4 Gründe, warum wir Christen nicht ernst genommen werden

Wenn man sich heute als Christ outet, was bedeutet das dann noch? Ich vermisse schon beinahe das spöttische, müde Lächeln oder die sarkastischen Kommentare. Darauf wird gar nicht mehr eingegangen, warum auch? Macht es einen Unterschied? Für mich, klar, meine Seele ist gerettet und alles. Aber sonst so?

In meinen Augen gibt es vor allem vier Punkte, die meiner Beobachtung nach ausschlaggebend für unseren vermeintlichen Status als dämliche Heuchler stehen. Und bevor jetzt einige empört Capslock anschalten und zum Schreiben ansetzen… wenn ich von „wir Christen“ spreche, dann beziehe ich mich selbstredend auf die Mehrheit, nicht auf die individuellen Ausnahmen, die es glücklicherweise gibt und auf die Ansichten über uns, womit ich nicht sage, dass die Ansichten über uns zwangsweise stimmen. Außerdem beziehe ich mich hier explizit auf uns Christen in Deutschland, ich weiß, dass es in anderen Ländern teilweise stark abweichende Haltungen gibt.

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 4)

Donnel klopfte an der Holztür des großen, finsteren Steinhauses. Es war nicht allzu schwierig gewesen, Mister Iks‘ Wohnung im Aristokratenviertel zu finden, blöd nur, dass ihr Besitzer nicht öffnete.
„Das ist ja merkwürdig…“, brummte Kao. „Niemand daheim?“
„Gut so! Dann ist er wohl arbeiten, so wie es sein sollte. Ich sollte nicht immer so misstrauisch sein und meinen Angestellten Faulheit vorwerfen.“
Kao sah kurz zu Donnel hoch und nickte zustimmend.
„Dann sollten wir wohl diese Beammaschinerie aufsuchen“, schlug das Meerschweinchen vor. „Was hat es eigentlich mit damit auf sich? Ich habe noch nie etwas davon gehört.“
Donnel klopfte noch einmal an, um sicherzugehen.
„Na, was gibt es da groß zu erzählen? Aus dem Beamapparat fällt das Fleisch heraus und es wird nach…“
„Da fallen Menschen heraus!“, unterbrach ihn Kao. „Und die sterben dann? Einfach so?“
„Ja“, antwortete Donnel knapp. „Ach, weißt du was? Du hast Recht. Hier ist niemand. Gehen wir.“
Kao ließ aber nicht vom Thema ab, als er Donnel hinterher hüpfte.
„Das hört sich aber nicht sehr… wissenschaftlich an! Wie funktioniert das denn?“
„Naja, mittels Beamtechnologie!“
„Und wie funktioniert die?“
„Soll ich denn alles wissen?“, antwortete Donnel gereizt. „Ich bin zwar Experte für eine ganze Menge, aber ich kann nicht von allem eine Ahnung haben. Deshalb suchen wir ja Mister Iks oder etwa nicht?“
Kao verzog seine Äuglein zu Schlitzen.
„Da ist aber keine… Magie im Spiel, oder, Boss?“
Donnel sah seinen Leibwächter gar nicht an, während sie sich in Richtung Steckenpferd-Stallung bewegten.
„Nein, nein.“
„Boss?“
„Nein! Und jetzt halt endlich die Klappe, du tanzendes Wollknäuel!“
„Tut mir leid“, gab Kao kleinlaut zurück. Weil Donnel und er eine eher kumpelhafte Beziehung hatten, vergaß er manchmal, professionell zu sein und keine Fragen zu stellen. Aber ein ungutes Gefühl blieb – jetzt erst recht.

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 3)

„Ich glaub‘, ich werd‘ nicht mehr! Kao! Unser Essen hat uns angegriffen!“
„Unser Essen?“, Kao sah zunächst Donnel und danach die toten Nackten verwirrt an. „Das… sind doch Menschen!“
Donnel rollte mit den Augen.
„Also ist es wahr, was die ganzen Verschwörungstheoretiker sagen?“
„Ja natürlich ist es wahr!“, antwortete Donnel. „Was glaubst du denn, von wo wir unser Fleisch bekommen?“
Kao kratzte sich am Kopf.
„Aus… dem Supermarkt?“
„Und woher bekommt der Supermarkt das Fleisch?“
„Äh… um so viele Ecken habe ich noch nie gedacht, Boss…“
„Ach Kao, das ist doch nur eine Ecke.“

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ENFP – Der Freiheitskämpfer

Allgemeine Beschreibung & Klischees

Coole Socke, Erfinder, Kindskopf, Energiebündel, Sensibelchen, Aufmerksamkeitsmagnet, Narzisst, Manipulator, Philanthrop, Revoluzzer, Möchtegern-Therapeut, Held des Tages. Das sind die Klischees von ENFPs. Und dass sie Klischees nicht sonderlich mögen, weil ja jeder Mensch etwas Besonderes ist. Deshalb haben die meisten von ihnen, die sich mit dem MBTI auseinandersetzen auch eine Art Liebes-/Hassbeziehung mit der Theorie, denn auf der einen Seite wird hier in Schubladen gedacht, auf der anderen Seite fühlen sie sich von den Schubladen verstanden und halten es auch irgendwo für furchtbar amüsant, all die Dinge, die auf sie zutreffen zu lesen und fragen sich dann, ob in diesem Schubladenschrank nicht vielleicht doch Narnia verbirgt. Halt in 16 Distrikte aufgeteilt, was total der Müll wäre. Aber es wäre Narnia! Naja, egal.

Schauen wir uns schnell  noch die Funktionenfolge an und dann geht’s los:
1.) Extrovertiertes Intuieren
2.) Introvertiertes Fühlen
3.) Extrovertiertes Denken
4.) Introvertiertes Empfinden

Erste Funktion – Extrovertiertes Intuieren („Intuition Extroverted, kurz NE“)

Bleiben wir mal dabei, das gerade genannte etwas zu begründen. Warum mag der ENFP kein Schubladendenken? Er versucht, die Dinge stets von mehreren Seiten aus zu betrachten, dass ihm bloß nichts entgeht.

unbenannt
Ein bisschen so, wie dieses Monster. ENFPs dürfte es auch nicht so sehr stören, dass die Augententakel unterschiedlich dick sind, es geht nur ums Konzept. Außerdem ist es ein Monster. Bei Monstern geht das.

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 2)

Donnel drehte sich um und sah, dass kreischende Gäste und Angestellte gleichermaßen mit schlackernden Armen aus dem Mac Mäntsch flohen. Hinter ihnen rannte ein gutes halbes Dutzend nackte Personen mit Hackebeilen hinterher. Kao konnte den Schaum vor deren Mäulern, sowie die irrsinnig weit aufgerissenen Augen erkennen und zückte ohne zu zögern sein Schwert, das mit einem klingendem Schhhiiiing aus der Scheide fuhr und in der Mittagssonne aufblitzte.

„Boss, bleib zurück“, wies das Meerschweinchen Donnel in lässigem Tonfall an und trat mit großen breiten Schritten auf das Schlachtfeld zu, auf dem die Nackedeis ihr Blutbad verrichteten. Natürlich blieb Donnel nicht zurück und zog sein Rapier, diese Gelegenheit auf potentielles Sterben wollte er sich nicht entgehen lassen. „Für die Fraaaaaaaaaihaaaaait!“, ließ er laut seinen Schlachtruf ertönen und stürzte sich ins Getümmel. Kao verzog ein genervtes Gesicht, da er so gerne cool mit großen und breiten Schritten das spontan entstandene Feld der Ehre betreten hätte, aber nun seinem Boss mit schnellen, eher unbeholfenen Schritten hinterher trapsen musste, um dessen Sicherheit zu garantieren.

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 1)

Donnel biss mit Elan in den Krautburger, dass das Fett nur so herausspritzte und sich auf seinem neuen, goldbestickten, langen grünen Gewand verteilte, welches ihm Mutter erst vor Kurzem zu seinem dreiunddreißigsten Geburtstag geschenkt hatte. Jetzt hatte er genau fünfzehn grüne, goldbestickte Gewänder. Mutter sagte immer, sie würden so gut zu seiner blonden Lockenpracht und den grünen Augen passen. Mutter sagte eine ganze Menge. Auch, dass er kleinere Bissen nehmen solle, da er sonst noch irgendwann an seinem Essen ersticken würde. Donnel grinste in sich hinein, als er einen weiteren Happen nahm und sich seine vollgefetteten Hände an der Kleidung abrieb. Ersticken, das wäre wohl die unwahrscheinlichste Todesursache, wegen der er ins Gras beißen würde. Wenn er nicht durch das Schwert, einen Armbrustbolzen, Untote oder Killerroboter umkommen würde, dann würde ihn diese vermaledeite Krankheit letztlich holen. An einem Krautburger ersticken, pah. Donnel schob sich den Rest seiner Mahlzeit in den Rachen und stand auf.

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