Typologie – Welcher Typ bist du?

Nachdem ich in den vergangenen Posts bzgl des Themas sowohl die Arten beschrieben haben, wie wir nach der Typologie die Welt wahrnehmen und wie wir über sie urteilen, folgt nun die Beschreibung, wie sich die verschiedenen Typen zusammensetzen.

Gebt es zu, hin und wieder mögt ihr Klischees. Deswegen gebe ich euch nun welche. Etwas Oberflächlichkeit, um euch tiefer in ein super interessantes und ergiebiges Thema einzuführen: es ergeben sich letztlich 16 Persönlichkeitstypen aus den urteilenden und wahrnehmenden Tendenzen und ich habe ihnen Nicknamen gegeben, damit man sich darunter auch schon einen gewissen Archetyp vorstellen kann.

ISTJ – Detektiv
ESTJ – Aufseher
INTJ – Stratege
ENTJ – General

ISFJ – Beschützer
ESFJ – Versorger
INFJ – Berater
ENFJ – Anführer

ISFP – Künstler
ESFP – Partylöwe
ISTP – Spezialist
ESTP – Draufgänger

INFP – Träumer
ENFP – Freiheitskämpfer
INTP – Grübler
ENTP – Debattierer

So. Mit den ganzen Kürzel dürftet ihr wahrscheinlich nichts anfangen, aber vielleicht eher etwas mit den Bezeichnungen, die dahinter stehen. Zu wem ihr laut der Typologie gehört, werde ich euch jetzt erklären.

Die Persönlichkeitstypen setzen sich aus immer vier Funktionen zusammen, die jedoch unterschiedlich stark in jedem verschiedenen Typen arbeiten. Je besser man sich selbst kennt, desto leichter ist es natürlich, sich richtig einzuschätzen. Solltet ihr noch Probleme damit haben, euch möglichst objektiv selbst zu analysieren, dafür biete ich euch ja einen separaten Test an (einfach anschreiben). Öffnet am besten nochmal die Seiten über das Wahrnehmen und Urteilen und überlegt euch, wo ihr euch definitiv wieder finden konntet, vor allem, wenn ihr sogar spezifisch sagen könnt: „Boah ja, genau – so wie du das extrovertierte Fühlen beschrieben hast? Das bin sowas von ich!“ – damit haben wir dann nämlich schon etwas, womit sich arbeiten lässt.

Wenn ihr also etwas – irgendetwas – gefunden habt, was auf euch zutrifft, dann haben wir schon einen Anhaltspunkt. Womöglich handelt es sich dabei um eure Erste Funktion, also die, die bei euch am deutlichsten ist. Dadurch wird es bereits leichter, die zweite zu erkennen. Wenn die Funktion, die voll auf euch zutrifft z.B. eine extrovertierte und urteilende ist, dann ist die zweite in beiderlei Hinsicht ausgleichend. Das heißt, in meinem Beispiel wäre sie dann introvertiert und wahrnehmend.

Warum ist das so? Ganz einfach: extrovertierte Funktionen lassen uns mit unserer Umwelt in Aktion treten, während introvertierte uns eher dazu bringen, inne zu halten und zu reflektieren. Wenn unsere beiden stärksten Funktionen nur intro- oder extrovertiert wären, würden wir entweder gar nicht mehr aus uns heraus kommen können oder nicht mehr aufhören, völlig oberflächlich „in der Welt“ zu leben und ausbrennen.

So verhält es sich auch mit dem urteilen und wahrnehmen. Wir können nur dann ein gesundes Urteil treffen, wenn wir tatsächlich auch durch unsere Wahrnehmung mit den nötigen Informationen versorgt werden. Und wenn wir nur wahrnehmen, aber nichts damit anfangen, keine Schlüsse daraus ziehen, dann haben wir auch nichts davon.

Also. Um auf’s Beispiel zurückzukommen. Sagen wir, du hast „extrovertiertes Fühlen“ bei dir erkannt, ganz eindeutig, dann bleiben dir eigentlich nur noch zwei Optionen als zweite Funktion: „introvertiertes Empfinden“ und „introvertiertes Intuieren“. Erstens sind beide Optionen introvertiert und zweitens sind beide, das Empfinden und das Intuieren von wahrnehmender Natur. Ich hoffe, das ist soweit klar. Schaut euch an, was von beidem eher auf euch zutrifft und eigentlich habt ihr dann, grob gesagt, euren Typ bereits erkannt.

  • Wenn eure erste Funktion extrovertiert ist, dann seid ihr ein „E“-Typ, wenn sie introvertiert ist, dann seid ihr ein „I“-Typ. Extrovertiert oder Introvert.
  • Wenn eure erste oder zweite Funktion das Fühlen ist, seid ihr ein F-Typ.
  • Wenn eure erste oder zweite Funktion das Denkenist, seid ihr ein T-Typ („Thinking“).
  • Wenn eure erste oder zweite Funktion das Intuieren ist, seid ihr ein N-Typ („iNtuition“).
  • Wenn eure erste oder zweite Funktion das Empfinden ist, seid ihr ein S-Typ („Sensing“).
  • Wenn eure erste extrovertierte Funktion eine urteilende ist (extrovertiertes Denken oder extrovertiertes Fühlen), seid ihr ein J-Typ („Judging“).
  • Wenn eure erste extrovertierte Funktion eine wahrnehmende ist (extrovertiertes Empfinden oder extrovertiertes Intuieren), seid ihr ein P-Typ („Perceiving“).

So. Eigentlich war’s das wie gesagt schon, wenn’s darum geht, euren Persönlichkeitstyp festzulegen.

Denkt ihr euch nun möglicherweise: „Ja schön, ich habe aber mehr als nur zwei Funktionen in mir entdeckt! Was ist damit?“ – dann kann ich euch beruhigen: es gibt noch eine dritte und eine vierte Funktion. Nur funktioniert die dritte in der Regel eher mit der Reife eines etwa zehnjährigen Kindes und die vierte Funktion ist so unterentwickelt, dass ihr Einsatz oftmals eher skurril wirkt. Im Grunde genommen werden die beiden ersten Funktionen gespiegelt. Ich versuch’s erst gar nicht das anhand von Beispiel weiter zu erklären, sondern gebe euch einfach mal ein hübsches Schaubild dafür:

Unbenannt

Das heißt, dass z.B. die Vorstellungskraft eines ISTJ (Reihenfolge: 1. Introvertiertes Empfinden, 2. Extrovertiertes Denken, 3. Introvertiertes Fühlen, 4. Extrovertiertes Intuieren), die auf dem extrovertierten Intuieren, seiner letzten Funktion basiert, nicht sonderlich ausgeprägt ist. Vorhanden, ja. Aber definitiv nicht als seine größte Stärke. Ein ISTJ ist zuverlässig, loyal, pflichtbewusst und in der Regel auch ziemlich belesen, aber er ist kein Feuerwerk origineller, abstrakter Ideen.

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