Die 16 Typen und typische Berufe (J)

Nachdem jetzt schon mehrere Male die Frage aufkam, welche Berufe denn zu welchem Typ passen, wage ich mich an das zugegebenermaßen sehr ambitionierte Projekt, jedem Persönlichkeitstyp verschiedene Beispiel(!)berufe zuzuordnen, die typisch für sie sind. Mitsamt einer knappen Erklärung, wie ich darauf komme.

Ich will hier noch kurz betonen, dass es sich nicht um eine Empfehlung handelt, dafür bin ich definitiv nicht der richtige Ansprechspartner. Man muss bedenken, dass sich alle Menschen, auch diejenigen, die den gleichen Typ haben, voneinander unterscheiden, andere Hintergründe und Eigenarten haben, so dass es durchaus vorkommen kann, dass sich ein Typ entgegen aller Erwartungen sehr wohl an einem für ihn „untypischen“ Arbeitsplatz fühlt. Ich bin zum Beispiel sehr glücklich mit meinem Job als Musiklehrer, der permanent Umgang mit Mitmenschen erfordert, obwohl das laut meiner Typenbeschreibung als sehr anstrengend und daher ungünstig gilt. Es ist eine Herausforderung, aber nichts woran ich mich persönlich nicht gewöhnen konnte und vor allem etwas, woran ich wachsen konnte und immer noch kann. Wenn also ein INTJ gerne Krankenpfleger oder ein ISFP Philosophiestudent werden will, dann werde ich nicht sagen: „Um Gottes Willen, bloß nicht!“. Ich würde dann auf die Herausforderungen deuten, aber hinterher auch betonen: „Mach dir bewusst, dass es dich auf die Probe stellen wird, aber wenn es dein Traum ist, dann versuch es auf jeden Fall!“

In diesem Falle. Viel Spaß beim Lesen!

ISTJ & ESTJ

STJs sind durch und durch zuverlässige Arbeitstiere – ihr extrovertiertes Denken (TE) lässt sie erkennen, auf welche Art und Weise die Arbeitsvorgänge am effizientesten funktionieren und lassen sie objektiv wichtige Entscheidungen treffen, während ihr introvertiertes Empfinden (SI) die Funktion ist, welche sie so verlässlich macht: sie halten sich an Vorschriften und Vorgaben und werden in den allermeisten Fällen nicht von einem Plan abweichen, haben dabei ein festes Pflichtbewusstsein. Viele Handwerker und Ingenieure gehören zu STJs, entgegen vieler Klischees auch Wissenschaftler, insbesondere, wenn es um Technik oder Naturwissenschaften geht. Das liegt daran, dass STJs sich gerne auf ein Feld spezialisieren, in dem sie sich sicher fühlen können (SI) und sich ihr TE gerne mit Aufgaben von nicht personenbezogener Art befasst. So vertieft der Instrumentenbauer beispielsweise die uralte Kunst des Instrumentenbaus und der Mediziner über die Zusammensetzung und Auswirkungen verschiedener Medikamente – beide fühlen sich wohl, ihr Wissen aus zuverlässigen Quellen zu haben und können das Wissen ihrerseits zu praktischer Anwendung (TE) führen.

ESTJs sind vor allem in administrativen Jobs gut aufgehoben, da sie von Natur aus darauf aus sind, funktionierende Systeme am Laufen zu halten. Ihr ausgeprägtes TE kann am besten zur Geltung kommen, wenn die ESTJs selbst mit einer führenden Aufgabe beschäftigt sind, bei denen sie gleichzeitig ganz genau wissen, wie ihre Untergeordneten zu arbeiten haben. Alle typischen „Aufseher“-Berufe, wie Schuldirektor, Polizeidirektoren oder mittleres Management in technischen Bereichen sind in dieser Hinsicht wie für sie zugeschnitten.

ISTJs können zwar ebenfalls fähige Leiter abgeben, sind aber schneller von vielem Umgang mit Mitarbeiten ermüdet, weshalb sie lieber Aufgaben annehmen, als selbst vergeben. Statt Menschen zu verwalten, verwalten sie in der Regel lieber Daten/Dinge und sind dementsprechend oft Buchhalter, Statistiker, Informatiker, Hausmeister oder wie die ESTJs Angestellte im öffentlichen Dienst, jedoch vorzugsweise ohne Verantwortung über viele Mitarbeiter, sondern eher um nicht-personelle Aufgabenbereiche. Da habe ich mich ein bisschen komisch ausgedrückt, aber ich hoffe, ihr versteht dennoch, was ich meine. Der starke SI-Bezug lässt sie, um es simpel auszudrücken, besonders gerne Daten verwalten.

INTJ & ENTJ

Wie auch bei STJ-Typen ist hier vor allem TE stark ausgeprägt, wodurch auch NTJs gut geeignet für Verwaltungsaufgaben sind. Jedoch fühlen sie sich mit Routine schnell gelangweilt und sind durch ihr introvertiertes Intuieren (NI) eher zukunftsorientierte Denker. Richtungsweisende Führung statt Detailarbeit also, da NTJs mit ihrem NI eher das große Bild sehen und sich ungern mit Kleinigkeiten aufhalten. Wie die STJs sind beide Typen nicht sonderlich gut geeignet für Berufe, die sich vor allem auf zwischenmenschlicher Ebene bewegen, wie alle Denkertypen treffen NTJs ihre Entscheidungen nämlich objektiv und können häufig als kalt und rücksichtslos empfunden werden.

ENTJs sind häufig in den Chefetagen von Unternehmen zu finden und so verwundert es auch nicht, dass sie laut aller Statistiken bezüglich Persönlichkeitstypen und Einkommen am meisten Geld verdienen („verdienen“…). NTJs sind Visionäre, ENTJs versuchen ihre Visionen häufig zu verwirklichen, indem sie Gruppen anleiten. Universitätspräsidenten, Forschungsleiter und auch Dirigenten sind ebenfalls häufig ENTJs. Ihre Arbeit soll dem Fortschritt der Gesellschaft, bzw. des Unternehmens dienen. ENTJs denken meistens in großen Maßstäben und fühlen sich in Aufgabenbereichen, die ihrer Meinung nach nichts verändern können, Fehl am Platz. Genannte Berufe sind sehr Prestigeträchtig und natürlich müssen ENTJs nicht zwangsläufig so „hoch“ in der Karriereleiter hinaufsteigen, um sich beruflich erfüllt zu fühlen, es ist nur interessant, dass eben vor allem dieser Typ diesbezüglich hohe Ambitionen hat.

Genauso wie „Dirigent“ für ENTJs zunächst etwas verwirrend erscheinen mag, sollte vor allem für den INTJ nochmal betont werden, dass sich beide Typen vor allem gerne mit abstrakten Dingen befassen, dank ihres ausgeprägten NIs. So sollte man sich nicht wundern, wenn INTJs nicht nur in der Wissenschaft (Sowohl naturwissenschaftlich, als auch geisteswissenschaftlich), sondern auch in der Kunst zu finden sind. Anders als beispielswiese bei NTPs sind sie weniger darauf aus, Neues zu entdecken, sondern Visionen zu verwirklichen. Sie forschen nicht um des Wissens willen, sondern um Konkretes damit herstellen zu können, wie zum Beispiel Heilmittel oder nützliche Gerätschaften, die unser Alltagsleben bereichern. In der Kunst sind sie vor allem auf Perfektion ausgerichtet und ihre Vision bezieht sich auf sie selbst und ihre Werke – Musiker, Maler und Autoren, deren Ehrgeiz besonders ausgeprägt sind, sind nicht selten INTJs.

 

ISFJ & ESFJ

Wie bei STJs sind SFJs darauf aus, den Status Quo zu wahren und das System am Laufen zu halten, wobei sich „das System“ hier aufgrund des stark ausgeprägten extrovertierten Fühlens (FE) eher auf zwischenmenschliche Bereiche konzentriert. SFJs liegt das Wohlergehen und der Zusammenhalt von Gemeinschaften stark am Herzen und sie arbeiten lieber mit Menschen als mit Objekten. Ihre SI-bedingte Bezogenheit auf Routine und Bewährtes macht sie ebenfalls zu besonders zuverlässigen Arbeitern, wenn nicht sogar zu den zuverlässigsten aller Typen, da sie aufgrund ihres FEs auch noch zusätzlichen Druck haben, ihren Mitmenschen zu gefallen, ergo, den Ansprüchen ihrer Arbeitskollegen und Chefs zu entsprechen.

ESFJs fühlen sich dann sehr wohl, wenn sie Verantwortung über mehrere Menschen tragen, während sie eine klar vorgegebene Linie haben, wie ihre Aufgabe diesbezüglich auszusehen hat. Dementsprechend sind sie häufig in pädagogischen Berufen vorzufinden. Lehrer, Kindergärtner, aber auch (konservativ eingestellte) spirituelle Leiter sind häufig ESFJs, da sie in diesen Berufsbereichen viel Umgang mit Menschen pflegen dürfen. Insgesamt kann man sagen, dass diese Menschen gerne ihr Umfeld versuchen, in die Gesellschaft einzugliedern und damit für Zusammenhalt zu sorgen.

In der Alten-, Behinderten- und Krankenpflege sind zwar ebenfalls häufig ESFJs zu finden, aber insbesondere ISFJs dominieren zahlenmäßig in diesem beruflichen Umfeld. Das mag vor allem daran liegen, dass sie zwar ebenfalls mit Menschen zusammenarbeiten, aber weniger die Kommunikation zu diesen im Vordergrund steht, wie etwa als Lehrer, sondern die Dienstleistung an, bzw. für die Menschen. Schwer verständlich? ISFJs sind häufig scheu/zurückgezogener, wollen aber, wie ESFJs ihre Zuneigung zeigen. Während der ESFJ sich selbst hergibt, seine Zuneigung z.B. in Form einer herzlichen Umarmung zeigt, lässt der ISFJ lieber einen Strauß Rosen da und verkrümelt sich schnell wieder. Sie sprechen über Dienstleistungen und Objekte zu Menschen. Auch der Beruf des Sekretärs, der viele Anrufe annehmen und verarbeiten muss, ist häufig von SFJs, insbesondere ISFJs besetzt. Grundsätzlich sind ISFJs aber – als ein Typ, der wohlgemerkt auch recht häufig vertreten zu sein scheint –  allgemein in äußerst vielen Berufsfeldern zu sehen. Da sie, wie die ISTJs über ein stark ausgeprägtes SI verfügen, sind sie dazu in der Lage, sich in ihre Interessensgebiete ziemlich intensiv einzuarbeiten, weshalb auch sie nicht selten in Naturwissenschaften studieren. Viele Ärzte, insbesondere Kinderärzte sind ISFJs, da sie ihr Wissen hier direkt zur Hilfe ihrer Mitmenschen einsetzen können, was wiederum ihr FE motiviert.

 

INFJ & ENFJ

Wie auch die SFJs sind Menschen die große Leidenschaft von NFJs, da sie die starke Ausprägung des extrovertierten Fühlens (FE) teilen. Jedoch kommt hier auch noch das introvertierte Intuieren (NI) ins Spiel, weshalb NFJs denkbar schlecht aufgehoben sind in Jobs, die wenig Abwechslung mit sich bringen und die Gedankenwelt außen vor lassen. NFJs übernehmen wie SFJs gerne Verantwortung für/über Menschen, wobei sie hier nicht den Erhalt anstreben, wie z.B. in der Pflege, sondern den Wachstum. Dementsprechend teilen sich SFJs und NFJs beispielsweise das Berufsfeld des Lehrers, wobei NFJs in der Regel eher geisteswissenschaftliche Fächer unterrichten und nicht selten auch Lehrstellen an Universitäten besetzen.

Der Unterschied zwischen beiden Typen äußert sich vor allem darin, dass ENFJs versuchen, möglichst große Menschengruppen zu bewegen, während INFJs zwar auch in Gruppen arbeiten können, aber sich schnell ausgelaugt durch zu viel Umgang mit Mitmenschen fühlen können. ENFJs gehen hier geradezu auf. Wegen ihrem Hang zu Symbolismus fühlen sich ENFJs oftmals zur spirituellen Leitung berufen und übernehmen daher häufig die Leitung von religiösen Institutionen, da hier Abstraktes und Gemeinschaft eine direkte Verbindung finden. Auch Politiker und hauptberufliche (vor allem Menschenrechts-)Aktivisten sind nicht selten ENFJs – dieser Typ denkt groß und will mit Hilfe von Menschen andere Menschen bewegen und die Gesellschaft an sich zum Besseren weiterentwickeln.

INFJs gehen die Dinge ähnlich, aber eben ruhiger an. Sie ziehen sich lieber zurück, um Wissen anzusammeln und zu reflektieren, damit sie es später in „raffinierter Form“ gezielt weitergeben können und damit einzelnen Menschen helfen , sich weiterzuentwickeln. INFJs fühlen sich gerade in der Seelsorge aufgehoben und die meisten Psychologen dürften wahrscheinlich diesem Typus angehören, insbesondere, da Psychologie sehr abstrakt ist. Philosophie und Politik sind ebenfalls häufig gewählte Fachgebiete von INFJs, da beides Anwendung bei Menschen findet. Das FE entzündet grundsätzliches Interesse am Menschen, wobei INFJs immer etwas distanzierter sind und dementsprechend nicht zwangsläufig direkt mit Menschen zu tun haben. Oftmals benutzen sie andere Medien, wie zum Beispiel als Autor ihre Bücher und Blogs, um zu kommunizieren.

 

Wenn ihr wisst, welcher Typ ihr seid, würde es mich an dieser Stelle sehr interessieren, welcher das ist und welchem Beruf ihr nachgeht. Schreibt doch einfach ein, zwei Sätze in die Kommentare!

Fortsetzung über die P-Typen folgt!

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24 thoughts on “Die 16 Typen und typische Berufe (J)

  1. Hallo
    Ich selbst war in Der Altenpflege auf der Ambulanz tätig. Bin jetzt aber als Raumpflegerin auch sehr zufrieden !
    Habe aber auch eine Umschulung als Lagerfachkraft mit Stablerschein gemacht u alles drei macht mir Spaß u fühle mich wohl bei jeder der Tätigkeit ; -) ♡

    Vlg
    Klasse u ausführliche Beschreibung beide Daumen hoch , weiter so.
    Danke 🙂

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  2. Hallo,
    Ich bin ein INFJ und arbeite als Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk Schwerpunkt Bäckerei.

    Mir gefällt das der Betrieb zum Großteil Regionale Bio Produkte verwendet und auf Backstraßen und unnötige Maschienen verzichtet. Ich mag es den Menschen etwas verkaufen zu können was durch und durch gut ist für die Umwelt und den Körper.

    Aber Menschen sind auch das Problem an meinem Beruf. Ich werde schnell gereizt wenn die Musik im laden läuft, Leute durch einander Reden oder diese 5 mal ihre Meinung ändern obwohl der Verkauf normal schon lange zu Ende wäre. Innerlich ist das als würde ich den Leuten eine Waffe an den Kopf halten und wenn sie meine Geduld aufgebraucht haben abdrücken. Problematisch ist auch das man in diesem Beruf in der Opfer Rolle ist, sprich man ist an dem Ort hinter dem Tresen gebunden für alle immer erreichbar, sichtbar, nett und freundlich (im Idealfall auch wenn der Kunde ein Idiot ist und selbst noch nie was von nett oder Paralelluniversen gehört hat).

    Ich denke das ich bald den Beruf wechseln sollte oder auf Teilzeit reduzieren, weil meine Seele daran kaputt geht. Menschen sind zu anstrengend so das ich nicht genug Freizeit, Ruhe habe um mich davon zu erholen bevor es wieder los geht. Das hat sich in den letzten Jahren auch auf die Psyche ausgewirkt in Form von Panikataken, Depersonalisierung, Depressionen, Leben außerhalb von Raum und Zeit,… .

    Mittlerweile weiß ich das es nicht meine Psyche an sich ist sondern das es einfach die Reaktionen meiner Psyche auf die Umstände sind. Deshalb bin ich auch sehr zuversichtlich das es meiner Psyche auch wieder besser gehen kann wenn ich ein Weg finde wie ich die Umstände ändern kann ohne durch alle Gesellschaftlichen Raster zu rasseln.

    MFG, Janina

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    1. INFJs glänzen tendenziell eher in Einzelgesprächen, bei denen sie auch wirklich auf ihr Gegenüber eingehen können. Ist natürlich hinter der Ladentheke nicht unbedingt der Fall.
      Was meinst du mit Paralleluniversum? Jetzt komme ich mir irgendwie wie ein nicht netter Idiot vor.

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    1. Oh, der Marcel ist wieder da! Schön, wieder von dir zu hören, auch, wenn ich mit nicht sicher bin, ob ich deine Anspielungen richtig verstehe. Verzeih bitte, wenn es Ersteres ist und ich etwas skeptisch und voreingenommen bin, aber sollte das ein konstruktiver Beitrag sein oder wolltest du damit nur wieder für miese Stimmung sorgen?

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      1. Nur ca. 35% stänkern 😉 In diesem Fall fällt mir nur auf, dass, obwohl Janina (nach deinem Maßstäben) recht politisch unkorrekt geschrieben hat (Stichwort „Waffe an den Kopf halten“), du viel netter mit ihr umgehst als mir.Ichnehms dir aber nicht übel. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass bei dir in der Zwischenzeit wenigstens irgendetwas angekommen ist vom damals Gesagten (von dir hartnäckig abgelehnten). Ich kann mir bei dir und deinem Hintergrundwissen über MBTI einfach nicht vorstellen, dass du so viele meine Thesen nicht teilst. Vielleicht auch im ersten Moment nicht, aber irgendwann müsste das bei einem intuitiven Menschen schon klick machen. Es wäre irgendwie schade das es nur so wenige Menschen in Deutschland gibt mit dehnen man unverblümt über MBTI/Jung usw. reden kann.

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        1. Fühlst du dich jetzt unfair behandelt, weil ich es verurteile, wenn du S-Persönlichkeiten pauschal beleidigst und es gleichzeitig okay finde, wenn jemand davon schreibt, wie man innerlich aggressiv wird und das bildlich beschreibt?
          Janina hat nicht andere Leute allgemein über einen Kamm geschert und/oder beschimpft. Das hast du damals gemacht. Erkennst du den Unterschied? Oder meinst du, ich hätte dich damals einfach nur falsch verstanden? Dann will ich dir gerne eine zweite Chance geben.

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          1. „Fühlst du dich jetzt unfair behandelt, weil ich es verurteile, wenn du S-Persönlichkeiten pauschal beleidigst und es gleichzeitig okay finde, wenn jemand davon schreibt, wie man innerlich aggressiv wird und das bildlich beschreibt?“
            Ich glaub schon das man das vergleichen kann, da ich die S-Typen aus meiner eigenen Erfahrung verurteile. Nicht alle. Pauschal kann man aber sagen, das den INFJ eben sehr oft SJ Typen verrückt machen. Das ist logische MBTI Mathematik. Du wirst mir natürlich widersprechen aber ich behaupte, dass die Leute die Janina in den Wahnsinn treiben eben auch entgegengesetzt zu ihrem Typ sind.
            „Janina hat nicht andere Leute allgemein über einen Kamm geschert und/oder beschimpft. Das hast du damals gemacht. Erkennst du den Unterschied?“
            Gib ihr Zeit sich mit der Materie zu befassen und sie kommt zu dem gleichen Schluss wie ich. Momentan ahnt sie nur das irgendetwas nicht stimmt in ihrem Leben.
            „Oder meinst du, ich hätte dich damals einfach nur falsch verstanden? Dann will ich dir gerne eine zweite Chance geben.“
            Generell denke ich, dass du mich grundsätzlich nicht verstehst (oder verstehen willst?). Von daher bringt auch ein weiteres diskutieren (leider) nichts. Die altbekannte Problematik deines Types, den Drang jeden Satz, ja jedes Word, aus Spass am diskutieren (oder rechthaben) umzudrehen, ist mir als lösungsorientierten Menschen auf Dauer zu wieder bzw. nicht zielführend. Es wäre schon ein Fortschritt, dass du wenigstens das einsiehst. Machs gut Sam
            PS. Ich bin dir nicht böse, wenn du typischerweise wieder aus Eitelkeitsgründen oder weil du nicht möchtest, dass „miese Stimmung aufkommt“ (ist dir das denn so wichtig?), den Kommentar nicht freischaltest.

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            1. Diesen Kommentar kann ich bedenkenlos freischalten, weil du hier auch niemanden beschimpft hast. Mit Eitelkeit hat das nichts zu tun und solange du nicht Hetze betreibst, persönlich angreifst oder spamst, kannst du schreiben, wie du magst.
              Jetzt frage ich mich allerdings, was du überhaupt mit deinem Kommentar bezwecken möchtest, wenn du von vorneherein glaubst, ich würde dich nicht verstehen (wollen) und paradoxerweise sagst, du seist ein lösungsorientierter Mensch.

              Übrigens, dass INFJs häufig von SJs gestresst sind, streite ich nicht ab, das habe ich auch schon beobachten können, genauso bei vielen anderen Menschen mit intuitiver Ausprägung. Nur, weil ich aber z.B. nicht besonders gut mit ESTJs kann – wir geraten ständig aneinander – bedeutet das nicht, dass ich das Recht hätte, zu behaupten, ich sei ein besserer Mensch, einfach, weil ich anders ticke.

              Du hast nur ständig angedeutet, dass du „N“-Typen die besseren Menschen seien – und ja, das verurteile ich. Hältst du dich mittlerweile nicht mehr für etwas Besseres als S-Typen oder habe ich dich damals einfach nur falsch verstanden? 😉

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              1. „wenn du von vorneherein glaubst, ich würde dich nicht verstehen (wollen) und paradoxerweise sagst, du seist ein lösungsorientierter Mensch.“
                Nein, ich habe im nachhinein, also nach deiner letzten Antwort, verstanden das es keine Lösung gibt.
                „bedeutet das nicht, dass ich das Recht hätte, zu behaupten, ich sei ein besserer Mensch, einfach, weil ich anders ticke“
                Das erwarte ich auch nicht. Da muss du ein wenig differenzieren. Das Wort „bessere“ solltest du einfach z.B. mit „unterschiedlich“ austauschen. Jeder hat seine besonderen Stärken. Und jeder kann mit den besonderen Stärken des anderen (entgegengesetzten) Typs meist nicht viel anfangen. Manchmal ergänzen sich auch die unterschiedl. Stärken. Aber das ist ein anderes Thema. Das Wort „bessere“ wäre mir auch zu subjektiv. Objektiv ist allerdings, dass wir in einer weitestgehend SJ-Welt leben und nach deren Regeln spielen müssen. Ich hatte das auch schon mal geschrieben. Ich fände es gut wenn es ausgeglichener wäre. Das meine „SJ Freunde“ auch mal zur z.B. Kreativität gezwungen werden. Der Punkt ist: ich kann die meisten S-Tätigkeiten mit Übung leicht erledigen (Beispiel: putzen, Regeln befolgen) aber Sensorische Menschen werden es nur mit größter Mühe schaffen intuitive/geistige Aufgaben zu erfüllen (ein Beispiel: Philosophie/Wissenschaft). Ich hoffe ich hab jetzt nicht gehetzt. Seit neuesten ist ja sogar die freie Meinungsäußerung beschränkt worden (Heiko Maas). Übrigens, aus eigener Erfahrung sollte der ESTJ eigentlich recht gut mit dem INTP harmonieren. Nach Kersey wäre es sogar die beste Beziehung.

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                1. Cool! Ein Gefällt-Sternchen von dir. Du weißt wie du INFJs auf deine Seite ziehst ;-). Abschließend zu deiner ursprünglichen Frage „warum das alles“. Ich bin im Moment geistig etwas unterfordert und hab mich naiverweise hier nach etwas Austausch gesehnt…Leider hab ich vergessen, dass das mit dir, aus schon geäußerten Gründen, nicht so einfach ist. Außerdem ist es schwierig im Kornset der polit. Korrektheit hier in einem öffentlichen Blog kontroverse Ideen auzustauschen (Stichwort Heiko M.) übrigens auch ein INTP. Die Idee mit Skype ist zwar überdenkenswert. Allerdings bin ich dafür zu privat. Außerdem vertraue ich dir nicht (nichts für ungut 😉

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                  1. Da, bekommst gleich noch eins.
                    Austausch bekommst du hier, aber keinen einfachen. Was Heiko Maas angeht, kann ich sein Gesetz schon nachvollziehen, wenn man sich ansieht, wie häufig und derbe im Internet über Ausländer hergezogen wird, aber ich halte es für falsch, die Überprüfung nach Hatespeech komplett an die Konzerne abzugeben.

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                2. Deine Erfahrung ist nicht meine. Ich habe ESTJ-Freunde, aber wir geraten häufig aneinander. Nach Keirsey ist übrigens ESFJ oder ENFJ das beste Pairing für einen INTP, aber von Keirsey halte ich ohnehin nicht viel, da seine Behauptungen entweder nicht wasserdicht oder schlicht und ergreifend nicht vorhanden sind.

                  Ne, aber mal im ernst – kann sein, dass N-Typen mit SJ-Tätigkeiten auch zurecht kommen, aber „zurecht kommen“ bedeutet nicht, dass man es gerne oder auf Dauer (!) genauso gut macht. SJ-Typen haben den Vorteil, dass sie beständig sind, in dem was sie tun und das, was sie tun, in der Regel auch zuverlässig machen. Wir N-Typen haben ein Problem mit Routine und Beständigkeit, insbesondere NP’ler. Wir lassen Dinge gerne unvollendet liegen.

                  Und was SP’ler angeht, so haben die auch noch andere Fähigkeiten und Qualitäten. Im Grunde genommen haben sie die nüchternste und objektivste Weltsicht, da weder ablenkende Gedankenspiele und dadurch entstehende Träumereien (NE/NI) noch vorurteilbehaftetes Denken (SI) vom Kern der Sache ablenken. SP’ler haben ein Auge für Ästhetik, eine rasche Auffassungsgabe und eine pragmatische Art, Dinge anzugehen, die andere Typen nicht haben.

                  Ja, wir leben in einer SJ-dominierten Welt. Du kannst mir glauben, dass mich das auch häufig frustriert. Ich bin demokratischer Sozialist, kann mit konservativen Parteien wie der CDU nichts anfangen und ich will unbedingt eine Veränderung. Aber im Grunde genommen bin ich froh darüber, dass es so viele SJs gibt, weil man sich zum einen auf sie verlassen kann und zum anderen, weil sie vorschnelle Veränderungen abbremsen. Man braucht nicht viel Fantasie, um zu begreifen, dass die ganze Welt im Chaos versinken würde, wenn es keine SJs mehr gäbe.

                  Und ja, wenn ich z.B. Pen&Paper Rollenspielsessions mit SJs abhalte, dann könnte ich mir manchmal auch an die Stirn langen bei so wenig Einfallsreichtum und Kreativität, aber das ist nun mal nicht ihr Steckenpferd. Andere haben auch Geduld mit mir, wenn ich Termine vergesse, Dinge unerledigt lasse, weil mir hier und dort einfach die Disziplin fehlt oder nur konzeptuell angehe, was am Ende dazu führt, dass ich nicht das bestmöglichste Ergebnis erbracht habe. Kann sein, dass du ein absoluter Alleskönner bist, super mit Menschen kannst, mit Technik und auf geistiger Augenhöhe mit Kant und Humes, dann freu dich darüber. Aber verurteile andere nicht dafür, wenn sie es nicht sind.

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                  1. Ich stimme dir insgesamt absolut zu. Du präzisierst das was ich meine. Auch hast du recht mit dem Chaos was entstehen könnte. Ich möchte auch sicher nicht das komplett Sensorische Typen verschwinden. Ich möchte nur eine (leichte) Verschiebung zu mehr Freiheit in unserer Gesellschaft. Es tut wirklich weh im Kopf, dass die Entscheider in der Politik oder noch weiter oben nicht sehen, dass z.B. der tägliche Stau auf den Straßen durch Homeoffice oder beding. Grundeinkommen deutlich reduziert werden könnte. Man versuch garnicht erst die unglaublichen Chancen des bed. Grundeinkommens (meine Frau sagt immer grundloses Einkommen;-)) anzugehen und durchzuspielen. Ich weiß auch das SJ sich oft über die Arbeit definieren bzw. andere (SPs) gern anleiten (antreiben). Das ist auch gut so. Aber dir muss auch klar sein, dass wir hier und in großen Teilen der westlichen Welt nicht wirklich frei sind. Wenn man versucht auszubrechen spürt man die Ketten. Ein selbstbestimmtes autarkes Leben zu führen ist nicht wirklich möglich ohne gegen irgendwelche SJ-Gesetze zu verstoßen. Andererseits kann man sich mit genügend Geld/Macht diese Freiheit erkaufen. Als Linker sollte dir mehr als klar sein das der Reichtum falsch verteilt ist. Leider unterstützen SJ Typen dieses System weil sie es nicht anders kennen/daran gewöhnt sind. Man kann wirklich keine signifikante Veränderung zu mehr Gerechtigkeit erwarten weil ein S-Chef auch fast immer ein anderen Sensoriker nachholt. Gerade als INFJ merke ich auch wie die Werte (nehmen wir z.B. die 10 Gebote) schon seit langen den Berg runtergehen. Das ist wirklich erschreckend. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber die Menschheit befindet sich momentan insgesamt in einem tiefen Loch. Vielleicht war es auch schon immer so und man merkt es erst wenn man älter wird?

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                    1. „Freiheit“, so wie sie allgemein definiert wird, an sich ist in meinen Augen überbewertet. Ich bin auch für ein bedingungsloses Grundeinkommen, allerdings immer gekoppelt an den momentanen Warenkorb, damit der Markt nicht einfach die Preise hochschrauben kann und sich nichts ändert. Allerdings findet bei Umverteilung, in gewisser Hinsicht immer ein Einschnitt der Freiheit statt, da die Reichen quasi dazu gezwungen werden, mehr von ihrem Geld abzugeben. Ich streue mir da auch keinen Sand in die Augen: liberal, freiheitlich ist das nicht. Ich bin dennoch für Umverteilung von oben nach unten, da durch ein System, das auf Zwang basiert, gleichzeitig aber auch mehr Freiheit für die Massen geschaffen wird, die sich eher aussuchen können, wie sie ihr Leben entfalten können.

                      Dass das nicht möglich ist, liegt übrigens nicht an SJs und ich halte es auch für falsch, sie als Sündenbock zu benutzen. Die Leute, die unser System ausnutzen, den freien Markt als rücksichtlose Bereicherung für sich selbst, sind wahrscheinlich zu großen Teilen auch N-Persönlichkeiten. Spekulationen mit Geld, Waffenexporte in Krisengebiete, das kaputtsparen von öffentlichen Sektoren? Da kann man nicht sagen: „Die SJs sind daran schuld!“
                      Insbesondere in Schulen und Krankenhäusern, also genau den Bereichen, die immer mehr zu Grunde gehen, arbeiten ja viele SJs. Die meisten Genossen in meinem Landkreis sind SFJs, viele N-Typen, die ich kenne, sind interessanterweise FDP- und CDU-Wähler, tendenziell also Liberale, die meinen, jedem wäre ein Aufstieg möglich. Es ist in meinen Augen nicht so einfach, die Typen einfach so über einen Kamm zu scheren.

                      Und was deine These angeht, dass sich die Menschheit in einem tiefen Loch befindet – die Richtung war immer die selbe. Nur geht heute alles viel schneller und wirkt dadurch erschreckender.

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  3. Hallo Sam, ist es möglich, dass du bei Gelegenheit mal einen Vergleich/Übersetzung/Meinung/Gegenüberstellung mit Socionic und MBTI machst. Würde mich sehr interessieren wie du das übersetzt. Gruß, Marcel

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    1. Hi Marcel,
      Würde ich machen, wenn ich mich mehr mit dem Thema Socionics mehr beschäftigt hätte.
      Da müsste ich mich erst einmal genauer einarbeiten.
      Ist aber ein interessanter Vorschlag.

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