Liebster Award

Ich dachte schon, naja Sam, hast heute nix gepostet, warum schaust du eigentlich in deinen Blog, wenn du gerade weder Lust zu schreiben, noch zu lesen hast, da bemerkte ich, dass mich Michaela für den Liebster Award nominiert hat.

Herzlichen Dank dafür an der Stelle! Ich hab mich ja zunächst gefragt, wofür das überhaupt gut ist. Man beantwortet 11 Fragen, die man mit der Nominierung gestellt bekommen hat und nominiert daraufhin selbst bis zu 11 weitere Blogger, die dann das selbe machen können. Das Ziel davon: „Weniger bekannte Blogs bekannter machen“ – hat bei mir jedenfalls funktioniert, hab gleich mal geschaut, wer denn noch so nominiert wurde und hab daraufhin gleich mal einen weiteren interessanten Blog gefunden. Schaut definitiv auch bei Michaelas Blog vorbei, sie hat vor kurzem mit einem vielversprechenden Blogroman über Musiker angefangen. Ziemlich genial, Blogromane über Musiker zu schreiben, nicht wahr? So. Nun erstmal genug Werbung, ich muss meiner Pflicht nachgehen und mich noch mehr zu einem Glasmenschen machen, indem ich mehr oder weniger private Details über mich enthülle. Als Blogger wäre ich dämlich, wenn ich mich auf einmal davor zieren würde…

 

1.) Worüber kannst du lachen?

Über Etikette, über Bräuche, Traditionen und „den guten Ton“. Über all die Konformisten in unserer Gesellschaft, die diesen dämlichen Tanz mittanzen, ohne darüber nachzudenken, warum sie es eigentlich tun. Über clevere Witze, die über diesen Personenschlag gemacht werden und damit auch über mich selbst. Ich meine, oft genug merke ich nicht mal, dass ich über manche Zeitabschnitte auch wie ein Zombie bin, der blind mit der Masse auf den Abgrund zutaumelt.

2.) Was ist das Wichtigste für dich beim Bloggen?

Ich will andere Menschen dazu bringen, ihre Sichtweise ändern zu können und bilde mir ein, dass mein Blog den Leser in unterhaltsamer Weise dazu bringen kann. Also, sich in andere Personen hineinversetzen zu können, primär in Personen wie mich. Ich will damit nicht sagen, dass ich mehr sehe als andere, wenn du oft genug gegen Laternenpfähle, Türen und andere Menschen gerannt bist, wäre das auch töricht. Aber ich meine doch, dass ich ich für viele Menschen doch zumindest ein paar interessante Perspektiven bieten kann.

3.) Wenn du ein Tier wärst, was wäre das für eins?

Oh, diese Frage fällt mir schon leichter zu beantworten. Und ich bitte den Leser jetzt nicht vorschnelle Urteile zu fällen, wenn ich „Faultier“ sage. Denn das Faultier ist nicht wirklich faul, es ist bloß effizient. Ich meine, Tiere sind ja bekanntlich keine kulturschaffenden Wesen und ihr ganzes Leben maximal nur mit Futtersuche, Partnersuche, Wohnungsbau und Schlaf beschäftigt. Das Faultier auch, aber es macht sich keinen Stress, wo keiner angebracht ist. Eigentlich ist das Faultier ein ziemlich kluges Tier: es spart Energie, deshalb muss es nur wenig essen, aber das, was es isst, ist schwer verdauliche Kost. Die Blätter, die das Faultier futtert brauchen bis zu einer Woche um verdaut zu werden. Ich stelle mir gerne vor, dass Faultiere über das Leben sinnieren, während sie da an ihren Ästen hängen und sonst nichts tun. Aber genug der Selbstbeweihräucherung.

4.) Welches Essen magst du überhaupt NICHT?

Die Blätter, die Faultiere essen, die sind nämlich so schwer zu verdauen.

5.) Warum hast du dich dazu entschieden, einen Blog zu betreiben?

Als ich also eines Tages an meinem Ast hing…

Okay, okay, ich hör ja schon auf… eigentlich steht ja alles dazu bereits in meinem Vorwort und wurde bereits mit Frage 2 beantwortet, aber hier nochmal die Kurzversion: ich schreibe schon seit über 15 Jahren Geschichten. Weil ich aber ständig auf halber Strecke an Motivation verliere, weil ich das Gefühl habe, dass es sowieso kein Schwein lesen will, lasse ich’s sein. Deshalb der Blog. Da kann ich mich selbst davon überzeugen, ob mein Zeug gelesen wird oder nicht.

6.) Wenn du genervt/traurig/verärgert bist, was tust du, um auf andere Gedanken zu kommen?

Schwer zu beantworten, weil ich erstens wenige feste Verhaltensmuster in dem Sinne habe und mich häufig selbst verwirre. Zweitens verhalte ich mich sehr unterschiedlich, abhängig davon, ob ich nun genervt, traurig oder verärgert bin. Meistens konfrontiere ich das Problem direkt, weil ich anders gar nicht auf andere Gedanken kommen kann. Wenn ich mich also über jemanden ärgere, konfrontiere ich die Person meistens direkt damit und wenn das nicht möglich ist, stelle ich mir vor, wie ich es tue. Wenn ich traurig bin, bade ich in Selbstmitleid und höre traurige Musik. Irgendwann merke ich, wie lächerlich die ganze Situation ist, wie absolut belanglos und unwichtig, verglichen mit all dem, was sonst noch so existiert und ich fange an, der Welt zu helfen, indem ich Computerspiele spiele.

7.) Wenn du alles tun könntest, was du wolltest, wenn Geld, Ausbildung und die Meinung von anderen keine Rolle spielten, was würdest du dann beruflich machen?

Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden mit meinem Job als Musikschullehrer. Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, dass ich echt viel Spaß als Drehbuchautor hätte. Die andere Frage ist da natürlich, ob das Publikum damit dann ebenfalls Spaß hätte…

8.) Was ist für dich ein perfekter Augenblick?

Schwer zu sagen, weil ich jemand bin, der gedanklich nicht wirklich im Hier und Jetzt verankert ist. Es fällt mir manchmal enorm schwer, mich auf das Gegenwärtige zu konzentrieren, weil meine Gedanken sich meistens immer mit dem „Was wäre wenn“ oder „Was könnte sein“ beschäftigen. Perfekt in diesem Sinne gibt es bei mir nicht, ich kann nur sagen, was ich schön finde: ein interessantes Gespräch, ein saftiges Steak, ein guter Whisky, das Gefühl, einen Unterschied gemacht zu machen, jemanden von meinem Standpunkt nachhaltig überzeugt zu haben, etwas geschaffen zu haben, worauf ich stolz sein kann.

9.) Wie sieht es mit Musik aus? Bist du musikalisch, spielst du selber oder hörst du lieber dem zu, was andere spielen?

Ich höre anderen zu bei dem, was sie spielen, kritisiere sie dafür und verdiene damit mein Geld. Ich spiele auch selbst. Dabei kritisiere ich die Musik zwar umso mehr, aber leider bekomme ich nicht entsprechend mehr Geld dafür. Und ich komponiere und arrangiere. Damals habe ich davon geträumt, der Welt zu zeigen, wie billig Hans Zimmer ist und wie viel besser ich das kann, heute träume ich davon, die Motivation zu finden, dazu die ersten Schritte zu unternehmen. Offensichtlich habe ich mich stattdessen dafür entschlossen, einen Blog zu starten. Aber ich könnte beides hinbekommen. Gebt mir nur ein wenig Zeit…

10.) Zu welchem Ort würdest du gerne mal reisen wollen? Würdest du gegebenenfalls auch dort leben wollen?

Ich war schon an ziemlich vielen Orten der Erde, aber noch nie in Irland. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht viel über das Land, aber ich liebe Stout Beer und mir hat schon die Landschaft von Schottland gefallen, dementsprechend… dort leben wollen ist natürlich eine andere Frage. Arschlöcher gibt es überall und das Gras sieht auf der anderen Seite immer grüner aus. Ich bezweifele, ob sich die Mühen eines Umzugs lohnen würden.

11.) Welche drei Worte könnten dich beschreiben?

Ich hätte ja ganz viele, die sowohl positiv, negativ als auch beides zugleich sind. Ich versuche drei Wörter zu nehmen, die das meiste am besten abdecken.

1 – Kritisch. Ich kritisiere alles und jeden und kann es auch nicht abschalten. Dementsprechend überanalysiere ich auch ständig. Manche Menschen schätzen mich dafür, andere, selbst, wenn sie wissen, dass es nicht böse gemeint ist, können mich deshalb nicht ausstehen. Was ich übrigens gut nachvollziehen kann.

2 – Gemütlich. Böse Zungen könnten jetzt vielleicht behaupten, ich sei faul, aber das ist nicht wahr: ich weiß nur, wie ich meine Energie am besten einteilen kann und dementsprechend am effizientesten arbeiten kann, während andere durch die Weltgeschichte hetzen und das Leben verpassen. Das ist jedenfalls meine Auffassung davon.

3 – Einfallsreich. Ich finde, ich darf auch einen Punkt nehmen, der allgemein eher als eine positive Eigenschaft geschätzt wird. Ich beweise meine Kreativität einfach mal damit, indem ich euch zeige, wie man sie ganz toll auch negativ darstellen kann: ich bin so in meine Ideen vertieft, dass ich meine Umwelt oft nicht mehr wahrnehme oder ziemlich leicht ablenkbar bin. Meine Gedankenausflüge werden oftmals unrealistisch, weil sie so sehr ins Abstrakte abdriften und nicht selten von eher nüchternen Zeitgenossen als kindisch, albern und unnötig abgestempelt. Tadaaa!

MEINE NOMINIERUNGEN

Die Reihenfolge spielt keine Rolle. Ha! Jetzt achtet ihr bestimmt erst Recht auf die Reihenfolge, nicht wahr?

1.) Kevin’s Blog: Andersgedacht – interessante Gedankengänge. Wie ich, will er seinen Lesern eine andere Perspektive (die seine) anbieten und macht das, wie ich finde, ziemlich gut.

3.) Wotsefaks Big Bear Planet – Offen gestanden weiß ich nicht, wie man den Blog beschreiben soll. Das Icon ist ein Cartoon-Panda, der bunte Farben kotzt, vielleicht tue ich mich damit leichter. Jedenfalls, egal, was es ist – es ist richtig amüsant! Ich lese die Posts furchtbar gerne, sie sind super locker zu lesen und gleichermaßen skurril.

2.) Jaelaki’s Jaelaki schreibt – Kurzgeschichten! Und auch, wenn das Genre nicht so meins ist, dann gibt’s dort auch Fanfiction (momentan arbeitet sie sogar an einem „How to Fanfiction“). Wenn ihr also darauf steht, dann schaut mal rein. Und wenn nicht, dann trotzdem: Kurzgeschichten!

MEINE 11 FRAGEN

  1. Die Fußgängerampel ist rot, aber auf der weiten, übersichtlichen Straße ist links und rechts kein Fahrzeug zu hören oder zu sehen – was hält dich davon ab, über die rote Ampel zu gehen?
  2. Warum bloggst du?
  3. Was glaubst du, welche Werte dir wichtiger sind, als den meisten deiner Mitmenschen?
  4. Was schätzt du am Internet am meisten?
  5. Bist du eher ein Herz- oder ein Kopfmensch?
  6. Was löst bei dir enormen Stress aus und wie gehst du damit um?
  7. Was bedeutet der Begriff „Normalität“ für dich?
  8. Welche Musik hörst du?
  9. Welche sind deine drei Lieblingsfilme?
  10. Was glaubst du, braucht unsere Gesellschaft (metaphorisch) mehr: Hirten oder Lehrer?
  11. Glaubst du, du wärst klug?

Tut mir leid, wenn die Fragen etwas seltsam anmuten, aber ich dachte, Lieblingsfarben hatte man schon so häufig…

Übrigens, ich habe die Nominierungen alphabetisch sortiert.

REGELN

Regeln. Oh, wie ich sie liebe. Aber einige Dinge gehören eben Mal tatsächlich organisiert. Also, hier, für euch:

  1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, gestellt hat.
  3. Nominiere 2 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  4. 
Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
  6. Das Beitragsbild kannst du optional in deinen Beitrag einfügen.
  7. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.

 

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One thought on “Liebster Award

  1. Jetzt bin ich doch neugierig geworden und wollte dich fragen, was du denn an der Musikschule unterrichtest? Ich bin selber nicht ganz unmusikalisch, würde ich mal behaupten, deswegen das Interesse 😉 Wenn du dich allerdings schon als gläsern genug fühlst, musst du auch nicht antworten…
    Liebe Grüße
    Michaela

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