Auswertung von „Bin gespannt“ – ENFP

1. Ein Arbeitskollege, mit dem du gut zurechtkommst, auch wenn ihr nicht befreundet seid, hat vergessen, eine wichtige Aufgabe auf den nächsten Tag zu erledigen, obwohl er eine Woche Zeit dafür hatte. Nun ruft er dich an einem Sonntagnachmittag an, und bittet dich, ihm zu helfen, um noch rechtzeitig fertig zu werden – du hast dich eigentlich auf deine Freizeit gefreut. Ihm zu helfen, würde sicherlich mindestens zwei Stunden Zeit kosten.

Ich frage ihn, ob wir seine Arbeit aufteilen können, so dass jeder evtl. nur noch eine Stunde zu arbeiten hat. Klappt das nicht, helfe ich natürlich, mache aber auch deutlich, dass ich es nicht okay finde, dass er seine Aufgaben auf mich abwelzt.

  1. Kompromissbereitschaft ist eine typische Eigenschaft von extrovertiertem Intuieren („NE“), welches stets nach anderen Perspektiven und damit Alternativen die Augen offenhält. „Klappt das nicht, helfe ich natürlich“ ist vor allem in Bezug auf das „natürlich“ eine Aussage, die eher dem extrovertierten Fühlen („FE“) zuzuschreiben wäre – du erachtest es als selbstverständlich, dass man einander hilft.

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Mein Plan für Halloween

Habe ich schon mal erzählt, dass ich mich gerne aufrege? Jetzt wisst ihr es. Deshalb treibe ich mich manchmal auch gerne auf Facebook herum, da rege ich mich besonders häufig auf. Wobei das abnimmt, da ich immer häufiger „unfriended“ werde, weil meine Kommentare nerven und sich Leute angegriffen fühlen. Dabei mag ich die Leute eigentlich. Noch mehr mag ich es, zu diskutieren. Es gleicht sich also irgendwie aus.

So. Zu meinem letzten Aufreger. Dieser Cartoon:

halloween

Es gibt unglaublich viel, was mich an diesem Cartoon ärgert.

1.) Mal ganz allgemein – wenn man Spaß daran hat, sich zu verkleiden, warum ausgerechnet zu Halloween? Die Ursprünge des Festes sind ja schon lächerlich-ominös. Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich Christ bin und daher irgendwie schon automatisch Resentiments im Bezug auf Halloween habe. Ich war aber auch lange genug glaubenskritischer Agnostiker und hatte da die selbe Meinung über ein Fest, bei dem es darum ging, einem Unterweltsgott Blutopfer zu bringen, um für Fruchtbarkeit zu flehen. Wobei das Fest ja christianisiert wurde. Um an die Toten zu gedenken. Toll. Macht das irgendeiner von euch speziell an diesem Tag?

2.) Aber zurück zum Cartoon! Der Cartoon scheint sich darüber lustig zu machen, dass man so sehr auf die Nahrungmittel achtet, dass es fast unmöglich ist, es einem Recht zu machen. Ist das jetzt aber wirklich zu kritisieren?

A) Was die ganzen Allergien angeht, sollte man sich eher bei der Pharmaindustrie ärgern, die dafür verantwortlich ist, dass die ganzen Allergien zunehmen, als sich über deren Opfer lustig zu machen. Ein zugeschwollener Hals oder ein aufgeblähter Darm ist nichts, worüber man spaßen sollte… ich meine, sowohl ich, als auch meine Frau und viele Bekannte von mir sind betroffen. Gut, bei mir ist es nur ein harmolser, hässlicher Ausschlag – und ich esse trotzdem noch Schokolade mit Haselnüssen, weil ich nicht sonderlich eitel bin und einen schönen Mensch sowieso nichts entstellen kann. Aber will man jemandem wirklich vorwerfen, wenn er fragt, ob da Laktose drin ist, wenn man nach Verzehr ins Krankenhaus müsste?

B) Sich bio, vegan/vegetarisch, regional zu ernähren sollte doch eigentlich ein gutes Beispiel für uns alle sein oder etwa nicht? Man sollte sich eher über die lustig machen, die das nicht schaffen (wie ich zum Beispiel, um mal im Glashaus mit ein paar Steinen zu werfen…) – aber doch nicht sich über solche Leute lustig machen! Geht’s noch? Das ist in etwa so, als wenn man über Krankenschwestern und Pfleger geringschätzig denken würde! Naja. Anhand der Bezahlung, die sie bekommen, könnte man ja schon fast meinen, dass sie weniger Wert wären, als jemand im mittleren Management… habe ich schon mal erwähnt, dass ich mich gerne ärgere?

C) Das kommerzielle Halloween ist sowieso absoluter Schmarrn. Mal davon abgesehen, dass es fahrlässig ist, Kinder zu später Stunde bei Fremden klingeln zu lassen, ist es doch bescheuert, sie so mit Süßigkeiten voll zu bomben… die ganze Zeit die Moralfahne schwenken „Ja, aber nicht so viele Süßigkeiten essen“ und dann sowas… ich versteh es nicht…

Ich rege mich aber nicht nur auf, sondern ganz undeutsch lasse ich meinem Ärger auch Taten folgen. Ich bin gut vorbereitet. Das ist der Plan:

Kinder klingeln. Ich öffne die Türe. Zwei verschiedene Szenarien.

Szenario A – Ohne Erwachsenenbegleitung

„SÜSSES, SONST GIBT’S SAURES!“
„Bitte, was?“
„SÜSSES, SONST GIBT’S SAURES!“
„Hä? Droht ihr mir? etwa?“
„…“
„Wenn ihr gerne Süßigkeiten wollt, dann könnt ihr mich auch einfach darum bitten. Wartet bitte vor der Türe, ich hole euch was.“

Ich hole die Süßigkeiten, wobei ich mir da viel Zeit lasse.

Ich präsentiere die Süßigkeiten.
„Bevor ich euch die Süßigkeiten gebe… noch ein paar Kleinigkeiten. [Ich rezitiere die Punkte 1., 2. und 3. Ja, ich weiß, Punkt 2 ist eigentlich vollkommen irrelevant in diesem Moment.]

Ich gebe ihnen die Süßigkeiten. Es sind übrigens White Rabbit Red Bean Bonbons. White Rabbit Bonbons sind ja eigentlich echt lecker, aber „Red Bean“ Geschmack war ein echter Fehlgriff, als ich in Japan war… wirklich, ich kenne keinen Mensch, dem die schmecken. Jetzt muss ich sie irgendwie los werden, wegwerfen wäre nämlich auch zu schade. Zum Glück steht nichts von „roter Bohne“ für Deutsche lesbar drauf 🙂

Szenario B – Mit Erwachsenenbegleitung

„SÜSSES, SONST GIBT’S SAURES!“
Blick zum Begleiter „Sind sie so perfide, dass sie ihre Kinder schicken, um mich zu erpressen?“
„…“
„Schon gut, schon gut, ich hole die Süßigkeiten…“

Ich hole die Süßigkeiten, lasse mir aber nicht ganz so viel Zeit, weil genervte Erwachsene nicht so motiviert sind, für Süßigkeiten zu bleiben.

Ich präsentiere die Süßigkeiten.
„Hört mal her. Den ganzen Abend müsst ihr um Süßigkeiten betteln. Jetzt muss euer Papa / eure Mama mal dafür was tun. Wenn er vier Minuten mit mir über Halloween und ein bisschen über Politik diskutiert, dann bekommt ihr diese Leckerlies!“

Ich habe keine Ahnung, wie die Erwachsenen darauf reagieren werden. Ich bin gespannt!

Abenteuer mit Drumpf! (Teil 5)

„Ein moralisches Grauen! Tagein, Tagaus purzeln unschuldige Menschen aus diesen Maschinen!“, wetterte Mister Iks.
„Sie haben keine Antennen, sie sind keine Menschen“, korrigierte Donnel.
„Na schön! Lebewesen! Kreaturen, die fühlen können! Die Empfindsam für Angst und Schmerzen sind!“
Die Stimme des Mannes überschlug sich. „Und wir TÖTEN sie, verspeisen sie! Mit welcher Berechtigung tun wir das, hä?“
„Sie fallen doch schon tot aus der Maschine, regt euch nicht so sehr darüber auf. Wer seid ihr überhaupt?“
„Nein, sie sterben dadurch, dass wir die Maschine benutzen!“, kreischte der Mann. „Und ich, Mister Iks, der so viel Schuld auf sich genommen hat, diese katzulischen Maschinen im Schuss zu halten, habe endlich einen Weg gefunden, diesn Makel abzuschalten!“
„Mister Iks! Aber… ich verstehe nicht! Ihr bekommt doch einen Batzen Geld als Gehalt!“
„Geld, pah!“, schnaubte Mister Iks verächtlich. „Damit kann man vieles zufrieden stellen, aber nicht das Gewissen!“

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