Adolf Hitler – INFJ

Dieser Beitrag könnte nun einigen INFJ sauer aufstoßen, weil sie sich in ein schlechtes Licht gerückt fühlen könnten, aber im Grunde genommen ist es nur konsequent, wenn man verdeutlicht bekommt, dass jeder Persönlichkeitstyp auch seine schwarzen Schafe hervorbringt. Ich könnte ja auch darüber schreiben, wie toll Mahatma Gandhi oder Martin Luther King, beide höchstwahrscheinlich INFJs waren, aber ganz ehrlich, zum einen ist es hilfreich, die Funktionen auch in Personen zu erkennen, für die man keine Sympathien übrig hat, zum anderen ist das manchmal – und wie ich finde, auch in diesem Falle – interessanter.

Also. Here we go. Hitler war ein INFJ und hier ist meine Analyse. Wenn jemand nicht zustimmt, bin ich gespannt auf Argumente.

Erste Funktion – Introvertiertes Intuieren

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Man muss sich nicht viel mit dem letzten deutschen Reichskanzler beschäftigt haben, um dahinter zu kommen, dass Hitler ein fanatischer Idealist war. Er hatte klare Vorstellungen davon, wohin er Deutschland führen wollte und wurde seinerseits von einer für ihn glasklaren Vision geführt. Alleine schon, wenn man das Wort „Herrenmenschentum“ betrachtet wird klar – konservativ und traditionsgebunden war Hitler nicht. Niemand wäre auf die Idee gekommen, ihn als einen nüchternen Realisten zu sehen, weder Freund noch Feind. Darüber hinaus zeigte Hitler einen starken Hang zur Symbolik und zeigte ein starkes Interesse zu okkulten Praktiken, etwas, was bei introvertierten Intuierern auch häufig zu finden ist. Hitler war eindeutig zukunftsorientiert. Gegenstimmen könnten behaupten, dass er sich häufig an der Vergangenheit orientierte, wie beispielsweise an nordischen Sagen und Legenden, aber hier ging es ihm weniger darum, Altes wieder zu neuem Glanz zu führen, sondern einen neuen Glanz, inspiriert von alten Bedeutungen zu schaffen, der aber viel größer und erhabener sein sollte, als alles, was zuvor jemals existierte. Sein „drittes Reich“.

Zweite Funktion – Extrovertiertes Fühlen

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Hitler mag ein Schlächter und hasserfüllter Kriegsverbrecher gewesen sein, aber etwas, was beiseiner Dämonisierung nur all zu schnell vergessen wird, ist die Tatsache, dass er gleichzeitig sehr empathisch war und wusste, wie Menschen ticken. Auch, wenn er in erster Linie ein Introvert war, der nach zu viel Aufregung und Interaktion mit anderen Menschen schnell in Stress geriet und launisch wurde, mischte er sich immer wieder unter die Masse. Als sekundärer extrovertierter Fühler wusste er, wie wichtig es war, sich als menschennah zu präsentieren, wenn er den Mythos des Führers, des „Volksvaters“ aufrechterhalten wollte. Bei seinen Reden passte er sich stets seinem Publikum an und wusste genau, mit welchen Punkten er Arbeiter, Militärs, Akademiker oder Religiöse für sich gewinnen konnte. Dieses soziale Mimikry ist eine Begabung, die man vor allem bei extrovertierten Fühlern findet.

Dritte Funktion – Introvertiertes Denken

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Hitler verachtete die strenge, regel-orientierte Bürokratie, eingefahrene Systeme, bei denen niemand mehr wirklich wusste, weshalb sie eigentlich existierten und auch das war ein Grund, weshalb er überhaupt an die Macht wollte. Wie ich bereits in einem vorigen Beitrag beschrieben habe, ist extrovertiertes Denken dem introvertierten häufig ein Feindbild und offensichtlich galt das auch für Hitler. Die Weimarer Republik als „Bollwerk der Bürokratie“ verkörperte  politisch gesehen ein negatives Bild des extrovertierten Denkens, starr und unflexibel. Hitlers analytisches Denken ergänzte ebenfalls sein bereits erwähntes Talent, die Massen zu beeinflussen, indem er nüchtern und strategisch abhandelte, wie die Menschen tickten.

Vierte Funktion – Extrovertiertes Empfinden

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Vor seiner Karriere als Diktator war Hitler Künstler. Das alleine sagt nicht unbedingt sonderlich viel aus, aber betrachten wir diese Tatsache mit seinem bekanntlich ausgeprägten Sinn für Ästhetik, ergibt sich hier ein größeres Bild. Hitlers unterdrückte Funktion zeigte sich darin, dass er sich gerne von schönen Dingen umgab, wie beispielsweise Gemälden oder der Natur. Wenn er Zeit für sich benötigte, zog er sich häufig in die Berge zurück, um zu Malen. Ganz in Verbindung mit seiner dominanten Funktion, wollte er auch den Glanz seiner Nation mit Hilfe protziger Gebäude darstellen. Das unterdrückte extrovertierte Empfinden mag sich bei Hitler auch darin gezeigt haben, dass er, der große Planer und Visionär zu impulsiven Handlungen neigte. Hitlers übereilter Einfall in Russland im Jahr 1941, den er damit begründete, dass „das Risiko beim Warten größer sei, als beim Handeln“ entspricht ebenfalls der Spielermentalität des extrovertierten Empfindens.

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22 Antworten auf „Adolf Hitler – INFJ

  1. habe mich immer wieder damit ausseiander gesetzt und bin zum entschluss gekommen das es unsere deutsche geschichte ist….was adolf machen oder tun wollte blieb alleine sein geheimnis…aber das er menschen umbringen lies war sein untergang…das hätte er nicht tun sollen….vom weltkrieg ganz zu schweigen….das war sein 2 fehler…..
    naja….so ist der stand der dinge

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  2. Kein Infj sondern enfj da kein infj vor großen Menschenmassen einen klaren Satz raus bringt. Außerdem ist er ganz klar urteilend. Viele Grüße

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  3. Hallo Sam, ich habe über das Thema auch schon nachgedacht und in Celebritytyps steht es auch. Aber ich glaube das Hitler höchstwahrscheinlich ENFJ war. Da muss ich mich dem Vorposter anschließen. Er hatte zwar die gleichen Funktionen allerdings in etwas anderer Reihenfolge. Deshalb wäre der INFJ der nächste Kandidat.
    1. Wie schon gesagt, hatte er keine Probleme vor vielen Menschen stotterfrei zu reden. Das sehe ich auch als Argument. Der INFJ ist einfach nicht locker genug und ablesen ist auch nicht seine Stärke genauso wie auswendig lernen. Man kann das als introvertierter nicht so lang und oft tun. Der Puls wäre einfach auf 180. Es ist auch nicht sa das der INFJ seine Ansichten nicht teilen kann, er redet gern wenn er in Fahrt kommt, aber eben nicht vor vielen Menschen.
    2. Für einen ENFJ ist es das Größte vor Massen zu reden. Bestes Beispiel Jürgen Klopp. Er hatte sein Ziel erreicht als er sich bei seinem Abschied vor dem Dordmunder Publikum posieren feiern lassen hat. Da das extr. Fühlen des ENFJ im Ego liegt, dient es auch dem Ego.
    3. Mit seiner 2. Funktion dem intr. Denken teilt der ENFJ seinem Publikum die ungeschminkte Wahrheit mit. Zu dieser Zeit waren seine Ansichten durchaus salonfähig. Er wusste das es gut ankam was er da sagte oder vertrat. Der ENFJ hat auch kein Problem unangenehme Wahrheiten gegen andere Interessen durchzusetzen.
    4. Selbst wenn ein INFJ diese Ansichten vertreten würde, würde er nicht den weg der Massenvernichtung gehen. Er würde vergleichsweise menschenwürdigere Maßnahmen treffen.
    5. Krieg würde er auch nicht beführworten, da er die Konsequenzen vorahnen würde. Und besonders risikoreich ist der INFJ ebenfalls nicht.
    6. Als die schlacht offensichtlich verloren war hat er seine Soldaten trotzdem weiter in den Tod geschickt. Er hat die Realität nicht anerkannt. Wenn ein INFJ auf ein Problem trifft versucht er sich der Situation angemessen anzupassen. Bei dem ENFJ beobachtet man signifikant heufig, dass er mit dem Kopf durch die Wand rennen möchte.

    Sicher wird man es nie wissen aber mit den oben genannten Indizien möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es noch andere Meinungen zu dem Thema gibt.

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    1. Danke für’s Feedback. Meiner Meinung nach ist Hitler dennoch ein INFJ gewesen. Ich gehe mal auf die Punkte ein, um zu begründen, bzw zu widerlegen.

      1.) Auch INFJs können vor Menschenmassen klare Sätze rausbringen. Ich denke, es ist Unsinn zu sagen: „Kann vor großen Massen sprechen, ergo extrovert“. Man gewöhnt sich nach einer Weile auch an die Aufregung vor vielen Menschen zu sprechen. Ich kenne introvertierte Pastoren, Politiker und Kabarettisten, die haben damit kein Problem.

      2.) Über Jürgen Klopp kann ich nichts sagen, ich beschäftige mich nicht mit Fußball oder den Personen darumherum. Jedenfalls hat sich Hitler nach seinen Reden meistens sehr schnell wieder zurückgezogen und sehr viel Zeit für sich gebraucht. Introverten schöpfen Energie in Isolation und nach dem, was ich über Hitler weiß (wobei ich bei weitem kein Experte bin), hat er sich recht häufig zurückgezogen. Alleine, dass er sich so häufig in seine isolierte Ferienwohnung in den Bergen begab, spricht hier meiner Meinung nach Bände.

      3.) Die zweite Funktion des ENFJs ist das introvertierte Intuieren, nicht das introvertierte Denken.

      4.) Also wärst du der Meinung, ein ENFJ würde eher „den Weg der Massenvernichtung“ gehen, quasi allein vom Typ her ein schlechterer Mensch sein? Nein, ich denke nicht, dass das damit etwas zu tun hat, für mich hört sich das nach Typismus an.

      5.) Siehe Punkt 4. Das hat nichts mit dem Typ zu tun, jeder Typ ist weitsichtig genug, um zu verstehen, dass Krieg seine dunklen Konsequenzen mit sich bringt. Außerdem ist der Krieg ja nicht das Ziel, nicht die Vision gewesen, sondern das angestrebte Ergebnis: der „totale Sieg“, die Vorherrschaft der arischen Rasse, die nur durch Krieg zu erreichen wäre.

      7.) Das hört sich ja fast so an, als würden INFJs keine Fehler machen. Insbesondere INFJs verweigern sich häufiger der Realität und sind verhältnismäßig unflexibel, wenn ihnen in sorgfältig ausgearbeitete Pläne Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Sie unterdrücken ihr extr. Empfinden eher als ENFJs, die das zumindest an dritter Stelle haben. In unreifer Form sieht es dann so aus, als würden sie sich die Augen zuhalten und brüllen: „Nein, so ist das nicht, so ist das nicht!“

      Du scheinst ziemlich viel von INFJs zu halten, deshalb sei hier nochmal gesagt – nur, weil ich Hitler als Beispiel ausgewählt habe, empfinde ich keine Vorurteile gegenüber diesem Typ. Es gibt im Internet nur sehr viele positive Beispiele über INFJs, daher wollte ich mal ein negatives genauer beleuchten. Zumal… da der INFJ ja als der „seltenste Typ“ gilt (wobei ich mich hier immer wieder frage, wie das festgestellt werden soll, da die meisten Tests ziemlich nichtssagend sind), wird er häufig idealisiert und viele Nicht-INFJs, die sich missverstanden fühlen, sehen in einem möglichen „INFJ-sein“ ihre Antwort auf dieses Problem. Indem ich ein Negativbeispiel aufliste, soll auch nochmal klargestellt werden: kein Typ ist dem anderen insgesamt überlegen, bzw. allgemein „besser“:
      Es gibt für jeden Persönlichkeitstyp gute und schlechte Beispiele (wenn man dreist genug ist, in „gut“ und „schlecht“ einordnen zu wollen).

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      1. Ohne Frage hat der INFJ seine Schattenseiten. Jeder hat dunkle Seiten. INFJs haben viele verschiedene Seiten. Das war aber nicht mein Thema. Mit Sicherheit ist er selten auch zu grausamen Taten fähig. Aber nur im verborgenen und wenn er es mit seinen Werten rechtfertigen kann. Der INFJ möchte auch nicht offen als der Normverletzer darstehen. Weil sein extr. Gefühl die moralische Norm darstellen möchte. Und wenn Quälen und Morden nicht gerade Zufällig die Norm einer Gesellschaft darstellen, macht er das auch nicht. Dazu kommt noch, dass sie oft schwache Menschen verteidigen. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Insofern muss A. Hitler ein ziehmlich kaputter INFJ sein. So kaputt, dass ich mir es nicht vorstellen kann. Im Punkt 3 wollte ich Intuition schreiben. Ich kenne die Funktionen. Natürlich sind ENFJs nicht „böser“. Wie kommst du auf diese Schlussfolgerung? Da wäre ich nicht drauf gekommen. Ich wollte sagen das der ENFJ seine Überzeugungen noch geradliniger durchzieht als der INFJ. Das können genausogut „gute“ Dinge sein. Um der Masse zu gefallen würden sie mehr tun als der INFJ. Deinen Punk 7 kann ich nicht stehen lassen. Dabei handelt es sich größtenteils nur um Behauptungen. Wie kannst du das auch wissen? Hast du ein INFJ-Testlabor in deinen Keller? Aber im Ernst, ich bin INFJ und ich weiß das es sehr flexibele Menschen gibt. Aber unter den Judgern ist der INFJ noch der flexibelere. Habe ich so auch mehrfach in anderen Beschreibungen so gelesen. Komischerweise ist deine INFJ-Beschreibung in den Blog recht treffend. Aber so asketisch wie du denkst, sind wir sicher nicht. Alkohol fließt auch regelmäßig in strömen. Wir mögen es zwar tatsächlich nicht wenn uns Knüppel zw. die Beine geworfen werden (wer mag das?) aber Augen zuhalten und brüllen kommt nicht infrage. Wir stellen uns der Realität wenn es sein muss. Wir haben viele Schwächen aber Rückrad gehört def. nicht dazu. Aber nicht falsch verstehen, INFJs wollen auch nicht als die Supermenschen dastehen und können natürlich wie jeder Andere sehr böse werden. Aber nicht auf die Art die du hier beschreibst. Menschen quälen oder ermorden gehört def. nicht dazu. Auch nicht indirekt. Ich kann das nicht oft genug betonen. Wenn du recht hast und A. Hitler ist INFJ, was wir hier nicht endgültig beweisen können, dann ist er ein seltenes Beispiel eines sehr sehr kranken INFJ. Einen schönen Abend wünsche ich.

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        1. Wenn du schreibst, „der INFJ möchte nicht als Normverletzer darstehen“, mit der Begründung, „sein extr. Fühlen müsse die Norm darstellen“, dann trifft das doch umso mehr auf den ENFJ zu oder?
          Dass „ENFJs böser seien“ habe ich selbst nicht behauptet, Marcel. Das hast du selbst indirekt angedeutet, indem du geschrieben hast: „INFJs können solche bösen Schandtaten nicht tun“ und gleichzeitig „Hitler ist ein ENFJ“. Du hast doch von mir verlangt, zwischen den Zeilen zu lesen oder?

          Bei Punkt 7 kann ich das daher wissen, weil ich mich viel mit Typologie beschäftige, INFJs kenne und daher weiß, wie sich ein unterdrücktes extr. Empfinden äußern kann. Ich kenne sowohl primäre intr. Intuierer, die fast komplett auf Alkohol verzichten, als auch welche, die sich regelmäßig betrinken. Das passt auch ins Konzept der Funktionen, dass beides der Fall sein kann.
          Und ja. Mein „Herumschrei“-Beispiel trifft (wie ich bereits geschrieben habe – du würdest dir eine Menge emotionalen Stress ersparen, wenn du aufmerksamer lesen würdest), vor allem auf unreife Persönlichkeiten zu.
          Natürlich war Hitler ein sehr, sehr kranker INFJ. Und sollte er irgendein anderer Typ gewesen sein, wäre er ein nicht minder kranker Vertreter des entsprechenden anderen Typs.

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            1. Oh, nur jemand, der verblüffend ähnlich heftige Ansichten zum Thema hat, denselben Schreibstil pflegt und ähnliche Rechtschreibfehler macht, daher meine Vermutung 🙂

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      2. Hallo Sam,

        in Socionics sind sich viele Typisten einig dass Hitler ENFj war,
        genauer Ni-ENFj; aber diese Entsprechung gibt es in MBTI nicht.

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        1. Begründet „in Socionics“ das irgendwie? Hitler war jemand, der sich nach seinen Reden und Treffen sehr ausgelaugt fühlte und brauchte häufig Zeit für sich (Berghof). Gibt auch viele andere (An-)“Führer“-Persönlichkeiten, die Introverten waren.

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          1. Soweit ich die Sache verstanden habe denken die Sozioniker nicht dass Extrovertiertes Empfinden die schwächste Funktion von Hitler war,
            denn mit schwachem Extrovertierten Empfinden sinkt das Bedürfnis andere Menschen kontrollieren zu wollen oder Macht über diese auszuüben.

            Sozionik interpretiert die kognitiven Funktionen wie C.G.Jung diese als Theorie erarbeitet hat ein wenig anders, und Ni-ENFj ist da der stärker introvertierte Zwillingstyp zu (Fe-)ENFj.

            Interessanterweise ist Daenerys aus Game of Thrones ebenfalls Ni-ENFj laut Sozionik… und ein weiterer Kandidat für Ni-ENFj: Jesus Christus.

            Es kommt eben nicht nur auf den Typ an sondern auch auf das Wertesystem eines Menschen.

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            1. Die Theorie halte ich für Fragwürdig. Ich denke nicht, dass xSxPs grundsätzlich das Verlangen haben, andere Menschen zu kontrollieren, das würde ich generell eher J-Typen, insbesondere NJ-Typen, bzw. TE/FE zusprechen. xSxP-Typen sind in der Regel easy going. SE ist eine wahrnehmende Funktion und hat da sowieso an sich nicht wirklich das Verlangen, irgendwen zu beherrschen, sondern ist in erster Linie auf (vor allem physische) Erfahrung aus. Ich würde Hitler – und wo du sie erwähnst, auch Daenerys als Introverten einschätzen.

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              1. Richtig, Se ist auch in Sozionik eine wahrnehmende Funktion, und zwar soll diese die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Umgebung wahrnehmen.

                Mit besserem Se kann man seine Handlungen kontrollierter und gezielter durchführen weil man eine bessere Wahrnehmung hat was die eigenen Handlungen bewirken.
                Soweit ich die Theorie verstanden habe.
                Laut Sozionik-Theorie sollen Ni dominante u. Fe aux Personen kein Interesse daran haben große Menschenmassen zu beeinflussen oder zu leiten.

                Soll nicht bedeuten dass ich vollkommen mit der Theorie einverstanden bin.
                Es ist so dass Sozionik mit allen 8 Funktionen arbeitet, im Gegensatz zu Standard-MBTI nur mit 4 Funktionen,
                Ich bin aber weder für MBTI noch für Sozionik ein Experte… und gebe daher nur weiter was mir aus anderen Quellen bekannt ist.

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                1. Ich weiß zu wenig darüber, von wem diese Theorien jetzt genau stammen, aber wenn das der „Sozionik-Konsensus“ ist, dann halte ich davon absolut gar nichts.
                  Durch extr. Fühlen kannst du die Stimmung von Menschengruppen besser erfassen und deine Visionen (die du dir selbst durch ein starkes intr. Intuieren verbildlichen kannst) effizienter kommunizieren.

                  Extr. Empfinden ist in der Hinsicht auf andere Menschen beeinflussend, dass es inspirierend sein *könnte*, im Sinne von: „Wow. Ich will auch gerne einen Salto machen können“ oder „unglaublich, mit welcher Freude er sich im Gitarrespielen verliert“. Aber sicher nicht im politisch-gesellschaftlichen Kontext.

                  Wenn man sich mal Bundestagsdebatten anhört, bekommt man extr. Denken/Fühlen geradezu um die Ohren gehauen. Auch eine ganze Menge intr. Empfinden im Sinne von „Warum wollen wir das ändern? Funktioniert doch!“, aber ganz sicher kein, bzw sehr wenig extr. Empfinden.

                  MBTI arbeitet im Grunde auch mit 8 Funktionen, die Theorie fixiert sich aber auf die ersten vier.

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          2. Nochmal zwei Gedanken dazu:
            Zum einem der Unterschied zwischen kognitiver Intro- und Extroversion
            und sozialer Intro- und Extroversion, das ist nicht daselbe, wird aber oft gerne verwechselt oder zusammen geworfen.

            Eine weitere Begründung weshalb Hitler nach Reden oder Treffen erschöpft war,
            er war abhängig von Aufputschmittel,
            er war immer dann erschöpft wenn dessen Wirkung nachgelassen hat,
            und wenn das Mittel in seiner Wirkung nachlässt dann fällt der Körper in einen Erschöpfungszustand, der Körper braucht das Aufputschmittel dann erneut.

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  4. Noch ein wichtiger Punkt: Zum INFJ gehört auch nicht dieses ausgetrockenete / verbissene und beamtenhafte. War Hitler nicht sogar begeisterter Bismarck-Anhänger? Jedenfalls versuchen INFJs Botschaften meistens mit einer gebestimmten Art von Humor rüberzubringen. Ich behaupte mal unlustige INFJ kann es überhaupt nicht geben. Wir lachen viel über uns und es stört auch nicht wenn Andere, auf nicht böshafte Art, über uns lachen. Wir provozieren das sogar gern. Jüngere INFJ vielleicht seltener. Meistens ist immer (zu)viel Ironie dabei. Sowas sehe ich beim Herrn H. nicht ansatzweise. Ich hoffe du kommst jetzt nicht auf die waghalsige Idee Hitler als einen eigentlich lustigen Burschen hinzustellen?! Jetzt ist aber endgültig Schluss.

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    1. Ganz im Gegenteil. Ich habe doch in meinem Beitrag geschrieben, dass Hitler das strenge Bürokratiegebundene der Weimarer Republik verachtet hatte.

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  5. Ich teile deine Einschätzung, dass Hitler INFJ war.

    Hitler war nicht extrovertiert. Man merkt doch auf seinen Reden, dass nicht seine Extraversion ihn auf die Bühne getrieben hat, sondern seine „Mission“. Es gibt übrigens bei youtube auch Audioausschnitte, wo er nicht irgendwelche Reden brüllt, sondern sich in Ruhe unterhält. Kann man sich nochmal ein feineres Bild von ihm machen.
    Dazu auch passend Albert Speer (angeblich übrigens INTP): „Wenn Hitler Freunde gehabt hätte, wäre ich einer gewesen.“

    Hitler war auch nicht beamtenhaft, sondern gewissermaßen schon Revoluzzer. National-Sozialisismus ist schon noch was anderes als royal-loyal-konservativ rechts zu sein. Wir nennen zwar beides „rechts“, aber da sind trotzdem Welten zwischen. Ich habe mal die ersten 20 Seiten aus sein „Mein Kampf“ gelesen. Eigentlich sehr interessant. Natürlich ist das ein reines Propagandabuch, aber es offenbart doch recht gut, wie Hitler gedacht haben mag. Zumindest im ersten Teil wird deutlich, dass er wirklich die Welt verbessern will und dass sein Leben als Jugendlicher und junger Erwachsener ziemlich mies war. Im Wesentlichen prangert er da die Armut und die sozialen Verhältnisse in Österreich an und dass er den Adel (aus nachvollziehbaren Gründen ) verachtet.Weiter hab ich dann nicht gelesen, aber ich schätze, ein Lesen kann sich schon lohnen. Eventuell könnten dann Hitlers weitere Ansichten psychologisch plausibler werden, denn auch Hitler muss ja irgendwie geprägt worden sein.

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