ENTP – Der Debattierer

Allgemeine Beschreibung & Klischees

Für manche sind sie die „coolen“ Nerds. Für andere hingegen unsensible, unpraktische, laute und unkonzentrierte Streithähne, denen nichts und niemand heilig ist. Das Lustige am Klischee des ENTP-Typs ist, dass die meisten, die dem Typ angehören, wahrscheinlich zustimmend nicken würden. Mit einem breiten Grinsen. Aber warum? Woher kommt dieser Drang, Vorstellungen, Werte, Ideale und Argumente mit einem rhetorischen Hackebeil vernichten zu wollen und anschließend ein riesiges Lagerfeuer daraus machen zu wollen, mit Neonlichtern außen herum, die nochmal jedem klar machen, was da gerade brennt? Steckt eine tiefere Überzeugung dahinter? Oder ist der ENTP in gewisser Weise tatsächlich einfach nur… böse?

Schauen wir uns schnell die Reihenfolge der Funktionen an und dann geht’s los:
1.) Extrovertiertes Intuieren
2.) Introvertiertes Denken
3.) Extrovertiertes Fühlen
4.) Introvertiertes Empfinden

Erste Funktion – Extrovertiertes Intuieren („Intuition Extroverted, kurz NE“)
Um die Antwort zu erhalten, fangen wir erst einmal mit dem extrovertierten Intuieren, der ersten Funktion des ENTPs an. Da diese Funktion vor allem darauf aus ist, Dinge von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten, können wir zumindest schon einmal in Erfahrung bringen, wie es dem ENTP gelingt, alles auseinander zu nehmen: wenn jemand also beispielsweise glaubt, er hätte „die Wahrheit“ gefunden, betrachtet der ENTP die Aussage so lange, bis er eine Perspektive gefunden hat, von der aus die angepriesene Wahrheit keinen Sinn mehr ergibt, auf einmal nicht mehr ganz so schön klingt oder schlicht und ergreifend unwahr ist. Man darf den ENTP jetzt allerdings nicht als einen griesgrämigen Zweifler ansehen, denn, sofern er eine einigermaßen stabile Entwicklung durchgemacht hat, wird er das selbe auch im „Positiven“ tun. Wenn alle sagen, etwas sei unmöglich oder würde keinen Sinn machen, gehört er zu denjenigen, die Einspruch erheben und mit Ideen kommen, wie es denn möglich gemacht werden oder Sinn ergeben könnte.
Der ENTP liebt dementsprechend Gesellschaft, mit der er Dialog halten kann, um seinen Fundus an verschiedenen Ansichten und Gedanken stets zu erweitern. Er ist mehr als offen für Neues und liebt es, mit anderen über Ideen zu sprechen. Es bleibt jedoch leider auch oft nur beim Sprechen. Denn, obwohl er das sehr häufig und ausdauernd tut, wird er, sobald er ein Projekt angefangen hat, das irgendeinen Wandel, eine Verbesserung herbeiführen soll (oder einfach nur nach Spaß klingt…), sehr schnell die Lust daran verlieren, es fortzuführen. Das rührt daher, dass sie sich eher als Funkengeber, als Streichholz, um es metaphorisch auszudrücken, ansehen und nicht als Brennholz. Die langwierige Routine, die bei vielen Projekten nötig ist, um sie zu Ende zu bringen, fordert den ENTP nicht mehr, jedenfalls nicht mehr intellektuell. Seine Gedanken schweifen ab, zu neuen Projekten, neuen Ideen und das, was auf einmal real geworden ist, ist auf einmal nicht mehr ganz so spannend und interessant, wie zu dem Zeitpunkt, an dem es eben erst eine Idee war.

Dieses Desinteresse an Wiederholungen und das Unverständnis für Konventionen, Normen Traditionen rührt von der unterdrückten Funktion des ENTPs, nämlich dem introvertierten Empfinden. Der ENTP ist, wie eventuell bereits ersichtlich wurde, das Sinnbild eines verrückten, exzentrischen Professors. Und von diesem Archetyp darf man alles mögliche erwarten, aber nicht unbedingt Rücksichtsnahme und ein gutes Gedächtnis. Ich meine, würden wir wirklich davon ausgehen, dass Doc Brown mit den Zutaten für einen Zitronenkuchen zurück vom Supermarkt kommt, wenn er seinen Einkaufszettel daheim hat liegen lassen?
Der ENTP sieht in festen Strukturen und in dem, was gesellschaftlich als „etabliert“ gilt oft ein gewisses Feindbild, das es nieder zu reißen gilt. Das ironische an der Sache ist, dass er selbst einen Hang dafür hat, sich bestimmte Fakten und Daten akribisch zu merken, die ihn beim Debattieren helfen. Er sammelt sich einen möglichst breiten Fundus an Wissen an und dieser Eifer stammt interessanterweise auch vom introvertierten Empfinden.

Zweite Funktion – Introvertiertes Denken („Thinking Introverted, kurz TI“)

Um auf die Frage einzugehen: warum nimmt der ENTP kein Blatt vor den Mund? Ein klassisches ENTP-Beispiel wird eventuell durch das Betrachten der zweiten Funktion, dem introvertierten Denken ersichtlicher. Ein zwölfjähriger Junge glaubt an den Weihnachtsmann und der ENTP argumentiert dessen Glauben wörtlich zu Tode. Der Junge fängt an zu weinen. Warum tut der ENTP das? Zum einen, weil selbst er in gewisser Hinsicht in festgefügten Mustern wahrnimmt (SI: „Mit 12 noch an den Weihnachtsmann zu glauben ist wirklich nicht normal!“). Es ist gut möglich, dass sein NE dabei auch eine Rolle spielt und ihm Szenarien aufzeigt, in denen sich der Junge heftig blamiert, aber sein NE ist keine urteilende Funktion. Schauen wir uns dabei also die zweite Funktion (TI) und die dritte Funktion (extrovertiertes Fühlen: FE) an.
TI: es macht keinen Sinn. Der Weihnachtsmann. Die Lüge hat keinen weiteren Zweck. Introvertiertes Fühlen kann sehr schnell auch „zerstörerische“ Gefühle hervorrufen, wenn das freie Denken eingeschränkt wird. In diesem Falle sieht der ENTP, dass der Junge einfach nur glaubt, was ihm erzählt wurde, etwas, was nicht in die Schublade der Ideale passt, die der ENTP besitzt. Er muss aufgeklärt werden und für alle, die das immer noch nicht so richtig nachvollziehen können, würde der ENTP es genau so wollen, wäre er derjenige, der noch an einen Weihnachtsmann glaubt. Um es mit seiner dritten Funktion auszudrücken, will er dem Gemeinwohl tatsächlich ein stückweit helfen. Man sollte nicht glauben, dass es in erster Linie darum geht: der ENTP diskutiert vor allem, weil es ihm schlicht und ergreifend Spaß macht, weil er seinen Verstand (TI) damit schärfen kann und neue Einsichten erhält, aber bis zu einem gewissen Grad, tut er es auch, weil er vermitteln möchte. Weil er will, dass alle die Wahrheit sehen können und danach handeln. Nicht nach blinden Vorgaben. In gewisser Hinsicht kann man den ENTP mit einem „fanatischen Atheisten“ vergleichen: er will den Glauben des anderen vernichten, der seinem Gegenüber Trost spendet, einen Sinn im Leben und eine gewisse Struktur gibt. Warum? Weil der ENTP es einfach nicht erträgt, dass sein Gegenüber seiner Meinung nach einer Lüge hinterherläuft. Was sein Gegenüber davon, wenn es anschließend gebrochen und verzweifelt am Boden liegt? Die Wahrheit, würde der ENTP sagen.
Das soll nicht heißen, dass ENTPs nicht tatsächlich auch Anhänger verschiedener Glaubensrichtungen sein können. Sollten sie es sein, ist jedoch zu erwarten, dass sich ihr Glaube selbst von ihren Glaubensgeschwistern in vielen Dingen unterscheiden wird. Wenn sich eines durch das wechselhafte Leben eines ENTPs wie ein roter Faden zieht, dann ist es eines: Nonkonformität.

Um thematisch passend in sprunghafter Manier zum Beispiel zurückzukehren, so wird ein ENTP, möglicherweise auch etwas unbeholfen, dennoch, seinem niedergeschlagenem Diskussionspartner (gehen wir einfach mal davon aus, dass der ENTP Erfolg hatte) auch versuchen, emotional unter die Arme zu greifen. Der ENTP würde es wohl eher weniger offen zugeben, aber durch sein extrovertiertes Fühlen ist es ihm wichtig, was andere von ihm denken und er hat in der Tat, auch, wenn er oft so tut, als würde er es nicht wahrnehmen, ein Auge für die Gefühle seiner Mitmenschen. Das ist ihm jedoch auch häufig ein Vorteil, vor allem, um sich aus der (oftmals selbst produzierten) Bredouille wieder herauszureden. Nicht selten werden ENTPs als charmante, angenehme Zeitgenossen angesehen, wenn sie mal gerade nicht dabei sind, Weltbilder zu zerstören. Es soll schon vorgekommen sein…

Fazit & Beispiele
Spätestens jetzt sollte klar geworden sein, dass ENTPs dämliche Genies sind. Genies, weil sie oftmals alles Nötige haben, um ganze Menschenmassen mit tollen Ideen zu inspirieren, der Gesellschaft helfen können, sich weiter zu entwickeln, Irrglauben zerstören und mit Hilfe ihrer erfrischend quirligen Art auch wirklich Sympathien für sich hervorrufen können. Dämlich, weil sie all das oft genug nicht tun, da sie zu abgelenkt sind, mit all den Trillionen Möglichkeiten, die sonst noch im Raum herumflattern. Da sie sich zu bequem sind, größere Projekte auch durch zuziehen. Zu sehr darauf aus sind, Diskussionen einfach nur gewinnen zu wollen und nicht, dabei zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das beidseitig Früchte tragen wird. Solltest du, geneigter Leser, ein ENTP sein und die letzten genannten Punkte nicht tun, muss dich die Welt unbedingt kennen lernen.
Aber wahrscheinlich bist du, wenn du mich davon überzeugen kannst, einfach nur ein ziemlich gerissener Troll.

ENTP-Beispiele:

  • Jimmy McGill alias Saul Goodman (Better Call Saul)
  • Tyrion Lannister (Game of Thrones)
  • Tony Stark (Iron Man)
  • Der Joker (Batman)
  • Dr Schultz (Django Unchained)
  • Tom Haverford (Parks & Recreation)
  • Sokrates (Philosoph)
  • Stephen Colbert (Satiriker)
  • Benjamin Franklin (Erfinder, Politiker)
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29 thoughts on “ENTP – Der Debattierer

  1. Unglaublich scharfsinnig! Und so fein nachgezeichnet, dass ich schmunzeln und sogar lachen musste. Denn ich kenne so einen. Ganz genau so einen. Wahnsinn.
    Nach einer der unzähligen Diskussionen sagte ich: „Warte mal, Du sagst doch einfach so Nein. Auch wenn Du keinen blassen Schimmer hast.“
    Er: „Äh. Ja, natürlich.“
    Für ihn war das selbstverständlich. Er kommt schon noch an die Fakten, und so lange bedient er sich halt aus dem Riesentopf Wissen, den er auf dem Herd stehen hat. Wird schon was dabei sein …

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    1. Ja, ENTPs diskutieren einfach der Diskussion wegen und vertreten dabei die Seite, bei der es am interessantesten wird, wenn sie noch jemand zusätzliches vertritt. Selbst, wenn sie selbst gar nicht der Meinung sind oder von der Materie keine Ahnung haben. Das ist ja das Lustige daran… obwohl sie so viel reden, weiß man hinterher oft immer noch nicht, was *sie selbst* eigentlich davon halten.

      Freut mich, dass man bei meinen Beschreibungen auch Bekannte wieder findet 🙂

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      1. Im Grunde genommen mache ich einen großen Bogen um solche Menschen. Ich kann mit Klugscheißerei nicht gut umgehen. Aber dahinter steckt ja auch was …
        Und woher nimmst Du Deine differenzierten Umschreibungen? Es sind ja schon beinahe Studien.

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  2. Ich verweise auf meinen ersten Blogeintrag zum Thema, der leider tief im Archiv versunken ist: https://introspektivblog.wordpress.com/2016/06/01/mehr-als-nur-son-persoenlichkeitstest/
    Muss mal etwas mehr Struktur in diesen Blog bekommen…
    Aber um dir eine knappe Antwort zu geben: ich verschlinge alle möglichen Bücher zum Thema Jung’scher Typologie und das schon seit knappen vier Jahren. Und wenn man nicht unbedingt als einsamer Eremit irgendwo in den Bergen wohnt, dann hat man jeden Tag auch lebende Studienobjekte um sich, ob man es will oder nicht.

    Du meidest diesen Menschenschlag? Ich bin zwar selbst kein ENTP, aber ich liebe es, Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich sehe das persönlich auch nicht als Klugscheißerei an, tatsächlich empfinde ich es als Wertschätzung, wenn jemand lange diskutieren will, sofern man dabei den anderen nicht persönlich angreift. Das bedeutet, dass die eigenen Gedankengänge und Argumente, die man auf den Tisch bringt, tatsächlich auch geschätzt werden, denn ohne funktioniert eine Diskussion nicht. Und man muss eben darauf eingehen, um Antworten zu können 🙂

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    1. Puhhh. Das ist ja alles ganz schön viel Theorie … Nun ja. Durch meinen Job bin ich nah dran am Menschen und ihrer Psychologie. Ich war noch nie ein Fan von Tests und Kategorien. Die besten Studien macht man am Objekt dran. Und auch im ständigen Vergleich, Fragen, Zweifeln, Hadern.
      Ich finde aber Deine Intension dahinter gut und auch nachvollziehbar. Allerdings sollte man bei aller Testete auch nicht vergessen, dass Menschen Traumata haben. Oder krank sind. Die mögen Werte verfälschen, was macht man mit denen? Die Persönlichkeit kann sich wandeln, sie ist kein festgelegtes Konstrukt. Vielleicht könntest Du ja so einen Protagonisten erschaffen, eines Tages. Das fände ich wahnsinnig toll!

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      1. Ist es. Aber gut durchdachte Theorie. Jung war ja selbst Psychiater in einer Heilanstalt. Das alles hat er ja zunächst gerade für seine Fachkollegen geschrieben, dass sie mit ihren Patienten, also Menschen die Traumata haben oder krank sind besser kommunizieren können.

        Und ja, Personen können sich ändern, aber ich glaube nicht, dass der Persönlichkeitstyp sich ändern kann. Das ist übrigens ein wahnsinnig spannendes Thema, worüber ich nochmal separat schreiben muss, aber um’s kurz zu fassen – und in Jung’s Urwerk ist das auch nochmal detaillierter, wenn auch schwerer verständlich nachzulesen: eine ungesund entwickelte Persönlichkeit kann sich dadurch ausdrücken, dass die Primär- oder Sekundärfunktion unterdrückt wird oder aber eine Funktion unausgeglichen stark ausgeprägt ist.

        Ich habe zB einen ESFJ-Freund, der in der Schule gemobbt wurde und für all seine Versuche, seine extrovertierte Seite (das extrovertierte Fühlen in seinem Fall) auszuleben, von seinem Umfeld förmlich bestraft wurde. Er entwickelte also verstärkt seine introvertierten Funktionen, wodurch sein Verlangen, anderen Menschen zu helfen oder überhaupt nur mit ihnen zu kommunizieren, sowohl seine Vorstellungskraft und Fantasie (dritte Funktion) stark eingeschränkt wurden. Erst während seines Studiums konnten seine nach außen gerichteten Funktionen wieder etwas aufholen, aber er wirkt bis heute auf den ersten Blick wie ein ISFJ.

        Wenn sich jetzt, um beim Thema ENTP zu bleiben, eben ein ENTP ungesund entwickelt, indem er zB seine ersten beiden Funktionen extrem stark im Fokus hat, aber möglicherweise eine Art narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, kann es gut möglich sein, dass sein FE und SI zu kurz kommt und er wie ein rücksichtsloses, großmäuliges Arschloch erscheint, dem Mitmenschen vollkommen egal sind. Dann könnte man ihn vielleicht fälschlicherweise für einen ENTJ halten, dem diese negativen Eigenschaften eher zugesprochen werden. Ob zu recht oder unrecht darf jeder selbst entscheiden 🙂
        (Ich kenne einige ENTJs und sie sind mir auf eine wenn auch befremdliche Art irgendwie doch sympathisch!)

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        1. Extrem spannend. Das sind die Menschen.
          Ich wundere mich nun immer mehr, warum Du diese Art Roman gewählt hast. Bei dem, was Dein Kernthema ist, wäre ich für den Anfang von einem Monolog ausgegangen, nur einem Protagonisten.
          Stattdessen hast Du einen Roman mit mehreren Strängen, verschiedenen Persönlichkeiten und dann noch die alternative Zeit. Das ist … sagen wir mal, extrem ehrgeizig.
          Ich stehe dem ganzen Testkram kritisch gegenüber. Aber ich höre mir alles sehr gern an 😉

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  3. Ich kann es nur befürworten, gerade Themen wie Typologie kritisch gegenüber zu stehen! Es ist ja aber auch kein üblicher Test, den man mit ein paar Häkchen beantworten kann, die Materie geht ja viel tiefer. Wenn du mal nichts besseres zu tun hast, kann ich dir gerne nen Fragebogen zukommen lassen und ich versuche dich mit meiner Bewertung zu überzeugen 😉

    Die alternative Zeitlinie habe ich übrigens gestrichen, mir ist auch aufgefallen, dass es für einen Roman in dem von mir geplanten Umfang einfach viel zu viel war. Vor allem beim ändern selbst, als mir aufgefallen ist, dass es kaum einen Unterschied macht. Was den Rest angeht… ja, man kann es als ehrgeizig bezeichnen, verschiedene Stränge und Persönlichkeiten zu integrieren, aber dann wiederum wollte ich ein möglichst authentisches Bild vom Leben geben. Und habe mich für diesen speziellen Zeitabschnitt von Nathan entschieden, der eben mal verschiedene „Handlungsstränge“ und Persönlichkeiten beinhaltet. Wie im echten Leben eben.

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    1. Sag ich doch … verdammt ehrgeizig. Ich habe ein paar Schwierigkeiten, allem angemessen zu folgen. Was aber auch an meinem Leseverhalten liegt. Ich komme da gern zum Punkt 😉 Genauso wie beim Schreiben. Zumindest muss sich der Punkt zwischendurch ankündigen, oder hin und wieder mal blicken lassen. Also so aus der Ferne …
      Ich bin schon durchgetestet, im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass es zusätzliche Infos gibt 😉 Nicht immer ein schönes Unterfangen, wenn man aber mit Tests arbeitet, ist die Selbstanalyse immer empfohlen. Oder wird einem aufgedrängt. Ähem.
      Nun mache ich mich nochmal über das letzte Kapitel Deines Romans her …
      Regnerische Grüße, Julia

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  4. Hey Sam, ich finde deinen Blog richtig gut, ich bin leider noch nicht dazu gekommen ihn komplett zu durchstöbern, wünsche dir trotzdem viel Erfolg mit deinen Tätigkeiten.

    Im übrigen liebe ich den Mbti, zwar steckt er die Menschheit in gewisser Maßen in Schubladen, trotzdem macht er einem auf simple Weise bewusst, dass die Gesellschaft kein riesiger Einheitsbrei ist und hilft dabei über sich selbst zu reflektieren und sich somit in Gesellschaft auch angemessener Verhalten zu können. Das einzige was man dem Mbti vorwerfen kann ist wohl die Tatsache, dass er immer extreme darstellt und all die vielen Menschen die sich irgendwo zwischen Pragmatiker und Theoretiker oder zwischen extrovertiert und introvertiert befinden, etwas außen vor lässt. Diese Menschen finden sich wahrscheinlich in vielen Persönlichkeitsprofilen ein bisschen wieder.
    Ich selbst bin ein ENTP und musste beim durchlesen wirklich Dauergrinsen 😀 ich glaub ich bin nach Bugs Bunny der extremste Entp der jemals in irgendeiner Art existiert hat. (In jede Richtung über 85 Prozent)
    Früher bin ich echt viel in blöde Situationen geraten, aber ich würde behaupten dass ich an mir gearbeitet habe und kann zumindest deinen letzten Absatz tatsächlich teils verneinen.

    „Zu sehr darauf aus sind, Diskussionen einfach nur gewinnen zu wollen und nicht, dabei zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das beidseitig Früchte tragen wird“

    Also zumindest das habe ich mir sehr angewöhnt. Vielleicht schaff ich es ja, dass du mich nicht für einen Troll hältst. Btw: empfand INTP’s meistens als die angenehmsten Gesprächspartner für mich. Hast du dafür auch eine Erklärung? Würde mich interessieren.

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    1. Hey Samuel,
      Freut mich, dass dir mein Blog gefällt!
      Dass der MBTI Extreme darstellt, kommt darauf an, wie man ihn interpretiert. Ich zB betone ja immer wieder, dass er Tendenzen aufweist und keine Absolutdarstellung. So kann ich als INTP manchmal emotionaler sein als meine INFP-Ehefrau. Ich denke auch nicht, dass Menschen, die sehr ausgewogen sind, außen vor gelassen werden.
      Anhand deiner Aussage du seist „in jede Richtung über 85%“, nehme ich an, dass du den MBTI bisher nur anhand von Internettests kennst, die dir sagen: „Du bist 90% Extrovertiert, 81% Denker, etc., daher bist du Typ XY“. Diese Tests sind aber meiner Meinung nach Unsinn, weil die Fragen viel zu allgemein formuliert sind und dazu auch noch durch Programme ausgewertet werden. So weit sind Maschinen noch nicht, dass sie zuverlässig Persönlichkeiten einordnen können.

      Warum INTPs deiner Meinung nach die angenehmsten Gesprächspartner sind? Eventuell, weil sie ähnlich wie du denken, Dinge nicht so schnell persönlich nehmen und dich mehr zu Wort kommen lassen, als wenn du mit einem anderen ENTP sprichst.
      Wahrscheinlich liegt das aber einfach nur daran, dass INTPs einfach awesome und überhaupt nicht arrogant oder so sind 😉

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  5. Ich als ENTP erkenne mich da ziemlich gut wieder mit Dauergrinsen. ^^
    Dabei musste ich an eine Situation denken, welche letztens vorgefallen ist. Letztens habe ich eine für mich gute Person kennen gelernt. Was ich zuerst immer tue wenn ich mit einer Person in Kontakt komme und das vielleicht eine Bekanntschaft wird, probiere ich die Person in tiefgründigere Gespräche rein zuziehen und auszuprobieren, ob man mit ihr über interessante Dinge sprechen kann. Glücklicherweise kamen wir ins Gespräch und das erste was ich unbewusst einfach getan habe, die Glaubenssätze und Weltanschauungen der Person zerstört. ^^ Aber auch gleich andere Inspirationen gegeben und Ideen gebracht. Ich habe erst gar nicht gemerkt was ich da wieder tue, doch die Person war sowohl beeindruckt von mir als auch dankbar. Die neuen Ideen wurden auch gleich mit Begeisterung aufgenommen und aber auch nicht für absolut gehalten, genau das was sich glaube ein ENTP wünscht. 😀

    Das MBTI Typen Konzept ist für mich höchstens für die Selbstreflexion/Selbstentwicklung geeignet und natürlich zum Spaß. Ernst nehme ich das ganze nicht.

    Ein ausgezeichneter Eintrag und es war unterhaltsam und interessant zu lesen. Viel Erfolg weiterhin. 🙂

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  6. Guten Tag… Ich glaub ich bin ein ENTP… das erste was mir in den Sinn kam war:“wie wärs wenn man eine Dating-Plattform mit diesem Test machen würde und die passenden Persönlichkeiten zusammenführen würde?“
    Aber da ich zu bequem bin es umzusetzen, werde ich meine Visionen weiterführen, bis die Zeit gekommen ist.. 😃

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    1. Die Idee ist mir auch schon mal in den Sinn gekommen, allerdings kam dann auch schnell der Gedanke auf, dass es nicht *den* passenden Persönlichkeitstypen gibt. ESTJ und ENFP? Kann funktionieren, funktioniert bereits wunderbar und woanders scheitert es grandios.
      Geld könnte man trotzdem daraus machen. Viele Leute denken, bzw wollen einen Partner, der genau so ist, wie man selbst. Einfach dieselben Persönlichkeiten pairen und voillá – anfangs werden die meisten zufrieden sein.

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  7. Endlich trifft man einen der Ahnung hat!
    Ich denke Hermes ist ein Entp. (Die 12 olympischen Götter sind ja auch so ein Persönlichkeitsmodell für sich). Der Trickster-Archetyp z.B. gehört zu den Entps (siehe C. G. Jung: Archetypenbeschreibung). Goethes Mephisto oder batmans Joker zeigt dieses ständige spiel zwischen ordnung und chaos. (Übrigens wer gut assoziieren kann, merkt, das dieses Konzept in jeder Entp Debatte vorkommt).
    Ich würd echt gern wissen was du von diesen Denkanstößen hälst.
    Übrigens: ist das ist dein Gesicht auf dem profilbild?

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    1. Was die Archetypen-Zuordnung angeht, kann ich dir zustimmen, natürlich sieht das in der Realität anders aus. Ein ISTP oder ENFP kann auch ein „Trickster“ sein, aber wie gesagt, ins Klischeebild des klassischen Tricksters passt der ENTP am besten.
      Und ja, das ist mein Gesicht 😛

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    2. Interessant…mein Sohn ist ENTP…und ich bin mal gespannt was da noch kommt. Man trifft ja nicht so viele ENTP aber falls du einer bist, auf was muss ich achten (ich bin INFJ)? Meine Theorie ist das z.B. die Schachfiguren auch eine Art von Persönlichkeitsmodell darstellen. Ich darf das hier aber nicht so laut sagen, da Sam gleich eine Diskriminierung der Bauern (Sensorische Sypen) sieht *lach*

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      1. Ich bin höchstwahrscheinlich ein INTP, kein ENTP.
        Halte ich persönlich für unsinnig, Schachfiguren auf die Typen zu beziehen, erstens aus dem Grund, dass es nur 7 verschiedene Schachfiguren, aber 16 Persönlichkeitsmodelle gibt. Zweitens, da Bauern während des Spielverlaufs auch zu Königinnen werden können, die Persönlichkeit aber die selbe bleibt.
        Oder nach welchem Prinzip geht deine Theorie?

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        1. Ehrlich gesagt hab ich den anderen Anonymus (evtl ENTP) gefragt. Zu der Schachtheorie. Ich schrieb „so eine Art von Pers.Modell“ also nicht unbedingt übertragbar auf MBTI. In gewisserweise aber schon ein Abbild unserer Gesellschaft. Übrigens, die Göttertheorie weiter oben hatte auch nur 12 Typen.

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  8. Schachfiguren mit Persönlichkeitsmodellen vergleichen: entweder man hat sehr viel Phantasie oder sehr viel Humor! Das sehe ich genauso wie Sam. Was meinen Vergleich mit Hermes ( olympische Götter ) angeht: mir ist aufgefallen das sich diese Persönlichkeitsbeschreibungen in ihren Geschichten wiederfinden und diese wiederum von den damaligen Leuten erfunden wurden. Hephaistos war Istp, Aphrodite Esfp ( denk ich mal). Und das gibt es nicht nur auf der Spitze des Olymps, sondern in ziemlich vielen Mythen, Büchern, Filmen, Belletristik und vor allem im alltäglichen Leben. Und sogar in der Musik. Und wenn man sich das alles durch den Kopf gehen lässt, merkt man, das jeder Typ seinem eigenem ( universalem) Algorithmus ( hoffentlich richtig geschrieben) zu folgen scheint. Wenn man sich darin gut auskennt ( wie Sam) kann man ihn manchmal sogar bisschen vorausberechnen. (Lustig wenn man dabei richtig liegt). Zu deinem Entp Sohn: Er wird deine ( hohen) Ideale bei jeder Gelegenheit provozieren und wenn ich überlege: deine introvertiertheit vs seine Wortgewandtheit, dabei auch oft recht behalten. Und selbst wenn du ihm deine Werte aufdrückst wie eine Gutenberg-Buchdruckpresse, wird am Ende leider wenig davon übrigbleiben.
    Ich habe einen so langen Kommentar schon seit Monaten nicht geschrieben. Das liegt daran das dein Blog Sam, echt gut ist und du eine enorme Fachkenntnis hast

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    1. Leute, bitte benennt euch beim Verfassen einer Nachricht, man kommt hier echt durcheinander…
      Was deine Theorie mit den Olympiern angeht… ich bin kein Spezialist in dem Thema. Klar, kann schon sein und macht Sinn, dass Hephaistos ein ISTP, Aphrodite eine ESFP ist. Und ja, dann kann man die Charaktere in gewisser Weise auch vorausberechnen.
      Ich glaube, dass das MBTI-Modell dementsprechend vor allem Autoren hilft, fiktive Romanfiguren zu erstellen, die authentisch sind.
      Freut mich, dass dir mein Blog gefällt. Inwiefern man meine „Fachkenntnis“ ernst nehmen kann, ist nochmal eine andere Frage, da es sich ja um eine nichtbewiesene Pseudowissenschaft handelt. Ich fasse es trotzdem dankend als Kompliment auf!

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  9. Witzigerweise finde ich mich als INTP in deiner ENTP-Beschreibung nahezu vollständig wieder. Die Erklärung dafür ist natürlich simpel: Der INTP hat dieselben Funktionen wie der ENTP, nur halt in vertauschter Reihenfolge. Mir ist aufgefallen, dass ich im Kontakt mit Idealisten heute noch gerne ENTP-Verhaltensweisen an den Tag lege, wie z.B. dass ich grundsätzlich immer allem widerspreche und das auch jedesmal gut begründen kann.

    Mit den Jahren habe ich aber die Lebenserfahrung gesammelt, dass das mir und auch meinem Umfeld nicht weiterhilft, und das ich mit diesem Verhalten oft auf Unverständnis gestoßen bin. Auch bin ich vor Jahren auf das Konzept des Perspektivismus gestoßen, dass also jede Meinung abhängig ist von der individuellen Perspektive und den eigenen Werten. Mein missionarischer Eifer hat deshalb stark nachgelassen.

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    1. Geht mir auchh äufig so, dass ich mich in ENTP-Beschreibungen wiederfinde. Je nach Gemütslage und Gesellschaft lasse ich meinen extr. Funktionen auch viel freien Spielraum und man könnte mich dann, sofern man mich noch nicht besser kennengelernt hat, auch für einen ENTP halten. Zumal ENTx-Typen meiner Beobachtung nach sowieso die „introvertiertesten“ Extroverten sind.

      Bist/warst du als Missionar aktiv?

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  10. Ich hatte mal eine Phase in meiner Persönlichkeitsentwicklung (etwa 12. bis 25. Lebensjahr) in der ich gemeint habe, dass allein ich es richtig weiss und alle anderen einfach nur auf mich hören sollten, dann würde schon alles gut werden. Entsprechend „missionarisch“ war ich unterwegs um andere von der Richtigkeit meiner Vorstellungen zu überzeugen. Das war natürlich grenzenlos naiv und mein damaliger Bewusstseinszustand belustigt mich heute nur noch:
    1. Natürlich habe ich es damals (und heute) nicht besser gewusst als alle anderen. Tatsächlich hatte ich mir einfach nur eine eigene Meinung bzw. Weltanschauung gebildet und wollte damit die Realität entsprechend umgestalten.
    2. Der Versuch andere davon zu überzeugen war sehr frustrierend, da man sich hier in das weite Feld der Politik begibt. Insgesamt haben mich diese Versuche eher geschwächt als irgendwie weitergebracht.

    Heute weiss ich, dass es beliebig viele „Bewusstseinszustände“ geben kann. Jeweils abhängig von der individuellen Perspektive und den eigenen moralischen Werten. Jede Perspektive und jeder moralische Wert steht für mich gleichberechtigt nebeneinander. Für mich ist es geradezu uninteressant geworden mir zu allem eine „eigene Meinung zu bilden“, die Standpunkte von jemand anderem zu erfahren oder gar jemanden von der Richtigkeit dieser oder jener Meinung zu überzeugen.

    Es klingt vielleicht etwas diabolisch, aber gerade deshalb bereitet es mir manchmal so großes Vergnügen mich mit Idealisten zu unterhalten. Dieser missionarische Eifer und strikte Dogmatismus, mit dem sie immer versuchen einen von ihrer Weltanschauung zu überzeugen, amüsiert mich und erinnert mich an meine eigene „naive idealistische Phase“. Als Beispiel: Wenn bei mir an der Tür ein Zeuge Jehova klingelt, dann bin ich der Typ, der eine Stunde lang versucht ihn davon zu überzeugen, dass er einem Blödsinn aufgesessen ist. Ich käme aber nie auf die Idee, ihn von meinem eigenen Glauben zu überzeugen.

    Fazit: Individuelle Perspektiven und eigene moralische Werte haben durchaus eine Berechtigung, auch für den reifen NTP. Diese zu verabsolutieren und dogmatisch zu propagieren, halte ich aber für unsinnig. Denn Rationalität ist immer begrenzt und relativ. Vielmehr kommt es auf den praktischen Nutzen einer Perspektive für das Individuum an. Und man sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass die Menschen um einen herum ihre eigenen ganz anderen Perspektiven und moralischen Werte haben. Sich über einzelne Standpunkte zu streiten ohne die Perspektiven und moralischen Werte vorher abgestimmt zu haben, ist ein sinnloser Kampf gegen Windmühlen.

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  11. Durch Zufall bin ich auf den Persönlichkeitstest gekommen der ergeben hat, dass ich Typ ENTP sein soll.

    Ich habe mich noch nie in meinem Leben von einem Online Test so gut verstanden gefühlt. Ich bin jetzt seit einer Stunde dabei zu verstehen was ich aus dieser Erkenntnis lernen kann. Es ist wie du in deiner Einleitung geschrieben hast.

    Woher kommt dieser Drang, Vorstellungen, Werte, Ideale und Argumente mit einem rhetorischen Hackebeil vernichten zu wollen und anschließend ein riesiges Lagerfeuer daraus machen zu wollen, mit Neonlichtern außen herum, die nochmal jedem klar machen, was da gerade brennt?

    Alleine dieser Satz beschreibt mich so gut, dass ich es fast schon beängstigend finde. Bisher habe ich sehr wenig zeit mit Selbstreflexion verbracht, aber ich werde es jetzt wohl mal wieder versuchen. Denn leider ist die Problematik, dass ich Projekte nicht zu ende durchführe bei mir sehr ausgeprägt was mich oft beschränkt.

    Ich wollte mich nur bedanken für deinen guten Blog-Artikel und falls du Tipps hast wo ich weiter lesen sollte (vor allem um die Problematik des zuende bringen von Projekten zu verbessern) wäre ich dir sehr dankbar!

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    1. Danke für die ermutigenden Worte!
      Zum Thema „Projekte zu Ende durchführen“ hätte ich gerne selbst einen Ratgeber, als INTP ist das auch nicht unbedingt eine große Stärke von mir. Ich kann mich aber mal etwas genauer mit dem Thema befassen und zumindest versuchen einen theoretischen Lösungsansatz zu liefern.

      Jedenfalls – wo weitermachen?
      Auf meiner Typologie Themenübersicht ( https://introspektivblog.wordpress.com/typologie-themenuebersicht/ ) die Basics durchlesen, um die Theorie der kogn. Funktionen besser zu verstehen. Der Artikel „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt […]“ wäre bestimmt auch interessant für dich. Er geht zumindest ansatzweise auf die Problematik der diversen Funktionen ein, nur eben ohne konkreten Verbesserungsvorschlägen 😛

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      1. Das Thema „Projekte nicht zu Ende durchführen“ würde ich i.w.S. dem Oberbegriff „Prokrastination“ zuordnen. Da mich das Thema schon seit mindestens 20 Jahren beschäftigt, habe ich inzwischen eine Menge Knowhow aufgebaut: Im Kern geht es darum sinnhafte Lebensziele zu definieren (um die Sinnfrage zu beantworten) und darunter eine Perlenkette an Unterzielen aufzuhängen. Wichtig ist, dass diese Unterziele so klein und kompakt abgegrenzt sind, dass sie einzeln fokussierbar werden. Durch die Fokussierung auf sehr kleinteilige Unterziele überwindet man die sonst eintretende Paralysierung. Durch die konstruierte Kausalkette von Unterzielen hin zu Lebenszielen, stellt man die Sinnhaftigkeit der eigenen Aktivitäten sicher. Damit man zwischendurch nicht das Ziel aus den Augen bzw. den eigenen Antrieb verliert.

        Während man an sich der Abarbeitung von Unterzielen widmet kann es trotzdem immer wieder zur Paralysierung oder dem Schwinden des Interesses am laufenden Projekt kommen. Der beste Tipp den ich hierzu geben kann, ist die Partitionierung der eigenen Rolle in drei Unterrollen: 1. Zieledefinierer (kreativ) 2. Manager (Klärung von offenen Punkten und Arbeitsplanung) 3. Arbeiter (stupides Abarbeiten des Plans); Es ist ganz entscheidend, dass man diese drei Unterrollen nicht parallel sondern sequenziell ausführt. Am besten definiert man eine tägliche Routine indem man jede dieser drei Unterrollen zu einer bestimmten Uhrzeit wahrnimmt. So geschaffene Gewohnheiten sind einmal institutionalisiert, sehr mächtig.

        Das Thema ist leider ausufernd und ich könnte hier noch viel mehr dazu schreiben. Im Kern bleibt es für mich als INTP ein ständiger Kampf mit mir selbst. Das wird sich wohl nie gravierend ändern. Wer meine Kommentare im INTP-Forum gelesen hat weiss, dass ich das Ne dafür verantwortlich mache. Demzufolge müssten ENTPs davon noch stärker betroffen sein als INTPs.

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