er wahrscheinlich auch bei einem recht hohen Promillepegel. Es war schließlich  Max‘ Idee, lieber noch was Essen zu gehen, anstatt sich hier die Kante zu gehen. Als Kathy schließlich meinte, sie sei Veganerin und würde lieber zum Falafelstand gehen, fiel Max ein, dass man doch auch einfach zum Asiaimbiss gehen könne, der auf dem Heimweg lag. Jedoch meldete sich Tamara zu Wort, die lautstark darauf beharrte, dass Flo das letzte Wort habe. Max erklärte Flo, dass der Asiaimbiss ja eigentlich die beste Entscheidung wäre, da sowohl Leute, die Lust auf Fleisch, als auch Veganer dort auf ihre Kosten kommen würden. Als Flo meinte, dass doch abgestimmt wurde und die Entscheidung daher feststünde, verstand Max diese irrationale Entscheidung nicht. Hatte er nicht eine sinnvolle Alternative geboten? Aus Protest, sich der Mehrheit zu beugen, die seinen Vorschlag nicht mal in Überlegung nahm, schloss er sich Kathy und Deborah auf ihrem Weg zum Falafelstand schließlich an.

Die Beispiele dienen nur der Darstellung der Funktionen, wie sie benutzt werden könnten. Das heißt nicht, dass Max zB zwangsläufig das introvertierte Denken bevorzugt, hier wurde nur gezeigt, wie es sich bei ihm zeigte.

Ich persönlich finde es leichter, die urteilende Funktion festzustellen, als die wahrnehmende. Hast du dich irgendwo wiedererkennen können?

Advertisements

2 thoughts on “Typologie – Wie fällen wir unser Urteil?

  1. Ich überlege immer noch… Wenn ich nur die Unterscheidung Denker und Fühler gegenüber stelle, tendiere ich wohl mehr zum Denker, aber wenn es dann um die Funktionen geht, wird’s wieder schwieriger (wie schon beim Wahrnehmen)^^ Die Argumentationen der einzelnen Partygäste kann ich alle irgendwie nachvollziehen. Ich schwanke noch zwischen dem Richter und dem Forscher.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s