Wiedergeburt (Teil 3/3)

(Letzte Woche gab’s nichts, deshalb heute ein bisschen mehr… viel Spaß beim Abschluss der Geschichte!)

„Haut ab, ihr Idioten“, brummte Khyosei und Tsura konnte sich einen leisen Seufzer nicht verkneifen. Ein Wort, eine Geste von Khyosei und das hätte soeben sein letzter Atemzug gewesen sein können.
„Ich habe alles unter Kontrolle“, brummte der Hüne.
Der Druck an Tsuras Nacken ließ nach, doch davon abgesehen rührten sich die Räuber nicht.
„Wenn ihr noch einmal frei und ohne meinen direkten Anweisungen eingreift“, fuhr Khyosei mit leiser, aber scharfer Stimme fort. „Dann werde ich eure Herzen ausreißen, und mit den Hunden ein Festmahl zu mir nehmen!“
„Wie ihr befehlt!“, rief der Ninjatoträger mit militärischem Zack, doch es schwang auch etwas Unsicherheit in der Stimme mit. Tsura spürte, wie er schließlich das Stahl von seinem Hals entfernte. Dann vernahm er hinter sich Schritte, die sich von ihnen entfernten. Er ging davon aus, nur noch mit Khyosei auf der Straße zu sein, der seinen Kopf schüttelte.

„Gerade nochmal gut gegangen, was?“, brummte dieser.
Tsura schluckte, steckte sein Schwert zurück in die Scheide und ging mit Tsura voran weiter die Straße entlang.
„Du hast deine Leute ja gut im Griff“, knurrte er.
Verachtend spuckte Khyosei auf den Boden.
„Pah! Wäre es nur so! Sie handeln eigenmächtig! Das wird noch ein Nachspiel geben.“
Kommt darauf an, was er mit einem Nachspiel meint, dachte Tsura.
„Sie hätten uns beide umbringen können“, beschwerte sich Khyosei weiter.
„Verdammte Narren, vielleicht haben sie es darauf angelegt.“
„Dass du stirbst, dafür sorge ich schon.“
„Bist du dir da so sicher?“
„Ich habe mein Leben dieser Aufgabe verschrieben.“
„Wie lange spielen wir dieses Spiel nun schon? Drei Jahre? Und du hattest mich schon so oft an dieser Stelle. Genau so, wie es jetzt gerade aussieht!“
„Und ich werde es wieder tun, sollte der Gerechtigkeit auch dieses mal nicht Genüge getan werden.“
Khyosei lachte.
„Sag mal, ganz ehrlich – machst du das, weil du nichts Besseres zu tun hast? Weil du gut bezahlt wirst? Ihr Leute von der Schattengarde bekommt doch Unmengen von Geld in den Arsch geschoben und du bist doch – genau wie ich – schon in deinen besten Jahren. Weshalb setzt du dich nicht einfach zur Ruhe? Warum gründest du nicht eine eigene Familie? Wirst Vater?“
„So viele Fragen bin ich von dir gar nicht gewohnt.“
„Wir hatten selten die Gelegenheit, uns wie zivilisierte Männer zu unterhalten.“
„Weil einer von uns ein unzivilisierter Kannibale ist.“
„Verurteile mich nicht. Ich bin eben zum Rauben und Morden geboren. Das ist das, was ich kann.“
„Dann hast du auch die Antwort auf deine Frage, Khyosei. Ich bin nämlich dazu geboren, Menschen wie dich zu jagen und ihrer gerechten Strafe zuzufügen. Das ist alles, was ich kann. Aus diesem Grund werde ich, selbst, wenn es mir nie gelingen sollte, nie aufhören zu versuchen, dir deine Strafe zu zuführen – und ich verurteile dich sehr wohl. Denke an all die Menschen, die du umgebracht hast.“
„Die meisten haben es verdient“, antwortete Khyosei abfällig und spuckte erneut auf die Straße. „Sieh dich doch nur um! Gehe ein paar Schritte in die Gassen und du siehst, was passiert, wenn man sich dem Gesetz beugt und nicht aus gutem Hause kommt! Ich wäre auch in irgendeiner Gosse krepiert, wenn ich mir nicht vorgenommen hätte, mich an jenen zu bereichern, die für dieses Leid verantwortlich sind!“
„Damit bist du nicht besser als sie. Ich stimme dir zu, das Gesetz ist fehlerhaft, aber nur, weil einige Leute, wie Rhyucho, ihren Einfluss nutzen, es zu ihren Gunsten zu verbiegen. Würde sich jeder daran halten, hätten wir eine bessere Welt.“
„Träum weiter, das wird nie passieren und das weißt du auch.“
Tsura zögerte, bevor er antwortete, überlegte, während sie weiter auf den riesigen Palast zugingen.
„Wenn sich niemand an Gesetz und Ideale halten würde, wäre diese Welt noch schlimmer, als sie es bereits ist.“

Tsura seufzte. „Man erzählt sich, du wärst einst ein Bauer gewesen. Du sagtest, du seist jedoch zum Rauben geboren. Wie erklärst du das?“
Khyosei blieb stehen und drehte sich erneut um, doch diesees Mal drängte Tsura ihn nicht dazu, weiter zu gehen. Er wollte die Antwort wissen.
„Ja, das stimmt“, antwortete Khyosei und seine Stimme klang auf einmal fast sanftmütig. „Damals war ich ein Bauer. Ich habe meine Arbeit geliebt, wenngleich sie magere Früchte trug. Ich war dazu geboren, ein Bauer zu sein. Und dann habe ich jemanden umgebracht. Hast du schon einmal jemanden getötet, du großer Moralapostel?“
„Nein“, antwortete Tsura. Obwohl er ein passabler Schwertkämpfer war, hatte er es bisher meistens vermeiden können, Gewalt anzuwenden oder gar jemanden zu töten. Ein Prozess durch ein ordentliches Gericht ist das, was seiner Vorstellung von Gerechtigkeit am ehesten entsprach.
„Wenn du jemanden umbringst“, fuhr Khyosei mit bedeutungsschwangerer Stimme vor. „Dann stirbst du dabei selber. Du bist danach nicht mehr derselbe, verstehst du? Eine Grenze wurde überschritten, du spürst, wie die Fesseln von dir abfallen und du wirst… neu geboren. Zuvor war man ein Niemand, der dem Schicksal unterordnet war, doch mit dem eigenmächtigen Beenden eines Lebens, hast du direkt in das eines anderen eingegriffen. Auf eine Weise, die mit keiner anderen vergleichbar ist. Und seitdem war ich nicht mehr der Bauer, der dazu bestimmt war, Bauer zu sein. Ich wurde neu geboren als Bauer, der dazu bestimmt war, ein Räuberlord zu werden.“
Tsura schüttelte den Kopf, die Augen verachtend zusammengezogen.
„Du bist ein krankes Schwein. Ich bete zu Jôtei, dass er dir keine Gnade gewähren wird.“
Er stieß Khyosei vor die Brust.
„Dreh dich um, geh weiter.“
Der Räuberhauptmann tat wie ihm befohlen wurde, drehte aber beim Gehen seinen Kopf zu Tsura.
„Ich habe nie gesagt, dass es mir Spaß macht, zu töten“, sprach er ruhig. „Der Grund ist…“
„Dein Grund interessiert mich nicht. Geh, los.“

Den Rest der Strecke schwiegen sie, doch der Schattengardist hatte, wenn er auch das Gesicht seines Gefangenen nicht sehen konnte, stets die Vermutung, dieser würde vor sich hin grinsen.
Als man die ersten Treppenstufen zum Palast erkennen konnte, bogen die beiden in eine Nebenstraße ab, die direkt zur Kaserne führten, in deren Keller sich die Gefängniszellen befanden. Im Gegensatz zum Rest des Gebäudes war die Frontseite, welche von der Prachtstraße aus noch zu sehen war, sauber und hatte eine kunstvolle Fassade mit dunklen, lackierten Holzplatten, in welche Bilder der größten Errungenschaften der Garde von Shi-Zei eingeschnitzt waren.
Tsura überlegte sich, ob Khyoseis Tod dort ebenfalls Platz finden würde, wenn eine neue Platte angefertigt werden würde, um vor dem roten Backstein angebracht zu werden. Es sähe den Souminzianern ähnlich, sich mit fremden Federn zu schmücken. Und wahrscheinlich würde man Shachyn Rhyucho ebenfalls noch dafür loben. Bei diesem Gedanken wurde Tsura schlecht und er wollte keinen weiteren Blick auf die Holztafeln werfen, ging stattdessen auf das große, schwere Eisentor zu, drückte es auf und ging mit seinem Gefangenen hinein. Von innen wirkte das Gebäude längst nicht mehr so imposant – Die hölzerne Theke, an der normalerweise ein Gardist stehen sollte, war mit leeren und halbleeren Flaschen vollgestellt, auf und unter einem Rundtisch in der Ecke waren Spielkarten zu sehen. Die Waffenständer waren leer, nur an einem lehnte ein Besen mit abgesplitterten Besenstiel, an dem dünne Spinnweben klebten. Gardisten, welche heute die Nachtschicht schoben, sahen Tsura trotz des dicken Fisches, den er an der Angel hatte, wenn überhaupt nur mit phlegmatischer Gleichgültigkeit an. Kein Lob, nicht ein Wort, noch nicht einmal ein anerkennendes Nicken. Sie glaubten wohl, dass Khyosei auch dieses mal wieder entkommen oder freigesprochen werden würde.
Tsura wusste es besser. Sie waren hier angekommen – Khyosei würde sterben und er käme mit heiler Haut davon, der Plan ist aufgegangen.
Schnurstracks bewegte sich Tsura mit seinem Gefangenen auf die steinerne Wendeltreppe zu, die in den Keller führte, gab Khyosei an den Kerkermeister, einen dicken, ungepflegten Mittfünfziger übergab, folgte den beiden jedoch noch bis zur Zelle, in die Khyosei ohne Widerstand eintrat und sich erst dann umdrehte, als der Kerkermeister die Zelle abgeschlossen hatte. Mit leerem Blick trottete dieser zurück in den Wachraum, aber Tsura blieb vor der Zellentüre stehen.

„Das war es dann wohl“, murmelte er schon fast flüsternd, doch Khyosei schien ihn noch gut zu hören. „Ja. Für heute.“
„Nicht nur für heute.“
„Du bist dir sehr sicher.“
Tsura sah auf und direkt in die glasigen braunen Augen des Gefangenen.
Er nickte und lächelte schief.
„Es tut mir leid um deinen Assistenten“, sprach Khyosei unvermittelt, wenngleich sich seine Stimme nicht besonders reuevoll anhörte.
„Hätte ich meine Hände frei gehabt, hätte ich ihn womöglich nicht töten müssen, aber ich hatte keine Wahl, wenn ich selbst am Leben bleiben wollte.“
„Richtig. In Longkhiao hätte dich niemand gedeckt. Und dennoch gibt das dir nicht die Berechtigung, die Schuld für seinen Tod auf mich zu schieben.“
„Du hast mir die Fesseln angelegt.“
Tsura zog genervt seine Augenbrauen an.
„Ich bitte dich. Hättest du etwas anderes erwartet? Er war unschuldig, das kannst du nicht von dir behaupten.“
„Wer ist schon unschuldig. Woran misst du das?“
„Er hatte jedenfalls niemanden getötet.“
„Wie viel wusstest du überhaupt über ihn?“
Khyosei blickte ihn ausdruckslos an, aber die besserwisserische Arroganz in seiner Stimme, ließ Tsura fast das Atmen einstellen.
„Genug um zu wissen, dass er ein besserer Mensch war als du, Menschenfresser.“

Khyosei zuckte leicht nach hinten, wippte dann wieder nach vorne und sein Körper deutete damit wohl ein Lachen an, wobei seine Lippen sich kein bisschen bewegten.
„Ich habe ihn nicht gegessen.“
„Wieso posaunst du das dann sonst immer herum?“
„Du hast meine Männer gesehen – ich habe einen Ruf zu wahren. Sie gehorchen mir nur, weil sie Angst vor mir haben. Und du hast mir immer noch nicht geantwortet, weshalb er unschuldiger war als ich. Ist Töten denn die größte Sünde?“
Tsuras Lippen bebten vor Zorn. Jetzt erst lächelte Khyosei tatsächlich. „Folgt nicht auch oft der Tod auf rechtschaffenen Zorn? Wann, mein lieber Tsura Shin, ist man nicht mehr unschuldig?“
„Sobald man das gegen das Gesetz verstößt“, antwortete er langsam und kalt und seine Augen zogen sich zu Schlitzen zusammen.
„Und wenn das Gesetz durch gierige Bürokraten so verändert wurde, dass seine Einhaltung den Untergang für den gemeinen Mann bedeutet? Dass er seine Kinder verkaufen muss, um klares Wasser kaufen zu können? Dass dessen Frau ihren Körper verkaufen muss, um Brot kaufen zu können?“
Tsuras Körper spannte sich an und er packte die Gitterstäbe fest mit beiden Händen.
„Schau dich um!“, rief er – es war ihm egal, ob man ihn oben hören würde.
„Es gibt auch noch einfache Männer, die immer noch am Leben sind! Sie jammern nicht so elendlich herum wie du und rechtfertigen mit Armut jede noch so grausame Schandtat! Sie akzeptieren ihren Platz und versuchen das Beste daraus zu machen, ohne dabei anderen zu schaden!“
Tsuras Kopf näherte sich dem Khyoseis, der ihn selbst nach diesem Gefühlsausbruch nur kalt, fast teilnahmelos ansah. Der Schattengardit hätte Angst bekommen, wären die Gitterstäbe nicht zwischen ihnen gewesen.
„Du bist ein Heuchler…“, flüsterte Tsura. „Denn gerade du würdest deinen Vater für eine Flasche Reisschnaps verkaufen. “
Khyosei spitzte seine Lippen und spuckte dem Schattengardist ins Gesicht.
Tsuras Gesicht wurde rot vor Zorn, er stieß sich gewaltvoll von den Gitterstäben ab, wischte sich mit seinem Mantel den dickflüssigen Speichel vom Gesicht und funkelte Khyosei nur noch sinister an.
„Ich habe dir nichts mehr zu sagen.“
Dann wandte er sich von Khyosei ab und verließ die Kaserne mit schnellen, großen Schritten.

Als Tsura Shin die Türe zum Gasthaus öffnete, kam ihm ein Schwall von Gestank entgegen. Alkohol, Schweiß, Fett und definitiv auch Pisse. Auch jetzt noch waren an jedem der Rundtische alle Stühle besetzt, wobei einige Gäste mit dem Arm auf dem Tisch und dem Kopf auf dem Arm offenbar eingeschlafen waren. Selbst als Schattengardist mit einem anständiges paar Stiefel und eleganten Mantel hatte Tsura, das Gefühl, er würde gut in diese dreckige Kaschemme passen, so sehr, als wäre er ein Teil von ihr.
Alles schien hier grau, grau und wieder grau zu sein. Er selbst mit inbegriffen.
Tsura ging auf die kindlich wirkende Schankmagd zu, fragte sich, wie alt sie war, ob sie hier freiwillig arbeitete und was sie heute schon gegessen hatte. Ob das knochige Ding, das nicht älter als fünfzehn sein konnte, heute überhaupt schon gegessen hatte. Er fühlte sich gut, als er den schwarzen Lederbeutel aus dem Mantel herausnahm, denn das Geld, das er bei sich trug, sorgte dafür, dass er nicht in diese Gesellschaft passte und ermöglichte es ihm, das aufkeimende schlechte Gewissen verstummen zu lassen, als er es der Schankmagd in die Hände drückte. Sie lächelte und steckte den Beutel sofort weg.
„Gute Arbeit“, sagte Tsura und versuchte freundlich zu lächeln. „Wann wird die Wirkung des Gifts einsetzen?“
Die Schankmagd zuckte mit den Schultern, schob die Unterlippe vor.
„In etwa einer halben Stunde vielleicht.“
„Wird er sehr leiden?“
Sie legte ihre Stirn in Falten und lächelte. Sie sah dabei so unschuldig aus.
„Er wird glauben, sein Magen würde sich selbst verschlingen. Ja, er wird tausend Qualen erleiden, bevor er abtritt.“
„Ein guter Vorgeschmack also auf die Hölle also“, brummte Tsura und wusste nicht, ob es falsch war, sich darüber zu freuen. Er rief sich das gequälte Gesicht seines Assistenten in Erinnerung.
„Woher nehmt ihr euch die Gewissheit, dass er in die Hölle gehen wird?“, fragte die Schankmagd ihn neugierig, während sie nach einem Holzbecher griff und ihn mit einem braungefleckten Putzlumpem abtrocknete.
„Er war ein Krimineller, hat Unschuldige ermordet, das ist alles, was du wissen brauchst. Außerhalb Shi-Zeis finden sich in jeder Stadt Souminzus Steckbriefe von Khyosei, dem Menschenfresser.“
„Ihr habt auch gegen das Gesetz verstoßen, um ihn zu töten“, erinnerte ihn die Schankmagd mit belehrender Stimme. Der Tonfall gefiel Tsura überhaupt nicht, sie hat ihr Geld bekommen, sie sollte ihm dankbar sein und ihn nicht zurechtweisen.
Dennoch konnte er das nicht auf sich sitzen lassen.
„Ich habe ihn vergiften lassen, damit er nicht noch mehr unschuldige Menschen tötet!“
Das Mädchen hörte abrupt auf zu putzen, stemmte die dürren Ärmchen auf die Theke und sah Tsura skeptisch an.
„Ihr vergesst, dass ihr mit einer Bürgerin Shi-Zeis sprecht, nicht wahr? Ihr habt nun bereits zwei Mal das Wort Unschuld benutzt. Wer ist schon unschuldig? Vielleicht hatte er seine Gründe. Ihr habt ja auch eure.“
Dann zuckte sie mit den Schultern, nahm einen neuen Becher und fing an, diesen trocken zu reiben.
„Es ist erschreckend, wenn sich selbst unsere Gesetzeshüter erlauben, das Gesetz zu überschreiten. Die Frage ist dann, ob man sie überhaupt noch braucht? Aber um ehrlich zu sein – ich weiß nichts über das Gesetz, ich bin nur eine einfache Schankmagd! Kann ich euch noch für ein Bier oder etwas zu essen erwärmen?“
„Nein“, schnaubte Tsura und wandte sich ab. „Gute Nacht.“

Der Schattengardist verließ eilig die Kaschemme und machte sich auf den Weg zum Stall. Er hatte einen langen Ritt vor sich. Wenn man Khyosei finden würde, sollte er so weit weg wie möglich sein. Tsura dachte über die Worte des Verbrechers nach, die sich wie Angelhaken in sein Gewissen gebohrt haben. Wenn man jemanden umbringt, so stirbt man selbst und wird wiedergeboren. Der Schattengardist atmete schwer ein und aus. Er wusste noch nicht, wie er damit leben könne, einen Mord auf dem Gewissen zu haben, selbst, wenn es um jemanden wie Khyosei ging. Er schwang sich auf sein Pferd und ritt los. Ließ die Stadt der Diebe hinter sich. Bald würde die Wirkung des Giftes einsetzen, erinnerte er sich. Immer wieder erklangen Khyoseis Worte in seinem Kopf: „Wenn du jemanden umbringst, dann stirbst du dabei selber.“
Die Worte gingen Tsura tief unter die Haut. Er glaubte, sein schlechtes Gewissen würde ihn umbringen wollen, als ihm schlecht wurde und sein Magen stark zu rumoren begann.

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