Game of Thrones – Cersei Lannister (ESFJ)

Nachdem ich hier schon ein erschrockenes „Nie im Leben ist Cersei ein ESFJ!“ gelesen habe, dachte ich mir, ich begründe mal, wie ich zu meiner Vermutung komme. ESFJs werden von vielen Internetcommunities, die hauptsächlich aus Introverten und Intuierern besteht, häufig auch zu unrecht verurteilt und über einen Kamm geschert – man muss sich immer vor Augen halten, dass zwei Personen des selben Persönlichkeitstyps immer noch komplett unterschiedlich sein können, denn auch Generation, Geschlecht, Kultur, Intelligenz und Lebenserfahrung spielen eine große Rolle. Dementsprechend: ja, ESFJs sind nicht immer kuschelfreudige Gastgeber, die dich mit Herzlichkeit geradezu erschlagen und dir jeden Wunsch von den Lippen ablesen wollen. Manchmal sind es auch durchtriebene Manipulatoren. Und wenn man Pech hat, beides. Genug aber der Einleitung, legen wir direkt mal los.

Erste Funktion – Extrovertiertes Fühlen

CerseiFE.jpg

Cersei weiß, wann, wo und zu wem sie etwas zu sagen hat und das dürfte auch der Grund sein, warum sie sich trotz all den Feinden, die sie sich im Laufe der Geschichte gemacht hat, immer noch relativ gut in Kings Landing schlägt. Mit ihrer ersten Funktion, dem extr. Fühlen, erfasst sie schnell die Stimmung der anderen und ist viel mehr damit beschäftigt, zu analysieren, was andere von ihr denken, als was sie von sich selbst denkt. Selbstreflektion, wie man es von introvertierten Fühlern erwarten würde – wie beispielsweise ihrem Bruder Jaime (ESFP), sucht man bei ihr vergeblich, was ein Indiz für einen ungesund entwickelten ESFJs ist: wenn jemand nicht deiner Meinung ist, sich nicht an gesellschaftlichen Normen hält (und du weißt natürlich, welche das sind) oder dir schlicht und ergreifend unsympathisch ist, dann gibst du dich entweder nicht mit dieser Person ab oder du versuchst ihr, deinen Willen aufzuzwingen.

Insbesondere die Cersei aus den Romanen weiß, wie man Männer um den Finger wickelt und nutzt dieses Wissen auch geschickt aus, um an ihre Ziele zu kommen. Extrovertierte Fühler wissen allgemein häufig, welche Fäden sie ziehen müssen, um sich bei anderen beliebt zu machen und sind wahre Künstler darin, Sympathien für Personen vorzuspielen, die sie eigentlich nicht leiden können, was sie gleichzeitig zu geschickten Manipulatoren machen kann. Im späteren Verlauf der Handlung wirft Cersei auch viele dieser Masken ab, enthüllt ihre wahre Meinung gegenüber jenen, die ihr ihrer Meinung nach nicht mehr gefährlich werden können, bzw. keinen Nutzen mehr für sie haben.

Davon abgesehen könnte man sie zwar auch für eine extrovertierte Denkerin mit unterdrücktem FI halten, ein weiterer Punkt, der jedoch für extrovertiertes Fühlen spricht, ist, dass sie sich ständig von Ja-Sagern umgibt, die ihre Ansichten nach zumindest nach außen hin auch teilen. Extrovertierte Fühler sehnen sich nach Bestätigung von außen und sind schnell gekränkt, wenn sie nicht kommt. Sie gibt es wahrscheinlich nicht gerne zu, aber Cersei ist auch nicht gerne alleine – wenn ihr Bruder nicht ihr Bett wärmt, dann ihr Cousin Lancel oder ihre Spionin Taena Merryweather.

 

Zweite Funktion – Introvertiertes Empfinden

CerseiSI
Cersei ist vielleicht nicht originell, aber sie hat ein Faible für Running Gags

Cersei vergisst nichts und ist von ihren Erinnerungen getrieben. So verfolgt sie schon seit ihrer Kindheit die Vision der Wahrsagerin, vergisst kein Unrecht, das ihr angetan wurde – im Gegenteil, ihre Rachegelüste verzehren sie geradezu, und sie vergleicht sich stets mit ihrem De Facto Vorgänger, ihrem Vater Tywin Lannister (INTJ).

Man könnte schnell zur Vermutung kommen, dass sie introvertiertes Intuieren nutzt, aber dafür denkt sie zu pragmatisch, sucht nicht nach Symbolen oder versteckten Bedeitungen, sondern nimmt Dinge eher wörtlich. Sie verlässt sich lieber auf Erfahrung als auf Ahnungen und bei all ihrer Planung wird das auch bemerkbar. Selbst bei ihrem, wenn man es so sehen will, größtem Coup, als sie ihre Rivalin Maegary und den High Sparrow buchstäblich in die Luft jagt, hat sie diesen Schachzug im Grunde genommen von ihrem verhassten Bruder Tyrion übernommen und auf ihre Situation angewandt: eine Falle mit Wildfeuer. Sie zitiert häufig die „klugen Sprüche“ ihres Vaters und auch, wenn sie zu seinen Lebzeiten nicht immer einer Meinung mit ihm war, akzeptierte sie ihn stets als höchste Autoritätsperson, während ihr kleiner Bruder immer das „kleine Monster“ blieb. Diese Form des unflexiblen Schubladendenkens ist auch ein Anzeichen von einer ungesunden Entwicklung bei ESFJs, in diesem Falle speziell einer ungesunden Entwicklung des introvertierten Empfindens.

Dritte Funktion – Extrovertiertes Intuieren

CerseiNE.jpg

Auch, wenn es nicht ihre am stärksten ausgeprägteste Funktion ist, hilft das extrovertierte Intuieren Cersei dabei, hier und dort auch zwischen den Zeilen lesen zu können – hätte sie diese Fähigkeit überhaupt nicht, würde sie nicht so lange vom Nektar der Macht kosten können. Die Erfahrungen, die ihr  introvertiertes Empfinden sammelt, sowie die Eindrücke ihrer Umwelt durch extrovertiertes Fühlen werden durch ihr extrovertiertes Intuieren miteinander verknüpft und auf die gegenwärtige Situation angewendet. In vielerlei Hinsicht agieren sie und ihr kleiner Bruder (ENTP), der sie selben Funktionen hat, wie sie, gar nicht mal so sehr unterschiedlich, nur bezieht sich Cersei mehr auf ihre Erfahrungen und versucht es, das Risiko so weit wie es geht zu meiden. Auf der anderen Seite zeigt sich allerdings auch ihre dritte Funktion als nicht gesund ausbalanciert und häufig schleicht sich daher auch eine gewisse NE-geschuldete Paranoia in ihr Urteil, so sieht sie in fast jedem Unheil, das ihr widerfährt, die Finger von Tyrion.

Vierte Funktion – Introvertiertes Denken

CerseiTI.jpg

Cersei versucht verzweifelt, genauso ruhig kalkulierend wie ihr Vater vorzugehen und ausgerechnet ihre schwächste Funktion, das introvertierte Denken, ist ihr dabei noch die größte Hilfe. Problematisch wird es nur, wenn ihr narzisstisches extrovertiertes Fühlen in den Weg kommt und objektive Analysen dadurch verfälscht. Sie braucht viel Zeit für sich alleine, um ihre Gedanken ordnen und letztlich auch formulieren zu können. Nicht in jeder Hinsicht steht das extrovertierte Fühlen dem introvertierten Denken jedoch im Weg, so ist Cersei relativ geschickt darin, die Motive von ihren Mitmenschen zu erkennen und auszunutzen.

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass sie später einen absolut archetypischen INTP-Nerd, den exilierten Maester Qyburn, zu ihrem wichtigsten Berater ernennt. Tatsächlich wurde sie seitdem gefühlt um einiges gefährlicher, da der Maester ihre schwächste Funktion durch seine Ratschläge und Ideen ausgleicht, bzw. unterstützt.

Werbeanzeigen

Adolf Hitler – INFJ

Dieser Beitrag könnte nun einigen INFJ sauer aufstoßen, weil sie sich in ein schlechtes Licht gerückt fühlen könnten, aber im Grunde genommen ist es nur konsequent, wenn man verdeutlicht bekommt, dass jeder Persönlichkeitstyp auch seine schwarzen Schafe hervorbringt. Ich könnte ja auch darüber schreiben, wie toll Mahatma Gandhi oder Martin Luther King, beide höchstwahrscheinlich INFJs waren, aber ganz ehrlich, zum einen ist es hilfreich, die Funktionen auch in Personen zu erkennen, für die man keine Sympathien übrig hat, zum anderen ist das manchmal – und wie ich finde, auch in diesem Falle – interessanter.

Also. Here we go. Hitler war ein INFJ und hier ist meine Analyse. Wenn jemand nicht zustimmt, bin ich gespannt auf Argumente.

„Adolf Hitler – INFJ“ weiterlesen

Auswertung von „Yvonne“ – INTP

1. Ein Arbeitskollege, mit dem du gut zurechtkommst, auch wenn ihr nicht befreundet seid, hat vergessen, eine wichtige Aufgabe auf den nächsten Tag zu erledigen, obwohl er eine Woche Zeit dafür hatte. Nun ruft er dich an einem Sonntagnachmittag an, und bittet dich, ihm zu helfen, um noch rechtzeitig fertig zu werden – du hast dich eigentlich auf deine Freizeit gefreut. Ihm zu helfen, würde sicherlich mindestens zwei Stunden Zeit kosten.

Da ich nicht weiß, ob ich mich in der selben Situation auf ihn verlassen könnte, werde ich ihm freundlich aber bestimmt sagen dass ich keine Zeit bzw. Lust habe ihm bei seiner Aufgabe zu helfen. Ich werde ihm Tipps geben wie er eventuell schneller fertig werden könnte, bzw. wen er noch fragen könnte.

Du betrachtest hier Ursache-Wirkung ganz objektiv („Ich helfe, kann mich aber nicht darauf verlassen, dass das einen nachhaltigen Mehrwert für mich hat“), was für eine Denker-Tendenz (T) spricht. Du legst trotzdem Wert darauf, freundlich zu bleiben und zumindest mit Ratschlägen zu helfen, wahrscheinlich, um die Beziehung intakt zu halten. Dieses diplomatische Verhalten zeugt von extrovertiertem Fühlen (FE), ist aber wahrscheinlich nicht stark ausgeprägt.

2. Dein Chef teilt dir mit, dass er folgende Woche auf Fortbildung gehen wird und er hat dich damit beauftragt, die Leitung des Geschäfts und damit auch deiner Kollegen in seiner Abwesenheit zu übernehmen. Deine Kollegen sind zuverlässig und auch du bist ein fähiger Mitarbeiter und warst bislang mit deiner momentanen Arbeit nicht überfordert. Wie fühlst du dich mit dieser Verantwortung? Welche Gedanken überkommen dich und was überlegst du dir?

Mit so viel Verantwortung fühle ich mich absolut nicht wohl. Ich werden das Beste daraus machen und da ja die Rede von engagierten Kollegen ist, werde ich sie einfach ihre Arbeit wie sonst erledigen lassen.

Angst vor Verantwortung haben eher Perceiving-Typen (P), insbesondere die introvertierten (I).

3. Was sind deine freizeitlichen Interessensgebiete? Begründe, wenn möglich.

Das kommt immer ganz auf meinen Gemütszustand an… Wenn ich frustriert wegen anderen Menschen bin, treffe ich mich gern mit Freunden bzw. Bekannten um mich abzulenken. Wenn es jedoch um persönliche Probleme geht, bin ich gerne alleine mit einem guten Buch und habe meine Ruhe. Ich beschäftige mich viel mit mir selbst und denke gerne über Gott und die Welt nach. Dafür benötige ich dann jedoch Ruhe. Ich fühle mich lange Zeit alleine wohl, nur das Gefühl etwas zu verpassen wenn ich keine Kontakt mit Freunden pflege überfällt mich meistens nach einer gewissen Zeit, was mich dann dazu bewegt mich wieder mehr in Gruppenaktivitäten einzubringen.
Gerne treibe ich in meiner Freizeit Sport, jedoch bin ich nur bei Sport der mir wirklich Spaß macht (Taekwondo) motiviert.

Da es scheint, dass du recht viel Zeit für dich brauchst, um Kraft tanken zu können, gehe ich davon aus, dass du introvertiert (I) bist. Dein Drang, dich ab und an unter Menschen zu mischen kommt wahrscheinlich von einer unterdrückten Fühlerfunktion.

4. Stelle dir vor, du müsstest für ein halbes Jahr bei einer anderen Person wohnen – die Umstände sind irrelevant. Stelle dir nun eine fiktive Person vor, bei der du glaubst, dass du gut mit ihr zurecht kommen und dich eventuell sogar mit ihr anfreunden könntest und notiere als Antwort ihre Eigenschaften, die du zu schätzen wüsstest.
– sie würde mir meine Freiheit lasse
– sie wäre spontan und zu allen Schandtaten bereit
– sie wäre ein ehrlicher und direkter Mensch, der sich nicht für seine Interessen schämt bzw. für die Gesellschaft verstellt

Freiheit und Spontanität sind vor allem Merkmale von P-Typen. Gehen wir hier also davon aus, dass deine wahrnehmende Funktion, wie bei allen P-Typen entweder extrovertiertes Intuieren (NE) oder extrovertiertes Empfinden (SE) ist. Da du introvertiert bist, muss das deine zweite Funktion sein. Dementsprechend kann deine erste Funktion nur noch entweder introvertiertes Denken (TI) oder introvertiertes Fühlen (FI) sein. 

5. Tue wie bei Frage 5 dasselbe mit einer ausgedachten Person, von der du glaubst, dass ihr überhaupt nicht miteinander auskommen würdet und notiere von dieser zweiten Person ebenfalls die ausschlaggebenden Merkmale.
Es gibt zwei Arten von Menschen mit denen ich einfach nicht klarkomme. Ich versuche alle Eigenschaften aufzuzählen, jedoch kann es sein dass sich diese Eigenschaften eventuell etwas widersprechen.
– eine Person, die an mir klebt wie eine Klette und keine eigenen Interessen oder Beschäftigungen zu haben scheint
– jemand, den es völlig aus der Bahn wirft wenn etwas nicht nach Plan verläuft
– eine Person, die sich ständig selbst zu bemitleiden scheint und dies auch von anderen (in dem Fall mir) verlangt
– jemand, der sich immer von seinen Gefühlen und Emotionen zu unüberlegten Äußerungen hinreißen lässt, diese dann bereut da sie etwas Negatives bewirkt haben und dann von mir wissen möchte wie andere ihm verzeihen
– eine falsche, hinterlistige, intrigante Person

Oftmals werden extrovertierte Fühler (FE) als Kletten und Chamäleons wahrgenommen, die versuchen, das zu sein, was in ihrer Umgebung geschätzt wird. Es kann durchaus sein, dass FE deine unterdrückte Funktion ist. Deine Antwort bzgl. der Person, die ihr Leben nur nach Plan leben möchte, spricht dafür, dass du in dieser Hinsicht Judging-Typen (J) eher ablehnend gegenüber eingestellt bist, die i.d.R. sehr ordnungsliebend sind.

6. Nach was strebst du im Leben und weshalb? Wenn möglich, priorisiere bei mehreren Angaben.
Ich strebe danach hinter allen Entscheidungen, die ich treffe stehen zu können. Außerdem möchte ich unabhängig leben und die Mittel haben das zu machen was mir Spaß macht. Nicht gezwungen zu sein etwas aus Geldnot oder anderen unschönen Beweggründen machen zu müssen.

Wieder der Freiheitsdrang. 

7. Erinnere dich an eine Zeit, in der du dich richtig gut gefühlt hast. Notiere, weshalb du dich so gefühlt hast.

Ich habe mich gut gefühlt, da ich auf eigenen Beinen stand und Erfahrungen gesammelt habe.

Ebenfalls. Erfahrungen sammeln ist das Stichwort für Empfinden (S), sowohl extrovertiert, als auch introvertiert.

 

8. In welchen Situationen fühlst du dich unterlegen? Wann wird deine Selbstsicherheit empfindlich?

Immer dann, wenn ich mich innerhalb von Gruppen befinde. Wirklich „selbstsicher“ bin ich nur, wenn ich für mich allein bin und etwas mache, bei dem ich mir sicher bin, dass ich es kann – und selbst das ist *wirklich* selten. Mein Leben ist von Unsicherheit und (zumindest gefühlter) Unterlegenheit geprägt.

Diesem Konflikt sind sowohl IxTPs als auch IxFPs ausgesetzt, alle vier Typen gelten nicht als sonderlich gesellig und sehr selbstkritisch, insbesondere die intuitiven N-Typen.

9. Wenn du etwas Neues erlernst, wie kannst du dies am besten bewerkstelligen? Bist du beispielsweise fähiger darin, über Theorien nachzudenken, Dinge auswendig zu lernen oder praktisch mit den Händen anzugehen?

Wissen dass man sich durch Auswendig lernen erlernt hat ist meiner Meinung nach unnützes Wissen, da man es nicht nutzen kann bzw. einen Bezug zu anderen Dingen herstellen kann. Meine Methode ist es Dinge metaphorisch von allen Seiten zu betrachten und Bezüge zu anderen Dingen oder Themen herzustellen. Das jedoch findet fast ausschließlich in meinem Kopf statt, da ich mich nicht gerne mit praktischen Dingen beschäftige. Diese sind sehr simpel und einem fehlt meiner Meinung nach die Interpretationsfreiheit, was bei Theorien nicht der Fall ist.

Damit beantwortet sich die Frage, ob du als wahrnehmende Funktion nun empfindest oder intuierst. Da du dich lieber in der Welt der Ideen, als in der materiellen befindest, spricht das für extrovertiertes Intuieren (NE) statt Empfinden.

10. Wie gehst du generell mit neuen Ideen um? Versuchst du zum Beispiel die Prinzipien dahinter zu erfassen, um zu erkennen, ob sie Sinn machen oder suchst du nach Informationen, Argumenten und Beweisen, die diese Ideen unterstützen?

Ich hinterfrage Theorien grundsätzlich zu aller erst, da ich finde dass es von Dummheit zeugt einfach die Dinge so hinzunehmen wie sie sind. Außerdem muss man sich, um die Idee im späteren Verlauf erfolgreich zu unterstützen, erstmal mit der Idee intensiv befassen.

Dein „Hinterfragen“ scheint in erster Linie durch eine intrinsische Analyse zu passieren, nicht etwa durch einen Vergleich von anderen Dingen (SI) oder durch die Anwendung von Regeln und Gesetzen (TE). Das spricht für introvertiertes Denken, das sehr induktiv schlussfolgert.

11. Wie nehmen dich deine Bekannten, Arbeitskollegen, Freunde und Familie wahr, beziehungsweise, wie glaubst du, dass sie dich wahrnehmen? Was wären die (wenn möglich positiven und negativen) Eigenschaften, mit denen sie dich wohl am ehesten beschreiben würden?

Ich denke dass ich als etwas gefühlskalt wahrgenommen werde. Das mag daran liegen, dass ich mir zum Einen nichts daraus mache wie ich auf andere wirke. Im Endeffekt muss man nur selbst mit sich zufrieden sein, meiner Meinung nach. Außerdem tue ich mich schwer mich Menschen zu Öffnen. Ich sehe einerseits keinen Sinn darin, da andere Leute meist nichts an der Situation ändern können und außerdem macht man sich verletzlicher je mehr man anderen Menschen anvertraut. Von meinen Freunden werde ich als distanziert, undurchschaubar jedoch trotzdem als fröhlicher, geselliger Mensch wahrgenommen.

Das kann alles sowohl auf INTPs als auch auf INFPs zutreffen. Gefühlskalt, da FE entweder unterdrückt wird oder nicht in den Hauptfunktionen vorkommt. Im Gegensatz zu INFPs gaukeln sich INTPs häufig vor, dass ihnen ihr Umfeld egal ist und es nur darauf ankommt, was sie von sich selbst halten. Ab und an merken sie, dass aber letzteres oft sehr stark abhängig davon ist, welches Feedback sie von anderen Menschen erhalten. INFPs hingegen müssen in erster Linie mit sich selbst im Reinen sein, oftmals ist es bei ihnen andersherum – selbst, wenn sie die Anerkennung von allen möglichen Menschen bekommen, wenn sie das Gefühl haben, unzulänglich zu sein, überschattet das alles. 

12. Mit welchen Eigenschaften würdest du dich selbst wohl am ehesten beschreiben? Was fällt dir an dir selbst auf, was den meisten deiner Mitmenschen entgeht?
Vermutlich denken viele Mitmenschen dass ich gerne für Andere einstehe, da ich Leute in Diskussionen oftmals verteidige oder unterstütze. Das lasse ich meistens einfach so stehen, da es mich mitfühlender darstellt als ich wirklich bin, da ich in solchen Situationen einfach Spaß an der Diskussion selbst habe. Außerdem fällt mir auf dass viele Leute denken dass ich sehr vergesslich bin weil ich nicht aufpasse. Jedoch ist das eher selten der Fall. Meist ist es einfach so, dass ich mitbekomme was ich mir merken soll, es sich jedoch dabei um etwas meiner Meinung nach um etwas Banales bzw. Unwichtiges handelt.

Diskussionsfreude ist vor allem bei xNTPs stark ausgeprägt. INFPs haben häufig Angst davor, etwas Falsches zu sagen und die Gefühle anderer zu verletzen, während xNTPs Diskussionen zum einen als Unterhaltung ansehen, zum anderen, um ihre Theorien wie in einer Art „Arena der Argumente“ zu testen. Alle NE-Typen haben die Neigung, gedanklich abzuschweifen und wirken daher häufig wie „verstreute Professoren“.

13. Was löst bei dir enormen Stress aus und wie verhältst du dich daraufhin in der Regel?
Stressig wird es für mich dann wenn ich dauerhaft gezwungen bin mich mit einem Thema zu beschäftigen, und nicht mehr selbst bestimmen kann wann ich mich lieber etwas Anderem zuwende. Wenn mir meine Zeit für mich fehlt und ich auf Grund dessen unausgeglichen werde.

Einseitigkeit ist ein Horror für alle NE-Typen. Routine wird für sie schneller langweilig als für andere, da sie stets auf der Suche nach neuem Input sind.

14. Die Fußgängerampel ist rot, aber auf der weiten, übersichtlichen Straße ist links und rechts kein Fahrzeug zu hören oder zu sehen. Was hält dich davon ab, über die rote Ampel zu gehen oder dies nicht zu tun?
Kinder, die an der Ampel stehen. Glatteis, dass mich zum Stürzen bringen könnte und ich so nicht bevor wieder Verkehr herrscht auf der anderen Straßenseite angekommen bin.

Nicht Regeltreue (TE/FE) und Gewohnheit (SI), sondern Möglichkeiten (NE) halten dich davon ab.

15. Was sind für dich die wichtigsten Werte? Bei welchen glaubst du, dass sie dir wichtiger sind, als den meisten anderen Menschen?*
Unabhängigkeit, Selbständigkeit, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Fantasie, Kreativität und Selbstbestimmung

Fazit: Deine erste Funktion ist zwar nicht komplett eindeutig, aber bei einigen Antworten zeigst du eine klare Neigung zum introvertierten Denken, weshalb ich schätze, dass du ein INTP und kein INFP bist. Ich werde es mir hier sparen, den Typ zu beschreiben, sondern bin ganz faul und verlinke einfach mal die Typenbeschreibung. Wenn du noch Fragen haben solltest, darfst du sie gerne stellen. Ich würde mich über ein Feedback freuen, ob du die Analyse so unterstreichen kannst, oder ob es Punkte gibt, bei denen du der Meinung bist, dass ich falsch liege.

The Sopranos – Tony Soprano (ESTJ)

In der Hoffnung, gleichzeitig ein wenig Werbung für diese geniale, aber in Deutschland leider unterschätzte Serie zu machen, habe ich mir Tony Soprano als nächste Charakteranalyse vorgenommen.

Wer die Serie noch nicht kennt – anschauen! Ich weiß, dass sich auf meiner Seite gerne Hobbyautoren tummeln, gerade für euch ist die Serie ein Leckerbissen. Wenn ihr wissen wollt, wie geniale Dialoge aussehen können, dann gebt der Mafiaserie eine Chance. Außerdem bricht sie aus gewohnten Erzählformen aus – der Plot ist zweitrangig, im Vordergrund stehen Charaktere, die es in dieser Tiefe in momentan keiner anderen Serie je gegeben hat. Das ist es, was die Serie so revolutionär gemacht hat. Aber nun kommen wir zu unserem Protagonisten, dem Patriarch der Sopranos: Tony.

Extrovertiertes Denken

tonyte
„I wipe my ass with your feelings!“

Tony ist ein Paradebeispiel für den klischeehaften extrovertierten Denker. Während der ganzen Serie hat er damit zu kämpfen, seinen Willen durchzusetzen, sei es nun im Berufsfeld oder in seiner Familie – er beugt sich nicht, kämpft mit harten Bandagen, berücksichtigt die Gefühle anderer nicht. Als Boss, das ist seine Meinung, kann man sich das ohnehin nicht leisten. Moral kann nicht immer eine übergeordnete Rolle spielen, oder, um es mit seinen Worten auszudrücken:“Wir sind Soldaten. Soldaten gehen nicht in die Hölle. Wir befinden uns in Situationen, in denen sich jeder Betroffene der Risiken bewusst ist und, wenn du diese Risiken kennst, wirst du bestimmte Dinge eben tun. So läuft das Geschäft.“

Nur ein starker Wille setzt sich durch. Und Tony weiß, wie man sich durchsetzt. Und wenn es nicht anders geht, dann auch mit Fäusten und Feuerwaffen.

Introvertiertes Empfinden

tonysi
„Not this much. I like the one that says some pulp.“

Tony hat nicht nur klare Vorstellungen darüber, wie die Welt zu funktionieren hat, sondern auch ein klares Bild von der Vergangenheit. Bei einem Streit mit seiner Tochter, Meadow, die sich nicht an seine Regeln und Traditionen halten will, erklärt er ihr, dass sie sich, solange sie sich in seinem Haus befindet, nicht in den 2000er-Jahren befindet, sondern hier noch die Werte von vergangenen Zeiten gelten und geachtet werden müssen. Ein großes Problem von Tony ist, dass er zu sehr in der Vergangenheit festhängt und sich daher nicht weiterentwickeln kann. Seine Panikattacken werden durch Impressionen getriggert, die bestimmte Bilder in ihm freisetzen, welche ihn mit seiner ruppigen Vergangenheit konfrontieren.

Jedoch merkt man deutlich, dass Tonys extrovertiertes Denken die Überhand hat. Sobald Effizienz gegen Traditionen trifft, entscheidet er sich in der Regel für Ersteres. So hat er letzten Endes kein persönliches Problem damit, dass einer seiner Spitzenverdiener homosexuell ist, obwohl diese Neigung in den konservativ-altmodischen katholischen Kreisen, in denen Tony verkehrt, mehr als nur verpönt ist. Er belässt es dabei, sich darüber lustig zu machen, lässt dem Mann aber das Amt des Capos, da dieser gute Arbeit leistet.

Extrovertiertes Intuieren

tonyne

Obgleich Tony sich häufig intolerant, engstirnig und traditionsvernarrt zeigt, ist es nicht so, dass er nicht auch ab und an über den Tellerrand hinausschauen kann. Alleine, dass er aus freiem Willen psychologische Hilfe aufsucht – dazu auch noch bei einer Frau – zeigt, dass er bereit ist, auch Pfade zu betreten, die für ihn so eigentlich nicht vorgesehen wären. Wenn es um Problemlösungen geht, benutzt Tony nicht immer den direktesten Weg, ab und an macht er sich auch darüber Gedanken, welche Alternativen es gibt. Neuen Ideen ist er nicht prinzipiell abgeneigt, sofern er erkennt, dass sie wirklich profitabel sein könnten, was hin und wieder auch zu Problemen mit seiner Familie (beiden) führt, ihm aber letztlich oft genug einen Ausweg aus der Bredouille bietet.

Introvertiertes Fühlen

tonyfi

Obgleich Tony ganz offen zugibt, dass er keinen Wert auf die Gefühle anderer gibt, kommt er nicht darum hinweg, seine eigenen völlig zu verdrängen. Immer wieder zeigen sich Zweifel, die ihn dazu veranlassen, sich vor sich zu rechtfertigen. Sein unterdrücktes introvertiertes Fühlen macht ihn anfällig für Kritik – obwohl man von einem Mann von solch selbstsicherem Auftreten erwarten sollte, dass er eine dicke Haut hat, ist Tony verwundbarer, als er zugeben würde.

Seine sensible Seite zeigt sich unter anderem in seiner Tierliebe. Dadurch, dass er seine empathischen Tendenzen so sehr unterdrückt, wenig bis gar keine Anteilnahme an anderen Menschen zeigt und sogar soweit geht, kaltblütig zu morden, benötigt er einen Ausgleich, damit das introvertierte Fühlen nicht komplett erstickt. So hat er eine ganz besondere Beziehung zu Enten und wird sogar zu einem regelrechten Pferdefreund. Im Laufe der Serie wird Tonys „Beziehung“ zum introvertierten Fühlen, also sein Bezug zu Moral und Sinnfragen immer mehr zu einem zentralen Thema.

Westworld – Maeve Millay (ENTJ)

Filmehype? Rogue One, Check. Politikerhype? Donald Trump, Check. Serienhype? Warum nicht weitermachen? HBO’s Serienerfolg „Westworld“ ist ja momentan in aller Munde. Nicht zu unrecht, wie ich finde, da diese Serie erfrischende, neue Aspekte in die Serienwelt bringt. Die Frage, was macht Menschlichkeit aus und wo verschwimmt der Unterschied zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz wird in der futuristischen Dramaserie in den Vordergrund gestellt – klar, dass das gefundenes Fressen für mich bietet. An dieser Stelle wäre noch eine Warnung angebracht: VORSICHT, SPOILER!!!

So. Wer sich dadurch nicht abschrecken lässt oder die erste Staffel der Serie bereits gesehen hat, möge weiterlesen.

„Westworld – Maeve Millay (ENTJ)“ weiterlesen

Donald Trump – ESTP

Ich wurde darum gebeten, auch einige real existierenden Personen zu analysieren. In Mangel an eindeutigen Individuen wird sich das leider in Grenzen halten – gerade bei prominenten Gestalten weiß man nie, wann gerade die „öffentliche Maske“ spricht, bei der auch das PR-Management viel zu sagen hat oder tatsächlich die Person, mit der wir es gerade zu tun haben.

Eine Person, mit der wir es momentan und in Zukunft noch sehr häufig zu tun haben werden, ist der designierte Präsident Donald Trump. Und selten war ich mir bei Personen der Öffentlichkeit, insbesondere bei Politikern so sicher wie bei diesem. Der ja eigentlich gar kein Politiker ist… er verstellt sich nicht, er ist ein proletenhafter Großkotz und genau das hat er vermarktet. Keine Sorge an alle ESTPs – ihr seid nicht alle proletenhafte Großkotze (Großkötze? Kötzen?), aber Mr. Babyfingers ist ein gutes Beispiel, wie euer Typ aussehen könnte. Es gibt für jeden Typen mindestens ein Beispiel von Personen, die allgemein als verachtenswert angesehen werden, daher grämt euch nicht. Ich werde auch versuchen, bei meiner Analyse möglichst neutral zu bleiben.

Ach, verdammt, ich glaube, das habe ich mir jetzt schon verbaut… falls es irgendetwas besser machen sollte, ich denke nicht, dass Hillary Clinton eine bessere Wahl gewesen wäre.

„Donald Trump – ESTP“ weiterlesen

Rogue One – Jyn Erso (ISFP)

Da ich ein großer Filme- und Spiele-Enthusiast bin, habe ich schon öfters mit dem Gedanken gespielt, einen Blog über diese beiden Themen zu starten, aber bevor ich die ganze Zeit neue Wege einschlage, ohne am Ende tatsächlich irgendein festes Thema für meinen Blog zu haben, entscheide ich mich lieber dafür, die ganze Typologiegeschichte etwas auszutreten. Und warum nicht, wie angekündigt, mit Analysen fiktiver Charaktere?

Brandneu in den Kinos und momentan heiß diskutiert: Rogue One. Während ich jetzt (leider) auf ein Review verzichte, gibt es immerhin eine Typenanalyse der Protagonistin, Jyn Erso. Und während ich versuchen werde, auf größere Spoiler zu verzichten (zum Beispiel, dass sie die Cousine dritten Grades von Yoda ist), werde ich bei einer Charakterbeschreibung nicht komplett um einige Detailenthüllungen kommen. Sollte aber auch jedem klar sein! Also erstmal Film sehen (lohnt sich) und dann diesen Artikel (lohnt sich).

„Rogue One – Jyn Erso (ISFP)“ weiterlesen

Auswertung von „Herendir“ – INFP

1. Ein Arbeitskollege, mit dem du gut zurechtkommst, auch wenn ihr nicht befreundet seid, hat vergessen, eine wichtige Aufgabe auf den nächsten Tag zu erledigen, obwohl er eine Woche Zeit dafür hatte. Nun ruft er dich an einem Sonntagnachmittag an, und bittet dich, ihm zu helfen, um noch rechtzeitig fertig zu werden – du hast dich eigentlich auf deine Freizeit gefreut. Ihm zu helfen, würde sicherlich mindestens zwei Stunden Zeit kosten.

Wenn ich tatsächlich „Freizeit“ habe und unter keinerlei Druck stehe, dann definitiv. Habe ich aber beispielsweise etwas konkretes und wichtiges vor (was zwar für einen Sonntag recht unwahrscheinlich ist, aber nicht unmöglich), KÖNNTE es sein, dass ich ihm schonend beibringe, dass es mir momentan nicht wirklich möglich ist, ihm zu helfen, auch wenn mir dies sehr schwer fallen würde.

Sehr bedacht auf den eigenen Gemütszustand – tendenziell introvertiertes Fühlen (FI).

2. Dein Chef teilt dir mit, dass er folgende Woche auf Fortbildung gehen wird und er hat dich damit beauftragt, die Leitung des Geschäfts und damit auch deiner Kollegen in seiner Abwesenheit zu übernehmen. Deine Kollegen sind zuverlässig und auch du bist ein fähiger Mitarbeiter und warst bislang mit deiner momentanen Arbeit nicht überfordert. Wie fühlst du dich mit dieser Verantwortung? Welche Gedanken überkommen dich und was überlegst du dir?

Meine erste Reaktion „Oh Gott.“ Schon beim Lesen dieser Worte spüre ich die Überforderung und die Angst vor Versagen in dieser verantwortungsvollen Aufgabe. Ich bin nun wirklich absolut keine Führungspersönlichkeit und würde mich darin unwohl fühlen. Allerdings habe ich die Aufgabe nun ja einmal bekommen und werde mich dieser auch annehmen. Schließlich soll man sich seinen Ängsten stellen und da ich auf die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter zählen kann, wird es vielleicht gar nicht so schwer. Ich würde versuchen, die Situation positiv zu sehen und meinen Chef nicht zu enttäuschen und vielleicht auf die Unterstützung der Mitarbeiter hoffen.

Introvertierte, scheue Haltung, Angst vor Verantwortung und Führung – eher gering ausgeprägtes extrovertiertes Denken (TE). Du meintest, du „hoffst“ auf Unterstützung der Mitarbeiter, willst deinen Chef zeitgleich nicht enttäuschen. Du willst also um keinen Preis jemandem zur Last fallen, diese Einstellung bemerkt man auch sehr häufig bei introvertierten Fühlern.

3. Was sind deine freizeitlichen Interessensgebiete? Begründe, wenn möglich.

Puh, da könnte ich viel erzählen und ich muss sagen, dass ich sehr stark von einer Interesse auf die andere überspringe und mich nur kurzzeitig intensiv damit beschäftige, nur um von einer anderen wieder abgelenkt zu werden. Gut, mit MBTI beschäftige ich mich nun schon eine ganze Weile und lese viel darüber, aber auch das wird immer kurzzeitig von anderen Sachen unterbrochen. Gilt auch für meine Hobbys.
Aber ich rede viel zu lange um den heißen Brei (was ich leider sehr oft tue, btw.). Ich interessiere mich für psychologische Sachen, wie eben MBTI, da ich die menschlichen Intentionen und vor allem meine eigenen gern nachvollziehe und verstehe. Für mich ist das fast wie eine Droge, ich liebe es, mich (und auch andere) einzuschätzen, die Hintergründe von Persönlichkeiten zu erforschen etc.
Auch philosophische Dinge und Religion interessieren mich sehr.
Aber mehr noch packen mich sämtliche fiktionale Welten – ich bin großer Herr der Ringe-Fan, aber das nur an erster Stelle – nachfolgend noch viele weitere ausgedachte Universen.^^
Desweiteren interessiere ich mich für Sprachen, in Verbindung mit Herr der Ringe führte das beispielsweise dazu, dass ich mich lange Zeit mit den Sprachen der Elben beschäftigte.
In Verbindung mit meiner Faszination durch Anime dazu, dass ich anfing, Japanisch zu lernen.
Außerdem schreibe ich Gedichte (welche allgemein als „sehr gut“ bezeichnet werden) und auch Geschichten, allerdings bleibt es bei diesen eher immer nur beim Anfangen und es kommt nie zum Fertigstellen und Beenden dieser, was an verschiedenen Faktoren liegt.
Letztendlich spiele ich periodisch auch mal das ein oder andere PC-Spiel, ich schaue (zu viel) Serien und auch Anime, surfe im Internet, betreibe soziale Netzwerke (wobei, von „Betreiben“ kann hier vielleicht weniger die Rede sein, da ich nur zeitweise aktiv bin), schreibe Tagebuch etc.
Kurz: Ich habe viele Hobbys und Interessen, die dazu führen, dass ich mich mit keiner/keinem wirklich intensiv beschäftige und ich auch manchmal unschlüssig bin, was ich tun soll – offensichtlich ist es in meinem Fall noch die Schule, aber naja … *hust*

Viele Interessen und Hobbies, die nicht „zu Ende geführt“ werden ist ein typisches Merkmal für extrovertiertes Intuieren (NE). Tagebücher werden in der Regel von Intuierern geschrieben (oder von SJ-Typen, die es von ihren Therapeuten empfohlen bekommen, sich aber idR eher schwer damit tun). Gedichte zu schreiben ist vor allem bei FPs  eine beliebte Beschäftigung, da sie die Gefühle auf eine besonders ästhetische Weise ausdrücken können, während NTPs (ich kenne keine NJTs, die so etwas tun), Gedichte eher als gesellschaftliche Kritik in künstlerischem Gewand nutzen. 

4. Stelle dir vor, du müsstest für ein halbes Jahr bei einer anderen Person wohnen – die Umstände sind irrelevant. Stelle dir nun eine fiktive Person vor, bei der du glaubst, dass du gut mit ihr zurecht kommen und dich eventuell sogar mit ihr anfreunden könntest und notiere als Antwort ihre Eigenschaften, die du zu schätzen wüsstest.
Ich hoffe doch, es ist eine weibliche Person – vielleicht entwickelt sich ja was daraus… hehe… Okay, Spaß beiseite.
Ich würde es zu schätzen wissen, wenn diese Person mir meinen persönlichen Freiraum lässt und mich einerseits bei bestimmten Dingen mitentscheiden lässt und mich bei meinen eigenen Entscheidungen unterstützt. Allgemein wäre es wohl hilfreich, wenn diese Person etwas mehr Selbstvertrauen hat als ich. Außerdem wäre es schön, wenn die Person optimistisch ist – auch wenn ich selbst nicht gerade der optimistischste Mensch bin, kann ich übertriebenen Pessimismus nicht ausstehen, insbesondere, wenn dieser mir bei jeder sich bietenden Gelegenheit unter die Nase gerieben wird. Das heißt NICHT, dass mir diese Person nicht ihre Probleme offenbaren darf, im Gegenteil, aber es wäre schön, wenn sich diese Person dann auch helfen lässt und es nicht bei einem selbstbemitleidenden Monolog bleibt. Es wäre im Gegenzug auch schön, wenn diese Person ebenfalls offen für meine eigenen Probleme ist und mir neue Perspektiven eröffnen kann. Weiterhin wäre es schön, wenn diese Person in der Lage ist, mich zu motivieren und mir sprichwörtlich mal „in den Arsch zu treten“, damit ich mich auf wirklich wichtige Aufgaben konzentriere und mir nicht nur Spaß und Vergnügen gönne oder mich zu sehr aus der Realität ausklinke.
Empathie ist mir sehr wichtig, sprich, bitte keine Hasstiraden, Diffamierung und andauerndes Verurteilen (ist mir am wichtigsten von all dem Genannten und dem noch Kommendem, sprich, sei kein Arschloch).
Spontanität – nächstes Stichwort. Manchmal fällt es mir sehr schwer, spontan etwas zu unternehmen – wenn diese Person dahingehend etwas entscheidungsfreudiger ist, wäre das denke ich sehr gut (für mich und meine persönliche Entwicklung, sodass ich nicht immer nur zu Hause herum sitze).
Ich könnte hier sicher noch mehr anführen, aber ich denke, die wichtigsten Sachen habe ich genannt.

Du schärtzt deine eigene Freiheit und Unabhängigkeit, was besonders bei P-Typen ausgeprägt ist. Du musst von außen motiviert werden, dich in die Welt der Dinge und Menschen zu begeben, was auch wieder eine typisch introvertierte Tendenz ist. Auch NE wird wieder deutlich.

5. Tue wie bei Frage 5 dasselbe mit einer ausgedachten Person, von der du glaubst, dass ihr überhaupt nicht miteinander auskommen würdet und notiere von dieser zweiten Person ebenfalls die ausschlaggebenden Merkmale.
Ich denke, dass ich schon bei der vorher beschriebenen Person oft das Gegenteil genannt habe, aber hier dieses Mal in Stichpunkten alles was mir einfällt: – zu pessimistisch, arrogant, nicht empathisch, „ich habe immer Recht“-Mentalität, zu sehr abweichende moralische Ansichten, zu lässig (kann durchaus schön sein, aber wenn die Person NICHTS ernst nehmen kann, komme ich ebenfalls nicht damit klar), zu „realistisch“, beleidigend, intolerant (!!!), selbstverliebt, angeberisch, „böse“. Ich weiß nicht, ob diese Eigenschaften alle in einer Person zusammenfließen können, aber das wäre das worst-case-scenario.

Neben „zu realistisch“ (was eher eine NE-Abneigung ist) und „zu lässig“, wobei du damit wohl eher Gleichgültigkeit meinst, sind das alles typische FI-Feindbilder.

6. Nach was strebst du im Leben und weshalb? Wenn möglich, priorisiere bei mehreren Angaben.
Nach „Glück“, Zufriedenheit und Erfüllung im Job und auch im sozialen Bereich. Ich möchte etwas „sinnvolles“ im Leben tun, was ich nur mir, sondern auch anderen etwas bringt. Ich möchte andere glücklich machen und ihnen Liebe schenken – aber auch bekommen. Eine „Frau fürs Leben“ ist gleichzeitig ein wunderschöner und doch erschreckender Gedanke für mich, da ich mich einerseits sehr stark nach einer Partnerin sehne, aber insbesondere aufgrund meiner Erfahrungen die dadurch entstehenden Einschränkungen fürchte.
Aber eigentlich hasse ich diese Frage, denn ich weiß nichts Konkretes. Ich habe keine klare Vorstellung von der Zukunft und habe auch kein klares Ziel und von Prioritäten kann man beinahe nicht sprechen.

P-Präferenz. „Mal schauen, was das Leben so bringt“. Auch wieder sehr idealistisch.

7. Erinnere dich an eine Zeit, in der du dich richtig gut gefühlt hast. Notiere, weshalb du dich so gefühlt hast.

Es gibt nur eine einzige Woche in meinem Leben, von der ich behaupten kann, dass ich in dieser nur so in Glückseligkeit gebadet habe – als ich meine erste Freundin hatte und bei ihr war, als ich sie das erste Mal traf und ihr meine Liebe schenken konnte, so kitschig das auch klingen mag. Auch wenn diese Beziehung zu diesem später als „Blutegel“ (=Mensch, der die Liebe nur so aus dir heraussaugt und sie in Hass umzuwandeln scheint oder sie absorbiert) identifizierten Menschen eine wichtige und große Rolle in meinem Leben spielte, möchte ich nicht näher darauf eingehen, da mir das dann doch etwas zu persönlich ist.
Ansonsten fühle ich mich immer dann *wirklich* gut, wenn ich mich mit Menschen unterhalten kann, auf die möglichst folgendes zutrifft: 1. Ich empfinde tiefe Zuneigung und Sympathie für sie 2. Ich kann mit ihnen tiefgründige und „gehaltvolle“ Gespräche führen 3. Ich kann mit ihnen Spaß haben und in ihrer Anwesenheit so sein, wie ich bin, ohne darüber nachdenken zu müssen, wie ich auf sie wirke. -> Menschen zu finden, die diese Eigenschaften erfüllen ist unglaublich schwierig, deshalb bin ich froh, solche Menschen (2, auf die alle Punkte zutreffen) zu kennen und solche Momente erleben zu dürfen.

Man muss sich schon sehr anstrengen, um einen introvertierten Fühler dazu zu bringen, dass dieser ein solch generell negatives Bild über einen hat. Dann kann man sich aber leidenschaftlichster Abneigung bewusst sein. 

8. In welchen Situationen fühlst du dich unterlegen? Wann wird deine Selbstsicherheit empfindlich?

Immer dann, wenn ich mich innerhalb von Gruppen befinde. Wirklich „selbstsicher“ bin ich nur, wenn ich für mich allein bin und etwas mache, bei dem ich mir sicher bin, dass ich es kann – und selbst das ist *wirklich* selten. Mein Leben ist von Unsicherheit und (zumindest gefühlter) Unterlegenheit geprägt.

Das Bild ist mittlerweile ziemlich eindeutig – während ISFPs zwar auch Unsicherheiten kennen, sind sie doch viel selbstbewusster als INFPs, was sich auch darin zeigt, dass sie aktiver in ihrer Umgebung sind, während INFPs meistens in ihren Gedanken bleiben, was bei dir der Fall zu sein scheint.

9. Wenn du etwas Neues erlernst, wie kannst du dies am besten bewerkstelligen? Bist du beispielsweise fähiger darin, über Theorien nachzudenken, Dinge auswendig zu lernen oder praktisch mit den Händen anzugehen?

Ich würde sagen, dass mir ersteres immer noch am leichtesten fällt. Auch zweitens geht relativ schnell – auch wenn bezogen eher auf Gedichte, beispielsweise. Etwas „praktisch mit den Händen angehen“ – uff. Darin bin ich absolut unfähig – gefühlt am unfähigsten von allen, die ich kenne. Ich erinnere mich an verschiedene Dinge – spontan fällt mir ein, dass wir in dem Schulfach Literatur einst „Handpüppchen“ basteln sollten und dabei Knöpfe annähen sollten. Mit dieser Situation war ich überfordert as fuck und ich bin kläglich gescheitert. Solche Situationen sind für mich unglaublich überfordernd. Alles was nur annähernd mit Praxis zu tun hat – ich habe beinahe keinen Zugang dazu. Das ist schon in vielen Situationen ÄUSSERST unpraktisch und hochgradig peinlich gewesen.

Hier eine weitere Bestätigung – definitiv kein stark ausgeprägtes extrovertiertes Empfinden (SE). 

10. Wie gehst du generell mit neuen Ideen um? Versuchst du zum Beispiel die Prinzipien dahinter zu erfassen, um zu erkennen, ob sie Sinn machen oder suchst du nach Informationen, Argumenten und Beweisen, die diese Ideen unterstützen?

Beides, aber ich würde beinahe sagen, insbesondere ersteres. Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein, ich hoffe, das reicht aus an Information.^^

Passt. Bevorzugung von Intuition.

11. Wie nehmen dich deine Bekannten, Arbeitskollegen, Freunde und Familie wahr, beziehungsweise, wie glaubst du, dass sie dich wahrnehmen? Was wären die (wenn möglich positiven und negativen) Eigenschaften, mit denen sie dich wohl am ehesten beschreiben würden?

Ich bin „nett“„faul“ und ein „Chaot“. So bezeichneten mich viele in meiner Vergangenheit, die mich nicht näher kannten.
Meine Eltern sagen, ich sei „intelligent“ (viele sagen, ich sei intelligent, auch wenn ich das permanent zurückweise, da ich mich selbst nicht für intelligent halte), andere sagen, ich bin zu „sensibel“. Meine Ex sagte, ich „würde nicht in der Realität leben“ und wäre ein „Spießer“ und „absolut unreif“ (mal abgesehen von zahlreichen (weiteren) Beleidigungen, die sie mir an den Kopf warf). Viele sagen, sie empfinden „Wärme“ in meiner Gegenwart und ich hätte eine „unschuldige Aura“ (das sagt meine beste Freundin zumindest). Mein bester Freund meint, ich bin „zu sensibel für die Welt“ und „ich schöpfe mein Potenzial nicht voll aus“. Sämtliche Mädchen, die ich im Internet kennenlernte, meinten, ich sei „süß und knuddelig“ (verdammt, ist mir das peinlich, das hier zu offenbaren.) Meine Schwester sagt oft, ich sei zu „ungeduldig“. Lehrer und Schüler sagten in meiner Vergangenheit, ich sei „anders als die anderen“ und „komisch“. Manche sagen, ich wirke „ruhig“ in ihrer Anwesenheit, andere sagen, ich sei „viel zu unruhig“. (PS: Ich bin tatsächlich ein sehr nervöser Mensch, nur ist das nicht in allen Situationen offensichtlich). Jemand sagte mir mal, das Wort „adorkable“ würde sehr gut zu mir passen. Meine Eltern sagen außerdem, ich sei zu wenig pflichtbewusst und „ungehorsam“ (nicht so direkt, aber ich weiß, dass sie so denken, da ich insbesondere als Jugendlicher sehr selten ihren „Anweisungen“ gefolgt bin). Manche sagen, ich vernachlässige mich selbst zu sehr und wiege mich in Selbstmitleid.

Alleine diese Antwort würde fast schon ausreichen, um dich als INFP zu kennzeichnen. Ich spare mir die Auswertungen der restlichen Antworten, da diese Theorie in diesen ausschließlich bestätigt wird.

12. Mit welchen Eigenschaften würdest du dich selbst wohl am ehesten beschreiben? Was fällt dir an dir selbst auf, was den meisten deiner Mitmenschen entgeht?
Ich bin in sehr vielen Dingen sehr unsicher und unentschieden, ich bin viel zu sensibel und vergesslich, meine Unordnung hat mich schon allzu oft ins Verderben gestürzt (um es etwas überspitzt auszudrücken), ich bin viel zu nervös, unruhig und stelle mich zu selten meinen Ängsten (insbesondere meinen sozialen Phobien). Ich bin zu sehr Stimmungsschwankungen verfallen und viel zu perfektionistisch.
Ich bin sehr vorsichtig und manchmal etwas zu emotional (schnell traurig, aber andererseits lache ich über so ziemlich alles). Ich bin sehr nachdenklich, schnell zu begeistern und sehr neugierig.
Ich würde mich durchaus als „nett“ bezeichnen und ich denke, ich wirke auf die meisten auch sympathisch. Ich kann gut mit Worten umgehen (zumindest, wenn es darum geht, Texte zu verfassen), ich halte mich für vernünftig und einsichtig. Ich bin sehr selbstreflektiert, besitze viel Fantasie und bin so ziemlich immer ehrlich. Ich denke, man kann mir vertrauen und ich kann mich gut in andere Menschen einfühlen.

13. Was löst bei dir enormen Stress aus und wie verhältst du dich daraufhin in der Regel?
Zu viel Druck, überwältigende soziale Situationen und Konflikte. Alles, was mit größeren Gruppen zu tun hat und ich beobachtet werde. Außerdem Schule im Allgemeinen und der damit verbundene Misserfolg.
Bei zu viel Druck prokrastiniere ich entweder intensiv oder ich schaffe es dann endlich mal, etwas zu tun.
Im Allgemeinen steigern sich meine Ängste. Bei Misserfolgen stürze ich oft in ein extremes Stimmungstief, was in seltenen Situationen zu SVV oder wirklich sehr stark pessimistischen Gedanken führt (Zukunftsängste, fühle mich hilflos etc.) Hier wird es schon etwas problematisch und ich weiß, dass ich eventuell mal einen Psychologen aufsuchen sollte.^^

14. Die Fußgängerampel ist rot, aber auf der weiten, übersichtlichen Straße ist links und rechts kein Fahrzeug zu hören oder zu sehen. Was hält dich davon ab, über die rote Ampel zu gehen oder dies nicht zu tun?
Habe ich schon manchmal getan, allerdings eher, wenn mich dabei niemand gesehen hat. Wenn Kinder in der Nähe wären, würde ich es höchstwahrscheinlich unterlassen, es sei denn, ich realisiere das gar nicht. ^^ Prinzipiell mach ich das aber wirklich nur, wenn mich niemand sieht und ich SEHR unter Zeitdruck stehe (was leider sehr oft der Fall ist).

15. Was sind für dich die wichtigsten Werte? Bei welchen glaubst du, dass sie dir wichtiger sind als den meisten anderen Menschen?*
Ehrlichkeit, Treue, Nächstenliebe (*), Optimismus, Authenzitität (*), Toleranz, …

Fazit: Ganz klar INFP. Da du dich ja schon mit dem Thema auseinandergesetzt hast und selbst darüber Bescheid zu wissen scheinst, braucht das, denke ich, auch keine weitere Ausführung, oder? Was man dazu sagen muss – wenn man die Theorie hinter dem MBTI kennt und akzeptiert, dann verändert das bis zu einem gewissen Grad auch die Selbstwahrnehmung und es wird mit stärkeren Kontrasten gezeichnet. Es ist schon ausschlaggebend, dass dein Ergebnis allgemein schon sehr bald klar war. 

 

Auswertung von „Bin gespannt“ – ENFP

1. Ein Arbeitskollege, mit dem du gut zurechtkommst, auch wenn ihr nicht befreundet seid, hat vergessen, eine wichtige Aufgabe auf den nächsten Tag zu erledigen, obwohl er eine Woche Zeit dafür hatte. Nun ruft er dich an einem Sonntagnachmittag an, und bittet dich, ihm zu helfen, um noch rechtzeitig fertig zu werden – du hast dich eigentlich auf deine Freizeit gefreut. Ihm zu helfen, würde sicherlich mindestens zwei Stunden Zeit kosten.

Ich frage ihn, ob wir seine Arbeit aufteilen können, so dass jeder evtl. nur noch eine Stunde zu arbeiten hat. Klappt das nicht, helfe ich natürlich, mache aber auch deutlich, dass ich es nicht okay finde, dass er seine Aufgaben auf mich abwelzt.

  1. Kompromissbereitschaft ist eine typische Eigenschaft von extrovertiertem Intuieren („NE“), welches stets nach anderen Perspektiven und damit Alternativen die Augen offenhält. „Klappt das nicht, helfe ich natürlich“ ist vor allem in Bezug auf das „natürlich“ eine Aussage, die eher dem extrovertierten Fühlen („FE“) zuzuschreiben wäre – du erachtest es als selbstverständlich, dass man einander hilft.

„Auswertung von „Bin gespannt“ – ENFP“ weiterlesen