Donnel Drumpf & die Truhe des Bösen (Teil 1)

Kao wischte sich seufzend das Blut von der Klinge. Er hatte ein schlechtes Gewissen, dass es ihm schon fast Spaß gemacht hatte, die Gewerkschafter niederzumähen. Doch irgendwo im Gefecht begann bei ihm stets der Punkt, an dem er sich gehen ließ und die Bedeutung seiner Taten irgendwo in den Hinterkopf seines Meerschweinchenschädels zurückgedrängt wurden, während (etwas weiter vorne im Kopf) plötzlich bunte Clowns zu pulsierender Musik und rot blinkendem Licht „Töten! Töten!“ riefen und dazu atemberaubende Breakdance-Einlagen vollführten. Es war wie mit einer durchzechten Nacht. Zunächst hatte man Spaß, danach war das Gefühl der Reue da und der Mageninhalt war auf dem Boden verteilt. Nur war es nicht Kaos Mageninhalt. Und nicht nur der Inhalt. Er steckte sein Langschwert zurück in die Scheide und wandte sich schweren Herzens von der Fabrik ab.

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Donald Trump – ESTP

Ich wurde darum gebeten, auch einige real existierenden Personen zu analysieren. In Mangel an eindeutigen Individuen wird sich das leider in Grenzen halten – gerade bei prominenten Gestalten weiß man nie, wann gerade die „öffentliche Maske“ spricht, bei der auch das PR-Management viel zu sagen hat oder tatsächlich die Person, mit der wir es gerade zu tun haben.

Eine Person, mit der wir es momentan und in Zukunft noch sehr häufig zu tun haben werden, ist der designierte Präsident Donald Trump. Und selten war ich mir bei Personen der Öffentlichkeit, insbesondere bei Politikern so sicher wie bei diesem. Der ja eigentlich gar kein Politiker ist… er verstellt sich nicht, er ist ein proletenhafter Großkotz und genau das hat er vermarktet. Keine Sorge an alle ESTPs – ihr seid nicht alle proletenhafte Großkotze (Großkötze? Kötzen?), aber Mr. Babyfingers ist ein gutes Beispiel, wie euer Typ aussehen könnte. Es gibt für jeden Typen mindestens ein Beispiel von Personen, die allgemein als verachtenswert angesehen werden, daher grämt euch nicht. Ich werde auch versuchen, bei meiner Analyse möglichst neutral zu bleiben.

Ach, verdammt, ich glaube, das habe ich mir jetzt schon verbaut… falls es irgendetwas besser machen sollte, ich denke nicht, dass Hillary Clinton eine bessere Wahl gewesen wäre.

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 6)

Es knarzte zuerst leise und kaum wahrnehmbar, doch das Geräusch entwickelte sich langsam, aber stetig zu einem klagendem Ächzen von Metall. Und während Kaos Magen sich ungefähr genau so verzog, wie die Angeln der Eingangstüre, wurde Donnels Lächeln immer breiter.
„So hat er sich das bestimmt nicht vorgestellt, der gute Mister Iks… jeden Moment müssten wir frei sein.“
Mitnichten. Denn als das Tor schließlich aus den Angeln gehoben wurde, Donnel die Beammaschinerie ausschaltete und die Luke öffnete, sah er unter sich eine Grube, gefüllt mit toten, nackten Leibern.
„Dieses Abenteuer wird ja immer besser“, jammerte das Meerschweinchen, das nun auch in den fleischigen Abgrund hinuntersah. „Boss, willst du da jetzt wirklich runter?“
„Gegenfrage, mein guter Kao – willst du hier oben versauern? Ich werde mich jetzt jedenfalls nacht unten wühlen. Aber wenn du nicht willst, dann schicke ich meinem tapferen Leibwächter gerne Hilfe zu, sobald ich mich um das Problem mit meinem verrückten Angestelten gekümmert habe.“
Kao massierte sich die Nagerschläfen und seufzte, als Donnel die Luke hinunterstieg. Es war ein merkwürdiger Anblick, wie dieser sich zwischen den Leibern nach unten wühlte.
„Na großartig“, murmelte Kao und kletterte hinterher.
Sie hatten beide vergessen, dass sich die Schließmuskeln und Blasen von Menschen – egal ob mit oder ohne Antenne nach dem Tod entspannten. Als sie schließlich vor dem Turm ankamen, versprachen sie sich gegenseitig nie wieder von diesem Ereignis zu sprechen.

Nach einem Bad in Rabensburg, das sie sehr dringend nötig hatten, trafen sich Donnel und Kao wieder im Schankraum des Gasthauses, das sie für die Nacht gebucht hatten.
„Boss… ich will mich ja nicht beschweren, aber ich muss schon sagen, ich bin etwas verwundert darüber, dass wir nicht sofort aufbrechen und versuchen, den Kerl dingfest zu machen. Er wollte doch alle Beammaschinerien zerstören, sagte er!“
Donnel, der während das Meerschweinchen sprach, eine Karte studierte, sah Kao nicht einmal an, als er antwortete.
„Das ist richtig…“, murmelte er.
„Vielleicht sollte er das auch!“, quiekte Kao empört. „Ob aus einer anderen Dimension oder nicht, das sind Menschen! Oder zumindest fühlende Lebewesen, die ebenfalls Schmerz empfinden können! Es… ist falsch sie zu essen…“
Donnel legte die Karte beiseite und sah nachdenklich aus dem Fenster hinaus.
„Ja, irgendwo hast du Recht“, pflichtete er seinem treuen Begleiter bei. „Vielleicht sollte er das auch. Aber wir haben doch beide dabei übereinstimmt, dass Fleisch einfach viel zu lecker ist, als dass man komplett darauf verzichten sollte, richtig?“
Kaos Mund zuckte unruhig. Die Frage behagte ihm nicht.
„Naja“, murmelte Kao. „Ja, schon… aber man sollte es nicht einfach so essen. Es sollte nichts vollkommen Gewöhnliches sein.“
„Ja, da muss ich dir zustimmen. Aber wie gelingt es uns, dieses Bewusstsein bei all den Konsumenten hervorzurufen?“
„Indem man ihnen verbietet, öfters als einmal in der Woche Fleisch zu essen? Vielleicht nur an Feiertagen?“
„Ach du meine Güte, Kao!“, rief Donnel schockiert. „Willst du denn die Freiheit des Volkes einschränken? Bist du des Wahnsinns?“
„Aber es wäre doch das Richtige!“
„Wo bleibt denn deine Moral? Der Weg zum Ziel muss genauso richtig sein, sonst ist das Richtige am Ende nicht mehr… ach, du weißt, was ich meine. Ich habe eine viel bessere Idee. Man erhöht den Preis für Fleisch.“
Kaos Miene erhellte sich.
„Ja, gute Idee! Dann essen sie das nicht mehr so häufig!“
„Genau!“
„Aber… die Konkurrenz?“
„Kaufen wir auf. Mister Iks hat nur einen geringen Vorsprung, außerdem sind wir zu zweit. Wir werden uns trennen und den nächsten Besitzern der Beammaschinerie ein unschlagbares Angebot unterbieten. Eines, bei dem sie denken würden, ich hätte völlig den Verstand verloren.“
Kao rümpfte die Nase.
„Und die anderen Beammaschinerien lässt du absichtlich von Mister Iks zerstören?“
Donnel konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Aber Boss! Das ist nicht unbedingt das, was ich mir unter Selbstlosigkeit vorgestellt habe!“
„Ich würde mir ja auch wünschen, dass es anders funktionieren würde, den Fleischkonsum einzudämmen. Aber fällt dir eine bessere Idee ein? Du warst doch erst derjenige, der mich dazu ermutigt hat, dafür einzustehen!“
Kao bekam Kopfschmerzen und stimmte Donnels Plan schließlich zu.

Drei Monate später ist Mister Iks schließlich bei einem schrecklichen Unfall ums Leben gekommen. Er ist von einem Turm gestürzt und hat sich dabei den Hals so sehr gebrochen, dass der Kopf dadurch, so glatt und sauber wie durch einen Schwerthieb vom Hals getrennt wurde. Natürlich fand das niemand komisch, denn die Fußballweltmeisterschaft fanden im Finale Vereinte Nationen der Meerjungfrauen gegen Kap Talis ihren Höhepunkt und da war fast überhaupt nichts komisch, weil man sich für überhaupt nichts anderes mehr interessierte. Auch nicht, dass etwa zum Zeitpunkt, an dem die Achtelfinalespiele begannen, plötzlich viele Beammaschinerien zerstört wurden, aber deren Existenz war ja den meisten Leuten ohnehin unbekannt. Seltsam fanden die Leute bloß, dass die Fleischpreise enorm stiegen. Die ganze Branche schien zu kollabieren und selbst die erfolgreiche Franchisekette MacMäntsch wurde aufgekauft von einem anderen Unternehmen, welches sich MacDonnels nannte.
Kao und vor allem Donnel waren sehr zufrieden, denn der Fleischkonsum ging tatsächlich sehr stark zurück, doch die Gewinne stiegen ins Astronomische, dass Donnel seinem Leibwächter eine satte Gehaltserhöhung gönnte. Immerhin waren die Preise für dessen Lieblingsgericht entsprechend gestiegen. So kam es, dass die beiden sich beim Verzehr von Hamburger-Burger über ihr nächstes Abenteuer unterhielten.

Abenteuer mit Drumpf! (Teil 5)

„Ein moralisches Grauen! Tagein, Tagaus purzeln unschuldige Menschen aus diesen Maschinen!“, wetterte Mister Iks.
„Sie haben keine Antennen, sie sind keine Menschen“, korrigierte Donnel.
„Na schön! Lebewesen! Kreaturen, die fühlen können! Die Empfindsam für Angst und Schmerzen sind!“
Die Stimme des Mannes überschlug sich. „Und wir TÖTEN sie, verspeisen sie! Mit welcher Berechtigung tun wir das, hä?“
„Sie fallen doch schon tot aus der Maschine, regt euch nicht so sehr darüber auf. Wer seid ihr überhaupt?“
„Nein, sie sterben dadurch, dass wir die Maschine benutzen!“, kreischte der Mann. „Und ich, Mister Iks, der so viel Schuld auf sich genommen hat, diese katzulischen Maschinen im Schuss zu halten, habe endlich einen Weg gefunden, diesn Makel abzuschalten!“
„Mister Iks! Aber… ich verstehe nicht! Ihr bekommt doch einen Batzen Geld als Gehalt!“
„Geld, pah!“, schnaubte Mister Iks verächtlich. „Damit kann man vieles zufrieden stellen, aber nicht das Gewissen!“

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 4)

Donnel klopfte an der Holztür des großen, finsteren Steinhauses. Es war nicht allzu schwierig gewesen, Mister Iks‘ Wohnung im Aristokratenviertel zu finden, blöd nur, dass ihr Besitzer nicht öffnete.
„Das ist ja merkwürdig…“, brummte Kao. „Niemand daheim?“
„Gut so! Dann ist er wohl arbeiten, so wie es sein sollte. Ich sollte nicht immer so misstrauisch sein und meinen Angestellten Faulheit vorwerfen.“
Kao sah kurz zu Donnel hoch und nickte zustimmend.
„Dann sollten wir wohl diese Beammaschinerie aufsuchen“, schlug das Meerschweinchen vor. „Was hat es eigentlich mit damit auf sich? Ich habe noch nie etwas davon gehört.“
Donnel klopfte noch einmal an, um sicherzugehen.
„Na, was gibt es da groß zu erzählen? Aus dem Beamapparat fällt das Fleisch heraus und es wird nach…“
„Da fallen Menschen heraus!“, unterbrach ihn Kao. „Und die sterben dann? Einfach so?“
„Ja“, antwortete Donnel knapp. „Ach, weißt du was? Du hast Recht. Hier ist niemand. Gehen wir.“
Kao ließ aber nicht vom Thema ab, als er Donnel hinterher hüpfte.
„Das hört sich aber nicht sehr… wissenschaftlich an! Wie funktioniert das denn?“
„Naja, mittels Beamtechnologie!“
„Und wie funktioniert die?“
„Soll ich denn alles wissen?“, antwortete Donnel gereizt. „Ich bin zwar Experte für eine ganze Menge, aber ich kann nicht von allem eine Ahnung haben. Deshalb suchen wir ja Mister Iks oder etwa nicht?“
Kao verzog seine Äuglein zu Schlitzen.
„Da ist aber keine… Magie im Spiel, oder, Boss?“
Donnel sah seinen Leibwächter gar nicht an, während sie sich in Richtung Steckenpferd-Stallung bewegten.
„Nein, nein.“
„Boss?“
„Nein! Und jetzt halt endlich die Klappe, du tanzendes Wollknäuel!“
„Tut mir leid“, gab Kao kleinlaut zurück. Weil Donnel und er eine eher kumpelhafte Beziehung hatten, vergaß er manchmal, professionell zu sein und keine Fragen zu stellen. Aber ein ungutes Gefühl blieb – jetzt erst recht.

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 3)

„Ich glaub‘, ich werd‘ nicht mehr! Kao! Unser Essen hat uns angegriffen!“
„Unser Essen?“, Kao sah zunächst Donnel und danach die toten Nackten verwirrt an. „Das… sind doch Menschen!“
Donnel rollte mit den Augen.
„Also ist es wahr, was die ganzen Verschwörungstheoretiker sagen?“
„Ja natürlich ist es wahr!“, antwortete Donnel. „Was glaubst du denn, von wo wir unser Fleisch bekommen?“
Kao kratzte sich am Kopf.
„Aus… dem Supermarkt?“
„Und woher bekommt der Supermarkt das Fleisch?“
„Äh… um so viele Ecken habe ich noch nie gedacht, Boss…“
„Ach Kao, das ist doch nur eine Ecke.“

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 2)

Donnel drehte sich um und sah, dass kreischende Gäste und Angestellte gleichermaßen mit schlackernden Armen aus dem Mac Mäntsch flohen. Hinter ihnen rannte ein gutes halbes Dutzend nackte Personen mit Hackebeilen hinterher. Kao konnte den Schaum vor deren Mäulern, sowie die irrsinnig weit aufgerissenen Augen erkennen und zückte ohne zu zögern sein Schwert, das mit einem klingendem Schhhiiiing aus der Scheide fuhr und in der Mittagssonne aufblitzte.

„Boss, bleib zurück“, wies das Meerschweinchen Donnel in lässigem Tonfall an und trat mit großen breiten Schritten auf das Schlachtfeld zu, auf dem die Nackedeis ihr Blutbad verrichteten. Natürlich blieb Donnel nicht zurück und zog sein Rapier, diese Gelegenheit auf potentielles Sterben wollte er sich nicht entgehen lassen. „Für die Fraaaaaaaaaihaaaaait!“, ließ er laut seinen Schlachtruf ertönen und stürzte sich ins Getümmel. Kao verzog ein genervtes Gesicht, da er so gerne cool mit großen und breiten Schritten das spontan entstandene Feld der Ehre betreten hätte, aber nun seinem Boss mit schnellen, eher unbeholfenen Schritten hinterher trapsen musste, um dessen Sicherheit zu garantieren.

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Abenteuer mit Drumpf! (Teil 1)

Donnel biss mit Elan in den Krautburger, dass das Fett nur so herausspritzte und sich auf seinem neuen, goldbestickten, langen grünen Gewand verteilte, welches ihm Mutter erst vor Kurzem zu seinem dreiunddreißigsten Geburtstag geschenkt hatte. Jetzt hatte er genau fünfzehn grüne, goldbestickte Gewänder. Mutter sagte immer, sie würden so gut zu seiner blonden Lockenpracht und den grünen Augen passen. Mutter sagte eine ganze Menge. Auch, dass er kleinere Bissen nehmen solle, da er sonst noch irgendwann an seinem Essen ersticken würde. Donnel grinste in sich hinein, als er einen weiteren Happen nahm und sich seine vollgefetteten Hände an der Kleidung abrieb. Ersticken, das wäre wohl die unwahrscheinlichste Todesursache, wegen der er ins Gras beißen würde. Wenn er nicht durch das Schwert, einen Armbrustbolzen, Untote oder Killerroboter umkommen würde, dann würde ihn diese vermaledeite Krankheit letztlich holen. An einem Krautburger ersticken, pah. Donnel schob sich den Rest seiner Mahlzeit in den Rachen und stand auf.

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