Donnel Drumpf & die Truhe des Bösen (Teil 1)

Kao wischte sich seufzend das Blut von der Klinge. Er hatte ein schlechtes Gewissen, dass es ihm schon fast Spaß gemacht hatte, die Gewerkschafter niederzumähen. Doch irgendwo im Gefecht begann bei ihm stets der Punkt, an dem er sich gehen ließ und die Bedeutung seiner Taten irgendwo in den Hinterkopf seines Meerschweinchenschädels zurückgedrängt wurden, während (etwas weiter vorne im Kopf) plötzlich bunte Clowns zu pulsierender Musik und rot blinkendem Licht „Töten! Töten!“ riefen und dazu atemberaubende Breakdance-Einlagen vollführten. Es war wie mit einer durchzechten Nacht. Zunächst hatte man Spaß, danach war das Gefühl der Reue da und der Mageninhalt war auf dem Boden verteilt. Nur war es nicht Kaos Mageninhalt. Und nicht nur der Inhalt. Er steckte sein Langschwert zurück in die Scheide und wandte sich schweren Herzens von der Fabrik ab.

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Projekt: Vegetarismus (6. Monat)

Der aufmerksame Leser hat vielleicht bemerkt, dass das „Pseudo“ aus dem Pseudo-Vegetarismus mittlerweile verschwunden ist. Nachdem mich Cordula (Hier ihr Blog) dazu angeregt hat, mich mal darüber zu erkundigen, was Fischfang mit unserem Planeten macht und wie grausam man mit den Fischen umgeht (was mir eigentlich schon immer klar war), habe ich auch einfach keine Lust mehr auf Fisch gehabt.

Es tut mir wirklich leid, dass ich nicht schon früher zu diesem Thema weiter geschrieben habe, irgendwo war’s doch auch recht spannend und auch ab und an eine Herausforderung, aber erstens habe ich meistens vergessen darüber zu schreiben und wenn ich gerade mal daran gedacht habe, dann hatte ich entweder keine Zeit oder… ich geb’s zu, oder ich war zu bequem. So, hier aber meine gefühlte Zusammenfassung über das vergangene halbe Jahr (so in etwa) in Bezug auf meine Fleischabstinenz.

Nur soviel vorweg, damit es auch jeder weiß, auch diejenigen, die es eigentlich nicht interessiert und diesen Beitrag nur überfliegen: es war leichter als erwartet.

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Die 16 Typen und typische Berufe (J)

Nachdem jetzt schon mehrere Male die Frage aufkam, welche Berufe denn zu welchem Typ passen, wage ich mich an das zugegebenermaßen sehr ambitionierte Projekt, jedem Persönlichkeitstyp verschiedene Beispiel(!)berufe zuzuordnen, die typisch für sie sind. Mitsamt einer knappen Erklärung, wie ich darauf komme.

Ich will hier noch kurz betonen, dass es sich nicht um eine Empfehlung handelt, dafür bin ich definitiv nicht der richtige Ansprechspartner. Man muss bedenken, dass sich alle Menschen, auch diejenigen, die den gleichen Typ haben, voneinander unterscheiden, andere Hintergründe und Eigenarten haben, so dass es durchaus vorkommen kann, dass sich ein Typ entgegen aller Erwartungen sehr wohl an einem für ihn „untypischen“ Arbeitsplatz fühlt. Ich bin zum Beispiel sehr glücklich mit meinem Job als Musiklehrer, der permanent Umgang mit Mitmenschen erfordert, obwohl das laut meiner Typenbeschreibung als sehr anstrengend und daher ungünstig gilt. Es ist eine Herausforderung, aber nichts woran ich mich persönlich nicht gewöhnen konnte und vor allem etwas, woran ich wachsen konnte und immer noch kann. Wenn also ein INTJ gerne Krankenpfleger oder ein ISFP Philosophiestudent werden will, dann werde ich nicht sagen: „Um Gottes Willen, bloß nicht!“. Ich würde dann auf die Herausforderungen deuten, aber hinterher auch betonen: „Mach dir bewusst, dass es dich auf die Probe stellen wird, aber wenn es dein Traum ist, dann versuch es auf jeden Fall!“

In diesem Falle. Viel Spaß beim Lesen!

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Der Herr der Ringe – Gandalf (INTJ)

INTJs werden, insbesondere, wenn es um fiktive Charaktere geht, gerne die Rollen der fiesen Schurken zugewiesen, die finstere Pläne schmieden, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Um dieses Klischee zu brechen, habe ich mich dazu entschieden, unseren liebsten, pfeiferauchenden Magier als Gegenbeispiel zu verwenden: Gandalf. Egal, ob grau oder weiß, auch, wenn er nach seinem Date mit dem Balrog hier und dort ein wenig anderes drauf ist – selbst eine Reinkarnation spült einen Persönlichkeitstypen offensichtlich nicht fort.

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„Mein INTP funktioniert nicht mehr“ – Warum dieser Persönlichkeitstyp so „socially awkward“ ist

Es liegt nicht daran, dass wir INTPs nicht etwa an anderen Menschen interessiert sind. Wir interessieren uns nur von einem anderen Standpunkt aus, der allerdings von den meisten Mitmenschen nicht wahrgenommen oder falsch verstanden wird. Wir halten uns ungern mit Höflichkeitsformeln und Etikette auf, etwas, was wir eher als lästig und durch und durch als oberflächlich betrachten. Als ich meine Tätigkeit als Musikschullehrer begann, war ich dazu gezwungen, meine Smalltalk-Fähigkeiten zumindest auszubauen und mehr auf soziale Normen zu achten. Daher bin ich jetzt dazu in der Lage, diesen Konfliktpunkt – INTPs und Kommunikation – etwas differenzierter anzugehen.

Ich weiß, ihr liebt alle Beispiele und die folgen auch noch, aber bevor ich welche bringe, werde ich erstmal die grundsätzlichen Schwierigkeiten schildern, die ein INTP im sozialen Umgang hat.

Wir sind Denkertypen und das ganz schön ausgeprägt. Wir sind uns manchmal selbst nicht darüber bewusst, wie wichtig uns Logik ist. Alles muss Sinn ergeben, alles muss erklärbar sein. Wir sind neugierig, wenn wir etwas nicht verstehen, also stellen wir unangenehme Fragen, ohne uns über die emotionalen Konsequenzen, die in der Frage mitschwingen könnten, Gedanken zu machen. Das bedeutet auch umgekehrt, dass wir emotionalen Kontext oft einfach übersehen oder tatsächlich sogar knallhart ignorieren, wenn wir merken, dass unser Gegenüber nicht dazu in der Lage oder im Stande ist, diesen verständlich zu erklären. Wir wollen zum Kern der Sache.

Das heißt nicht, dass wir eiskalte, unempathische Wesen sind! Wenn wir dazu in der Lage sind und wir sehen, dass es auch wirklich sinnvoll ist, helfen wir unseren Mitmenschen gerne, auch, wenn, was uns selbst angeht, allerhöchstens das Gewissen davon profitieren könnte. Aber im „wenn es auch wirklich sinnvoll ist“ liegt der Hase begraben. Wir sind nicht dazu bereit, Anstrengungen auf uns zu nehmen, wenn wir nicht wirklich wissen, wozu eigentlich. Und „Anstrengungen“ sind für uns selbst nette Gesten wie Umarmungen.

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Die Area-of-Effect-Lösung für’s Umarmen: einfach winken!

Weil ich weiß, wie kurz die Aufmerksamkeitsspanne des gemeinen Lesers sein kann, komme ich direkt zum praktischen Beispiel. Damit ihr aber auch wirklich davon etwas habt, bzw. die INTPs in eurem Umfeld, gebe ich unter jedem Beispiel auch noch eine Erklärung, warum sich der INTP wahrscheinlich so, wie im Beispiel verhalten hat.

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Adolf Hitler – INFJ

Dieser Beitrag könnte nun einigen INFJ sauer aufstoßen, weil sie sich in ein schlechtes Licht gerückt fühlen könnten, aber im Grunde genommen ist es nur konsequent, wenn man verdeutlicht bekommt, dass jeder Persönlichkeitstyp auch seine schwarzen Schafe hervorbringt. Ich könnte ja auch darüber schreiben, wie toll Mahatma Gandhi oder Martin Luther King, beide höchstwahrscheinlich INFJs waren, aber ganz ehrlich, zum einen ist es hilfreich, die Funktionen auch in Personen zu erkennen, für die man keine Sympathien übrig hat, zum anderen ist das manchmal – und wie ich finde, auch in diesem Falle – interessanter.

Also. Here we go. Hitler war ein INFJ und hier ist meine Analyse. Wenn jemand nicht zustimmt, bin ich gespannt auf Argumente.

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Samstag ist Upload-Tag!

 

Hallihallo, liebe Abonnenten und Gelegenheits-Vorbeischauer,

Nachdem ich mich jetzt selbst so sehr darüber geärgert habe, dass ich so gut wie gar nichts mehr gepostet habe, lege ich nun fest: Samstag ist Upload-Tag. Ihr lacht bestimmt, weil ich mir so viel vornehme, aber das Wenigste fest einhalte, aber ihr werdet schon sehen. Wenn ich nicht unbedingt im Urlaub bin oder aus sonstigen Gründen keinen Zugang ins Internet habe, dann werde ich jeden Samstag hier, auf meinem Blog etwas posten! Aber eben auch nur samstags. Ihr werdet sehen. Oder auch nicht, wenn ihr das nicht kontrollieren wollt. Dann ist es eben einfach nur eine Disziplins- und Schreibübung für mich ohne weiterem Nutzen. Das Schöne, beim Schreiben ist ja, dass es kein Echo erzeugt, weil der Audienzsaal so leer ist 🙂

„Mein INTP funktioniert nicht mehr“ – Warum dieser Persönlichkeitstyp als faul gilt

Ich wollte unbedingt mal wieder etwas posten, aber habe gerade absolut keinen Nerv für Prosa, daher darf ich euch mit einem weiteren INTP-Artikel beglücken. „Na toll!“, mag nun der ein oder andere sagen. „Ich weiß doch gar nicht mehr wirklich (wenn ich es jemals wusste), was ein INTP ist!“

Kurze Erklärung – ein INTP , das ist einer von 16  Persönlichkeitstypen, zu dem ich mich zähle. Und da es uns leider nur sehr selten gibt und wir zumal eher zurückhaltende Menschen (?) sind, werden wir häufig missverstanden.

Da ich zur Zeit enooorm frustriert darüber bin, wie häufig das passiert und Situationen, die für alle Beteiligten blöd sind vermieden werden könnten, wenn man mich besser verstehen würde, fange ich jetzt einfach mal mit einer Serie „Mein INTP funktioniert nicht mehr“ an. Weil ich sehr egozentrisch bin. Und bevor Vorwürfe kommen – die Situationen könnten natürlich auch vermieden werden, wenn ich andere besser verstehen würde, das ist doch auch klar. Was glaubt ihr, warum ich mich so intensiv mit dem Thema beschäftige?

Also. Zur Titelfrage: warum gelten wir INTPs als faul?

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Was hat Sam in den letzten Wochen eigentlich so gemacht?

Für alle, die’s interessiert: ich habe mich endlich getraut, einen YouTube-Kanal zu erstellen, auf dem ich meine Musik präsentiere, nachdem sich ja eigentlich kaum jemand für SoundCloud interessiert.

Etwas traurig für meinen Blog ist die Tatsache, dass ich mit meinem neuen Kanal innerhalb weniger Tage schon über 70 Abonnenten bekommen habe, während ich bei WordPress seit nem halben Jahr mit etwa 40 Followern rumgurke. Aber keine Sorge, das bedeutet nicht, dass hier nix mehr kommen wird. Ich bin nur gerade faul, was das Schreiben angeht. Echt. Enorm. Faul.

Typologie – Typische Feindbilder

Man müsste ja eigentlich meinen, dass einen Fühlertypen vor allem Denkertypen aufregen, und Empfindertypen gerade Intuitiven gegenüber Unverständnis entgegenbringen.

Der amerikanische Psychologe John Beebe hat die Theorie aufgestellt, dass das jeweils extrovertierte/introvertierte Pendant der ersten Funktion ein gewisses Feindbild in uns weckt. Er nannte es den „Antagonisten“. Ich will auf diese Theorie ein wenig tiefer eingehen und sie von meinem Blickpunkt aus beleuchten.

Man kann den Konflikt zwischen der extrovertierten und der jeweils entsprechenden introvertierten Funktion auch Flügelkampf nennen. Nehmen wir zum Beispiel das Fühlen. Sowohl introvertiert als auch extrovertiert beachtet es vor allem emotionale Komponente und legt Wert auf rücksichtsvollen Umgang miteinander. Nur sind die Mittel, wie man das eigentlich gemeinsame Ziel erreicht eben sehr unterschiedlich.

Dabei kann man grundsätzlich festhalten, dass die introvertierte Funktion der extrovertierten misstraut, sie für vorschnell, unvorsichtig und oberflächlich abtut. So könnte es einen introvertierten Intuierer beispielsweise stören, dass der extrovertierte Intuierer bei einem eigentlich interessanten Gespräch, ständig das Thema wechselt und so verhindert, dass man über ein Thema eingehend und detailliert diskutieren kann. Im Gegensatz dazu empfindet die extrovertierte Funktion die introvertierte als zu träge, überkritisch und pingelig. So stört es einen extrovertierten Denker beispielweise schnell, wenn der introvertierte ihn bei der Auslegung eines Planes ständig unterbricht und auf die Makel hinweist, die in den Augen des extrovertierten Denkers von vollkommen trivialer und irrelevanter Natur sind. Der introvertierte Denker hingegen muss alleine schon gegen das Verlangen ankämpfen, nicht bereits aus Prinzip auf Ungereimtheiten und Verallgemeinerungen hinzuweisen.

Es ist schwer zu hassen, was man nicht versteht, man kann höchstens Angst davor haben oder verwirrt sein. Das Prinzip kennen wir aus der Fiktion. Wenn der Antagonist ein fremdes Wesen aus dem All ist, das nicht mal unsere Sprache spricht oder eine grässliche Geistererscheinung, dann wünschen wir ihm zwar nichts Gutes, aber von Hass zu sprechen, wäre zu viel. Viel mehr hassen wir den tyrannischen Despoten, der seine Macht zu seinem eigenen Wohle ausnutzt und seine Untergebenen missbraucht. Den sadistischen Mörder, der Freude daran hat, seine Opfer zu quälen. Hier finden wir allerdings einen Kontext, für das Handeln, das wir verurteilen, das wir nachvollziehen können. Wir verstünden – rein theoretisch, warum wir so handeln könnten, entscheiden uns aber dagegen. Die Fähigkeit, sich dagegen zu entscheiden sprechen wir auch dem entsprechenden Antagonisten zu und das ist in der Regel die Quelle für wahre Antipathie.

Ich will damit nicht sagen, dass ein Denker etwa nicht dazu in der Lage sei, einen Fühler nachvollziehen zu können, aber diese Tendenz steht ihm nicht so nahe. Wenn ich als INTP höre, dass jemand eine geniale Serie nicht sehen will, weil sie ihn emotional zu sehr aufwirbelt, dann ist es nicht so, dass ich diese Begründung nicht begreife. Ich kann sie nur nicht nachempfinden und daher rechtfertigt der Denkprozess „ich bin eben anders“ die Begründung. Wenn jetzt aber jemand sagt: „Ich mag diese Serie nicht, weil sie sich mit langweiligen Details aufhält und nicht zur Sache kommt“, obwohl ich gerade die Tatsache mag, dass sie nicht oberflächlich ist und sich Zeit lässt, den Plot zu entwickeln, dann gibt es für mich eher einen Grund, Einspruch zu erheben, weil das genau der Punkt ist, weshalb ich sie schätze.

Für alle, die Listen mögen, hier eine Zusammenfassung, welche Typen nach dieser Theorie in der Regel besonders aufpassen müssen, nicht mit dem entsprechend anderen Typ in einen Konflikt zu geraten:

INTP / ISTP mit ENTJ / ESTJ

INFP / ISFP mit ENFJ / ESFJ

INTJ / INFJ mit ENTP / ENFP

ISTJ / ISFJ mit ESTP / ESFP

Das können wir in abgeschwächter Form auch bei unserer zweiten Funktion bemerken. Wenn zum Beispiel ein ESTJ, dessen zweite Funktion introvertiertes Empfinden ist, das grundsätzlich eher zu Vorsicht rät und auf die Erfahrung der Vergangenheit zurückgreifen will, mit einem ESTP zusammenarbeiten muss, dessen primäre Funktion das extrovertierte Empfinden ist, das im Moment lebt, aktiv, risikofreudig und manchmal ungeduldig ist, dann kann das auch schnell zu Konflikten führen.

Wie geht es euch damit? Ich persönlich merke jedenfalls, dass ich als INTP häufiger mit extrovertiertem Denken als mit Fühlertendenzen anecke. Wenn ihr Fragen dazu habt oder mit dieser Aussage nicht ganz einverstanden habt, lasst mich beides wissen!