Versatile – Der 7-Fakten-Award

Soweit ich weiß, bekommt man Awards normalerweise für Leistungen, die man erbracht hat. Ich fühle mich jetzt etwas schlecht, denn die einzige Leistung, wofür ich diesen Award erhalten haben könnte, ist die, dass ich in letzter Zeit Blog-technisch nichts geleistet habe. Ich fühle mich dennoch geschmeichelt, denn immerhin zeugt diese Nominierung von einem Interesse an meiner Person – in diesem Sinne, vielen Dank Simonsegur! Ich freue mich, dass ich trotz mangelndem Engagement immer noch Aufmerksamkeit von dir erhalte (jedenfalls rede ich mir das ein :P)

Die Frage wäre nun, worum es bei diesem Award eigentlich genau geht. Ich weiß es nicht so recht, deshalb orientiere mich einfach mal an meinem… Nominator (und ja, mir ist klar, dass dieses Wort eigentlich eine andere Bedeutung hat). Nach eingehendem Studium seiner sieben Fakten  schließe ich einfach mal darauf, dass es um sieben allgemeine, mich beschreibende … Fakten geht. Fangen wir also an, ich bin sowieso jemand, der lieber schnell an die Essenz kommen will, anstatt viel herumzureden, wie ich es jetzt gerade paradoxerweise tue.

1.) Ich bin gläubiger Christ.
Also nicht nur auf dem Papier. Da bin ich sogar konfessionslos. Ich zahle meinen Zehnt freiwillig und nicht per Gesetz und zwar an die kirchlichen Vereine, die ich für sinnvoll halte. Und darum geht es auch eigentlich gar nicht (was ist heute los mit mir?), sondern darum, dass ich in Jesus ein Vorbild habe, das dabei hilft, sich selbst zu überwinden. Sich selbst hinten an zu stellen. Und Gott weiß (haha), dass mir das häufig schwer genug fällt. Christ zu sein, bedeutet für mich nicht, ein besserer Mensch zu sein. Ich kenne viele Leute, die sich wertetechnisch christlicher verhalten, als viele „Mitchristen“ oder ich selbst. Es geht mir auch nicht um Werte. Die findest du auch in anderen Religionen. Die findest du auch im Grundgesetz. Rettung ist eine Sache. An das ewige Leben kann man glauben (wie ich es tue) oder auch nicht, dann ist es auch egal, ob man glaubt, man sei nach dem Tod „ewig verdammt“ oder „erlöst“. Erlösung in meinem Sinne findet schon auf der Erde zu Lebzeiten statt: indem man sich selbst nicht mehr so verdammt wichtig nimmt. Ich weiß, das macht schon jemand anderes für mich.

2.) Ich bin links. Überraschung.
Und Parteimitglied der Linken. Was interessanterweise auch auf meinen Glauben zurückzuführen ist, obwohl die Linke ja allgemein als eine atheistische Partei gilt. Aber mir ist die wachsende Ungleichheit in Deutschland und (längst) weltweit ein Dorn im Auge. Und da Dornen im Auge bekanntlich unangenehm sind, bin ich dafür, ihn zu entfernen. Ich will das jetzt nicht in aller Breite austreten, denn damit könnte ich ganze Seiten füllen, darum breche ich’s auf einen Satz herunter:Ich habe Schwierigkeiten damit zu akzeptieren, dass diejenigen, die mehr als genug zu leben haben, nicht genug abgeben, um denen zu helfen, die aus eigener Kraft ihre Existenz kaum bis gar nicht sichern können.

3.) Ich liebe Nebensätze.
Und viele meiner Leser hassen das. Ich verstehe euch. Ich gelobe Besserung. Seht ihr? Ich kann auch ohne Komma!

4.) Ich fahre total auf Gesellschaftsspiele ab.
Ich spiele zwar auch sehr gerne Computerspiele, aber ich wage zu behaupten, dass das zu einem großen Teil auch einfach eine Substitution ist, weil ich nicht häufig genug Mitspieler finde. Meine Frau spielt in der Regel wirklich nur mit mir, wenn es sein muss. Also, wenn Gäste da sind, oder es mir wirklich, wirklich schlecht geht. Oder es ein kooperatives Spiel (z.B. Arkham Horror) ist, indem sich nicht schon nach einigen Spielzügen abzeichnet, wer gewinnt. Man muss aber dazu sagen, dass meine Frau wirklich selten Ambitionen zeigt, den Sieg zu erringen, daher sagt das nicht sonderlich viel über mein Spielgeschick aus. Meine derzeitigen Favoriten sind Siedler von Catan (schon immer), Dominion, Colt Express, Nobody’s Perfect und Dixit.

5.) Ich bin ein guter Verlierer und ein schlechter Gewinner
Wobei sich hier die Frage stellt, wie „gut“ und „schlecht“ überhaupt definiert werden. Um es mit anderen Worten auszudrücken, nach einer gespielten Partie analysiere ich gerne das vorangegangene Spiel und erfahre gerne die Meinung meiner Mitspieler zu diesen Analysen (stelle z.B. Statistiken auf und vergleiche sie). Wenn ich verloren habe, wirkt das auf viele so, als würde ich die Errungenschaften des Siegers besonders würdigen und hervorheben (was ich ja irgendwie auch tue) und mich selbst als demütig zeigen, indem ich auf meine eigenen taktischen Fehler hinweise. Wenn ich jedoch gewonnen habe, nunja, dann bin ich mit dem selben Verhalten plötzlich der selbstverliebte, nervige Angeber.

6.) Ich bin seit etwa drei Monaten Vegetarier
Und wollte dazu eigentlich mehr schreiben. Mehr dazu in Punkt Sieben.

7.) Ich mache zu viele Dinge gleichzeitig, bzw. meine Interessen sind enorm breit gefächert.
Deshalb widme ich meinem Blog in jüngster Zeit leider nur noch sehr wenig Aufmerksamkeit. Das ändert sich immer alles, vor allem neue Entdeckungen bekommen stets viel Zeit von mir spendiert, aber es dauert nicht lange, bis ich irgendetwas finde, was mich momentan mehr reizt. Man kann mir ja vieles vorwerfen, aber nicht, dass ich „hobbylos“ sei (tolles Jugendschimpfwort, nebenher bemerkt): Schreiben, Komponieren, Musizieren, Gesellschaftsspiele, PC-Spiele, Forendiskussionen, Brieffreundschaftendiskussionen, Pen&Paper (Das Schwarze Auge, Vampires: The Masquerade), Lesen, Fechten.

Ich hoffe, das war einigermaßen interessant. Wenn nicht, dann können wir gerne darüber diskutieren.

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8 thoughts on “Versatile – Der 7-Fakten-Award

        1. Ne, die Piraten sind mir tatsächlich zu konservativ und haben außer „Überwachungsstaat“ eigentlich kein richtiges Thema. Und die Grünen habe ich damals tatsächlich auch mal gewählt, daher gut getroffen. Sind mir aber zu inkonsequent (Spitzensteuer? Ja klar, aber nur für supersupersupersupersuper-Reiche [und auch dann irgendwie nicht]) und fahren mittlerweile auf einer ziemlich neoliberalen Schiene.

          Das Transhumanistische Konzept sagt mir übrigens auch zu, letztlich setzt es ja auf Nachhaltigkeit, was ich sehr wichtig finde. Ich habe nur noch nie etwas von der Partei gehört.

          Gefällt 1 Person

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