Abenteuer mit Drumpf! (Teil 3)

„Ich glaub‘, ich werd‘ nicht mehr! Kao! Unser Essen hat uns angegriffen!“
„Unser Essen?“, Kao sah zunächst Donnel und danach die toten Nackten verwirrt an. „Das… sind doch Menschen!“
Donnel rollte mit den Augen.
„Also ist es wahr, was die ganzen Verschwörungstheoretiker sagen?“
„Ja natürlich ist es wahr!“, antwortete Donnel. „Was glaubst du denn, von wo wir unser Fleisch bekommen?“
Kao kratzte sich am Kopf.
„Aus… dem Supermarkt?“
„Und woher bekommt der Supermarkt das Fleisch?“
„Äh… um so viele Ecken habe ich noch nie gedacht, Boss…“
„Ach Kao, das ist doch nur eine Ecke.“


Das Meerschweinchen dachte kurz nach, wobei es so aussah, als würde es versuchen hinter das Rathaus zu sehen, aus dem sich mittlerweile einige Schaulustige heraus trauten und nickte dann.
„Hast recht. Aber ich weiß immer noch nicht, woher die… Menschen kommen. Ich meine – sie haben ja überhaupt keine Antennen!“
„Ja, seltsam, nicht? Können wir sie dann überhaupt noch als Menschen bezeichnen? Jedenfalls – machen wir uns zu dem Ort auf, von dem wir sie bekommen, vielleicht finden wir dort einige Antworten.“
„Was ist das für ein Ort?“, fragte Kao, der immer noch ziemlich erschüttert wirkte.
Donnel drehte sich zu den vielen Leuten um, die nun das Massaker mit eigenen Augen betrachten wollten und klopfte Kao auf die Schulter.
„Das erzähle ich dir unterwegs.“
Sie verließen eilig den Schauplatz und Donnel winkte der heraneilenden Stadtgarde beschwichtigend zu.
„Meine Herren!“, begrüßte er sie. „Gut, dass sie hier sind. Wir haben die Situation in den Griff bekommen. Muss nur noch aufgeräumt werden.“
Einer der Männer mit einem breiten Schnauzer und der längsten Hellebarde, was ihn als Hauptmann des Trupps kennzeichnete, nickte eifrig.
„Ein Glück, dass Ihr bereits vor Ort wart, Herr Drumpf! Könnt Ihr mir berichten, was vorgefallen ist?“
„Das werde ich nun versuchen, genauer herauszufinden!“
„…aber…“
Hinter ihnen fingen die Menschen an zu kreischen.
„Iiiih! Sie haben ja überhaupt keine Antenne! Nicht einmal Bommelchen!“

Ein paar Stunden später saßen Donnel und Kao auf ihren Motorsteckenpferdchen und rollten über den Feldweg gen Norden, vorbei an saftigen grünen Wiesen und dichten, dunklen Tannenwäldern, aus denen man ab und an ein paar Zecken Volkslieder singen hören konnte. Donnel hatte sich bewusst dazu entschieden nur zu zweit zu reisen, denn er wollte keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Er nahm den drohenden Skandal für die Mac Mäntsch Kette zwar sehr gelassen hin, aber er wollte das Problem nicht forcieren, indem er mit Kutsche, Beraterstab und Unterhaltungsprogramm zum Fleischlieferanten reiste.
Kao sah etwas neidisch zu dem Motorsteckenpferdchen seines Klienten herüber. Als wenn der vergoldete Pferdekopf nicht schon cool genug war, hatte das Gefährt noch Lederumwickelte Griffe und eine Federung unter dem Sitz. Das Gefährt wurde, wie jedes andere Modell durch das motorisierte Hinterrad angetrieben, während der Fahrer mit den nach vorn gestreckten Rollschuhen lenken konnte. Donnel schien der Blick aufzufallen.
„Tolles Teil, nicht wahr?“, zufrieden tätschelte er den Pferdekopf. „Ich hätte dir ja das selbe Modell gegeben, aber das hat es in deiner Größe leider nicht. Du würdest mit den Rollschuhen den Boden nicht erreichen können. Aber ich kann den Hersteller mal fragen, ob er ein Steckenpferd mit verstellbarer Sitzhöhe konstruieren könnte.“
„Wwwwwäääär sch-sch-sch-schon t-t-t-oll einfach nur eine F-f-f-eeeeder zu haben“, meinte Kao, während er über den von kleinen Steinchen übersäten Weg rollte.
„Achso, es ging dir nicht um den Kopf? Der Kopf ist schon der Hammer, was? Schau dir den Detailgrad an. Ob Pferde so wirklich aussahen?“
„K-k-k-eine Ahnung, Boss. Also, wohin geht’s nun?“
„In den hohen Norden nach Scottyland!“, verkündete Donnel und lächelte breit. „Zu den Beammaschinerien.“
„Zu den wwwas?“
„Den letzten Beammaschinerien. Von dort bekommen wir unser Fleisch. Es gibt leider nur noch zehn Stück. Und eine davon ist in unserem Familienbesitz.“
Donnel dachte einen Augenblick nach. „Habe ich gerade leider gesagt? Naja. Jedenfalls, die Angreifer von vorhin müssten eigentlich auch von dort kommen. Das konnte ich daran erkennen, dass sie keine Antenne hatten.“
„Aber von wo kommen sie dann?“
Donnel schob die Unterlippe vor und zuckte mit den Schultern.
„Keine Ahnung. Wenn wir sie aus den Maschinen fallen, sind sie nicht sonderlich mitteilsam. Einige plappern noch kurz unverständliches Zeug, aber alle sterben sie nach kurzer Zeit.“
„Die haben aber vorhin noch sehr lebendig gewirkt!“
„Ja und weshalb das der Fall ist, werden wir nun herausfinden.“
Donnel rieb seine Hände am Ledergriff. Es würde eine lange Fahrt werden, aber in der Zwischenzeit würde er die Gelegenheit haben, sich für alle Eventualitäten einen Plan auszudenken.

Es war früher Morgen, als sie die fünf Türme Rabensburgs, der Hauptstadt von Scottyland inmitten des Gebirges wie dünne Finger einer Skeletthand aus dem Nebel aufragen sahen. Der mittlere Turn war der höchste, weshalb es ein klein wenig so aussah, als würden sie mit einem gigantischen Stinkefinger begrüßt werden. Vor den dunklen, kalten Stadtmauern wirkten die zwei Reisenden wie Erbsen vor einem Kühlschrank, größenverhältnismäßig. Vor dem riesigen Eisentor hielten sie ihre Steckenpferde an und zogen sich ihre Rollschuhe aus. Als sie die Stadt betreten wollten, wurden sie jedoch von zwei unfreundlich dreinschauenden Wächtern gestoppt. Einer davon war ein Hühnchen, der andere eine dicke Frau mit Damenbart.
„Halt! Wohin des Weges?“, fragte das Hühnchen, das ungefähr auf Augenhöhe von Kao war und beide Wächter kreuzten ihre Speere, um den Durchgang zu verwehren.
„Na da rein!“, grummelte Kao. „Wisst ihr nicht, wer hier vor euch steht?“
Das Hühnchen legte den Kopf zur Seite und musterte Kao.
„Zwei in dunklen Mänteln verhüllte bewaffnete Gestalten!“, gackerte es. „Also verzeiht, wenn ich euch erneut frage: was wollt ihr ominösen Kreaturen in unserem schönen Scottyland?“
„Wie könnt ihr es wagen, so mit Donn…“
„Lass mich das regeln“, unterbrach ihn Donnel und trat mit einem einnehmenden Lächeln vor seinen Leibwächter, den er mit etwas Nachdruck hinter sich schob.
„Also das ist ja ein schöner Haarkamm!“, schmachtete er. „So schön… äh… rot!“
Das Hühnchen zuckte irritiert mit dem Kopf zurück und die dickliche Dame sah Donnel misstrauisch an.
„Was treibt ihr denn hier für ein Spiel?“, fragte sie mit beißender Stimme.
„Ich erkläre die Regeln. In meinem Zug gebe ich euch einen schönen Bonus zu eurem mickrigen Gehalt…“
Er zwinkerte dem Hühnchen zu. „Ich habe gehört, hier gäbe es eine wunderbare Juwelierniederlassung von Familie Drumpf, die hübsche Rubinketten verkauft! Ich wette, die passen ganz prächtig zu eurem hinreißenden Haarkamm!“
Er drückte jeder von ihnen ein prall gefülltes Säckchen mit Goldmünzen in die Hände, beziehungsweise das Geflügel. „Und dann seid ihr am Zug, lasst uns durch und lasst es euch nach eurer Schicht einmal so richtig gut gehen! Das habt ihr euch sicher verdient, was?“
Die Frau öffnete den Beutel danach ihren Mund, winkte Donnel und Kao einfach durch das Tor, ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen.
„Siehst du?“, sprach Donnel, als sie außer Hörweite der beiden pflichtbewussten Wachen waren. „So macht man das!“
Kao schnaubte verächtlich.
„Ja, tolle Leistung. Da hast du ganz professionell zwei unterbezahlte Stadtwachen mit einem Jahresgehalt bestochen. Jetzt sind wir in Scottyland. Und was machen wir nun?“
„Jetzt suchen wir nach Mister Iks, dem Beaufsichtigtem der drumpf’schen Beammaschinerie. Höchstwahrscheinlich werden wir von ihm ein paar Antworten erhalten.“

Hier geht’s zu Teil 4!

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2 thoughts on “Abenteuer mit Drumpf! (Teil 3)

  1. Das ist … schwierig. Da bin ich als Leser komplett überfordert, weiß ich doch nicht, was das ganze soll. Eine Mischung aus Monty Python, Donald-Trump-Satiere und Terry Pratchett – what the fuck??
    Und soll ich Dir was sagen: Irgendwie gefällt mir das 🙂

    Gefällt 1 Person

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