INTP – Der Grübler

 

Allgemeine Beschreibung & Klischees

Nerd, Innovator, zerstreuter Professor, Philosoph, realitätsferner Theoretiker, Gedankenarchitekt und Internetjunkie. In meiner Serie über die Typen ist der INTP tatsächlich ein ziemlich besonderer Typ. Nicht, weil er an sich wichtiger oder generell besonderer als alle anderen ist, sondern, weil ich selbst diesem Typen angehöre. Ich habe mir ja überlegt, ob ich das komplett geheim halten soll, aber eigentlich würde das meiner Philosophie komplett widersprechen, dass die Typologie dabei helfen soll, dass wir uns gegenseitig besser verstehen. Deshalb: ICH BIN EIN INTP! Und das ist auch voll okay!

So, eines vorneweg: der Post ist länger als die über die anderen Typen. Warum ist das so? Nun, einfach, weil ich diesen Typen am besten kenne und daher am meisten darüber schreiben kann. Könnte ich über andere Typen nicht noch mehr schreiben? Ja, das könnte ich. Aber ich glaube, dann wären die Beiträge zu lang. Aber dieses eine Mal will ich zeigen, wie detailliert eine Typenanalyse sein kann. Und welcher Typ bietet sich dafür besser an, als der eigene? Ich habe mir dafür auch einige externe Quellen zu Hilfe gezogen, um einfach noch weitere Facetten einzublenden. Aber das mache ich ja bei dem Thema allgemein. Also, bevor ich hier die Lorbeeren dafür einheimse, wie detailliert und komplex das alles ist, will ich nochmal erwähnen: diese ganzen Theorien stammen (leider) nicht von mir!

Ich hoffe, dass sich in kommender Zeit ein weiterer INTP hierher verirrt und dann mit Capslock bezeugen kann: „JA MANN! DAS BIN SOWAS VON ICH!“ – um zu beweisen, dass das nicht einfach nur eine Beschreibung von mir selbst ist, sondern tatsächlich allgemeingültig auf INTPs, so sauer das auch einigen Personen aufstoßen mag. Glaubt mir. Bei all den Details, die ich hier auffahren werde, ist immer noch so unendlich viel Platz für Individualität vorhanden, das ist kein böses Schubladendenken. Selbst, wenn ihr nicht viel von dem ganzen Typologie-Zeug haltet – für die Fiktionsschreiber unter euch, ihr könnt diese Konzepte auch einfach als Inspiration für Charakterkonzepte benutzen. Oder aber, vielleicht findet ihr auch einfach nur den Autor dieses Blogs interessant und wollt mehr über ihn und seine narzisstischen Züge wissen. Okay, es wird Zeit, anzufangen.

Jede Erfahrung muss aufs Genaueste analysiert werden – aufgefangene Gedanken oder Erfahrungen in eine größere Struktur, werden basierend auf Logik eingeordnet. Das ist die eigentliche Motivation des INTPs: seine Umwelt und sich selbst zu verstehen und der Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen. Die Erfahrung an sich ist eher irrelevant. Der INTP ist nicht an der Erfahrung an sich interessiert – viel mehr an ihrem Konzept. Er hat ein starkes Bedürfnis danach, Dinge zu verstehen, die bisher noch nicht verstanden werden. Dieser Drang kann sich über das erfahrungsbasierende Element so stark überschatten, dass der INTP  schnell mit allem gelangweilt wird, das er bis zu einem gewissen Punkt des Verstehens analysiert hat. Danach gibt es kein großes Geheimnis mehr zu lüften und das Thema wird langweilig. In der Tat können die meisten primären Interessen des INTPs von ihm selbst nicht komplett verstanden werden (z.B. Musik, Religion, Psychologie…), da sie hoch komplex sind oder etwas exotisches, ein mystisches, fast schon esoterisches Element besitzen, das nicht komplett analysiert werden kann. Da bleibt die Faszination erhalten, weil es einfach immer etwas Neues zu erforschen gibt.

Die analysierende Natur des INTPs führt zu einem starken Verlangen, von einer distanzierten Position aus zu beobachten. Da genaue Analysen nicht durch fremde Eingriffe verändert werden dürfen, versucht sich der INTP neutral zu halten und nicht mit in die Beobachtung einzuwirken. Diese Distanziertheit kann manchmal dazu führen, dass er sich selbst als ein neutraler Beobachter versteht, der keine persönliche Assoziation zu seinem Umfeld hat, es sei denn, er wird gegen seinen Willen involviert oder, zum Beispiel durch einen Angriff auf seine Prinzipien, dazu provoziert. Der INTP genießt es beispielsweise über die politischen Entwicklungen zu spekulieren und vor allem darüber, wie sie von bestimmten anderen Personen wahrgenommen werden oder wie gewisse Ansichten spezielle Leute zum Anstoß rühren könnten, von anderen jedoch wiederum unterstützt werden. Dabei ist es ihm selten wichtig, selbst eine Meinung zu haben! Das zeigt auch, dass das Fühlen seine am schwächsten entwickelte Funktion ist.

Erste Funktion – Introvertiertes Denken („Thinking Introverted“, kurz: TI)

Der INTP analysiert seine eigenen Gedanken, als ob sein Geist und Körper von seinem Bewusstsein getrennt wären. Im Verlangen, seine Reaktionen auf Dinge zu verstehen, behandelt er sich selbst, auch seine Gedanken wie Versuchskaninchen bei einem wissenschaftlichen Experiment. Im Extremfall wäre es sein höchstes Ziel, die Welt in kompletter Klarheit zu verstehen, indem er sich von allem komplett distanziert. Glücklicherweise dominiert das TI selten über die anderen drei Funktionen in solchen Ausmaßen, dass dieser tatsächlich ungesunde Zustand nie wirklich erreicht wird.

Die Distanziertheit kann auch sehr flott verschwinden: sobald jemand ein unlogisches Kommentar abgibt oder die Prinzipien des INTPs verletzt, blinken bei ihm sofort die roten Warnleuchten auf. An einem solchen Punkt fühlt der INTP den sofortigen Drang dazu, für Klarheit zu sorgen. Das ist seiner Auffassung nach auch oft seine selbst auferlegte Mission: für Klarheit zu sorgen – und oft glaubt er, er sei die einzige Person, die dazu in der Lage ist. Hier geht der INTP das Risiko ein, als überkritisch, verbittert und arrogant wahrgenommen zu werden. Im Ganzen betrachtet ist Arroganz im klassischen Sinne jedoch selten beim INTP zu finden, da das Verlangen, andere zu dominieren, nicht besteht, sondern zu beobachten, analysieren und zu klären. Sobald der Punkt abgehakt wurde, zieht sich der INTP auch schnell wieder zurück, da er es vorzieht, nicht im Rampenlicht zu stehen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Wenn ein INTP sich dazu entscheidet, eine bestimmte Fähigkeit zu lernen, dann ist es sehr wichtig für ihn, ein „ausreichendes“ Level zu erreichen, dass grundlegende Fehler vermieden werden können. Während er von den Fehlern anderer eher ruhig und gelassen ausgehen kann, hat der INTP nochmal andere Ansprüche an sich selbst: der INTP fürchtet das Gefühl, in irgendeiner Hinsicht unzureichend zu sein, zumindest in Bereichen, die ihm wichtig sind. Also wird er versuchen, sobald er sich hinter eine Aufgabe klemmt, eine gewisse Kompetenz zu erreichen. Aber es geht nur bis hierher. Perfektion erfordert zu viel Aufwand und ist auch nicht wirklich erstrebenswert. Es würde routinierte Übung benötigen und das langweilt einen INTP gewöhnlicherweise. Daher ist es üblich, dass der INTP sich in vielen verschiedenen Dingen versucht und darin zumindest so viel Kompetenz erlangt, um sich selbst zu beweisen, dass er besser werden könnte, wenn er es wünschte, aber tatsächlich selten daran interessiert ist, seine Fähigkeiten weiter auszubauen. Ein INTP hat daher oft eine Bandbreite an Fähigkeiten, bei denen er weiß, dass er darin sachkundig ist, während andere Leute wenig bis gar nichts davon mitbekommen. Er ist zufrieden mit dem Wissen, dass er diese Fähigkeiten besitzt, aber sieht oft keinen Nutzen darin, dies anderen zu zeigen.

Dazu verknüpft ist das Verlangen nach Unabhängigkeit. INTPs legen viel wert darauf, individuell und anders als andere zu sein, die sie oft als zu ähnlich zueinander und abhängig von einander betrachten. Unabhängigkeit, die primär vom starken introvertierten Denken ausgeht, führt zum wahrscheinlich schwierigsten Aspekt (jedenfalls für Mitmenschen) des INTPs, nämlich der Sturheit. Wenn ein INTP dazu gezwungen wird, etwas zu tun, wird er sich höchstwahrscheinlich dagegen sträuben, nicht mal unbedingt bewusst. Der Grund für diesen Widerstand ist einfach, dass Aktionen zunächst nach ihrem Sinn gefiltert werden müssen. Ihm muss die Gelegenheit geboten werden, eine unabhängige Entscheidung zu fällen, die Aktion anzunehmen oder abzulehnen. Dafür muss er sich zunächst zurückziehen, um analysieren zu können. Wenn dies nicht erlaubt wird, ist störrischer Widerstand die fast unausweichliche Folge. Der beste Weg, einen INTP dazu zu bewegen, etwas zu tun, ist ihm Ideen als Optionen vorzuschlagen und ihn darüber schlafen zu lassen. Letztlich muss der INTP immer glauben, es sei seine Entscheidung gewesen.

Ein weiteres Ergebnis der TI-Funktion ist das Konzept, dass Wissen Trumpf ist. Viele INTPs glauben, dass Informationen die Schlüssel zum Leben sind. Fehler können umgangen werden, sofern man die richtige Information zur richtigen Zeit besitzt. Das hat zumindest eine bestimmte Logik an sich. Wissen ist alles, Handeln ist eine weniger wichtige Angelegenheit, die manchmal gar nicht notwendig ist. Das beherbergt Potential für faule Gleichgültigkeit. Der INTP ist oft zufrieden damit, zu wissen, dass er etwas tun könnte, wenn er es wünscht. Das führt ebenfalls zur Gefahr, sich selbst zu überschätzen und den Bezug zur Wirklichkeit zu verlieren.

Ehrlichkeit und Direktheit werden gewöhnlich offen gezeigt. INTPs verabscheuen Fassaden und insbesondere Leute, welche solche zur Schau stellen. Gleichermaßen können diese Personen INTPs ebenfalls selten leiden und vermeiden sie nicht selten zu jedem Preis, da sie wissen, dass der INTP sie durchschauen könnte. Die fast schon als ernst zu bezeichnende Natur des INTPs macht ihn beinahe immun gegenüber Spott und Scherze auf seine Kosten, zumindest von Angesicht zu Angesicht. Wenn jemand versucht, ein sarkastisches, höhnisches Kommentar über ein Interesse des INTPs anzustellen, wird dieser jenes Interesse mit reiner, beinahe schon naiver Ernsthaftigkeit verteidigen und seine Position mit heftiger Exaktheit erklären und seine Worte wie ein Schwert führen. Das entwaffnet den Spotter meistens, der solch eine vehemente Verteidigung kaum erwarten wird. Diese enthält meistens ebenfalls eine subtile, aber beißende Attacke, die dem Spotter zurück ins Gesicht geworfen wird. Die Fähigkeit, Worte mit schneidender Präzision zu führen, ist also gleichzeitig eines der größten Vorzüge eines INTPs, aber gleichermaßen eine seiner ihm selbst gefährlichsten Eigenschaften.Wenn er unvorsichtig wird, läuft er Gefahr, ein weniger gefasstes Gegenüber heftig zu provozieren.

Zweite Funktion – Extrovertiertes Intuieren („Intuition Extroverted“, kurz: NE)

Intuition ist ein Modus der Wahrnehmung, welche sich auf das größere Bild konzentriert, die Verbindungen zwischen Objekten herzustellen und auf die Möglichkeiten, die es gibt, weniger auf die Fakten.

Die extrovertierte Version der Intuition, wird vor allem während Diskussionen offensichtlich. Der INTP wird oft kontroverse, spekulative Ansichtspunkte  vorstellen, was viele Diskussionspartner stören kann und sie glauben lässt, dass der INTP sehr ernst über das ist, was er sagt. In Wirklichkeit ist sich der INTP oft tatsächlich nicht einmal wirklich sicher, ob er wirklich zu dem steht, was er sagt, meint aber, dass es zumindest einen Funken Wahrheit enthalten muss. Der Zweck dieses offen ausgesprochenen Diskussionsstils dient dazu, sein eigenes intuitives Verständnis zu schärfen, indem er die Reaktion der Zuhörer testet und selbst die Logik seiner eigenen Argumente überprüft. Gelegentlich erscheinen INTPs harsch und taktlos, aber für sie selbst ist das ein Teil davon, der Wahrheit näher zu kommen. Dies ist ein anderer Aspekt der Vorstellungskraft, welche die äußere Welt ergreift. In diesem Fall durch die Diskussion mit anderen. Die Vorstellungskraft besorgt „Rohmaterial“, welches durch den Denkprozess analysiert wird.

Diese Vorstellungskraft, also extrovertierte Intuition, hat einen starken Einfluss darüber, wie der INTP seine eigenen Interaktionen mit anderen wahrnimmt. Obwohl er tendenziell eher zurückhaltend ist, stellt er seine Vorstellungskraft doch gerne zur Schau. Es schmeichelt ihn daher sogar, wenn er als exzentrisch angesehen wird, natürlich auch als originell und scharfsinnig. Wenn er gefragt wird, was er gerne werden oder erreichen würde, sind seine Ziele stets hoch individualistisch. Er muss der Komponist, der Autor oder der geniale Wissenschaftler mit seiner einzigartigen Entdeckung werden. Wenn er so überhaupt wahrgenommen wird, dann, aber nur dann, muss er im Rampenlicht stehen. Wenn er dies nicht kann, muss er sich zurückziehen in seine beißende Selbstkritik. Aber in allen Bereichen, die ihn weniger interessieren, überlässt er die Aufmerksamkeit anderen nur zu gerne und beobachtet. Bei einem INTP gibt es hierbei nur alles oder nichts. Halbherzige Versuche mag er genau sowenig wie die Einschränkungen von Teamwork und Kooperation.

Humor ist ein weiterer Aspekt, der den INTP auszeichnet. Er kann aus dem Stegreif Scherze über fast jede Situation machen. Dinge aus dem Kontext zu ziehen ist dabei seine Hauptquelle und viele INTP sind daher vor allem politischer Satire sehr angetan. Die Vorstellungskraft ist dabei Antrieb und Quelle. Fast unnötig zu erwähnen, dass der Humor eines INTPs sehr kasperhaft und albern sein kann und von vielen nicht leicht oder gar nicht verstanden wird. Das Problem ist, dass sein Konzept für Witze, die aus der unbändigen Quelle einer sprudelnden Vorstellungskraft stammen nur durch sein TI, also sein analytisches Wesen in Struktur gebracht werden. Daher kann sein Humor schwarz, taktlos und trocken wirken, da er über kaum bis gar keinen emotionalen Input verfügt. Witzigerweise sind INTPs fürchterlich schlechte Erzähler von Witzen, da sie wahrscheinlich zu wenig Aufmerksamkeit aufs Detail legen, wenn sie gleichzeitig am reden sind oder mit den Gedanken schon bei der Pointe, was sie bereits laut loslachen lässt, bevor der Witz überhaupt zu Ende erzählt wurde. Wenn man jemanden grinsen oder gar lachen sieht, während er zuvor noch in eigenen Gedanken versunken war und eigentlich keinen offensichtlichen Grund dafür hat, handelt es sich dabei möglicherweise um einen INTP.

Die Präferenz für intuitive Wahrnehmung bedeutet, dass INTPs es nicht mögen, wenn ihr Leben zu sehr geplant wird. Sie fühlen eine unbestimmte Anspannung vor vielen festen Terminen und können sich nicht gänzlich entspannen, bis dieser Termin vorüber oder zumindest im Gange ist. Das Ereignis an sich ist allerdings oft viel weniger ein Problem als angenommen und bringt gewöhnlich auch einen Sinn der Befriedigung mit sich. Aktion ist hier die Rettung eines INTPs, da der Sinn des Erfolges die vorherige Befürchtung meist überschattet. Soziale Verabredungen können ebenfalls sehr genossen werden, sofern sie im Gange sind. Aber freudige Erwartungshaltung gibt es dafür selten, es sei denn, es geht um ein Interessensfeld des INTPs.  Die Quelle dieser Anspannung ist einfach das Gefühl, dass feste Termine die Freiheit rauben, dazu zwingen und sich den Plänen anderer unterzuordnen. Anderen selbstlos zu helfen, ist an sich kein Problem, allerdings, muss sich der INTP dabei frei in der Entscheidung dazu fühlen und es ist keine Selbstverständlichkeit.

Der INTP tendiert auch dazu, misstrauisch und skeptisch gegenüber anderen Personen zu sein. Jedoch basiert ein Großteil ihres Vertrauens darauf, was ihre Vorstellungskraft ihnen über jemanden sagt. Das kann zu einer Naivität und manchmal zu Vorurteilen führen. Andere Personen können ein Problem für den INTP darstellen: einerseits ist er fasziniert von bestimmten Arten von Menschen, andererseits fürchten sie „irrationales Benehmen“ in ihrer Umgebung, was zu übertriebener Vorsicht führen kann. Freundschaften mit INTPs entwickeln eine Geschwindigkeit, deren Tempo auf dem Temperament des anderen basiert. Der INTP mag es nicht, den ersten Zug zu machen und tendiert dazu, den emotionalen Gehalt einer anderen Person nachzuahmen. Eine frohe, laute Person wird den INTP schnell aus seiner Reserve locken, so sehr, wie eben möglich, während eine ernste Person einen ernsten INTP vorfinden wird. In diesem Sinne stellt der INTP eine Art Chamäleon dar, um in die Gedankenwelt einer anderen Person zu gelangen und sie nachvollziehen zu können. Das Ziel ist, genügend Daten zu erhalten, die Person zu analysieren und einzuordnen. Während dessen bleibt der INTP ziemlich reserviert und wird sich nie gänzlich mit seiner Umgebung identifizieren. Als „Chamäleon“ ist er zugänglich und offen, sofern seine Intuition ihm nicht verrät, dass es sich bei seinem Gegenüber um eine Person handelt, die er nicht mag, wodurch sein reserviertes Verhalten oft zu offensichtlich wird. Dieses wandelbare Verhalten ist besonders stark während einer Diskussion. Der INTP könnte sogar für etwas argumentieren, an das er selbst nicht wirklich glaubt. Manchmal ist es nur für die intellektuelle Stimulation, die durch die Herausforderung einhergeht, von einer Mehrzahl von Standpunkten aus zu argumentieren. Chamäleons verstecken ihr wahres Ich. INTPs tun das nicht zynisch oder die ganze Zeit, es ist jedoch die Folge aus ihrem Bedürfnis, Distanz zu wahren und zu beobachten.

Freundschaften entwickeln sich jedoch schnell, wenn INTPs auf andere INTPs oder ähnliche Temperamente treffen. Die Kommunikation zwischen solchen Personen kann sehr intensiv sein und Außenstehende verblüffen. Alle Formen sozialen Anstands und Gastgeber-Gast-Regeln werden irrelevant. Beide wollen nur ihre Konzepte und Interessen teilen, als auch die intellektuelle Stimulation des anderen aufnehmen. Unterbrechungen dieses Prozesses durch soziale Notwendigkeiten sind unerwünscht und nervig. Oft werden beide die Umgebung nicht mal mehr wahrnehmen, was Außenstehenden schon fast lustig erscheinen wird. Begrüßungen wie: „Wie geht es dir?“ dürften nur mit ungezwungenem Desinteresse ausgetauscht werden. Konversationen würden eher wie folgt beginnen: „Ich habe einige Regeln verändert, welche die Talentproben bei unserem Rollenspiel um einiges vereinfachen dürften!“, wissend, dass die andere Person genau weiß, worum es geht. Später, nach etwa einer Stunde des Diskutierens, wird der Gastgeber seinem Gast eventuell etwas zu trinken anbieten, welcher daraufhin bemerken wird, dass er tatsächlich Durst hat. In den meisten Fällen wurden INTPs von anderen Personen jedoch soweit in die soziale Welt mit ihrer Etikette eingeführt, dass selbst unter ihresgleichen ein minimales Leben sozialer Nettigkeiten ausgetauscht werden dürfte.

Gespräche unter vier Augen werden fast immer vorgezogen. Wenn eine dominante, stark extrovertierte und eventuell laute Person in einer Gruppe präsent ist, wird sich der INTP zurückziehen und diese Person wahrscheinlich für grob und anstrengend halten. Wenn er das Gefühl hat, ihm wird nicht wirklich zugehört, zieht sich der INTP zumindest geistig zurück und geht davon aus, dass die Leute, die ihm kein Gehör schenken, einfach nicht besonders intelligent sind. Das macht den INTP zu eher ungünstigen Anführern, da er zu sehr vom Verhalten anderer Abhängig ist. Er springt zu abenteuerlichen Schlussfolgerungen, die fatal sein können. Andererseits können sie gute Assistenten und Ratgeber für Leiter sein, sofern sie mit diesen gleichgeschaltet sind, da ihre beobachtende Analyse der Leiterschaft hilfreiche Einblicke in das geben kann, was gerne übersehen wird, wenn man mit der Leitung beschäftigt ist.

Generell haben INTPs ein starkes Bedürfnis, ihre externe, soziale Welt so simpel und strukturiert wie möglich zu halten, dass sie so viel wie möglich Energie auf ihre innere Welt des Grübelns lenken können. Daher tendieren sie dazu, in gewisser Hinsicht die  unkompliziertesten aller Typen zu sein, wenn es um Interaktion mit anderen geht. Sie ziehen es vor, die Welt an ihnen vorbei ziehen zu lassen. Beim Sozialisieren, dominiert die Vorstellungskraft, sofern keine Diskussion dabei aufkommt, bei der wieder das TI überhand nimmt, wie in ihrer privaten Welt.

Dritte Funktion – Introvertiertes Empfinden („Sensing Introverted“, kurz: SI)

Die Empfindungs-Funktion ist die Art der Wahrnehmung, welche Informationen von Fakten, Details und Objekten sammelt. Wenn diese Funktion stark introvertiert ist, also introvertiertes Empfinden, auch Si (inner Sensing) genannt, entfernt sich der Fokus von externen Details und beschäftigt sich mit persönlichen, introvertierten Details. Das Erleben der Gegenwart ist dabei nicht zentral, sondern eher, was die Gegenwart an hervorgegangenen Erfahrungen hervorruft. Der Schlüssel dazu sind Erinnerungen an die Vergangenheit. INTPs haben typischerweise eine scharfe Aufmerksamkeit um Zeitabschnitte aus der Vergangenheit und viele haben ein relativ gutes, detailbezogenes Gedächtnis. In der Tat ist die empfindende Funktion gewöhnlich sehr gut entwickelt und formt eine starke Partnerschaft mit dem Kern des TI. Daher wird die innere Welt eines INTPs methodisch in komplexer, detaillierter Struktur in Ordnung gehalten. Wenn ein INTP sich auf spezifische Details konzentriert, hat er dafür ein scharfes Auge und wird nicht schnell den Blick dafür verlieren.

Gleichermaßen nehmen INTPs oftmals externe Details nicht wahr, bis sie etwas dazu zwingt. Wenn ein INTP in einen neuen Raum geht oder durch städtische Straße schlendert, ist er blind für die meisten Details, die viele andere Menschen sofort sehen könnten. Sie müssten oft erst einmal darauf hingedeutet werden.

Wenn INTP’ler alleine leben, sind ihre Heimstätten gewöhnlich spartanisch und nutzungsorientiert eingerichtet. Es wird wenige bis gar keine dekorative Objekte geben, elektronische Geräte hingegen oft im Überfluss und die Wichtigkeit jedes Objekts wird auf seiner Nützlichkeit beruhen. Der generelle Stil ihres Heims ist größtenteils irrelevant. Wenn ein Objekt zur Seite gelegt wird und für eine Weile nicht zurückgelegt wird, wird es dort komplett ignoriert zurückgelassen, bis es wieder benutzt wird. Objekte, die dort länger als etwa zwei Tage liegen, werden gewöhnlich unsichtbar für den INTP, bis er wieder Nutzen für sie findet. Für viele andere Temperamente, deren Bedürfnis für Ordentlichkeit und Ordnung an sich sehr hoch ist, stößt dieses Verhalten auf Unverständlichkeit bis hin zu Frustration. Raumecken, Tischoberflächen oder Schränke werden mit Objekten zugehäuft, aber während sie nicht gebraucht werden, bleiben sie effektiv unsichtbar und unwichtig. Tatsächlich sträuben sich unreife INTPs oft dagegen, überhaupt, „handgreiflich“ mit ihrer Umwelt zu werden, da das Verlangen, nicht mit der physischen Welt zu interagieren, sehr stark sein kann. Erst sobald die Unordnung ihn bei seinen Aktivitäten behindert, wird der INTP aufräumen. Oft verlegt er die störenden Objekte jedoch nur in eine andere Ecke, wo sie weitere Wochen „unsichtbar“ verbringen. Wenn ein INTP mit einem Partner oder einer Familie lebt, lernt er die Notwendigkeit, Ordnung zu halten.

Introvertiertes Empfinden spielt oft eine wichtige Rolle in der privaten Welt des INTP. Wenn er einen Ort besucht, ob neu oder bereits bekannt, wird ihm seine empfindende Funktion eine hohe Anteilnahme für die Atmosphäre bzw. Stimmung des Ortes geben. In seinem Unterbewusstsein verbindet er die gegenwärtigen Erfahrungen seiner Umgebung mit Erinnerungen der Vergangenheit, manchmal sehr weit zurückliegender Vergangenheit. Im Urlaub will der INTP’ler vor allem die Ambiente eines Ortes erleben. Spezifische Details der Gegenwart sind relativ unwichtig und werden nicht gut erinnert. Jedoch wird die Atmosphäre oder Stimmung lange danach noch in Erinnerung bleiben, als wären diese ein solides Objekt. Da Personen, denen man im Urlaub begegnet eher als „Details“ zählen, sofern sich daraus kein persönlicher Kontakt entwickelt, tendiert der INTP dazu, sich eher zu einsamen, isolierte Orten zurückzuziehen, an denen die Atmosphäre weniger gestört wird. Nichtsdestotrotz fügt die Präsenz anderer Personen ihre eigene Stimmung hinzu, was auch geschätzt werden kann. Das Ergebnis dieser Anteilnahme für vergangene Erfahrungen, sowie Stimmung und Atmosphäre, ist, dass ein INTP zu den Typen gehört, die man als melancholisch beschreiben würde.

Da die der Gegenwart untrennbar mit einem Sinn für die Vergangenheit verknüpft ist, neigt der INTP dazu, Gegenstände anzuhäufen, die es ihm ermöglicht, die Verbindung zur Vergangenheit zu stärken. Er findet es sehr schwierig, etwas los zulassen, was er gesammelt oder gar erschaffen hat und nostalgische Bedeutung enthalten könnte. Er geht  davon aus, dass jedes Objekt von Interesse bis ans Lebensende für immer von Interesse bleiben wird. Dies betont einen starken Sinn der Universalität im Fortschritt der Zeit, genauso, wie es die Ernsthaftigkeit eines INTPs im Bezug auf seine Interessen betont. Sammlungen werden oft sehr ernst genommen. Obwohl die Sammlung an sich eher als ein zeitliches denn als ein räumliches Objekt wahrgenommen wird, sollte man immer von mehr Wichtigkeit in den Gedanken des INTPs als in seinen Objekten ausgehen. Daher sind INTPs zwar Sammler, aber sie sind Sammler, denen die Objekte nur insofern wichtig sind, da sie eine Verbindung zur Vergangenheit schaffen, da sie insofern eine nostalgische Stimmung erschaffen. Das wundersame Problem mit jeder Sammlung eines INTPs ist, dass er es selten im Hier und Jetzt genießen wird. Die Gegenstände werden weggeräumt, so dass sie irgendwann wieder ausgegraben werden können, aber dieser Punkt wird oft nie eintreffen. Das könnte daran liegen, da der INTP mental immer so aktiv ist, dass er kontinuierlich in neue Interessensgebiete eintaucht und weitermacht, Gegenstände zu horten, die er damit verbindet, dass er es sich selten selbst erlaubt, sich genug Zeit zu nehmen, seine sich stetig erweiternde Bibliothek der Vergangenheit zu Gemüte zu ziehen. Die Interessen eines INTP wären genug, um ihn für mehrere Lebens beschäftigt zu halten.

Ein weiterer Interessensbereich des INTP, in dem das innere Empfinden starken Einfluss übt, ist Musik. Ein INTP wird gewöhnlich von Musik fasziniert und kann einen tiefen, weitreichenden Musikgeschmack entwickeln. In der Tat spielt jede seiner Hauptfunktionen eine Rolle im Genuss der Musik und tatsächlich ist Musik ein Schlüsselinteresse, seine unterentwickelten Gefühle hervorzubringen. Das innere Empfinden selbst bringt eine Faszination für die Stimmung und Atmosphäre der Musik, genau so, wie für einen starken Sinn persönlicher Nostalgie. INTPs genießen daher oft melancholische Musik, die in sich gekehrt und/oder esoterische Stimmungen erzeugen. Gleichermaßen genießen INTPs es, Musik zu hören, die sie sie gehört und genossen haben, als sie jünger waren, sofern sie sie heute noch genießen können und sehnen sich nach der Nostalgie, die diese Musik bereithält. INTPs fühlen sich dank ihrer analysierenden Natur ebenfalls zu komplex strukturierter Musik hingezogen. Solche Musik ist gewöhnlicherweise zu komplex, um nach einem einzigen Hördurchgang verstanden zu werden, was daher exzellentes Material zur Analyse bietet und den INTP dementsprechend anregt. Sobald die grundlegende Struktur der Musik erfasst wurde, sorgt die Vorstellungskraft für den Antrieb, die Bedeutung des Stückes zu erfassen. Was will der Komponist beispielsweise ausdrücken? Warum wurde genau diese Entwicklung gewählt? Tatsächlich ist die Vorstellungskraft während des Musikhörens stark am arbeiten und versucht die Bedeutung hinter den oft faszinierenden Kombinationen der Geräuschwelt, der strukturellen Entwicklung und nostalgischen Eindrücke zu erfassen.

Wenn der Denkprozess die Wahl der Musik bestimmt, wird die intellektuelle Stimulation, die aus komplexen Strukturen und Tönen einhergeht, das Anliegen für kultivierte Harmonie überschatten. Daher fühlen sich INTPs oft zu Dissonanzen hingezogen. Tatsächlich können sie sogar stark nach dissonanten Klangwelten streben. Wenn sie in solchen Stimmungen sind, empfinden sie konsonante Harmonien, insbesondere jene der Drei-Akkord-Melodie Varietät als langweilig und uninspiriert. Wenn ein INTP dazu gezwungen wird, sich simpel harmonisierte Musik eine Weile lang anzuhören, wird er gewöhnlich nicht lange warten können, die Entspannung zu fühlen, die er danach durch pure Dissonanz empfindet. Die ideale Musik für seinen Denkprozess kann typischerweise eine moderne Symphonie sein, mit einem komplexen, jedoch analysierbaren Kern, mit einer reichen und variierender Klangwelt, hauptsächlich dissonant, aber mit Anteilen von melodischen Motiven, um für Stabilität zu sorgen.

Letztendlich formt die Musik eine lebendige, zentrale Rolle darin, den unterentwickelten extrovertiert fühlenden Schatten im Leben eines INTP’lers zu wecken. Es ist unzweifelhaft jener, der den INTP’ler den Lebensfunken gibt, einen Sinn echter Freude zu empfinden, mit der Musik erlebt wird. Dem INTP’ler bleibt die Rolle seiner eigenen Gefühle in der Musik mysteriös. Musik formt, was auch immer hilfreich ist, diesen Schatten zu erwecken.

Unterentwickelte Funktion: Extrovertiertes Fühlen („Feeling Extroverted“, Kurz: FE)

Tatsächlich nimmt die reife Verwendung von extrovertiertem Fühlen erst im mittleren Alter eines INTPs eine klare Form an. Gefühle und Emotionen werden mit Misstrauen bedacht und manchmal möglicherweise sogar vom INTP gefürchtet, was darin resultiert, dass er ihnen ausweicht oder seine eigenen nicht zeigen will. Gleichermaßen mag er eine gewisse Faszination in der emotionalen Welt erleben, aber er ist verzweifelt damit, jeden Gedanken in diesem Bereich zu entpersonalisieren. Er ist veranlasst die Objekte seiner Emotionen kontinuierlicher Analyse zu unterziehen, da der Denkprozess seinen Gefühlsprozess gewöhnlich überschattet und sein FE mit Anschuldigungen der Irrationalität angreift. Er sträubt sich dagegen, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, in der Befürchtung, damit Kontrolle zu verlieren. Er glaubt, Emotionen seien von geringerer Substanz als Logik und sein natürliches Ziel ist es, seine Emotionen mit reiner Rationalität zu erobern.

Viel des oben genannten demonstriert die den unreifen und unterentwickelten Weg, mit dem INTP ihre emotionale Seite behandeln. In wirklichkeit bedeutet, dass die extravertierte Natur der Gefühlskomponente des INTP bedeutet, dass seine Emotionen, wenn sichtbar, sehr direkt und leicht zu deuten sind. Da der INTP normalerweise wünscht, seine Emotionen zu verstecken, sind sie, wenn sie doch herauskommen, in ihrem Ausbruch fast von kindlicher Unschuld. Es gibt dabei einen Sinn von „Alles-oder-nichts“ und, sofern sichtbar, gibt es dabei nichts rätselhaftes um die Gefühle eines INTPs: tatsächlich scheinen diese sehr „roh“ und grundlegend zu sein.

Wenn sie an Ort und Stelle Entscheidungen treffen müssen, ist das FE oft temporär an vorderster Linie sichtbar. Dessen unreife Natur kann darin enden, unangebrachte Entscheidungen zu treffen. Der INTP könnte dies später bereuen, wenn sein Denkprozess die Ereignisse analysiert hat. Daher tendieren der INTP dazu, es zu vermeiden, schnelle Entscheidungen zu treffen, da er weiß, dass sein emotionales Urteil seine Achillesverse ist. Dieser Widerstand wird jedoch teilweise geschwächt, wenn seine Vorstellungskraft einspringt, seine Gefühle zu stärken. Die Genauigkeit der intuitiven Einsicht wird grundlegend, wenn der INTP dabei ist, fatale Fehler zu umgehen. Es ist interessant zu beobachten, dass die externe Welt eines INTP eine freigeistige Partnerschaft zwischen äußeren Gefühlen und Intuition involviert, während die innere Welt eine sehr klinische, Detail/Struktur/Analyse-Kombination aus innerem Denken und Empfinden ist.

Für den INTP werden Emotionen oft als etwas mysteriöses und unkontrollierbares angesehen. Daher ist die Wurzel seiner Angst vor Emotionen die Angst, diese nicht kontrollieren zu können. Daher wird der INTP, wenn er endlich emotional auf etwas reagiert, seine Emotionen unkontrolliert, roh und offen lassen. Wenn er die emotionale Reaktion einer anderen Person erlebt, wird der INTP sich dagegen intensiv wehren, selbst ähnliche Gefühle zu zeigen. Ein Beispiel davon könnte sein, wenn der INTP einen „schnulzigen“ Kinofilm sieht, in der eine herzerweichende Szene gezeigt wird. Der INTP verabscheut den Versuch des Regisseurs, seine Emotionen zu beeinflussen und er wird eher grinsen als weinen. Diese Reaktion hat jedoch nichts mit Arroganz zu tun. Eher ist sie die defensive Reaktion des INTP, um zu vermeiden, seinen Schwachpunkt offen zulegen.

Das Mysterium um die Emotionen ist ebenfalls Beweis für die Nutzung des INTP’lers von Musik. Er wird stets Musik hören wollen, die zu seinem derzeitigen emotionalen Zustand passt, sei es Aggression, Wärme, Begeisterung, Entspannung, was auch immer. Es ist leichter, die passende Musik zu wählen, als den Zustand zu ändern. INTPs könnten keine Musik hören, um ihre Stimmung zu ändern oder zu verbessern. Sie empfinden eine unliebsame Disharmonie, wenn ein Musikstil nicht zu ihrer momentanen Stimmung passt. In der Tat ist es erstaunlich, wie sehr sie auf ihre Emotionen achten, sobald Musik involviert ist.

Romantische Intimität ist ein weiterer wichtiger Bereich, der den Gefühlsschatten eines INTPs zum Vorschein bringt und fasziniert diesen auf ähnlichem Wege wie die Musik. Beide haben einen emotionalen Kern, der sich keiner Analyse beugt. Amouröse Gefühle sind oft im Widerspruch mit dem Bedürfnis nach distanziertem Beobachten. Daher kann romantische Intimität eine große Rolle in der Balance der Funktionen des INTP spielen. Er wird dennoch typentreue Elemte in diesem Bezug aufweisen, in dem er die Reaktionen seines Gegenübers verstehen und kategorisieren will. Nichtsdestotrotz führt die extravertierte Natur des Fühlens in einer intimen Partnerschaft zu einer nützlichen Offenheit und empathischen Direktheit in Antwort auf die Bedürfnisse des Partners und fördert die gesunde Entwicklung der FE-Funktion. Tatsächlich ist die intime Beziehung für INTPs der einzige Ort, an dem sie ihr FE gehaltvoll entwickeln können.

Die unterentwickelte Natur des Fühlens selbst zeigt sich in der fehlenden Kompetenz, aktive Empathie zu zeigen, wenn Mitmenschen starken Emotionen unterzogen werden. Wenn er wünscht, die emotionale Person zu ermutigen, tendiert der INTP dazu, auf dem Verstand basierende Lösungen zum Problem beizutragen. Oft weiß der INTP nicht, wie man mitfühlt und empfindet daher Unbehagen und Hilflosigkeit, besonders, wenn er den rationalen Grund der Emotionen versteht. Er kann frustriert werden, wenn die Person unglücklich bleibt, selbst, nachdem sie seine Lösungsansätze gehört hat. Viel schlimmer ist es, wenn die emotionale Person als irrational erscheint. Aber davon hatten wir es ja schon.

Das Fühlen ist wie gesagt die Achillesverse des INTP. Er fürchtet selten faktische Dinge der Außenwelt, zumindest nichts, was man im Alltagsleben erlebt. Dies kann gewöhnlich immer durch die Anstiftung aktiver Abwehrstrategien abgewehrt werden. Die Möglichkeit, komplett hilflos stehengelassen zu werden, lässt den INTP kalt, denn sobald der Verstand „besiegt“ wurde, spenden Emotionen wenig Trost. Resignierte Akzeptanz des Unausweichlichen ist das Anathema des INTP. Die typische Reaktion des INTP ist es, die Welt, die dies erzeugt hat, einfach nur mit kalter Leidenschaft zu hassen. Jedoch werden die größten Ängste des INTPs aus seinen eigenen Vorstellungen erschaffen. Das Problem dabei ist, dass durch seine große Analyse/Vorstellungskraft-Achse sehr unangenehme Vorstellungen hervorgerufen werden können, die auch weit weg von der Realität und irrational sein können. Gedanken und Möglichkeiten sind von solch großer Wichtigkeit im Kopf eines INTP, dass er sie schlecht mit Vernunft überschatten kann. Da die emotionale Antwort auf eine unangenehme Vorstellung auf einer unterentwickelten Funktion basiert, scheitert sie ebenfalls daran, zurück zum gesunden Menschenverstand zu finden. Das Endresultat ist die Furcht, dass Vorstellungen alleine bereits zur Selbstzerstörung führen können. Diese Furcht ist irrational und ist ein Schrei nach Hilfe vom unterdrückten Fühlen, wenn es von der Analyse- und Vorstellungskraft überrannt wird. Dieses Problem kann überwunden werden, wenn die Typen-Dynamik durch angehende Reife ausbalanciert wird.

 

…das war jetzt so lang, ich verzichte Mal auf ein Fazit. Vielen herzlichen Dank fürs Lesen.

Advertisements

163 Antworten auf „INTP – Der Grübler

  1. Dies ist eine gute Zusammenfassung dieses Charaktertyps. Wenngleich man von derlei Kategorisierungen halten mag, was man will, so muss ich jedoch vermelden, laut entsprechenden Tests ebenfalls dem INTP-Typus anzugehören und die mit diesem assoziierten Eigenschaften in schon fast klischeehafter Weise mein eigen zu nennen. Speziell die Ausführungen zu Humor und Musik wussten mich zu amüsieren. Lediglich im stilistischen weiche ich dann doch von der Norm ab, da mir bei der Wahl des Wohnungsinterieurs durchaus an einer visuellen Kohärenz gelegen ist. Wobei man hier argumentieren mag, dass ich dieser für mein literarisches Schaffen bedarf, was die Auswahl doch wieder in einem gewissen Sinne zweckmäßig macht.
    Auch ermöglichte mir das fortschreitende Alter, einige der, mit den Schwächen dieser Charakterausprägung einher gehenden, spontanen Entgleisungen doch besser kontrollieren zu können.
    Des persönlichen Gefallens willen, möchte ich an dieser Stelle noch hinzufügen: „JA MANN! DAS BIN SOWAS VON ICH!“

    Gefällt 1 Person

    1. Das ist ja wunderbar, vielen Dank auch für das Lob!
      Ich denke, fortschreitendes Alter und demnach auch eine im günstigen Fall fortschreitende Entwicklung der dritten und vierten Funktion kann deinen Wohnungsstil durchaus rechtfertigen.

      Übrigens! An alle anderen Leser – das hier tatsächlich kurz nach Veröffentlichung ein (wahrscheinlicher) INTP vorbeispringt war nicht abgesprochen, auch wenn es so aussehen mag 😀
      Darf ich fragen, was für einen Test du gemacht hast?

      Gefällt 1 Person

        1. Ja, INTPs sind nicht häufig vertreten – ich denke, das ist bis zu einem gewissen Grad auch gut so, sonst würden wir noch alle verhungern. Ich selber habe nur bei einem Bekannten die Vermutung, dass es ein INTP ist, wenn, dann aber ein eher unreifer (der Meinung war ich auch schon zuvor). Daher finde ich es auch sehr interessant, auf andere INTPs zu stoßen.

          Das ist lustig, mit der Seite hat es bei mir auch angefangen. Wobei ich zunächst zu dem Ergebnis „INTJ“ kam. Und als ich mich genauer mit dem Thema befasst habe, wurde mir klar, dass das völliger Quatsch war. Und auch, dass die Form der Fragestellung durchaus ihre Probleme mitführt, weil sie eigentlich keinen Interpretationsspielraum erlaubt. Heißt allerdings nicht, dass es nicht auch funktionieren kann. Lustigerweise habe ich, als ich in einer anderen Stimmungslage den Test erneut gemacht habe, auch ein anderes Ergebnis erhalten. Was zwar treffender war, mich aber umso mehr von Online-Tests abgeschreckt hat.

          Gefällt mir

    2. Hey Sam, ich find deinen Blog absolut Spitze. Du hast echt ein Händchen dafür abstrakte Dinge einfach zu erklären. Dein Schreibstil gefällt mir auch echt gut.

      Es gibt drei Dinge die ich nicht ganz verstehe:

      1.)
      – du schreibst ja, dass J-Typen zu Anfang eine urteilende Funktion haben und P-Typen eine wahrnehmende Funktion.
      Erstmal: sind die Funktionen nach der Reihenfolge des Einsatzes zu betrachten? Nicht wirklich, oder? Sonst würden J-Typen ja die Kausalität verdrehen 😀 irgendwie stehe ich da etwas auf dem Schlauch. Oder geht es einfach nur um die größte Ausprägung an sich?

      Ich meine, es erschließt sich mir irgendwo schon. Ich habe das jetzt alles vor 5 Minuten zu Ende gelesen und muss es zugegebenermaßen noch genauer verinnerlichen – aber ich verstehe das ungefähr so: der strukturierte J-Typ der benutzt zuerst seine urteilende Funktion wie denken oder fühlen – somit liegt das was er im Nachhinein wahrnimmt seinen Moralvorstellungen (F) bzw. seinen Prinzipien (T) zugrunde. Somit kommt der J wahrscheinlich auf eine schnellere Entscheidung, könnte aber dazu neigen nicht alles so genau wahrgenommen zu haben.
      Nehmen wir den Text als Beispiel: ist meine Schlussfolgerung falsch, könnte man annehmen ich hätte ein introvertiertes denken als erste Funktion und ein extrovertiertes intuieren (intuieren nur allein deshalb weil ich mich so sehr für dieses Thema interessiere), – weil ich nicht „gut“ genug wahrgenommen habe – liege ich mit meiner Vermutung richtig, könnte man eher darauf schließen ich sei ein extrovertierter intuierer und ein introvertierter Denker.

      -naja okay, war irgendwie ein blödes Beispiel das ganze auf das Verständnis einer Sachlage zu beziehen-

      Ein P ordnet, zumindest so wie ich es verstehe, seiner Wahrnehmung zuerst einen höheren Stellenwert als seinem Urteil zu. Er intuiert oder empfindet länger bis er zu seinem Urteil kommt.

      Verstehe ich das halbwegs richtig, oder bin ich völlig auf dem Holzweg?

      2.)
      Der Wikipedia-Artikel beschreibt die Reihenfolge der Funktionen anders als du. Beispielsweise ist die primäre Funktion des INTPs hierbei nicht das Introvertierte intuieren, so wie du es beschreibst, sondern das introvertierte Denken auf das dann das extrovertierte intuieren folgt. Finde ich irgendwie komisch. Finde deine Beschreibung zumindest nach meinem momentanen Verständnis schlüssiger. Muss aber auch zugeben, dass ich den Wiki-Artikel nur überflogen habe und mir daher die Begründung nicht richtig durchgelesen habe.
      Denkst du der Wiki-Autor kam einfach durcheinander mit den ganzen Funktionen? Kann man ihm ja nicht unbedingt verdenken.

      3.)
      Ich habe gelesen dass David Kersey, der sich auch mit dem Mbti beschäftigt hat, die Funktionen einfach ignoriert und dabei nur auf die 4 Variablen XXXX eingegangen ist. Warum? Das ist zwar einfacher zu verinnerlichen, aber doch etwas komisch. Es wirkt somit auch nicht wirklich wie ein halbwegs seriöses psychologisches Modell. Dennoch ist es auch interessant den Mbti ohne die Funktionen zu betrachten – sprich Extrovertiert oder Introvertiert, während extrovertierte Menschen ihre Energie eher in Menschenmassen aufladen und introvertierte wenn sie alleine sind, Sensorische Wahrnehmung und intuitive Wahrnehmung
      (Die Wahrnehmung ist als Funktion ja eigentlich schon mit drin, auch wenn man die Funktionen gänzlich ignoriert. Dabei wird dann einfach nur nicht darauf eingegangen ob die Wahrnehmung E oder I ist, oder wie? Weil es diesem David zu kompliziert war und er was für die Masse verständliches vermarkten wollte, oder hat er berechtigte Kritik an den Funktionen ausgeübt? )
      T oder F (Urteil)
      J oder P (grob: J: Ordentlich und streng strukturiert, P: unordentlich aber ein „Improvisationstalent“)

      Warum gehst du aber kaum auf die Variablen an sich ein? Oder habe ich irgendwas von dir vielleicht überlesen?

      Wäre echt stark, wenn du mir das beantworten könntest 🙂
      Ah: meinst du du könntest ungefähr tippen in welche Richtung mein Mbti geht. Würde mich interessieren ob du ihn errätst. Schon klar, dass das über so einen Text kaum möglich ist, aber eine Tendenz kannst du ja mal abgeben :p

      Viele Grüße und viel Erfolg auf deinem zukünftigen Weg. Wäre interessant irgendwann mal ein Buch von dir in der Bibliothek stehen zu sehen.

      Gefällt 1 Person

      1. Danke für die Blumen! Manche Leute sagen mir nach, ich könnte abstrakte Dinge eben nicht erklären, jetzt bin ich ein wenig verwirrt und weiß nicht, wem ich glauben soll.

        Jedenfalls, um auf deine Fragen einzugehen:

        „1.) – du schreibst ja, dass J-Typen zu Anfang eine urteilende Funktion haben und P-Typen eine wahrnehmende Funktion.“
        –> Nein, das stimmt so nicht ganz. J-Typen bevorzugen eine nach außen gerichtete urteilende Funktion, also TE oder FE, P-Typen bevorzugen eine nach innen gekehrte urteilende Funktion, sprich TI oder FI.

        „der strukturierte J-Typ der benutzt zuerst seine urteilende Funktion wie denken oder fühlen – somit liegt das was er im Nachhinein wahrnimmt seinen Moralvorstellungen (F) bzw. seinen Prinzipien (T) zugrunde.“
        –> Im Kern stimmt das, aber streich das „zuerst“. Der ISTJ zum Beispiel hält sich oft noch etwas zurück, bevor er direkt eine Entscheidung trifft, indem er die momentane Situation mit vergangenen Erfahrungen vergleicht. In diesem Moment verwendet er zunächst seine beobachtende Funktion (SI), die auch seine erste und am stärksten ausgeprägteste Funktion ist. Wahrscheinlich wird er sein Te erst danach verwenden.

        „Somit kommt der J wahrscheinlich auf eine schnellere Entscheidung, könnte aber dazu neigen nicht alles so genau wahrgenommen zu haben.“
        –> Das stimmt allerdings prinzipiell. J-Typen, egal ob introvertiert oder extrovertiert tendieren dazu, schneller Entscheidungen zu treffen, als P-Typen.

        „Nehmen wir den Text als Beispiel: ist meine Schlussfolgerung falsch, könnte man annehmen ich hätte ein introvertiertes denken als erste Funktion und ein extrovertiertes intuieren (intuieren nur allein deshalb weil ich mich so sehr für dieses Thema interessiere), – weil ich nicht „gut“ genug wahrgenommen habe – liege ich mit meiner Vermutung richtig, könnte man eher darauf schließen ich sei ein extrovertierter intuierer und ein introvertierter Denker.“
        –> Das ist zu stark vereinfacht. So schnell kann man die Funktionen nicht analysieren.

        „Ein P ordnet, zumindest so wie ich es verstehe, seiner Wahrnehmung zuerst einen höheren Stellenwert als seinem Urteil zu. Er intuiert oder empfindet länger bis er zu seinem Urteil kommt.“
        –> Generell kannst du sagen, die erste Funktion hat den höchsten Stellenwert. Introverten sind der Außenwelt gegenüber eher misstrauisch und verlassen sich zunächst auf ihre erste, nach innen gerichtete Funktion, egal, ob diese beobachtend oder urteilend ist. J & P beziehen sich wirklich nur darauf, ob die bevorzugte urteilende Funktion (egal, ob sie an erster oder zweiter Stelle steht) nach außen oder innen gerichtet ist.

        „2.) Beispielsweise ist die primäre Funktion des INTPs hierbei nicht das Introvertierte intuieren, so wie du es beschreibst[…]“
        –> Flüchtigkeitsfehler meinerseits, Verzeihung. Hab ich korrigiert. Witzigerweise stand es trotzdem schon richtig in der Klammer: „Thinking introverted“.
        Das erklärt wahrscheinlich auch deine Verwirrung.

        „3.) Ich habe gelesen dass David Kersey, der sich auch mit dem Mbti beschäftigt hat, die Funktionen einfach ignoriert und dabei nur auf die 4 Variablen XXXX eingegangen ist. Warum? Das ist zwar einfacher zu verinnerlichen […]“
        –> Da hast du die Antwort. Es ist einfacher zu verinnerlichen. Wenn ich Workshops gebe, in denen ich einer Gruppe das Modell erkläre, gibt es von 10 Personen mindestens 5, die komplett auf dem Schlauch stehen und mir hinterher sagen, das sei ihnen alles zu kompliziert. Mit vier Buchstaben kann man sich das leichter vorstellen.

        Ganz ehrlich, wenn es nach mir gehen würde, hätte ich die Persönlichkeitstypen entsprechend der ersten beiden Funktionen benannt. Einen INTP mit TI an erster und NE an zweiter Stelle hätte ich z.B. TiN genannt, einen ESTJ mit TE an erster und SI an zweiter Stelle TeS. Gäbe wahrscheinlich viel weniger Verwirrung. Aber dann würde niemand, der sich für das Thema interessiert meine Seite finden.

        „Dennoch ist es auch interessant den Mbti ohne die Funktionen zu betrachten – sprich Extrovertiert oder Introvertiert, während extrovertierte Menschen ihre Energie eher in Menschenmassen aufladen und introvertierte wenn sie alleine sind, Sensorische Wahrnehmung und intuitive Wahrnehmung“
        –> Diese Einsichten bietet auch das Funktionenmodell. Ist deine erste Funktion nach innen gekehrt, bist du ein Introvert. Ist deine bevorzugte beobachtende Funktion empfindend, bist du ein Sensoriker, etc. … man muss nur ableiten, aber wenn man den „Funktionsalgorhythmus“ kennt, dann braucht man nur die ersten beiden Funktionen zu kennen und hat all die Informationen, die auch die vier Buchstaben mitteilen.

        „Warum gehst du aber kaum auf die Variablen an sich ein? Oder habe ich irgendwas von dir vielleicht überlesen?“
        –> Die Variablen befinden sich ja bereits in der Funktionenfolge.

        „meinst du du könntest ungefähr tippen in welche Richtung mein Mbti geht. Würde mich interessieren ob du ihn errätst. Schon klar, dass das über so einen Text kaum möglich ist, aber eine Tendenz kannst du ja mal abgeben :p“
        –> Sorry, nein, kein Schimmer. Ich hätte ja normalerweise gesagt, füll den Fragebogen aus, aber ich habe noch mindestens 3 Fragebögen, die ich zuerst machen sollte und schon seit über einem halben Jahr in meinem Postfach gammeln.

        „Viele Grüße und viel Erfolg auf deinem zukünftigen Weg. Wäre interessant irgendwann mal ein Buch von dir in der Bibliothek stehen zu sehen.“
        –> Interessant wäre es, ja 😀
        Aber nicht sonderlich realistisch. Ich habe nichts in die Richtung studiert, bin so gesehen ein Laie, der einfach viel über ein Thema nachdenkt, aber nach offiziellen Maßstäben keine Autoritätsperson im Bezug auf Psychologie ist. Du wirst eher ein paar Alben von mir auf iTunes finden.

        Gefällt mir

        1. Tmo:
          Vielen Dank, wie lieb von Dir!
          Könnte vielleicht daran liegen, dass mein Hirn oftmals auf eher unkonventionelle Erklärungen anspringt bzw.:- ich habe selbst beispielsweise im Studium bemerkt, dass ich oftmals abstrakte Dinge anders angehe und wenn ich dann anderen erklären wollte, wie viel einfacher und verständlicher meine Vorgehensweise ist, zogen meine Kommilitonen lieber die konventionelle Berechnungsart vor.
          Korrekturen mit dem vermerk „Seltsam, aber Ergebnis stimmt“ waren auch keine Seltenheit. Vllt haben wir ja irgendeine Funktion ähnlich stark ausgeprägt (das extrovertierte intuieren vielleicht?)

          Somit bist du vielleicht wirklich kein guter Erklärer von abstrakten Dingen, sondern sprichst eher meine Art von Verständnis an. (kleiner Erklärungsversuch)

          1) okay jetzt, danke; Dann habe ich es jetzt vermutlich vollständig verstanden.

          2) passiert.

          3) Es liefert aber alles in allem auch ein deutlich unseriöseres Modell.

          „anders benannt“
          Gute Idee, in diese Richtung dachte ich auch schon – warum hat es Jung dann überhaupt so aufgezogen? Dass man eben alle Funktionen herauslesen kann und mit den 4 wechselnden variablen sich leichter zu merkende 4² Typen hat wahrscheinlich?!

          „sorry, nein kein Schimmer“
          Ich bin absolut davon überzeugt ENTP zu sein.
          Wobei es etwas verwunderlich ist, da ich zwar Menschenmassen genieße, aber teilweise Phasenweise Schübe habe, da bin ich fast schon übermäßig schüchtern, während es dann wieder Zeiten gibt in denen ich überhaupt keine Schüchternheit mehr besitze – ja, ich weiß das hat weniger mit Extro und intro zu tun als mit dem selbstbewusstsein – und das kann halt mal sprunghaft sein. Da bietet der mbti wahrscheinlich keine Erklärung. Wobei ich mal irgendwo gelesen habe, dass das Modell im eine 5. Variable erweitert wurde: irgendwie sensibel oder unsensibel – aber nicht das aktive sensible also die emphatie, sondern das verletzlich sensible und das unverletzlich unsensible.
          BTW: Das Wort „sensibel“ ist echt verwirrend.

          „… aber nicht so realistisch..“
          Man kann auch Dinge autodidaktisch studieren. Du kannst deinen Kenntnisstand der Masse nur nicht direkt „beweisen“, weil du keinen Zettel vorlegen kannst auf dem steht dass du den B. Sc. in Psychologie hast.

          Ich will dir jetzt nicht zu sehr Honig um den Mund schmieren, weil ich das ekelhaft finde, aber das sind ja teilweise studienähnliche Artikel von dir: was denkst du denn wie sich die Psychologie als Wissenschaft überhaupt entwickelte? Indem sich unstudierte Menschen Gedanken über soziale Zusammenhänge gemacht haben und Modelle angefertigt und ausgebessert haben. Ähnlich wie du es auch machst.

          Naja wie dem auch sei, auch fürs Romane schreiben bei der Charakterentwicklung ist die Kenntnis vom mbti sicherlich sehr hilfreich.

          Aber dann wünsche ich dir natürlich viel Erfolg mit deiner Musik!

          Zuletzt noch:
          -Wie finde ich denn deine Musik?
          -Würdest du mir den Fragebogen trotzdem zukommen lassen? Du brauchst ihn auch nicht auswerten.

          Gefällt 1 Person

          1. „ich habe selbst beispielsweise im Studium bemerkt, dass ich oftmals abstrakte Dinge anders angehe und wenn ich dann anderen erklären wollte, wie viel einfacher und verständlicher meine Vorgehensweise ist, zogen meine Kommilitonen lieber die konventionelle Berechnungsart vor.“
            –> Das passiert Intuierern generell häufig. Was hast du denn studiert?

            „3) Es liefert aber alles in allem auch ein deutlich unseriöseres Modell.“
            –> Da stimme ich dir vollkommen zu. Ist zwar leichter verständlich, aber gleichermaßen oberflächlicher.

            „Gute Idee, in diese Richtung dachte ich auch schon – warum hat es Jung dann überhaupt so aufgezogen?“
            Jung hat nur die Theorien über die 8 Funktionen (introvertiert/extrovertiert berücksichtigt) aufgestellt, aber – wenn mir mein Gedächtnis keinen Streich spielt – fast nichts bis überhaupt nichts über eine Kombination von Funktionen geschrieben. Das war dann später Isabel Myers.

            „Ich bin absolut davon überzeugt ENTP zu sein.“
            –> In Anbetracht deines gewählten Nicknames mit der Anspielung auf Better Call Saul macht das sogar Sinn 😛
            Ich bin trotzdem vorsichtig mit vorschnellen Analysen geworden. Ich habe eine weniger selbstbewusste Person schon einmal mit einer falschen Analyse zu einer halben Identitätskrise gebracht.

            „Wobei es etwas verwunderlich ist, da ich zwar Menschenmassen genieße, aber teilweise Phasenweise Schübe habe, da bin ich fast schon übermäßig schüchtern, während es dann wieder Zeiten gibt in denen ich überhaupt keine Schüchternheit mehr besitze“
            Solltest du ein ENTP sein, wäre das tatsächlich ziemlich normal. Bei ENFPs ist das ähnlich: sie sind zwar total neugierig und empfänglich für neuen Input, aber dadurch, dass sie so viel aufnehmen, benötigen sie nach einer Weile auch für Extroverten relativ viel Zeit, um die ganzen Informationen zu verarbeiten. Gleichermaßen werden INTPs und INFPs auch häufig als die introvertiertesten Typen bezeichnet. Ich kann das zwar nicht offiziell von meiner Seite bestätigen, aber die Theorie hat zumindest ein logisches Argument.

            „Wobei ich mal irgendwo gelesen habe, dass das Modell im eine 5. Variable erweitert wurde: irgendwie sensibel oder unsensibel – aber nicht das aktive sensible also die emphatie, sondern das verletzlich sensible und das unverletzlich unsensible.“
            –> Ja, ob man „turbulent“ oder „stabil“ oder so etwas ist. Finde ich aber unangebracht. Das hat mMn nix mit Typologie zu tun.

            „Man kann auch Dinge autodidaktisch studieren. Du kannst deinen Kenntnisstand der Masse nur nicht direkt „beweisen“, weil du keinen Zettel vorlegen kannst auf dem steht dass du den B. Sc. in Psychologie hast.“
            –> Dem stimme ich dir auch komplett zu, aber das ist eben das induktive Denken, das die breite Masse vorrangig nutzt. Die will den Wisch eben doch sehen.

            „Ich will dir jetzt nicht zu sehr Honig um den Mund schmieren, weil ich das ekelhaft finde“
            –> Sehr gut, solchen Leuten werfe ich danach nämlich das Honigglas an den Kopf 🙂

            „aber das sind ja teilweise studienähnliche Artikel von dir: was denkst du denn wie sich die Psychologie als Wissenschaft überhaupt entwickelte? Indem sich unstudierte Menschen Gedanken über soziale Zusammenhänge gemacht haben und Modelle angefertigt und ausgebessert haben. Ähnlich wie du es auch machst.“
            –> Den Blumenstrauß nehme ich trotzdem. Ja, absolut. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass meine Erkenntnisse über die Typologie vielen Menschen helfen würden. Es ist nicht so, dass ich an hier direkt an mir oder meinen Aufschrieben zweifele, sondern viel mehr so, dass ich an meinen Mitmenschen zweifele. Das hört sich jetzt arroganter an, als es ist. Wobei?
            Naja, du weißt ja selbst, wie unsere Welt geprägt ist.

            „Naja wie dem auch sei, auch fürs Romane schreiben bei der Charakterentwicklung ist die Kenntnis vom mbti sicherlich sehr hilfreich.“
            –> Definitiv. Genauso sehr wie Durchhaltevermögen *seufz*

            „Wie finde ich denn deine Musik?“
            –> https://www.youtube.com/c/SilverstreamMusic
            Wenn dir was besonders gefällt, schreib mir einfach ne Mail und ich lass dir den Track zukommen.

            „Würdest du mir den Fragebogen trotzdem zukommen lassen? Du brauchst ihn auch nicht auswerten.“
            –> https://introspektivblog.wordpress.com/typologie-themenuebersicht/
            Hier auf „kostenloser Persönlichkeitstest“ klicken.

            Gefällt mir

  2. Besser spät als nie..

    Nach langer Zeit habe ich mich mal dazu aufgerafft auf deine Auswertung zu antworten.
    Mit einer langen ausführlichen Antwort ist dennoch nicht zu rechnen, da ich mich in der Beschreibung des INTP vollkommen wiedererkenne. Mehr kann ich dem nicht beifügen..

    Ich hätte da jedoch noch eine Frage.
    Trotz des ganzen logischen und analytischen Denkens, das immer wieder erwähnt wird liegt mein Interesse eher in der Historie sowie der Kunst und der Literatur. Passt das trotzdem zu meinem Typ?

    Gefällt 1 Person

    1. Freut mich, dass du dich wiederfinden kannst. Gerade INxx-Typen haben oftmals Probleme, sich irgendwo in der Welt zu finden und fühlen sich häufig „fehl am Platz“ oder in negativer Hinsicht „anders“. Wenn man weiß, dass das einfach mit der Grundveranlagung der Persönlichkeit zusammenhängt und damit auch ganz spezielle Stärken einher kommen, dann kann man daraus auch wiederum Selbstbewusstsein schöpfen.

      Jedenfalls, um auf deine Frage einzugehen – definitiv ist es nicht unpassend für deinen Typ. Ich bin ebenfalls ein INTP und hauptberuflicher Musikschullehrer, interessiere mich für aber auch für Geschichte und Politik. Es wird häufig behauptet, dass INTPs vor allem Mathematiker, Physiker oder Informatiker seien, aber ich glaube, dass diese Fachbereiche schon fast zu konkret sind und zu wenig Spielraum für unsere NE-getriebene Fantasie lassen. Wir, oder zumindest ich, lasse mich vor allem von Dingen anziehen, die nie in voller Gänze ergründet werden können, denn das bedeutet gleichzeitig, dass die Themen so komplex sind, dass sie am wenigsten Gefahr drohen, irgendwann langweilig zu werden. Man findet nie eine eindeutige Antwort in allen Arten der Kunst.
      Als Beispiel: ich kann analysieren, dass in der Mondscheinsonate von Beethoven vor allem die verminderten Akkorde den Reiz ausmachen, vielleicht sogar soweit, dass ich weiß, dass es daran liegt, dass sie eine gewisse Disharmonie mit sich bringen, die sie interessant und anders, aber gleichzeitig nicht unangenehm klingen lassen, aber in voller Gänze werde ich nie begreifen können, warum es nun eigentlich so faszinierend für mich klingt.

      Auf den ersten Blick mögen Geschichts- und Politikwissenschaften da im Vergleich unpassend und relativ objektiv wirken, aber wenn man bedenkt, dass es hier vor allem darum geht, Wahrheiten zu erkennen, die vieles wieder in einem anderen Licht erscheinen lassen, ergibt das alles auch wieder mehr Sinn.
      Ich werde, wenn ich schnell genug bin, am Samstag einen weiteren Post verfassen über die Berufswahl der verschiedenen Typen.

      Gefällt 1 Person

      1. Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
        Mir geht es mit der Kunst ähnlich wie dir mit der Musik.. Und in der Geschichte lässt sich so viel ergründen und hinterfragen, sodass diese, wie von dir erwähnt, nicht langweilig wird.

        Gefällt 1 Person

  3. Das bin ich. Danke für die sehr ausführliche Beschreibung!

    Zu dem vorherigen Kommentar: ich bin gerade zum ersten Mal wirklich begeistert von Geschichte, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich ständig auf Zusammenhänge stoße welche ein großes Ganzes ergeben – vor allem auch in Bezug auf die Welt von heute. Dort ist sehr viel Raum für Theorien 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, das stimmt. An sich total sinnlos, wenn man danach urteilt, welchen Nutzen man davon hat, aber eine Beschäftigung, der ich gerne nachgehe, ist zu spekulieren, „wie sähe die Welt heute aus, wenn […]“. Deshalb stehe ich auch total auf Geschichten mit alternativen historischen Zeitsträngen.

      Gefällt mir

  4. Erst einmal zu dem Text: sehr schön geschrieben, ich erkenne mich auf jeden Fall darin wieder!
    Hallo, ich habe vor kurzem mehrere dieser Persönlichkeittests gemacht und wurde immer dem Typen INTP – Architekt zugewiesen. Daraufhin habe ich mich etwas belesen und bin auf diese Seite gestoßen. Ich bin mir nicht sicher, ob folgende Dinge zu diesem Persönlichkeitstyp wirklich passen und mich würde daher eine weitere Meinung dazu interessieren.
    – Mehrere Verhaltensweisen, die von Ort und Personen abhängig sind und sich komplett unterscheiden.
    – Es wird oft beschrieben, dass INTPs nicht als Anführer geeignet sind. Gibt es das auch, dass INTPs sich als Anführer sehr wohl fühlen – eben weil die anderen Personen dann das Handeln übernehmen und man der Kopf ist?
    – Ich denke, dass die INTP-Beschreibungen doch sehr auf das Asperger Syndrom zutreffen und hatte damit gerechnet, dass irgendwo erwähnt werden würde, dass das oft der Fall sein könnte. Liege ich da falsch?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen! 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Potterhead,
      Freut mich, dass dir der Text gefällt! Um auf deine Fragen einzugehen. Jeder Mensch verhält sich zumindest geringfügig anders, wenn er sich in einem anderen sozialen Umfeld befindet, das ist aber ganz normal. Dabei lässt sich allerdings feststellen, dass Personen mit extrovertiertem Fühlen (dazu gehören INTPs auch) dazu neigen, sich mehr an ihr Umfeld anzupassen.

      Was die Anführerfrage angeht – ich kann hier in erster Linie aus eigenen Erfahrungen sprechen und sie zumindest in Anbetracht des Persönlichkeitskonzeptes beantworten. Ich selbst war schon häufiger Bandleiter und verdiene mein Geld auch als Bandcoach. Das ist möglicherweise nicht exakt das, was du dir unter „Anführern“ vorstellst, aber gibt dennoch schon einen guten Einblick, weil es auch eine hierarchische Struktur gibt. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich enorme Schwierigkeiten dabei habe, Disziplin aufrechtzuerhalten, geschweige denn sie überhaupt hervorzurufen. Das mag eventuell daran liegen, dass ich selbst den Zweck von Disziplin (zu) häufig hinterfrage. Auf der anderen Seite ist das auch oft nicht nötig, wenn ich einen Plan ausgearbeitet habe, der für alle Sinn macht und interessant erscheint. Jeder Leiter braucht etwas, womit er die Gruppe anführt und das kann pures Charisma sein (Fe), Strenge und eine gewisse Form von Ehrfurcht, die man in anderen zu wecken vermag (Te) oder Leidenschaft (Fi). Introvertiertes Denken funktioniert eher im Sinne von: „Hier, seht her – das ist die Situation und dazu habe ich einen Plan ausgearbeitet. Ich erkläre ihn euch und ihr werdet feststellen, dass er absolut Sinn macht und das einzig logische zu tun ist. Alles andere wäre irrational und verkehrt.“
      Man kann sich bei der Beschreibung schon denken, dass es für Ti etwas schwieriger ist, Begeisterung auszulösen. Zumal kommt die Erschwerniss, dass P-Typen, insbesondere introvertierte eine Scheu vor Verantwortung hegen. Aber es kann funktionieren. Wie gesagt, ich leite hier und dort beruflich und solange ich es nicht die ganze Woche durch machen muss, funktioniert es auch gut.

      Am wohlsten fühlen wir uns, wenn es um Gruppendynamik geht, allerdings in der Regel in der Rolle des Beraters, um die Antwort noch abzurunden. Hier tragen wir keine direkte Verantwortung, können aber unsere Gedanken konstruktiv einbringen und wissen dabei, dass sie sogar gewollt sind. Wir sind nicht die Arbeiterdrohnen, die gefühlt willenlos ihrer Tätigkeit nachgehen, sind aber auch nicht die, welche ihnen die Arbeit zuweisen, sondern machen uns Gedanken darüber, wie das ganze System als Ganzes noch zu optimieren wäre.

      Die Aspergerfrage. Ich hole hier mal etwas weiter aus, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen. Viele schwierige, ungewöhnlich lebhafte Kinder bekommen rasch die Diagnose „ADHS“. Das sind auffällig häufig extrovertierte P-Typen, insbesondere ESxPs. Diese Diagnosen sind sehr, sehr häufig – zumindest meiner Meinung nach, ich habe in meinem Beruf viel mit Kindern zu tun – absolut unsinnig. Ich will nicht sagen, dass ADHS nicht existieren würde – Hyperaktivität ist wissenschaftlich nachweisbar. Aber die meisten ExxP-Kinder sind eben so aktiv, dass es so anstrengend für die meisten Erwachsenen ist, dass sie nicht damit klar kommen und eine einfache Antwort auf ihr Problem wollen. Und das heißt eben ADHS. Das selbe beim Asperger-Syndrom. Viele Leute kommen einfach nicht klar mit der distanzierten, depersonalisierten Umgangsform, die ein INTP an den Tag legt, dass man schnell die Vermutung hegt, dass hier bestimmt „irgendeine Krankheit“ am Werk ist. Und da passt besagtes Syndrom eben ziemlich gut.

      Gefällt mir

  5. Danke für die schnelle, ausführliche Antwort!
    Entschuldigung, ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Die verschiedenen Verhaltensweisen dienen nicht dazu, sich an das Umfeld anzupassen, sondern eher, um das Bild der Menschen über die eigene Person zu manipulieren, um möglichst viele Vorteile daraus zu ziehen.
    Auf meine Anführerfrage bist du gut eingegangen und hast sie nachvollziehbar beantwortet. Ich stimme dir da zu.
    Das stimmt. Ich wundere mich bloß, dass ich das nirgendwo gelesen habe, da man diesen Stempel mittlerweile ziemlich schnell aufgedrückt bekommt…

    Gefällt 1 Person

    1. Achso. Doch, INTPs können auch ziemlich intrigant sein und sich verstellen, um eigene Vorteile zu erlangen, wobei sie das allerdings erstens ziemlich anstrengt und sie Personen nicht unbedingt klassisch „um den Finger wickeln“, sondern eher gezielt Informationen verstreuen, vorenthalten oder Wahrheiten verdrehen können. Dazu muss man auch sagen, dass INTPs sich häufig für äußerst clever halten, was sie aber in Bezug auf beziehungsbezogene Ränkespiele nicht unbedingt sind. Tatsächlich sind sie auf sozialer Ebene meistens sehr naiv. Aufgrund ihres Bedürfnisses nach Anerkennung sind sie sogar ziemlich anfällig dafür, anderen vorgeheuchelte Sympathien abzunehmen.

      Gefällt mir

  6. Ich muss sagen, dass das die detailierteste deutsche Beschreibung des INTP ist, die ich bis jetzt im Internet gefunden habe. Ich habe mich schon mehrere Wochen und Monate aus Interesse mit dem Thema Persönlichkeitstypen beschäftigt. Ich bin ein INTP. Dankeschön 🙂

    Gefällt 1 Person

  7. Ein sehr schöner und angenehm zu lesender Text 🙂

    Allerdings stelle ich mir die Frage: Welche Berufe würdest du für diesen Typus als „passend“ betiteln?
    Wenn jemand diese Frage beantworten kann dann wohl du.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke, freut mich, dass dir der Text zusagt! Zu deiner Frage, dazu kommt noch ein ausführlicher Blog (die J-Typen hatte ich bereits). Ich kann aber schon so viel sagen: grundsätzlich passen Berufe eher, in denen der INTP sein eigener Chef sein kann. Wir INTPs arbeiten in der Regel lieber nach unserer eigenen Uhr.

      Gefällt mir

  8. Hab mich auch in INTP gut wiederfinden können 🙂
    Die Typenbeschreibungen sind generell sehr schön aufgearbeitet!

    Kurzer Hinweis an den Admin: Mich interessiert generell, was du über ISTP schreibst (weil ich mich bisher auch da recht gut wiederfinde). Allerdings gibt es ISTP bei dir nicht, dafür hast du den Künstler/ISFP doppelt aufgeführt,
    Hast du den Text über ISTP?

    Vielen Dank auf jeden Fall für die tollen Texte!

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für die Blumen!
      Einen ISTP-Text hatte ich bisher auch – war sogar mein erster. Hab nur beim Verlinken Blödsinn gemacht – dürfte nun auch ohne Suchfunktion auffindbar sein.

      Gefällt mir

    1. Nein. Man bevorzugt (!) immer eine Funktion der anderen. Man kann jedoch bestimmte Verhaltensmuster von nahestehenden Menschen wie Ehepartnern oder Eltern adaptieren, bzw anfangen, deren Denkweisen öfters in Betracht zu ziehen. Beispielsweise werde ich, ein INTP, oft als Moralapostel bezeichnet, aber tatsächlich auch erst, seitdem ich für längere Zeit mit meiner INFP-Ehefrau zusammen war.

      Gefällt mir

  9. Ich habe den Test von https://ww.16personalities.com/ verwendet, dabei kam jedesmal INTP raus (bis auf einmal, da wars INFP) . Meine Mutter hat einmal das Buch „Wenn die Haut zu dünn ist“ (über hochsensible Menschen) gekauft. Es beinhaltet außerdem einen Selbsttest, bei dem bei mir rauskam, dass ich da auch dazugehöre. Jetzt bin ich verwirrt; kann man INTP sein und gleichzeitig hochsensibel? Oder war der Typologie Test den ich gemacht habe einfach zu ungenau/nicht gut?

    Gefällt mir

    1. Man kann INTP und hochsensibel sein. Hochsensibilität gibt es in verschiedenen Formen, die sich zum Beispiel eher auf das Denken, auf die Emotionalität oder auf die Sinneseindrücke beziehen können. Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein INTP auf die Emotionalität hochsensibel ist (wobei auch das möglich sein sollte), aber bei den beiden anderen Beispielen ist es sogar relativ wahrscheinlich, dass es sich beim Betroffenen um einen INTP handeln könnte.

      Gefällt mir

  10. Der ist kein INTP ich glaube er will ein INTP sein der diesen Blog geschrieben hat. Er macht aber nicht so den einschein das er einer ist, ausserdem will er mir weiss machen das ich keiner bin! Ich habe viele teste machen lassen. Und bei mir kam immer INTP raus, er hat aber gesagt das ich keiner bin. Wtf?? Alles klar, ausserdem blieb er immer auf seine Meining stehen, hat ziemlich schnell geredet was für ein INTP auch nicht der fall ist 🙂 Und wollte mir die ganze Zeit helfen. Alles klar. Leute die INTP sind und irgendwann hierher kommen und das lesen. Lasst auf den Typen nicht ein

    Gefällt 1 Person

    1. „ausserdem blieb er immer auf seine Meining stehen, hat ziemlich schnell geredet was für ein INTP auch nicht der fall ist“
      LOL, einfach nur lol. Mein Freund ist ein intp und wenn man ihm keine Argumente liefert kann er der sturste Mensch der Welt sein. Und wenn er sich für ein Thema interessiert, dann kann er reden wie ein Wasserfall. Und warum sollte ein intp nicht helfen wollen, vor allem, wenn es um das Thema VERSTÄNDNIS geht??
      Ich kann nicht sagen, ob der Autor dieses Blogs selber ein INTP ist, aber zumindest scheint er im Gegenteil zu dir Ahnung von dem Thema zu haben.

      An den Autor: cooler Blog, gefällt mir, weiter so!

      Gefällt mir

  11. Meine Schwester ist „auch“ eine INFJ. Ich führe das aber nicht als Argument auf, weshalb ich deshalb „INFJs besser einschätzen könnte“ – weil du es nicht überprüfen kannst. Genau so wenig, wie ich überprüfen kann, dass deine beste Freundin eine INFJ ist. Verstehst du, weshalb eine Argumentation mit fremden Leuten, die auf subjektiven Erfahrungen basiert daher unsinnig ist? Außerdem habe ich niemals behauptet, du seist eine INFJ. Ich habe dir nur empfohlen, dich mal generell mit Fühlertypen auseinanderzusetzen.

    Gefällt mir

  12. Als INTP kann ich deine Ausführungen weitestgehend bestätigen. Mindestens zwei Aspekte scheinen aber eher deiner individualisierten Persönlichkeit geschuldet zu sein und nicht dem Persönlichkeitstypen an sich:
    1. Ich z.B. sammle keine Gegenstände. Im Gegenteil, es fällt mir sogar leicht sie von Zeit zu Zeit im großen Stil zu entsorgen.
    2. Dein Musikgeschmack ist wohl berufsbedingt differenzierter als der von „normalen“ INTPs. Ich z.B. höre nur Mainstream und manchmal etwas von Mozart. Vollkommen unabhängig von meiner gegenwärtigen Stimmung kann ich das hören.

    Sehr treffend finde ich deine Bemerkungen zur häuslichen Ordnung eines INTP und wie selektiv er seine häusliche Umgebung wahrnimmt!

    Mich würde noch interessieren ob du häufig realen Kontakt zu anderen INTPs pflegst und wie du sie kennenlernst? Ich hatte leider bisher noch nicht das Vergnügen real so jemanden kennenzulernen. Jedenfalls nicht bewusst. Bin mir gedanklich auch gar nicht so sicher ob die Interaktion funktionieren würde. Bevor ich das MBTI-Konzept kannte, habe ich mal an der Uni jemanden oberflächlich kennengelernt, der rückblickend betrachtet wohl ein INTP gewesen sein muss. Dabei fiel mir auf, dass er ständig an seinem internen Ordnungssystem gearbeitet hat („es gibt drei Fälle… äh oder vier…“) und dadurch nicht in der Lage war, sich anderen Menschen verständlich zu machen. Dazu hätten wir erst sein internes Ordnungssystem kennen müssen. Du schreibst aber, dass es wohl ein großartiges Ereignis sein muss, wenn sich zwei INTP „verbinden“.

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Henry, danke für dein Kommentar!
      Manche Dinge sind auch guter/schlechter Erziehung geschuldet. Wenn du also ohne Mühen Dinge entsorgen kannst, dann könnte es z.B. daran liegen, dass dir Ordnung und wie man sie hält, schon früh und gut vermittelt wurde. Bzw. viel mehr, dass man Gegenständen nicht all zu großen sentimentalen Wert zuschreibt.

      Was den Musikgeschmack angeht, hast du sicherlich recht, was den Zusammenhang mit meinem Beruf angeht, allerdings meine ich, dass sich INTPs allgemein für Künste verschiedenster Arten interessieren können. Das muss nicht Musik sein, das kann sich auch in einem Interesse für bildende Kunst, darstellende Kunst oder Literatur ausdrücken.

      Ich bin mir nicht zu 100% sicher, ob ich einen anderen INTP persönlich kennengelernt habe. Das Problem dabei ist, dass wir sehr zurückhaltend sind – wahrscheinlich gehören INTPs zu den Typen, die von außen, wenn man sie nur oberflächlich kennt, am schwierigsten identifiziert werden können.
      Ich schrieb im Text ja aber auch von „ähnlichen Typen“, das war vor allem auf den kommunikativen Teil bezogen. Mit allen NT-Typen ist das auch so, wie beschrieben und da habe ich einige in meinem Bekannten- und Freundeskreis. Kennengelernt habe ich sie entweder über die Arbeit oder über das Internet.

      Gefällt mir

  13. Hallo Sam,

    es gibt in Facebook angelsächsische Gruppen, in denen sich INTPs unterhalten können. Leider habe ich so etwas im deutschsprachigen Raum nicht gefunden. Interessanterweise hat sich für mich herausgestellt, dass die INTPs doch sehr unterschiedliche Lebensentwürfe verfolgen. Insofern verwundert es mich auch nicht wenn du dich als Künstler, Musiker u.ä. siehst. Etwas was mir völlig abgeht. Ich denke das liegt daran, dass wir uns in nahezu beliebige Themen vertiefen können und dabei völlig erratische Richtungen nehmen. Das erschwert mitunter auch die Kommunikation untereinander, wenn es denn mal zu einer Begegnung von zwei INTPs kommt.

    Ich bilde mir tatsächlich ein, dass ich mittlerweile jeden der 16 Typen identifizieren kann, wenn ich mich nur lange und intensiv genug mit jemandem unterhalten darf. Meine „Lieblinge“ sind dabei die drei Idealisten INFP, ENFP, ENFJ sowie der fürsorgliche ISFJ. Ich kenne zu jedem Typen mindestens eine reale Person, die ich auch habe testen lassen um das abzusichern. Darunter sogar für den besonders seltenen Typ INFJ. Durch den Vergleich einer Person mit diesen verifizierten Personen, liege ich fast immer richtig und lasse mir das auch gerne durch einen Test nachträglich bestätigen.

    In der Retrospektive sind mir jetzt noch zwei weitere Personen aufgefallen die ganz sicher auch INTPs sind. Einen kenne ich aus der Arbeit und den anderen von der Uni. Uns dreien gemein ist, dass wir mehr oder weniger im Bereich Informatik/Programmieren gelandet sind. Zu dem Arbeitskollegen habe ich keinen guten Draht aufbauen können, da er zu vertieft in seinen Denkstrukturen unterwegs ist (träumt von Programmcode und ist fast schon anti-sozial wenn er mit Menschen zutun hat). Mit dem anderen habe ich eine zeitlang eine intensive Freundschaftsbeziehung gepflegt, was sich darin äußerte, dass wir eine Art gemeinsame Sprache aus Andeutungen und Vokabeln entwickelt hatten, die nur wir untereinander verstanden. Aber auch diese zeitweise sehr intensive Freundschaft löste sich dann urplötzlich auf, nachdem sich unsere Lebensverhältnisse änderten. Mein Fazit: INTPs „können“ zueiander eine guten Draht finden, dass ist aber immer von den Umständen abhängig.

    Gefällt 1 Person

      1. Es ist ein Irrtum zu glauben das wir alle antisozial oder autistisch veranlagt sind. Ich habe durchaus das Verlangen mit anderen Menschen in Kommunikation zu treten. Solange ich dabei meine Erkenntnisse teilen kann und das auch auf fruchtbaren Boden fällt. „Leider“ ist es auch häufig so, dass ich meine Gesprächspartner dabei nur als Projektionsfläche benutze um eine Diskussion mit mir selber zu führen. Selten genug, aber bei einer echten Freundschaft ist der Gesprächspartner mehr als nur eine Projektionsfläche, dann erhalte ich sogar ein qualifiziertes Feedback und neue Impulse/Perspektiven.

        Mit „Lieblinge“ meinte ich Persönlichkeitstypen mit denen ich mich gut unterhalten kann. Das sind in erster Linie die drei Idealisten INFP, ENFP und ENFJ. Warum weiss ich auch nicht so genau, es entspricht aber meiner Lebenserfahrung. Meine Vermutung ist, dass wir die Intuition gemein haben und darüber ein Kommunikationskanal entsteht. Gerade die ersten beiden genannten sind relativ offen sich auf meine Gedanken einzulassen. Bei NT’lern scheint es mir schwieriger zu sein einen Zugang zu finden. Die sind häufig zu vertieft in ihren eigenen Themen unterwegs. Der insbes. weibliche ISFJ-Typ fasziniert mich, weil ich schon häufig damit zutun hatte (Familie, Freunde, Bekannte) und es sich um geradezu selbstlose Helfer handelt, wovon ich schon oft profitieren konnte.

        Gefällt 1 Person

        1. Und noch eine kurze Ergänzung zum Thema, dass INTPs sich gern helfen lassen (sicher auch für Sam interessant :-)). Der Hintergrund ist der, dass jeder Mensch bekanntlich verschiedene Phasen im Leben durchmacht (Beispiel: Pubertät). D.h. in MBTI übersetzt: in der Pubertät (ca. 12-18 Jahre) ist der Mensch in der 6. Funktion (Schatten > „Kampf-Funktion“). Diese Funktion ist dann ziemlich dominant und bestimmt dein Leben in dem Zeitraum deutlich. Wenn man das dann durchlebt hat und soweit ist die nächste Stufe zu nehmen, beginnt dann für einen selbst und auch für Andere sichtlich ein neuer Lebensabschnitt. Kann jeder bei sich nachreflektieren (Wems interessiert kann ich gern näher erklären). Jedenfalls vermute ich mal, dass du dich innerhalb deiner vorletzten Lebensphase befindest (ca. 26-55 Jahre) und somit in deiner 2. Funktion der extr. Intuition. Das bedeutet u.A. das du die Möglichkeiten (dein Leben zu vereinfachen) in der Umwelt suchst…und offensichtlich in ISFJ Frauen gefunden hast :-). Übrigens wird die erste Funktion erst richtig ab ca. 55 Jahre benutzt. Je nach Entwicklungstand sicher auch früher oder später (oder nie;-). Kenne einige INTPs der Öffentlichkeit bei denen das ist. Beispiel sind die mir hoch geschätzten Manfred Spitzer oder Wiglaf Droste. Beide haben erst ab Mitte 40 langsam den Mund aufgemacht um ihre Erkenntnisse zu verbreiten.

          Gefällt mir

          1. Ich halte nicht viel von den Theorien, die besagen, dass der Mensch zwischen Jahr X bis Y diese oder jene kognitive Funktion entwickelt. Ich habe bisher noch keine fundierte Argumentation gehört, die das irgendwie bestätigen kann, noch habe ich das selbst feststellen können. Das waren bisher nur Behauptungen, die sich für mich eher wie ein „hm, so könnte das sein, ich schreibe mal, dass es so ist, wird man mir schon glauben“ an.

            Gefällt mir

              1. Was hat das denn bitte mit „Selbstreflektion“ zu tun? Und nein, da muss kein Nobelpreisträger kommen und das vorkauen, sondern eine vernünftige und schlüssige Erklärung. Und dein Wikipediaartikel stellt auch nur das Ergebnis einer Rechnung, aber nicht die Rechnung an sich, also auch keine Begründung für das Ergebnis dar.
                Nur, weil sich etwas klug anhört, sollte man es nicht sofort glauben, sondern erstmal in Frage stellen und die Theorie, die dahinter stellt überprüfen.

                Gefällt mir

  14. Hier noch ein paar von mir gesammelte (ja auch negative) Eigenschaften des INTP (muss aber nicht alles stimmen): Temperament: Phlegmatic – Choleric / Amiable Driver / Relatig Director / Behind the scenes Typische Eigenschaften: loner, more interested in intellectual pursuits than relationships or family, wrestles with the meaninglessness of existence, likes esoteric things, disorganized, messy, likes science fiction, can be lonely, observer, private, can’t describe feelings easily, detached, likes solitude, not revealing, unemotional, rule breaker, avoidant, familiar with the darkside, skeptical, acts without consulting others, does not think they are weird but others do, socially uncomfortable, abrupt, fantasy prone, does not like happy people, appreciates strangeness, frequently loses things, acts without planning, guarded, not punctual, more likely to support marijuana legalization, not prone to compromise, hard to persuade, relies on mind more than on others, calm, logical, original, creative thinkers, can become very excited about theories and ideas, exceptionally capable and driven to turn theories into clear understandings, highly value knowledge, competence and logic, quiet and reserved, hard to get to know well, Individualistic, having no interest in leading or following others, I’s do not like being called upon to make their recommendation, Like the big picture but tire of hearing E’s talk and talk, I’s want time to process, rational, pensive, critical, isolated
    Asshole index (googeln) finde ich auch passend und witzig genauso wie mbti in horror movies!

    Gefällt 1 Person

  15. Die größte Schwäche des INTP – Untätigkeit.
    INTPs sehen die Welt objektiv, rational und kreativ – eine Mischung aus Wahrnehmungen, die fast keinem anderen Typ entspricht. Die INTP ist jedoch oft so beschäftigt, ihre Weltanschauung zu betrachten und neu zu justieren, dass sie vergessen, ihre Wahrnehmung auf reale Handlungen anzuwenden. Die Abneigung, auf ihre Gedanken und Ideen einzuwirken, ist der Kryptonit von INTP.

    Gefällt mir

    1. Das stimmt in vielerlei Hinsicht tatsächlich. Ich glaube, dass es relativ förderlich ist, wenn Introverten versuchen, etwas mehr wie ihre extrovertierten Pendants zu sein und vice versa. Ich muss endlich mal meine Gesellschaftsspiele fertig machen und Verlägen präsentieren…
      Achso und bitte, bitte – benutzt einen Namen, wenn ihr einen Kommentar verfasst, sonst kommt man bei den vielen „Anonymous“ durcheinander.

      Gefällt mir

  16. Ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstehe: Das läuft auf mein großes Leiden, die Prokrastination, hinaus? Ich halte das für die schlimmste Pein überhaupt und habe ich mich jetzt jahrelang gefragt wie ich das unter Kontrolle bringen kann. Vielleicht hast du dazu ja Erkenntnisse die du mit uns teilen kannst?

    Meine vorläufige Schlussfolgerung lautet: Es sind hauptsächlich Perceiver davon betroffen. Prokrastinierende Judger sind die Ausnahme. Die Fähigkeit nach außen hin gestalterisch aktiv zu werden, scheint nur mit einer extravertierten Bewertungsfunktion (Te oder Fe) möglich zu sein. D.h. bezogen auf INTPs, dass wir unser inferiores Fe trainieren müssen um der Prokrastination Herr zu werden.

    Es gibt von Tim Urban (vermutlich auch ein INTP) einen berühmten Tedx-Vortrag zum Thema „Inside the mind of a master procrastinator“ https://youtu.be/arj7oStGLkU Er kommt darin zu keiner generellen Lösung für das Problem, aber er beschreibt den Augenblick in dem es Klick macht und er es schafft die Prokrastination (zumindest kurzfristig) zu überwinden. Das ist nämlich der Augenblick in dem ihn die Angst vor den Konsequenzen des Nichtstuns übermannt und er so ins Handeln kommt. Nach meinem Dafürhalten ist das der Augenblick in dem das Fe die Kontrolle übernimmt.

    Gefällt mir

    1. Noch eine Ergänzung zu der Erklärung. Ich sehe einfach ein Zeitproblem und die Tatsache, dass man nicht ewig lebt (im echten Leben). Eine wichtige Funktion was das „Handeln“ betrifft ist auch das extr. Sensing. Das ist bei euch auf der 7. Funktion, also der unbewussten „Witzfunktion“. Ihr (INTP/INFP) müsstet lernen/akzeptieren, dass die Realität kein Witz ist. Es wird sich auch keine 2 oder 3. Dimension aufmachen in der ihr weiterlebt und auf Wiedergeburt zu hoffen sollte auch nicht die Option der Wahl für einen intuitiven Menschen sein. Der Punkt ist: ihr müsst entscheiden was ihr wollt. Auf der einen Seite z.B. das Leben in all seiner Vielfalt so vollständig wie möglich (real) zu erleben oder auf der Anderen Seite (überspitzt formuliert) euer ganzes Leben auf einen Punkt zu schauen während ihr über dieses oder (andere Leben) nachdenkt und euch vorstellt wie es sein könnte und vor allem wie es mal war.

      Gefällt 1 Person

    2. …eine Lösung könnte auch sein, sich den passenden Partner zu suchen. Nämlich einen, der deine Schwächen abdeckt und dir auch mal ordentlich einfeuern kann. Das könnte je nach Neigung und Gelegenheit ein ENFJ oder ENTJ sein.

      Gefällt mir

      1. Wirklich nicht. Beide fehlen immer noch. Normal geschriebene längere Texte als Antwort für Henry. Die Texte kamen vor den „Ergänzung“ Texten. Jetzt steht da nur der 2. Teil meiner Antwort an Henry, also nur das was mir als Ergänzung zum 1. Text später eingefallen ist….

        Gefällt mir

    1. Da jetzt schon der 3. Text fehlt, würde ich vorschlagen wenn du das Häkchen bei „Text freigeben“ raus nimmst…Ansonsten Glückwunsch, da dein subtiler Plan aufgegangen ist.

      Gefällt mir

      1. Ich habe keinen subtilen Plan, sondern einfach keine Texte von dir, die ich freischalten könnte. Wenn du mir nicht glaubst, dann habe ich wohl einfach Pech gehabt.
        Vorschlag 1: speicher sie einfach ab, dann kannst du sie erneut senden, Vorschlag 2: schreibe mir einfach direkt per Mail.
        Es kann auch sein, dass die Texte automatisch im Spam landen, wenn sie zu lang sind, wer weiß. Ich habe jedenfalls nichts gelöscht oder nicht freigeschaltet.

        Gefällt mir

  17. WordPress.com hat technische Probleme mit tief verschachtelten Kommentaren (sog. nested comments aka threads), also insbes. Antworten auf Antworten auf Antworten… Bei Seiten mit vielen und verschachtelten Kommentaren kann deshalb das Phänomen entstehen, dass Kommentare „verschwinden“. Solche Texte sind zwar in der Datenbank abgelegt, für den Admin aber leider nicht sichtbar. Die Lösung wäre ein technischer Bugfix seitens der Entwicklercommunity…

    Solange das aussteht, sollten wir besser auf komplexe Kommentar-Threadstrukturen verzichten und ein oder maximal zweistufig kommentieren. Ich vermute, dass Marcel versucht hat, zweimal auf einen Kommentar zu antworten um seine Antwort besser zu gliedern. Das ist möglicherweise zu komplex für WordPress.

    Gefällt 1 Person

  18. Naja OK, Schwamm drüber. Ist aber schon irgendwie dämlich sich immer wieder in dieser Wiederholungs-Schleife zu sehen. Das einzig Gute dabei ist, dass mir zum Thema wieder neue Ideen eingefallen sind.
    Mir war gar nicht bewusst, dass das eine Krankheit ist und einen Namen hat. Du solltest dich sicher nicht schlecht deswegen fühlen. Das ist eine ausgedachte Krankheit (wie viele Andere auch). Du entsprichst einfach nicht der Norm mit dieser Verhaltensweise. Ich als INFJ bin immer dafür den Kreis der Norm etwas mehr zu dehnen. Gut, ich möchte das auch nicht komplett verharmlosen. Ich glaube schon, dass es für Andere Leute anstrengend ist, so lange auf eine (oft wichtige) Handlung zu warten. Ich kenne diese quälenden Situationen auch und weiß, dass man sich irgendwie hilflos fühlt. Da keine Rückmeldung kommt, weiß nicht ob man nett gegenüber dem „Nichthandelnden“ bleiben soll oder hart durchgreifen muss oder irgendwas dazwischen. Meine Ni in Verbindung mit Fe sagt mir, dass das alles nur noch mehr blockiert und eigentlich nichts hilft (außer Geduld). Aber die meisten verstehen das nicht.
    Ich versuch mal die Situation anhand meines Halbwissens über die Funktionen zu erklären. Das Problem ist, dass alle extrovertierten Funktionen des INTP, also in der Außenwelt handelnden Funktionen, an ungünstigen Postionen liegen. Zum einen ist da Fe an 4.Stelle, die nur handelt wenn sie „Lust“ dazu hat (was nicht häufig ist). Und dann auch meistens nicht besonders geschickt, also oft auch das Gegenteil erreichend, was dem INTP auch bewusst ist und er es deshalb oft vermeidet. Noch schwieriger wird es sobald dann jemand von Außen von dir verlangt der sozialen Norm zu entsprechen. Dann wirst du vermutlich abblocken und weggehen.
    Die typische Handlungsfunktion Te ist an der unbewusste 5. (Backup)-Funktion, was eine hohe Qualität der Handlung verspricht (wenn sie denn mal eintritt). Das Eigenheit bei der Backup Funktion ist, dass sie z.B. nur im Notfall, also wenn sonst nichts mehr hilft, aktiviert wird.
    Dann gibt es noch das schon angesprochene wichtige Se an 7. („Lügen/Witz“)-Funktion, die das Zeitproblem nicht erkennt bzw. /nicht ernst nimmt.
    Ne wäre an einer guten Position, allerdings ist es keine Funktion die jeder versteht (vor allen Sensorische Menschen). Ich spekuliere mal, dass das dann maximal in so einer Art Pantomime endet ;-). Vielleicht hilft meine Funktionen-Erklärung mal ab und zu über deinen „Schatten“ zu springen.

    Gefällt mir

  19. Offensichtlicherweise ist natürlich die 1. Funktion Ti hauptsächlich „schuld“ an der oben angesprochenen Problematik. Ich kenns ja selbst, man bracht schon einfach einige Zeit um die Gedanken zu ordnen (wobei das beim INFJ wohl eher am Unvermögen liegt mit dem riesigen Ni klarzukommen ;-). Meine Beobachtung ist auch, dass der kleine Bruder ISTP ebenfalls manchmal seltsam passiv ist. Wobei bei dem Typ das Se doch sehr viel ausgleicht. Vielleicht muss man als INTP ab und zu mal bewusst Luft holen und mal aufschauen und überprüfen was in der realen Welt vor sich geht. Die 3. Funktion Si könnte vielleicht dabei durch stumpfes antrainieren noch helfen. Da könnte ich aber auch falsch liegen, weil ich mir diese (für mich inflationärste aller Funktionen) nur sehr rudimentär vorstellen kann.

    Gefällt mir

    1. Aus eigener Beobachtung beurteile ich das etwas anders: Mein Ti ist nicht sehr zeitintensiv, damit meine ich die Kontemplation also das Strukturieren eines internen -auf Logik basierenden in sich konsistenten- Ordnungsystems. Was aber sehr zeitintensiv und ausufernd ist, ist das Ne. Stundenlang kann ich mich in Themen vertiefen, fünf anspruchsvolle Bücher gleichzeitig lesen, dazu noch thematische Youtube-Videos schauen und einschlägige Webseitentexte recherchieren. Das macht mir einen Heidenspass, allein die Richtung kann ich nur schwer kontrollieren. Thematisch komme ich so „von Hölzchen auf Stöckchen“.

      Wenn ich dann einmal ein Thema von Grund auf, aus allen Seiten so beleuchtet habe, kommt mein Ti zum Zuge und konstruiert auf der Grundlage dieser Informationen einen konsistenten Lösungsraum (leider nicht eine spezifische Lösung, sondern die Metaebene darüber). Das ist dann sehr befriedigend, denn ich habe alles was es zu diesem Thema gibt verstanden und kann es in meinem internen Ordnungsystem zuordnen. Neue Infos die vom Lösungsraum bereits abgedeckt werden, langweilen mich dann nur noch. Leider ist bis dahin wahnsinnig viel Zeit vergangen und die eine spezifische Lösung immer noch nicht konkret ausgearbeitet…

      Der Vorteil von Se ist wohl, dass es fokussierter auf ein Objekt ist. Ein ISTP macht sinnliche Erfahrungen mit dem konkreten Objekt. Wohingegen der INTP sich nicht für ein Objekt bzw. eine spezifische Lösung interessiert, sondern für die darüberliegende Metaebene bzw. den Lösungsraum (In der Informatik würde man sagen: Die ganze „Klasse“ von möglichen Lösungen).

      Könnte ich mein Ne „vorübergehend ausschalten“, wäre wohl schon viel gewonnen. Denn mein Ti terminiert (beendet die Verarbeitung) in überschaubarer Zeit, mein Ne hingegen kommt ganz schnell in eine Art Endlosschleife. Dieses Phänomen der Endlosschleife wird als „Prokrastination“ bezeichnet. Das als Krankheitsbild zu qualifizieren halte ich ebenso für falsch wie du, aber das Phänomen existiert auf jeden Fall und es ist wirklich sehr unangenehm.

      Disclaimer: Ich bin kein ENTP. Meine Introversion ist evident und wurde bisher noch durch jeden Test bestätigt.

      Gefällt mir

  20. Vielen Dank für deine schlüssige Erklärung. Am besten kann es natürlich der INTP selbst beschreiben. Nachdem ich das ein wenig sacken lassen hab, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die beste Möglichkeit das Problem zu lösen ist, die Hilfe/Einfluss eines ENFJ in Anspruch zu nehmen. Ich denke das geht einfach am schnellsten. Anhand meiner Erfahrung und wenn man die Funktionen gegenüberstellt ist das ganz klar der beste Partner des INTP, auch wenn es um persönliche Weiterentwicklung geht. Damit würden sich auch etwaige analoge Schwierigkeiten des ENFJ (Logikprobleme, zu starker Fokus auf Emotionen) irgendwann nivellieren bzw. von selbst erledigen. Man hilft sich quasi aktiv gegenseitig. Die Childfunktion trifft auf die Parentfunktion und umgekehrt ebenso. Außerdem wird gegenseitig die Anima „stimuliert“ (ich weiß, klingt irgendwie versaut :-). Im unbewussten Schatten dann das gleiche Spiel. Das reibt, provoziert und stimuliert (im positiven Sinne) ganz ordentlich und wenn man es schafft zusammen zubleiben kann das gegenseitig fruchten. Nur zur Info: Gegenseitige Zerstörung würde zu häufiger Kontakt mit einem ESFP bzw. ISFP ergeben.
    Beim anderen sehr guten Partner dem ENTP würden sich die Funktionen auf einer Ebene spiegeln. Was zwar ein (theoretisch > vorausgesetzt ähnl. Erfahrungsstand/Kultur) absolut harmonisches Zusammenleben möglich macht, aber eben zu wenig positive Reibung bringt um aktiv die schwachen Funktionen qualitativ zu verbessern.
    Unabhängig davon bin ich überrascht, das deine Ne Funktion der „Übeltäter“ zu sein scheint. Analog dazu wäre es für mich aber auch einfacher mein Fe auszuschalten. Wenn ich es zu oft nutze, entstehen öfter soziale Konflikte welche mich sehr belasten (INFJ). Manchmal ist es besser nicht zu helfen oder zu nah an das (soziale) Feuer zu kommen. Ist aber leichter gesagt als getan. Auch wenns paradox klingt, hatte ich eigentlich immer die 1. Funktion als Schwäche gesehen. Schwäche, weil sie meistens (ausgenommen gegenüber dem eigenen Typ) eine zu hohe Messlatte für andere Typen legt. Aus meiner Erfahrung ist das eigene Ego eine zu hohe Belastung für die Anderen.

    Gefällt mir

  21. Aus meiner Erfahrung im beruflichen Umfeld kann ich die Affinität zu ENFJ-Persönlichkeiten bestätigen. Nicht unbedingt als mir ggü. übergeordnete (da gefällt mir der ENTJ besser), aber als gleichgestellte Kollegen auf jeden Fall. Beides (ENFJ/ENTJ) sind in meiner Karriere leider sehr seltene bewusste Begegnungen (2x/1x) gewesen.
    Im privaten Umfeld widerspricht mein Leben deinen Empfehlungen, denn ich lebe mit einer ISFP-Frau zusammen und mein bester Freund aus der Uni-Zeit (zu dem ich noch Kontakt habe) ist ein ESFP.

    Auch den ENTP mag ich sehr, ich bin damit aber schon oft auf die Nase gefallen, weil ich ENFP’s für ENTP’s gehalten habe. Daraus habe ich gelernt, dass nicht jeder der sich für Technik/Mathe/Informatik interessiert, auch gleich ein NT sein muss. Idealisten mischen in dem Umfeld sehr häufig mit und erbringen mitunter hervorragende Leistungen.

    Du bist also ein INFJ, der seltenste Typ von allen. Mir sind aber schon überproportional viele begegnet. Ich vermute das es da eine Anziehung zwischen Idealisten und Rationalisten gibt, die nicht ganz zufällig ist (Ich meine damit die besondere Funktion „Intuition“). Für mich ist der INFJ der dominanteste (weil dogmatischste) Typ unter den Introvertierten. Es spricht für dieses Blog, dass sich hier so viele besondere bzw. statistisch seltene Typen tummeln. Google machts möglich, so bin ich jedenfalls auch auf dieses Blog gestoßen…

    Kannst du mir noch erklären was du genau mit Parent- und Childfunktionen meinst? Ich habe mit Google nichts vernünftiges dazu gefunden und kann leider nur wild vermuten.

    Gefällt mir

    1. Zu der Theorie, zu wie viel Prozent welcher Typ vorhanden ist, können wir nur Annahmen anstellen. Zum einen halte ich persönlich die Tests, mit denen die Statistiken analysiert wurden, für fragwürdig. Bei meinem ersten MBTI-Test kam, soweit ich mich erinnern kann, INTJ heraus, was überhaupt nicht auf mich zutrifft und es wird nur auf die Tendenzen I/E, S/N, T/F und J/P eingegangen, nicht wirklich auf die Funktionen. Onlinetests sind da sowieso schwammig. Ich denke, man kann nicht sagen, welcher Typ der seltenste ist.

      Selbst, wenn die Tests, mittels derer die Statistiken aufgestellt wurden, zu 100% korrekt wären, können wir die Ergebnisse nicht 1:1 auf Deutschland übertragen, da die Tests meines Wissens nach nur in den Staaten durchgeführt worden sind. Unsere Kulturen unterscheiden sich zwar nicht so maßgeblich, aber es gibt trotzdem Unterschiede.

      Wenn überhaupt, dann würde ich sagen, dass es auffällig viele Menschen mit introvertiertem Empfinden an erster oder zweiter Stelle gibt und allgemein mehr Empfinder als Intuierer. Darüber hinaus halte ich Feststellungen, wie „es gibt 5% INTPs und 2% INFJs“ für unsinnig aus oben genannten Gründen.

      Gefällt mir

  22. Zur Verteilung der Typen würde ich Sam zustimmen. Man kanns nicht mit Sicherheit sagen. Vor allem weil sich seeehr viele Leute einfach falsch testen. Ich habs selbst oft miterlebt. Sie antworten so wie sie es gern hätten. So musste ich sehen, dass sich ein klarer ENFP als ISTJ getestet hat. Es ist wirklich unglaublich wie sich Leute selbst belügen. Die Fähigkeit zu Selbstreflexion geht vielen naturgemäß auch ab. Insofern sind die Tests wirklich schlecht. Sie fangen diese Fehlermöglichkeiten nicht ab. Das stört mich sehr, weil dann immer basierend auf den falschen Testergebnis argumentiert wird. Auch ist es sehr schwierig für erfahrene, ich nenns mal „MBTI-Typenerkenner“, kulturübergreifende Typen zu bestimmen. So unterscheidet sich ein brasilianischer ESFP z.B. extrem von einem deutschen ESFP. Bei den asiaten braucht man garnicht anfangen. Das sind für mich alles INFPs oder ISTJ. Da braucht es mehr Beobachtungszeit. Ich denk ja immer dass Ne-Typen das am besten könnten. Die seltenste Typ nach meinem subjektiven Empfinden sind ENTP und INFJ. Außer meine Sohn und mich kenne ich keine. Dominante Si-Typen sind richtigerweise die mit Abstand häufigsten (gefühlte 90% ;-).
    Die Ansicht was der beste Typ für einen ist, kann wirklich streitbar sein. Du bist mit einer ISFP-Frau (wahrscheinlich recht glücklich) zusammen. Ich erkläre mir das damit, dass INTPs sehr konfliktscheu sind und gern IxFP Typen daten und auch treu bei ihnen bleiben. Da ich viele INTPs kenne kann ich das bestätigen. Viele junge Leute gehen auch naturgemäß einfach nur nach der Optik. Ich war auch so. Jedenfalls glaube ich aber, wenn INTPs (theoretisch) die Konfliktscheue ablegen könnten, bessere Partner warten könnten. Dieses „bessere“ hab ich im anderen Text mit dem ENFJ beschrieben. Wenn ich wissenschaftliche Soziologie machen würde, würde ich mal so ein MBTI-Partner Experiment machen. Die Sozionik hats ja gemacht. Dort werden die Typen gegenübergestellt und unterschiedliche Beziehungen beschrieben. Ich und meine Frau haben das in MBTI übersetzt über 2 Jahre kritisch beobachtet. Wir stellen immer wieder fest, dass es hinhaut. Da gibt es dann so interessante Beziehungen wie die einseitige Sklave-Wohltäter-Beziehung, den Spiegel, Konflikt usw. Wenn man das durchschaut hat kann man dahinter auch eine Art Funktionen-Mathematik erkennen, die man auch gut begründen kann. Zur Erklärung der Funktionen kopiere ich einfach was aus meinen Aufzeichnungen rein. Was man da googlen muss weiß ich nicht mehr. Das hier war sehr augenöffenend: http://www.erictb.info/archetypes.html
    1. FUNKTION: Adult / Leading / Hero (selbstbewusst, Hauptalent, Ego-Schwerpunkt)
    2. FUNKTION: Good Parent / Overprotive (positiv, selbstbewusst, nur auf Andere gerichtet > sprechen / antworten, Mentor)
    3. FUNKTION: Child / Relief / Unsettling (positiv, anfällig, Spaß & Spiel oder faul & gelangweilt, auf Andere gerichtet > fragt)
    4. FUNKTION: Anima / Aspirational (positiv, verletzlich, Ego-fokussiert, braucht & gibt sich Hilfe, bringt Energie)“
    5. FUNKTION: Oppositing / Backup (negativ, selbstbewusst, Ego-fokussiert, Hassliebe)“
    6. FUNKTION: Witch / Old Men /Critical / Discovery(negativ, selbstbewusst,auf Andere gerichtet, paralysierent, gefangen,eingefroren, kritischer & sarkastischer Helfer)“
    7. FUNKTION: Trickster / Comedic (negativ, verletzlich (ausgleichend, rebelliert), auf Andere gerichtet,spielt vor, Geschlechtwechsel paradox, Konfus, zauberhaft)“
    8. FUNKTIONEN: Devilish / Demon(negativ, verletzlich (ausgleichend), Ego-Schwerpunkt,kann in Hölle o. Himmel leiten, kann uns & Andere zerstören)“
    4. und 5. Funktionen werden 1-dimensional genannt, d.h. Aspekte in diesen Funktionen sind schwach entwickelt, die Information wird sehr langsam und ineffizient verarbeitet und erzeugt. Als Folge hat es, dass diese Aspekte beim TIM die Information nicht in „Echtzeit“ verarbeiten können, die Benutzung ist sehr mühsam, und wird (besonderes bei der 4. Funktion) als sehr unangenehm empfunden. Da der Aspekt schlecht „trainierbar“ ist, d.h. Erfahrungen sich nur mühsam sammeln lassen, ist die Benutzung der eindimensionalen Funktionen meist mit viel inneren Unsicherheit verbunden.
    3. und 6. Funktionen werden 2-dimensional genannt. Die Information wird schneller verarbeitet, Erfahrungen sammeln sich gut an (man nennt die 3. Funktion daher auch „trainierbar“), der Mensch hat eine gewisse Vorstellung von Normen, wie es sein muss, und versucht diesen Normen zu entsprechen. Die Funktion ist aber zu schwach um Informationen nach dem entsprechen Aspekt in all ihrer Vielfalt wahrzunehmen.
    2. und 7. Funktionen werden 3-dimensional genannt. Ähnlich wie im 3-D-Raum wird die Information vollständig und adäquat empfunden, es werden so zu sagen Situationen als ganzes wahrgenommen. Der TIM kann Problemstellungen im Betreffenden Aspekt lösen und bedient sich des Aspektes im allgemeinen als eines flexieblen Instruments. Es werden Lösungen gefunden, die über Erfahrung und allgemeine Normen hinausgehen und die konkrete Situation optimal meistern.
    1. und 8. Funktionen werden letzendlich 4-dimensional genannt. Zur Dreidimmensionalität kommt die Fähigkeit zur Kreativität. Die Information wird unter verschiedenen Winkeln betrachtet, zur unterschiedlichen Zeit vorgestellt. Es können Synthese und Prognosen aufgestellt.

    ACHTUNG jetzt jetzt wirds richtig interessant > Was jede Funktion des INTP konkret kutz beschrieben bedeutet:
    1.Funktion: Ti (IxTP – Architekt / Mechaniker): Life must make technical sense to me.
    2.Funktion: Ne (INxP – Architekt / Heiler): Showing others alternative possibilities.
    3.Funktion: Si (INxP – Architekt / Heiler): Nostalgic enjoyment of memories, especially childhood.
    4.Funktion: „Fe (IxTP – Architekt / Mechaniker) might feel inferior in humane (personal) matters (including one’s standing in social groups). Appear insensitive or unfeeling and openly complain about FJ types.
    Strolling through a beautiful setting involving an atmosphere colored by other people; admiring technical things.“
    5.Funktion: Te (IxTP – Mechaniker / Architekt) Feel obstructed in or become stubborn about the way things are organized. Think that agreed upon logical rules are stupid and a waste of time. Spunky Te types might be sexy.
    6.Funktion: Ni (INxP – Architekt / Heiler) Feel negated in or become disgruntled about patterns and perceived significance of events (and what they appear to lead to). Interpret everything in terms of a „big picture“ in which the worst will happen, and blame those around them: I’M the authority on concepts and inferences. What you’re doing fits (implies, infers, etc.) a negative pattern I see, and I’m going to stand against it. [I feel the patterns are against me, and project it onto you].
    7.Funktion: Se (INxP – Heiler / Architekt) Might feel ‚double-bound‘ by tangible reality (physical things, etc), and then it seems to become the perfect vehicle to try to turn the tables on others with, or to be silly with. People performing rigorous stunts are clowns; people pointing out tangible reality that goes against the ego seem like „bullies“: •HA! Got you! You’re trying to bind me [I feel bound by tangible reality&project it onto you], so I’m going to bind you with tangible reality
    8.Funktion: Fi (IxTP – Architekt / Mechaniker) The personal factor in situations, or conscience might be a nagging, guilt-provoking issue we wish could go away. Might become very envious and resentful at people seen as morally self-contented, and want nothing more than to upseat and expose them. They come across as evil hypocrites wearing a „good guy“ mask. They then end up coming off as self-righteous themselves in trying to outdo these others. Also, self-destructive in expending time and energy passionately engaging in all-so-„important“ personal causes against these objects of envy: You’re trying to destroy my humanity to the core (internal), so I’m going to destroy yours! [I really want to self-destruct from my need for internal logical „sense“ and external personal validation being violated, and I project this onto you].

    Hier noch besten Partner des INTP in der ungefähren Reihenfolge:
    ENFJ Pädagogik
    ENTJ Spiegel
    INFJ Beratung
    INTJ Ergänzung
    ESTJ Eskapade
    ISTJ Kollege
    ISTP Doppelgänger
    ESTP Stammesangehörige
    INTP Eigene Identität
    ENTP Rivalität
    ESFJ Stresspersönlichkeit
    ISFJ Aktivierung
    INFP Falsche Ähnlichkeit
    ENFP Deaktivierung
    ISFP Rätsel
    ESFP Konfikt

    Gefällt mir

    1. Eben. Ich kenne zum Beispiel außer mir keinen INTP persönlich, dafür mehrere INFJs, mehr als ISTPs. Statistisch gesehen passt das nicht. Und mit wem wir zu tun haben, hängt auch nochmal von unserem eigenen Typ ab. Der Mechatroniker wird unter seinen Kollegen wahrscheinlich nicht viele INFPs finden. Darüber hinaus hat niemand von uns eine Autorität, tatsächlich mit 100%iger Gewissheit sagen zu können, wer welcher Typ ist. Ich sag’s nur ungern, aber die ganze Theorie mit den kognitiven Theorien bleibt eine Pseudowissenschaft, da nichts zu belegen und zu beweisen ist. Interessant bleibt sie und für den Einzelnen unter Umständen auch hilfreich. In jedem Fall ist es gut, zumindest zu versuchen, sich selbst und andere besser zu verstehen.

      Ich halte dieses „bester Partner“ Ranking übrigens für nicht praktikabel, da zu viele Variablen mitspielen. ENFJ und INTP können zB überhaupt nicht funktionieren, wenn einer von beiden seine unterdrückte Funktion nicht genug entwickelt hat. Und dass INTPs mit introvertierten Fühlern nicht gut könnten, ist genauso davon abhängig, wie reif die Partner sind. Ein INTP, der sich ernsthaft mit introvertiertem Fühlen auseinandersetzt, bzw. ein INFP, der dasselbe mit introvertiertem Denken tut, hat unter Umständen mehr davon, als mit FE (bzw. TE). Ich habe selbst auffällig viele engere Bekanntschaften und Freunde, die xFxP’s sind und meine Frau, eine INFP, hat mich in vielerlei Hinsicht auch positiv prägen können. Sicher, es gibt Kombinationen, die dürften große Herausforderungen darstellen, aber wenn man das absolut in ein Ranking stopft und damit vergleichsweise bestimmte Konstellationen von vorneherein verurteilt, dann zeugt das in meinen Augen nur von einem Mangel an Vorstellungskraft.

      Gefällt mir

      1. Wissenschaftlich oder nicht ist mir wirklich egal. Ich ziehe für mich ein Nutzen daraus. Es ist auch nicht so, dass ich nur das sehe was ich sehen will, wie bei Horoskopen usw. sondern stelle das durchaus kritisch auf dem (inneren) Prüfstand. Ich kann durch Beobachtung sehen, dass es funktioniert. Ich vermute stark, das man das System auch auf Tier oder sogar Pflanzen übertragen könnte. Sicherlich gibt es noch andere bessere Methoden, aber ich bin eben bei MBTI hängen geblieben (so wie du beim INFP;-). Davon abgesehen ist Beobachtung ebenfalls eine wissenschaftliche Methode (neben dem Versuch). Das jeder Typ den Anderen irgendwie beeinflusst ist gar keine Frage. Man kann es natürlich nicht beweisen, aber wie positiv wäre dein Leben verlaufen wenn du mit einem ENFJ oder ENTJ Partner mit ähnlichen Entwicklungsstand leben würdest? Deine Anmerkung zur Anima ist natürlich in gewisser weise richtig, aber bei urteilenden Typen ist es generell eine schwierige Frage, ob es überhaupt den idealen Partner gibt. Ich denke nur der ENTJ kommt dem zumindest am nächsten. Der ENFJ ist, denke ich, eine lohnende Herausforderung. Normalerweise wäre nach MBTI-Mathematik der ESTJ der beste Partner. Aber die Hürde von N zu S ist einfach viel zu groß. Bei wahrnehmenden Typen geht es wesentlich besser auf. Unabhängig davon gilt natürlich immer: wenn man zufrieden ist, ist alles gut. Mein Typ strebt halt immer nach dem Optimalen, deshalb beschäftige ich mich dem Thema „ideale Typ“. Mein Ranking kann man durchaus als Anhaltspunkt nehmen. Vor allem an den Spitzen. Durch verschiedenste zusätzliche Einflüsse verschiebt es sich natürlich. Ich bin selbst nicht mit dem optimalen Partner zusammen (was auch ok ist) und ich merke auch genau an welchen Funktionen es immer wieder knirscht. Um das zu erkennen, braucht man ein gewisses Level an Vorstellungskraft. Ich denke das musst du nicht in Frage stellen. Was hat der INFJ denn sonst außer der Fantasie?!

        Gefällt mir

      2. Das die Arbeiten von C.G. Jung und der darauf aufbauende MBTI in der akademischen Psychologiewissenschaft heutzutage nicht mehr so anerkannt sind, habe ich auch gelesen. Wobei mich da mal Bewertungen von akademischen Psychologen -die auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand sind- interessieren würden. Habt ihr dazu Quellen? Sicher scheint aber, dass die Funktionentheorie von Jung im menschlichen Gehirn so keine physische Entsprechung findet. Man hat in jüngerer Zeit menschliche Gehirne mit modernen Magnet Resonanz Tomographen (MRT) beobachtet und konnte dabei nicht feststellen, dass es sowas wie die kognitiven Funktionen von Jung gibt. D.h. Jungs Modell ist tatsächlich „nur“ ein metaphysisches Konstrukt und keineswegs ein phänomenologisches d.h. natwurwissenschaftliches Modell.

        Das finde ich aber gar nicht so tragisch, denn letztendlich betreiben wir INTPs ständig Metaphysik! Das ist ja gerade unsere besondere Denkmethode (Ti). Kein Mensch denkt mit seinem Gehirn so wie es die wissenschaftliche Methode vorsieht, auch kein Wissenschaftler betreibt auf diese Art und Weise seine persönlichen Kognitionsprozesse. Genau hier erreichen wir die Grenzen unserer eigenen Rationalität. Denn keiner von euch kann mir erzählen, dass er jede seiner so gefundenen Überzeugungen regelmäßig mit der wissenschaftlichen Methode validiert.

        Jung stand in den 1930ern noch kein MRT zur Verfügung und so musste er metaphysische Elemente in seiner Theorie einsetzen. Die für mich auch heute noch viel interessantere Frage -hingestellt ob nun wissenschaftlich anerkannt oder nicht anerkannt- ist die des praktischen Nutzens der Theorie von Jung. Hier haben mich zwei Dinge geflashed:
        Zum einen das mir zum ersten mal bewusst gemacht wurde wie ich als INTP denke und das das keineswegs der „normale Weg“ ist zu denken. Zum anderen konnte ich bei ISFJ-Personen beobachten -wie diese geradezu wie Computerprogramme- immer die gleichen Verhaltensweisen an den Tag legen. Dieses Verhalten erscheint mir aus meiner subjektiven INTP-Perspektive unvorteilhaft bzw. nicht nachvollziehbar, ist aber trotzdem immer wieder beobachtbar.

        Gefällt 1 Person

        1. Ich finde es erstaunlich was dieser Mann (Jung) für eine starke Beobachtungsgabe gehabt haben muss. Vielleicht war es auch einer seiner Studenten und er hat sich dann einfach die Lorbeeren umgehängt… Ich glaube sowieso, dass das die Regel in der Wissenschaft ist. Ich habe bei den MBTI Typen, wie schon gesagt, den Eindruck, dass es eine deutlichen praktischen nutzen hat. Allein der Toleranzgewinn und wie du schon sagst, die Erkenntnis wie man selbst tickt, ist schon Gold wert. Man kann aber auch noch tiefer gehen und noch mehr damit erklären. Zusätzlich hab ich aber das Gefühl, dass noch eine wichtige Eigenschaft fehlt. Vielleicht der Antrieb. Auch hab ich den Eindruck, dass es innerhalb der einzelnen Typen noch Untertypen und eine Gaußsche Verteilung gibt. Die wissenschaftliche Alternative ist wohl Big 5. Für mich mit 0 praktischen wert. Allein das hier Introversion irgendwie als Nachteil dargestellt wird, hat dann schon ausgereicht um mein Interesse darüber erlöschen zu lassen. Da ich aber fachlich aus der komplett gegenteiligen Richtung komme, kann ich nichts werter dazu sagen. Manchmal denke das MBTI oder eine vereinfachte Version davon als Schulfach bzw. Schulthema keine schlechte Sache wäre. Vielleicht ist es aber nicht (politisch?) gewollt. Oder einfach nicht massentauglich genug. Wer weiß…
          Das sich sensorische Menschen (und ja, auch einige unterentwickelte Intuitive) zusammenfassend wie eine Schafherde mit vereinzelten Alphawölfen verhalten, und wenn man sie lässt, über kurz oder lang mafiöse Strukturen entwickeln, werde ich nicht Müde zu wiederholen. Auch wenn es der liebe Sam wahrscheinlich nicht so gern hört, kann man deren Verhaltensweise darauf reduzieren. Mehrfache wiederholte (und auch schmerzhafte) Beobachtung darüber, haben mich in dieser Überzeugung bestärkt.

          Gefällt mir

          1. Ich gehe davon aus, dass Jung nichts von seinen Studenten geklaut hat. Er hat die Theorie der kognitiven Funktionen aufgestellt, indem er seine geisteskranken Patienten beobachtet hat, da dürften Studenten, wenn überhaupt, nur zu Hospitationszwecken anwesend gewesen sein. Tatsächlich ist Jung eher auf die negativen Eigenschaften der 4, bzw 8 Funktionen eingegangen, die ganzen positiven Elemente kamen erst durch Myers und Briggs, die beide keine Psychologinnen waren und Jungs Werk eigentlich nur interpretiert haben. Sie haben es dadurch jedoch massentauglicher gemacht und später kamen mehr oder weniger qualifizierte „Fachleute“ wie Keirsey und Beebe, die dann ebenfalls ihren Senf zu dem Thema beigetragen haben.

            Bevor ich jetzt allerdings zu negativ klinge (eigentlich sollte ich mich gar nicht rechtfertigen müssen, immerhin widme ich den Großteil des Blogs diesem Thema und habe ja seitenweise Artikel über den Nutzen vom MBTI geschrieben) – was den praktischen Teil angeht, sehe ich das genau so, wie ihr beide.
            Mir persönlich hat diese Theorie enorm geholfen, insbesondere meine unterdrückte Funktion zu schätzen zu lernen, auszubauen und damit mir damit privat, aber vor allem auch beruflich (als Pädagoge ist FE irgendwie schon wichtig) selbst zu helfen. Ich halte sie persönlich auch für verblüffend präzise und bin der festen Überzeugung davon, dass sie nicht nur in der Theorie Sinn macht, sondern auch in der Realität.

            Trotzdem – Persönlichkeitstests jeder Art, und da schließe ich auch den „Big 5“ Test ein, den ich vergleichsweise, wie du, für Schwachsinn halte, müssten viel aufwändiger sein, um tatsächlich als Wissenschaft zu gelten. Im Sinne davon, dass es allgemein (TE) bewiesen ist und nicht nur eine Theorie bleibt. Aber dafür bräuchte man zum einen einen Testbogen, dessen Fragen nicht simpel mit einem Schieberegler, oder schlimmer, mit „Ja/Nein“ zu beantworten ist, sondern mit selbst formulierten Antworten und zum anderen auch qualifizierte Leute, die sich mit dem Thema auskennen. Und damit die Statistik stimmt, müsste der Test eigentlich schon obligatorisch sein, denn sonst werden bestimmte Persönlichkeitstypen, die für so etwas eher weniger zu haben sind, nicht repräsentativ in der Auswertung vertreten sein.
            Und selbst dann – ich habe ja schon viele Leute, die mir meinen Fragebogen ausgefüllt und zugeschickt haben, ausgewertet – es würde mich ja sehr interessieren, ob ihr beide beispielsweise immer auf das gleiche Ergebnis wie ich kommen würdet.

            Ich glaube, was deine Beobachtung bzgl. Sensoriker angeht, verstehst du meine Haltung falsch. Ja, ich nehme Sensoriker gewisserweise in Schutz, aber ich habe ohnehin ein relativ pessimistisches Menschenbild, dass ich eher sage: „Intuierer sind oftmals auch nicht besser.“
            INTPs haben oftmals tolle Konzepte, aber sind zu sehr von Zweifel zerfressen, um tatsächlich der Gesellschaft von Nutzen zu sein. Wenn der INTP einen Monat lang an guten Ideen tüftelt, wie man veraltete Arbeitsstrukturen verbessern könnte, aber nicht zu Potte kommt und am Ende alles wieder verwirft, war zu guter Letzt der ESTJ nützlicher, der einfach mit den alten Strukturen Ergebnisse durch Routinearbeit erzielt hat.
            Viele ENTJs (aus meiner Erfahrung) sind vielleicht clever und wissen, wie man Geschäfte zum laufen bekommt, aber bereichern damit ausschließlich sich selbst und ihre Familien – ich bin mir sicher, dass die „Alphawölfe“ mit ihren „mafiösen Strukturen“, denen die „Sensoriker-Schafe“ hinterherlaufen hauptsächlich xNxJ’s sind.

            Gefällt mir

            1. Das mit Jung war natürlich nur eine gewagte Vermutung meinerseits. Danke für die aufklärende Antwort. Ich hab mich 3 mal als INFJ getestet, falls du das wissen wolltest? Zum Thema Alphawölfe und ENTJ muss ich aber noch was sagen. Ich habe kürzlich einen ENTJ kennengelernt, der mich stark an einen sehr guten Kumpel aus früheren Zeiten erinnert. Da kamen richtig nostalgische Erinnerungen hoch. Leider ist der Kontakt abgebrochen. Jedenfalls hab ich denjenigen aus der Erinnerung immer falsch als INTP identifiziert. Auf jeden Fall ist mir rückblickend aufgefallen, dass ENTJs gar nicht so aggressiv sind wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Eigentlich sehr humorvoll, mild und sehr höflich. Ich stimme aber zu, dass sie sich in erster Linie für sich selbst und ihre Familie interessieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der größte Unterschied zum ESTJ ihr echtes Selbstbewusstsein ist. Außerdem interessieren sie sich nicht für sinnlose Details. Das fiel mir richtig stark auf. Der ESTJ wird, ähnlich dem ESFJ, unsicher wenn er nicht genügend Führsprecher (ich sag immer Speichellecker) um sich versammelt hat. Dabei geht es nur um Quantität. Sie müssen einfach da sein und gelegentlich über seinen groben Scherze (ich würde sagen Gemeinheiten) lachen und bei ihren gelegentlichen Dummheiten die Drecksarbeit zu machen. Das alles erinnert mich einfach sehr an Mafia-Cliches. Immer nach dem Motto, wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Sie haben irgendwie den natürlichen Drang immer der Alfawolf zu sein. Primitives Beispiel: „der erste Parklatz gehört mir!“. Der ENTJ ist meistens mit natürlicher Autorität gesegnet und hat mit Sicherheit nicht nötig diese mit Angst zu erzwingen. Außerdem hat er wesentlich mehr Stil. Ich weiß zwar das meine Einschätzung zum ESTJ sehr abwertend rüberkommt, aber es ist wirklich nur als mehrfach beobachtete Zustandsbeschreibung zu sehen. Ich vermute sogar, dass sie meine Beschreibung auch als treffend bewerten würden. Dazu passt auch, dass der angesprochene ESTJ es zu meiner Überraschung sogar als Kompliment aufgefasst hat, als ich ihn einmal als „Arschloch“ betitelte. Ich war dann aber auch schnell der „Leckarsch“…Ein Irrglaube ist auch, dass der ESTJ gern selbst mit anpackt. Wenn dann nur auf Ansage des eigenen Herrchens. Kranke ESTPs haben auch definitiv etwas typisch Psychopathisches an sich. Was sie sehr gut können ist auffällig dirigieren und organisieren. Sie stehen für das was man in der Gesellschaft so häufig sieht: nach oben lecken, nach unten treten. Der Schäferhund ist wirklich ein sehr passendes Wappentier für diesen „freundlichen“ Typ.

              Gefällt mir

              1. Es ging mir nicht darum, was du für dich selbst für eine Auswertung bekommen hast, sondern wie du die Personen ausgewertet hättest, die mir den Fragebogen meines Blogs ausgefüllt haben, der meines Erachtens nach ein präziseres Ergebnis gibt, als die unpersönlichen und verallgemeinernden Online-Tests. Ich wollte damit nur in den Raum werfen: selbst, wenn die ganze Menschheit einen individuell beantwortbaren MBTI-Fragebogen ausfüllt, dessen Antworten sehr viel aufschlussreicher sind, die Leute, die ihn auswerten, kämen unter Umständen zu verschiedenen Ergebnissen.

                Was ENTJs angeht, ich kenne zwei ENTJs etwas besser und zumindest einen der beiden finde ich auch sympathisch, und verbringe auch regelmäßig und gerne Zeit mit ihm. Aber „mafiöse Strukturen“ sind für mich nicht „das Lachen über dumme Witze, weil’s alle machen“ (da wird wahrscheinlich dein FE getriggert), sondern tatsächliche Korruption, in dem Sinne, dass man sich auf Kosten anderer in die eigene Tasche wirtschaftet. Man kann freundlich und höflich wirken, es in einer gewissen Hinsicht sogar auch sein, aber trotzdem ein skrupelloser Egoist. Dass man intelligent, einfallsreich, mit „natürlicher Autorität“ gesegnet und humorvoll ist, bedeutet nicht, dass man nicht die Gesellschaft in schlechte Bahnen lenken kann und ich denke, das machen viele Intuitive Typen. Nicht alle, ich will auch nicht mal sagen, die Mehrheit, aber um es deduktiv auszudrücken: unter den Personen, welche sich in Positionen befinden, etwas zum Besseren zu ändern, es aber nicht tun (oftmals aus Selbstsucht), sind vermutlich mehr Intuitive als Sensoriker. Alleine mal, dass Politiker meist Akademiker sind und unter Akademikern ein bemerkenswerter Großteil zu den Intuierern zählt. Und bevor der Eindruck entsteht, ich will Sensoriker als Engelchen hinstellen: nein. Natürlich nicht. Sie wählen ja dann auch selbst die entsprechenden Personen. Es gehören beide Gruppen dazu. Eine Hand wäscht die andere. Und wenn wir uns über die Gesellschaft aufregen wollen, dann wäre (!) – keine Unterstellung hier – es Augenwischerei, wenn wir sagen würden: „die Juden sind schuld / die Konzerne sind schuld / die Politiker sind Schuld / die Intuierer sind schuld / die Sensoriker sind schuld“.

                In jeder Gruppe befinden sich Idioten und wenn du eben mehr S-Arschlöcher als N-Arschlöcher kennst, dann liegt das vielleicht auch daran, dass es mehr S-Menschen gibt. Nur mal so ein Gedanke.

                Gefällt mir

                1. Ganz sicher gäbe es realistischer Ergebnisse mit dem Fragebogen. Aber wer hat die Zeit dafür? Mit Test + Fragebogen + Interview und letztendlich Beobachtung in Freier Wildbahn + evtl. noch 2 anderen Meinungen könnte man sicher mind. 90-100% schaffen. Oder man hat einen sehr erfahrenen Tester.
                  Und ja, du hast recht. Gemeinheiten triggert mein Fe. Das Problem ist aber nicht, dass die Witze geschmacklos sind, sondern dass sie ernst gemeint sind. Sicherlich mutiert jeder mal unvermeidlicherweise zum Arschloch. Das ist dann aber eher die Ausnahme. Beim ESTJ (und auch ENTJ) ist es aufgrund der Stellung der Funktionen die Regel. Diese Leute verabscheuen anderer Leute Gefühle und das letzte was sie möchten, ist aus freien Stücken und ohne Gegenleistung anderen Menschen zu helfen. Auch nicht eigenen Familienmitglieder (eigene Erfahrung da Schwester und Vater > ESTJ). Dieser Typ ist neben dem ESTP („das freundliche Arschloch“) das typische „klassische Arschloch“. Und wenn sie es nicht so offensichtlich sind, dann nur weil seine evtl. Fe-beeinflusste Umgebung ihm eingetrichtert (Si) hat, dass sich sowas „nicht gehört“. „Mafia“ war mehr im Sinne von Beschaffungskriminalität gemeint. Ein sehr gutes Beispiel sind die Gangsterbanden in Western-Filmen, die ich im übrigen für teilweise sehr realistisch halte. ENTJs sind natürlich auch skrupellos was das erreichen ihrer Ziele angeht. Das ist dann wirklich die (Finanz)mafia. Wenn der ESTJ seine Schweinereien in der heutigen Zeit weitgehend im Rahmen der bestehenden Gesetze treibt, sind Gesetze und Regeln für den ENTJ nur kleine Stolpersteine, die umgangen werden müssen um Erfolg zu haben. Ich würde sogar soweit gehen, dass manche (Steuer)-Gesetze von und für ENTJ gemacht wurden sind…Insgesamt stimme ich deiner differenzierten Beschreibung aber zu. Und es ist natürlich klar, dass je nach Typ immer der Rashomon-Effekt eintritt. Alles ist relativ. Wenn man weiß wie unterschiedlich die Kommunikation der einzelnen Typen ist, ist es eigentlich ein Wunder, dass die Menschheit sich nicht permanent die Köpfe einschlägt. Vielleicht funktioniert es nur deshalb, weil viele einfach nur das hören was ins eigene Denkschema passt und der Rest ausgefiltert wird. Man kann natürlich nicht einer Gruppe allein die Schuld für alles geben. Und selbst wenn man, einfach gesagt, den Bösewicht entfernt, schädigt man direkt oder indirekt wieder anderen Leuten. Außerdem wächst der Hydra immer wieder ein Kopf nach. Wo wir bei den Politikern wären. Was mir auffällt ist, dass es sehr viele Politiker ENFJ sind. Vor allem bei den den Grünen+Schulz,Spahn, Lammert. ENTJ: (FDP > Lindner, Kubicki, Strauß), ENFP (Gisi, Lafontain, Seehofer, Gabriel, J.Fischer). INTJ (Wagenknecht, evtl. auch die Kipping, H. Schmidt). Der unvermeidliche ISTJ (Merkel, Schäuble, Kohl, Steinmeier), ESTJ (zu Gutenberg, v.d.Leyen (interessanterweise beides „Verteidigungs-„Minister), Weidel (Finanz-Marionette),Kauder). Und auch INTP (H.Maas, S.Keller). Und ich glaube, dass es egal ist wen man dahin wählt. Die wichtigen Entscheidungen werden fast ausnahmslos gegen das Volk getroffen. Um das zu begründen würde der Platz nicht ausreichen 😉 Hier ging es auch ursprünglich um den INTP…ich verstehe gar nicht wie wir so vom Thema abgekommen sind.

                  Gefällt mir

                  1. Hallo Marcel, was mich an deinen Aussagen wundert, dass du die MBTI-Typen moralisch „qualifizierst“. ESTP („das freundliche Arschloch“) usw. Bisher habe ich den MBTI so verstanden, dass die Typisierungen frei von moralischer Wertung sind. D.h. jeder Typ kann sowohl gut als auch böse sein. Es gibt keine generell „guten“ oder generell „bösen“ Typen im MBTI… So mein bisheriges Verständnis.

                    Daher meine Frage: Beziehst du diese moralischen Wertungen auf ganze Typen oder auf Teilmengen innerhalb eines Typs? Bei ersterem hätte ich gerne eine Begründung, da ich dem sonst gedanklich nicht folgen kann. Bei letzterem könnte ich dir folgen, denn es gibt nach meiner Wahrnehmung typspezifische Ausprägungen von „gut“ und „böse“. Ein ESFP ist auf eine andere (charakteristische) Art und Weise „böse“ als ein INFJ. Und beide könnten aber auch genauso „gut“ sein. Letztendlich ist die Qualifizierung nach „gut“ und „böse“ eine Frage der Perspektive.
                    Der Perspektive des Beobachters, der des Akteurs und der Kombination daraus.

                    Zwei Beispiele aus meiner Lebenserfahrung: Ein ESFP als Führungskraft war gegenüber seinen Mitarbeitern eine Katastrophe, weil er Kunden gerne das blaue vom Himmel versprach ohne dabei eine Sekunde
                    mit Gedanken an die Realisierbarkeit zu verschwenden. Aus der Kundenperspektive ist so jemand natürlich herzallerliebst. Ein INFJ in derselben Rolle, spielte gegenüber den Kunden eher defensiv wohlwollend. Dominierte intern aber das ganze Mitarbeiterteam mit seinen idealtypischen (nur leider weltfremden) Vorstellungen wie die Arbeit zu gestalten sei. Solche Teams performen (im besten Fall) dann nur auf der Grundlage eines Eiertanzes, bei dem positive Ergebnisse, nur durch im Widerspruch zur Außendarstellung stehenden Aktivitäten, möglich sind.

                    Beides Beispiele für aus der Mitarbeiterperspektive „böse“ Persönlichkeiten, die ihre Rolle aber völlig unterschiedlich ausgefüllt haben. Theoretisch hätten beide Persönlichkeiten ihre Rolle aber auch „gut“ ausfüllen können. Der ESFP hätte sich auf eine unverbindlichere positive Außendarstellung -und damit einhergehend weniger belastende Kundenanforderungen- konzentrieren können. Der INFJ hätte sich auf die Förderung der Mitarbeiterkultur und weniger auf Arbeitsdetails konzentrieren können. Beide hätten vorher jemanden der sich mit den Details wirklich auskennt, konsultieren können. Ich nenne hier mal exemplarisch einen INTP 😉

                    An den Beispielen merkt man, dass jeder Typ es potentiell in der Hand hat, seine Stärken auszuspielen und sich bei seinen Schwächen von anderen Typen komplementär unterstützen zu lassen.

                    Gefällt 1 Person

                    1. “ frei von moralischer Wertung..“ Aus meiner INFJ Sicht sind es Arschlöcher. Und aus deren Sicht bin ich ein weinerlicher Sonderling der wahrscheinlich auf Droge ist (oder so). Wenn du alle Menschen gleich neutral siehst (Roboter?) dann freu dich. Mir gelingt es nicht. Aufgrund der unterschiedlichen Funktionen-Konstellationen der einzelnen Typen einem Typ gegenüber, ist es nun mal so, dass man manche Typen sehr, manche gut manche neutral, manche schlecht und manche sehr schlecht mag. Und das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit. Ich kann aber verstehen das INTPs Schwierigkeiten mit dem verstehen von Menschlichen Beziehungen haben. Da bin ich sehr Tolerant ;-). Andersherum bin ich auch dankbar, wenn der INTP mir erklärt warum meine Argumentation nicht frei von Logiklöchern ist. Meine INTJ Frau mag ich z.B. „gut“;-). Wir sind Doppelgänger. Dh. in dem speziellen Fall, dass das Ego gleich ist, was super ist, da wir meistens die gleichen Gedanken entwickeln und zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Wir hassen auch die gleichen Dinge, wie sinnlose Details/Arbeit, Traditionen usw. also Si. Was schlecht ist, dass sich unsere Komunikations-Funktionen (2,3,6,7.) irgendwie gegenseitig beißen. Das stört schon, aber wir haben uns arrangiert. Bei Typen bei denen die Funktionen zu meinen komplett konträr stehen, wird es bei intensiven Kontakt nicht lange dauern, bis man sich gegenseitig hasst. Und bei einen sehr guten Partner stehen sich die Funktionen ergänzend gegenüber, was bedeutet, dass man den Anderen einfach nicht böse sein kann und eigentlich alles sehr befriedigend und im besten Fall (für N-Typen) sehr inspirierend ist. Man sieht es doch täglich im echten Leben (sofern man daran teilnimmt…). Ob man religiöse Begriffe wie „gut“ oder „böse“ benutzt oder sagt, dass einem eine andere Person in seiner Entwicklung hilft oder behindert ist echt Jacke wie Hose. Da muss man sich nicht dran aufgeilen. Und natürlich rede ich aus meiner subjektiven Sicht. Objektiv ist die Natur im Gleichgewicht. Das muss man doch auch nicht erklären.
                      Ich arbeite z.B. beim Bau und bin untypisch für meinen Typ sogar Meister bzw. St. gepr. Techniker. Und ich denke, das ich die Arbeit gut mache bzw. organisiere. Im Gegensatz zu meinen sensorischen Arbeitskollegen habe ich den Vorteil die Arbeit schon am Schreibtisch durchdenken. Leider glaubt mir das keiner und ich werde zu sinnlosen, zeitfressenden Außenterminen gezwungen. Naturgemäß habe ich die Gewissheit hier nicht alle meine Stärken ausspielen zu können. Nicht auszudenken, wenn ich einen menschenbezogenen Beruf ergriffen hätte… In (Bau)Technischen Berufen dominiert nun mal extr. Denken. Intr. Denkende und auch noch auf niedriger Position, werden nicht ernst genommen bzw. gehört. Das sind so meine Problemchen im Arbeitsleben. Keine Ahnung warum das bei euch schief gegangen ist. Es muss ja auch die Chance gegeben werden, aus Fehlern zu lernen. Wenn ein INFJ (und jeder andere Typ auch) nur wenig Lebens- und Arbeitserfahrung hat, gehts hat meistens schief. Idealerweise und nicht nur im Bau ist es so, das Ni Typen aufgrund des „Big Picture“ die Arbeit planen sollten und diese an Ne-Typen weitergeben. Ne-Typen übersetzen/verkaufen diese groben Aufgaben dann an Se-Typen, die dann wiederum das Mikromanagement übernehmen und die letztendlich Detailorientierten Arbeiten an Se weitergeben. Wie man aber in der Realität hat mich niemand zu dem Thema gefragt. Statdessen wurde da ein, ich sag mal, Erbsenzähler hoch gespült, der einfach kein Talent zum organisieren hat, was sich dann natürlich auf die weitere Arbeit auswirkt. Typischerweise sind dann in der Personalabteilung ebensolche Menschen angestellt, welche dann (von ihnen unterschätze/unverstandene) N-Typen auf völlig unpassende Positionen setzen. Das ist einfach alles zum Haare raufen….

                      Gefällt mir

                    2. Es ist auch ein Irrglaube, dass jeder MBTI-Typ eine bestimmte Funktion soweit verbessern kann, dass diese qualitativ sogar über derer eines Typs steht, der diese Funktion im Ego hat. Das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn dabei wird die Bedeutung der Position der Funktion vergessen. Beispiel: nehmen wir mal den unwahrscheinlichen Fall, dass ein ESTJ seine Ne Funktion soweit verbessert hat, dass sie qualitativ über der eines unterentwickelten INTJ steht (was übrigens schwierig wird, da die Funktion beim ESTJ im unbewussten Schatten liegt…). Dann ist es zwar tatsächlich so, dass die Funktion besser entwickelt ist, aber sie wandert dann nicht automatisch nach oben ins Ego. Da die Funktionenstruktur starr ist, bleibt sie immer noch an der 7. Stelle (Trickster/Lüge/Witz-Funktion) stehen. Man kann also keine Ente in ein Meerschweinchen verwandeln. Der ESTJ wird eben nicht bessere INTJ-Entscheidungen treffen. Die 7.Stelle bedeutet etwas anderes als die 1. Stelle. Er wird nur bessere Lügengeschichten ausdenken können. Das wars. Außerdem ist es so, dass dann die Ego-Funktion unterfordert ist und nach Benutzung schreit. Das kann auch nicht gesund sein.
                      Und falls sich jemand fragt warum ich scheinbar ein Problem mit SJ habe, dann liegt das in meinem speziellen Fall nicht daran, dass ich den Typ an sich nicht mag, sondern die oftmals falsche Rolle als Führungsperson im Job. Ich rede hier nicht vom Bäckereifachbetrieb oder der Post usw.. In diesen Bereichen bin ich froh über gleichbleibende gute SJ-Qualität. Ich rede von größeren Organisationen. Ich hatte es schon im oberen Text angedeutet, dass in einer idealen Organisation INxJ-Typen an der Spitze eine grob skizzierte Vision liefern sollten, evtl in Verbindung mit Ne-domin. Typen um aus einen größeren Pool an Ideen auswählen zu können. Diese Ideen werden dann von NTPs detaillierter ausgearbeitet und an das Micromanagement weitergegenen und dann in all seinen (wichtigen) Details durch SJ oder SPs ausgeführt. Ich bin überzeugt, dass nur so ist eine gesunde Arbeitsteilung und effiziente Bearbeitung möglich ist. Jeder kann so seine Stärken mit einbringen und im Endeffekt zufriedener sein. Wenn man sich die ungefähre Verteilung aller MBTI Typen sieht, kann man durchaus auch eine Pyramidenform ableiten. In der Natur gibt es auch weniger Löwen als Antilopen. Was ich leider in der Realität oft beobachten muss ist, dass die Pyramide auf den Kopf gestellt wird. Es tut wirklich weh zu sehen wie ein ISTJ-Schildkröten-Chef sich quälend langsam, ja zeitlupenartig in irgend eine Richtung bewegt, die nur zufällig richtig sein kann, um dann Schrittchen für Schrittchen jedes Detail abzuarbeiten und weil der Arsch den Kopf nicht sieht, zwingt er einem N-Typ diese Arbeitsweise auch noch auf. Dabei tut man dem ISTJ auch keinen Gefallen mit der Übertragung dieser Führungs-Arbeiten. Und der N-Typ ist ebenfalls unzufrieden.
                      Um mal den INTP-Bezug wiederherzustellen, ist mir auch klar geworden warum die Kommunikation INTP zu INFJ so kompliziert ist. Der INFJ (oder INTJ) kommuniziert seine schnell aufploppenden Ideen meistens nur in groben Skizzen. Es muss schnell gehen, denn dieser Typ hast es wenn gute Ideen verloren gehen. In den Diskussionen hier mit Sam ist mir klar geworden, dass der INTP immer eine sehr gute bis perfekt ausformulierte Erklärung benötigen um eine Sache zu verstehen. Also, wenn ein INTP mal eine eigene Idee beschreibt, dann ist es wie ein detailreiches Ölgemälde, was alle Eventualitäten ausleuchtet. Ich finde das auch super. Aber Aufgrund der flüchtigen, blitzartigen Eigenschaft von Ni hat man als dieser Typ einfach kein Zeit für diese Details. Ich erkläre das in der Hoffnung, dass sich der INTP darüber bewusst wird und sich auch mal die Mühe macht auf die rohe, symbolische Form zu Kommunikation eingeht und nicht so oft auf die unausformulierte Details eingeht.

                      Gefällt mir

                  2. Jetzt verstehe ich deine Sichtweise: Du berücksichtigst allein deine subjektive Perspektive. Das ist nach Nützlichkeitsusancen betrachtet völlig legitim, da es sich um deine individuell relevante Handlungsperspektive handelt. D.h. zur kurzfristigen Interaktion mit anderen Menschen ist das die adäquate Perspektive.
                    Aber aus meiner INTP-Sicht ist die neutrale Vogelperspektive ebenfalls interessant. So kann man über den eigenen Handlungsfokus hinausschauen und das „Big Picture“ betrachten. D.h. zum Verständnis eines anderen Menschen ist das die adäquate Perspektive. Idealerweise kommt beides zusammen, denn du betrügst dich sonst um langfristig sinnvollere Handlungsoptionen.

                    Ein Beispiel aus meiner Berufspraxis: Ich erlebe es immer wieder, wie das Verhalten des Kunden („Das Feature XY funktioniert nicht!) von meinen Kollegen als bösartig („Das stimmt doch gar nicht, wir haben das doch extra getestet. Die wollen uns nur schikanieren!“) begriffen wird. Dabei handelt es sich lediglich um Hilfeschreie („Wie sollen wir eure Software benutzen? – Die Anleitung ist zu technisch“) in Kombination mit Mißverständnissen
                    („Die Programmierer lassen uns alleine mit dem Problem!“ versus „Der will doch nur das ich seine Arbeit mache!“).
                    Spiel mal durch zu welchen unterschiedlichen Ergebnissen es kommt, wenn man das Big Picture wahlweise berücksichtigt und wenn man es wahlweise außen vor lässt.

                    Nicht immer kann man die Eskalation eines Konfliktes vermeiden, dann hilft es, wenn man sein Gegenüber genau einschätzen kann, um sich dessen Stärken und Schwächen zunutze zu machen (schwarze Rethorik):
                    Als INTPs haben wir z.B. immer den Hebel auf eine Detailebene auszuweichen, auf der uns unser Gegenüber (z.B. ESFJ) nicht mehr folgen kann. Dann können wir alles behaupten und so als zwingend darstellen 😉
                    Umgekehrt kann man einen INTP verbal auch sehr leicht aushebeln, indem man ihm ein unlösbares (d.h. im Kern unlogisches) komplexes Rätsel aufgibt, er wird dann seine Zeit damit vergeuden, das Rätsel zu lösen. Dadurch nimmt er sich selber vom Spielfeld.
                    Als INFJ kannst du auf die Gefühlsebene ausweichen, indem du dein Gegenüber hier attackierst. Das funktioniert besonders gut bei Perceivern. Umgekehrt kann man den INFJ kontern indem man sich auf der Gefühlsebene „taub stellt“, d.h. dem INFJ keine Wirkung seiner Attacke zeigt. Letzteres Scharmützel habe ich erst vor kurzem zwischen einer INTJ und einem INFJ erlebt. Der INFJ hatte vorher alle anderen in den Wahnsinn getrieben und konnte schließlich nur so domestiziert werden.

                    Gefällt 1 Person

                    1. Sehe ich genauso, Henry.
                      Zumal es irgendwie besonders traurig ist, wenn sich ausgerechnet ein INxJ so sehr durch seine Erfahrung (also komischerweise durch sein SI) beeinflussen lässt. Ich kann verstehen, warum du, Marcel, in deinem Arbeitsumfeld so frustriert bist. Mir geht es häufig auch ähnlich – immerhin bin ich Lehrer an einer christlichen Schule, die sehr auf Gemeinschaft und Werte ausgelegt ist, während ich mich am liebsten nur auf den Kern meines Faches konzentrieren würde. Aber wenn man sich einen Beruf aussucht, muss auch eine gewisse Anpassungsbereitschaft kommen.

                      Ich will noch kurz auf eine Behauptung eingehen:
                      „In den Diskussionen hier mit Sam ist mir klar geworden, dass der INTP immer eine sehr gute bis perfekt ausformulierte Erklärung benötigen um eine Sache zu verstehen.“
                      Das ist so nicht ganz wahr. Ich verstehe dich schon, ich stelle nur gerne Fragen, um auf (potentielle) Fehler hinzuweisen und formuliere meine Kritik ungern als Behauptung, weil ich will, dass mein Gegenüber von selbst drauf kommt. Ob man das auf meinen Typ schließen kann, will ich nicht behaupten, da ich diese Form des Kritisierens als Pädagoge ohnehin tagtäglich verwenden muss.
                      Deine Theorien und Behauptungen sind mir oft zu allgemein und zu schwammig. Ich verstehe zwar, wie man auf den Gedanken kommt, insbesondere, wenn man so geprägt wurde, wie du, aber ich halte es für gefährlich, etwas zu akzeptieren, nur weil es sich intuitiv schlüssig anhört.
                      Zu behaupten: „Ich bin nicht so auf deduktive Beweisführung aus, weil mein TI im Child liegt“, das sind Ausreden, die ich eher einem unreifen xxTJ zuordnen würde.

                      Ich erkläre kurz, weshalb: „Ich habe etwas auf eine bestimmte Art gelernt (SI), so hilft es mir, die Welt zu verstehen und effektiver zu sein (TE). Ich halte mich nicht mit unnötigen Details auf (TE) – zum einen ist es mir unbequem, meine Ansicht zu ändern (unreifes SI), zum anderen gebe ich ungern zu, dass ich falsch liege (unreifes TE), weil ich mir sonst eingestehen müsste, dass sich nicht nur mein Umfeld, sondern auch ich mich selbst zu ändern habe.“

                      Dass idealerweise NI’ler bei größeren Organisationen an der Spitze stehen sollten, halte ich auch für zu weit aus dem Fenster gebeugt. Dein Vergleich mit der Tierwelt mag zwar schlüssig erscheinen, aber Vergleiche ziehen ist eine Sache, die Problematik nochmal individuell zu betrachten, eine andere. Ich bin mir z.B. sicher, dass auch ein ENTP-Leiter, der zum Beispiel ISTJ als direkten Untergeordneten hat, super funktionieren kann (!). Die Ideen und Konzepte kommen vom ENTP, die, sofern sein Auxiliar weit genug ausgeprägt ist, auch in sich schlüssig sind. Durch sein tertiäres FE hat er ein natürliches Charisma in der Führungsposition, das xNTJs eher weniger haben – nicht zu verwechseln mit Autorität, aber dafür hat er ja den ISTJ. Voraussetzung ist, dass der ISTJ überzeugt von den Ideen des ENTPs ist. Idealerweise, wenn beide schon auf positive Arbeitserfahrungen miteinander gemacht haben. Der ISTJ überprüft die Konzepte des ENTPs auf Schwächen im Detail und auf die praktische Anwendung.
                      xNFJs halte ich für gute Leiterschaftskandidaten, wenn sie gelernt haben, mit Kritik umzugehen, sprich: wirklich darauf einzugehen und nicht gegen die Person, die sie kritisiert einen Groll zu hegen. Das gibt es, ist aber leider, wie bei vielen xNFx-Typen die Ausnahme. Diesen Ausnahmen vertraue ich aber wie gesagt, gerne auch solche Positionen an.

                      Ich denke aber, dass es unter’m Strich immer auf die Organisation/das Produkt und die Entwicklung der Person ankommt. Man braucht nicht überall jede Funktion.

                      Gefällt mir

                    2. „Big Picture“ Ich sehe natürlich auch das Big Picture und kann die Sache sozusagen zweigleisig betrachten. Gerade INFJs sind bekannt dafür dich in Andere hinein versetzen zu können. Einen toleranteren Typ wirst du nicht finden. Das heißt aber nicht, dass ich keine eigene Meinung über Andere haben kann. Außerdem ist bei meinem Typ der Aspekt des Fühlens im Spiel. Das kann man nicht wirklich ausschalten. Analog zu deinem Denken (hast du ja weiter oben auch zugegeben). Wenn man erkannt hat, dass man Menschen nicht wirklich helfen kann, dann ist es eine nutzlose Stärke sich lebhaft in andere Menschen hinein versetzen zu können. Das ganze ist einfach nur Last. Ich würde gerne mit einem Rationalen tauschen.

                      „Als INTPs haben wir z.B. immer den Hebel auf eine Detailebene auszuweichen, auf der uns unser Gegenüber (z.B. ESFJ) nicht mehr folgen kann.“ Sehr schön…wenn du sie nicht überzeugen kannst verwirre sie :-)!

                      Das INFJs andere Leute wirkungsvoll attackieren können ist mir neu. Das funktioniert auch nicht beim überzeugen von Menschen. Die meisten Menschen hören uns nicht bzw. nehmen uns nicht ernst.

                      Gefällt mir

  23. Hallo, Sam. Hier im Blog geht es um Theorien und Ideen und ja, auch Behauptungen. Deine Reflex meine Ideen jedes mal wieder auseinander zunehmen (was einem INTP ja bekanntlich leicht fällt und gefällt) nur um mir zu zeigen, das man es auch anders sehen kann (man kann alles immer anders sehen!), wird irgendwann einfach ermüdend und ist nicht zielführend. Mich wundert nicht das INTPs nicht vom Fleck kommen. Sie können und wollen sich nicht auf anderer Leute Meinung einlassen/festlegen. Wenn ich verifizierbare Beweise für meine Aussagen hätte, würde ich ein Buch darüber schreiben. Ideen zu zerreißen ist leicht. Schreib du doch bitte wie die Ideale Organisation aussieht. Deine Aussagen/Behauptungen bestätigen eben meine Aussage, dass die Kommunikation INTP><INFJ schwierig ist. Im 2. und 3. Abschnitt widersprichst bzw. zeigst, dass du meine Aussagen wieder nicht verstanden/toleriert hast: Zitat.„"In den Diskussionen hier mit Sam ist mir klar geworden, dass der INTP immer eine sehr gute bis perfekt ausformulierte Erklärung benötigen um eine Sache zu verstehen.“Das ist so nicht ganz wahr." dann… "Ich verstehe dich schon" und dann "Deine Theorien und Behauptungen sind mir oft zu allgemein und zu schwammig".
    Deine Erklärung im 3 Abschnitt habe ich nicht verstanden. Redest du von mir oder dir? Wer redet hier verworren und schwammig? Aber richtig, es ist meine schuld, da ich deiner Behauptung nach unreif bin.
    Und nochmal zitiere ich mich selbst: "Der INFJ (oder INTJ) kommuniziert seine schnell aufploppenden Ideen meistens nur in GROBEN SKIZZEN. Es muss schnell gehen, denn dieser Typ hast es wenn gute Ideen verloren gehen." Bitte verstehe endlich, dass ich nur kommunizieren kann. Sobald ich dir entgegenkomme beraube ich mich meiner Stärke und begebe mich auf dein Niveau.

    Gefällt mir

    1. Hallo Marcel,
      Gleich zwei wütende Antworten und dann auch noch so viel. Ich fange einfach erstmal hier an und gehe dann zum nächsten Kommentar über. Siehst du, das ist der Grund, weshalb ich empfohlen habe, dass wir uns entweder mal per Textchat oder Voicechat unterhalten sollten. Wie sollen wir denn so auf jeden Punkt eingehen, ohne, dass wir anfangen, uns gegenseitig Romane zu schreiben? Und dabei wird es nur exponentiell schwieriger, auf jedes Argument des Gegenübers einzugehen.

      Deshalb trage ich dir auch gar nicht nach, dass ich bereits ein Beispiel für eine gut funktionierende Organisation geschrieben habe (ENTP mit ISTJ-Assistenten). Wahrscheinlich hast du es nur überlesen. Deine Bitte, zu schildern, wie eine „ideale Organisation“ aussieht, muss ich aber leider ablehnen, denn wie ich bereits schrieb, ist es immer abhängig von der Situation, den betroffenen Personen, der Organisation, bzw. dem Arbeitsprojekt. Die Welt ist nicht so simpel, dass es für alles ein „Idealrezept“ gibt, alá „NI>NE>SI>SE und du hast die perfekte Arbeitshierarchie“.

      Und nein, ich widerspreche mir nicht, wenn ich einerseits sage: „ich verstehe dich“ und andererseits: „Deine Theorien/Behauptungen sind mir zu allgemein und schwammig“. Wenn jemand zum Beispiel behauptet: „ich denke, dass die Politik Schuld ist, an der Misere der dritten Welt“, dann verstehe ich, wie jemand auf den Gedanken kommt, das zu denken. Die Person, die so etwas behauptet, differenziert bloß nicht genug für meinen Geschmack, weil „die Politik“ alleine schon so ein breit aufgestelltes Thema ist, dass man mehr ins Detail gehen sollte.

      Und ja – NI malt grobe Skizzen, hasst, es, wenn Ideen flöten gehen, etc. … aber wenn z.B. eine Skizze in der Architektur nur ein Quadrat mit Dreieck darüber ist, dann entschuldige bitte, wenn mir das zu vage ist. Ich sage nicht, dass du unreif bist. Eher bequem. Diese groben Skizzen, die du bringst, sind so grob, dass dein Sohn das wahrscheinlich auch könnte.

      Und vor meinem dritten Absatz kam auch noch eine kurze Einleitung („Zu behaupten: „Ich bin nicht so auf deduktive Beweisführung aus, weil mein TI im Child liegt“, das sind Ausreden, die ich eher einem unreifen xxTJ zuordnen würde.“), danach schrieb ich: „Ich erkläre kurz, weshalb:[…]“ – ich kann mich noch so deutlich ausdrücken, aber wenn du nur überfliegst, was ich lese, dann kann ich da auch nichts machen. Aber wie gesagt: kein Vorworf. Diese Form der Diskussion ist nicht optimal, weil man schnell was übersehen kann, das kann auch mir passieren. Mein Angebot, die Debatte auf eine andere Plattform zu verlegen steht nach wie vor.

      Gefällt mir

  24. Wenn ich gerade den ersten Absatz in deinem Text KINDER UND TYPOLOGIE lese steigt mein Puls wieder an. Zitat:
    „Interessant ist die Frage, inwiefern Kinder, deren Persönlichkeit sich erst entwickelt und gefestigt werden muss, überhaupt einzuordnen sind – oder ob man sie überhaupt einordnen kann. In der Regel kann man das bis zu einem gewissen Punkt, aber, wenn man sich schon bei Erwachsenen nie absolut sicher sein kann, sollte man das bei Kindern noch viel weniger sein. Inwiefern lässt sich die Typologie also auch auf Kinder anwenden?“
    Und jetzt deine Antwort zu meinen obigen Beitrag zum selben Thema:
    Ich halte nicht viel von den Theorien, die besagen, dass der Mensch zwischen Jahr X bis Y diese oder jene kognitive Funktion entwickelt. Ich habe bisher noch keine fundierte Argumentation gehört, die das irgendwie bestätigen kann, noch habe ich das selbst feststellen können. Das waren bisher nur Behauptungen, die sich für mich eher wie ein „hm, so könnte das sein, ich schreibe mal, dass es so ist, wird man mir schon glauben“ an.
    Mir sind auch schon vorher mehrere Aussagen zu anderen Themen aufgefallen, die in deinen Texten komplett anders dargestellt wurden. Entweder du kennst deine eigenen Texte nicht oder du mit zweierlei Maß. Immer nach dem Motto: Wasser predigen und Wein trinken….
    Übrigens ist deine Behauptung das Gandalf INTJ ist auch absoluter Quatsch. Man muss sich nur die erste halbe Stunde anschauen um zu wissen das er typischer INFJ ist. Ich hab den Film gestern geschaut und mich gewundert, dass ich dir damals teilweise zugestimmt habe. Und nein ich werde nicht die Zitate aus dem Film heraussuchen um dir diese Offensichtlichkeit zu beweisen. Von der unfassbaren Lächerlichkeit deiner A. Hitler INFJ Behauptung will ich gar nicht erst anfangen. Ich mach jetzt erst mal Urlaub von deinem Blog. Verärgerte Grüße, Marcel

    Gefällt 1 Person

    1. Dann trink besser nen warmen Tee, wenn du das nächste Mal auf meinem Blog vorbeischaust. Am besten, du machst dir jetzt gleich einen, bevor du weiter liest.

      Wenn ich sage, dass ich es für Unsinn halte, festzulegen, dass sich bestimmte Funktionen in diesem und jenem Jahr entwickeln und gleichzeitig den Primaten bei Kindern feststelle, dann widerspreche ich mir nicht. Erstens ist das Wort „Kind“ alterstechnisch sehr dehnbar, zweitens habe ich nie irgendwo behauptet, dass Funktion X erst ab Alter Y entwickelt wird.

      Nochmal: was mich an deinen Aussagen stört, ist, dass du versuchst, die Theorie der kognitiven Funktionen in absolute (TE-)Muster zu pressen, die dann eine unbestreitbare Allgemeingültigkeit haben. Ich schildere bei meinen Beiträgen häufig genug, dass Beobachtungen fehlerhaft sein können („[…]Wenn eine bestimmte Funktion bei einem Kind erkannt wurde, muss das noch nicht heißen, dass dies zwangsläufig der Primat sein muss. Zum einen sind Persönlichkeiten von Kindern noch nicht gefestigt.“, um bei deinem Beispiel zu bleiben).

      Die kognitiven Funktionen sind eine tolle und spannende Theorie, die auch viel praktischen Nutzen hat. Aber für dich scheint das Thema zu einer Art Ersatzreligion und Lebensphilosophie geworden zu sein, in der du die Antwort auf all deine Probleme suchst. Ich bin für Religionsfreiheit, wenn’s dir hilft, dann freut es mich für dich, aber ganz ehrlich – am gesündesten kann man seinen Glauben doch am besten leben, wenn man ihn immer mal wieder kritisch hinterfragt. Sonst kann das zu blindem Fanatismus führen, der nur Pöbeln und Behaupten, aber nicht argumentieren kann.

      Beispiel: „Übrigens ist deine Behauptung das Gandalf INTJ ist auch absoluter Quatsch.“ –> Behauptung
      „Man muss sich nur die erste halbe Stunde anschauen um zu wissen das er typischer INFJ ist.“ –> Behauptung
      „Ich hab den Film gestern geschaut und mich gewundert, dass ich dir damals teilweise zugestimmt habe.“ –> Subjektiver Erfahrungsbericht ohne Begründung
      „Und nein ich werde nicht die Zitate aus dem Film heraussuchen um dir diese Offensichtlichkeit zu beweisen.“ –> Vorbeugende Entschuldigung, keine Begründungen zu liefern inklusive Behauptung (es sei eine „Offensichtlichkeit“).
      Wen willst du mit so einer platten Argumentation denn überzeugen? Als selbsternannten Meister der Empathie wirst du bestimmt wissen, dass du mich damit nicht unbedingt aus den Socken hauen kannst.

      Dass du verärgert bist, tut mir leid. Ich dachte, mit einer INFP als Ehefrau, hätte ich gelernt, Kritik behutsam an Typen zu äußern, die nicht ganz so gut damit umgehen können. Hab ich mich mal wieder selbst überschätzt. Sind wir schon mal zwei, nicht wahr? Ich schließe mit einem schönen Zitat deinerseits und wünsche dir einen erholsamen Urlaub 🙂

      „Gerade INFJs sind bekannt dafür dich in Andere hinein versetzen zu können. Einen toleranteren Typ wirst du nicht finden. „

      Gefällt mir

  25. Das langweilige an dir uns INTPs ist, dass ihr neue Ideen prinzipiell ablehnt. Dagegen aber etablierte Ideen, am besten von lange verstorbenen, hochhaltet. Von mir wirst du hier nichts mehr hören.

    Gefällt 1 Person

    1. 😀
      Nö. Ich (und wahrscheinlich auch viele andere INTPs) nehme Ideen erstmal auseinander und überprüfe sie, bevor ich auch nur in Anbetracht ziehe, die Idee anzunehmen.
      Kritisieren bedeutet nicht automatisch ablehnen. Das ist ein großer Unterschied. Wenn du nicht dazu in der Lage bist, deine Ideen klar auszuformulieren, die Unfähigkeit dafür dann hinter deinem Typ versteckst und deine Gedanken aufgrund fehlender Beweise und/oder Argumentationen dann von einem INTP auseinander genommen werden… Marcel, ich bitte dich, was hast du denn erwartet? Beifall?

      Wenn du mit Kritik nicht umgehen kannst, dann behalte deine Gedanken für dich. Und das sage ich nicht, weil es mich nicht interessiert, was du zu sagen hast – wie gesagt, ich halte dich für recht interessant. Ich sage das deshalb, weil du bereits an die Decke gehst, wenn jemand eine andere Meinung vertritt, als du. Bleib cool. Dann diskutiert es sich einfacher, glaub mir.

      Gefällt mir

  26. Hii Sam.
    Ich Recherchier für mein Leben gern. Egal was, ob es sich um Produkte, Probleme, Lösungen, Menschen …. handelt, ich kann es nicht lassen. Du wirst vielleicht selbst Menschen kennen die wollen sich zB.: ein Handy kaufen. Sie wollen ein schwarzes mit einem großen Display oder noch schlimmer, „egal hauptsache ein Samsung, Apple etc.“ Gehen ins Geschäft: „Oh ja cool dass kaufe ich“ – und fertig. Ich könnte so etwas nie.

    Bei mir sieht das eher so aus: Ich möchte mir im aktuellen Fall einen PC Monitor kaufen. Was mache ich: Foren Foren Foren, Youtubevideo über Monitor XY, mehr Recherche in Google und und und… Das geht über mehrere Tage aber meistens Wochen hinweg.

    Manchmal kann es auch zur Qual werden wenn ich sehr motiviert bin und es den ganzen Tag lang über Wochen mache und richtig reinsteigere. Wenn ich mich überraschenderweise mal „entschieden“ habe, wobei meine Entscheidungen NIE zu 100% sicher sind, bemerke ich, wie mich das recherchieren um einiges mehr Freude bereitet hat, als das Produkt oder die Problemlösung.

    Ich frage mich schon ständig und nun auch dich, wie ich diese „Tätigkeit“ für das Berufsleben nutzen könnte.
    Vielleicht fällt dir irgendwas ein, würde mich sehr freuen.

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Max!
      Die Eigenart teilen wir INTPs uns wohl, mir geht es da nicht anders als dir. Selbst bei Produkten, die weniger als 10€ kosten mache ich das. Gleichzeitig habe ich mir durch meine INFP-Gattin auch angewöhnt, zusätzlich noch darauf zu achten, was moralisch vertretbar ist, nicht nur was das Preis/Leistungsverhältnis angeht. Interessanterweise kann ich seitdem schneller Entscheidungen treffen, weil gerade die „moralischen“ Faktoren (faire Arbeit, Umweltfreundlichkeit) die Optionen auf dem Markt stark einschränken.

      Wie man das im Berufsleben nutzen kann? Nun, schwierig. Letztlich suchen wir bei unseren Recherchen ja nach Mängeln, es ist ja ein sehr kleinkariertes Ausschlussverfahren und dass wir uns nie zu 100% sicher sind liegt daran, dass kein Produkt zu 100% vollkommen ist – und wenn wir eines gefunden haben, das, sagen wir zu 80% vollkommen ist, dann schlaucht uns der Gedanke, dass wir etwas übersehen haben könnten, was besser sein könnte. Jetzt muss man sich fragen, für welche Berufe diese Eigenschaft praktisch ist?
      Spontan in den Sinn springt jetzt natürlich vor allem einer: Kritiker. Egal, ob Musik, Filme, Spiele, Restaurants… wir sind recht gut darin, Mängel zu benennen, ohne dabei persönlich zu werden. Aber im Informationszeitalter ist es schwierig, damit Geld zu verdienen, wenn jeder Depp (wie ich zB) Kritiken sogar ohne Vergütung ins Internet stellt und sogar viel Brauchbares dabei ist.

      Journalismus ist auch ein sehr interessanter Berufszweig, weil Recherchieren einfach dazu gehört. Habe mir auch schon öfters überlegt, Journalismus zu studieren. Es gibt zwar noch andere Berufsfelder, in denen Trouble Shooting erforderlich ist, gerade im breit gefächerten Bereich Management, aber INTPs sind mit Verantwortung über andere Menschen schnell überfordert, außerdem brauchen wir Abwechslung, die wir zB als Financial Controller nicht unbedingt haben. Für ISTPs oder xTxJ-Typen besser geeignet. Gibt natürlich viel Knete, aber erfahrungsgemäß werden insbesondere xNxP-Typen mit viel Geld eher unglücklicher.

      Gefällt mir

      1. Zum Thema „Kritiker“ möchte ich was sagen. INTPs bewerten die Dinge fast ausschließlich aus technischer/praktischer/funktioneller Sicht. Und das ist auch gut so. Diese Perspektive beherrschen sie sehr gut. Dabei sind sie sehr treffsicher. Sobald sie aber versuchen Dinge aus ästhetischer / gefühlsmäßiger Sicht zu bewerten, wird es aus meiner INFJ-Sicht (nicht immer aber sehr oft) problematisch und einseitig. Bei Filmen erkennen sie wahrscheinlich jeden Struktur/Logikfehler. Aber das war es dann auch schon. Egal wie gut ein Film insgesamt ist, sobald er einen Logikfehler beinhaltet, ist er durchgefallen. Das disqualifiziert sie als Kritiker. Das Gesamtbild scheint nicht wichtig zu sein. Komödien und Trash-Filme oder auch Volksmusik haben wahrscheinlich keine Chance. Der Musik und Filmgeschmack eines INTP erscheint mir zwar recht hochwertig aber eben auch vergleichsweise einseitig.
        MMn können und sollten INTPs jede Art von „Historiker“ Berufe ausüben. Das passt 100%ig. Wenn sie Filme/Musik/Kunst bewerten wollen, sollten sie unbedingt auch die Hilfe einen NF miteinbeziehen, ansonsten haben wir dann nur Filme wie z.B. Inception als Oscar-Gewinner. In dem Zusammenhang finde ich es auch schade, dass nicht auch mal intelligente Komödien wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ einen Oscar als bester Film gewinnen.

        Gefällt mir

        1. Ich kann dir da überhaupt nicht zustimmen, Marcel, du scherst da (wieder) viel zu sehr über einen Kamm. Alleine, dass sich unter INTPs auch viele Star Wars Fans finden (Exhibit A: Autor dieses Kommentars), enthebelt schon mal dein Argument, dass Filme mit Logikfehler automatisch durchfallen.

          Monty Python Filme… insbesondere bei Komödien gilt bei INTPs häufig: je unsinniger, desto besser. Inception empfand ich persönlich als vollkommen überbewertet (was nicht heißen soll, dass ich ihn schlecht finde) und wenn wir schon bei Christopher Nolan sind: Interstellar hat mir sogar überhaupt nicht gefallen, insbesondere, weil die Story in meinen Augen sehr geradlinig und vorhersehbar war. Meine INFP-Frau und ich haben unseren Freunden beim Anschauen schon etwas den Spaß verdorben, indem wir prophezeit haben, wie der Film weitergehen wird und wir sie dadurch tatsächlich gespoilert haben.

          „Und täglich grüßt das Murmeltier“ würde ich jetzt zwar nicht unbedingt als Paradebeispiel für einen „intelligenten“ Film nehmen – blöd ist er natürlich nicht, aber ich schätze den Film vor allem wegen dem interessanten Konzept und Bill Murray, der seine Rolle super spielt. Ich bin etwas verwirrt über dein Bild vom Filmgeschmack eines INTPs.
          Meine Lieblingsfilme sind mitunter: Star Wars Episode V; Miller’s Crossing; Finding Neverland; Birdman; Inside Llewyn Davis und die Herr der Ringe Trilogie. Passt das auch noch in deine Analyse?

          Ich bewerte Filme und Musik nicht nur technisch/praktisch – gerade weil beide Medien eben auch noch eine Gefühlskomponente besitzen, werden sie für mich interessant, weil ich mein für mich selbst eher rätselhaftes extrovertiertes Fühlen triggern und erforschen kann. Nach deiner Beschreibung müsste ich ja Bach Debussy bevorzugen, das Gegenteil ist der Fall, gerade *weil* Debussy Konventionen bricht, Strukturen neu ordnet. Ein Zitat von ihm, das ich absolut unterstreiche: „Kunstwerke erschaffen Regeln – Regeln erschaffen keine Kunst.“

          Gefällt mir

          1. OK OK, ich will jetzt auch nicht, dass das zu einer Endlos-Diskussion ausartet. Jeder hat seinen eigenen Geschmack…ich sag ja auch immer, dass es Ausnahmen gibt von der Regel…alles ist gut…Ich lese einfach in Filmdiskussionen dauern was von Logiklöchern usw. und denk mir dann immer, dass das doch nur der INTP sein kann…;-)
            Intelligent ist vielleicht wirklich nicht das passende Wort bei Täglich grüßt das M. Ich meinte eher „zum Nachdenken anregend“. Ist auch nicht mein Lieblingsfilm sondern war im eher Mainstreamigen Oscar-Kontext gemeint, wo er mMn sehr gut rein passt.
            Mit deinen genannten Filmen bestätigst du aber meine Meinung. Genau diese Art von Filmen meinte ich. Nicht böse sein, aber für meinen Geschmack eher fade Filme. Monty Python ist auch der typische INTP-„Humor“. Die Filme sind, bis auf einzelne Szenen in wie dem Philosophen-Fussballspiel und natürlich das Leben den Brian, humoristisch gesehen doch recht überschätzt. Die Schauspieler sind aber super (Ein Fisch namens Wanda!). Bei Star Wars sehe ich auch keinen wirklich guten Humor. Die düstere Komponete gefällt mir allerdings. Miller’s Crossing und Birdman sind gut aber nicht überragenden. Die Regisseure haben besser Filme gemacht. Inside Llewyn Davis ist keiner dieser besseren Filme. Finding Neverland fand ich persönlich eher unterdurchschnittlich, ziemlich weichgespühlt. Interstellar kenn ich noch nicht. Erwarte mir auch nichts. Bei Nolan fand ich nur Following und natürlich Memento stark. Wo man aber auch sagen muss, dass Memento andersherum gespielt theoretisch todlangweilig wäre.
            Ich erkenne schon, dass das Gefühl anscheinend schon eine wichtige Rolle bei dir spielt. Das ist qualitativ gut entwickelt. Meine Filmtipps für dich… Schau dir mal Moon an! Toller Film…super Score. Der wird dir gefallen! Ein wenig unterschätzt aber interessant ist auch Unbreakable. GoodWillHunting! auch gerade was den Soundtrack angeht. Dort kann man auch sehr gut den INFJ/INTP Konfikt/Freundschaft beobachten.

            Gefällt mir

            1. „Genau diese Art von Filmen“ – ich wüsste jetzt nicht, wie du in diesem Kontext zwischen Star Wars, Finding Neverland und Birdman behaupten könntest, die drei Filme wären von „einer Art“. Ich habe einen INFJ-Freund, der genau diese drei Filme ebenfalls sehr schätzt und meine INFP-Frau und ich haben auch einen sehr ähnlichen Filmgeschmack.

              Good Will Hunting ist tatsächlich gut, mitunter aus von dir genannten Gründen (Elliott Smith Abschlusscredits!).
              Übrigens finde ich es ja sehr interessant, dass du kritisierst, INTPs seien nur mit Hilfe von NF-Typen in der Lage, faire Kritiken zu schreiben, du aber zu großen Teilen ohne Argumente absolut bewertest „gut, aber nicht überragend“, „keiner dieser besseren Filme“, „kein guter Humor“, „fade Filme“. Das sind Meinungen/Behauptungen, aber sie sind erst dann nachvollziehbar, wenn du erklärst, wie du zu diesen Schlüssen kommst.

              Vor allem… wie gesagt, ich mag den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, aber wenn du diesen Film lobpreist und im nächsten Satz „Birdman“ als fad bezeichnest, dann bringt mich das schon zum Stirnrunzeln, alleine schon weil Birdman im Vergleich eine wirklich viel intensivere Charakterportraitierung aufweist. Meine Frau hat der Film so sehr emotional aufgewühlt, dass sie ihn nicht zu Ende schauen konnte.

              Du kannst ja mal sagen, welchen Film der Coen-Brüder du besser findest als Miller’s Crossing oder Inside Llewyn Davis und dann begründen, weshalb. Fände ich sehr interessant. Was Star Wars angeht… das ist in meinen Augen keine Komödie, sondern ein Weltraumabenteuer/märchen. Humor ist da jetzt nicht unbedingt das Wichtigste für mich, ich verstehe den Kritikpunkt nicht ganz. Wenn ich was zum Lachen will, schaue ich Adventure Time oder treibe mich in Online-Foren herum.

              Moon steht auf meiner To-Watch-Liste, wenn du ihn mir empfiehlst, dann rücke ich ihn dort noch etwas weiter nach oben.

              Gefällt mir

              1. „Genau diese Art von Filmen“ > die Gemeinsamkeit ist die (aus meiner Sicht!) weitgehende Humorlosigkeit sowie Vorhersagbarkeit ja und auch Spannungslosigkeit. Übrigens, wieso muss ich zufällig genau die Filme schätzen, die ein anderer INFJ zufällig schätzt?! „INTPs seien nur mit Hilfe von NF-Typen in der Lage, faire Kritiken zu schreiben“ > ich vergaß unfairerweise zu erwähnen, dass der INFJ idealerweise andersherum auch einen INTP braucht um die logischen/technischen Aspekte besser zu verstehen.
                Mir war natürlich schon beim schreiben meines Textes klar, dass du meine Aussagen als Behauptungen abqualifizierst. Ehrlich gesagt sehe ich nicht ein, hier eine Umfangreiche Kritik zu allen diesen für mich durchschnittlichen Filmen zu schreiben. Das wäre sowieso unsinnig, da die Kritik genau wie meine kurzen Beschreibungen im Endeffekt auch nur subjektiv wäre. Freut mich das dir GoodWillHunting so auch gefällt und du dir Moon anschauen willst!
                „„Und täglich grüßt das Murmeltier“, aber wenn du diesen Film lobpreist und im nächsten Satz „Birdman“ als fad bezeichnest“ > Du magst ja recht haben mit der Charakterzeichnung. Ich finde auch das der Film noch der beste deine genannten ist. Der Film hat einfach deutliche Schwächen was den (Se)-Unterhaltungswert angeht. Genauergesagt fehlt mit die Spannung. Soll aber keine Wertung sein, da meine Aussage, wie schon gesagt, subjektiv ist. In meiner Jugend hab ich auch sehr viele „Probleme-Filme“ aufgesaug. Das war wahrscheinlich die Zeit als ich mein Fe verbessert habe. Aber ich schau nunmal auch gern Filme wie Stirb langsam oder Tanz der Teufel an.
                Deine Frage zu den besseren Coen-Filmen ist leicht beantwortet. Man muss insgesamt anmerken, dass alle Filme überdurchschnittlich sind. Meine persönliche Rangfolge: Fargo, The Big Lebowski, No Country for Old Men, Blood Simple, Barton Fink, Bad Santa (hat Coen Gene), True Grit, Arizona Junior, The Man Who Wasn’t There, Miller’s Crossing, Inside Llewyn Davis, Burn After Reading, Hudsucker, A Serious Man, O Brother, Where Art Thou?, Ein (un)möglicher Härtefall, Ladykillers. Hail, Caesar hab ich nicht gesehen. Die Top 5 würde ich als Meisterwerke der Filmkunst bezeichnen. In dem Fall, und mit der Meinung bin ich sicherlich auch nicht alleine, kann man auch nicht mehr ernsthaft über Geschmack streiten.
                „Humor ist da jetzt nicht unbedingt das Wichtigste für mich, ich verstehe den Kritikpunkt nicht ganz.“ > das meine ich doch die ganze Zeit. Das ist ja das Typische am INTP. Aber Humor ist (mir) neben Spannung, Hintergründigkeit und Tiefe superwichtig!
                Noch ein heißer Filmtip für dich: High Fidelity!

                Gefällt mir

                1. Ich habe nicht sagen wollen, dass du Filme schätzen musst, die ein anderer INFJ schätzt – ich wollte damit eher ausdrücken, dass Filmgeschmack nicht so allgemein auf Typen zu übertragen sind. Im Großen und Ganzen sind vielleicht noch am ehesten bei S- & N-Präferenzen Muster zu erkennen.

                  Und natürlich kannst du jetzt nicht mehrere ausführliche Rezensionen schreiben – ich verdrehe nur innerlich die Augen, wenn jemand mit unbegründeten Urteilen kommt und sich erdreistet, etwas ohne Erklärung als „schlecht“ zu bezeichnen. Klar, freie Meinungsäußerung und so… aber meiner Meinung nach sollte man (vor allem negative) Kritik entweder begründen oder für sich behalten, ansonsten ist es einfach nur destruktive Kritik, die im besten Falle bewirkt, dass dir Leute, die ohnehin schon deiner Meinung sind, zustimmen und im schlechtesten Falle trittst du anderen damit auf die Füße, indem du ihren Geschmack in Frage stellst, bzw unqualifizierte Kritik am Handwerk des schaffenden Künstlers ausübst, die dich nur unsympathischer erscheinen lässt.
                  Aber das kleine 1×1 im extrovertierten Fühlen muss ich einem INFJ ja nicht erklären ;P

                  Ich denke übrigens, dass weder ein INFJ noch ein INTP Hilfe dabei benötigt, gute Kritiken zu schreiben, wenn er reflektiert und aufmerksam ist und sich deutlich ausdrücken kann. Meiner Meinung nach hat übrigens nicht jeder Film lustig zu sein. Wenn ich mir ein Drama um ein sensibles Thema ansehe, dann will ich da keinen Humor. Bei Abenteuer- und Actionfilmen ist Humor sie auch nicht obligatorisch, aber kann selbstverständlich der Atmosphäre dienen, die Stimmung auflockern. Es kommt ganz auf den Film an.
                  Genauso Spannung: muss eine Slapstickkomödie spannend sein? Muss ein Horrorfilm romantisch sein? Ein Martial Arts Film hintergründig?

                  Dass „Humor nicht unbedingt das Wichtigste für mich bei Star Wars“ sei, hast du also die ganze Zeit als Grund gemeint, dass INTPs Hilfe bräuchten, eine ordentliche Kritik schreiben zu können? Ich weiß, ich überspitze gerade und wahrscheinlich hast du es nicht ganz so gemeint, aber… ich bitte dich 😛

                  High Fidelity habe ich in meiner Filmesammlung und das Buch von Nick Hornby gehört zu meinen Lieblingsromanen 😉

                  Gefällt mir

          2. Das du als religiöser Mensch aus BaWü gerade Monty Python favorisierst, ist zugegebenermaßen nicht ohne Humor 😉 Übrigens, sehr empfehlenswerte Beispiele für englischen Humor sind Black Books, Father Ted und IT Crowd!
            So, genug geschrieben…wünsch dir noch einen schönen Abend!

            Gefällt mir

            1. Ich bin Christ, aber nicht religiös und das steht für mich in keinem Widerspruch. Ich verachte religiöse Dogmen und würde meinen Mitmenschen eher aufdrängen, kein Fleisch zu essen, Konzerne wie Nestlé zu boykottieren und keine Partei rechts von der SPD zu wählen, als dass ich irgendjemanden dazu zwingen würde, einen Gottesdienst zu besuchen oder die Bibel zu lesen. Oder, um es so auszudrücken: jemand, der religiös ist, folgt Traditionen und Gesetzen. Ein Christ folgt Jesus.

              Und es ist mal wieder beschreibend, wie sehr du in Schubladen denkst, dass die Tatsache, dass ich Schwabe bin, in religiösem Kontext irgendetwas zu bedeuten hätte.

              Gefällt mir

              1. Nach der Definition bin ich ja auch (fleischfressender) Christ 🙂
                Schau dir mal was die SPD in den letzten Jahren für Politik gemacht hat. Das ist die Partei die die CDU rechts überholt hat…

                Gefällt mir

                1. Ich würde nicht sagen, dass die SPD die CDU rechts überholt hat, das ist etwas komplizierter, als dass man das so pauschal sagen könnte – und ich bin bei Leibe kein Fan der SPD – aber ich kann Menschen gut nachvollziehen, die ihren Glauben an die Genossen noch nicht aufgegeben haben. Ich gehöre zwar nicht wirklich dazu (bei vielen in der JuSo sehe ich allerdings einen Hoffnungsschimmer), aber egal, darum sollte es eigentlich nicht gehen.

                  Interessant, dass du dich als Christ bezeichnest. Hätte ich nicht erwartet.

                  Gefällt mir

                  1. Doch doch … ich bin ein Christ (nach deiner Definition)…das kann ich wirklich ironifrei behaupten. „Hoffnungsschimmer“ ist wirklich das passende Wort. Diese Leute würde ich in jeden Fall der merkelischen „weiter so“ (STJ) Politik vorziehen. Es gibt eigentlich keinen Unterschied zur Merkel-Politik im Vergleich zu gar keiner Politik… Insgeheim würde ich gern die Linken vorn sehen. Mastermind Wagenknecht könnte es mit Sicherheit besser machen.

                    Gefällt 1 Person

                    1. Nun, dann sind wir uns zumindest politisch gesehen einer Meinung. Streiche nur das „insgeheim“, ich bin Parteimitglied. Auch traurig, dass hier viele Leute einen Widerspruch zu meinem Christsein sehen. Ich sollte vielleicht mehr über dieses Thema schreiben, ich glaube, viele Menschen haben vergessen oder nie gelernt, worum es Jesus eigentlich ging.

                      Gefällt mir

      2. Journalismus theoretisch wirklich sehr gut geeignet. Allerdings sehe ich hohes Frustrations-Potential wenn es darum geht was der Chefredakteur am Ende „durchlässt“, auch finanziell eine Katastrophe…Mathematiker/Physiker/Chemiker sind klassischerweise (auch finanziell) sehr gut geeignet. Finanzwesen jain. Da ist der ENTP besser…

        Gefällt mir

        1. Stimme dir zu, was das Frustrations-Potential angeht bzgl. der journalistischen Freiheiten. Finanzwesen für ENTP? Halte ich für noch ungeeigneter. Wie gesagt, lieber ISTPs damit beschäftigen, dem ENTP wird noch schneller langweilig mit all den Zahlen als dem INTP.
          Einkommen ist INTPs in der Regel nur soweit wichtig – zumindest mir – dass ihre eigene Unabhängigkeit gewährleistet ist und sie sich nicht so viele Gedanken um ihre eigenen Finanzen machen müssen. Alleine, ihre gleichgültige Einstellung gegenüber materiellen Statussymbolen wie Autos, Kleidung, Wohnung sorgt dafür. *Hier* kannst du sagen, legen wir tatsächlich hauptsächlich Wert auf praktischen Mehrwert.

          Gefällt mir

          1. Ich meine auch eher spekulative/riskante Geschäfte. Nicht Sachbearbeiter-Tätigkeiten. Se ist ihm nicht wichtig, das stimmt. Der ENTP ist aber immer motiviert zu zeigen wie Clever er ist. Den Vorteil zum INTP sehe ich in der Unvorhersagbarkeit der besserem Menschenkenntnis und der besseren Intuition. Das kaschiert die vergleichsweise schlechtere Logik. ENTP sind ja auch die typischen Hochstapler (nicht negativ gemeint! 😉

            Gefällt mir

  27. Vielen Dank Sam für die Antwort auf meine Frage.

    Auch ist eure Diskussion über Filme sehr interessant aber da sieht man wie verschieden die Geschmäcker sein können. Ich liebe Interstellar, am meisten wegen der Vorstellung des Universums und wie die Dinge funktionieren(könnten). Ich würde gern mein Leben lang forschen was sich hinter dem schwarzen Loch befindet aber auch viele andere Dinge. Das Universum fasziniert mich 100%ig. Aber auch der emotionale Teil von Interstellar hat mich doch sehr berührt und gefallen.

    Gefällt 1 Person

  28. „xNFJs halte ich für gute Leiterschaftskandidaten, wenn sie gelernt haben, mit Kritik umzugehen, sprich: wirklich darauf einzugehen und nicht gegen die Person, die sie kritisiert einen Groll zu hegen. Das gibt es, ist aber leider, wie bei vielen xNFx-Typen die Ausnahme. Diesen Ausnahmen vertraue ich aber wie gesagt, gerne auch solche Positionen an.“

    Mich würde interessieren, warum du der Meinung bist warum xNFJ besonders häufig „Kritikunfähig“ sein sollen.
    Ich habe zwar in deiner kleinen Diskussion gesucht, konnte aber keine „direkte“ Aussage zu diesem Punkt finden und frage deshalb.

    Gefällt mir

    1. Hallo Max, danke für die berechtigte Frage.
      Zum einen vertragen Fühlertypen Kritik allgemein nicht so gut wie Denkertypen. Das liegt an ihrer Tendenz, Dinge persönlich zu betrachten, weshalb es ihnen schwerer fällt, Kritik, selbst, wenn sie sich auf rein sachlicher Ebene befindet, objektiv bewerten zu können.

      Zum anderen sind Ni-Typen (xNxJ) durch ihre starke Zielstrebigkeit, die in vielen Belängen selbstverständlich auch als Stärke angesehen werden kann, recht stur, was ihre Vorstellungen (mal ganz allgemein ausgedrückt) angeht. P-Typen haben damit zu kämpfen, dass sie meinungstechnisch nicht wie Fähnlein im Wind sind. J-Typen – und vor allem NJ-Typen müssen hingegen darauf achten, dass sie einigermaßen flexibel bleiben und nicht stur am Ziel festhalten, wenn es Beweise gibt, dass es nicht der optimalste oder gar ein falscher Weg, geschweige denn ein falsches Ziel ist.

      Ich kann gerne mal einen Post schreiben über die verschiedenen Typen und ihren Umgang mit Kritik.

      Gefällt mir

      1. Als INFJ kann ich bestätigen, dass der erste Teil einigermaßen korrekt beschrieben ist. Wobei man hinzufügen muss, dass NTJ Kritik genauso schlecht verdauen können, weil ja evtl. die „Kompetenz“ in Frage gestellt wird.
        „J-Typen – und vor allem NJ-Typen müssen hingegen darauf achten, dass sie einigermaßen flexibel bleiben und nicht stur am Ziel festhalten, wenn es Beweise gibt, dass es nicht der optimalste oder gar ein falscher Weg, geschweige denn ein falsches Ziel ist.“ Das stimmt überhaupt nicht und trifft eher auf SJ-Typen zu. Durch das extr. S erkennen NJ-Typen Veränderungen schnell und können/werden sich dann auch anpassen. NJ streben generell und ausnahmslos zum Optimalen. Der 2. beste Plan ist niemals eine Option, weil man weiß, dass man sich später sowieso darüber ärgert nicht die beste Option gewählt zu haben.

        Gefällt mir

        1. Kurzes Vorwort, bevor ich zitiere: Marcel meint ein INFJ zu sein, was tatsächlich nicht ganz abwegig zu sein scheint.

          „NJ streben generell und ausnahmslos zum Optimalen.“
          Exhibit A. Bei einigen NJ-Typen geht die Sturheit schon in Arroganz über. Selbstverständlich können auch NJ-Typen nicht immer wissen, was „das Optimale“ ist, dass sie in der Hinsicht aber manchmal das Gefühl haben, unfehlbar zu sein (zumindest einige von Ihnen), macht es für sie schwierig, Kritik anzunehmen.

          Gefällt mir

            1. Du bietest auch viele gute Vorlagen, Marcel. Sicherlich ist es meine Interpretation und Interpretationen können so gut wie immer fehlbar sein. Genauso, wie deine Meinung auch nur eine Interpretation ist, was du dir zu Herzen nehmen solltest – vor allem, wenn du ernsthaft glaubst, dass du ohne Ausnahme „zum Optimalen“ strebst, denn diese „Interpretation“ deiner Beurteilungskompetenz ist wirklich hochtrabend abenteuerlich 🙂

              Gefällt mir

              1. Die allermeisten Menschen streben aus ihrer Sicht zum Optimalen. Oder kennst du jemand bei dem das nicht so ist? Und das das in den meisten Fällen subjektiv ist, muss man doch auch nicht extra erklären. Oder denkst du wirklich, dass ich glaube, die absolute/objektive Realität wahrzunehmen?! Wo liest du zwischen den Zeilen, dass ich glaube ein omnipräsente Gott zusein? Ich verstehe nicht wie man überhaupt auf so eine Mikimausscheise kommt…

                Gefällt mir

                1. Wenn du es plötzlich so herum formulierst und die allermeisten Menschen aus ihrer Sicht zum Optimalen streben, dann war dein Satz „NJ streben generell und ausnahmslos zum Optimalen“ entweder überflüssig oder du versuchst jetzt deine Worte im Nachhinein zu verdrehen, indem du deine Darstellung relativierst.

                  Was deine erste Frage angeht: du stellst sehr häufig absolute Behauptungen auf und dementierst Gegenbehauptungen und andere Ansichten, die du nicht teilst – oft, ohne überhaupt zu begründen, weshalb eigentlich. Dementsprechend glaube ich, dass du in einzelnen Fällen tatsächlich der Meinung bist, die „objektive Realität“ in den entsprechenden Bezügen wahrzunehmen, ja.

                  Ich lese nirgends zwischen den Zeilen, dass du ein omnipräsenter Gott bist, zumal omnipräsent „allgegenwärtig“ bedeutet und ich nie über deinen Aufenthaltsort diskutiert habe. Wahrscheinlich meinst du omniszient, was „allwissend“ bedeutet und in dem Kontext treffender ist.
                  Es ist übrigens überaus amüsierend, wie viele Fehler in deinem Wort „Mikimausscheise“ stecken, aber ich will dich trotzdem darum bitten, dich etwas niveauvoller auszudrücken.

                  Gefällt mir

                  1. Wie langweilig muss ein Leben sein, dass man auf der Rechtschreibung anderer rumhacken muss?! …und ich scheiße auch aus gutem Grund auf jegliche politische Korrektheit. Der Satz „NJ streben generell und ausnahmslos zum Optimalen“ ist doch nicht falsch. Genauer formuliert meinte ich, dass NJs (aus ihrer subjektiven Sicht!) immer nach dem optimale Plan für die Zukunft streben.
                    Du musst wohl damit Leben, das ich meine Behauptungen nicht immer zu deiner Zufriedenheit begründe bzw. ausformuliere. Die Diskussion hatten wir doch schon so oft. Ich bin mir auch durchaus bewusst, dass es meistens nur Behauptungen sind. Ich freu mich auch wenn du darauf hinweist. Ich für meinen Teil denke aber, dass das Leben zu kurz ist um ewig lang an einem Satz/Text rumzubasteln…ich haue die Ideen halt raus solange ich sie warm sind. Und das geht für mich meistens nur in Metaphern und Skizzen. Das ist eben meine Art der Kommunikation. Toleriere das doch einfach. Du fragst das Orakel ja auch nicht, ob sie dir das mal alles genauer erklärt oder beweisen dies und das soll… (ja ja…ich halte ich mich für Orakel *empör empör*).
                    „Omniszient“ wäre ein Schritt weiter und sicher besser formuliert. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass der Gott omnipräsent ist und deshalb alles weiß und evtl. sogar die Zukunft vorhersehen kann (sofern er das ganze Wissen überhaupt verarbeiten kann).

                    Gefällt mir

                    1. Mein Leben ist nicht langweilig – gerade das Auseinandernehmen von irriwtizigen Rechtschreibfehlern, fehlerhaften oder ungünstig formulierten Aussagen unterhält bloß mich enorm. Du sagst doch, deine Schwägerin sei eine INTP – dann müsstest du diese Eigenart doch von ihr kennen, oder?

                      Wenn du behauptest, dass NJ aus ihrer subjektiven Sicht immer nach dem optimalen Plan für die Zukunft streben und das selbe aber über die „allermeisten Menschen“ behauptest, welchen Sinn hat dann die genauere Eingrenzung, dass ausgerechnet NJs das tun? Diese Aussage ist in etwa so nichtssagend, wie: „Alle NJ müssen hin und wieder auf die Toilette“.

                      Ich muss wohl damit leben, dass du deine Behauptungen nicht immer begründest oder ausformulierst, sicher. Genauso, wie du damit leben musst, dass ich dann nachhake. Niemand zwingt dich dazu, mir zu antworten, aber dass ich frage, damit musst du leben. Ich meine – du kommentierst den Blog eines INTPs mit ziemlich absoluten Aussagen, was erwartest du? 😛
                      Oder, um es mit deinen Worten auszudrücken: „Das ist eben meine Art der Kommunikation. Toleriere das doch einfach.“

                      Die Leute sagen auch, dass das Leben zu kurz sei, um sich um Kinder zu kümmern, Computer zu spielen, Miniaturen zu bemalen oder sich auf Forendiskussionen einzulassen. Das – und ewig an einem Satz/Text rumzubasteln macht mir aber Spaß und/oder sehe einen Nutzen darin, deshalb mache ich es. Du musst mich nicht verstehen. Es macht die Kommunikation mit mir aber einfacher. Wofür gibt es die Typologie, wenn nicht, um einander besser zu verstehen?
                      Und wie gesagt: abgesehen von deiner teilweise unflätigen Ausdrucksweise beschwere ich mich ja auch überhaupt nicht von dir. Diskussionen wären langweilig, wenn alle dieselbe Meinung haben. Diskussionen wären aber auch langweilig, wenn man nicht auch (objektive) Kritik an den Meinungen anderer äußern dürfte.

                      Noch eine Sache, die ich nicht verstehe. Du sprichst so häufig von politischer Korrektheit, was mich in Bezug auf Typologie, ein Thema, das ja nicht einmal in der breiten Masse der Gesellschaft (vor allem in Deutschland) angekommen ist, etwas verwirrt. Wie kann man sich politisch korrekt/inkorrekt ausdrücken in einem Themenfeld, das so eine Nische ist? Was meinst du damit?

                      Gefällt mir

                  2. Mit pol. Korrektheit meine ich in diesem Fall, die aus deiner Sicht unhöfliche/niveaulose Ausdrucksweise. Aber richtig, auf die Typologie bezogen wäre ich sehr dafür auch mal auf die vorhandenen typischen „schlechten“ Eigenschaften einzugehen bzw. sie auszusprechen. Übrigens warum soll es nur in großen Gruppen polit. Korrektheit geben bzw. nur dort relevant sein?!
                    Unabhängig davon habe ich habe bei dir den Eindruck, dass du große Angst davor hast als inkompetent wahrgenommen zu werden. Mir ist auch klar, dass es nicht dein Lebensziel ist, als besonders sympathisch zu gelten, aber in den Diskussionen hier schwingt leider immer dieses Oberlehrerhafte mit, was mich dann wiederum reizt frech zu antworten. Es ist lustig und ich kanns wirklich nicht erklären, aber das erinnerst mich immer sehr stark an Tingeltangel-Bob…
                    Aber egal, ich bin ja dankbar hier auch mal meinen Senf dazu zugeben und dem ein oder anderen zu helfen seinen Typ zu bestimmen.
                    Ein schönes Wochenende wünsch ich.

                    Gefällt mir

                    1. Okay, ich habe dich ja gefragt, aber… wenn du Kraftausdrücke verwendest, dann hat das doch nichts mit politischer Korrektheit zu tun. Politische Korrektheit – ein Begriff, von dem ich ohnehin nichts halte, weil er eigentlich nur ein Kampfbegriff der Rechten und Konservativen ist – spiegelt die angebliche öffentliche Meinung wieder, bzw. vor allem aus rechter Ecke: das Weltbild, das uns „die linksgrünversiffte Regierung einbläuen will“.

                      Klar, jetzt bin ich zwar wieder der Oberlehrer, aber doch auch nur, weil ich für Klarheit schaffen will. Weißt du, auf der anderen Seite hast du dich schon beschwert, dass dich so wenige Leute verstehen, auf der anderen Seite scheinst du aber recht empfindlich darauf zu reagieren, wenn jemand tatsächlich versucht, eben das zu tun ;P

                      Ich habe auch gar kein Problem damit, wenn du „frech“ antwortest, solange „frech“ in deinem Wortschatz nicht bedeutet, dass du mit Ordinärwörtern um dich schleuderst. Nie vergessen: Schimpfwörter sind die Argumente der Einfallslosen! 🙂

                      Gefällt mir

  29. Ja das wäre jedenfalls interessant zu wissen wie verschiedene Typen mit Kritik umgehen.
    Ich habe die Frage schon seit einer Weile habe jedoch bisher kein Kommentar verfassen können, ich bin froh das es jetzt Funktioniert so wäre auch das Nutzen deines Angebots auf dieser Seite einen Persönlichkeitstest zu machen
    wesentlich einfacher gewesen.
    Die Antwort selber kann ich soweit nachvollziehen, was mich persönlich aber „stutzig“ macht ist die Formulierung ein Falsches Ziel,
    da Falsch ja irgendwie sehr relativ gesehen werden kann. Was heißt das es ja nur ein falsches Ziel im Auge des Beobachters ist, der dies Subjektiv so bewertet. Die Person welche dieses Ziel verfolgt kann jedoch trotzdem das Richtige Ziel verfolgen, nur das es auf ein bestimmtes Umfeld nicht so wirken als würde er dies tun.

    Ich hoffe du verstehst mein Ansatz und ich bin nach deiner Erklärung auch gewollt diese anzunehmen. Mir geht es nur ein wenig um die Begriffsnutzung „Falsch“ im Kontext mit „Ziel“ in diesem Fall. Obwohl ich auch zugebe das es etwas kleinkariert wirkt ist das nicht mein Beweggrund, oder eventuell doch, (Ich bin halt ein wenig darauf bedacht alles zu hinterfragen) aber was mich mehr interessiert ist deine Meinung zu einem Thema dieser Art.

    Mit freundlichen Grüßen
    Max

    PS: Ich würde mich riesig über ein Beitrag von dir über den Umgang mit Kritik der einzelnen Typen freuen und tolle Arbeit, ein großes Lob und auch dank an die ganze Arbeit die du hier betreibst. Ich bin mir sicher einige Wissen das sehr zu schätzen.

    Gefällt mir

    1. Die Kommentare müssen erst von mir freigeschaltet werden und Persönlichkeitstests bearbeite ich momentan nicht
      mehr, wie ich es aber auch auf der entsprechenden Seite (oben, fett markiert) vermerkt habe 😉

      Sicher – „falsches Ziel“ ist enorm subjektiv. Wie du schon sagtest, können solche Bezeichnungen je nach Blickwinkel komplett anders beurteilt werden. Lass es mich vielleicht etwas diplomatischer ausdrücken: wenn entsprechender Persönlichkeitstyp sehr verbissen an „sein“ Ziel glaubt und sich daran klammert, wird er im schlechtesten Fall nicht einmal offen für andere Betrachtungsweisen sein. NJs sind gut darin, das sogenannte „Big Picture“ erkennen zu können, haben sozusagen eine weit distanzierte Draufsicht. Oftmals entgehen ihnen dabei aber die Details, da ihr extr. Empfinden eher schwach ausgeprägt ist oder sind zu ungeduldig, andere Eventualitäten (extr. Intuieren) in Erwägung zu ziehen.

      Aus der Antwort von Marcel (siehe oben) kannst du erkennen, wie sich das äußern kann. Man könnte meinen, ich hätte den Post aus demonstrativen Zwecken selbst geschrieben 😛

      Gefällt mir

  30. Okay, ich glaube jetzt habe ich Verstanden wie du es eigentlich meintest. Solche Typen neigen also zu einer Art „unerbitterlichen Sturheit“ mal ganz provokant ausgedrückt.(Ein Tunnelblick sozusagen) Ja ich hatte mir schon gedacht das du Marcel da als Vorzeige „empfiehlst“ und ich weiß auch was genau du damit meinst, besonders nach
    dem zweiten Mal lesen aller Diskussionen die du mit ihm hier geführt hast wird es auch für mich deutlich, wobei ich auch sagen muss das du manchmal angesichts seiner dir bekannten Art sehr unbedacht geantwortet hast in manchen Situationen.
    Aber genug davon.
    Ich hätte da noch eine Frage, und zwar sagt dir ambivertiert etwas? Es ist die Bezeichnung für eine nahezu gleiche Ausprägung der Introversion und Extroversion(nur ganz oberflächlich betrachtet).
    Denkst du nicht auch das es sinnvoll wäre die Funktionen um diesen Aspekt herum zu erweitern? Ich denke das so sogar die „Genauigkeit“ gesteigert werden kann mit der sich Menschen in diversen Beschreibungen oder Verhaltensweisen wiederfinden.
    Genaueres habe ich dazu noch nicht gemacht, aber die Idee ist trotzdem mal aufgekommen deswegen wollte ich mal Fragen was von dieser gehalten wird und wieso Sachen dafür oder dagegen sprechen.

    Das mit dem Kommentare freischalten wusste ich, jedoch ging es erst gar nicht es abzusenden.
    Das fett gedruckte habe ich tatsächlich in meiner Neugier komplett ausgeblendet oder Übersehen, danke das du mir das gesagt hast.
    Darf ich erfragen was genau der Grund ist das du momentan keine Test mehr auswertest und ob ich in der Zukunft noch darauf hoffen kann das du wieder auswertest? Wenn es beim fett gedrucktem steht, entschuldige ich mich nochmal dann habe ich, in diesem, mal nicht oder eher ganz und gar nicht aufgepasst.

    Gefällt mir

    1. „Tunnelblick“ trifft es ganz gut. Verteidigend muss man dazu auch sagen, dass insbesondere NJ-Typen dadurch natürlich auch beständiger an ihren Projekten arbeiten und Dinge tatsächlich zu Ende bringen, damit tun sich NPs wiederum sehr schwer.
      Inwiefern habe ich deiner Meinung nach unbedacht auf Marcel geantwortet? Finde ich ja sehr interessant, dass es tatsächlich Leute zu geben scheint, die unsere Diskussionen mitverfolgt haben.

      Ja, bzgl. „ambivertiert“ habe ich auch schon etwas gelesen, aber ich sehe den Nutzen darin nicht, diese Variabel noch ins System einzugliedern. Ich habe zum Beispiel für einen Introverten ein relativ stark ausgeprägtes extrovertiertes Intuieren und extrovertiertes Fühlen, wenn man mich nun aber mit einem „klassischen“ zurückgezogen lebenden INTP vergleichen würde, der eine viel stärker ausgeprägte introvertierte Tendenz hat, dann sollte man trotzdem nicht von zwei verschiedenen Typen sprechen. Seine nach innen gekehrten Funktionen sind eben stärker, während ich dem ENTP-Typen etwas ähnlicher bin.

      Letztlich ist es meines Erachtens nach aber ohnehin nicht unbedingt sonderlich zielführend, die Dinge alle nochmal speziell bewerten zu müssen, wenn diese Bewertung nur schwammig getroffen werden kann. Weder Tests noch Psychologen noch Selbststudien können dir harte Zahlen nennen, inwiefern eine Person nach innen- oder außen gekehrt ist. Maximal kann man Tendenzen erkennen, aber da reicht die Einteilung „introvertiert/extrovertiert“ schon. Ich denke, wenn „ambivertiert“ noch hinzukommen würde, würden sich die meisten Menschen dort einordnen.

      Ich habe mich mal für längere Zeit mit den Tricks von Wahrsagern, selbsternannten Propheten und Mentalisten beschäftigt. Beim sogenannten „Cold Reading“, einer Technik, bei welcher der Trickbetrüger seinem Gegenüber weismachen will, er wisse Dinge, die er nicht wissen kann, ist auch folgender Satz häufig zu hören: „Du brauchst manchmal einfach Zeit für dich und kannst es gar nicht haben, Menschen um dich zu haben. Manchmal musst du dich aber auch einfach unter andere Leute mischen, um Inspiration und Lebensfreude zu tanken!“ – im Grunde genommen beschreibt der Cold Reader damit einen ambivertierten Menschen. Und gleichzeitig jeden Menschen mit gesunder Persönlichkeitsentwicklung – deshalb funktioniert dieser „Trick“ auch so gut. Verstehst du, was ich meine?

      Der Grund für den Stop in der Testauswertung ist zum einen, dass ich inzwischen Vater geworden bin und weniger Zeit habe, zweitens – selbst, wenn ich mehr Zeit hätte, ich würde sie anders konzentrieren. Entweder ich schreibe in meiner Freizeit an meinem Blog, komponiere für meinen YouTube-Kanal, spiele PC, verbringe Zeit mit meiner Frau, mit Freunden, bastele an Miniaturen, mache Musik oder gehe Spazieren. Fechten, Gesellschaftsspiele kreieren und Tests auswerten würde ich zwar auch gerne machen, aber nur, wenn der Tag drei Stunden mehr hätte und ich entsprechend mehr Energie. Sonst kommt am Ende wirklich nichts bei raus. Ich will ein vernünftiger NP-Typ sein und anfangen, auch Prioritäten zu setzen 😉

      Gefällt mir

  31. Ja ich liebe lange Diskussionen und lese sie dementsprechend sehr gerne.
    Da du ein Beispiel willst würde ich (einfach weil es auch direkt zu finden wahr) dieses Zitat von dir nehmen, wo du auf seinen Input bzgl. Filmkritik reagiert hast: „Ich kann dir da überhaupt nicht zustimmen, Marcel, du scherst da (wieder) viel zu sehr über einen Kamm.“
    Ich will mich auch ein wenig (versuchen) zu erklären. Mir gefällt die Formulierung dabei nicht sie kann sehr provokant wirken besonders wenn man schon nach unzähligen Diskussionen davon ausgehen könnte das du durchaus gerne Provozierst um Thematiken weiterzuführen. Ich meine also keinesfalls das du beabsichtigt mit boshaftiger Absicht manchmal provozierend schreibst, sondern um A: Interessant aussehenden Gesprächsstoff zur Diskussion/Debatte zu führen/anzuregen, B: Etwas aussagen und es zu extremisieren um es verständlicher zu machen, C: Oder weil du diese Art des Schreibens dir mittels deines Umfeldes oder durch andere gründe angewöhnt hast.(Das sind jetzt einfach nur einige Vermutungen ohne Behaupten zu wollen das ich dich kenne oder ähnliches. Einfach aus dem Bauch heraus sozusagen, aber das ist ja nochmal was anderes.)
    „Ich kann dir da nicht zustimmen“ ist erstmal völlig neutral,
    jedoch ist die Phrase „…du scherst da (wieder) viel zu sehr über einen Kamm“ evtl. etwas „harsch“ formuliert. Die Klammer mit dem „(wieder)“ dient dir zwar um nochmal darauf hinzuweisen das er da etwas nicht ganz bedacht hat und das du schon einige Male auf diese „Schwäche“ hingewiesen hast vermute ich mal( Ist also eigentlich eher behilflich gemeint), ist jedoch nicht vonnöten. Besonders nachdem dir ja aufgefallen sein sollte das Marcel es nicht so damit hat Ideen spontan und gleichzeitig Detailreich und ausführlich Begründet aufs Blatt zu bringen. (Jedoch gehe ich hierbei davon aus das du das schon mit bekommen hast)
    Die Nutzung von einer Art Metapher finde ich auch ungünstig, klar es verbildlicht das ganze, aber gleichzeitig reagiert auf eine Metapher oft auch das Fühlen etwas stärker, weil man sich ein sinnliches Bild aufbauen kann.(Zumindest habe ich im täglichen Umfeld das Gefühl.)
    So so viel zu deiner Nachfrage zu einem Bespiel ich habe da auch nochmal „unerlaubt“ meine Meinung dazu abgegeben und es Versucht nachvollziehbar zu begründen, jedoch vermute ich das meine „Begründungen“ für dich vllt. nicht wie welche wirken, aber das sehe ich ja anhand deiner Antwort wahrscheinlich bald.^^

    Zu deiner Meinung zu Ambivertiert. Ja du hast recht viele menschen würden sich nach der allgemeinen Formulierung wahrscheinlich dort hinzuordnen, jedoch könnte man das ändern. Ähnlich wie bei Introvertiert welches ja nach allgemeiner Formulierung nicht ganz der Funktion I entspricht.
    Ambivertiert meint ja immerhin nicht das man ein Mensch mit unterschiedlichen Launen und Empfinden oder Gefühlen ist die dafür sorgen das man mal Extrovertiert ist als jemand der eigentlich hauptsächlich Introversion neigt.
    Wenn man genau erklärt was Ambivertiert im Detail ist glaube ich sogar das sehr wenige sich dort einordnen würden.
    Das Beispiel aus dem Cold Reading ist übrigens sehr anschaulich, jedoch würde ich nicht sagen das der Spruch: „Du brauchst manchmal einfach Zeit für dich und kannst es gar nicht haben, Menschen um dich zu haben. Manchmal musst du dich aber auch einfach unter andere Leute mischen, um Inspiration und Lebensfreude zu tanken!“, eben nicht auf jeden Ambivertierten Menschen zutrifft. Wenn das der Fall wäre würdest du ja indirekt Ambivertiert=jeder Mensch mit normaler Persönlichkeitentwicklung behaupten.
    Bei „normalen“ Menschen (Was ist schon normal?) gibt es Tendenzen, aber die Neigung zu einer der beiden Seiten (Introvertiert-Extrovertiert) liegt eher vor, dabei ist das meistens Gemüts abhängig und stark unterbewusst wenn man mal gegen seiner üblichen Tendenz „verstößt“.
    Ambivertierte Menschen sind aber nicht unbedingt aufgrund ihrer Gemütslage mal an einen Tag so und am anderen so, bei ihnen hängt das wahrscheinlich von etwas ab was sich in ihrem Unterbewusstsein eingeprägt hat als bspw. etwas wie eine Anschauung auf die Welt(Besonders bzgl. Menschen denke ich mal). Für Ambivertierte soll es außerdem um einiges Einfacher sein mal eben Situationsabhängig die Art des Auftretens zu ändern (Oder die Art wie sie „Energie auftanken“).

    Schade eigentlich, aber ich freue mich auch für dich das du so „erfüllenden“ Tage erlebst und dich mit Sachen beschäftigst die dir Freude bereiten. Ich bin mir zwar sicher das tust du, aber genieße die Zeit die du hast. Auch wenn manche Tage aufgrund deiner Aktivitäten garantiert auch sehr ermüdend sind, aber ich denke gerade dieses Gefühl der Erschöpfung liegt dem des „Erfüllt“ sein und „des etwas erreicht haben“ sehr nahe.

    Nun noch etwas wie Gedanken die mittendrin gekommen sind und damit die Möglichkeit eines Missverständnisses verringert wird. Ich hoffe du bemerkst das ich häufig oder gar durchgehen relativierend schreibe im Sinne von : Ich glaube, Ich denke, ich vermute, es könnte sein, ist eher so usw. das liegt daran weil ich zum einen niemand bin der behauptet das irgendetwas was auf dieser Welt und nennt man es auch Wissen als absolut bezeichnet werden kann.
    Alles ist subjektiv besonder weil es von uns Erschaffen/Erfunden wurde. Somit ist also alles für mich eine Art der Sichtweise. Ein extremes Beispiel was mir hoffentlich niemand verübelt: Jemanden zu töten ist aus der Sicht der meisten wohl eher nicht vertretbar oder „schlecht“, es gibt jedoch auch Leute die das anders sehen. Z.B die die daran glauben das man ins heilige Land kommt oder wiedergeboren wird und eine zweite Chance erhält um sein Leben auszufüllen, für manche von ihnen könnte der Mörder etwas wie eine (sehr Provokant) gute Fee/Engel sein. Andere wieder könnten meinen das wir ja als Tiere trotzdem Opfer unseres Urinstinkte sind und deshalb nichts dafür können weil es in unserem Sein begründet ist zu töten um zu überleben. Wieder andere argumentieren vllt. indem sie Sagen das es laut dem „Gesetz“ der Wahrscheinlichkeit absehbar war und das der rote Faden sich halt sowieso heute mit dem des Todes gekreuzt hätte.
    Ich möchte am Ende betonen das ich hier nur Sichtweisen nachvollzogen habe und sie nicht meiner eigenen Entsprechen müssen. Es ist wie bereit erwähnt ein sehr direktes und auch „gefährliches“ Thema welches gerade dadurch wohl auch einige die die Aussagen zu ernst nehmen und auf mich beziehen wollen gefundenes Futter sein könnte, aber es veranschaulicht das ganze vllt. ganz gut.
    Ich weiß eigentlich noch gar nicht ob ich du schreiben darf deswegen würde ich gerne Fragen ob dich das auch nicht stört, weil es mich in dem Fall auch ziemlich stören würde das ich es einfach so gemacht habe.
    Du hattest begründet wieso du nicht mehr auswertest. Aber ich glaube die Frage ob es so ein „Angebot “ nochmal gibt hast du vergessen oder übersehen. Falls das daran liegt das du keine Antwort hast oder keine Geben möchtest ist das auch verständlich dann merke ich im nächsten Text ja ob du es erwähnst oder nicht.
    Besonders der erste Teil wo ich mich mit deinem Satz beschäftige ist auf meine eigene Sicht bezogen und was ich davon halte bzw. wieso ich sagte das ich der Meinung bin das du „unbedacht“ geantwortet hast. Es kann also sehr gut sein das das nicht mit deiner Sicht übereinstimmt oder du den Sinn hinter meiner Begründung nicht nachvollziehen kannst und das ist auch gut. Es wäre aber auch nett von dir zu bedenken das das keine Kritik war sondern ich viel mehr den Sinn dahinter sah deine Perspektive zu erweitern durch die Sichtweise die in dem Fall ich so habe. Ich lerne immerhin durch deine Kommentare auch so einige neue Sichten dessen Meinung ich vllt. auch nicht immer bin, aber die ich Aufnehme weil ich weiß das der Zugriff auf mehr Perspektiven eines der Wichtigsten Sachen sein kann um voran zu kommen und andere zu verstehen und zu respektieren zu lernen.(Damit will ich nicht behaupten das du das nicht tust, ich wollte eigentlich nur uns beide und alle anderen die dieses Labyrinth aus verzwickten Wörtern durchlesen daran erinnern wozu eine Diskussion dienen kann, denn das wird häufig vergessen bei all diesem Recht haben wollen oder widerlegen von Tatsachen durch andere mit der festen Überzeugung nur eine kann die richtige sein.

    Na gut da habe ich dir wieder eine ewig langen Text geschickt, ich hoffe es stört dich nicht allzu sehr, wenn doch werde ich mich demnächst etwas kürzer Fassen.

    Freundlich Grüße
    Max

    Gefällt mir

    1. Interessante Beobachtung. Ja, da könnte tatsächlich etwas Wahres dran sein, dass Metaphern und Redewendungen eher die Emotionen anrühren und für eine objektive Diskussion dementsprechend hinderlich sein können. Habe ich so noch nie betrachtet, könnte sich in Zukunft vielleicht als nützliche Information erweisen.
      Übrigens – freie Meinungsäußerung. Das ist nicht unerlaubt und du hast das ja auch nicht auf respektlose Art und Weise getan, außerdem habe ich ja konkret nachgefragt.

      Bevor ich mich deinem zweiten Absatz widme, beim dritten hast du dich etwas überschlagen und bevor mein Gehirn jetzt Purzelbäume macht (ich muss das mit den Metaphern noch etwas üben, aber du wirst es mir sicher nachsehen), gehe ich erstmal schnell darauf ein: ja, du darfst mich duzen; korrekt: alles ist relativ und angesichts der Tatsache dass (vor allem in Europa) jeder Mensch auf Kosten anderer Menschen und vor allem der Umwelt lebt, ist dein Beispiel gar nicht mal so abwegig; die Frage muss ich tatsächlich überlesen haben, aber ich könnte mir schon vorstellen, die ausgefüllten Fragebögen wieder zu beantworten. Da die Nachfrage sehr groß ist, eventuell gegen Geld. Das hört sich vielleicht abstoßend an, aber dann weiß ich wenigstens, ob die Person die Arbeit, die hinter so einer Analyse steckt, wirklich auch zu schätzen weiß. Die Sache ist eben die, dass ich mit Blogeinträgen pauschal mehreren Leuten helfen kann, selbst die Kommentare scheinen ja offensichtlich für einige einen gewissen Unterhaltungswert zu haben. Bei den Auswertungen investiere ich Zeit in einzelne Personen, von der maximal diese einzelne Person etwas von hat und das auch nur, wenn sie es wirklich ernst meint.

      Zur Ambivertiertheit. Halte ich nach wie vor für sinnlos: letztlich würde es bedeuten, dass es bei einem Ambiverten (ich kürze einfach mal ab, ich halte bereits das Wort für ein Ungestüm) keine erste und zweite Funktionen gibt, sondern zwei erste Funktionen. Im Vergleich zu meiner Frau wäre ich beispielsweise mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ambivert, dementsprechend wäre ich ein ANTP: mein TI und NE wären auf einer Stufe, danach kämen SI und FE, ebenfalls auf einer Stufe. Ich habe schon öfters überlegt, ob ich nicht vielleicht ein ENTP bin und der Trugschluss liegt Nahe, weil man die bevorzugte introvertierte Funktion oft übersieht – weil sie tendenziell unterbewusst abläuft. Mein introvertiertes Denken, also mein Hang dazu, alles zu analysieren/kritisieren läuft quasi automatisch, während ich gerne und häufig meine Kreativität und meine Ideen benutze und darüber spreche. Es kostet mich nur ein klein wenig Energie, mein NE zu nutzen, aber gerade deshalb und weil ich es häufig benutze, ist es für mich bewusst aktiver als mein TI.
      Nehmen wir einen Profi-Violinisten, der eine Begabung dazu hat, Violine zu spielen, das jeden Tag sehr häufig macht, übt, ohne zu murren, weil es ihm Spaß macht, fast keine Überwindung kostet. Streng genommen ist er aber zunächst ein „Atmer“ und erst dann ein Violinist, weil er vergleichsweise mehr atmet, als Violine spielt. Nur ist ihm das nicht direkt bewusst. Verstehst du, was ich meine? So verhält es sich in etwa mit meinem TI (Atmen) und NE (Violine).

      Für einen INTP bin ich zwar relativ extrovertiert, in dem Sinne, dass mein NE sehr präsent ist (enorm viele Hobbies, denen ich viel Zeit widme, ich rede verhältnismäßig viel und schnell) und mein FE verhältnismäßig gut ausgeprägt (sonst könnte ich meinen Job wohl auch kaum erwartungsgemäß erledigen). Trotzdem habe ich eine *Tendenz* dazu – und das ist der zweite Punkt – dass ich mich im Zweifelsfall zurückziehe und auftanke. Mache ich das zu lange, brauche ich wieder meine Außenwelt, aber das Verhältnis zeigt, dass ich mehr Zeit für mich brauche und es mich mehr auslaugt, meine extr. Funktionen als meine intr. Funktionen zu nutzen. Und jeder Mensch hat eine Tendenz. Ich glaube nicht, dass jemand ernsthaft komplett ausgewogen ist. Du bist entweder männlich oder weiblich. Oder ein Zwitter, aber selbst dann hast du eine Tendenz, in welchem Geschlecht du dich wohler fühlst, genauso, wie es feminine Männer und maskuline Frauen gibt. Das ist jetzt eine dreiste Behauptung, aber da niemand von sich selbst behauptet hat, ambivertiert zu sein, trete ich damit auch niemandem bewusst auf die Füße: Ich meine, dass jeder, der meint, ambivertiert zu sein, sich selbst (noch) nicht gut genug kennt und/oder irgendwelche Vorurteile gegen Introversion oder Extroversion hegen.

      Gefällt mir

  32. Gegen Geld dieses Angebot zu geben ist nicht verwerflich, ich fand es irgendwie auch schade das du kein Geld genommen hast da der Aufwand (nach dem was ich an Analysen in den Kommentaren gelesen habe) riesig sein muss. Auch wenn du darin routinierter wirst, was ja nicht gut sein muss, ist der Aufwand ziemlich groß.

    Zu der Sache mit Ambivertiert ( ich finde das Wort ebenfalls ein wenig komisch). Nach dem ich mich in deine Argumentation ein wenig rein finden konnte glaube ich das du da recht haben könntest. Ich werde aber trotzdem mal den Gedankengang für mich persönlich weiterverfolgen und gucken ob etwas sinnvolles bei rum kommt. Das beispiel mit dem Violinist ist übrigens sehr amüsant, nicht weil es unlogisch ist sondern weil es etwas sehr offensichtliches ist was tatsächlich nicht wahrgenommen wird, wie die Extrovertierte/Introvertierte Funktion. Ich persönlich habe nichts gegen Metaphern ich weiß ja das du sie geschickt zwecks Vereinfachung oder ähnlich benutzt und mich nicht angreifen willst. Jedoch gibt es da Leute die zB. nicht gelernt haben das es sich manchmal um eine Überreaktion handelt wenn man sich von einer Metapher in einer Diskussion aufmürben lässt. Man darf in dieser Welt halt leider nicht zu viel rein Interpretieren, oder zumindest sollte man es für sich behalten sonst sucht das Soziale Umfeld gerne mal das Weite, auch wenn es, wie immer, ausnahmen gibt. Und damit meine ich jetzt nicht unbedingt das das man alles schlucken soll und einfach alles ertragen soll was ein nicht passt man sollte sich nur selber bemühen das zu ergänzen was einem fehlt oder lernen geschickt mit dem umzugehen was man hat. Ohne täglichen Input von Themen die mich wirklich interessieren würde ich bspw. am nächsten Tag vor Müdigkeit umfallen wenn ich mir die teilweise sehr simplen Gespräche anhöre, dass habe ich aber nur erfahren weil ich mich bemüht habe mit dem wie ich bin umzugehen und meine Eigenschaften die in manchen Situationen ungünstig sind so zu nutzen oder zu ergänzen das die Schwierigkeit zumindest ein kleines bisschen geringer wird. Ich war früher (und heute auch noch) sehr Kritik unfähig, das liegt daran das ich stur bin und häufig der Meinung bin das durch mein ständiges Überdenken mit einschließen verschiedener Perspektiven und mein häufig sehr gutes Bauchgefühl mein Weg optimal bzw. optimaler ist als ein Weg den mir jemand anderes Vorschlägt. Außerdem mag ich es nicht etwas vorgegeben zu bekommen, da ich sehr gerne selber die Erfahrungen mache, auch wenn es Fehlschläge sind die mich mal für eine Weile stilllegen. Die Erfahrung am Ende ist es mir jedenfalls Wert. An dieser Art hat sich bei mir nicht so viel getan, aber ich habe festgestellt das dieser Teil von mir einen wichtigen Teil (wie sich andere Fühlen) entgegenwirkt und das hat es mir erleichtert es mehr zu kontrollieren wann ich stur bin und wann nicht. <- Damit will ich sagen das man sich Wege auch durch ein wenig in sich gehen und nachdenken beheben lassen.

    Na gut das war wieder mein riesen Kommentar (Ich schreibe aber auch viel drum herum^^). Meine bisher letzte Frage ist in welche Richtung du mich jetzt spontan was die Persönlichkeit angeht zuordnen würdest von dem was du gelesen hast. Und ich will keine Analyse, du musst es nicht einmal begründen, die 4 Funktionen würden genügen den Rest könnte ich mir mithilfe deiner Beiträge(un meinen Kommentaren) erschließen. Ansonsten bedanke ich mich für deine Zeit, meine verwirrten Texte zu entschlüsseln und mir zu Antworten. Das war das erste mal seit einiger Zeit das mir eine Unterhaltung dermaßen Freude bereitet hat.

    Gefällt 1 Person

  33. Hier gibt es tatsächlich des öfteren spannende Diskussionen, die auch ich mit lese und bei denen ich immer kurz davor stehe, mit ein zu steigen… Diesmal gebe ich aber doch meinen Senf dazu. Also die Sache mit den Diskussionen kann ich nur bestätigen.

    Die Sache mit der Ambivalenz: Da stimme ich Sam zu. Als ich das erste mal davon gehört habe, wollte ich es nicht akzeptieren. Vllt liegt es auch einfach daran, dass ich persönlich selbst stark davon überzeugt bin, dass ich introvertiert bin und es daher nicht verstehen kann, wieso Leute nicht beurteilen können, ob sie intro – oder extravertiert sind. Seit ich mich aber mit dem ganzen Persönlichkeitskram beschäftige, habe ich durchaus Leute getroffen, denen man Ambivalenz zuschreiben könnte. Möglicherweise – wie du, Max, schon angeschnitten hattest – auch einfach nur, weil ich es nicht besser weiß. Jedenfalls habe ich auch schon oft gelesen, dass der Kernunterschied zwischen intro-und extravertiert der ist, wie man Energie tankt. Und daran denke ich, kann man am besten beurteilen, was man ist. Introvertierte können durchaus viel reden und scheinbar gesellig sein; Extravertierte auf der anderen Seite können auch mal passiv sein, aber letztlich brauchen Introvertierte eher die Ruhe für sich alleine als Extravertierte. Es existiert auch deshalb (für mich) keine Ambivalenz, weil es lediglich um Tendenzen geht. Da jeder Mensch eine verschieden starke Ausprägung haben kann, kann es auch sein, dass viele nah an der 50% Grenze sind, aber dennoch einen Gewissen Hang in die eine oder andere Richtung haben. Zu der Hypothese bezüglich, dass wohl die meisten sich als ambivalent bezeichnen würden: Ich habe da zwar keine große Stichprobe, aber von allen, mit denen ich darüber geredet habe, hatten tatsächlich auch Präferenzen in die eine oder andere Richtung. Nur wenige sagten, sie seien wahrscheinlich beides, aber auch das lag meiner Meinung nach eher daran, dass sie dies noch nicht wirklich durchdacht haben und sich nicht gut in dem Thema auskannten.

    @Sam Der Gedanke mit den verschieden stark ausgeprägten extra- und introvertierten Funktionen finde ich ziemlich interessant. So hatte ich das noch gar nicht beachtet. Da die extravertierten Funktionen ja meistens die sind, die von der Umgebung auffallen, frage ich mich da, was denn passiert, wenn eine Person stark introvertiert ist. Entsprechend wäre nach der Theorie ja auch die dominante introvertierte Funktion sehr stark. Kann es dann nicht in speziellen Fällen dazu führen, dass die extravertierte Funktion übersehen wird und man vllt sogar mit anderen Typen verwechselt wird?! Vllt mal ein Beispiel: Ein INTJ, dessen extravertierte Funktion Te nicht sehr entwickelt ist, könnte dann ja vllt unter anderem als INFP wahrgenommen werden, wenn das Fi an dritter Stelle auch noch eher überdurchschnittlich entwickelt ist. Oder nicht? Da wäre es dann eig auch eher sinnvoll zu sagen, dass man der bestimmte Typ ist, sondern Typ A mit Typ B Präferenzen oder ähnliches. Dann werden die Unterschiede zwischen den Menschen auch klarer und viele würden sich eher in Beschreibungen wiederfinden.

    Dann noch die Sache mit den Metaphern. Das höre ich auch zum ersten mal und bin ehrlich gesagt überrascht, dass es Leute „angreifen“ könnte. Das finde ich tatsächlich auch ziemlich schade, da ich Metaphern oft als sehr passend empfinde, um etwas zu beschreiben; insbesondere dann, wenn „normale Worte“ nicht die entsprechende Intensität verursachen. Ich sehe aber auch noch nicht ganz, warum es verletzend sein könnte. Ja, bei entsprechenden Metaphern kann es wirklich stark „das Herz“ treffen, aber das wäre dann wohl eher bei Metaphern, die auch darauf ausgelegt sind, die Gefühle zu treffen. Zudem wenn man so denkt, dann kann alles irgendjemanden verletzten… Wenn man dann ständig darauf achten muss, kann man ja verrückt werden. Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Das kann ich gerade nicht so gut erklären…

    @Max Mich hast du jetzt zwar nicht erwartet und ich bin auch kein Profi, sicherlich weit unter Sams Niveau und es ist absolut nichts Endgültiges, aber ich will dir mal einen kleinen Impuls geben. Was ich bei dir definitiv sagen könnte ist das N. Du machst die viele „abstrakte“ Gedanken und hast viele Ideen zu mehreren Themen. Dadurch, dass du dir scheinbar auch wirklich sehr viele und tiefgründige Gedanken machst, würde ich dir sogar INxx zuschreiben. Nicht das E-Typen nicht auch sehr viele tiefgründige Gedanken haben könnten, aber letztlich sind sie doch eher auf die Außenwelt konzentriert und schreiben (erfahrungsgemäß zumindest) nicht gerne viel. Bei den anderen beiden Buchstaben bin ich absolut nicht sicher, aber der Fakt, dass du gerne diskutierst, kann zu INTP tendieren. Deine Schreibweise erinnert mich auch ein wenig an meine oder eher auch meine Gedanken. Besonders typisch für mich ist sowas wie „Ich habe jetzt wieder zu viel geschrieben, aber ich hoffe, dass ist in Ordnung“ oder die Erklärung mir „Ich denke“ usw. Jedoch scheinen deine Texte etwas „durcheinander“. Meine – will ich meinen – seien strukturierter. Ich würde auch niemals (absichtlich) so kreuz und quer schreiben. Meine Texte kontrolliere ich im Nachhinein auch meistens auf Rechtschreib- und Verständnisfehler und korrigiere ich sofort. Das scheint dir widerum nicht sehr wichtig zu sein. Da finde ich (vor allem unter der Annahme, wenn ich ein J Typ wäre), dass es bei dir für P spricht. Aber sind jetzt lediglich Annahmen. Kannst mir ja Bescheid geben, wenn ich total daneben liege oder es passt. Sicherlich hast du dir selbst diesbezüglich bereits Vermutungen aufgestellt. Vllt liegen meine Vermutungen ja auch deinen nahe.

    Gefällt 1 Person

    1. Ach, und was mir gerade eingefallen ist:
      Marcel hat schon mal versucht anhand des Textes den Typen zu bestimmen, obwohl er die Person (in dem Fall mich) nicht kennt, ich habe da jetzt auch eine Meinung zu Max geschrieben, während du, Sam, es vermeidest. (Was jetzt keine Beschuldigung sein soll, lediglich eine Feststellung). Wenn Marcel jetzt, wir er sagt, ein INFJ ist und du selbst ein INTP, kann man schon in dieser Situation sehen, dass J-Typen die Präferenz haben, einen schnellen Urteil zu fällen, während P Typen eher vorsichtig an die Sache gehen? Du selbst sagst ja, du möchtest keine voreiligen Schlüsse ziehen. Macht auch Sinn und kann ich auch absolut verstehen. Ich persönlich habe aber irgendwie dennoch den Drang „meine Meinung“ los zu werden, auch wenn es nicht stimmt. Dabei sage ich ja auch extra, dass das lediglich eine Vermutung ist. Natürlich ist diese Stichprobe viel zu klein, als dass man das pauschal sagen kann, aber ich habe ähnliche Momente schon öfters erlebt bzw diese Vermutung schon seit längerem und diese Situation passt einfach dazu.
      Da gibt es auch noch ein Beispiel:
      Wenn es darum geht – sagen wir mal – x Objekte zu bewerten oder machen wir es konkreter: 10 Gerichte zu bewerten. Dabei kann man jedes Gericht einmal testen und muss im Nachhinein entscheiden, welches am besten schmeckt. Unabhängig davon, ob man die Entscheidung objektiv oder fühlend fällt, gibt es verschieden Typen mit verschiedenen Ansätze dafür: Die einen ziehen es vor, erst alle Gerichte zu probieren und dann sich zu entscheiden, andere Personen hingegen bewerten direkt nach dem unmittelbaren Probieren und bauen sich so quasi eine innerliche Liste auf, die nach jedem Gericht angepasst wird. Kann man da dann sagen, dass die erstere Gruppe gerade die P-Typen sind, die erst alle Optionen sehen wollen und die zweite Gruppe eher die J-Typen, die lieber schneller zu einem Urteil kommen wollen und deshalb direkt bewerten? Habe derartiges nämlich schon öfter festgestellt und mich dann gefragt, ob es irgendwie so in Zusammenhang gebracht werden kann. Ich habe mich selbst auch schon oft dabei erwischt, wie ich neue Personen direkt bewerte, also irgendwelche Eigenschaften ausfiltere und auch eine tendenzielle vorerste Meinung über die Person bilde. Obwohl ich trotzdem eher neutral zu der Person stehe und mir auch sage „Ja, mal sehen, wie die Person so sein wird“. Also die erste Einschätzung bleibt auch nur bei einer ersten Einschätzung und wird immer weiter optimiert, was sehr lange dauern kann, bis ich mir mehr oder weniger sicher bin. Also wäre dies zwar wieder ein lange Suchprozess, aber basierend auf eine tendenzielle erste Einschätzung (also erstes Urteil). Oder ist es zu viel interpretiert und derartige Situationen zu situativ, als dass man hier einen Zusammenhang aufbauen könnte?

      Gefällt mir

    2. Schön, wieder von dir zu hören!
      Ja, das mit der Verwechslungsgefahr, wie du es geschrieben hast, kann durchaus passieren. Jedoch würde ich das nicht festmachen und die Typanalysen um weitere Variablen erweitern – während ich persönlich der festen Überzeugung bin, dass man seinen Lebtag ein- und denselben Persönlichkeitstypen behält, glaube ich, dass genau dieser Faktor – also, wie stark die verschiedenen Funktionen ausgeprägt sind und sich gegenseitig ausbalancieren – sich durchaus ändern kann. Ich war beispielsweise vor meinem 19. Lebensjahr noch viel introvertierter als seitdem und habe auch bei vielen anderen Menschen in dieser Hinsicht Veränderungen feststellen können. Ich habe die Tendenz beobachtet, dass mit dem Alter Extroverten etwas introvertierter werden und vice versa.

      Solltest du tatsächlich ein INTJ sein, würde es Sinn machen, dass du das mit den Metaphern so siehst – zum einen, weil du Dinge als Denker ohnehin etwas objektiver und unpersönlicher betrachten kannst und dich mit deinem direkten Denken (TE) der Gedanke frustriert, auf so viele Details im Umgang mit anderen achten zu müssen. Zum anderen, weil dir als primärer NI’ler Metaphern aus Prinzip liegen, da deine erste Funktion ohnehin auf Symbolik ausgelegt ist.

      Ich könnte mir bei Max durchaus auch INFP vorstellen, zum einen, da INTPs so ziemlich als die berüchtigsten Rechtschreibnazis gelten, zum anderen – aber das sind nur kleinere Indikatoren, wohlgemerkt – da ihm die Sache mit der Verletzlichkeit bei Metaphern aufgefallen ist und INTPs in der Regel nicht so feinfühlig sind, darauf zu achten.

      Zu deinem zweiten Kommentar: doch, das kann man tatsächlich so behaupten und ich würde es auch nie als „Beschuldigung“ ansehen. Für P-Typen ist es ja auch viel mehr eine Tugend, erstmal zu beobachten und keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen, während ich Marcels meiner Meinung nach überstürzten Urteile eher skeptisch betrachte. Der Unterschied zwischen dir und ihm ist der, dass du, wie du schon schreibst, immer noch dazu schreibst, dass es sich lediglich um deine Meinung oder Vermutung handelt, während Marcel des Öfteren seine Meinung sehr häufig als erwiesenen Fakt darstellt.

      Dein Beispiel mit den Gerichten ist generell treffend, zumindest von dem, was nach außen kommt. Allerdings ist die Sache – wie so häufig – etwas Komplizierter. Mach spricht nicht umsonst bei ESTJs oder INFPs von „primären Urteilern“, weil sie eine urteilende Funktion an der Spitze haben und bei INFJs oder ESFPs von „primären Wahrnehmern“, weil ihre erste Funktion eine wahrnehmende ist. Gerade bei den „primären Urteilern“ mit P-Tendenz ist es so, dass wir uns innerlich eigentlich sofort eine Meinung bilden. Wie ich schon Max metaphorisch erklärt habe, analysiere und kritisiere ich, wie ich atme. Ich mache das automatisch, kann es schon fast nicht abstellen. Nur agiere ich nach außen, sprich: meiner Umwelt gegenüber durch mein NE bedingt eher vorsichtiger, in diesem Sinne, dass ich meine Meinung erstmal für mich behalte und alle anderen „Gerichte“ probieren will.

      Das ist derselbe Grund, warum INTPs so gerne diskutieren: sie wollen ihre Argumente (und dadurch entstandene Meinungen) überprüfen. Es gab zu meiner Kindheit eine seltsame Show, die mir aus damals unerfindlichen Gründen sehr zusagte: Hobbybastler haben ihre selbstgebauten Roboter in einer Arena gegeneinander kämpfen lassen. So in etwa kann man sich das mit INTPs (und ENTPs) und Diskussionen vorstellen: sie basteln eifrig an ihren Argumenten und Meinungen und „tunen“ diese leidenschaftlich auf. Wenn diese in der Diskussion, also der Arena gegen andere Argumente versagen, dann ist das natürlich nicht unbedingt befriedigend, aber es würde keinen Sinn machen, jetzt darauf zu bestehen, dass der eigene Roboter „trotzdem besser war“ – das Ergebnis bezeugt ja vom Gegenteil. Das bedeutet, dass wir entweder unser Modell anpassen, sprich: den Wahrheitsgehalt der „feindlichen“ Argumente überprüfen, in deren Quellen recherchieren oder gar das Modell des Kontrahenten zu übernehmen und selbst noch weiter zu modifizieren.
      Daher eventuell auch der Eindruck, dass INTPs und ENTPs ständig ihre Meinung wechseln.

      Gefällt mir

      1. „während ich persönlich der festen Überzeugung bin, dass man seinen Lebtag ein- und denselben Persönlichkeitstypen behält, glaube ich, dass genau dieser Faktor – also, wie stark die verschiedenen Funktionen ausgeprägt sind und sich gegenseitig ausbalancieren – sich durchaus ändern kann“
        – Hierzu habe ich auch gelesen, dass es so sein soll, also dass es nicht nur eine Überzeugung deinerseits ist. Die verschiedenen Eigenschaften (also die Buchstaben in dem Falle) seien genetisch bedingt und ändern sich nicht. Sie werden lediglich abgeschwächt oder verstärkt.

        Das mit den Details liegt an Te? Ich dachte immer Ni. Bzw ein Mix aus Ni mit Te. Denn ISTJs haben Te ja auch an der zweiten Stelle, sind aber doch sehr viel detailorientierter, was an deren Si liegt?
        Was die Symbolik angeht: Ich war früher sehr stark von Traumdeutung fasziniert. Heutzutage ist es nicht mehr so stark, aber dennoch sind mir Träume wichtig und ich reflektiere die auch so gut wie jeden Tag.Ist mir jetzt nur so dazu eingefallen^^

        Bei F und T wollte ich mich nicht festlegen. Ich dachte auch an die Sache mit den Metaphern, aber fand das als zu klein, um es zu bewerten, aber ja, das wäre ein Indikator.

        Wie ist es eigentlich mit INTJs und „Rechtschreibnazis“? Früher dachte ich immer, INTPs sei dies total egal, während INTJs eher daran nörgeln.

        Hmm, das verkompliziert es tatsächlich, weil ich eigentlich auch damit gemeint habe, dass P-Typen selbst innerlich noch nicht entscheiden. Müsste ich noch mal verdauen. So wie du es erklärt hast, finde ich es auch auf mich sehr treffend. Ich urteile zwar, sage es aber nicht, sondern behalte es für mich bis ich mich entschieden habe oder nicht mehr weiter komme.

        Das mit der Diskussion leuchtet ein. Ich habe auch schon oft gelesen, dass INTPs Diskussionen als „Spiegel für Ideen“ nutzen und des öfteren auch die gegenteilige Meinung annehmen, nur um weitere Ideen zu generieren. Das zumindest trifft auch auf mich des öfteren vor. Meine gesagte Meinung, muss nicht unbedingt meine wahre sein, sondern lediglich dazu dienen, alle Perspektiven zu beachten. Aber eine Diskussion als Bestätigung zu suchen?! Diskussionen dienen mir meistens nur dann, wenn ich mir selbst noch unsicher bin. Wenn ich bereits eine Meinung habe, habe ich entweder keine Lust auf eine Diskussion, weil ich es eh schon weiß, oder aber wenn eine Meinung stark meiner Meinung widerspricht, tendiere ich dazu ungeduldig zu werden und von meiner Meinung überzeugen zu wollen, obwohl ich mir gleichzeitig denke „Warum denn? Kann mir ja egal sein.“ Wenn ich eine Vermutung bestätigt haben möchte, würde ich es am liebsten immer austesten, was aber leider meistens nicht möglich ist. Andere Meinungen sind mir da genauso unsicher oder unsicherer als meine eigene Meinung und dienen eher als Orientierung (es sei denn, ich vertraue der Person in dem Thema), als dass ich Diskussionen für Wahrheitsprüfungen nutzen würde. D.h. es scheint mir momentan so, dass Diskussionen für INTPs eher das Endglied einer Wahrheitsfindung zu sein scheint, für mich wäre es eher ein Impuls zu Beginn oder mittendrin, das die Vermutung bilden bzw auch stärken oder schwächen soll. Wird sie genug gestärkt, würde ich es am liebsten meistens ausprobieren. Wird sie jedoch geschwächt, verwirrt mich das und stößt mich zum Anfang zurück.

        Gefällt mir

  34. „Dann noch die Sache mit den Metaphern. Das höre ich auch zum ersten mal und bin ehrlich gesagt überrascht, dass es Leute „angreifen“ könnte. Das finde ich tatsächlich auch ziemlich schade, da ich Metaphern oft als sehr passend empfinde, um etwas zu beschreiben; insbesondere dann, wenn „normale Worte“ nicht die entsprechende
    Intensität verursachen. Ich sehe aber auch noch nicht ganz, warum es verletzend sein könnte. Ja, bei entsprechenden Metaphern kann es wirklich stark „das Herz“ treffen, aber das wäre dann wohl eher bei Metaphern, die auch darauf ausgelegt sind, die Gefühle zu treffen. Zudem wenn man so denkt, dann kann alles irgendjemanden verletzten… Wenn man dann ständig darauf achten muss, kann man ja verrückt werden. Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Das kann ich gerade nicht so gut erklären…“
    Das kann durchaus sein das du das bisher noch nicht gehört hast, aber besonders wenn es um die kleinen Details im Umgang mit Menschen geht, ist das etwas was durchaus ausschlaggebend sein kann wenn es um die Reaktion deines Gegenübers geht. Klar das hängt davon ab wen du vor dir hast und ob du auch wirklich die Nötigkeit siehst dich dem Gesprächspartner anzupassen weil du weißt das dieser sich selber schwer tuen würde dabei. Na klar können alle Sachen einen Menschen verletzen, jedoch ist das halt abhängig von der Person. Ich habe mir in diesem Fall erlaubt anzunehmen das Marcel jemand ist der auf Gefühls ebene „leichter zu reizen“ ist.

    Zu deinem kleinen Impuls und den Fragen die Aufkommen: Ich würde nicht behaupten das ich gerne Diskutiere, meine Gedanken behalte ich für mich bis ich der Meinung bin das ich sie in einem bestimmten Umfeld loswerden kann.
    Ich kontrolliere meinen Text auch nochmal auf Rechtschreibung, jedoch eher weniger auf Verständnisfehler sondern ob meine Idee auch soweit ausgeführt ist das ich sie: 1. Weiter vermitteln kann, 2. Sie zumindest ein wenig nachvollziehbar ist, 3. Das sie auf etwas beruhen mit dem ich zumindest für eine Weile zufrieden bin, 4. Auf meine Wortwahl (der Wohl wichtigste Punkt, auch das setzen von „…“ gehört dazu.)
    Mir ist der Eindruck den der Text bezüglich Rechtschreibung und Kern aussage macht also durchaus wichtig, wobei es mir vermutlich nicht so sehr am Herzen liegt wie dir. (Nebenbei deine Texte sind strukturierter, auf jeden Fall!)
    Ich schreibe tatsächlich nicht beabsichtigt so durcheinander, es scheitert wahrscheinlich daran das meine Gedanken immer wieder ergänzt werden, wie aus dem nichts. Das macht es mir etwas schwer, vor allem weil ich dann auch alle diese Ansätze einbringen will. Dabei muss ich sagen das ich schon bestmöglich versuche Gedanken die widersprüchlich sind wegzulassen.
    Das mit dem Anmerken das meine Texte so lang und durcheinander sind trifft ja meistens zu und ich weiß das, da mich Freunde auch mal darauf hinweisen.
    Ich bin jemand der sehr schnell eine Meinung bildet, aber mir liegt dann doch viel mehr daran das ich es mir mit meiner Umgebung nicht verscherze, ohne „Zugriff“ auf einen Menschen fällt es schwerer zu helfen und gerade diesen „Zugriff“ zu erhalten fällt mir aufgrund meiner Distanzierten Art häufig schwer.<- Die folge dessen ich habe mich Angepasst und an mir gearbeitet wie ich es etwas weiter oben beschrieben habe.
    Meine Formulierungen sind häufig auf solchen teilen wie: Ich denke…usw. aufgebaut, weil ich viel hinterfrage und zu nahezu jedem Thema eine Perspektive finde, aber auch eine andere und noch eine andere usw. usw.

    Okay erstmal so viel dazu, ich schreibe morgen evtl. noch etwas zu den Rest des Beitrags, aber für den Moment bin ich mal so Egoistisch mich nur mit dem Teil des Gesprächs zu befassen der um meine möglichen Funktionen geht.

    Ich hatte Probleme zwischen ISFJ, INFP und INFJ. Das einzige was halt sehr stark ist bei mir ist mein gutes Gedächtnis an Personen und Situationen, deswegen die erste Vermutung ISFJ, außerdem setze ich meine Eigenen Wünsche gerne mal zurück damit es anderen besser geht(Sie ihren Wunsch bekommen). Ich hänge jedoch nicht ganz so sehr an Regeln und einem immer gleichen Ablauf. INFP stimmt was die erste Funktion betrifft nicht wirklich zu, dass Einteilen in moralische Kategorien findet nicht wirklich statt. Was jedoch sehr akkurat erscheint ist das begeben in andere Perspektiven und Sichtweisen, ich habe ebenfalls rein gar nichts mit Oberflächlichkeiten am Hut und bin ein sehr aufmerksamer Beobachter. Ich sehe meistens auch eher das potential hinter einem Menschen, auch wenn ich nicht sagen würde das ich den Menschen weniger "erkenne". Meistens versuche ich dieses Potential heraus zu kitzeln step by step.
    Bei INFJ stimmt es das ich gerne zwischen den Zeilen lese und ich Bedeutungen hinter Wörtern, Wissen oder ähnlichem lange und ausführlich suche. Ich habe auch immer wenn ich handle oder rede eine Intention ein Ziel, und wenn es nur das Gewinnen an Vertrauen ist oder ähnliches. Man kann davon ausgehen das ich nichts mache ohne einen Gedanken dafür zu besitzen. Ich male mir dementsprechend viele Situationen in verschiedenen Abläufen aus um mich nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Das Beispiel mit dem Film aus Respekt zu einer Person zu schauen stimmt auch. Wenn mich Leute zu einen Treffen einladen ist die Wahrscheinlichkeit das ich zu meiner "besten Freundin" ja sage am höchsten, obwohl ich insgesamt eher zum ja sagen tendiere. Die Sachen mit dem inneren Zirkel an freunden stimmt auch, genau so wie die Sachen mit der Annahme von Menschen etwas über mich zu wissen welche häufig falsch ist, jedoch sage ich das inzwischen direkt anstatt mich mit einer "mystischen Aura" zu umgeben.
    Da der Unterschied ja sehr fließend manchmal scheint ist mein Problem bisher immer die letzte Funktion gewesen, da bei INFx die meisten Sachen sehr danach klingen als würden sie passen. Obwohl ich da wohl nochmal eine Dritte Person für Sicherheit befragen müsste.

    Gefällt mir

    1. „Ja ich liebe lange Diskussionen“
      Das hattest du selbst geschrieben, deswegen hatte ich das jetzt angenommen. Wahrscheinlich ist da einfach ein Interpretationsunterschied. Ich nehme dann mal an, dass du damit meinst, dass du dich gerne mit verschiedenen Themen auseinandersetzt und sie gerne reflektierst. Und nicht, dass du dich Hals über Kopf gerne in Diskussionen verwickeln lässt. Vllt war auch nur gemeint, dass du gerne Diskussionen liest.

      INFP und INFJ werden häufig verwechselt. ISFJ würde ich bei dir tatsächlich aber ausschließen. Ich denke nicht, dass das auf dich zutrifft. Ich habe eine ISFJ als Freundin und bei ihr ist es so, dass sie sich niemals freiwillig so intensiv mit Dingen wie den MBTI beschäftigen würde und schon gar nicht, so viele Gedanken darüber machen. Als ich sie deswegen angesprochen hatte, hatte sie sich schon interessiert (Sei es einfach nur, um mir einen Gefallen zu tun oder weil sie es wirklich wissen wollen würde), aber nachdem ich ihr meine Vermutung geschickt habe, sie sich das durchgelesen hat, hat sie auch direkt gesagt, „passt“, und sich nicht weiter damit beschäftigt. Mein Vater, als ISTJ, epfindet Dinge wie den MBTI als schwachsinnig. Also die SJ Typen haben es scheinbar nicht sehr damit. Bei der Freundin und mir habe ich auch schon des öfteren festgestellt, dass sie sich bei mir immer beschwert, dass ich ihr zu wenige Details liefere. Ich wiederum habe meistens keine Ahnung, was ich noch alles sagen soll, weil ich gefühlt schon alles an Details genannt habe. Zudem kommt sie ab und an nach eigenen Angaben nicht mit meinen Gedankensprüngen zurecht (Auch wenn ich dies nicht als Gedankensprünge auffasse.). Sie hat scheinbar auch absolut keine Probleme mit Routine. Was mich auch „schockiert“ hat, ist, dass es ihr egal ist, dass der ISFJ so häufig und „ordinär“ ist. Ich persönlich wäre deprimiert darüber. Und hier ist auch eine Frage, die du dir stellen könntest: Wärst du zufrieden damit, „normal“ zu sein oder willst du insgeheim doch auf irgendeine Weise „anders“ sein? Zudem habe ich bei ihr heute verstärkt das Si gesehen. Ich war mit ihr auf einem Konzert, von einer Band an einem Ort, bei der bzw wo wir vor 2 Jahren schon mal waren. Sie hatte ständig Dinge mit damals verglichen, so nach dem Motto „Das war letztes mal aber nicht so. Das war da noch nicht da“ usw. Sie hatte selbst angemerkt, dass der Bass letztes Mal schwächer war. Da dachte ich mir auch erstmal „Mädchen, wieso merkst du dir sowas?“ Aber naja. Ist ja für sich eine Fähigkeit. Letztlich ist es so, wie Si funktioniert – zumindest, wenn ich es richtig verstanden habe. Zudem ist ihr als S Typ ständig irgendetwas aufgefallen, während ich meistens mit zu vielen neuen sensorischen Eindrücken überfordert bin und erstmal eine Weile brauche, um mich zu orientieren… Es passiert auch, dass ich z.B Ausfahrten verschlafe oder offensichtliche Dinge in der Umgebung nicht bemerke, weswegen sie mich ausgelacht hat 😀 Dies spricht meiner Meinung nach für schwaches Se, was bei dir – wenn du ein INFJ wärst – ja eig auch so in der Art sein müsste/könnte.

      Wenn du Fi als erste Funktion bei INFPs eher ablehnst, dann kann man den Typen ja auch schon mal ausschließen. So wie du es beschreibst, scheinst du verstärkt Fe zu nutzen. Fe ist gerade die Funktion, die dafür zuständig ist, dass man gerne anderen hilft und sich selbst für andere zurückstellt, was die 2. Funktion von ISFJs und INFJs ist (Ich weiß jetzt nicht, wie gut du dich damit auskennst, deswegen erwähne ich das mal^^). Das F könnte denke ich auch der Grund für dein gutes Gedächtnis an Personen und Situationen sein, da Fühler-Typen sehr personenbezogen sind und du sie dir schlicht einfach merkst, da es für dich etwas wichtiges ist.
      Nicht oberflächlich, guter Beobachter und der Blick aus mehreren Perspektiven kann – so weit ich es verstanden habe – auch für Ni sprechen, also könnte dies auch auf den INFJ zutreffen.
      Ansonsten – so wie du es beschreibst – riecht es ja förmlich nach INFJ…
      An der Stelle auch noch mal angemerkt, dass ich mich bei deinen Gedanken oftmals wiedersehe… Z.b. dass ich auch stark darauf achte, welche Wörter ich verwende oder das „…“ setze, um die nötige Aussagekraft zu stärken oder aber, dass ich mir auch ziemlich viele Alternativen mit verschiedenen Ausgängen ausmale, um einiges zu nennen. Lediglich die Sache mit den Gefühlen von anderen betrachten, da bin ich mir nicht so sicher. Ich würde auch nicht so sicher behaupten, ich setzte mich stark für andere ein. Wahrscheinlich habe ich andere eher ignoriert. Aber warum sage ich das jetzt? Weil ich bei mir finde, dass ich am wahrscheinlichsten ein INTJ bin, weshalb es das dann perfekt erklären könnte, wenn du ein INFJ wärst/ bist. Ich habe mir auch schon gefühlt zehn tausend Mal aus verschiedenen Ansätzen heraus versucht meinen Typen zu bestimmen und bleibe letztlich meistens bei der Vermutung INTJ, wobei ich aber – so wie du – gerne eine „dritte Meinung“ hätte, weil ich mir selbst doch zu unsicher bin. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass du – ähnlich wie ich – dir auch schon mehrere Vermutungen und Szenarien überlegt hast, was für ein Typ du sein könntest.

      Ach, und das mit den Ideen ergänzen: Das passiert mir auch häufig (so wie jetzt :D), aber ich versuche es an einem Punkt zu unterdrücken, weil bei mir so etwas kein Ende nehmen kann… Meine Texte werden meistens auch zu lang, was ich auch schon von einer Freundin mehrmals gehört habe und es auch selbst merke. Da erwähne ich auch mehrmals, dass es nun wieder zu lang ist usw. (Könnte am Ni liegen!?). Meine Texte scheinen jedoch etwas strukturierter, vermutlich da ich mir vorher immer Gedanken darüber mache, was ich antworten möchte, es gedanklich strukturiere und dann letztlich ausformuliere.

      Hoffentlich habe ich da jetzt nichts Falsches erzählt, aber Sam würde es sicherlich anmerken, falls irgendwas absolut nicht stimmt^^

      Gefällt 1 Person

  35. Ja ich hatte geschrieben ich liebe lange Diskussionen, und das stimmt auch, aber ich bevorzuge das lesen eher als das tatsächliche Teilnehmen. damit ich an etwas Teilnehme muss ich mich entweder zu 110%+ dafür interessieren oder besonders viel wissen dazu haben ( Dann steige ich nur ein wenn jemand auf „falschen Fakten“ argumentiert).

    (Ich habe jetzt auch durch jemanden aus meiner Familie einen englischen original MBTI Test bekommen, den ich mal eben fix ausgewertet habe und lustigerweise bin ich was T und F angeht 50-50. Das könnte evtl. Erklären wieso du dich zum Teil mit einigen Sachen identifizieren kannst die ich mache. Wobei man ja bedenken muss das ich nicht weiß wie es später aussieht wenn ich andere Umstände beim beantworten der Fragen habe.(Da spielen ja viele Sachen mit rein)
    Es ist aber konkret eigentlich immer so das ich ( Achtung das wird jetzt komisch und fachlich nicht richtig sein, sowie vllt. etwas überheblich) zwischen Gefühls Denken und Logischen Denken wechsel. Ich würde mich sogar fast soweit aus dem Fenster lehnen das ich sagen würde ich kann das zum Teil bewusst.) ← Ich schätze mich selber aber tatsächlich eher Richtung Fühler ein vllt. weil ich zur „Mittateilnahme verflucht bin“ und weil ich mir dieses rationale Denken für differenzierte Einblicke aneignet habe. Zumindest ist es meine Vermutung dazu. Habe den Test in zwei Ausführungen gemacht und beide Male 50/50 T/F erhalten.

    „Zudem kommt sie ab und an nach eigenen Angaben nicht mit meinen Gedankensprüngen zurecht (Auch wenn ich dies nicht als Gedankensprünge auffasse.).“
    – Dieser Situation begegnete ich früher auch sehr oft, inzwischen hat sich mein nahes Umfeld daran gewöhnt. Mein Problem war einfach das ich die Sprünge nicht wahrgenommen habe wie du, was es mir schwer machte darauf zu Achten. Jetzt haben es wohl aber alle Aufgegeben mit mir^^

    „… während ich persönlich der festen Überzeugung bin, dass man seinen Lebtag ein- und denselben Persönlichkeitstypen behält, glaube ich, dass genau dieser Faktor – also, wie stark die verschiedenen Funktionen ausgeprägt sind und sich gegenseitig ausbalancieren – sich durchaus ändern kann. Ich war beispielsweise vor meinem 19. Lebensjahr noch viel introvertierter als seitdem und habe auch bei vielen anderen Menschen in dieser Hinsicht Veränderungen feststellen können. Ich habe die Tendenz beobachtet, dass mit dem Alter Extroverten etwas introvertierter werden und vice versa.“
    – Wie genau kommt es zu der Überzeugung fände ich interessant zu wissen? Wenn ich jetzt von der Erfahrung das mein Vater früher ein wirklich sehr eindeutiger Fühler war, jetzt ein ganz eindeutiger Denker zu seien scheint macht mich diese Überzeugung etwas stutzig. Du meinst ja auch selber das sich die Ausprägung ändern kann, wieso sollte es also nicht möglich sein das bspw. durch bestimmte prägende Erfahrungen die Ausprägung einer bestimmten Funktion sehr weit zurückgeht oder sogar „wechselt“?
    Die Sachen mit dem Alter ist eine interessante Beobachtung der ich zustimme, weil ich der Meinung bin das sehr häufig auch so empfunden zu haben bei Menschen die Älter werden. Aber woran kann das liegen? Hätte vllt. jemand von euch beiden eine Idee? Ich bin leider noch nicht so tief im Thema das ich eine Vermutung anstellen könnte.

    „Wenn Marcel jetzt, wir er sagt, ein INFJ ist und du selbst ein INTP, kann man schon in dieser Situation sehen, dass J-Typen die Präferenz haben, einen schnellen Urteil zu fällen, während P Typen eher vorsichtig an die Sache gehen?“
    – Ich würde sagen es kommt auch auf die Art der Präsentation(wie Sam ja schon indirekt gesagt hat, glaube ich zumindest) der eigenen Meinung an und das hängt vermute ich mal auch nochmal von den anderen Funktionen eines Typs ab.

    „Und hier ist auch eine Frage, die du dir stellen könntest: Wärst du zufrieden damit, „normal“ zu sein oder willst du insgeheim doch auf irgendeine Weise „anders“ sein?“
    – An für sich würde es mir nichts ausmachen, es würde mich nur „nerven“ das ich dann immer noch keine Erklärung dafür habe wieso meine Sichtweise sich so hiesig von anderen Menschen unterscheidet, damit meine ich z.B. Sachen die als „schlecht“ erachtet werden sehe ich häufig nicht so schlecht wie andere, meine Werte unterscheiden sich auch so komisch, ich kann die Sicht und Denkweise der „bösen“ Menschen nachvollziehen und verstehe darauf hin manchmal gar nicht wieso alle diesen „bösen“ Menschen so viel Unverständnis entgegen bringen. Menschen im allgemeinen scheinen mich nicht sonderlich nachvollziehen zu können, was mich persönlich zwar nicht trifft, aber sehr viele fragen auf geworfen hat. Ich hatte einige Ansätze wie das ich vielleicht ein Psychopath bin, später als ich ins Spirituelle ging war ich der Meinung das es vllt. daran liegt das ich evtl. eine „alte Seele“ bin oder reinkarniert bin oder ähnliches. Am Ende war es bisher aber immer so das ich die „Kriterien nicht erfüllte“ bzw. nur zum Teil, ich passe nirgendwo rein irgendwie.
    Um auf die Frage zurückzukommen, jein. Erstens (wenn ich jetzt von dem ach so beliebten INFJ ausgehen) ist daran gar nichts besonders in meinen Augen, habe diesen hype nicht verstanden der darum gemacht wird. Ich meine es gibt ja viele Typen aber genau der der am meisten Paradox ist mag jeder, oder ist es weil er selten sein soll? Ich finde ja nicht das so etwas wie Paradox oder selten sein für besonders gilt. Das mit dem selten glaube ich auch nicht, vor allem wenn von der ganzen Weltbevölkerung ausgegangen wird. Ich mag jeden der Typen und wäre damit zufrieden jeder von ihnen sein zu dürfen, aber es würde mich gleichzeitig auch nicht zufrieden machen da ich somit wieder ein Erklärungsansatz verloren habe. Und ich mein ziel ist es nicht mein Verhalten oder mich erklären oder entschuldigen zu können sondern einfach nur zu wissen das es kein „Einzelfall“ ist und ich vllt. eben nicht so „anders“ bin sondern in irgendeinem Sinne „normal“. Und hierzu nochmal: Nein ich bin nicht direkt in einer Selbsfindungsphase die ist schon hinter mir, ich habe meinen Weg gefunden, nur stellte ich mir diese Frage vom anders sein schon als noch 8/9 war und es ist auch eine sehr interessante Frage zugegebenermaßen.

    So diesmal habe ich mich um kürze bemüht. Und bevor ich es noch verpatze wollte ich mich dafür bedanken das du es dich mal „gewagt“ hast Vermutungen über mich anzustellen. Eine dritte objektivere Meinung ist immer schön um seine eigene Wahrnehmung von sich selbst ein wenig zu „aktualisieren“ sage ich mal. Für die kleine Anmerkung bezüglich des F oder T von Sam bedanke ich mich auch.

    Freundliche Grüße Max

    Gefällt mir

    1. INFJ bist du mit Sicherheit nicht. Man merkt mur am überfliegen deiner Texte, dass du mit großer Wahrscheinlichkeit INTP nist. Ähnlich wie Sam ewig lange Texte ohne Ziel und Unterhaltungswert (nimms nicht persönlich!) sprechen sehr für INTP. Und der Typ ändert sich auch nicht während des Lebens. Nur die Qualität der einzelnen Funktionen (du entwickelst dich einfach weiter). Du bist nicht extrovertierter sondern deine extr. F. Funktion ist sicherer geworden und traut sich einfach mehr. Mir gings übrigens damals genauso. Wenn du dich 50% F/T getestet hast, heißt das nur, dass du nicht gut selbstreflektieren kannst (weil intr. F nur an 8. Stelle) bzw. nicht ehrlich zu dir bist oder der Test schlecht ist…

      Gefällt mir

      1. Oh, Marcel. Die Ironie, dass du keinen Unterhaltungswert in meinen Texten siehst, aber sie dir doch immer durchliest und ein regelmäßiger Besucher meines Blogs bist, ist schon lustig.

        Und Max (in Bezug auf Marcels Kommentar) – dass bei dir 50% F/T herauskam bedeutet weder zwangsläufig dass du nicht gut selbst reflektieren kannst, noch, dass du nicht ehrlich zu dir bist. Erstens sind Onlinetests zwangsläufig schwammig, weil die Fragen unterschiedlich interpretiert werden können, zweitens ist das Konzept, „zu wie viel Prozent bist du dieses/jenes?“ ohnehin großer Blödsinn. Dementsprechend würde ich Marcels „weil der Test schlecht ist“ tatsächlich noch am ehesten unterstreichen.

        Gefällt mir

    2. …übrigens hat es auch einen Grund warum INFJ angeblich so beliebt sind. Ich kann sagen, dass es nicht an ihren logischen Fähigkeiten liegt ;-). Ein INFJ ist wahrscheinlich der einzige Typ, der sich aufrichtig und aufopferungsvoll um das Wohlbefinden und die Weiterentwicklung (aller) seiner Mitmenschen bemüht auch wenn er selbst nichts davon hat. Mir war das selbst auch nicht so bewusst. Meine Frau hat mir das mal im Ausschlussverfahren erklärt. Die Seltenheit (wofür der INFJ nichts kann…) wird wohl thematisiert weil sich scheinbar viele Beobachter mehr INFJs auf dieser Welt wünschen.

      Gefällt mir

  36. Nochmal zum Verständnis, dieser Test ist ein Original auf dem Konzept des MBTI beruhend und kein Test auf dem man ohne weiteres Zugriff erhält. Er ist Englisch was natürlich in diesem Fall zu möglichen falsch Interpretieren von Wörtern führen kann, was auch eine Erklärung wäre. (Wie Sam schon meinte)
    Das ich mich schlecht selbst reflektiere schließe ich einfach aus, aus dem Grund weil mir vom näheren Umfeld jeder genau das andere behauptet hat als du und ich gehe mal davon aus das du nicht ganz so viel Ahnung von mir hast wie mein näheres Umfeld, oder? Auch wenn ich die Tendenz habe mich etwas „schlechter zu sehen als ich bin“, wie auch immer das gemeint wird.
    „INFJ bist du mit Sicherheit nicht. Man merkt mur am überfliegen deiner Texte, dass du mit großer Wahrscheinlichkeit INTP nist.“
    – Nur vom Überfliegen und ohne etwas was deine Meinung unterstützt, ich meine so etwas wie: „Du hast so ein Gefühl das es wahrscheinlicher ist anhand des Überfliegens“ hätte ja schon gereicht.

    „Ähnlich wie Sam ewig lange Texte ohne Ziel und Unterhaltungswert (nimms nicht persönlich!) sprechen sehr für INTP.“
    Persönlich nehme ich es nicht, aber du hast da einen Punkt genannt der sehr subjektiv ist. Nebenbei würde ich gerne mal erwähnen das die Texte von mir nur sehr ausschweifend sind und das heißt meiner Meinung nach nicht unbedingt das sie Ziellos sind. Und wie genau meinst du das mit dem Unterhaltungswert? Das hängt doch zum Teil davon ab ob ich für etwas für dich interessantes schreibe, oder nicht? Außerdem was genau sagt das über den Typen aus wenn man ohne Unterhaltungswert schreibt?
    Wenn ich davon ausgehe könnte ich sogar behaupten das es bei dir auch der Fall ist das du Texte ohne Ziel und Unterhaltungswert schreibst, findest du nicht?

    „Ein INFJ ist wahrscheinlich der einzige Typ, der sich aufrichtig und aufopferungsvoll um das Wohlbefinden und die Weiterentwicklung (aller) seiner Mitmenschen bemüht auch wenn er selbst nichts davon hat.“
    – Der „einzige“ Typ, soso… hör bitte damit auf eine Gruppe von Menschen auf ein höheres Niveau heben zu wollen, das ist echt fragwürdig, denn das ist definitiv nicht richtig, zum Glück hast du noch wahrscheinlich gesagt, sonst wäre das eine ziemlich „bekloppte“ Behauptung gewesen, das du aller in Klammern geschrieben hast ist auch gut sonst wäre das auch ziemlich fragwürdig gewesen.
    Nebenbei würde ich auf diesen Punkt dein Typ auch in Frage stellen. Alleine schon der Mangel an Interesse gegenüber deinen Mitmenschen und deiner Art nicht wirklich auf andere einzugehen, und der offensiven Art und Weise die du hier zeigst. (Die nicht schlimm ist sie hat sogar etwas an sich muss ich sagen.)

    „Die Seltenheit (wofür der INFJ nichts kann…) wird wohl thematisiert weil sich scheinbar viele Beobachter mehr INFJs auf dieser Welt wünschen.“
    Schön und gut von dieser Sichtweise vollkommen Okay, ich würde auch noch mitgehen wenn jemand ohne konkrete Werte sagt INFJ sind der am seltenste in der Welt Vorkommende Typ(auch wenn ich dort wohl auch nicht so genau wüsste wie sicher das ist, ich würde da wohl von meiner eigenen Erfahrung ausgehen), aber solche Werte wie 1% Vertraue ich nicht weil diese Werte weder Vertrauenswürdig noch Präsent sein können da nicht jeder Mensch der ganzen Welt mit eingeschlossen wird.

    Gefällt 1 Person

  37. Was gibt es denn für Unterschiede zwischen kostenlose Online-Teste und Originale? Also was haben Originale, was Online-Teste nicht haben? (Rein aus Interesse)

    Bei 50/50 F und T könnte ich mich durchaus Marcels Meinung anschließen. Ich selbst habe zufällig gerade überlegt, dass ich bei Ergebnissen, die 50/50 ausfallen vermutlich einfach nur selbst über mich nicht sicher bin, so dass sich dies in den Ergebnissen widerspiegelt. Allerdings würde ich nicht behaupten, dass es bei dir so ist und sein muss. Wäre das nicht gerade bei INFJs denkbar? Zumindest wenn man betrachtet, dass deren 2. Funktion eine Fühlerfunktion und die 3. eine Denkerfunktion ist!? Dies ist nah beieinander und wenn man dann noch hinzunimmt, dass ein Test nicht unbedingt die Wahrheit sagt, also Fehler mit einkalkuliert und man derartige Dinge nicht akkurat in Prozent angeben kann, sondern lediglich Tendenzen, ist es nur noch wahrscheinlicher.
    Außerdem kann es doch theoretisch sein, dass ein INTP ein derartiges Ergebnis bei Stress bekommt? Also wenn Fe gerade „ausbricht“. Dies ist lediglich eine Frage/ Idee, die jetzt aber nicht konkret dein Ergebnis begründen soll^^

    Also ich kann nur sagen, dass ich persönlich nicht unbedingt ein INFJ sein wollen würde. Ich kann aber verstehen, warum Leute es sein wollen. Möglicherweise nicht nur, weil INFJs anderen helfen wollen, sondern vllt eher wegen der „mystischen“ Aura. Da sie durch das Ni möglicherweise als sehr inspirierend wahrgenommen werden – gemischt mit dem Fe, dass sie dann als freundliche Menschen wahrnehmen lässt (Mindestens wenn man sie näher kennt). Ein INTJ z.b hätte da weniger Chancen trotz des Ni, da er ein Denkertyp ist und somit kälter rüberkommt.
    Übrigens dachte ich bei „Ein INFJ ist wahrscheinlich der einzige Typ, der sich aufrichtig und aufopferungsvoll um das Wohlbefinden und die Weiterentwicklung (aller) seiner Mitmenschen bemüht auch wenn er selbst nichts davon hat. “ eher an Einmischung in die Privatsphäre 😀 Ich persönlich würde im ersten Moment wohl irritiert sein und mich fragen, warum er/sie es jetzt macht und auch daran denken, dass es Fake und einfach übertriebene Suche nach Aufmerksamkeit sein könnte… Soll jetzt nicht unterstellen, dass ein INFJ nicht wirklich helfen will. So könnte es aber durchaus auch wahrgenommen werden. So viel wie ich momentan von den Typen kenne, fände ich INFP auch sehr viel sympatischer als INFJ und wäre lieber ein INFP. Vermutlich einfach, weil ich mich mit Fe immer noch nicht anfreunden kann. Während Fe – für mich unnötigerweise – viel zu viel darauf aus ist, anderen zu helfen und sich an gesellschaftlichen Standards hält, ist Fi ehrlich und sucht nach der Wahrheit. Das macht Fe Anwender für mich zu Mitläufern. Bei einem INFJ ist es aber wiederum „sympatisch verpackt“ (und ich diesen Typen auch mag – wenn man mal ganz banal die Typenbeschreibungen favorisiert – nur nicht eben am liebsten), was irgendwie verwirrend ist…

    Gefällt mir

    1. Du stellst gute Fragen…Mal wieder erfrischend das vertraute zielorientierte dominante Ni zu spüren. Die zwanghaften Widerlegungsversuche der INTPs hier, gehen mir gerade voll auf die Ketten…
      Ich hab mich auch damals in irgendeinem Test dabei ertappt, vernünftigerweise die T-Antworten zu favorisieren. Aber wie gesagt, auch wenn T und F nah beieinander liegen man, muss man wirklich schonungslos ehrlich mit sich sein…
      „eher an Einmischung in die Privatsphäre“ ich muss zugeben, dass da was wahres dran ist. Mir war das lange gar nicht bewusst, da ich natürlich immer von mir selbst ausgegangen bin. Im nachhinein schon ein bisschen peinlich. Meine INTJ Frau hat mich darauf aufmerksam gemacht. Das du das erwähnst spricht natürlich wider dafür, dass du INTJ bist. INTJ mögen zwar zugegebenermaßen in der Außenwelt bei vielen Menschen nicht so sympathisch rüberkommen. Allerdings wiegt diese „Zauberkombination“ Ni/Te alles wieder auf. Das ist wirklich magisch und einzigartig. Sie brauchen nur sehr wenige Infos um ein System bzw. den Kern einer Sache zu verstehen.
      Mich stört meine Fe Funktion selbst auch manchmal. Ausgenommen der Sinnlos-Funktion Si, hätte ich eigentlich gern nur introvertierte Funktionen um komplett unsichtbar zu sein ;-). Als aufmerksamkeitssuchend schätze ich mich weniger ein. Dahin tendieren eher Fe Typen im Ego. Fe in Verbindung mit Ni sucht übrigens auch die Wahrheit. Mir gefällt dabei die Bezeichnung Menschen-Wissenschaftler. Freut mich übrigens, dass du den irritierenden Überraschungsmoment am INFJ magst…

      Gefällt mir

      1. Du verstehst wirklich nicht, welchen Zweck die Funktionen haben, wenn du A) nur introvertierte Funktionen willst und B) Si für eine „Sinnlos-Funktion“ hältst.

        Wenn du nur introvertierte Funktionen hättest, würdest du nicht mit deiner Außenwelt agieren, das heißt, all deine Analysen, Erinnerungen, Inspirationen und Emotionen würden nicht einmal dir helfen, weil du sie nicht zur praktischen Anwendung bringen würdest.

        Si als Sinnlos-Funktion zu bezeichnen… ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Und komm jetzt nicht wieder mit „das ist doch nicht ernst gemeint“ – bei der Frequenz, wie häufig du dich hier herablassend gegenüber Sensorikern äußerst, wäre diese Behauptung genauso ernst zu nehmen, wie die Behauptung, dass Höcke kein Nazi ist und er bloß falsch verstanden wird.
        Ich will jetzt keine Lobhymne an introvertiertes Empfinden schreiben, weil das eigentlich gar nicht nötig ist, aber alleine die Tatsache, dass intr. Empfinder sich hervorragend an Details erinnern können, sollte Grund genug sein, diese Funktion nicht als „sinnlos“ zu titulieren.

        So… mir egal, ob deine Ketten leiden. Bei deinen maßlosen Übertreibungen und falschen Behauptungen, ist es einfach hin und wieder notwendig, zu relativieren und zu korrigieren, weil sich unsere Diskussionen ja offensichtlich doch einige Leute durchlesen, die vielleicht noch nicht ganz fest in der Materie sind. Bevor sie tatsächlich noch anfangen zu glauben, S-Typen seien Untermenschen.

        Gefällt 1 Person

        1. Wieso antwortest du jedesmal wenn ich doch mit jemanden anderen schreibe?! Du solltest doch langsam gemerkt haben, dass ich keinen Wert auf deine Meinung lege. Das du mir z.B. eine traumatische Kindheit andichtest ist ja echt der Oberhammer! Was läuft schief mit dir?! (rhetorische Frage)

          Gefällt mir

          1. Wie soll ich das denn sonst interpretieren, wenn du davon schreibst, wie sehr du unter deiner primären Fe-Mutter gelitten hast, die dich auch noch mit – sofern ich das richtig verstanden habe – „Okkultismus“ belastet hat? Wenn du offenbar dein ganzes Leben nur negative Erfahrungen mit SJs gemacht hast? „Traumatisch“ ist aufgrund deiner ständigen Formulierungen, wie ungerecht du von SJs behandelt wirst nur eine kleine Überspitzung deines Geklages.

            Und was die Frage angeht, warum ich jedes Mal antworte – weil ich vor zwei Optionen stehe: entweder ich genehmige deinen teilweise wirklich einfach objektiv falschen Beitrag nicht oder ich lasse ihn zu, aber gehe darauf ein, um die falschen Dinge, die du behauptest, wie in meinem vorigen Post erwähnt, zu korrigieren. Du darfst – und das tust du ja auch – ebenfalls meine Antworten anderer Personen gegenüber beantworten.

            Du hast dich ja selber mal darüber beschwert, dass ich bestimmte Posts von dir nicht freigeschaltet habe, weil sie meines Erachtens nach wirklich unter die Gürtellinie gingen. Jetzt gewähre ich dir freie Meinungsäußerung (auch, weil du dich zumindest gemäßigter ausdrückst), aber du beschwerst dich, dass ich deine Posts kommentiere? Auf meinem Blog? Was läuft schief mit dir? Ernst gemeinte Frage.

            Gefällt mir

  38. „Was gibt es denn für Unterschiede zwischen kostenlose Online-Teste und Originale? Also was haben Originale, was Online-Teste nicht haben? (Rein aus Interesse)“
    – Der einzige Nennenswerte Unterschied ist, dass die Fragen dem Standardmodell entsprechen und die Auswertungsmethode wohl eine andere sein soll. Die fragen sind sehr offen und Wortkarg zum Teil gestaltet, trotzdem wird man dazu angehalten nicht zu viel drüber nachzudenken und schnell zu Antworten.(Wie man das halt immer beantworten sollte) Einige Fragen sind jedoch ähnlich bzw. bekannt aus normalen Onlinetests.

    Ja das mit dem 50/50 F/T verwirrt mich vor allem da ich diese Funktion nicht mal annähernd als „Wankelmütig“ eingeschätzt habe. Bei manchen Fragen bin ich tatsächlich unentschlossen, zumindest bei Fragen wo ich nicht weiß was davon jetzt „eher“ zutrifft, weil es meiner Meinung nach zu diesem Punkten nur sehr kleine Indizien bei mir gibt, die mir sagen würden welche Aussage eher stimmt.(Ein konkretest Beispiel fällt mir gerade nicht dazu ein) Ich habe auch jetzt nochmal verschiedene Test beantwortet und von meinem Umfeld beantworten lassen und bekam immer ein F anstatt eines T heraus. Bei der letzten Funktion ist es aber nach wie vor etwas kompliziert… Und da ist bei solchen Tests ja auch immer dieser Unsicherheitsfaktor, das ist zum Teil echt zum Mäuse melken.

    „Übrigens dachte ich bei „Ein INFJ ist wahrscheinlich der einzige Typ, der sich aufrichtig und aufopferungsvoll um das Wohlbefinden und die Weiterentwicklung (aller) seiner Mitmenschen bemüht auch wenn er selbst nichts davon hat. “ eher an Einmischung in die Privatsphäre“
    – Ja obwohl ich da nicht sagen würde das, dass unbedingt so der Fall ist. Ich vermute das INFJs da wohl zumindest vllt. Rücksicht darauf nehmen das ein „voranstürmendes“ Verhalten komisch wirkt. Weiß ich aber nicht zu 100% deswegen will ich mich darauf nicht festnageln.

    Zu der Sache mit Fe eine Frage: Ist das wirklich so das solche Personen eher an gesellschaftliche Standards halten? Und wie würde das sich jetzt (in einem Beispiel am besten) auswirken im Verhalten? Ich habe gerade bei INFJ auch häufig gelesen das dieser Typ sein „eigenen Weg und Ansichten hat“ und nur wenn es ums helfen anderer geht diese auch mal zurücksteckt, aber ansonsten fest zu diesem Weg und dieser Ansicht hält. ( Nur damit ihr wisst wieso ich Frage)

    Freundliche Grüße
    Max

    Gefällt mir

    1. Deine Vermutung im letzten Absatz kann ich voll bestätigen. Genauso ist es.
      Gesellschaftliche Standards manifestieren sich auch sehr in der Si-Funktion. Fe in Verbindung mit Ni hat evtl. ganz eigene Moral und Verhaltensstandards. Sofern diese sich von der Masse unterscheiden (was aber nicht unbedingt sein muss), wird der INFJ um jeden Preis aus dieser starren Box ausbrechen versuchen oder (dummerweise) die Gruppe von seinen Ansichten zu überzeugen. Das kann soweit gehen, dass man seine Familienwurzeln abschneidet bzw. Andere (vor allem Fi-Typen) verärgert.
      Wenn du INTJ wärst (was ich aber nicht glaube) könnte dein Hang zum F auch daran liegen, dass das deine 3. Funktion (Child) ist. Das bedeutet, dass dir die Funktion durchaus als Schwäche/Unsicherheit vorkommt bzw. du danach strebst sie zu verbessern und nie richtig damit zufrieden bist. Ich weiß es nicht genau aber vielleicht entscheidest du dich für die F-Antworten weil du denkst „das müsste doch idealerweise so sein“.
      Anhand deiner Texte hier, analysiere ich dich intuitiv immer noch klar als INTP. In diesem Fall muss ich mal Yajoy66 zitieren: „Außerdem kann es doch theoretisch sein, dass ein INTP ein derartiges Ergebnis bei Stress bekommt? Also wenn Fe gerade „ausbricht“. Ich denke, dass trifft es auf den Punkt.

      Gefällt mir

      1. Das mit den Familienwurzeln abschneiden mag bei dir so gewesen sein, Marcel, da du, wie du schon einmal geschrieben hast, eine fast schon traumatische Kindheit hatte, die deine Abneigung gegenüber primären Fe’lern und Si’lern vielleicht erklären (nicht entschuldigen) kann, aber grundsätzlich würde ich hier widersprechen.
        INFJs versuchen, wie alle Fe’ler auch die Gruppenharmonie zu wahren. Sie versuchen, zu überzeugen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt, der die Stimmung nicht zu sehr reizt.

        Das leidenschaftliche „aus der starren Box ausbrechen“ findet sich eher in FP’lern, hauptsächlich in NFP’lern wieder, deren Fi so stark ausgeprägt ist, dass sie ihre Moral häufig an allererste Stelle setzen und in Kauf nehmen, dass dadurch eine Beziehung gefährdet wird. Sie fühlen sich dann hinterher zwar häufig schlecht, auch dafür, anderen auf die Füße getreten zu haben, aber es war in dem Moment das einzig Richtige. Hätten sie es nicht getan, würden sie sich noch schlechter fühlen. FJs gehen dabei bedachter vor. Ich bezeichne Fe auch gerne als eine Maske, die sich dem Umfeld anpasst.

        Achso. Lass dir von Leuten, die behaupten, Fe sei eine reine Heuchelfunktion (solche gibt es auch), nichts sagen. Das ist genauso falsch, wie die Behauptung, dass Si eine Nutzlosfunktion sei 😉
        Fe kann manipulativ und intrigant sein, aber das bedeutet nicht, dass Einfühlvermögen nicht vorhanden ist. Es arbeitet nur auf eine eher „abtastende“ Art, im Gegensatz zu Fi, das sich eher direkt in die Person hineinversetzt.

        Es gibt übrigens auch sehr häufig Verwechslungen zwischen INFPs und INTPs. Ich will INTP nicht ausschließen, aber da Marcel sich ziemlich sicher in seinem Urteil ist, will ich kurz dazwischengrätschen: INFPs sind ebenfalls sehr analytisch, in dem Sinne, dass sie genau wie INTPs eine ganze Menge hinterfragen und mit ihrem extr. Intuieren versuchen, die Dinge nicht durch einen Tunnelblick (vor allem das Problem einiger NJ’ler) zu betrachten, sondern von verschiedenen Seiten.

        Gefällt mir

  39. „Ich weiß es nicht genau aber vielleicht entscheidest du dich für die F-Antworten weil du denkst „das müsste doch idealerweise so sein“.“
    – Ich habe gelesen das man beim Beantworten nicht viel Nachdenken soll, weiß also nicht ob ich dabei so schnell diesen Gedanken bekomme. Ich habe mir schon mal ein paar Texte zu INTP und INTJ durchgelesen und setze das auch eine Weile fort und hole mir nochmal eine dritte Person ran die das „bewerten“ soll. Ich lasse dann diesbzgl. nochmal was von mir hören.

    „Anhand deiner Texte hier, analysiere ich dich intuitiv immer noch klar als INTP. In diesem Fall muss ich mal Yajoy66 zitieren: „Außerdem kann es doch theoretisch sein, dass ein INTP ein derartiges Ergebnis bei Stress bekommt? Also wenn Fe gerade „ausbricht“. Ich denke, dass trifft es auf den Punkt.“
    – Ja ich schaue da wie oben erwähnt mal nach wie viel ich mich den mit diesen Typ identifizieren könnte. Ein Ergebniss bei Stress kann ich mir auch durchaus Vorstellen, Problem ist das ich ja demnach unter dauer Stress leiden müsste, was ich nicht bestätigen könnte.

    „Ich bezeichne Fe auch gerne als eine Maske, die sich dem Umfeld anpasst. “
    – Das klingt nach einer sehr passenden Bezeichnung, soweit ich das beurteilen kann. Eine Frage trotzdem: Führt das dan manchmal dazu das diese Personen unecht bzw. wie Schauspieler wirken?

    „Es gibt übrigens auch sehr häufig Verwechslungen zwischen INFPs und INTPs. Ich will INTP nicht ausschließen, aber da Marcel sich ziemlich sicher in seinem Urteil ist, will ich kurz dazwischengrätschen: INFPs sind ebenfalls sehr analytisch, in dem Sinne, dass sie genau wie INTPs eine ganze Menge hinterfragen und mit ihrem extr. Intuieren versuchen, die Dinge nicht durch einen Tunnelblick (vor allem das Problem einiger NJ’ler) zu betrachten, sondern von verschiedenen Seiten.“
    – Also kurz gesagt spricht bei mir, zumindest so weit du das anhand meiner Texte beurteilen kannst, alles für extrovertiertes Intuieren, richtig? Das mit dem Tunnelblick versuche ich tatsächlich zu vermeiden, weil ich früher darunter sozusagen „gelitten“ habe was Kommunikation und Gruppenzusammenhalt anging.

    Danke für den Input an dich Marcel, deine Sicht ist etwas was ich vorher komplett oder zumindest nahezu ausgeschlossen hätte. Und entschuldigung das ich es wieder Vergessen habe, ist es Inordnung wenn ich dutze?^^
    Auch nochmal danke an dich Sam für deinen Zusatz dazu.

    Freundliche Grüße
    Max

    Gefällt mir

    1. Definitiv kann das so wirken, dass Fe’ler so wirken, als ob sie ihr Mitgefühl, ihre Sympathien nur vorgaukeln. Einige tun das auch. Wenn ich schlecht gelaunt bin, aber meinen Schülern gegenüber trotzdem noch freundlich und höflich gegenüber sein muss, dann kann mir diese „unechte Maske“ allerdings auch helfen. Fi’ler tuen sich damit wesentlich schwerer.

      Und ja, ich würde behaupten, dass du extrovertiert intuierst. Wenn ich Geld darauf verwetten müsste, würde ich dich übrigens für einen INFP halten, alleine, weil du verhältnismäßig rücksichtsvoll zu schreiben scheinst. So ist – nur, um ein Beispiel zu nennen – deine geäußerte Vermutung, Marcel sei kein INFJ immer noch mit einem Kompliment verbunden (dass die offensive Art von ihm etwas an sich hätte). Nicht, dass INTPs das nicht auch könnten, aber vor allem in Diskussionen versuchen sie in erster Linie Rücksicht auf Logik und Wahrheit. Du nimmst eben auch stark Rücksicht auf die Gefühle der Beteiligten, was eher ein Fi-Trait ist.

      Gefällt mir

    2. Na klar duzen ist ok :-). Du hast recht, es gibt eine Restchance auf INFP (ca. 30%?). Dem INTP nicht unähnlich. Es wäre sehr einfach wenn ich dich real beobachten könnte…
      Der INTP analysiert halt sehr viel öfter und der INFP schwebt sehr oft in seiner bunten Wertewelt ;-)< das Zeichen hier bedeutet übrigens Ironie, Sam. Es soll Leute geben die sich schwer tun diese Zeichen zu verstehen.
      Jedenfalls Extr. Intuition wird bei dir ziemlich sicher an einer der oberen Funktionen sitzen. Das macht dich dann zum NP. Ich überlege noch was den INTP und den INFP im Alltag klar unterscheidet. Da muss wohl der nette Sam helfen.
      Das mit der 4 Funktion muss ich nochmal genauer erklären. Ich würde das eher als positiven Stress oder unkontrollierte aber bewusste Leidenschaft bezeichnen. Eher negativer/unbewusster/unkontrollierbarer Stress kommt wenn du die Schattenfunktionen benutzt. Also die 5-8 Funktion. MMn kommen diese Funktionen besonders im Traum zum Vorschein. Manchmal hat man aber im Wachzustand auch irgendwie verträumte/unkontrollierte Momente. Im Überlebenskamf, falls die bewussten Funktionen nicht mehr helfen, greift man sicher auch unbewusst auf die Schattenfunktionen. Man muss den Mensch als Anpassungstier sehen. Es geht einzig ums überleben. Viele Grüße!

      Gefällt mir

    3. Noch eine Möglichkeit deinen Typ genauer zu bestimmen, wäre herauszufinden ob du Te oder Ti hast. Ein einfaches aber auch sicheres Zeichen für Ti ist, wenn du relativ lange Nachdenkst bevor du was sagst (zwischen den Sätzen), parallel oft mit dem typischen ähhh-Geräusch während des Denkvorgangs. Te redet tendenziell ohne Unterbrechungen in den Sätzen. Also: Ti = INTP, TE = INFP
      Fe und Fi ist bei diesen Typen komischerweise schwerer auseinander zuhalten, da z.B. das Fe des INFP im Schatten so stark „herausstrahlt“, dass man es mit bewussten Fe verwechseln könnte. Vielleicht auch weil sie sehr oft tagträumen. Das Fe eines INTPs ist so niedrig, das es eigentlich keine große Wirkung zeigt. Für diesen Typ dreht sich (fast) alles nur um sich (keine Kritik!) bzw. der Wunsch, dass die Welt ihre Genialität bemerkt. Nur ein Beispiel was mir besonders aufgefallen ist, als ich das Fotoalbum meine INTP-Schwägerin sa. Erstaunlicherweise waren da ausschließlich Fotos von ihr selbst…Generell kann man auch behaupten, das INFPs, im Gegensatz zum INTP, in der Gesellschaft in der Regel regelrecht geliebt werden.

      Gefällt mir

      1. Das mit dem Reden/Nachdenken lässt sich schwer Pauschalisieren. Grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass INTPs relativ lange nachdenken, bevor sie etwas sagen und dazwischen auch öfters Pausen machen. Aber wie schon angemerkt wurde, können diese Pausen auch gefüllt werden. Entweder mit „ähs“ oder, was ich manchmal zum Leidwesen meiner Zuhörer mache, indem ich einige Wörter extrem in die Länge ziehe: „ooooodeeeeer…“

        Um Ti und Te zu unterscheiden, halte ich eher den Ansatz sinnvoll, zu sehen, ob du zielorientiert oder prozessorientiert denkst. Te ist klar zielorientiert und interessiert sich nicht sonderlich für das „wie“, sondern eher um das Endergebnis – deshalb schließen Te’ler auch eher ihre Aufgaben ab, als Ti’ler. Ti’ler hingegen könnte man als „neugierige Prinzipienreiter“ bezeichnen, die eher nach dem Motto (manchmal unbewusst) „der Weg ist das Ziel“ arbeiten und nicht selten Schwierigkeiten haben, Projekte abzuschließen. Wie zum Beispiel Blogromane.

        Praktisches Alltagsbeispiel: meine INFP-Frau liest auch ab und an die Blogkommentaren. Sie fragt sich, warum ich überhaupt mit ihm diskutiere, da er ihrer Meinung nach in seiner Überzeugung so festgefahren sei, dass, Zitat „Diskussionen sinnlos wären und es wahrscheinlich eher etwas bringen würde, wenn seine INTJ-Gattin ihm mehr Streicheleinheiten zukommen ließe“. Das ist die Te/Fi-Achse. Ich hingegen habe Spaß am Diskutieren – ob die Diskussionen jetzt irgendeine Wirkung zeigen ist eher zweitrangig. Ich habe auch schon stundenlang mit Nazis und Sektenanhängern diskutiert – Marcel ist dagegen viel weniger „in der Überzeugung festgefahren“ und auch ansonsten würde mich das nicht daran hindern. Ti/Fe-Achse.

        Gefällt mir

  40. „Es wäre sehr einfach wenn ich dich real beobachten könnte…“
    – Ja das würde am wahrscheinlichsten „genauere“ Ergebnisse abwerfen, ist nun aber leider nicht möglich.

    „Also die 5-8 Funktion. MMn kommen diese Funktionen besonders im Traum zum Vorschein.“
    – Nachdem ich sowas was sich luzid Träumen entdeckt habe, träume ich kaum noch, dazu kommt das ich konkret weniger in einer wirklichen Traumwelt sitze als in der „Realität“. Damit meine ich, dass meine Träume sich wenn, immer um Problematiken und das Durchspielen von Ereignissen die wirklich geschehen könnten dreht. Vllt. hilft dir das ja.

    „Ein einfaches aber auch sicheres Zeichen für Ti ist, wenn du relativ lange Nachdenkst bevor du was sagst (zwischen den Sätzen), parallel oft mit dem typischen ähhh-Geräusch während des Denkvorgangs. Te redet tendenziell ohne Unterbrechungen in den Sätzen. Also: Ti = INTP, TE = INFP“
    – Ich rede meistens ohne Unterbrechung, aber ich bin mir da nicht sehr sicher ob ich mir das nicht eher angeeignet habe.

    „…sehr oft tagträumen.“
    – Das mache ich für gewöhnlich gar nicht, eher passen würde wenn man sagt das ich in eine passive Beobachtung versinke, weiß nicht ob du weißt was ich damit meine.

    „Für diesen Typ dreht sich (fast) alles nur um sich (keine Kritik!) bzw. der Wunsch, dass die Welt ihre Genialität bemerkt.“
    – Also ich bleibe lieber weg von der: „Alles dreht sich um mich Schiene“. Das mit der Genialität wünsche ich mir ganz selten aber auch mal.^^

    „Um Ti und Te zu unterscheiden, halte ich eher den Ansatz sinnvoll, zu sehen, ob du zielorientiert oder prozessorientiert denkst. Te ist klar zielorientiert und interessiert sich nicht sonderlich für das „wie“, sondern eher um das Endergebnis – deshalb schließen Te’ler auch eher ihre Aufgaben ab, als Ti’ler. Ti’ler hingegen könnte man als „neugierige Prinzipienreiter“ bezeichnen, die eher nach dem Motto (manchmal unbewusst) „der Weg ist das Ziel“ arbeiten und nicht selten Schwierigkeiten haben, Projekte abzuschließen.“
    – Ich würde mich jetzt ganz spontan als Prozessorientiert einschätzen, wobei ich aber erst etwas „beende“ und dann je nachdem wie interessiert ich bin noch weiter voranschreite. Ein Problem mit dem Abschließen von Projekten habe ich nicht, ich finde nur das es halt meistens nach dem „offiziellen Abschluss“ noch viel mehr gibt.

    „„Diskussionen sinnlos wären…“
    – Also zumindest was Diskussionen angeht kann man doch immer etwas lernen von dem gegenüber. Ich meine wenn es komplett „unnützes Wissen“ ist dann okay, aber allgemein wäre ich diesbezüglich anderer Meinung.

    Okay, Sam ich wollte noch bescheid geben das ich evtl. dasselbe Kommentar zweimal abgeschickt habe, weil ich heute von verschiedenen Standorten geschrieben habe und nicht das Kommentar sehen konnte und deshalb dem Trugschluss erlag mein Kommentar sei einfach nicht abgeschickt worden. (Passiert im Übrigen nicht selten)

    Freundlichst,

    Max

    Gefällt mir

  41. „INTJ mögen zwar zugegebenermaßen in der Außenwelt bei vielen Menschen nicht so sympathisch rüberkommen. Allerdings wiegt diese „Zauberkombination“ Ni/Te alles wieder auf.“
    – Das ist aber z.B. wieder etwas, dass bei mir gegen INTJ spricht, da ich schon des öfteren von anderen gehört habe, ich sei nett und freundlich (wenn man mich denn näher kennen gelernt hat). Ich werde meistens wahrscheinlich nur als merkwürdig empfunden, weil ich nie was sage und doch eher kalt erscheine, aber innerlich bin ich gar nicht kalt. Hoffe ich mal 😀 Ich finde mich oft sogar viel zu irrational.

    Kann es denn bei INTJs auch passieren, dass sie Leuten erst auf die Füße treten (das wohl scheinbar sowieso), ABER dann ein schlechtes Gewissen deswegen haben, wobei es in dem Augenblick aber nun mal das Richtige war?

    @Max Bei dir würde ich momentan zumindest auch eher F als T sagen, da du wie Sam schon sagte, rücksichtsvoll mit anderen Kommentaren umgehst. Egal was gesagt wird, du bleibst höflich und bedankst dich. Zudem meintest du ja, dass du „früher darunter sozusagen „gelitten“ [hast] was Kommunikation und Gruppenzusammenhalt anging.“. Das könnte man als Harmoniewunsch auffassen, das allerdings „verletzt“ wurde.
    Für deine weiteren Recherchen empfehle ich dir übrigens die Seiten Personality Junkie und Psychology Junkie (ja, sind zwei verschiedene). Da sind auch einige interessante Artikel zum MBTI. Ist allerdings auf englisch, falls dich das nicht stört^^

    Und woran macht ihr eigentlich das Ne bei Max fest, was bei mir scheinbar nicht der Fall ist? Gerne auch in Kontrast mit Ni, das du ja scheinbar bei mir siehst, Marcel^^

    Gefällt 1 Person

    1. Ich lege erstmal nichts fest. Diese absoluten Behauptungen, du oder Max seien Typ soundso kamen nicht von mir und überhaupt finde ich es schwierig, jemanden komplett ohne analogem Input zu typen. INTJs sind nicht zwangsläufig unsympathisch, sie können auch auf ihre ganz eigene Art relativ charmant sein. Für viele Leute hat das Selbstbewusstsein, das sie ausstrahlen auch etwas anziehendes. Das gilt auch für ENTJs und ESTJs.

      Gefällt mir

  42. „…ich sei nett und freundlich (wenn man mich denn näher kennen gelernt hat). Ich werde meistens wahrscheinlich nur als merkwürdig empfunden, weil ich nie was sage und doch eher kalt erscheine, aber innerlich bin ich gar nicht kalt.“
    – Das bekomme ich auch häufig bei mir so mit muss ich zugeben. Die meisten Leute sind nachdem sie mich näher Kennenlernen nahezu erstaunt das ich doch kein „Wandelnder Roboter“ bin.

    Vielen vielen Dank für die beiden Seiten, ich werde sie mir schnellstmöglich anschauen. Sowas ist momentan Gold Wert für mich da ich kaum noch „sinnvolle“ Seiten finde.

    Woran das Ne jetzt konkret festgelegt wurde Frage ich mich auch, aber ich denke Sam hat da schon mal etwas angedeutet, was wohl am meisten bei mir bisher aufgefallen ist:
    „…mit ihrem extr. Intuieren versuchen, die Dinge nicht durch einen Tunnelblick (vor allem das Problem einiger NJ’ler) zu betrachten, sondern von verschiedenen Seiten.“

    Mit netten Grüßen,

    Max

    Gefällt mir

    1. Es ist doch nicht so das INTJ nicht höflich sind bzw. gute Absichten haben… Allein die folgenden Sätze zeigten doch überdeutlich das du T bist: „weil ich nie was sage und doch eher kalt erscheine, aber innerlich bin ich gar nicht kalt.“
      – Das bekomme ich auch häufig bei mir so mit muss ich zugeben. Die meisten Leute sind nachdem sie mich näher Kennenlernen nahezu erstaunt das ich doch kein „Wandelnder Roboter“ bin.“
      Wie viele Hinweise brauchst du noch!? Ich kenne keinen F der (die meiste Zeit) wie ein wandelnder Roboter erscheint oder besonders kalt erscheint. Warum brauchst du solange um dich zu bestimmen?! Du hast doch alle Informationen, die du nur noch (intuitiv) zusammenfügen musst. Kannst du dich dich in der Vogelperspektive sehen? Falls nicht, würde ich nicht mehr ganz ausschließen, dass du ein S-Typ bist (obwohl ich nicht recht glauben kann…).
      Übrigens sind die englischen MBTI-Seiten offensichtlich viel weiter als die deutschen. Da wird z.B. sehr intensiv und tiefgründig über die einzelnen Funktionen und Beziehungen diskutiert. In diesem Blog ist nur (streng bewachte!) Kommentarfunktion interessant. Die Infos hier in den Haupttexten kann man in jeden anderen deutschen durchschnittlichen (polit. korrekten) MBTI-Seiten nachlesen. Tiefere und auch unpopuläre Erkenntnisse wirst du hier in den Haupttexten eher nicht finden. Neue auf persönlicher Beobachtung basierte Ideen werden hier erst bekämpft dann aber irgendwann stillschweigend übernommen und mit eingebaut (z.B. die genauen Bedeutungen der 8 Funktionen…usw). Parallel wird man auch noch persönlich in die Naziecke und sogar *schmunzel* Scientology gestellt und zuletzt sogar meine Frau auf niedrigstem Stammtischniveau beleidigt… Deinen Charakter entsprechend, Sam, wirst du diese Tatsachen selbstverständlich nicht zugeben. Aber wenn man sich die Mühe macht und die Kommentare chronologisch durchliest (und versteht) wird das alles erkennen. Ich wollte das einfach nochmal klarstellen. Von daher wird das hier mein (endgültig) letzter Kommentar sein. Den Mitlesern wünsch ich alles Gute!

      Gefällt mir

      1. Natürlich können introvertierte Fühler, vor allem INFPs und ISFPs auch als kalt erscheinen, vor allem INFPs, die häufig in Tagträumereien und Grübeleien vertieft sind und auch nicht selten Sozialängste aufweisen und andere (fremde) Menschen oft meiden.
        Außerdem ist es gut, wenn man lieber etwas länger sucht und nicht nach den ersten, vagen Hinweisen sofort irgendwelche absoluten Schlüsse zieht. Dementsprechend @Max: mach dir keinen Stress. Selbstfindung ist ein langer Prozess. Aber besser, man kommt erst spät zu einem Ergebnis, als dass man etwas Falsches glaubt und Unsinn von sich gibt. Im Vergleich mit meiner INFP-Frau und mir ist es häufig so, dass zunächst ich als eher gesellig und warm wahrgenommen werde (aufgrund meines Fe’s), aber sobald man uns beide besser kennen lernt, wird es immer eindeutiger, dass sie von uns beiden diejenige ist, die viel mehr mitfühlt. Sie ist nur sehr vorsichtig, auch, um andere nicht zu verletzen. Diese Vorsicht wird – vor allem von Fe’lern – häufig auch als Kälte wahrgenommen.

        Um auf Marcel zurückzukommen: ich nehme den brauchbaren Teil deiner Kritik gerne zu Herzen. Zugegeben, in Vergleich zu einigen Seiten über den MBTI erkläre ich hier tatsächlich sehr viele Basics, aber darum sollte es ja auch erstmal gehen. So gibt es beispielsweise nicht sonderlich viele deutschsprachige Seiten, die das MBTI-Modell anhand der kognitiven Funktionen erklären. Dass ich auf viele Theorien, die du als „sehr intensiv“ oder „tiefgründig“ bezeichnest nicht eingehe, liegt daran, dass sie zu großen Teilen einfach nur auf sehr platten Behauptungen ohne Begründungen basieren.
        Was die 8 Funktionen angeht – ich bin nach wie vor skeptisch über viele Theorien von John Beebe, einige (wie z.B. die der Oppositionsfunktion) werden allerdings plausibel erklärt und können meiner Ansicht nach übernommen werden. Wenn du unter einer skeptischer Betrachtung und kritischem Fragestellen jedoch „Bekämpfen“ verstehst, dann verstehst du noch immer nicht ganz, warum IxTPs diskutieren.

        Ich habe dich übrigens nicht in die Nazi/Sekten-Ecke gestellt (und speziell von Scientology nie was erwähnt), sondern nur einen Vergleich gemacht. Übrigens, weil ich vermutet habe, dass du dich alleine durch den Vergleich angegriffen fühlst, habe ich ja speziell noch dazu geschrieben, dass du weniger in deiner Überzeugung festgefahren wärst, aber offensichtlich wolltest du das nicht als die gute/relativierende Intention erkennen, als die sie gemeint war.
        Und dass, wenn ich meine Frau zitiere, dass sie der Meinung sei, du bräuchtest „mehr Streicheleinheiten von deiner Frau“ du darin eine „Beleidigung von niedrigem Stammtischniveau“ erkennst, dann kann ich nur die Stirn runzeln. War das „politisch nicht korrekt“ oder wie? 😀

        „Mit dem Rauchen aufhören? Kein Problem. Habe ich schon zehn Mal geschafft!“
        Auf Wiedersehen, Marcel!

        Gefällt mir

  43. „Wie viele Hinweise brauchst du noch!?“
    – Das ist ja gerade das, was Sam auch geantwortet hat. Also dass es auch auf INFPs zutreffen könnte.
    Gerade diese Aussage trifft voll und ganz auf mich zu: „die häufig in Tagträumereien und Grübeleien vertieft sind und auch nicht selten Sozialängste aufweisen und andere (fremde) Menschen oft meiden.“
    – Deswegen sind auch die Unsicherheiten da.

    Und ich würde nicht sagen, dass diese Seite hier nur eine ordinäre MBTI-Seite ist. Vielleicht suche ich ja auch einfach falsch, aber ich habe schon mehrere andere Seiten besucht und so gut wie alle (deutschen!) Seiten hatten nur mangelnde bis gar keine Artikel/ Erklärungen über die kognitiven Funktionen und deren Einflüsse auf die jeweiligen Typen gehabt. Diese Seite ist eine der besten (deutschen), die man auf dem Gebiet finden kann. Die meisten anderen ähneln sich untereinander auch nur.

    Gefällt mir

    1. INTJs haben häufig Bindungsängste, weil sie ihre Autonomie sehr wertschätzen und für sie ist es oft anstrengend, neue Bekanntschaften zu schließen, sofern sie nicht von professioneller Natur sind. Für INFPs ist es selbst dann anstrengend, allerdings haben sie weniger Bindungsängste, sondern fühlen sich einfach nur schneller eingeschüchtert, was selten der Fall bei INTJs ist – nur, um hier ein klareres Bild zu zeichnen.

      Freut mich, dass du so von meiner Seite denkst! Ich hatte ja ursprünglich was ganz anderes mit dem Blog vor, bis ich gemerkt habe, dass das Interesse für Typologie alleine von den Besucherstatistiken doch überraschend hoch zu sein scheint.

      Gefällt mir

      1. Ich muss wohl zugeben, dass ich Bindungsängste habe und es ist anstrengend für mich, neue Bekanntschaften zu schließen, egal wer. Es stimmt aber auch, dass es auf „beruflicher Ebene“ schon einfacher ist. Besonders als Kind war ich neuen Bekanntschaften gegenüber sehr abweisend. Jetzt bin ich diesbezüglich offener geworden, habe aber dennoch kaum bis gar kein Interesse an neuen Bekanntschaften, lehne sie aber nicht grundsätzlich ab, sondern beobachte zunächst. Zudem fühle ich mich oft eingeschüchtert; mein Selbstbewusstsein ist auch nicht gerade das beste. Vielleicht habe ich da aber auch einfach einen falschen Blick auf mich… (Wobei ich da auch zugeben muss, dass wenn ich denke, dass eine Person mir „unterlegen“ ist, dass ich dann auch sehr viel selbstbewusster bin und eigentlich keine bis wenige Zweifel habe).
        Wofür würde dies tendieren?

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s