Wo ich *nicht* mit der Linken übereinstimme

Wie ich ja schon öfters erwähnt habe, gehöre ich zur Linkspartei. Gerade zu Zeiten wie diesen, wenn die Bundestagswahl ansteht und mein Diskussionsbedarf ausnahmsweise sogar annähernd gedeckt ist, merke ich, wie schnell pauschalisiert wird. „Du bist ein Linker, also […]“ – so beginnen auffällig viele Sätze meiner geliebten Diskussionspartner und ganz offen gestanden, langsam nervt es mich, mich immer wiederholen zu müssen.

Deshalb – in erster Linie für besagte Diskussionspartner – und in zweiter für meine regulären Leser, denn ich habe schon lange nichts mehr gebloggt – hier eine Zusammenfassung, mit welchen Positionen der Partei „Die Linke“ ich nicht übereinstimme.

Bevor ihr jetzt allerdings weiter lest, will ich noch etwas Wichtiges sagen: meiner Meinung nach sind die genannten Punkte wirklich das geringere Übel. Bei so gut wie allen anderen Positionen gehe ich mit der Linken konform und will hier auch nochmal deutlich empfehlen, dass sie meiner Meinung nach die mit Abstand beste Wahl ist, wenn man sich ein gerechtes und nachhaltiges Deutschland wünscht.

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Wenn unser Kind dann auf der Welt ist…

…und es sind nur noch knapp vier Monate bis dahin, dann werde ich zusehen, dass es nach allen Regeln der deutschen Kunst erzogen wird, damit es sich in unserer Heimat wohlfühlen kann und schön angepasst ist.

Die Menge und Qualität des Essens wird sich dann später in der Leistung wiederspiegeln: eine 4 in Mathe? Hier hast du zwei Scheiben Toastbrot mit einem großen Blatt Salat. Die Gesellschaft soll wieder etwas tun, für ihr täglich Brot und nicht, wie ein Parasit vom Geld des schwer schaffenden Steuerzahlers leben! Aber bevor jetzt jemand verächtlich die Nase rümpft – die Noten sind natürlich relativ. Eine 4 in Mathe bedeutet Toast mit Salat, wenn es im Gymnasium ist. In der Hauptschule wird das bereits das Höchste der Gefühle sein. Ich will nicht, dass mein Kind so desillusioniert, wie unsere Gesellschaft sein wird: natürlich ist sozialer Aufstieg möglich! Du musst nur hart genug arbeiten! Und wenn es eine geistige Behinderung hat, fragst du mich? Na und? Forrest Gump hat ein erfolgreiches Unternehmen gegründet! Und nicht nur das. Was? Ist mir doch egal, dass Forrest Gump fiktiv ist. Wichtig ist die Ideologie, die hinter dem Film steckt: keine Ausreden. Wer nicht erfolgreich ist, der ist selbst schuld.

Und schiebe mögliches Versagen dann bloß nicht auf die Eltern – weder die finanziellen Mittel, noch der Bildungsstand oder die Zeit der Eltern fürs Kind spielen eine ernst zunehmende Rolle beim Werdegang des Nachzüglers. Nur, weil ich ein dummes, asoziales Arschloch bin, bedeutet das nicht, dass mein Kind dadurch weniger Chancen im Leben haben wird.

Oh – und besonders interessant wird es, sollte dann ein kleines Geschwisterchen kommen. Ich werde nicht den Fehler machen, den so viele Eltern tun – denn wie heuchlerisch ist es, seine Kinder „gleich zu behandeln“? Gleichheit ist eine sozialistische Lüge. Niemand ist gleich – jeder ist individuell, bringt individuelle Leistung und wird entsprechend individuell behandelt! Tendenziell werden Mädchen weniger Taschengeld bekommen, sonst wird später die große Ernüchterung kommen, dass es im „echten Leben“ (umgangssprachlich für „Berufsleben“) ja anders sei. Das größte Zimmer bekommt aber trotzdem das Kind, das die besten Leistungen erbringt. Das andere zieht in den Geräteraum. Und wehe, jemand sagt dann, das sei unmenschlich. Wir werden die Geräte, die davor dort standen ja auch irgendwohin räumen müssen. Das kostet genauso Platz, wie sozialer Wohnungsbau Geld kostet, das eigentlich dafür ausgegeben werden sollte, unsere Leistungsträger noch mehr zu fördern. Aber nur, weil ich kein Gutmensch bin, bin ich ja nur ein Schlechtmensch, kein Unmensch.

Und deshalb werde ich am 24. September CDU, FDP oder AfD wählen, damit mein Kind meine Erziehung im späteren Leben dann auch praktisch umsetzen kann. SPD und Grüne könnte man sich mittlerweile auch überlegen, langsam scheinen sie auch zu verstehen, wie der Hase hier läuft.

Aber auf keinen Fall wähle ich die Linke.

*Ironiemodus aus. Und ich habe nicht einmal über das Gesundheitssystem geschrieben.

 

 

Die 16 Typen und typische Berufe (J)

Nachdem jetzt schon mehrere Male die Frage aufkam, welche Berufe denn zu welchem Typ passen, wage ich mich an das zugegebenermaßen sehr ambitionierte Projekt, jedem Persönlichkeitstyp verschiedene Beispiel(!)berufe zuzuordnen, die typisch für sie sind. Mitsamt einer knappen Erklärung, wie ich darauf komme.

Ich will hier noch kurz betonen, dass es sich nicht um eine Empfehlung handelt, dafür bin ich definitiv nicht der richtige Ansprechspartner. Man muss bedenken, dass sich alle Menschen, auch diejenigen, die den gleichen Typ haben, voneinander unterscheiden, andere Hintergründe und Eigenarten haben, so dass es durchaus vorkommen kann, dass sich ein Typ entgegen aller Erwartungen sehr wohl an einem für ihn „untypischen“ Arbeitsplatz fühlt. Ich bin zum Beispiel sehr glücklich mit meinem Job als Musiklehrer, der permanent Umgang mit Mitmenschen erfordert, obwohl das laut meiner Typenbeschreibung als sehr anstrengend und daher ungünstig gilt. Es ist eine Herausforderung, aber nichts woran ich mich persönlich nicht gewöhnen konnte und vor allem etwas, woran ich wachsen konnte und immer noch kann. Wenn also ein INTJ gerne Krankenpfleger oder ein ISFP Philosophiestudent werden will, dann werde ich nicht sagen: „Um Gottes Willen, bloß nicht!“. Ich würde dann auf die Herausforderungen deuten, aber hinterher auch betonen: „Mach dir bewusst, dass es dich auf die Probe stellen wird, aber wenn es dein Traum ist, dann versuch es auf jeden Fall!“

In diesem Falle. Viel Spaß beim Lesen!

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