Bist du ein mündiger Verbraucher?

Die Frage ist bewusst provokativ – und um nicht vom hohen Ross herabzupredigen, will ich gleich Eines vorwegnehmen: ich bin es jedenfalls nicht. Ich mache eine Menge falsch. Viel unbewusst und viel auch in wissentlich. Kann man mich dafür tadeln? Nunja, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Mich höflich und frei von Wertung auf bestimmte Fehltritte hinweisen ist wiederum ist eine ganz andere Geschichte. Dinge, die ich heute bewusst falsch mache, nagen eventuell lange genug an meinem Gewissen, dass ich sie morgen richtig (oder zumindest richtiger) angehe. Oder ich habe am nächsten Tag genug Kraft und/oder Zeit dafür, mich besser zu verhalten und mache eine gute Angewohnheit daraus. Aber ich muss erst einmal wissen, um nach neuen Erkenntnissen handeln zu können. Viele Dinge überraschen und sind alleine, weil sie so erstaunlich sind bereits wissenswert. Hier sind einige solcher Informationen:

Wusstest du, dass in einem Kilogramm Rindfleisch, mal ganz abgesehen von der benötigten Weidefläche und der Arbeit, die ein Farmer zu leisten hat, um die 15.000 Liter Wasser erforderlich sind? Bei so hohen Zahlen fällt es einem schwer, sich vorzustellen, wie viel das eigentlich ist: mehr als zehn gefüllte Badewannen Wasser. Und das ist nur das Wasser. Weideland, Getreide und Arbeitskraft braucht das Kilogramm Rindfleisch ebenfalls.

Wusstest du, dass Kohlekraftwerke für 7% des gesamten Wasserverbrauchs verantwortlich sind? Davon könnte man eine Milliarde Menschen mit Wasser versorgen. Wusstest du, dass du standardmäßig Strom über einen Kohlekraftanbieter erhältst, bis du auf eine Alternative wechselst?

Wusstest du, dass jährlich über 200 Millionen Tonnen Plastik hergestellt werden? Auf einer Fläche, so groß wie Zentraleuropa schwimmt im Pazifik ein Meer aus Plastik. Müssen wir tatsächlich in Plastik abgepacktes Obst und Gemüse kaufen? Plastikflaschen? Plastik scheint uns überall im Alltag zu begleiten, aber es gibt in der Regel genügend alternative Optionen, bei denen wir die Nachfrage an Plastikprodukten verringern können.

Wusstest du, dass der durchschnittliche deutsche Haushalt jährlich mittlerweile mindestens 21 Kilogramm Elektroschrott wegwirft? Wir können auch versuchen, Dinge zu reparieren, statt sie wegzuwerfen. Nicht immer auf das neueste Mobilfunkgerät anspringen, wenn das alte doch auch noch funktionstüchtig ist. Oder Haushaltsgeräte kaufen, die vielleicht ein wenig teurer sind, aber dafür langlebiger. Am Ende ist es doch so auch weniger umständlich. Vor allem, wenn man weiter und global denkt.

Es geht weiter. Es gibt viele Dinge, die ich hier noch aufzählen könnte, aber ich will dich nicht mit Informationen erschlagen. Ich will dir zeigen, dass es sich lohnt, über alles, was du tust, nachzudenken. Was brauchst du tatsächlich? Wo kannst du besser investieren? Worauf kannst du verzichten?

Wir tappen im Dunkeln, gehen naiv wie Kinder durch den Supermarkt und wissen die meiste Zeit gar nicht, welchen Schaden wir anrichten. Unmündig eben. Aber wir können zumindest anfangen, erwachsen zu werden, auch, wenn der Prozess es erfordert, inne zuhalten und zu reflektieren. Sich zu bilden. Auf Dinge zu verzichten. Aber es lohnt sich. Wir haben keine Ersatz-Erde übrig, auf die wir zugreifen können, wenn wir diese zerstört haben. Um zu mündigen Vebrauchern zu werden, zu reifen Konsumenten, müssen wir nicht perfekt sein – aber wir können alleine schon beim Versuch, es zu werden, eine unglaubliche Menge erreichen!
Das Argument „wir können nicht alles richtig machen, also versuch ich es erst gar nicht“ zieht nicht. Wenn zwei Leute, die monatlich z.B. 500 Gramm Rindfleisch essen auf die Hälfte verzichten, dann ist das von den Zahlen her genau so, als hätte einer von beiden gänzlich auf Rindfleisch verzichtet.
Hoffentlich versuchst du gemeinsam mit mir gemeinsam das Ideal anzustreben. Wir werden Fehler machen, wir werden hier und dort mal nachgeben und uns wieder aufrappeln müssen – aber hoffentlich nie aufgeben. Und am Ende werden wir zu denjenigen gehören, die gekämpft haben.

Quellen:
https://www.welt.de/wissenschaft/article6012574/Ein-Kilo-Rindfleisch-kostet-15-000-Liter-Wasser.html

https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/greenpeace-report-kohlekraftwerke-verbrauchen-trinkwasser-fuer-eine

https://www.verbraucherzentrale.de/kunststoffe?i=6

https://www.welt.de/wissenschaft/article701251/Riesige-Flaeche-Plastikmuell-schwimmt-im-Pazifik.html

https://de.statista.com/infografik/2278/elektroschrott-aufkommen-in-ausgewaehlten-laendern/

Pen & Paper – Was ist das für ein Hobby?

Aufgepasst, liebe Leser – vor allem liebe Co-Autoren. Also zumindest dann, wenn euch der Begriff „Pen & Paper“ nichts sagt, vor allem, wenn ihr gleichzeitig auch noch gerne Fiktion schreibt. Dieses Hobby müsste eigentlich ziemlich interessant für euch sein. Deshalb – und weil ich in diesem Blog meine narzisstischen Züge ausleben kann, würde ich euch diese interessante Freizeitbeschäftigung gerne näher erklären. Und wenn ihr bereits mit dem Thema vertraut seid, würde es mich total interessieren, welche Rollenspielerfahrungen ihr bereits so gemacht habt.

„Pen & Paper“, auf deutsch also Stift & Papier ist ein Hobby, das man (normalerweise) in einer Gruppe aus 3-6 Personen spielt und neben gerade aufgezählten Materialien braucht man ansonsten im Grunde genommen nur noch Würfel und eine Menge Fantasie und Zeit.

Um was geht es?

Das hängt ganz davon ab, für welches Modul, also für welche Rollenspielwelt und Regelsystem man sich entscheidet. Es gibt mittlerweile unzählige Module, welche alle möglichen fiktive Szenarien abdecken. Das geht von klassischen Fantasyszenarien in Mittelaltersetting (Dungeons & Dragons, Pathfinder, Das Schwarze Auge) über Sci-Fi (Shadowrun, Warhammer 40K, Star Wars) bis hin zu Horror (Call of Cthulhu, Vampires: The Masquerade). Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten. Jedes dieser Module besitzt über eigene Hintergrundgeschichten und Spielregeln, wobei beides den individuellen Bedürfnissen und Vorstellungen der Spielgruppe angepasst werden kann.

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Wir müssen reden!

Die Leute stellen mir ständig Fragen, wie: „Warum diskutierst du eigentlich so gerne?“, „Warum musst du ständig über Politik reden?“ oder „Kannst du nicht einfach mal eine andere Meinung so stehen lassen?“

Ich gehe gleich mal auf die letzte Frage ein: NEIN!!!
Nicht, wenn es um die Zukunft unseres Landes, unserer Kinder und die der ganzen verdammten Welt geht!

Es ist wirklich furchtbar lächerlich, wie wir Deutschen uns über Trumps Wahlsieg empören und schockiert zeigen. Ein alter Freund von mir teilte auf Facebook dazu folgenden Kommentar:

„Heute schauen wir noch besorgt-hämisch in die USA, bis dann 2017 die Bundestagswahl unsere eigene Dummheit entlarvt.“

Und diese Entlarvung wird passieren. Sie ist bereits in unseren Landtagswahlen passiert. Fast überall zweistellige Ergebnisse für die AfD und wir zeigen uns erstaunt über Trump?

„Ja, toll!“, höre ich einige von euch sagen. „Aber was können wir denn dagegen tun? Wir teilen doch schon ganz fleißig Protest-Posts gegen die AfD und den Rechtspopulismus, der in ganz Deutschland zu gedeihen scheint!“
Ja, das ist schön und gut, aber habt ihr euch mal überlegt, wer eure Posts wahrscheinlich NICHT liest? Ich sag’s euch: in der Regel AfD-Wähler, weil ihr mit solchen Idioten wahrscheinlich gar nicht „befreundet“ seid. Und selbst wenn, dann reicht das nicht aus. Wen beeinflusst das? Wer gibt euch die Likes? AfD-Fans? Wohl kaum! Das reicht nicht aus!

Fangt an, mit Leuten, die NICHT der Meinung sind, dass die AfD die Kluft zwischen arm und reich noch erweitern wird, die NICHT glauben, dass die AfD Rassismus schürt, die NICHT glauben, dass wir solidarisch für Menschen in Not einstehen müssen und die NICHT glauben, dass der Gebrauch von Schusswaffen keine Lösung darstellt zu diskutieren!
Euch wird eingetütet, dass in Europa seit 70 Jahren Frieden herrscht, aber das ist nicht wahr: hier herrscht Krieg und zwar ein verdammt heftiger! Und der wird zunächst mit Worten ausgefochten. Schon der preußische Militärtheoretiker Carl von Clausewitz hat gesagt: „Krieg ist eine bloße Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln.“

Jetzt kombinieren wir mal die Tatsache, dass Demokratie „Herrschaft des Volkes“, also auch von DIR, mein lieber Leser bedeutet und die, dass sich immer mehr Leute von rechtspopulistischem Blödsinn einlullen lassen – dann stellt sich doch die Frage, wer in diesem Krieg die Gegenseite darstellt, nicht wahr? „Na, die Politiker, die nicht in der AfD sind!“
Aber ihr auch! Denn ihr seid das Volk (OMG)! Ihr bestimmt, wer gewählt wird, wer die Regierung stellen soll! Das heißt, dass der Wahlzettel des verblendeten AfD-Wählers in deiner Nachbarschaft, in deinem Büro oder in deinem Yoga-Kurs bei der Wahl GENAU SO VIEL Einfluss haben wird, wie dein Wahlzettel!

Demokratie bedeutet nicht nur Herrschaft des Volkes, sondern Demokratie sollte eigentlich auch eine Streitkultur fordern! Fangt an, zu diskutieren! Und selbst, wenn sie noch so blöd und lernresistent sein mögen, es ist schlicht und einfach unsere Pflicht. Wenn wir es nicht tun, wer denn dann? Wer verteidigt uns dann vor der AfD? Wenn ihr von zehn Diskussionen auch nur eine Person überzeugt, dann ist es das Wert gewesen! Es bringt nichts, einfach nur zu jammern. Es bringt nichts, zu sagen: „Also, ich wähle die ja nicht!“. Konfrontiert AfD-Wähler (und wenn es nach mir geht, dann auch CDU/CSU- und FDP-Wähler). Versucht sie zu überzeugen. Das ist aufdringlich, sagt ihr? Das Ideal einer demokratischen Gesellschaft ist es auch, dass man in politischen Fragen aufdringlich sein soll!

Wir müssen reden! Jetzt! In der Mittagspause, beim Familientreff und auch im Internet! Ihr müsst diesen Kampf nicht alleine austragen – bringt auch andere dazu, mitzumachen! Und wenn ihr euch das nächste Mal zu sehr geniert, denkt, dass es doch nichts bringt oder zu gestresst seid, eine Diskussion mit Leuten einzugehen, die dabei sind, mit ihrer Wahlstimme die letzten Hoffnungen auf den Erhalt von Werten wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Frieden zu gefährden, dann stellt euch folgende Frage:

Wenn es später noch schlimmer um die Welt stehen wird, als es jetzt bereits der Fall ist, was werdet ihr euren Kindern antworten, wenn sie euch fragen werden, was ihr dagegen getan habt?

Topophobie – Der lächelnde Tanzbär

Auf einmal machte es „Klick“ und die Show ging los. Das ist wie, wenn man den Fehler gemacht hat, sich in die Achterbahn zu trauen, vor der man am meisten Angst hat: Die Sicherheitsbügel drücken dich an deinen Sitz und die Fahrt geht los. Es gibt kein zurück, auch, wenn du wieder aussteigen willst. Es geht nicht. Du kannst dich nicht einmal umdrehen. Die Zeit wird immer abstrakter: zunächst kommt es dir alles wie eine Ewigkeit vor, danach rast die Situation an dir vorbei und eigentlich ist alles, was du wahrnimmst nur noch die Aufregung. Das Adrenalin, das durch deinen Körper pumpt lässt dich vergessen, wie es sich überhaupt anfühlt, auf festem Boden zu stehen. Man möchte schreien, aber es funktioniert nicht. Die Kehle ist wie zugeschnürt. Schweiß tritt aus. Alles verkrampft.

Ich stand neben mir. Sah zu, wie die Finger über die Tastatur huschten, zitternd, unkontrolliert, mit feinen, winzigen Schweißtropfen. Nathan, der Neue. Der begabte Musiker. Ich beneidete ihn. Schon immer wurde ihm zugesprochen, er hätte eine große Begabung. Er sei etwas ganz Besonderes. So talentiert. Für Großes Vorbestimmt. Hm. Hat er sich da gerade verspielt? Es konnte doch nicht sein, dass sich dieser grandiose Pianist mit seinen Zauberhänden gerade einen Fehler erlaubt hat. Dieses Wort – „Fehler“, es dürfte ihm ja überhaupt ein Fremdwort sein. Nein, nein, Nathan, deiner einer verspielt sich nicht. Spiel weiter. Lass dich nicht von russischen Wunderkindern und internationalen Berühmtheiten einschüchtern. Du gehörst dazu. Das hat man ja damals auch immer gesagt. Halte diese Finger in Bewegung. Ich fragte mich, was wohl passieren würde, wenn sie auf einmal damit aufhören? So ein schnelles Lied… und das Klavier klingt dabei so voll und tragend. So verantwortungsvoll, dieses Lied als Pianist zu begleiten, nicht wahr? Was wäre nur, wenn…

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Topophobie – Immer in die Augen schauen

Als die erste Band anfing zu spielen, war das Büffet zwar eröffnet, aber mein Magen fühlte sich so verschlossen an, dass ich es, aus Angst, mich auf der Bühne übergeben zu müssen, nicht einmal anrührte. Die erste Combo bestand aus einer Sängerin, begleitet von Schlagzeug, Kontrabass und Klavier. Und der Pianist verstand etwas von seinem Handwerk. Mir ging der Gedanke durch den Kopf, ihn nach dem Auftritt einfach zu fragen, ob er meinen Part des heutigen Abends einfach übernehmen könne, aber so verkrampft, wie ich gerade an einem der vielen rundlichen Tische saß, merkte ich, dass ich erstmal damit zu kämpfen haben würde, überhaupt aufzustehen. Ich sah mich um und versuchte, anhand der Gesichtsausdrücke im Publikum zu analysieren, was es von der Band hielt. Einige unterhielten sich leise, andere sahen mit gleichgültigem Gesichtsausdruck zu Band, während andere dabei wiederum ein leises Lächeln auf den Lippen hatten. Gefiel es ihnen? Oder schmunzelten sie über die Band, weil sie sie für Amateure hielten? Nach meinem Standard bestand das Quartett keinesfalls aus Amateuren, aber wer wusste schon, was dieses Publikum so gewöhnt war? Und wenn es diesen Pianisten schon für einen Amateur hielt, was…

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INTP – Der Grübler

 

Allgemeine Beschreibung & Klischees

Nerd, Innovator, zerstreuter Professor, Philosoph, realitätsferner Theoretiker, Gedankenarchitekt und Internetjunkie. In meiner Serie über die Typen ist der INTP tatsächlich ein ziemlich besonderer Typ. Nicht, weil er an sich wichtiger oder generell besonderer als alle anderen ist, sondern, weil ich selbst diesem Typen angehöre. Ich habe mir ja überlegt, ob ich das komplett geheim halten soll, aber eigentlich würde das meiner Philosophie komplett widersprechen, dass die Typologie dabei helfen soll, dass wir uns gegenseitig besser verstehen. Deshalb: ICH BIN EIN INTP! Und das ist auch voll okay!

So, eines vorneweg: der Post ist länger als die über die anderen Typen. Warum ist das so? Nun, einfach, weil ich diesen Typen am besten kenne und daher am meisten darüber schreiben kann. Könnte ich über andere Typen nicht noch mehr schreiben? Ja, das könnte ich. Aber ich glaube, dann wären die Beiträge zu lang. Aber dieses eine Mal will ich zeigen, wie detailliert eine Typenanalyse sein kann. Und welcher Typ bietet sich dafür besser an, als der eigene? Ich habe mir dafür auch einige externe Quellen zu Hilfe gezogen, um einfach noch weitere Facetten einzublenden. Aber das mache ich ja bei dem Thema allgemein. Also, bevor ich hier die Lorbeeren dafür einheimse, wie detailliert und komplex das alles ist, will ich nochmal erwähnen: diese ganzen Theorien stammen (leider) nicht von mir!

Ich hoffe, dass sich in kommender Zeit ein weiterer INTP hierher verirrt und dann mit Capslock bezeugen kann: „JA MANN! DAS BIN SOWAS VON ICH!“ – um zu beweisen, dass das nicht einfach nur eine Beschreibung von mir selbst ist, sondern tatsächlich allgemeingültig auf INTPs, so sauer das auch einigen Personen aufstoßen mag. Glaubt mir. Bei all den Details, die ich hier auffahren werde, ist immer noch so unendlich viel Platz für Individualität vorhanden, das ist kein böses Schubladendenken. Selbst, wenn ihr nicht viel von dem ganzen Typologie-Zeug haltet – für die Fiktionsschreiber unter euch, ihr könnt diese Konzepte auch einfach als Inspiration für Charakterkonzepte benutzen. Oder aber, vielleicht findet ihr auch einfach nur den Autor dieses Blogs interessant und wollt mehr über ihn und seine narzisstischen Züge wissen. Okay, es wird Zeit, anzufangen.

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Blogstöckchen – „Just for fun, Nix ernstes…“

So. Da wurde ich ja glatt nochmal nominiert! So ein Ding! Von GrandGamesHologram dieses Mal, ein fettes Dankeschön dafür! Auch… wenn ich nicht genau weiß wofür…? Aber ich fühle mich sehr geehrt! Und GGH meinte ja auch: „Just for fun, Nix ernstes…“. Und es heißt ja so schön: der Mensch spricht am liebsten über sich. Da ich hier ausnahmsweise keine Ausnahme der Regel bin, warum also nicht? Ich hoffe, dass es tatsächlich auch jemand interessiert, sonst wirke ich am Ende tatsächlich noch, wie ein narzisstischer Trottel…

Naja. Dass es nicht komplett wie ein alberner Zeitvertreib aussieht, nochmal kurz Werbung für GrandGamesHologram, denn eigentlich sollten solche Nominierungen ja dabei helfen, tendenziell unbekanntere Blogger etwas bekannter zu machen: schaut auf jeden Fall mal rein, wenn ihr euch gerne über Computerspiele unterhaltet. Er bietet da eine sehr schöne Plattform für, ich bin dort auch regelmäßig anzutreffen.

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Mein persönlicher Persönlichkeitstest

Update; wichtige Info: Momentan bin ich mit ausgefüllten Fragebögen regelrecht überflutet und habe noch welche von vergangenem Jahr, die theoretisch ausstehen – ich komme jetzt erstmal nicht dazu, neue Auswertungen zu schreiben und bitte um Verständnis.

Schöner Titel, was? Also gut. Dann stelle ich eben online, damit jeder weiß, auf was er sich einlassen würde. Nur zur Erinnerung, es geht hier um die 16 Typen. Es wird als Auflösung zwar eine detaillierte, individuelle Erklärung geben, warum ihr laut meiner Analyse zu einem bestimmten Persönlichkeitstypen gehört, aber Details zum Persönlichkeitstypen selbst, könnt ihr dann selbst auf meinem Blog nachlesen, das schreibe ich nicht doppelt 🙂

Und wenn dieser noch nicht vorhanden ist, mache ich die Beschreibung von eben jenem Typen als nächstes.

Die Mutigen unter euch können die Antworten gerne öffentlich in den Kommentaren posten, dann gibt’s (bei Zeiten, das ist echt Arbeit!) auch eine öffentliche Auswertung, es sei denn, man erwähnt, dass man diese lieber per Mail bekommen möchte. Aber dann kann man mir die Antwort eigentlich auch gleich per Mail schicken (semmmyyy@yahoo.de). Und die Blogger unter euch Lesern dürfen die Fragen auch gerne auf ihren eigenen Blogs posten, wenn sie wollen. Wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde, kann ich auch dort die Antwort zu schreiben.

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Topophobie – Mehr, bitte!

Ich hätte ja gerne noch eine ausführliche Schilderung gehabt, was meine neue Band so von der Musik meiner alten Band hielt, aber nachdem ich meinen MP3-Player wieder  an mich genommen hatte, beschäftigte sich die Unterhaltung mehr oder weniger nur noch mit der pseudo-wissenschaftlichen Behauptung, dass sich die Attraktivität einer Frau bereits an ihrer Gesangsstimme ablesen würde. Was natürlich absoluter Quatsch war, alleine schon, wenn man bedenkt, dass ein heftiger Gesichtsausschlag sich wohl nur in den allerwenigsten Fällen auf die Stimmbänder auswirken würde. Die Diskussion wurde etwas hitziger, da vor allem Manni und Richard immer noch der festen und eigentlich unbegründeten Meinung waren, dass an der Behauptung etwas dran war. Und ich machte mir auf einmal mehr Gedanken darum, die beiden Idioten von ihrem Irrglauben abzuleiten, als in Erfahrung zu bringen, was sie denn sonst noch so von den Aufnahmen hielten. Vielleicht war das so aber auch besser. Das Konzert stand an und ich konnte nichts gebrauchen, was meinem aufs musikalische bezogene Selbstbewusstsein einen Knacks verpassen könnte. Als Besserwisser betrachtet zu werden, war ich gewohnt und hatte ehrlich gesagt auch nichts dagegen. Ich meine, ich weiß Dinge eben oftmals besser, das ist keine Arroganz, das ist einfach eine rein objektive Tatsache. Und wenn ich mal etwas nicht besser weiß, dann komme ich damit auch klar. Nach einer Weile jedenfalls.

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„Schreiben? Warum suchst du dir kein anständiges Hobby?“

„Naja, vielleicht, weil ich neben Musizieren, Komponieren, Fechten, Lesen, Computerspielen, Pen & Paper und Serien schauen einfach etwas Abwechslung brauche?“

„Du beliebst zu scherzen. Schreiben, das ist Zeitverschwendung, wenn du das nicht zu Geld machen möchtest.“

„Willst du damit sagen, dass alles, was kein Geld bringt, Zeitverschwendung ist? Warum fängst du dann nicht auch ein, Computerspiele zu kritisieren?“

„Glaub mir, damit fange ich besser erst gar nicht an.“

„Schade, dann eben nicht. Aber zurück zu meiner Frage: warum hältst du Schreiben für sinnlos?“

„Ach Sam… das, was du in deinem Kopf hast, nimmt dir doch niemand weg.“

„Das, was ich heute denke, habe ich morgen vielleicht schon vergessen.“

„Ja, aber du kannst nicht alle Gedanken aufschreiben. Außerdem schreibst du Geschichten. Du verschwendest also nicht nur Zeit damit, sie aufzuschreiben, sondern auch, sie dir auszudenken, Konzepte zu entwickeln, Charaktere zu kreieren.“

„Ja! Das macht Spaß!“

„Aber auf Dauer ist es anstrengend, gib’s zu.“

„Richtig. Aber das ist Fechten und Komponieren zum Beispiel auch.“

„Aber das eine hält dich fit, während du fürs andere tatsächlich Geld bekommst. Du bist Musiker. Kein Autor.“

„Und war ich schon immer Musiker?“

„Ich sehe, worauf du hinaus willst. Aber du hattest schon genug Glück, überhaupt mit Musik dein Brot verdienen zu können. Wenige können davon alleine leben und jetzt fängst du auch noch an, zu schreiben. Das ist ein bisschen so, wie wenn du bei Siedler von Catan nur 24-er und 12-er Felder besetzt.“

„Der Vergleich ist mir sympathisch, weil ich Siedler mag. Aber er hinkt gewaltig. Denn wie gesagt, ich habe kein Interesse daran, mich mit meinem Dasein als Hobbyautor zu finanzieren.“

„Aber du verschwendest Zeit und Energie darauf, die du sinnvoller verwenden könntest. Selbst Serien sind da besser, denn dabei schaltest du wenigstens ab und erholst dich.“

„Eigentlich schaue ich Serien oft in erster Linie, um mich inspirieren zu lassen, damit ich Anregungen zum Schreiben bekomme.“

„Wirklich? Dann hör damit besser auch auf. Müssen ja ziemlich schlechte Serien sein.“
„Sehr erbaulich. Du magst also nicht, was ich schreibe?“

„Naja, deine Leserzahl spricht doch für sich, nicht wahr?“

„Erwartest du wirklich, dass ich innerhalb von zwei Monaten hundert Follower aus dem Nichts bekomme?“

„Ich sag’s mal so: es gibt Leute, denen das gelungen ist. Kann daran liegen, dass sie’s mehr drauf haben als du.“

„Wahrscheinlich. Aber ich bin ein schneller Lerner.“

„Und selbst wenn, das alleine bringt dir auch keine Leser.“

„Okay, hör mir mal zu. Es genügt mir schon zu wissen, wenn es auch nur eine einzige Person gibt, die ich mit meinen Geschichten unterhalten kann.“

„Macht es für dich also keinen Unterschied, ob nur eine Person oder tausende deine Werke lesen?“

„Doch, macht es. Ich freue mich natürlich, wenn ich viele Leute damit erreichen kann. Aber eines nach dem anderen. Ich mach mir da keinen Druck.“

„Ja, das sagst du dir.“

„Ich sage mir gerade eine ganze Menge…“

„Du bist ja lustig.“

„Danke. Jedenfalls, es geht nicht mal nur um eine Leserschaft.“

„Worum denn dann? Für mich sieht es gerade nämlich nur danach aus, dass du es nur machst, um von anderen Lob zu ernten.“

„Dafür muss ich nicht schreiben. Dafür muss ich mich nur hinter ein Instrument setzen.“

„Angeber. „

„Du hast es herausgefordert. Und ich habe nicht behauptet, ich sei besonders gut. Aber um deine Frage zu beantworten: ich wäre unglücklich, meinem Hobby nicht nachgehen zu können.“

„Du hast doch schon… warte, wie viele? Sechs?“

„Sieben, ohne dem Schreiben. Stell dir vor, du hättest acht Kinder. Würdest du nicht auch panisch werden, wenn eines plötzlich verschwinden würde?“

„Na, jetzt wirst du aber arg dramatisch.“

„Ja, wie gut, dass ich ein Hobby habe, das mir als Ventil dafür dient, nicht wahr?“

„Touché. Dennoch. Um auf deine Kinder zurückzukommen. Irgendwann gründest du auch mal eine Familie. Dann hast du noch weniger Zeit, als du’s ohnehin schon hast. Warum lässt du das Schreiben also nicht gleich sein? Früher oder später musst du es doch sowieso aufgeben.“

„Vielleicht verteile ich dann auch einfach die Zeit meiner anderen Hobbies um. Weniger Serien, weniger Computerspiele. Würde dir doch auch gefallen oder?“

„Das sagst du jetzt. Wie gesagt, du hast nichts vom Schreiben. Es ist für dich weder entspannend, noch verdienst du dabei etwas.“

„Doch. Meine Fantasie verdient einen Spielplatz und den bekommt sie damit. Ich weiß, dass ich kein abgestumpfter Fachidiot bin, weil ich auch Dinge lerne, die sich eben nicht nur um Musik drehen. Ich bringe Projekte zu Ende und das ist ein gutes Gefühl. Ich verdiene Anerkennung von mir selbst. Und die brauche ich. Vor allem, wenn ich tagtäglich mit Pennern wie dir reden muss.“

„Mann… ich geb’s auf. Du bist unverbesserlich.“

„Und das von dir? Du machst echt einen Scheißjob, sorry.“

„Ja, jetzt hör schon auf. Du bist müde, geh schlafen.“

„Das ist mal ein guter Ratschlag.“

„Gute Nacht.“

„Gute Nacht, bis morgen.“

„Ja, bis du wieder wach bist.“