NPs – Gefangen zwischen Arroganz und selbstkritik-bedingter Untätigkeit?

Das stark ausgeprägte extrovertierte Intuieren ist für ENTPs, ENFPs, INTPs und INFPs Segen und Fluch zugleich. Auf der einen Seite rühmen wir uns für dafür, die Dinge leicht von verschiedenen Blickpunkten aus betrachten zu können. Wenn uns jemand für unser Improvisationstalent lobt, dann denken wir uns mit einem leicht verlegenen Lächeln: „Naja, stimmt, darin bin ich echt gut“. Und wir sprühen nur so vor genialen Ideen und wissen allgemein, so glauben wir zumindest, was ein gutes Konzept ausmacht. Egal, in welchem Fachbereich. Und meistens ist das tatsächlich so.

Jetzt müsste man ja zu dem Schluss kommen, dass wir abgehoben und vollkommen eingebildet seien, aber auf der anderen Seite werden wir durch all die Eindrücke, die wir sammeln auch blockiert. Das, was viele andere zu wenig haben, um produktiv zu sein, haben wir teilweise einfach zu viel, dass es uns fast erstickt. Wir sehen den Reiz in so vielen Hobbies, dass wir sie am liebsten alle gleichzeitig anfangen würden – und zumindest ausprobieren ist oft drin. Und dann entwickelt sich eine heiße, innige Liebe, welche dann jedoch häufig nur von kurzer Dauer ist. Die Gründe dafür sind oftmals dieselben, die uns überhaupt erst dazu gebracht haben, eine neue Tätigkeit, eine neue Idee anzugehen: wir betrachten sie von allen Seiten und sehen dadurch nicht nur potentielle Errungenschaften, sondern auch Möglichkeiten zum Scheitern, Makel an der Grundidee an sich und weshalb die Idee vielleicht gar nach hinten losgehen könnte. Mein letzter Blogeintrag ist schon über einen Monat her – das ist vielleicht der einzige Grund, weshalb ihr diesen hier überhaupt lesen werdet: langsam wird es wirklich einfach mal wieder Zeit, ein Lebenszeichen von mir hören zu lassen. Ich habe meinen inneren Kritiker ausgeschaltet, sonst würde er diesen Blogeintrag alleine schon bis hierher komplett zerrissen haben.

Für viele Nicht-NPs, vor allem für Sensoriker treffen wir mit dieser Problematik häufig auf wenig Verständnis: „Ja, wenn du eine gute Idee hast, dann mach doch einfach, anstatt bloß den ganzen Abend davon zu reden!“, heißt es zunächst, oder, wenn man sich besser kennt: „Wie wäre es, wenn du erst einmal den Plan, den du zuvor hattest durchziehst, bevor du dich auf einen neuen einlässt?“

Und diese konstruktive Kritiken sind beide durchaus berechtigt, aber so einfach ist es nicht. Ich wurde mittlerweile beispielsweise schon so häufig auf meinen Blogroman „Topophobie“ angesprochen und angeschrieben, warum, ich denn nicht weitermachen würde. Warum tue ich es nicht? Weil ich festgestellt habe, dass ich mich total in Nebenplots verrannt habe, das retardierende Moment zu schwach wäre, in dem Sinne, dass die meisten, wenn nicht alle Leser, dieses nicht als einen Wendepunkt wahrnehmen würden und ich schon zu viel Inhalt habe, den ich umschreiben müsste, um das Werk noch zu retten. Sprich: unter meiner Anleitung würde BER oder Stuttgart 21 nie fertig gebaut werden, sondern ich würde die Baustelle einfach verlassen, so, wie sie ist. Und jetzt kommt der springende Punkt: ich würde zu einer neuen Baustelle gehen, dort ein neues Projekt anfangen und die Fehler, die ich zuvor gemacht habe, nicht ein zweites Mal begehen. Dafür Neue. Und dieses Projekt höchstwahrscheinlich wieder verlassen. Und jetzt kommt meine steile Behauptung, was der Grund dafür ist: weil NPs sogar noch anspruchsvoller sind als NJs, die als Perfektionisten so berühmt-berüchtigt sind. Wir NPs sind noch viel schlimmer. Wir verlassen das Boot, noch bevor es überhaupt sinkt, weil es sinken könnte und machen uns an die Arbeit, ein neues zu bauen. Und am Ende sorgt unser Perfektionismus oft genug dafür, dass wir nicht einmal in See stechen.

Das ist dann natürlich enorm schade. Aber hier kommt der springende Punkt: früher oder später ist unser Schiff dann doch fertig. Und dann sind wir stolz darauf und finden keinen (für uns) nennenswerten Makel mehr daran. Wir haben ein wahres Meisterwerk geschaffen, weil wir uns nicht an einer Idee festgeklammert haben, sondern aus jeder nur das Beste behalten und am Ende eine furchterregende Schimäre glänzende Neuheit kreiert haben. NJs haben eine Vision und verfolgen sie bis zum Ende durch.

Jetzt wäre hier nur zu kritisieren, dass „früher oder später“ eigentlich immer „später“ heißt. Ein Problem: wenn wir Ideen mit Liebschaften vergleichen, wie oben, dann könnte man sagen, dass NPs wie draufgängerische Casanovas sind, die sich aber eigentlich nach der wahren Liebe sehnen. Wir lassen uns auf eine Liebschaft nach der anderen ein, hüpfen von Bett zu Bett, wieder zurück zu alten Affären und dann machen wir wieder eine neue, verführerische Bekanntschaft. Während dessen hat ein NJ bereits geheiratet und vier Kinder bekommen.

Und hier kommt eine weitere Komponente hinzu: man kann nur ein „draufgängerischer Casanova“ sein, wenn man sich nicht in seiner Wohnung einsperrt. Und zumindest ideentechnisch tun wir NPs das auch nicht: wir konsumieren Medien in der Regel wie Wasser. Bücher, Filme, Gemälde, Serien, Musik, Spiele – all das inspiriert uns. Und auf unserer Suche nach Inspiration verschlingen wir alles, was uns dabei helfen könnte. Demnach eignen wir uns auch eine regelrechte Bibliothek (unser kleines introvertiertes Empfinden lässt grüßen) an Erfahrungen an – und früher oder später meinen wir auch beurteilen zu können, welcher Film objektiv schlecht sei, warum der Plot eines Romans schlecht aufgebaut ist, warum bestimmte Seriencharaktere uninteressant sind, welche Spielmechaniken langweilig, welche Farben uninspiriert und welche Musik „weichgespülter Mainstreampop“. Schon mal ein Gespräch mit einer Person gehabt, die eure Lieblingsserie zerrissen hat und ihr wolltet nicht mehr weiter sprechen – und zwar, weil sie recht hatte und euch damit den Spaß daran genommen hätte, hättet ihr das Gespräch nicht abgebrochen? Wir NPs mögen tolerant gegenüber Menschen sein – aber wir sind das nicht gegenüber Ideen. Da können die Fetzen fliegen – ohne, dass wir die Absicht haben, dabei jemals persönlich zu werden.

Und nun ein schönes Bild zum Abschluss: stellt euch vor, ein gefürchteter Filmkritiker, der schon hunderte Filme mit seinen Rezensionen zerrissen hat und überall ein Haar in der Suppe findet, wagt sich auf einmal selbst an die Regie. Das sind wir. Und wir zittern wie Espenlaub.

Advertisements

Was Christen von der Band „A Perfect Circle“ lernen können

Ich muss das Album der Band, das heute erschienen ist – und ganz besonders ein Lied, das schon vor einigen Wochen als Single ausgekoppelt wurde unbedingt etwas promoten. „A Perfect Circle“ erfreut sich in Deutschland nicht unbedingt all zu großer Bekanntheit, dabei sollte die Band meiner Meinung nach zumindest jeder schon mal gehört haben.

Man muss ja nicht gleich Fan werden – mir ist bewusst, dass die sehr zynischen Texte nicht jedermanns Sache sind, aber manche Passagen sprechen mir einfach so sehr aus der Seele, dass ich sie am liebsten an die Kirchentüre nageln würde, wie es Luther damals (NICHT) getan hat.

Das Lied „TalkTalk“ deckt – zumindest in meinen Augen – besonders treffend auf, was in unserem angeblich „christlich geprägten Abendland“ so heftig schief läuft. Beziehungsweise nicht läuft.

„You’re waiting on miracles – we’re bleeding out“

Mit diesen Textzeilen beginnt das Lied. Und das ist auf so viele Weisen wahr. Man muss es nicht einmal auf uns Christen beschränken, denn es spricht allgemein für unsere westliche Geisteshaltung im Angesicht der globalen Konflikte, mit denen wir es zu tun haben. Fluchtursachen entstehen nicht ohne Weiteres. Kriege passieren nicht einfach so. Und unser Planet wird ausgeschlachtet und vergewaltigt, als hätten wir noch eine Extrapackung „Erde“ auf Vorrat. All das wird durch Menschen verursacht – und kann nur durch Menschen verhindert werden. Wir wissen das, aber irgendwie tun wir kaum etwas dagegen. Stattdessen warten wir auf Wunder. Oder „unrealistische Zufälle“, wenn wir uns dem Wortschatz eines Atheisten bedienen. Und während wir warten, verbluten Menschen, verblutet die Erde. Metaphorisch und wörtlich gleichermaßen.

Dann geht es mit einer Aussage weiter, die es in sich hat:

„Thoughts and prayers – adorable. Like cake in a crisis. We’re bleeding out.“

So albern der Vergleich ist, so treffend ist er. Wie müde bin ich es, von Politikern die Worte „Wir sind gedanklich und in unseren Gebeten bei den Opfern“ zu hören. Man denke nur an Amerika und die dortigen Waffengesetze in Anbetracht der Waffengewalt, die auch vor Kindern nicht anhält. Wenn wir den Opfern von Krieg und Armut nur unsere Gedanken und Gebete schicken, aber selbst nicht dazu bereit sind, etwas zu tun, dann ist das so hilfreich, wie Kuchen während einer Krise. Hier werden bestimmt die ersten meiner Glaubensgeschwister aufschreien: „Wie kannst du die Macht des Gebetes so herabspielen? Elender Ketzer!“ – bevor man sich jetzt in solche Gedanken verstrickt, erstmal eine Gegenfrage: wenn du für etwas oder jemanden betest, gleichzeitig dazu in der Lage bist, auch deinen eigenen Teil dazu beizutragen, es aber nicht tust – meinst du das Gebet dann wirklich ernst? Und glaubst du, dass ein nicht ernst gemeintes Gebet tatsächlich irgendwelche Wirkungen hat? Nein? Ich auch nicht.

Im Pre-Chorus heißt es: „While you deliberate, bodies accumulate“, was die Strophe eigentlich gut zusammenfasst. Auf den Punkt gebracht und zugespitzt wird die Aussage dann im Refrain:

„Sit and talk like Jesus – try walking like Jesus.“

Das Lied nimmt hier Bezug zu jenen, die ständig einen auf ach so heilig machen, Jesus ganz toll zitieren können, aber erst dazu aufgefordert werden müssen, ihren Worten tatsächlich selbst Folge zu leisten. Jesus hat nicht einfach nur gesprochen. Jesus hat tatsächlich Dinge getan. Es reicht eben nicht, auf der Kanzel große Reden zu schwingen, beziehungsweise diese brav abzunicken. Es reicht nicht jeden Tag seine Stille Zeit zu halten, zu beten, aber dann wie jeder andere Mensch sonst zu leben. Ja – es reicht, das Opfer von Jesus anzunehmen, um deine Seele zu retten. Daran glaube ich auch. Aber das alleine reicht nicht aus, um diese Welt zu einer besseren zu machen. Und wenn wir uns schon „Christ“ an unsere Stirn schreiben, dann sollten wir uns auch der Aufgabe bewusst sein, die Gott uns gegeben hat: verantwortungsvoll miteinander und mit der Erde umzugehen. Und dazu gehören auch Taten.

In diesem Sinne:

„Talk talk talk talk – Get the fuck out of my way!“

Wenn du einfach nur zu denjenigen gehörst, die nur daherreden, aber zu bequem sind, tatsächlich etwas zu tun, dann verschwende meine Zeit nicht weiter.

In der Bridge – wenn man sie so nennen mag – wird eine Aufforderung mehrmals wiederholt:

„Dont be the problem, be the solution.“

sowie

„Talk without works is faith without works is dead“

Ein berühmtes Zitat von Gandhi lautet: „You must be the change you want to see in the world“.  Während Gandhi das Individuum in seinem Zitat erstmal als neutral darstellt, geht die Aussage des Liedes einen Schritt weiter: man kann durchaus selbst zum Problem gehören. Nichtstun bedeutet nicht zwangsläufig, die Rechnung nicht negativ zu beeinträchtigen. Schauen wir uns das Thema Umweltschutz an, um uns zu vergegenwärtigen, wie absurd unsere Lage ist. Wir sind die mit Abstand einfallsreichste und intelligenteste Spezies, die unseren Planeten bewohnt. Wieso bekommen wir es nicht auf die Reihe, den Schaden, den wir auf ihm anrichten, zumindest zu reduzieren?

Meine Frau und ich haben lange nachgedacht, wie verantwortlich es ist, ein Kind in die Welt zu setzen. Nicht nur, was das Kind angeht, das sich ja nicht selbst dazu entscheidet, geboren zu werden. Sondern auch, ob das Kind nun zum Guten oder zum Schlechten auf dieser Welt beiträgt – wir tragen als Eltern sicherlich unseren Teil dazu bei, aber diese Verantwortung überspannt sich nicht über alle Entscheidungen unseres Sohnes. Letztlich waren wir – auch, wenn es gegen die Statisik spricht – optimistisch und hoffen nun darauf, dass wir ihm ein gutes Vorbild sein werden, wenn es darum geht, ein Teil der Lösung zu sein.

Ich bin ernsthaft der Meinung, dass Glaube ohne Taten ein toter, sprich unechter Glaube ist. Die Frage ist natürlich, was jetzt unter der „Tat“ verstanden wird. Mir wurde damals ein Bild eingetrichtert, dass ein Christ, der „gute Taten“ vollbringt, anderen Menschen ganz nach dem Bild der Evangelikalen seinen Glauben näher bringt. Gewiss, als Christ bin ich der Überzeugung, dass die Weiterverbreitung des Evangeliums etwas Wichtiges ist. Aber war es das dann? Und darüber hinaus – nicht jeder ist dafür geeignet, sich auf die Straße zu stellen, Reden zu halten und locker fremde Menschen auf ihren Glauben anzusprechen. Ich habe auch schon Leute erlebt, die das auf äußerst abschreckende Art und Weise getan haben. Außerdem, wie glaubwürdig ist man, wenn man fleißig Jugendarbeit leistet, aber seinen Kindern Produkte kauft, die aus Kinderarbeit stammen? Wie ernst kann man jemanden nehmen, der auf der Straße für Heilung betet, aber Fleisch aus der Massentierhaltung kauft, das mit Antibiotika vollgepumpt ist?

In „TalkTalk“ wird die Antwort, was denn nun in der Tat verstanden wird, im abschließenden Refrain angedeutet:

„Sit and talk like Jesus – try walking like Jesus. Try braving the rain. Try Lifting the Stone. Try Extending a hand. Try walking your talk or get the fuck out of my way.“

Sich ein Beispiel an Jesus nehmen. Er kam nicht nur auf die Erde, um wegen unserer Sünde zu sterben, sondern auch, um uns ein Vorbild zu sein. Und was tat Jesus? Er kümmerte sich um die Ausgestoßenen der Gesellschaft. Um die Armen, Kranken und Schwachen. Während wir Christen häufig in unseren vergleichsmäßigen Palästen wohnen und uns schon schwer damit tun, überhaupt einen Zehnt zu spenden – etwas, was nebenher bemerkt nicht aktiv getan wird, sondern nur verrechnet wird. Machen wir uns doch mal bewusst, wer in Deutschland zu den Ausgestoßenen, Armen, Kranken und Schwachen der Gesellschaft gehört. Jesus würde mit den Flüchtlingen und den „Harzern“ abhängen. Vielleicht lehne ich mich damit für einige weit aus dem Fenster, aber ich bin mir ziemlich sicher, er würde sich für die Rechte der Frauen einsetzen, gegen Kinderarmut- und arbeit, gegen die Unterbezahlung von Pflegepersonal und denjenigen, die Verantwortlich für die Kinderbetreuung- und Erziehung sind.

„Ich bin Christ, ich will mit Politik nichts zu tun haben.“

Tut mir leid, aber du bist mit allem, was du tust, politisch. Alleine, mit welchem Klopapier du dir deinen Hintern abwischst, ist ein politisches Statement. Du liest die Bibel? Ein politisches Statement. Du bist gegen den Verbot religiöser Schriften oder zumindest dieser einen.  Jesus war enorm politisch. Die Politiker legten sich ja letztlich mit ihm an. Ein Politiker verurteilte ihn zu Tode. Den Spruch, du seist unpolitisch kannst du dir also gleich mal streichen. Du bist politisch. Ob du etwas tust oder nicht. Und wenn du Jesus nachfolgen willst, also versuchst, „wie er zu gehen“, dann strecke deine Hand nicht nur nach dem Geld aus, sondern auch nach denjenigen, die deine Hilfe benötigen.

Ja, anstrengend. Das Album heißt nicht umsonst „Eat the Elephant“.

Meine Top 10 Albenempfehlungen

Da sich Weihnachten nähert, der ein oder andere vielleicht noch ein Geschenk braucht und ich mich selbst und meinen Musikgeschmack für viel zu wichtig halte, habe ich mir überlegt, meine 10 Lieblingsalben zu präsentieren.

Da sich mein Musikgeschmack nicht nur auf ein Genre beschränkt, dürfte für Viele etwas dabei sein, aber ich mache keinen Hehl daraus: am liebsten höre ich Progressive Rock, dementsprechend gibt es hier ein paar Alben mehr als in anderen Genres. Eigentlich stimmt „Lieblingsalben“ auch nicht, der Diversität (und um es unter 10 zu halten) zu Liebe, habe ich einige Alben, die ich eigentlich auch zu meinen Lieblingsalben zählen würde nicht genannt. Es handelt sich größtenteils um Künstler, die der breiten Masse eher unbekannt sind, zumindest hier in Deutschland. Nicht im Sinne von „seltsame, avantgardistische Musik“, mit denen nur Fanatiker etwas anfangen können, sondern Musik, die eben erfrischend anders oder schlicht und ergreifend unentdeckt ist.

Also hört zumindest mal rein, lasst mich wissen, wenn euch etwas gefällt, was ihr zuvor nicht gekannt habt, mich würde es freuen, wenn die vier Stunden Schreibarbeit tatsächlich auch jemandem helfen konnten.

Die Reihenfolge hat übrigens gar nichts zu sagen.

Ich habe außerdem festgestellt, dass fast alle Alben aus den 2000’er-Jahren sind. Wenn jemand anhand meines Musikgeschmacks Empfehlungen an mich hat, die vielleicht auch aus anderen Dekaden stammen, bitte her damit, ich würde mich sehr freuen!

Continue reading „Meine Top 10 Albenempfehlungen“

Jetzt macht der Kerl auch noch Musik…

Eigentlich müsste es ja andersherum heißen, „jetzt schreibt der Kerl auch noch in seinem Blog“, Musiker war ich ja schon die ganze Zeit über.
Ich weiß nicht, ob es jemanden interessiert, aber hier sind ein paar meiner komponierten Werke:

Vielleicht findet ihr beim Hören ja ein bisschen Inspiration zum Schreiben!
Ich freue mich über konstruktive Kritik genauso sehr wie über Lob und Anregungen.
Mit der Zeit wird mehr kommen, hab mir als Weihnachtsgeschenk ein paar nette Soundbibliotheken gekauft, die mich momentan enorm zum Komponieren motivieren.

Topophobie – Idiotie ist relativ

Als ich aufwachte, lag Manni mit ausgestreckten Armen neben mir im Bett, ich wäre beinahe von der Kante gefallen. Starrsinniger Idiot. Ich wusste, ich habe gestern keine Glanzleistung vollbracht, aber man kann mich doch wenigstens in Ruhe schlafen lassen. Ich schob Mannis Arm von meinem Bauch, stand auf und rieb mir die Augen. Ich fühlte mich, als hätte ich einen Mordskater, aber das lag wahrscheinlich an der abgestandenen Luft im Hotelzimmer und den daraus resultierenden Kopfschmerzen. Die anderen schienen dem Schnarchen zufolge auch noch zu schlafen – da ich nichts Besseres zu tun hatte und mein Magen knurrte, zog ich mich an und ging hinunter in den Speisesaal, um zu schauen, ob etwas zum Frühstück angeboten werden würde. Ich hatte mich gar nicht erkundigt, ob wir auch etwas zu Essen bekommen würden, also ging ich einfach auf gut Glück. An der Kuckucksuhr, die im Treppenhaus hing, konnte ich erkennen, dass es bereits 10:30 Uhr war, aber offensichtlich war das Frühstücksbuffet immer noch offen, als ich den geräumigen, immer noch gut gefüllten Speisesaal betrat. Als ich zu meinem Erstaunen Lukas alleine an einem Tisch sitzen sah, vor ihm ein halb verzehrtes Brötchen, eine Schüssel Müsli, zwei Gläser Saft und ein Croissant, nahm ich das einfach als Bestätigung, dass ich mich auch bedienen durfte. Als ich meinen Teller und die Teetasse gefüllt hatte, sah ich mich nach einem Platz um. Ich wusste nicht, ob es Lukas Recht wäre, wenn ich mich zu ihm setzen würde, also schlenderte ich einfach an ihm vorbei, tat so, als würde ich ihn nicht sehen und verzweifelt nach einem Sitzplatz suchen, obwohl es auch noch andere Tische mit unbesetzten Stühlen gab.

Ein Mann, ebenfalls auf der Suche nach einem Platz kam mir etwas zuvor und wollte sich zu Lukas setzen, der ihn daraufhin scharf anfuhr: „Hey, was soll das? Das ist mein Tisch!“
„Oh, Verzeihung, er sah so frei aus…“
„Und das ist auch gut so. Machen sie sich vom Acker.“
Gut, soviel dazu. Ich bewegte mich weiter.
„Hey, du da, Nat oder so, setz dich ruhig.“
Ich drehte mich um und versuchte, ein erstauntes Gesicht aufzusetzen.
„Oh – hey, Lukas! Eh… auch schon wach, wie?“
„Ein ganz Schneller, was?“
Ich setzte mich, beäugte ihn dabei skeptisch.
„Naja“, fuhr er fort. „Wenigstens kannst du Spielen, das muss man dir lassen.“
„Findest du?“, fragte ich verunsichert. Er sah mich genervt an, schwieg einen Augenblick, schüttelte dann den Kopf.
„Wenn ich etwas nicht leiden kann, dann ist das Fishing for Compliments. Entweder du bist gut oder nicht, fertig. Musst du daraus unbedingt eine Show machen?“
Er meinte das tatsächlich ernst! Ich lächelte und nickte heftig.
„Ja, du hast Recht, sorry. War eine überflüssige Frage. Du hast gestern auch gut gespielt, übrigens!“
„Mhm.“

Lukas schob sich das Crossaint in den Mund und schüttete den Orangensaft in seine Müslischüssel.
„Schmeckt das?“
Er kaute fertig, was eine Weile dauern würde, weshalb ich auch meinen ersten Bissen nahm.
„Soll ich Wasser dazugeben oder was?“, fragte er.
„Naja, es hat hier auch Milch…“
„Ich trinke keine Milch!“, rief er, so laut, dass es der ganze Saal hören konnte.
„Milchtrinker unterstützen das kapitalistische Schweinesystem!“
Ich schob vorsichtig meinen Joghurtbecher hinter die Blumenvase, die zwischen uns stand. Ein paar Leute drehten sich empört zu uns um.
„Ja, guckt nur, ihr fleischfressenden, Milch saufenden Steinzeitmenschen! Wegen euch verschwenderischen Pennern geht die Welt an den Arsch!“
Die Hotelwirtin kam eilig an unseren Tisch und lehnte sich zu Lukas vor.
„Bitte! Unterlassen sie das oder ich bin gezwungen, sie hinauszuwerfen!“
„Jaja“, maulte Lukas wieder leiser und konzentrierte sich dann auf seine Müslischale. Die Hotelwirtin bedachte auch mich mit einem mahnenden Blick, woraufhin ich unschuldig mit den Schultern zuckte und sie sich wieder zurück in die Küche begab.
„Ich… wusste gar nicht, dass du so eine sensible Seite hast“, meinte ich.
„Ich bin nicht sensibel“, schnauzte mich Lukas an. „Menschen sind nur Arschlöcher. Vor allem diejenigen, die viel Geld haben. Also die meisten Leute, die auf unsere Konzerte kommen.“
„Warum spielst du dann vor ihnen?“
„Weil ich Jazz selber mag und das der einzige gottverdammte Weg für mich ist, irgendetwas zu tun, was mir halbwegs Spaß macht und davon leben zu können.“
Meine Mundwinkel zuckten etwas, als ich versuchte, mir ein Lächeln zu verkneifen. Ich hätte nicht geglaubt, dass wir beide uns in mancher Hinsicht so ähnlich wären.
„Noch nie daran gedacht, etwas anderes zu machen?“
„Was denn? Schlagzeuglehrer? Studiomusiker? Bleibt doch das selbe Klientel.“
„Naja, vielleicht etwas, was nicht mit Musik zu tun hat.“
Er sah mich entgeistert an, als hätte ich gerade behauptet, Lars Ulrich sei ein guter Drummer.
„Was? Ich kann ohne Musik nicht leben!“
„Du kannst doch immer noch für dich musizieren, warum…“
„Vergiss es! Ich kann doch nichts anderes!“
„Es ist doch nicht zu spät, auch etwas anderes zu lernen, oder? Wenn es dich nicht glücklich macht?“
„Ich habe meinen Frieden damit geschlossen, dass ich den Feind unterhalte, um selbst am Leben bleiben zu können.“
Ich schmunzelte und sah nachdenklich zur Seite.
„Mit Protestmusik verdient man kein Geld“, meckerte Lukas. „Die Leute wollen das doch gar nicht hören.“

„Was ist mit deiner Band? Als Unterstützer des kapitalistischen Schweinesystems müsstest du uns doch eigentlich auch hassen oder?“
Lukas sah mich eine kurze Weile an und nahm dann einen Löffel Orangensaft-Müsli.
„Ihr seid Idioten“, antwortete er schließlich. „Manni ist ein unreflektierter Schwachkopf. Richard ein selbstverliebter, eitler Pfau, Tillmann markiert einen auf harter Kerl, um zu verbergen, dass er sich die ganze Zeit über aus Angst vor Veränderungen in die Hose scheißt. Und du hast keine Ahnung was du willst und bist ein kleiner Schisser.“
„Ich… schätze es, wenn man ehrlich mit mir ist“, würgte ich heraus und lief rot an. Weniger aus Zorn über die dreiste Bemerkung, sondern über ihren Wahrheitsgehalt und die Tatsache, dass man das so leicht merken konnte. Lukas ignorierte meine Wertschätzung.
„Aber es gibt noch viel größere Idioten als euch, im Vergleich ist es also immer noch angenehmer mit euch abzuhängen, als mit jemand anderem. Nimm das als Kompliment.“
„Tue ich… wissen die anderen, dass du so über sie denkst?“
„Klar, alle außer Richard, er denkt, ich würde ihn lieben.“
„Und sie haben kein Problem damit?“
„Keine Ahnung. Interessiert mich nicht. Die Band funktioniert doch trotzdem, oder?“
Etwas brummte und Lukas kramte sein Smartphone aus der Hosentasche.
„Arschloch…“, knurrte er und stand auf.
„Was ist?“
„Ich muss fremde Leute im Internet beleidigen, die nicht mit mir einer Meinung sind. Der hier hat mir doch tatsächlich widersprochen. Bis später, wird ein guter Gig heute Abend.“
„Bis später…“

Ich wunderte mich darüber, wie schnell einem Menschen sympathisch werden konnten. Als sich Lukas entfernt hatte, zog ich die Jogurtschüssel wieder zu mir und beendete mein Kapitalismus-unterstützendes Frühstück. Ja, es wird ein guter Gig, heute Abend, dachte ich mir. Die Anspannung war wie weggeblasen. Es wäre mir allerdings ohnehin egal gewesen, denn ich beschloss, dass der kommende Auftritt mein letzter mit den Major Five werden würde. Ich hoffte nur, dass mir ein guter Grund einfallen würde, den auch die anderen verstehen würden.

Topophobie – Der lächelnde Tanzbär

Auf einmal machte es „Klick“ und die Show ging los. Das ist wie, wenn man den Fehler gemacht hat, sich in die Achterbahn zu trauen, vor der man am meisten Angst hat: Die Sicherheitsbügel drücken dich an deinen Sitz und die Fahrt geht los. Es gibt kein zurück, auch, wenn du wieder aussteigen willst. Es geht nicht. Du kannst dich nicht einmal umdrehen. Die Zeit wird immer abstrakter: zunächst kommt es dir alles wie eine Ewigkeit vor, danach rast die Situation an dir vorbei und eigentlich ist alles, was du wahrnimmst nur noch die Aufregung. Das Adrenalin, das durch deinen Körper pumpt lässt dich vergessen, wie es sich überhaupt anfühlt, auf festem Boden zu stehen. Man möchte schreien, aber es funktioniert nicht. Die Kehle ist wie zugeschnürt. Schweiß tritt aus. Alles verkrampft.

Ich stand neben mir. Sah zu, wie die Finger über die Tastatur huschten, zitternd, unkontrolliert, mit feinen, winzigen Schweißtropfen. Nathan, der Neue. Der begabte Musiker. Ich beneidete ihn. Schon immer wurde ihm zugesprochen, er hätte eine große Begabung. Er sei etwas ganz Besonderes. So talentiert. Für Großes Vorbestimmt. Hm. Hat er sich da gerade verspielt? Es konnte doch nicht sein, dass sich dieser grandiose Pianist mit seinen Zauberhänden gerade einen Fehler erlaubt hat. Dieses Wort – „Fehler“, es dürfte ihm ja überhaupt ein Fremdwort sein. Nein, nein, Nathan, deiner einer verspielt sich nicht. Spiel weiter. Lass dich nicht von russischen Wunderkindern und internationalen Berühmtheiten einschüchtern. Du gehörst dazu. Das hat man ja damals auch immer gesagt. Halte diese Finger in Bewegung. Ich fragte mich, was wohl passieren würde, wenn sie auf einmal damit aufhören? So ein schnelles Lied… und das Klavier klingt dabei so voll und tragend. So verantwortungsvoll, dieses Lied als Pianist zu begleiten, nicht wahr? Was wäre nur, wenn…

Continue reading „Topophobie – Der lächelnde Tanzbär“

Topophobie – Immer in die Augen schauen

Als die erste Band anfing zu spielen, war das Büffet zwar eröffnet, aber mein Magen fühlte sich so verschlossen an, dass ich es, aus Angst, mich auf der Bühne übergeben zu müssen, nicht einmal anrührte. Die erste Combo bestand aus einer Sängerin, begleitet von Schlagzeug, Kontrabass und Klavier. Und der Pianist verstand etwas von seinem Handwerk. Mir ging der Gedanke durch den Kopf, ihn nach dem Auftritt einfach zu fragen, ob er meinen Part des heutigen Abends einfach übernehmen könne, aber so verkrampft, wie ich gerade an einem der vielen rundlichen Tische saß, merkte ich, dass ich erstmal damit zu kämpfen haben würde, überhaupt aufzustehen. Ich sah mich um und versuchte, anhand der Gesichtsausdrücke im Publikum zu analysieren, was es von der Band hielt. Einige unterhielten sich leise, andere sahen mit gleichgültigem Gesichtsausdruck zu Band, während andere dabei wiederum ein leises Lächeln auf den Lippen hatten. Gefiel es ihnen? Oder schmunzelten sie über die Band, weil sie sie für Amateure hielten? Nach meinem Standard bestand das Quartett keinesfalls aus Amateuren, aber wer wusste schon, was dieses Publikum so gewöhnt war? Und wenn es diesen Pianisten schon für einen Amateur hielt, was…

Continue reading „Topophobie – Immer in die Augen schauen“

INTP – Der Grübler

 

Allgemeine Beschreibung & Klischees

Nerd, Innovator, zerstreuter Professor, Philosoph, realitätsferner Theoretiker, Gedankenarchitekt und Internetjunkie. In meiner Serie über die Typen ist der INTP tatsächlich ein ziemlich besonderer Typ. Nicht, weil er an sich wichtiger oder generell besonderer als alle anderen ist, sondern, weil ich selbst diesem Typen angehöre. Ich habe mir ja überlegt, ob ich das komplett geheim halten soll, aber eigentlich würde das meiner Philosophie komplett widersprechen, dass die Typologie dabei helfen soll, dass wir uns gegenseitig besser verstehen. Deshalb: ICH BIN EIN INTP! Und das ist auch voll okay!

So, eines vorneweg: der Post ist länger als die über die anderen Typen. Warum ist das so? Nun, einfach, weil ich diesen Typen am besten kenne und daher am meisten darüber schreiben kann. Könnte ich über andere Typen nicht noch mehr schreiben? Ja, das könnte ich. Aber ich glaube, dann wären die Beiträge zu lang. Aber dieses eine Mal will ich zeigen, wie detailliert eine Typenanalyse sein kann. Und welcher Typ bietet sich dafür besser an, als der eigene? Ich habe mir dafür auch einige externe Quellen zu Hilfe gezogen, um einfach noch weitere Facetten einzublenden. Aber das mache ich ja bei dem Thema allgemein. Also, bevor ich hier die Lorbeeren dafür einheimse, wie detailliert und komplex das alles ist, will ich nochmal erwähnen: diese ganzen Theorien stammen (leider) nicht von mir!

Ich hoffe, dass sich in kommender Zeit ein weiterer INTP hierher verirrt und dann mit Capslock bezeugen kann: „JA MANN! DAS BIN SOWAS VON ICH!“ – um zu beweisen, dass das nicht einfach nur eine Beschreibung von mir selbst ist, sondern tatsächlich allgemeingültig auf INTPs, so sauer das auch einigen Personen aufstoßen mag. Glaubt mir. Bei all den Details, die ich hier auffahren werde, ist immer noch so unendlich viel Platz für Individualität vorhanden, das ist kein böses Schubladendenken. Selbst, wenn ihr nicht viel von dem ganzen Typologie-Zeug haltet – für die Fiktionsschreiber unter euch, ihr könnt diese Konzepte auch einfach als Inspiration für Charakterkonzepte benutzen. Oder aber, vielleicht findet ihr auch einfach nur den Autor dieses Blogs interessant und wollt mehr über ihn und seine narzisstischen Züge wissen. Okay, es wird Zeit, anzufangen.

Continue reading „INTP – Der Grübler“

Blogstöckchen – „Just for fun, Nix ernstes…“

So. Da wurde ich ja glatt nochmal nominiert! So ein Ding! Von GrandGamesHologram dieses Mal, ein fettes Dankeschön dafür! Auch… wenn ich nicht genau weiß wofür…? Aber ich fühle mich sehr geehrt! Und GGH meinte ja auch: „Just for fun, Nix ernstes…“. Und es heißt ja so schön: der Mensch spricht am liebsten über sich. Da ich hier ausnahmsweise keine Ausnahme der Regel bin, warum also nicht? Ich hoffe, dass es tatsächlich auch jemand interessiert, sonst wirke ich am Ende tatsächlich noch, wie ein narzisstischer Trottel…

Naja. Dass es nicht komplett wie ein alberner Zeitvertreib aussieht, nochmal kurz Werbung für GrandGamesHologram, denn eigentlich sollten solche Nominierungen ja dabei helfen, tendenziell unbekanntere Blogger etwas bekannter zu machen: schaut auf jeden Fall mal rein, wenn ihr euch gerne über Computerspiele unterhaltet. Er bietet da eine sehr schöne Plattform für, ich bin dort auch regelmäßig anzutreffen.

Continue reading „Blogstöckchen – „Just for fun, Nix ernstes…““

ISFP – Der Künstler

Allgemeine Beschreibung & Klischees
Naturliebhaber/Baumschmuser, Freigeister/Nonkonfirmisten und Künstler/Emo-Hipster. Das sind nur einige der Klischees, die man mit dem ISFP-Typen oft in Verbindung bringt. Der ISFP-Persönlichkeitstyp besteht in folgender Reihenfolge aus den Funktionen Introvertiertes Fühlen, Extrovertiertes Empfinden, Introvertierte Intuition und Extrovertiertes Denken.
Man kann hier auch schon einige Hinweise finden, weshalb die Klischees existieren: Gefühlvolle, selbstinvolvierte Träumer, die gleichzeitig sehr tatenfreudig sind. Man kann hier schon vermuten, dass sich ein ISFP sehr über seine Hobbies identifiziert, da besagte Hobbies dabei helfen, sich selbst in der Welt wieder zu finden und zu verwirklichen – darum auch meine Bezeichnung als „Künstler“.An alle ISFPs: ich hoffe, ihr hört hier nicht schon nickend auf zu lesen, jetzt geht es mit der Analyse nämlich erst richtig los!

Continue reading „ISFP – Der Künstler“