Game of Thrones – Cersei Lannister (ESFJ)

Nachdem ich hier schon ein erschrockenes „Nie im Leben ist Cersei ein ESFJ!“ gelesen habe, dachte ich mir, ich begründe mal, wie ich zu meiner Vermutung komme. ESFJs werden von vielen Internetcommunities, die hauptsächlich aus Introverten und Intuierern besteht, häufig auch zu unrecht verurteilt und über einen Kamm geschert – man muss sich immer vor Augen halten, dass zwei Personen des selben Persönlichkeitstyps immer noch komplett unterschiedlich sein können, denn auch Generation, Geschlecht, Kultur, Intelligenz und Lebenserfahrung spielen eine große Rolle. Dementsprechend: ja, ESFJs sind nicht immer kuschelfreudige Gastgeber, die dich mit Herzlichkeit geradezu erschlagen und dir jeden Wunsch von den Lippen ablesen wollen. Manchmal sind es auch durchtriebene Manipulatoren. Und wenn man Pech hat, beides. Genug aber der Einleitung, legen wir direkt mal los.

Erste Funktion – Extrovertiertes Fühlen

CerseiFE.jpg

Cersei weiß, wann, wo und zu wem sie etwas zu sagen hat und das dürfte auch der Grund sein, warum sie sich trotz all den Feinden, die sie sich im Laufe der Geschichte gemacht hat, immer noch relativ gut in Kings Landing schlägt. Mit ihrer ersten Funktion, dem extr. Fühlen, erfasst sie schnell die Stimmung der anderen und ist viel mehr damit beschäftigt, zu analysieren, was andere von ihr denken, als was sie von sich selbst denkt. Selbstreflektion, wie man es von introvertierten Fühlern erwarten würde – wie beispielsweise ihrem Bruder Jaime (ESFP), sucht man bei ihr vergeblich, was ein Indiz für einen ungesund entwickelten ESFJs ist: wenn jemand nicht deiner Meinung ist, sich nicht an gesellschaftlichen Normen hält (und du weißt natürlich, welche das sind) oder dir schlicht und ergreifend unsympathisch ist, dann gibst du dich entweder nicht mit dieser Person ab oder du versuchst ihr, deinen Willen aufzuzwingen.

Insbesondere die Cersei aus den Romanen weiß, wie man Männer um den Finger wickelt und nutzt dieses Wissen auch geschickt aus, um an ihre Ziele zu kommen. Extrovertierte Fühler wissen allgemein häufig, welche Fäden sie ziehen müssen, um sich bei anderen beliebt zu machen und sind wahre Künstler darin, Sympathien für Personen vorzuspielen, die sie eigentlich nicht leiden können, was sie gleichzeitig zu geschickten Manipulatoren machen kann. Im späteren Verlauf der Handlung wirft Cersei auch viele dieser Masken ab, enthüllt ihre wahre Meinung gegenüber jenen, die ihr ihrer Meinung nach nicht mehr gefährlich werden können, bzw. keinen Nutzen mehr für sie haben.

Davon abgesehen könnte man sie zwar auch für eine extrovertierte Denkerin mit unterdrücktem FI halten, ein weiterer Punkt, der jedoch für extrovertiertes Fühlen spricht, ist, dass sie sich ständig von Ja-Sagern umgibt, die ihre Ansichten nach zumindest nach außen hin auch teilen. Extrovertierte Fühler sehnen sich nach Bestätigung von außen und sind schnell gekränkt, wenn sie nicht kommt. Sie gibt es wahrscheinlich nicht gerne zu, aber Cersei ist auch nicht gerne alleine – wenn ihr Bruder nicht ihr Bett wärmt, dann ihr Cousin Lancel oder ihre Spionin Taena Merryweather.

 

Zweite Funktion – Introvertiertes Empfinden

CerseiSI
Cersei ist vielleicht nicht originell, aber sie hat ein Faible für Running Gags

Cersei vergisst nichts und ist von ihren Erinnerungen getrieben. So verfolgt sie schon seit ihrer Kindheit die Vision der Wahrsagerin, vergisst kein Unrecht, das ihr angetan wurde – im Gegenteil, ihre Rachegelüste verzehren sie geradezu, und sie vergleicht sich stets mit ihrem De Facto Vorgänger, ihrem Vater Tywin Lannister (INTJ).

Man könnte schnell zur Vermutung kommen, dass sie introvertiertes Intuieren nutzt, aber dafür denkt sie zu pragmatisch, sucht nicht nach Symbolen oder versteckten Bedeitungen, sondern nimmt Dinge eher wörtlich. Sie verlässt sich lieber auf Erfahrung als auf Ahnungen und bei all ihrer Planung wird das auch bemerkbar. Selbst bei ihrem, wenn man es so sehen will, größtem Coup, als sie ihre Rivalin Maegary und den High Sparrow buchstäblich in die Luft jagt, hat sie diesen Schachzug im Grunde genommen von ihrem verhassten Bruder Tyrion übernommen und auf ihre Situation angewandt: eine Falle mit Wildfeuer. Sie zitiert häufig die „klugen Sprüche“ ihres Vaters und auch, wenn sie zu seinen Lebzeiten nicht immer einer Meinung mit ihm war, akzeptierte sie ihn stets als höchste Autoritätsperson, während ihr kleiner Bruder immer das „kleine Monster“ blieb. Diese Form des unflexiblen Schubladendenkens ist auch ein Anzeichen von einer ungesunden Entwicklung bei ESFJs, in diesem Falle speziell einer ungesunden Entwicklung des introvertierten Empfindens.

Dritte Funktion – Extrovertiertes Intuieren

CerseiNE.jpg

Auch, wenn es nicht ihre am stärksten ausgeprägteste Funktion ist, hilft das extrovertierte Intuieren Cersei dabei, hier und dort auch zwischen den Zeilen lesen zu können – hätte sie diese Fähigkeit überhaupt nicht, würde sie nicht so lange vom Nektar der Macht kosten können. Die Erfahrungen, die ihr  introvertiertes Empfinden sammelt, sowie die Eindrücke ihrer Umwelt durch extrovertiertes Fühlen werden durch ihr extrovertiertes Intuieren miteinander verknüpft und auf die gegenwärtige Situation angewendet. In vielerlei Hinsicht agieren sie und ihr kleiner Bruder (ENTP), der sie selben Funktionen hat, wie sie, gar nicht mal so sehr unterschiedlich, nur bezieht sich Cersei mehr auf ihre Erfahrungen und versucht es, das Risiko so weit wie es geht zu meiden. Auf der anderen Seite zeigt sich allerdings auch ihre dritte Funktion als nicht gesund ausbalanciert und häufig schleicht sich daher auch eine gewisse NE-geschuldete Paranoia in ihr Urteil, so sieht sie in fast jedem Unheil, das ihr widerfährt, die Finger von Tyrion.

Vierte Funktion – Introvertiertes Denken

CerseiTI.jpg

Cersei versucht verzweifelt, genauso ruhig kalkulierend wie ihr Vater vorzugehen und ausgerechnet ihre schwächste Funktion, das introvertierte Denken, ist ihr dabei noch die größte Hilfe. Problematisch wird es nur, wenn ihr narzisstisches extrovertiertes Fühlen in den Weg kommt und objektive Analysen dadurch verfälscht. Sie braucht viel Zeit für sich alleine, um ihre Gedanken ordnen und letztlich auch formulieren zu können. Nicht in jeder Hinsicht steht das extrovertierte Fühlen dem introvertierten Denken jedoch im Weg, so ist Cersei relativ geschickt darin, die Motive von ihren Mitmenschen zu erkennen und auszunutzen.

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass sie später einen absolut archetypischen INTP-Nerd, den exilierten Maester Qyburn, zu ihrem wichtigsten Berater ernennt. Tatsächlich wurde sie seitdem gefühlt um einiges gefährlicher, da der Maester ihre schwächste Funktion durch seine Ratschläge und Ideen ausgleicht, bzw. unterstützt.

Advertisements

17 Antworten auf „Game of Thrones – Cersei Lannister (ESFJ)

  1. Ich denke man sollte immer zwischen Rolle und Schauspieler unterscheiden. Bei einem guten Casting passt die Rolle auf den Schauspieler. In diesen Fall passt es nicht ganz. Einigermaßen klar ist nur das sie traditionell ist. Sie handelt weitgehend wie ein kranker ESFJ, das ist richtig. Besonders das mit dem INTP Berater ist stimmig. Aber die Schaupielerin ist meiner Meinung nach klar kein ESFJ. Evtl. ISTJ/ISFP/INTJ. Auf jeden Fall aber hat sie introv. Gefühle. Das ist eindeutig zu sehen (bzw eben nicht zusehen). ESFJs haben ihre Gesichtszüge in der Regel nicht unter Kontrolle. Das ist eines der hervorstechensten Merkmale. Generell trägt der ESFJ sein Herz auf der Zunge und ist m.M.n. der am leichtesten zu identifizierender Typ. Insgesamt kann man sagen, dass die Mischung aus Rolle und Schauspielerin eine faszinierend-schreckliche und unnatürliche Fantasie-Gestalt geworden ist. Insofern passt es wieder. Gruß, Marcel (P.S. schreib ich zu viele Beiträge?)

    Gefällt mir

    1. Ja, man sollte immer zwischen Rolle und Schauspieler unterscheiden. Und ich schrieb über die Rolle.

      Ich würde übrigens nicht sagen, dass ESFJs ihre Gesichtszüge nicht unter Kontrolle haben, sie zeigen nur viel mehr Ausdruck als die meisten anderen Typen. Sicher, die Gesichtszüge können auch mal „entgleisen“, aber es wäre ein Fehler zu denken, dass ESFJs immer direkt zu lesen sind. Manchmal wollen sie auch nur so tun, als würden sie sich freuen, dich mögen, bzw. andersherum und haben ihren Gesichtsausdruck dabei gut unter Kontrolle. Nur, weil es *viel* zu lesen gibt, bedeutet das nicht, dass der Inhalt leicht durchschaubar ist. Die Stimmungslage von ESFPs und ENFPs ist meiner Erfahrung nach leichter anhand ihrer Mimik zu interpretieren.

      Und nein, deine vielen Beiträge stören nicht, solange du es nicht mit deiner herablassenden Haltung gegenüber S-Typen übertreibst. Und nein, bevor du damit wieder kommst, das hat nichts mit politischer Korrektheit zu tun. „MBTI“ ist in der deutschen Gesellschaft sowieso kein bekanntes Thema.

      Gefällt mir

      1. Ja, man sollte immer zwischen Rolle und Schauspieler unterscheiden. Und ich schrieb über die Rolle.ANTWORT: OK, das war mir nicht klar. Mein Fehler.

        Ich würde übrigens nicht sagen, dass ESFJs ihre Gesichtszüge nicht unter Kontrolle haben, sie zeigen nur viel mehr Ausdruck als die meisten anderen Typen. Sicher, die Gesichtszüge können auch mal „entgleisen“, aber es wäre ein Fehler zu denken, dass ESFJs immer direkt zu lesen sind. Manchmal wollen sie auch nur so tun, als würden sie sich freuen, dich mögen, bzw. andersherum und haben ihren Gesichtsausdruck dabei gut unter Kontrolle. Nur, weil es *viel* zu lesen gibt, bedeutet das nicht, dass der Inhalt leicht durchschaubar ist. ATWORT: sie haben sich natürlich auch mal unter Kontrolle. Das ist aber eben die Ausnahme, nicht die Regel. Wenn es so ist wie du es beschrieben hast, wären sie keine ESFJ.

        Die Stimmungslage von ESFPs und ENFPs ist meiner Erfahrung nach leichter anhand ihrer Mimik zu interpretieren. ANTWORT: ich sag ja nicht, dass diese Typen schwer zu erraten sind. Außerdem sind es intr. Fühler, also in ihren Gesichtsausdrücken i.d.R. ehrlicher als extr. F.

        Und nein, deine vielen Beiträge stören nicht, solange du es nicht mit deiner herablassenden Haltung gegenüber S-Typen übertreibst. Und nein, bevor du damit wieder kommst, das hat nichts mit politischer Korrektheit zu tun. „MBTI“ ist in der deutschen Gesellschaft sowieso kein bekanntes Thema. ANTWORT: Danke, ich hoffe du hast gemerkt, dass ich mich vergleichsweise zusammenreiße und auch die (mir schon immer bekannten) positiven Aspekte erwähne.

        Gefällt mir

        1. Dann tut es leid zu hören, dass es bei dir anders ist und die Ausnahme zur Regel geworden ist. Die ESFJs, die ich persönlich kenne, haben ihre Mimik meistens sehr gut unter Kontrolle und vom Konzept der kognitiven Funktionen macht das auch durchaus Sinn. FE ist die Funktion, die in erster Linie für Mimik verantwortlich ist und auch bewusst steuert. Wie du schon sagtest, die Gesichtsausdrücke von intr. Fühlern sind ehrlicher, aber damit auch unkontrollierter. Wenn z.B. ein primärer FI’ler wütend, amüsiert oder traurig ist, dann hat er viel größere Schwierigkeiten damit, das zu verbergen, als ein primärer FE’ler.

          Und ja, ich habe gemerkt, dass du dich in Relation zu deinen alten Kommentaren stark zurück hältst, was auch der Grund ist, warum ich deine Kommentare auch freigebe. Ich persönlich kann, auch, wenn ich es nicht gut heiße, induktive Aussagen über bestimmte Arten von Menschen, die nichts dafür können, dass sie zu jener Gruppierung gehören auch ertragen. Nur ist ein öffentlicher Blog nicht der richtige Ort dafür. So obszön ich diese Denkmuster auch finde, interessiert es mich ja auch, woher diese Verallgemeinerung und dieser regelrechte Hass kommt. Wenn du möchtest, können wir per Mail unsere Skypekontaktdaten austauschen. Die Adresse zu einer meiner Mailboxen findest du im Impressum, dann musst du mir keine Nachrichten via Kommentare schicken, die nicht veröffentlicht werden sollen.

          Gefällt mir

          1. In der ersten Funktion (4 Dimensional) kann man die Mimik nicht so recht kontrollieren, da es einem (selbst) wichtig ist (Ego), was qualitativ fast gleichbedeutend mit intr. Fühlen ist, also dem „ehrlichen“ Fühlen. Mit sich selbst (Ego) macht man eben keine Kompromisse. Man kann sich nicht selbst verleugnen. Bei INFJs/ISFJ/ESTP/ENTP würde ich dir dagegen absolut Recht geben, weil diese Funktionen nach außen gehen. Ich kann meine inneren Gefühlsexplosionen notfalls komplett in gleichgültige Mimik transformieren. Der Grund ist: die 2. Funktion (3 Dimensional) stellt die „gute gesellschaftliche Norm“ dar und die 3. Funktion (2 Dimensional) möchte da gern hinkommen (Child). Beide Funktionen sind nach außen gerichtet. 1.4.5.8. Funktion sind auf sich selbst gerichtete Funktionen.
            „Hass“ ist es übrigens ganz sicher nicht. Vielleicht ja bei dir, da du das dauern sagst, hmm?! Hör doch mal in dich rein 😉 Außerdem kann ich das schon ganzheitlich einordnen und weiß genau, dass durch diese Typen alles im (einigermaßen) Gleichgewicht ist. So hat es scheinbar die Natur gewollt. Das muss man eigentlich nicht mal aussprechen. Aktionistische Typen mag ich auch in der Regel. Da bin ich neutral. Um es zu präzisieren, es ist einfach so das mich Traditionen und traditionelle Typen extrem triggern, weil sie mich mit ihren teilweise schwachsinnigen/zeitraubenden/ungerechten/sinnlosen Regeln sprichwörtlich angreifen. Außerdem spüre ich fast jeden Tag, dass Traditionelle es andersherum genauso sehen. Die Leute wissen nur nicht warum sie mich nicht mögen (im tieferen Sinn). Ich triggere diese Menschen in dem ich ab und zu mal etwas ehrlicher und weniger schablonenhaft daherkomme sonst würde ich verrückt werden. Wie schon gesagt, man kann seine erste Funktion nicht verleugnen.
            Ich bringe auch recht oft Kritik an N-Typen die ich gut kenne wie INTP / INTJ / ENFJ oder eben auch mich selbst. Ich kann keine fundierte Kritik an N-Typen die zu wenige kenne. Ich möchte da niemanden unrecht tun. Zu Skype: Nichts für ungut. Es würde mich überraschen wenn unsere Typen verbal nicht noch größere Kommunikationsprobleme hätten…:-)

            Gefällt mir

            1. Dass sekundäre und tertiäre extr. Fühler ihre Mimik noch besser unter Kontrolle haben, könnte tatsächlich sein und damit, dass die erste Funktion schwer zu unterdrücken ist, hast du auch Recht. Das heißt aber nicht, dass ESFJs und ENFJs nicht bewusst ihre Mimik in bestimmter Weise einsetzen können. Die Maskerade fällt ihnen nur schwerer, wenn man weiß, was sie auf die Palme bringt. Wahrscheinlich wirst du mir zustimmen, wenn ich sage, dass das bei ExFJs teilweise einfacher ist, als bei oben aufgezählten Typen, aber nichtsdestotrotz: wenn sie die Lage und sich selbst unter Kontrolle haben, dann auch ihre Mimik. ExFPs neigen meiner Erfahrung nach übrigens schneller zu emotionalen Outbursts als ExFJs, was wahrscheinlich vor allem daran liegt, dass es ihnen nicht so wichtig ist, was die anderen dann von ihnen denken.

              Und nein, weder „hasse“ ich einen Typ, noch verwende ich das Wort in irgendeiner Form inflationär. Selbst, wenn das der Fall wäre, wäre das kein Argument, mir anzulasten, ich würde irgendeinen Typen auf die Art und Weise verabscheuen, wie du es damals bei dir zu Ausdruck gebracht hast. Ich finde es begrüßenswert, dass du darüber mittlerweile etwas reflektierter urteilst oder es zumindest den Anschein macht. Mich „triggern“ all die Dinge, die du oben genannt hast ebenfalls, vieles davon ist sicherlich auch genau das: schwachsinnig, zeitraubend, ungerecht und sinnlos. Aber ich glaube, dass bei vielen dieser Dingen auch ein Sinn ist, der mir entgeht, Gerechtigkeit nicht objektiv messbar ist und viele zeitraubende Tätigkeiten, für die mir die Geduld fehlt, wichtig sind, auch, wenn mir ihr Wert entgeht. Und bevor ich jetzt wie ein Moralapostel klinge: nein, ich mache mir das nicht immer bewusst und oft gerate ich auch in Diskussionen, bei denen ich hinterher denke: „eigentlich waren einige Behauptungen von mir ziemlich arrogant. Meine Denkweise kam mir nur wie die bessere vor, ob sie es tatsächlich ist, kann ich aber nicht wissen.“

              Was Skype angeht müssen wir nicht direkt verbal miteinander kommunizieren, wir können auch einfach die Chatfunktion nutzen. Jedenfalls ist das weniger umständlich als per Kommentarfunktion ellenlange Nachrichten hin- und her zu schreiben und den anderen zitieren zu müssen, um zu wissen, auf welchen Punkt man gerade eigentlich eingehen will. Je direkter die Kommunikation, desto weniger Missverständnisse gibt es in der Regel.

              Gefällt mir

              1. OK, dem ist nichts hinzuzufügen, gutes Gespräch. Übrigens, wenn da ein 😉 steht, dann ist da auch ein wenig Provokation meinerseits im Spiel. Wenn du drauf einsteigst hab ich gewonnen 😉 Ich nehm mich jetzt erstmals mit Kommentaren zurück. Aber wenn ich wieder einen „Schub“ bekomme könnte Skype ins Spiel kommen. Bis dann alles Gute!

                Gefällt mir

  2. kurze Ergänzung: Sie ist auf jeden Fall auch introvertiert, da ihr z.B. ihr „Nackt-Spaziergang“ doch sichtlich unangenehm war. ESFJs hätten die Anderen wahrscheinlich noch aufgefordert sich auch auszuziehen um zusammen eine Beach-Party zu feiern (überspitzt formuliert).
    Zur Rollen/Schaupieler-Problematik: noch unrealistischer sind die Figuren von Daenerys und John. Beide Schauspieler sind klare ISFPs. Daenerys handelt aber wie ein INFJ und John wie ein (dummer) ENTJ/ENFJ. Da wird es einem zeitweise schwindelig beim zuschauen. Interessanter anderer Charakter: Der Hohe Sparrow war m.M.n. ein kranker INFP…

    Gefällt mir

    1. Mit Verlaub, aber die Begründung, jemanden als „introvertiert“ zu bezeichnen, weil er sich, während er nackt durch die Straße gejagt, beschimpft und mit Unrat beworfen wird, halte ich für unsinnig.
      Cersei war darauf aus, so viel Gesicht wie möglich zu wahren, alles, was sie getan hätte, hätte ihr nur mehr Angriffsfläche gegeben. Extrovertiertes Fühlen macht sich ja Gedanken darüber: „wie werde ich von anderen wahrgenommen?“ und dementsprechend war sich dessen bewusst, dass es das beste war, sich nicht provozieren zu lassen. Ich nehme dir offen gesagt nicht ab, dass du ESFJs für so blöd hältst, nur weil du persönlich schlechte Erfahrungen mit welchen gemacht hast. Du bist doch kein SJler.
      Im Buch wird beschrieben, wie sie damit kämpft, nicht zu weinen, Lena Headey hat das gut eingefangen, finde ich.

      Die Figur von Dany finde ich sowohl furchtbar geschrieben (schon im Buch) als auch furchtbar gespielt. Sie startet als INFJ aber wird im Verlauf der Handlung zu einer ISFP, die Charakterentwicklung macht für mich auch überhaupt keinen Sinn. Ich kann den Hype um diesen Charakter überhaupt nicht nachvollziehen.

      Gefällt mir

    1. Ich schaue die Serie nur hin- und wieder mal und bei Sitcoms ändern sich auch die Charactere gerne mal, deshalb ist mein Tipp mit Vorsicht zu genießen, aber ich würde sagen, dass sie definitiv eine primäre TE-Nutzerin ist, wahrscheinlich eine ESTJ.

      Gefällt mir

  3. Hallo Sam. Ich lenke mal vom Esfj Thema ab. Es geht um Bruce Wayne aus der Batman- Trilogie. Er ist, meiner Meinung nach, einer der besten Filmcharaktere schlechthin, und mich würde interessieren welchen Persönlichkeitstyp du ihm zuordnen würdest.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich vermute mal, du beziehst dich auf die Filme von Christopher Nolan. Ich bin mir nicht zu 100% sicher, auch, weil es schon eine gute Weile her ist, seit ich die Filme gesehen habe, aber ich würde INTJ sagen.
      Kurze Begründung: es ist höchstwahrscheinlich NI im Spiel. Alleine diese seltsame Fixierung auf Fledermäuse als Symbol spricht schon dafür. Batman ist ja sowieso ein überlebensgroßer Alter Ego von Bruce Wayne, der ja eher nen Stock im Hintern hat und sehr zielgerichtet zu arbeiten scheint, als dass er einfach so in den Tag hineinlebt und ein Freigeist ist. Allerdings halte ich auch Christopher Nolan für einen xNxJ, seine Filme legen alle sehr viel Wert auf Symbolik (NI) und Ästhetik (SE), wodurch das natürlich auch sehr stark auf die Charaktere abfärbt.
      TE/FI finde ich relativ offensichtlich. Bruce Wayne porträtiert sich zwar als Playboy, ist aber in Wirklichkeit alles als ein Charmebolzen – für ihn geht es darum Ungerechtigkeit zu bekämpfen (FI) und zwar auf direktestem Wege (TE/SE).

      Gefällt mir

  4. Danke erstmal für deine Antwort. Ja, ich finde Intj kommt hin, bis auf einen Punkt: Bruce Wayne als Batman in Nolan’s Filmen, ist sehr versiert in Kampfkünsten, Training, exakten Bewegungen und einer guten Ausdauer. Dinge die ich eher Sensorikern zugeschrieben hätte.

    Gefällt mir

    1. Ja, im Durchschnitt wirst du unter Kampfsportexperten wohl eher Sensoriker, insbesondere SE’ler finden. Aber das bedeutet erstmal nichts – in einer Bibliothek z.B. erwartet man auch eher Intuierer, aber es ist jetzt nicht so, dass man vor Schreck umfallen würde, wenn ein ISFP eine Bücherei betritt, verstehst du, was ich meine? Zumal Bruce’s Erfolg (Fokus auf Erfolg: TE) als Batman ja auch sehr stark abhängig von seiner Fitness ist, macht es Sinn. Das ganze Trainieren ist für ihn halt eher ein Mittel zum Zweck – für extrovertierte Sensoriker ist das Trainieren in der Regel schon der Zweck an sich.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s