Meine Top 10 Albenempfehlungen

Da sich Weihnachten nähert, der ein oder andere vielleicht noch ein Geschenk braucht und ich mich selbst und meinen Musikgeschmack für viel zu wichtig halte, habe ich mir überlegt, meine 10 Lieblingsalben zu präsentieren.

Da sich mein Musikgeschmack nicht nur auf ein Genre beschränkt, dürfte für Viele etwas dabei sein, aber ich mache keinen Hehl daraus: am liebsten höre ich Progressive Rock, dementsprechend gibt es hier ein paar Alben mehr als in anderen Genres. Eigentlich stimmt „Lieblingsalben“ auch nicht, der Diversität (und um es unter 10 zu halten) zu Liebe, habe ich einige Alben, die ich eigentlich auch zu meinen Lieblingsalben zählen würde nicht genannt. Es handelt sich größtenteils um Künstler, die der breiten Masse eher unbekannt sind, zumindest hier in Deutschland. Nicht im Sinne von „seltsame, avantgardistische Musik“, mit denen nur Fanatiker etwas anfangen können, sondern Musik, die eben erfrischend anders oder schlicht und ergreifend unentdeckt ist.

Also hört zumindest mal rein, lasst mich wissen, wenn euch etwas gefällt, was ihr zuvor nicht gekannt habt, mich würde es freuen, wenn die vier Stunden Schreibarbeit tatsächlich auch jemandem helfen konnten.

Die Reihenfolge hat übrigens gar nichts zu sagen.

Ich habe außerdem festgestellt, dass fast alle Alben aus den 2000’er-Jahren sind. Wenn jemand anhand meines Musikgeschmacks Empfehlungen an mich hat, die vielleicht auch aus anderen Dekaden stammen, bitte her damit, ich würde mich sehr freuen!

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Topophobie – Kein Eis für Tanja

Der Film war richtig, richtig mies und selbst das IMDb-Rating von Fünf Komma Neun Punkten war noch viel zu gut für diesen billigen Streifen. Er hatte keinen nennenswerten Plot und die Dialoge waren so bescheuert, dass man den Schauspielern ihre Lustlosigkeit schon beinahe verzeihen mochte. Tanja lachte mehrmals trocken auf, wenn irgendwelche Szenen eigentlich hätten dramatisch sein müssen und niemand der anderen elf Kinobesucher beschwerte sich darüber. Einige gingen schon nach der ersten halben Stunde. Zu etwa dieser Zeit begann Nayara die Fehler des Films zu kommentieren, etwas, was normalerweise ich tat. Nur hatte ich zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich mir das nicht erlauben konnte, war ich doch derjenige gewesen, der „unbedingt“ den Film ansehen wollte.

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Topophobie – Nicht so der singende Typ

An der Haltestelle im Herzen Ledringens stieg ich mit meiner Gitarre aus. Nayara hatte glücklicherweise nicht bemerkt, dass ich sie mit mir trug. Ich hatte das schon befürchtet und mir die Ausrede zusammengelegt, dass sie eine Reparatur benötigen würde und ich sie deshalb mit zum Musikladen nahm. Nun konnte ich mir diese Begründung noch für später aufheben. Es war ein schöner, warmer Septembermorgen. Ich schlenderte durch die Altstadt, konnte mir Zeit lassen, da ich mich mit dem alten Rob erst in einer halben Stunde treffen würde und ging bewusst langsam durch die Straßen. Wie schön es hier doch war, wenn man sich die Zeit nahm, die alten, bunten Fachwerkhäuser zu bewundern, die verträumten Gassen, das Kopfsteinpflaster, die altmodischen Straßenlaternen und den Duft von Brötchen, der aus den Bäckereien auf offene Straße strömte. Meine Laune wurde nur wieder etwas getrübt, als ich an einer solchen Bäckerei vorbeiging und einen Blick ins Schaufenster warf. Lauter leckere Köstlichkeiten, doch waren sie alle übertrieben teuer. Ich ging seufzend weiter, musste bei meinem Tempo allerdings aufpassen, nicht von den beschäftigten Menschen, die auf ihrem Weg zur Arbeit waren über den Haufen gerannt zu werden. War ich gestern früh auch noch so? Der Blick stur geradeaus, die Gedanken nur auf die Arbeit, die anstand fixiert? Schwer vorstellbar. Ich hatte es nie eilig, den vermaledeiten Laden zu betreten. Der Besitzer, Herr Kettner hat nie ein Problem damit gehabt, dass ich regelmäßig ein paar Minuten zu spät kam. Er hatte nur ein Problem mit dem ganzen Rest, was mich anging. Meine Gedanken schwankten irgendwo zwischen „Er hat ja schon irgendwo Recht gehabt, ich bin nicht der beste Verkäufer“ und „Bin ich froh, nicht mehr in diesem Schuppen arbeiten zu müssen“. Meine Gedanken einigten sich schlussendlich auf „Als mieser Verkäufer bin ich froh, nicht mehr in diesem Schuppen arbeiten zu müssen“, aber irgendwo rief noch eine winzige Stimme, dass ich mich schämen sollte und jetzt in riesigen, finanziellen Schwierigkeiten stecken würde. Nun, aber gegen genau dieses Problem unternahm ich ja gerade etwas.

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