INTP – Der Grübler

 

Allgemeine Beschreibung & Klischees

Nerd, Innovator, zerstreuter Professor, Philosoph, realitätsferner Theoretiker, Gedankenarchitekt und Internetjunkie. In meiner Serie über die Typen ist der INTP tatsächlich ein ziemlich besonderer Typ. Nicht, weil er an sich wichtiger oder generell besonderer als alle anderen ist, sondern, weil ich selbst diesem Typen angehöre. Ich habe mir ja überlegt, ob ich das komplett geheim halten soll, aber eigentlich würde das meiner Philosophie komplett widersprechen, dass die Typologie dabei helfen soll, dass wir uns gegenseitig besser verstehen. Deshalb: ICH BIN EIN INTP! Und das ist auch voll okay!

So, eines vorneweg: der Post ist länger als die über die anderen Typen. Warum ist das so? Nun, einfach, weil ich diesen Typen am besten kenne und daher am meisten darüber schreiben kann. Könnte ich über andere Typen nicht noch mehr schreiben? Ja, das könnte ich. Aber ich glaube, dann wären die Beiträge zu lang. Aber dieses eine Mal will ich zeigen, wie detailliert eine Typenanalyse sein kann. Und welcher Typ bietet sich dafür besser an, als der eigene? Ich habe mir dafür auch einige externe Quellen zu Hilfe gezogen, um einfach noch weitere Facetten einzublenden. Aber das mache ich ja bei dem Thema allgemein. Also, bevor ich hier die Lorbeeren dafür einheimse, wie detailliert und komplex das alles ist, will ich nochmal erwähnen: diese ganzen Theorien stammen (leider) nicht von mir!

Ich hoffe, dass sich in kommender Zeit ein weiterer INTP hierher verirrt und dann mit Capslock bezeugen kann: „JA MANN! DAS BIN SOWAS VON ICH!“ – um zu beweisen, dass das nicht einfach nur eine Beschreibung von mir selbst ist, sondern tatsächlich allgemeingültig auf INTPs, so sauer das auch einigen Personen aufstoßen mag. Glaubt mir. Bei all den Details, die ich hier auffahren werde, ist immer noch so unendlich viel Platz für Individualität vorhanden, das ist kein böses Schubladendenken. Selbst, wenn ihr nicht viel von dem ganzen Typologie-Zeug haltet – für die Fiktionsschreiber unter euch, ihr könnt diese Konzepte auch einfach als Inspiration für Charakterkonzepte benutzen. Oder aber, vielleicht findet ihr auch einfach nur den Autor dieses Blogs interessant und wollt mehr über ihn und seine narzisstischen Züge wissen. Okay, es wird Zeit, anzufangen.

Jede Erfahrung muss aufs Genaueste analysiert werden – aufgefangene Gedanken oder Erfahrungen in eine größere Struktur, werden basierend auf Logik eingeordnet. Das ist die eigentliche Motivation des INTPs: seine Umwelt und sich selbst zu verstehen und der Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen. Die Erfahrung an sich ist eher irrelevant. Der INTP ist nicht an der Erfahrung an sich interessiert – viel mehr an ihrem Konzept. Er hat ein starkes Bedürfnis danach, Dinge zu verstehen, die bisher noch nicht verstanden werden. Dieser Drang kann sich über das erfahrungsbasierende Element so stark überschatten, dass der INTP  schnell mit allem gelangweilt wird, das er bis zu einem gewissen Punkt des Verstehens analysiert hat. Danach gibt es kein großes Geheimnis mehr zu lüften und das Thema wird langweilig. In der Tat können die meisten primären Interessen des INTPs von ihm selbst nicht komplett verstanden werden (z.B. Musik, Religion, Psychologie…), da sie hoch komplex sind oder etwas exotisches, ein mystisches, fast schon esoterisches Element besitzen, das nicht komplett analysiert werden kann. Da bleibt die Faszination erhalten, weil es einfach immer etwas Neues zu erforschen gibt.

Die analysierende Natur des INTPs führt zu einem starken Verlangen, von einer distanzierten Position aus zu beobachten. Da genaue Analysen nicht durch fremde Eingriffe verändert werden dürfen, versucht sich der INTP neutral zu halten und nicht mit in die Beobachtung einzuwirken. Diese Distanziertheit kann manchmal dazu führen, dass er sich selbst als ein neutraler Beobachter versteht, der keine persönliche Assoziation zu seinem Umfeld hat, es sei denn, er wird gegen seinen Willen involviert oder, zum Beispiel durch einen Angriff auf seine Prinzipien, dazu provoziert. Der INTP genießt es beispielsweise über die politischen Entwicklungen zu spekulieren und vor allem darüber, wie sie von bestimmten anderen Personen wahrgenommen werden oder wie gewisse Ansichten spezielle Leute zum Anstoß rühren könnten, von anderen jedoch wiederum unterstützt werden. Dabei ist es ihm selten wichtig, selbst eine Meinung zu haben! Das zeigt auch, dass das Fühlen seine am schwächsten entwickelte Funktion ist.

Erste Funktion – Introvertiertes Denken („Thinking Introverted“, kurz: TI)

Der INTP analysiert seine eigenen Gedanken, als ob sein Geist und Körper von seinem Bewusstsein getrennt wären. Im Verlangen, seine Reaktionen auf Dinge zu verstehen, behandelt er sich selbst, auch seine Gedanken wie Versuchskaninchen bei einem wissenschaftlichen Experiment. Im Extremfall wäre es sein höchstes Ziel, die Welt in kompletter Klarheit zu verstehen, indem er sich von allem komplett distanziert. Glücklicherweise dominiert das TI selten über die anderen drei Funktionen in solchen Ausmaßen, dass dieser tatsächlich ungesunde Zustand nie wirklich erreicht wird.

Die Distanziertheit kann auch sehr flott verschwinden: sobald jemand ein unlogisches Kommentar abgibt oder die Prinzipien des INTPs verletzt, blinken bei ihm sofort die roten Warnleuchten auf. An einem solchen Punkt fühlt der INTP den sofortigen Drang dazu, für Klarheit zu sorgen. Das ist seiner Auffassung nach auch oft seine selbst auferlegte Mission: für Klarheit zu sorgen – und oft glaubt er, er sei die einzige Person, die dazu in der Lage ist. Hier geht der INTP das Risiko ein, als überkritisch, verbittert und arrogant wahrgenommen zu werden. Im Ganzen betrachtet ist Arroganz im klassischen Sinne jedoch selten beim INTP zu finden, da das Verlangen, andere zu dominieren, nicht besteht, sondern zu beobachten, analysieren und zu klären. Sobald der Punkt abgehakt wurde, zieht sich der INTP auch schnell wieder zurück, da er es vorzieht, nicht im Rampenlicht zu stehen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Wenn ein INTP sich dazu entscheidet, eine bestimmte Fähigkeit zu lernen, dann ist es sehr wichtig für ihn, ein „ausreichendes“ Level zu erreichen, dass grundlegende Fehler vermieden werden können. Während er von den Fehlern anderer eher ruhig und gelassen ausgehen kann, hat der INTP nochmal andere Ansprüche an sich selbst: der INTP fürchtet das Gefühl, in irgendeiner Hinsicht unzureichend zu sein, zumindest in Bereichen, die ihm wichtig sind. Also wird er versuchen, sobald er sich hinter eine Aufgabe klemmt, eine gewisse Kompetenz zu erreichen. Aber es geht nur bis hierher. Perfektion erfordert zu viel Aufwand und ist auch nicht wirklich erstrebenswert. Es würde routinierte Übung benötigen und das langweilt einen INTP gewöhnlicherweise. Daher ist es üblich, dass der INTP sich in vielen verschiedenen Dingen versucht und darin zumindest so viel Kompetenz erlangt, um sich selbst zu beweisen, dass er besser werden könnte, wenn er es wünschte, aber tatsächlich selten daran interessiert ist, seine Fähigkeiten weiter auszubauen. Ein INTP hat daher oft eine Bandbreite an Fähigkeiten, bei denen er weiß, dass er darin sachkundig ist, während andere Leute wenig bis gar nichts davon mitbekommen. Er ist zufrieden mit dem Wissen, dass er diese Fähigkeiten besitzt, aber sieht oft keinen Nutzen darin, dies anderen zu zeigen.

Dazu verknüpft ist das Verlangen nach Unabhängigkeit. INTPs legen viel wert darauf, individuell und anders als andere zu sein, die sie oft als zu ähnlich zueinander und abhängig von einander betrachten. Unabhängigkeit, die primär vom starken introvertierten Denken ausgeht, führt zum wahrscheinlich schwierigsten Aspekt (jedenfalls für Mitmenschen) des INTPs, nämlich der Sturheit. Wenn ein INTP dazu gezwungen wird, etwas zu tun, wird er sich höchstwahrscheinlich dagegen sträuben, nicht mal unbedingt bewusst. Der Grund für diesen Widerstand ist einfach, dass Aktionen zunächst nach ihrem Sinn gefiltert werden müssen. Ihm muss die Gelegenheit geboten werden, eine unabhängige Entscheidung zu fällen, die Aktion anzunehmen oder abzulehnen. Dafür muss er sich zunächst zurückziehen, um analysieren zu können. Wenn dies nicht erlaubt wird, ist störrischer Widerstand die fast unausweichliche Folge. Der beste Weg, einen INTP dazu zu bewegen, etwas zu tun, ist ihm Ideen als Optionen vorzuschlagen und ihn darüber schlafen zu lassen. Letztlich muss der INTP immer glauben, es sei seine Entscheidung gewesen.

Ein weiteres Ergebnis der TI-Funktion ist das Konzept, dass Wissen Trumpf ist. Viele INTPs glauben, dass Informationen die Schlüssel zum Leben sind. Fehler können umgangen werden, sofern man die richtige Information zur richtigen Zeit besitzt. Das hat zumindest eine bestimmte Logik an sich. Wissen ist alles, Handeln ist eine weniger wichtige Angelegenheit, die manchmal gar nicht notwendig ist. Das beherbergt Potential für faule Gleichgültigkeit. Der INTP ist oft zufrieden damit, zu wissen, dass er etwas tun könnte, wenn er es wünscht. Das führt ebenfalls zur Gefahr, sich selbst zu überschätzen und den Bezug zur Wirklichkeit zu verlieren.

Ehrlichkeit und Direktheit werden gewöhnlich offen gezeigt. INTPs verabscheuen Fassaden und insbesondere Leute, welche solche zur Schau stellen. Gleichermaßen können diese Personen INTPs ebenfalls selten leiden und vermeiden sie nicht selten zu jedem Preis, da sie wissen, dass der INTP sie durchschauen könnte. Die fast schon als ernst zu bezeichnende Natur des INTPs macht ihn beinahe immun gegenüber Spott und Scherze auf seine Kosten, zumindest von Angesicht zu Angesicht. Wenn jemand versucht, ein sarkastisches, höhnisches Kommentar über ein Interesse des INTPs anzustellen, wird dieser jenes Interesse mit reiner, beinahe schon naiver Ernsthaftigkeit verteidigen und seine Position mit heftiger Exaktheit erklären und seine Worte wie ein Schwert führen. Das entwaffnet den Spotter meistens, der solch eine vehemente Verteidigung kaum erwarten wird. Diese enthält meistens ebenfalls eine subtile, aber beißende Attacke, die dem Spotter zurück ins Gesicht geworfen wird. Die Fähigkeit, Worte mit schneidender Präzision zu führen, ist also gleichzeitig eines der größten Vorzüge eines INTPs, aber gleichermaßen eine seiner ihm selbst gefährlichsten Eigenschaften.Wenn er unvorsichtig wird, läuft er Gefahr, ein weniger gefasstes Gegenüber heftig zu provozieren.

Zweite Funktion – Extrovertiertes Intuieren („Intuition Extroverted“, kurz: NE)

Intuition ist ein Modus der Wahrnehmung, welche sich auf das größere Bild konzentriert, die Verbindungen zwischen Objekten herzustellen und auf die Möglichkeiten, die es gibt, weniger auf die Fakten.

Die extrovertierte Version der Intuition, wird vor allem während Diskussionen offensichtlich. Der INTP wird oft kontroverse, spekulative Ansichtspunkte  vorstellen, was viele Diskussionspartner stören kann und sie glauben lässt, dass der INTP sehr ernst über das ist, was er sagt. In Wirklichkeit ist sich der INTP oft tatsächlich nicht einmal wirklich sicher, ob er wirklich zu dem steht, was er sagt, meint aber, dass es zumindest einen Funken Wahrheit enthalten muss. Der Zweck dieses offen ausgesprochenen Diskussionsstils dient dazu, sein eigenes intuitives Verständnis zu schärfen, indem er die Reaktion der Zuhörer testet und selbst die Logik seiner eigenen Argumente überprüft. Gelegentlich erscheinen INTPs harsch und taktlos, aber für sie selbst ist das ein Teil davon, der Wahrheit näher zu kommen. Dies ist ein anderer Aspekt der Vorstellungskraft, welche die äußere Welt ergreift. In diesem Fall durch die Diskussion mit anderen. Die Vorstellungskraft besorgt „Rohmaterial“, welches durch den Denkprozess analysiert wird.

Diese Vorstellungskraft, also extrovertierte Intuition, hat einen starken Einfluss darüber, wie der INTP seine eigenen Interaktionen mit anderen wahrnimmt. Obwohl er tendenziell eher zurückhaltend ist, stellt er seine Vorstellungskraft doch gerne zur Schau. Es schmeichelt ihn daher sogar, wenn er als exzentrisch angesehen wird, natürlich auch als originell und scharfsinnig. Wenn er gefragt wird, was er gerne werden oder erreichen würde, sind seine Ziele stets hoch individualistisch. Er muss der Komponist, der Autor oder der geniale Wissenschaftler mit seiner einzigartigen Entdeckung werden. Wenn er so überhaupt wahrgenommen wird, dann, aber nur dann, muss er im Rampenlicht stehen. Wenn er dies nicht kann, muss er sich zurückziehen in seine beißende Selbstkritik. Aber in allen Bereichen, die ihn weniger interessieren, überlässt er die Aufmerksamkeit anderen nur zu gerne und beobachtet. Bei einem INTP gibt es hierbei nur alles oder nichts. Halbherzige Versuche mag er genau sowenig wie die Einschränkungen von Teamwork und Kooperation.

Humor ist ein weiterer Aspekt, der den INTP auszeichnet. Er kann aus dem Stegreif Scherze über fast jede Situation machen. Dinge aus dem Kontext zu ziehen ist dabei seine Hauptquelle und viele INTP sind daher vor allem politischer Satire sehr angetan. Die Vorstellungskraft ist dabei Antrieb und Quelle. Fast unnötig zu erwähnen, dass der Humor eines INTPs sehr kasperhaft und albern sein kann und von vielen nicht leicht oder gar nicht verstanden wird. Das Problem ist, dass sein Konzept für Witze, die aus der unbändigen Quelle einer sprudelnden Vorstellungskraft stammen nur durch sein TI, also sein analytisches Wesen in Struktur gebracht werden. Daher kann sein Humor schwarz, taktlos und trocken wirken, da er über kaum bis gar keinen emotionalen Input verfügt. Witzigerweise sind INTPs fürchterlich schlechte Erzähler von Witzen, da sie wahrscheinlich zu wenig Aufmerksamkeit aufs Detail legen, wenn sie gleichzeitig am reden sind oder mit den Gedanken schon bei der Pointe, was sie bereits laut loslachen lässt, bevor der Witz überhaupt zu Ende erzählt wurde. Wenn man jemanden grinsen oder gar lachen sieht, während er zuvor noch in eigenen Gedanken versunken war und eigentlich keinen offensichtlichen Grund dafür hat, handelt es sich dabei möglicherweise um einen INTP.

Die Präferenz für intuitive Wahrnehmung bedeutet, dass INTPs es nicht mögen, wenn ihr Leben zu sehr geplant wird. Sie fühlen eine unbestimmte Anspannung vor vielen festen Terminen und können sich nicht gänzlich entspannen, bis dieser Termin vorüber oder zumindest im Gange ist. Das Ereignis an sich ist allerdings oft viel weniger ein Problem als angenommen und bringt gewöhnlich auch einen Sinn der Befriedigung mit sich. Aktion ist hier die Rettung eines INTPs, da der Sinn des Erfolges die vorherige Befürchtung meist überschattet. Soziale Verabredungen können ebenfalls sehr genossen werden, sofern sie im Gange sind. Aber freudige Erwartungshaltung gibt es dafür selten, es sei denn, es geht um ein Interessensfeld des INTPs.  Die Quelle dieser Anspannung ist einfach das Gefühl, dass feste Termine die Freiheit rauben, dazu zwingen und sich den Plänen anderer unterzuordnen. Anderen selbstlos zu helfen, ist an sich kein Problem, allerdings, muss sich der INTP dabei frei in der Entscheidung dazu fühlen und es ist keine Selbstverständlichkeit.

Der INTP tendiert auch dazu, misstrauisch und skeptisch gegenüber anderen Personen zu sein. Jedoch basiert ein Großteil ihres Vertrauens darauf, was ihre Vorstellungskraft ihnen über jemanden sagt. Das kann zu einer Naivität und manchmal zu Vorurteilen führen. Andere Personen können ein Problem für den INTP darstellen: einerseits ist er fasziniert von bestimmten Arten von Menschen, andererseits fürchten sie „irrationales Benehmen“ in ihrer Umgebung, was zu übertriebener Vorsicht führen kann. Freundschaften mit INTPs entwickeln eine Geschwindigkeit, deren Tempo auf dem Temperament des anderen basiert. Der INTP mag es nicht, den ersten Zug zu machen und tendiert dazu, den emotionalen Gehalt einer anderen Person nachzuahmen. Eine frohe, laute Person wird den INTP schnell aus seiner Reserve locken, so sehr, wie eben möglich, während eine ernste Person einen ernsten INTP vorfinden wird. In diesem Sinne stellt der INTP eine Art Chamäleon dar, um in die Gedankenwelt einer anderen Person zu gelangen und sie nachvollziehen zu können. Das Ziel ist, genügend Daten zu erhalten, die Person zu analysieren und einzuordnen. Während dessen bleibt der INTP ziemlich reserviert und wird sich nie gänzlich mit seiner Umgebung identifizieren. Als „Chamäleon“ ist er zugänglich und offen, sofern seine Intuition ihm nicht verrät, dass es sich bei seinem Gegenüber um eine Person handelt, die er nicht mag, wodurch sein reserviertes Verhalten oft zu offensichtlich wird. Dieses wandelbare Verhalten ist besonders stark während einer Diskussion. Der INTP könnte sogar für etwas argumentieren, an das er selbst nicht wirklich glaubt. Manchmal ist es nur für die intellektuelle Stimulation, die durch die Herausforderung einhergeht, von einer Mehrzahl von Standpunkten aus zu argumentieren. Chamäleons verstecken ihr wahres Ich. INTPs tun das nicht zynisch oder die ganze Zeit, es ist jedoch die Folge aus ihrem Bedürfnis, Distanz zu wahren und zu beobachten.

Freundschaften entwickeln sich jedoch schnell, wenn INTPs auf andere INTPs oder ähnliche Temperamente treffen. Die Kommunikation zwischen solchen Personen kann sehr intensiv sein und Außenstehende verblüffen. Alle Formen sozialen Anstands und Gastgeber-Gast-Regeln werden irrelevant. Beide wollen nur ihre Konzepte und Interessen teilen, als auch die intellektuelle Stimulation des anderen aufnehmen. Unterbrechungen dieses Prozesses durch soziale Notwendigkeiten sind unerwünscht und nervig. Oft werden beide die Umgebung nicht mal mehr wahrnehmen, was Außenstehenden schon fast lustig erscheinen wird. Begrüßungen wie: „Wie geht es dir?“ dürften nur mit ungezwungenem Desinteresse ausgetauscht werden. Konversationen würden eher wie folgt beginnen: „Ich habe einige Regeln verändert, welche die Talentproben bei unserem Rollenspiel um einiges vereinfachen dürften!“, wissend, dass die andere Person genau weiß, worum es geht. Später, nach etwa einer Stunde des Diskutierens, wird der Gastgeber seinem Gast eventuell etwas zu trinken anbieten, welcher daraufhin bemerken wird, dass er tatsächlich Durst hat. In den meisten Fällen wurden INTPs von anderen Personen jedoch soweit in die soziale Welt mit ihrer Etikette eingeführt, dass selbst unter ihresgleichen ein minimales Leben sozialer Nettigkeiten ausgetauscht werden dürfte.

Gespräche unter vier Augen werden fast immer vorgezogen. Wenn eine dominante, stark extrovertierte und eventuell laute Person in einer Gruppe präsent ist, wird sich der INTP zurückziehen und diese Person wahrscheinlich für grob und anstrengend halten. Wenn er das Gefühl hat, ihm wird nicht wirklich zugehört, zieht sich der INTP zumindest geistig zurück und geht davon aus, dass die Leute, die ihm kein Gehör schenken, einfach nicht besonders intelligent sind. Das macht den INTP zu eher ungünstigen Anführern, da er zu sehr vom Verhalten anderer Abhängig ist. Er springt zu abenteuerlichen Schlussfolgerungen, die fatal sein können. Andererseits können sie gute Assistenten und Ratgeber für Leiter sein, sofern sie mit diesen gleichgeschaltet sind, da ihre beobachtende Analyse der Leiterschaft hilfreiche Einblicke in das geben kann, was gerne übersehen wird, wenn man mit der Leitung beschäftigt ist.

Generell haben INTPs ein starkes Bedürfnis, ihre externe, soziale Welt so simpel und strukturiert wie möglich zu halten, dass sie so viel wie möglich Energie auf ihre innere Welt des Grübelns lenken können. Daher tendieren sie dazu, in gewisser Hinsicht die  unkompliziertesten aller Typen zu sein, wenn es um Interaktion mit anderen geht. Sie ziehen es vor, die Welt an ihnen vorbei ziehen zu lassen. Beim Sozialisieren, dominiert die Vorstellungskraft, sofern keine Diskussion dabei aufkommt, bei der wieder das TI überhand nimmt, wie in ihrer privaten Welt.

Dritte Funktion – Introvertiertes Empfinden („Sensing Introverted“, kurz: SI)

Die Empfindungs-Funktion ist die Art der Wahrnehmung, welche Informationen von Fakten, Details und Objekten sammelt. Wenn diese Funktion stark introvertiert ist, also introvertiertes Empfinden, auch Si (inner Sensing) genannt, entfernt sich der Fokus von externen Details und beschäftigt sich mit persönlichen, introvertierten Details. Das Erleben der Gegenwart ist dabei nicht zentral, sondern eher, was die Gegenwart an hervorgegangenen Erfahrungen hervorruft. Der Schlüssel dazu sind Erinnerungen an die Vergangenheit. INTPs haben typischerweise eine scharfe Aufmerksamkeit um Zeitabschnitte aus der Vergangenheit und viele haben ein relativ gutes, detailbezogenes Gedächtnis. In der Tat ist die empfindende Funktion gewöhnlich sehr gut entwickelt und formt eine starke Partnerschaft mit dem Kern des TI. Daher wird die innere Welt eines INTPs methodisch in komplexer, detaillierter Struktur in Ordnung gehalten. Wenn ein INTP sich auf spezifische Details konzentriert, hat er dafür ein scharfes Auge und wird nicht schnell den Blick dafür verlieren.

Gleichermaßen nehmen INTPs oftmals externe Details nicht wahr, bis sie etwas dazu zwingt. Wenn ein INTP in einen neuen Raum geht oder durch städtische Straße schlendert, ist er blind für die meisten Details, die viele andere Menschen sofort sehen könnten. Sie müssten oft erst einmal darauf hingedeutet werden.

Wenn INTP’ler alleine leben, sind ihre Heimstätten gewöhnlich spartanisch und nutzungsorientiert eingerichtet. Es wird wenige bis gar keine dekorative Objekte geben, elektronische Geräte hingegen oft im Überfluss und die Wichtigkeit jedes Objekts wird auf seiner Nützlichkeit beruhen. Der generelle Stil ihres Heims ist größtenteils irrelevant. Wenn ein Objekt zur Seite gelegt wird und für eine Weile nicht zurückgelegt wird, wird es dort komplett ignoriert zurückgelassen, bis es wieder benutzt wird. Objekte, die dort länger als etwa zwei Tage liegen, werden gewöhnlich unsichtbar für den INTP, bis er wieder Nutzen für sie findet. Für viele andere Temperamente, deren Bedürfnis für Ordentlichkeit und Ordnung an sich sehr hoch ist, stößt dieses Verhalten auf Unverständlichkeit bis hin zu Frustration. Raumecken, Tischoberflächen oder Schränke werden mit Objekten zugehäuft, aber während sie nicht gebraucht werden, bleiben sie effektiv unsichtbar und unwichtig. Tatsächlich sträuben sich unreife INTPs oft dagegen, überhaupt, „handgreiflich“ mit ihrer Umwelt zu werden, da das Verlangen, nicht mit der physischen Welt zu interagieren, sehr stark sein kann. Erst sobald die Unordnung ihn bei seinen Aktivitäten behindert, wird der INTP aufräumen. Oft verlegt er die störenden Objekte jedoch nur in eine andere Ecke, wo sie weitere Wochen „unsichtbar“ verbringen. Wenn ein INTP mit einem Partner oder einer Familie lebt, lernt er die Notwendigkeit, Ordnung zu halten.

Introvertiertes Empfinden spielt oft eine wichtige Rolle in der privaten Welt des INTP. Wenn er einen Ort besucht, ob neu oder bereits bekannt, wird ihm seine empfindende Funktion eine hohe Anteilnahme für die Atmosphäre bzw. Stimmung des Ortes geben. In seinem Unterbewusstsein verbindet er die gegenwärtigen Erfahrungen seiner Umgebung mit Erinnerungen der Vergangenheit, manchmal sehr weit zurückliegender Vergangenheit. Im Urlaub will der INTP’ler vor allem die Ambiente eines Ortes erleben. Spezifische Details der Gegenwart sind relativ unwichtig und werden nicht gut erinnert. Jedoch wird die Atmosphäre oder Stimmung lange danach noch in Erinnerung bleiben, als wären diese ein solides Objekt. Da Personen, denen man im Urlaub begegnet eher als „Details“ zählen, sofern sich daraus kein persönlicher Kontakt entwickelt, tendiert der INTP dazu, sich eher zu einsamen, isolierte Orten zurückzuziehen, an denen die Atmosphäre weniger gestört wird. Nichtsdestotrotz fügt die Präsenz anderer Personen ihre eigene Stimmung hinzu, was auch geschätzt werden kann. Das Ergebnis dieser Anteilnahme für vergangene Erfahrungen, sowie Stimmung und Atmosphäre, ist, dass ein INTP zu den Typen gehört, die man als melancholisch beschreiben würde.

Da die der Gegenwart untrennbar mit einem Sinn für die Vergangenheit verknüpft ist, neigt der INTP dazu, Gegenstände anzuhäufen, die es ihm ermöglicht, die Verbindung zur Vergangenheit zu stärken. Er findet es sehr schwierig, etwas los zulassen, was er gesammelt oder gar erschaffen hat und nostalgische Bedeutung enthalten könnte. Er geht  davon aus, dass jedes Objekt von Interesse bis ans Lebensende für immer von Interesse bleiben wird. Dies betont einen starken Sinn der Universalität im Fortschritt der Zeit, genauso, wie es die Ernsthaftigkeit eines INTPs im Bezug auf seine Interessen betont. Sammlungen werden oft sehr ernst genommen. Obwohl die Sammlung an sich eher als ein zeitliches denn als ein räumliches Objekt wahrgenommen wird, sollte man immer von mehr Wichtigkeit in den Gedanken des INTPs als in seinen Objekten ausgehen. Daher sind INTPs zwar Sammler, aber sie sind Sammler, denen die Objekte nur insofern wichtig sind, da sie eine Verbindung zur Vergangenheit schaffen, da sie insofern eine nostalgische Stimmung erschaffen. Das wundersame Problem mit jeder Sammlung eines INTPs ist, dass er es selten im Hier und Jetzt genießen wird. Die Gegenstände werden weggeräumt, so dass sie irgendwann wieder ausgegraben werden können, aber dieser Punkt wird oft nie eintreffen. Das könnte daran liegen, da der INTP mental immer so aktiv ist, dass er kontinuierlich in neue Interessensgebiete eintaucht und weitermacht, Gegenstände zu horten, die er damit verbindet, dass er es sich selten selbst erlaubt, sich genug Zeit zu nehmen, seine sich stetig erweiternde Bibliothek der Vergangenheit zu Gemüte zu ziehen. Die Interessen eines INTP wären genug, um ihn für mehrere Lebens beschäftigt zu halten.

Ein weiterer Interessensbereich des INTP, in dem das innere Empfinden starken Einfluss übt, ist Musik. Ein INTP wird gewöhnlich von Musik fasziniert und kann einen tiefen, weitreichenden Musikgeschmack entwickeln. In der Tat spielt jede seiner Hauptfunktionen eine Rolle im Genuss der Musik und tatsächlich ist Musik ein Schlüsselinteresse, seine unterentwickelten Gefühle hervorzubringen. Das innere Empfinden selbst bringt eine Faszination für die Stimmung und Atmosphäre der Musik, genau so, wie für einen starken Sinn persönlicher Nostalgie. INTPs genießen daher oft melancholische Musik, die in sich gekehrt und/oder esoterische Stimmungen erzeugen. Gleichermaßen genießen INTPs es, Musik zu hören, die sie sie gehört und genossen haben, als sie jünger waren, sofern sie sie heute noch genießen können und sehnen sich nach der Nostalgie, die diese Musik bereithält. INTPs fühlen sich dank ihrer analysierenden Natur ebenfalls zu komplex strukturierter Musik hingezogen. Solche Musik ist gewöhnlicherweise zu komplex, um nach einem einzigen Hördurchgang verstanden zu werden, was daher exzellentes Material zur Analyse bietet und den INTP dementsprechend anregt. Sobald die grundlegende Struktur der Musik erfasst wurde, sorgt die Vorstellungskraft für den Antrieb, die Bedeutung des Stückes zu erfassen. Was will der Komponist beispielsweise ausdrücken? Warum wurde genau diese Entwicklung gewählt? Tatsächlich ist die Vorstellungskraft während des Musikhörens stark am arbeiten und versucht die Bedeutung hinter den oft faszinierenden Kombinationen der Geräuschwelt, der strukturellen Entwicklung und nostalgischen Eindrücke zu erfassen.

Wenn der Denkprozess die Wahl der Musik bestimmt, wird die intellektuelle Stimulation, die aus komplexen Strukturen und Tönen einhergeht, das Anliegen für kultivierte Harmonie überschatten. Daher fühlen sich INTPs oft zu Dissonanzen hingezogen. Tatsächlich können sie sogar stark nach dissonanten Klangwelten streben. Wenn sie in solchen Stimmungen sind, empfinden sie konsonante Harmonien, insbesondere jene der Drei-Akkord-Melodie Varietät als langweilig und uninspiriert. Wenn ein INTP dazu gezwungen wird, sich simpel harmonisierte Musik eine Weile lang anzuhören, wird er gewöhnlich nicht lange warten können, die Entspannung zu fühlen, die er danach durch pure Dissonanz empfindet. Die ideale Musik für seinen Denkprozess kann typischerweise eine moderne Symphonie sein, mit einem komplexen, jedoch analysierbaren Kern, mit einer reichen und variierender Klangwelt, hauptsächlich dissonant, aber mit Anteilen von melodischen Motiven, um für Stabilität zu sorgen.

Letztendlich formt die Musik eine lebendige, zentrale Rolle darin, den unterentwickelten extrovertiert fühlenden Schatten im Leben eines INTP’lers zu wecken. Es ist unzweifelhaft jener, der den INTP’ler den Lebensfunken gibt, einen Sinn echter Freude zu empfinden, mit der Musik erlebt wird. Dem INTP’ler bleibt die Rolle seiner eigenen Gefühle in der Musik mysteriös. Musik formt, was auch immer hilfreich ist, diesen Schatten zu erwecken.

Unterentwickelte Funktion: Extrovertiertes Fühlen („Feeling Extroverted“, Kurz: FE)

Tatsächlich nimmt die reife Verwendung von extrovertiertem Fühlen erst im mittleren Alter eines INTPs eine klare Form an. Gefühle und Emotionen werden mit Misstrauen bedacht und manchmal möglicherweise sogar vom INTP gefürchtet, was darin resultiert, dass er ihnen ausweicht oder seine eigenen nicht zeigen will. Gleichermaßen mag er eine gewisse Faszination in der emotionalen Welt erleben, aber er ist verzweifelt damit, jeden Gedanken in diesem Bereich zu entpersonalisieren. Er ist veranlasst die Objekte seiner Emotionen kontinuierlicher Analyse zu unterziehen, da der Denkprozess seinen Gefühlsprozess gewöhnlich überschattet und sein FE mit Anschuldigungen der Irrationalität angreift. Er sträubt sich dagegen, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, in der Befürchtung, damit Kontrolle zu verlieren. Er glaubt, Emotionen seien von geringerer Substanz als Logik und sein natürliches Ziel ist es, seine Emotionen mit reiner Rationalität zu erobern.

Viel des oben genannten demonstriert die den unreifen und unterentwickelten Weg, mit dem INTP ihre emotionale Seite behandeln. In wirklichkeit bedeutet, dass die extravertierte Natur der Gefühlskomponente des INTP bedeutet, dass seine Emotionen, wenn sichtbar, sehr direkt und leicht zu deuten sind. Da der INTP normalerweise wünscht, seine Emotionen zu verstecken, sind sie, wenn sie doch herauskommen, in ihrem Ausbruch fast von kindlicher Unschuld. Es gibt dabei einen Sinn von „Alles-oder-nichts“ und, sofern sichtbar, gibt es dabei nichts rätselhaftes um die Gefühle eines INTPs: tatsächlich scheinen diese sehr „roh“ und grundlegend zu sein.

Wenn sie an Ort und Stelle Entscheidungen treffen müssen, ist das FE oft temporär an vorderster Linie sichtbar. Dessen unreife Natur kann darin enden, unangebrachte Entscheidungen zu treffen. Der INTP könnte dies später bereuen, wenn sein Denkprozess die Ereignisse analysiert hat. Daher tendieren der INTP dazu, es zu vermeiden, schnelle Entscheidungen zu treffen, da er weiß, dass sein emotionales Urteil seine Achillesverse ist. Dieser Widerstand wird jedoch teilweise geschwächt, wenn seine Vorstellungskraft einspringt, seine Gefühle zu stärken. Die Genauigkeit der intuitiven Einsicht wird grundlegend, wenn der INTP dabei ist, fatale Fehler zu umgehen. Es ist interessant zu beobachten, dass die externe Welt eines INTP eine freigeistige Partnerschaft zwischen äußeren Gefühlen und Intuition involviert, während die innere Welt eine sehr klinische, Detail/Struktur/Analyse-Kombination aus innerem Denken und Empfinden ist.

Für den INTP werden Emotionen oft als etwas mysteriöses und unkontrollierbares angesehen. Daher ist die Wurzel seiner Angst vor Emotionen die Angst, diese nicht kontrollieren zu können. Daher wird der INTP, wenn er endlich emotional auf etwas reagiert, seine Emotionen unkontrolliert, roh und offen lassen. Wenn er die emotionale Reaktion einer anderen Person erlebt, wird der INTP sich dagegen intensiv wehren, selbst ähnliche Gefühle zu zeigen. Ein Beispiel davon könnte sein, wenn der INTP einen „schnulzigen“ Kinofilm sieht, in der eine herzerweichende Szene gezeigt wird. Der INTP verabscheut den Versuch des Regisseurs, seine Emotionen zu beeinflussen und er wird eher grinsen als weinen. Diese Reaktion hat jedoch nichts mit Arroganz zu tun. Eher ist sie die defensive Reaktion des INTP, um zu vermeiden, seinen Schwachpunkt offen zulegen.

Das Mysterium um die Emotionen ist ebenfalls Beweis für die Nutzung des INTP’lers von Musik. Er wird stets Musik hören wollen, die zu seinem derzeitigen emotionalen Zustand passt, sei es Aggression, Wärme, Begeisterung, Entspannung, was auch immer. Es ist leichter, die passende Musik zu wählen, als den Zustand zu ändern. INTPs könnten keine Musik hören, um ihre Stimmung zu ändern oder zu verbessern. Sie empfinden eine unliebsame Disharmonie, wenn ein Musikstil nicht zu ihrer momentanen Stimmung passt. In der Tat ist es erstaunlich, wie sehr sie auf ihre Emotionen achten, sobald Musik involviert ist.

Romantische Intimität ist ein weiterer wichtiger Bereich, der den Gefühlsschatten eines INTPs zum Vorschein bringt und fasziniert diesen auf ähnlichem Wege wie die Musik. Beide haben einen emotionalen Kern, der sich keiner Analyse beugt. Amouröse Gefühle sind oft im Widerspruch mit dem Bedürfnis nach distanziertem Beobachten. Daher kann romantische Intimität eine große Rolle in der Balance der Funktionen des INTP spielen. Er wird dennoch typentreue Elemte in diesem Bezug aufweisen, in dem er die Reaktionen seines Gegenübers verstehen und kategorisieren will. Nichtsdestotrotz führt die extravertierte Natur des Fühlens in einer intimen Partnerschaft zu einer nützlichen Offenheit und empathischen Direktheit in Antwort auf die Bedürfnisse des Partners und fördert die gesunde Entwicklung der FE-Funktion. Tatsächlich ist die intime Beziehung für INTPs der einzige Ort, an dem sie ihr FE gehaltvoll entwickeln können.

Die unterentwickelte Natur des Fühlens selbst zeigt sich in der fehlenden Kompetenz, aktive Empathie zu zeigen, wenn Mitmenschen starken Emotionen unterzogen werden. Wenn er wünscht, die emotionale Person zu ermutigen, tendiert der INTP dazu, auf dem Verstand basierende Lösungen zum Problem beizutragen. Oft weiß der INTP nicht, wie man mitfühlt und empfindet daher Unbehagen und Hilflosigkeit, besonders, wenn er den rationalen Grund der Emotionen versteht. Er kann frustriert werden, wenn die Person unglücklich bleibt, selbst, nachdem sie seine Lösungsansätze gehört hat. Viel schlimmer ist es, wenn die emotionale Person als irrational erscheint. Aber davon hatten wir es ja schon.

Das Fühlen ist wie gesagt die Achillesverse des INTP. Er fürchtet selten faktische Dinge der Außenwelt, zumindest nichts, was man im Alltagsleben erlebt. Dies kann gewöhnlich immer durch die Anstiftung aktiver Abwehrstrategien abgewehrt werden. Die Möglichkeit, komplett hilflos stehengelassen zu werden, lässt den INTP kalt, denn sobald der Verstand „besiegt“ wurde, spenden Emotionen wenig Trost. Resignierte Akzeptanz des Unausweichlichen ist das Anathema des INTP. Die typische Reaktion des INTP ist es, die Welt, die dies erzeugt hat, einfach nur mit kalter Leidenschaft zu hassen. Jedoch werden die größten Ängste des INTPs aus seinen eigenen Vorstellungen erschaffen. Das Problem dabei ist, dass durch seine große Analyse/Vorstellungskraft-Achse sehr unangenehme Vorstellungen hervorgerufen werden können, die auch weit weg von der Realität und irrational sein können. Gedanken und Möglichkeiten sind von solch großer Wichtigkeit im Kopf eines INTP, dass er sie schlecht mit Vernunft überschatten kann. Da die emotionale Antwort auf eine unangenehme Vorstellung auf einer unterentwickelten Funktion basiert, scheitert sie ebenfalls daran, zurück zum gesunden Menschenverstand zu finden. Das Endresultat ist die Furcht, dass Vorstellungen alleine bereits zur Selbstzerstörung führen können. Diese Furcht ist irrational und ist ein Schrei nach Hilfe vom unterdrückten Fühlen, wenn es von der Analyse- und Vorstellungskraft überrannt wird. Dieses Problem kann überwunden werden, wenn die Typen-Dynamik durch angehende Reife ausbalanciert wird.

 

…das war jetzt so lang, ich verzichte Mal auf ein Fazit. Vielen herzlichen Dank fürs Lesen.

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87 thoughts on “INTP – Der Grübler

  1. Dies ist eine gute Zusammenfassung dieses Charaktertyps. Wenngleich man von derlei Kategorisierungen halten mag, was man will, so muss ich jedoch vermelden, laut entsprechenden Tests ebenfalls dem INTP-Typus anzugehören und die mit diesem assoziierten Eigenschaften in schon fast klischeehafter Weise mein eigen zu nennen. Speziell die Ausführungen zu Humor und Musik wussten mich zu amüsieren. Lediglich im stilistischen weiche ich dann doch von der Norm ab, da mir bei der Wahl des Wohnungsinterieurs durchaus an einer visuellen Kohärenz gelegen ist. Wobei man hier argumentieren mag, dass ich dieser für mein literarisches Schaffen bedarf, was die Auswahl doch wieder in einem gewissen Sinne zweckmäßig macht.
    Auch ermöglichte mir das fortschreitende Alter, einige der, mit den Schwächen dieser Charakterausprägung einher gehenden, spontanen Entgleisungen doch besser kontrollieren zu können.
    Des persönlichen Gefallens willen, möchte ich an dieser Stelle noch hinzufügen: „JA MANN! DAS BIN SOWAS VON ICH!“

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    1. Das ist ja wunderbar, vielen Dank auch für das Lob!
      Ich denke, fortschreitendes Alter und demnach auch eine im günstigen Fall fortschreitende Entwicklung der dritten und vierten Funktion kann deinen Wohnungsstil durchaus rechtfertigen.

      Übrigens! An alle anderen Leser – das hier tatsächlich kurz nach Veröffentlichung ein (wahrscheinlicher) INTP vorbeispringt war nicht abgesprochen, auch wenn es so aussehen mag 😀
      Darf ich fragen, was für einen Test du gemacht hast?

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        1. Ja, INTPs sind nicht häufig vertreten – ich denke, das ist bis zu einem gewissen Grad auch gut so, sonst würden wir noch alle verhungern. Ich selber habe nur bei einem Bekannten die Vermutung, dass es ein INTP ist, wenn, dann aber ein eher unreifer (der Meinung war ich auch schon zuvor). Daher finde ich es auch sehr interessant, auf andere INTPs zu stoßen.

          Das ist lustig, mit der Seite hat es bei mir auch angefangen. Wobei ich zunächst zu dem Ergebnis „INTJ“ kam. Und als ich mich genauer mit dem Thema befasst habe, wurde mir klar, dass das völliger Quatsch war. Und auch, dass die Form der Fragestellung durchaus ihre Probleme mitführt, weil sie eigentlich keinen Interpretationsspielraum erlaubt. Heißt allerdings nicht, dass es nicht auch funktionieren kann. Lustigerweise habe ich, als ich in einer anderen Stimmungslage den Test erneut gemacht habe, auch ein anderes Ergebnis erhalten. Was zwar treffender war, mich aber umso mehr von Online-Tests abgeschreckt hat.

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    2. Hey Sam, ich find deinen Blog absolut Spitze. Du hast echt ein Händchen dafür abstrakte Dinge einfach zu erklären. Dein Schreibstil gefällt mir auch echt gut.

      Es gibt drei Dinge die ich nicht ganz verstehe:

      1.)
      – du schreibst ja, dass J-Typen zu Anfang eine urteilende Funktion haben und P-Typen eine wahrnehmende Funktion.
      Erstmal: sind die Funktionen nach der Reihenfolge des Einsatzes zu betrachten? Nicht wirklich, oder? Sonst würden J-Typen ja die Kausalität verdrehen 😀 irgendwie stehe ich da etwas auf dem Schlauch. Oder geht es einfach nur um die größte Ausprägung an sich?

      Ich meine, es erschließt sich mir irgendwo schon. Ich habe das jetzt alles vor 5 Minuten zu Ende gelesen und muss es zugegebenermaßen noch genauer verinnerlichen – aber ich verstehe das ungefähr so: der strukturierte J-Typ der benutzt zuerst seine urteilende Funktion wie denken oder fühlen – somit liegt das was er im Nachhinein wahrnimmt seinen Moralvorstellungen (F) bzw. seinen Prinzipien (T) zugrunde. Somit kommt der J wahrscheinlich auf eine schnellere Entscheidung, könnte aber dazu neigen nicht alles so genau wahrgenommen zu haben.
      Nehmen wir den Text als Beispiel: ist meine Schlussfolgerung falsch, könnte man annehmen ich hätte ein introvertiertes denken als erste Funktion und ein extrovertiertes intuieren (intuieren nur allein deshalb weil ich mich so sehr für dieses Thema interessiere), – weil ich nicht „gut“ genug wahrgenommen habe – liege ich mit meiner Vermutung richtig, könnte man eher darauf schließen ich sei ein extrovertierter intuierer und ein introvertierter Denker.

      -naja okay, war irgendwie ein blödes Beispiel das ganze auf das Verständnis einer Sachlage zu beziehen-

      Ein P ordnet, zumindest so wie ich es verstehe, seiner Wahrnehmung zuerst einen höheren Stellenwert als seinem Urteil zu. Er intuiert oder empfindet länger bis er zu seinem Urteil kommt.

      Verstehe ich das halbwegs richtig, oder bin ich völlig auf dem Holzweg?

      2.)
      Der Wikipedia-Artikel beschreibt die Reihenfolge der Funktionen anders als du. Beispielsweise ist die primäre Funktion des INTPs hierbei nicht das Introvertierte intuieren, so wie du es beschreibst, sondern das introvertierte Denken auf das dann das extrovertierte intuieren folgt. Finde ich irgendwie komisch. Finde deine Beschreibung zumindest nach meinem momentanen Verständnis schlüssiger. Muss aber auch zugeben, dass ich den Wiki-Artikel nur überflogen habe und mir daher die Begründung nicht richtig durchgelesen habe.
      Denkst du der Wiki-Autor kam einfach durcheinander mit den ganzen Funktionen? Kann man ihm ja nicht unbedingt verdenken.

      3.)
      Ich habe gelesen dass David Kersey, der sich auch mit dem Mbti beschäftigt hat, die Funktionen einfach ignoriert und dabei nur auf die 4 Variablen XXXX eingegangen ist. Warum? Das ist zwar einfacher zu verinnerlichen, aber doch etwas komisch. Es wirkt somit auch nicht wirklich wie ein halbwegs seriöses psychologisches Modell. Dennoch ist es auch interessant den Mbti ohne die Funktionen zu betrachten – sprich Extrovertiert oder Introvertiert, während extrovertierte Menschen ihre Energie eher in Menschenmassen aufladen und introvertierte wenn sie alleine sind, Sensorische Wahrnehmung und intuitive Wahrnehmung
      (Die Wahrnehmung ist als Funktion ja eigentlich schon mit drin, auch wenn man die Funktionen gänzlich ignoriert. Dabei wird dann einfach nur nicht darauf eingegangen ob die Wahrnehmung E oder I ist, oder wie? Weil es diesem David zu kompliziert war und er was für die Masse verständliches vermarkten wollte, oder hat er berechtigte Kritik an den Funktionen ausgeübt? )
      T oder F (Urteil)
      J oder P (grob: J: Ordentlich und streng strukturiert, P: unordentlich aber ein „Improvisationstalent“)

      Warum gehst du aber kaum auf die Variablen an sich ein? Oder habe ich irgendwas von dir vielleicht überlesen?

      Wäre echt stark, wenn du mir das beantworten könntest 🙂
      Ah: meinst du du könntest ungefähr tippen in welche Richtung mein Mbti geht. Würde mich interessieren ob du ihn errätst. Schon klar, dass das über so einen Text kaum möglich ist, aber eine Tendenz kannst du ja mal abgeben :p

      Viele Grüße und viel Erfolg auf deinem zukünftigen Weg. Wäre interessant irgendwann mal ein Buch von dir in der Bibliothek stehen zu sehen.

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      1. Danke für die Blumen! Manche Leute sagen mir nach, ich könnte abstrakte Dinge eben nicht erklären, jetzt bin ich ein wenig verwirrt und weiß nicht, wem ich glauben soll.

        Jedenfalls, um auf deine Fragen einzugehen:

        „1.) – du schreibst ja, dass J-Typen zu Anfang eine urteilende Funktion haben und P-Typen eine wahrnehmende Funktion.“
        –> Nein, das stimmt so nicht ganz. J-Typen bevorzugen eine nach außen gerichtete urteilende Funktion, also TE oder FE, P-Typen bevorzugen eine nach innen gekehrte urteilende Funktion, sprich TI oder FI.

        „der strukturierte J-Typ der benutzt zuerst seine urteilende Funktion wie denken oder fühlen – somit liegt das was er im Nachhinein wahrnimmt seinen Moralvorstellungen (F) bzw. seinen Prinzipien (T) zugrunde.“
        –> Im Kern stimmt das, aber streich das „zuerst“. Der ISTJ zum Beispiel hält sich oft noch etwas zurück, bevor er direkt eine Entscheidung trifft, indem er die momentane Situation mit vergangenen Erfahrungen vergleicht. In diesem Moment verwendet er zunächst seine beobachtende Funktion (SI), die auch seine erste und am stärksten ausgeprägteste Funktion ist. Wahrscheinlich wird er sein Te erst danach verwenden.

        „Somit kommt der J wahrscheinlich auf eine schnellere Entscheidung, könnte aber dazu neigen nicht alles so genau wahrgenommen zu haben.“
        –> Das stimmt allerdings prinzipiell. J-Typen, egal ob introvertiert oder extrovertiert tendieren dazu, schneller Entscheidungen zu treffen, als P-Typen.

        „Nehmen wir den Text als Beispiel: ist meine Schlussfolgerung falsch, könnte man annehmen ich hätte ein introvertiertes denken als erste Funktion und ein extrovertiertes intuieren (intuieren nur allein deshalb weil ich mich so sehr für dieses Thema interessiere), – weil ich nicht „gut“ genug wahrgenommen habe – liege ich mit meiner Vermutung richtig, könnte man eher darauf schließen ich sei ein extrovertierter intuierer und ein introvertierter Denker.“
        –> Das ist zu stark vereinfacht. So schnell kann man die Funktionen nicht analysieren.

        „Ein P ordnet, zumindest so wie ich es verstehe, seiner Wahrnehmung zuerst einen höheren Stellenwert als seinem Urteil zu. Er intuiert oder empfindet länger bis er zu seinem Urteil kommt.“
        –> Generell kannst du sagen, die erste Funktion hat den höchsten Stellenwert. Introverten sind der Außenwelt gegenüber eher misstrauisch und verlassen sich zunächst auf ihre erste, nach innen gerichtete Funktion, egal, ob diese beobachtend oder urteilend ist. J & P beziehen sich wirklich nur darauf, ob die bevorzugte urteilende Funktion (egal, ob sie an erster oder zweiter Stelle steht) nach außen oder innen gerichtet ist.

        „2.) Beispielsweise ist die primäre Funktion des INTPs hierbei nicht das Introvertierte intuieren, so wie du es beschreibst[…]“
        –> Flüchtigkeitsfehler meinerseits, Verzeihung. Hab ich korrigiert. Witzigerweise stand es trotzdem schon richtig in der Klammer: „Thinking introverted“.
        Das erklärt wahrscheinlich auch deine Verwirrung.

        „3.) Ich habe gelesen dass David Kersey, der sich auch mit dem Mbti beschäftigt hat, die Funktionen einfach ignoriert und dabei nur auf die 4 Variablen XXXX eingegangen ist. Warum? Das ist zwar einfacher zu verinnerlichen […]“
        –> Da hast du die Antwort. Es ist einfacher zu verinnerlichen. Wenn ich Workshops gebe, in denen ich einer Gruppe das Modell erkläre, gibt es von 10 Personen mindestens 5, die komplett auf dem Schlauch stehen und mir hinterher sagen, das sei ihnen alles zu kompliziert. Mit vier Buchstaben kann man sich das leichter vorstellen.

        Ganz ehrlich, wenn es nach mir gehen würde, hätte ich die Persönlichkeitstypen entsprechend der ersten beiden Funktionen benannt. Einen INTP mit TI an erster und NE an zweiter Stelle hätte ich z.B. TiN genannt, einen ESTJ mit TE an erster und SI an zweiter Stelle TeS. Gäbe wahrscheinlich viel weniger Verwirrung. Aber dann würde niemand, der sich für das Thema interessiert meine Seite finden.

        „Dennoch ist es auch interessant den Mbti ohne die Funktionen zu betrachten – sprich Extrovertiert oder Introvertiert, während extrovertierte Menschen ihre Energie eher in Menschenmassen aufladen und introvertierte wenn sie alleine sind, Sensorische Wahrnehmung und intuitive Wahrnehmung“
        –> Diese Einsichten bietet auch das Funktionenmodell. Ist deine erste Funktion nach innen gekehrt, bist du ein Introvert. Ist deine bevorzugte beobachtende Funktion empfindend, bist du ein Sensoriker, etc. … man muss nur ableiten, aber wenn man den „Funktionsalgorhythmus“ kennt, dann braucht man nur die ersten beiden Funktionen zu kennen und hat all die Informationen, die auch die vier Buchstaben mitteilen.

        „Warum gehst du aber kaum auf die Variablen an sich ein? Oder habe ich irgendwas von dir vielleicht überlesen?“
        –> Die Variablen befinden sich ja bereits in der Funktionenfolge.

        „meinst du du könntest ungefähr tippen in welche Richtung mein Mbti geht. Würde mich interessieren ob du ihn errätst. Schon klar, dass das über so einen Text kaum möglich ist, aber eine Tendenz kannst du ja mal abgeben :p“
        –> Sorry, nein, kein Schimmer. Ich hätte ja normalerweise gesagt, füll den Fragebogen aus, aber ich habe noch mindestens 3 Fragebögen, die ich zuerst machen sollte und schon seit über einem halben Jahr in meinem Postfach gammeln.

        „Viele Grüße und viel Erfolg auf deinem zukünftigen Weg. Wäre interessant irgendwann mal ein Buch von dir in der Bibliothek stehen zu sehen.“
        –> Interessant wäre es, ja 😀
        Aber nicht sonderlich realistisch. Ich habe nichts in die Richtung studiert, bin so gesehen ein Laie, der einfach viel über ein Thema nachdenkt, aber nach offiziellen Maßstäben keine Autoritätsperson im Bezug auf Psychologie ist. Du wirst eher ein paar Alben von mir auf iTunes finden.

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        1. Tmo:
          Vielen Dank, wie lieb von Dir!
          Könnte vielleicht daran liegen, dass mein Hirn oftmals auf eher unkonventionelle Erklärungen anspringt bzw.:- ich habe selbst beispielsweise im Studium bemerkt, dass ich oftmals abstrakte Dinge anders angehe und wenn ich dann anderen erklären wollte, wie viel einfacher und verständlicher meine Vorgehensweise ist, zogen meine Kommilitonen lieber die konventionelle Berechnungsart vor.
          Korrekturen mit dem vermerk „Seltsam, aber Ergebnis stimmt“ waren auch keine Seltenheit. Vllt haben wir ja irgendeine Funktion ähnlich stark ausgeprägt (das extrovertierte intuieren vielleicht?)

          Somit bist du vielleicht wirklich kein guter Erklärer von abstrakten Dingen, sondern sprichst eher meine Art von Verständnis an. (kleiner Erklärungsversuch)

          1) okay jetzt, danke; Dann habe ich es jetzt vermutlich vollständig verstanden.

          2) passiert.

          3) Es liefert aber alles in allem auch ein deutlich unseriöseres Modell.

          „anders benannt“
          Gute Idee, in diese Richtung dachte ich auch schon – warum hat es Jung dann überhaupt so aufgezogen? Dass man eben alle Funktionen herauslesen kann und mit den 4 wechselnden variablen sich leichter zu merkende 4² Typen hat wahrscheinlich?!

          „sorry, nein kein Schimmer“
          Ich bin absolut davon überzeugt ENTP zu sein.
          Wobei es etwas verwunderlich ist, da ich zwar Menschenmassen genieße, aber teilweise Phasenweise Schübe habe, da bin ich fast schon übermäßig schüchtern, während es dann wieder Zeiten gibt in denen ich überhaupt keine Schüchternheit mehr besitze – ja, ich weiß das hat weniger mit Extro und intro zu tun als mit dem selbstbewusstsein – und das kann halt mal sprunghaft sein. Da bietet der mbti wahrscheinlich keine Erklärung. Wobei ich mal irgendwo gelesen habe, dass das Modell im eine 5. Variable erweitert wurde: irgendwie sensibel oder unsensibel – aber nicht das aktive sensible also die emphatie, sondern das verletzlich sensible und das unverletzlich unsensible.
          BTW: Das Wort „sensibel“ ist echt verwirrend.

          „… aber nicht so realistisch..“
          Man kann auch Dinge autodidaktisch studieren. Du kannst deinen Kenntnisstand der Masse nur nicht direkt „beweisen“, weil du keinen Zettel vorlegen kannst auf dem steht dass du den B. Sc. in Psychologie hast.

          Ich will dir jetzt nicht zu sehr Honig um den Mund schmieren, weil ich das ekelhaft finde, aber das sind ja teilweise studienähnliche Artikel von dir: was denkst du denn wie sich die Psychologie als Wissenschaft überhaupt entwickelte? Indem sich unstudierte Menschen Gedanken über soziale Zusammenhänge gemacht haben und Modelle angefertigt und ausgebessert haben. Ähnlich wie du es auch machst.

          Naja wie dem auch sei, auch fürs Romane schreiben bei der Charakterentwicklung ist die Kenntnis vom mbti sicherlich sehr hilfreich.

          Aber dann wünsche ich dir natürlich viel Erfolg mit deiner Musik!

          Zuletzt noch:
          -Wie finde ich denn deine Musik?
          -Würdest du mir den Fragebogen trotzdem zukommen lassen? Du brauchst ihn auch nicht auswerten.

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          1. „ich habe selbst beispielsweise im Studium bemerkt, dass ich oftmals abstrakte Dinge anders angehe und wenn ich dann anderen erklären wollte, wie viel einfacher und verständlicher meine Vorgehensweise ist, zogen meine Kommilitonen lieber die konventionelle Berechnungsart vor.“
            –> Das passiert Intuierern generell häufig. Was hast du denn studiert?

            „3) Es liefert aber alles in allem auch ein deutlich unseriöseres Modell.“
            –> Da stimme ich dir vollkommen zu. Ist zwar leichter verständlich, aber gleichermaßen oberflächlicher.

            „Gute Idee, in diese Richtung dachte ich auch schon – warum hat es Jung dann überhaupt so aufgezogen?“
            Jung hat nur die Theorien über die 8 Funktionen (introvertiert/extrovertiert berücksichtigt) aufgestellt, aber – wenn mir mein Gedächtnis keinen Streich spielt – fast nichts bis überhaupt nichts über eine Kombination von Funktionen geschrieben. Das war dann später Isabel Myers.

            „Ich bin absolut davon überzeugt ENTP zu sein.“
            –> In Anbetracht deines gewählten Nicknames mit der Anspielung auf Better Call Saul macht das sogar Sinn 😛
            Ich bin trotzdem vorsichtig mit vorschnellen Analysen geworden. Ich habe eine weniger selbstbewusste Person schon einmal mit einer falschen Analyse zu einer halben Identitätskrise gebracht.

            „Wobei es etwas verwunderlich ist, da ich zwar Menschenmassen genieße, aber teilweise Phasenweise Schübe habe, da bin ich fast schon übermäßig schüchtern, während es dann wieder Zeiten gibt in denen ich überhaupt keine Schüchternheit mehr besitze“
            Solltest du ein ENTP sein, wäre das tatsächlich ziemlich normal. Bei ENFPs ist das ähnlich: sie sind zwar total neugierig und empfänglich für neuen Input, aber dadurch, dass sie so viel aufnehmen, benötigen sie nach einer Weile auch für Extroverten relativ viel Zeit, um die ganzen Informationen zu verarbeiten. Gleichermaßen werden INTPs und INFPs auch häufig als die introvertiertesten Typen bezeichnet. Ich kann das zwar nicht offiziell von meiner Seite bestätigen, aber die Theorie hat zumindest ein logisches Argument.

            „Wobei ich mal irgendwo gelesen habe, dass das Modell im eine 5. Variable erweitert wurde: irgendwie sensibel oder unsensibel – aber nicht das aktive sensible also die emphatie, sondern das verletzlich sensible und das unverletzlich unsensible.“
            –> Ja, ob man „turbulent“ oder „stabil“ oder so etwas ist. Finde ich aber unangebracht. Das hat mMn nix mit Typologie zu tun.

            „Man kann auch Dinge autodidaktisch studieren. Du kannst deinen Kenntnisstand der Masse nur nicht direkt „beweisen“, weil du keinen Zettel vorlegen kannst auf dem steht dass du den B. Sc. in Psychologie hast.“
            –> Dem stimme ich dir auch komplett zu, aber das ist eben das induktive Denken, das die breite Masse vorrangig nutzt. Die will den Wisch eben doch sehen.

            „Ich will dir jetzt nicht zu sehr Honig um den Mund schmieren, weil ich das ekelhaft finde“
            –> Sehr gut, solchen Leuten werfe ich danach nämlich das Honigglas an den Kopf 🙂

            „aber das sind ja teilweise studienähnliche Artikel von dir: was denkst du denn wie sich die Psychologie als Wissenschaft überhaupt entwickelte? Indem sich unstudierte Menschen Gedanken über soziale Zusammenhänge gemacht haben und Modelle angefertigt und ausgebessert haben. Ähnlich wie du es auch machst.“
            –> Den Blumenstrauß nehme ich trotzdem. Ja, absolut. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass meine Erkenntnisse über die Typologie vielen Menschen helfen würden. Es ist nicht so, dass ich an hier direkt an mir oder meinen Aufschrieben zweifele, sondern viel mehr so, dass ich an meinen Mitmenschen zweifele. Das hört sich jetzt arroganter an, als es ist. Wobei?
            Naja, du weißt ja selbst, wie unsere Welt geprägt ist.

            „Naja wie dem auch sei, auch fürs Romane schreiben bei der Charakterentwicklung ist die Kenntnis vom mbti sicherlich sehr hilfreich.“
            –> Definitiv. Genauso sehr wie Durchhaltevermögen *seufz*

            „Wie finde ich denn deine Musik?“
            –> https://www.youtube.com/c/SilverstreamMusic
            Wenn dir was besonders gefällt, schreib mir einfach ne Mail und ich lass dir den Track zukommen.

            „Würdest du mir den Fragebogen trotzdem zukommen lassen? Du brauchst ihn auch nicht auswerten.“
            –> https://introspektivblog.wordpress.com/typologie-themenuebersicht/
            Hier auf „kostenloser Persönlichkeitstest“ klicken.

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  2. Besser spät als nie..

    Nach langer Zeit habe ich mich mal dazu aufgerafft auf deine Auswertung zu antworten.
    Mit einer langen ausführlichen Antwort ist dennoch nicht zu rechnen, da ich mich in der Beschreibung des INTP vollkommen wiedererkenne. Mehr kann ich dem nicht beifügen..

    Ich hätte da jedoch noch eine Frage.
    Trotz des ganzen logischen und analytischen Denkens, das immer wieder erwähnt wird liegt mein Interesse eher in der Historie sowie der Kunst und der Literatur. Passt das trotzdem zu meinem Typ?

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    1. Freut mich, dass du dich wiederfinden kannst. Gerade INxx-Typen haben oftmals Probleme, sich irgendwo in der Welt zu finden und fühlen sich häufig „fehl am Platz“ oder in negativer Hinsicht „anders“. Wenn man weiß, dass das einfach mit der Grundveranlagung der Persönlichkeit zusammenhängt und damit auch ganz spezielle Stärken einher kommen, dann kann man daraus auch wiederum Selbstbewusstsein schöpfen.

      Jedenfalls, um auf deine Frage einzugehen – definitiv ist es nicht unpassend für deinen Typ. Ich bin ebenfalls ein INTP und hauptberuflicher Musikschullehrer, interessiere mich für aber auch für Geschichte und Politik. Es wird häufig behauptet, dass INTPs vor allem Mathematiker, Physiker oder Informatiker seien, aber ich glaube, dass diese Fachbereiche schon fast zu konkret sind und zu wenig Spielraum für unsere NE-getriebene Fantasie lassen. Wir, oder zumindest ich, lasse mich vor allem von Dingen anziehen, die nie in voller Gänze ergründet werden können, denn das bedeutet gleichzeitig, dass die Themen so komplex sind, dass sie am wenigsten Gefahr drohen, irgendwann langweilig zu werden. Man findet nie eine eindeutige Antwort in allen Arten der Kunst.
      Als Beispiel: ich kann analysieren, dass in der Mondscheinsonate von Beethoven vor allem die verminderten Akkorde den Reiz ausmachen, vielleicht sogar soweit, dass ich weiß, dass es daran liegt, dass sie eine gewisse Disharmonie mit sich bringen, die sie interessant und anders, aber gleichzeitig nicht unangenehm klingen lassen, aber in voller Gänze werde ich nie begreifen können, warum es nun eigentlich so faszinierend für mich klingt.

      Auf den ersten Blick mögen Geschichts- und Politikwissenschaften da im Vergleich unpassend und relativ objektiv wirken, aber wenn man bedenkt, dass es hier vor allem darum geht, Wahrheiten zu erkennen, die vieles wieder in einem anderen Licht erscheinen lassen, ergibt das alles auch wieder mehr Sinn.
      Ich werde, wenn ich schnell genug bin, am Samstag einen weiteren Post verfassen über die Berufswahl der verschiedenen Typen.

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      1. Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
        Mir geht es mit der Kunst ähnlich wie dir mit der Musik.. Und in der Geschichte lässt sich so viel ergründen und hinterfragen, sodass diese, wie von dir erwähnt, nicht langweilig wird.

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  3. Das bin ich. Danke für die sehr ausführliche Beschreibung!

    Zu dem vorherigen Kommentar: ich bin gerade zum ersten Mal wirklich begeistert von Geschichte, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich ständig auf Zusammenhänge stoße welche ein großes Ganzes ergeben – vor allem auch in Bezug auf die Welt von heute. Dort ist sehr viel Raum für Theorien 😉

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    1. Ja, das stimmt. An sich total sinnlos, wenn man danach urteilt, welchen Nutzen man davon hat, aber eine Beschäftigung, der ich gerne nachgehe, ist zu spekulieren, „wie sähe die Welt heute aus, wenn […]“. Deshalb stehe ich auch total auf Geschichten mit alternativen historischen Zeitsträngen.

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  4. Erst einmal zu dem Text: sehr schön geschrieben, ich erkenne mich auf jeden Fall darin wieder!
    Hallo, ich habe vor kurzem mehrere dieser Persönlichkeittests gemacht und wurde immer dem Typen INTP – Architekt zugewiesen. Daraufhin habe ich mich etwas belesen und bin auf diese Seite gestoßen. Ich bin mir nicht sicher, ob folgende Dinge zu diesem Persönlichkeitstyp wirklich passen und mich würde daher eine weitere Meinung dazu interessieren.
    – Mehrere Verhaltensweisen, die von Ort und Personen abhängig sind und sich komplett unterscheiden.
    – Es wird oft beschrieben, dass INTPs nicht als Anführer geeignet sind. Gibt es das auch, dass INTPs sich als Anführer sehr wohl fühlen – eben weil die anderen Personen dann das Handeln übernehmen und man der Kopf ist?
    – Ich denke, dass die INTP-Beschreibungen doch sehr auf das Asperger Syndrom zutreffen und hatte damit gerechnet, dass irgendwo erwähnt werden würde, dass das oft der Fall sein könnte. Liege ich da falsch?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen! 🙂

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    1. Hallo Potterhead,
      Freut mich, dass dir der Text gefällt! Um auf deine Fragen einzugehen. Jeder Mensch verhält sich zumindest geringfügig anders, wenn er sich in einem anderen sozialen Umfeld befindet, das ist aber ganz normal. Dabei lässt sich allerdings feststellen, dass Personen mit extrovertiertem Fühlen (dazu gehören INTPs auch) dazu neigen, sich mehr an ihr Umfeld anzupassen.

      Was die Anführerfrage angeht – ich kann hier in erster Linie aus eigenen Erfahrungen sprechen und sie zumindest in Anbetracht des Persönlichkeitskonzeptes beantworten. Ich selbst war schon häufiger Bandleiter und verdiene mein Geld auch als Bandcoach. Das ist möglicherweise nicht exakt das, was du dir unter „Anführern“ vorstellst, aber gibt dennoch schon einen guten Einblick, weil es auch eine hierarchische Struktur gibt. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich enorme Schwierigkeiten dabei habe, Disziplin aufrechtzuerhalten, geschweige denn sie überhaupt hervorzurufen. Das mag eventuell daran liegen, dass ich selbst den Zweck von Disziplin (zu) häufig hinterfrage. Auf der anderen Seite ist das auch oft nicht nötig, wenn ich einen Plan ausgearbeitet habe, der für alle Sinn macht und interessant erscheint. Jeder Leiter braucht etwas, womit er die Gruppe anführt und das kann pures Charisma sein (Fe), Strenge und eine gewisse Form von Ehrfurcht, die man in anderen zu wecken vermag (Te) oder Leidenschaft (Fi). Introvertiertes Denken funktioniert eher im Sinne von: „Hier, seht her – das ist die Situation und dazu habe ich einen Plan ausgearbeitet. Ich erkläre ihn euch und ihr werdet feststellen, dass er absolut Sinn macht und das einzig logische zu tun ist. Alles andere wäre irrational und verkehrt.“
      Man kann sich bei der Beschreibung schon denken, dass es für Ti etwas schwieriger ist, Begeisterung auszulösen. Zumal kommt die Erschwerniss, dass P-Typen, insbesondere introvertierte eine Scheu vor Verantwortung hegen. Aber es kann funktionieren. Wie gesagt, ich leite hier und dort beruflich und solange ich es nicht die ganze Woche durch machen muss, funktioniert es auch gut.

      Am wohlsten fühlen wir uns, wenn es um Gruppendynamik geht, allerdings in der Regel in der Rolle des Beraters, um die Antwort noch abzurunden. Hier tragen wir keine direkte Verantwortung, können aber unsere Gedanken konstruktiv einbringen und wissen dabei, dass sie sogar gewollt sind. Wir sind nicht die Arbeiterdrohnen, die gefühlt willenlos ihrer Tätigkeit nachgehen, sind aber auch nicht die, welche ihnen die Arbeit zuweisen, sondern machen uns Gedanken darüber, wie das ganze System als Ganzes noch zu optimieren wäre.

      Die Aspergerfrage. Ich hole hier mal etwas weiter aus, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen. Viele schwierige, ungewöhnlich lebhafte Kinder bekommen rasch die Diagnose „ADHS“. Das sind auffällig häufig extrovertierte P-Typen, insbesondere ESxPs. Diese Diagnosen sind sehr, sehr häufig – zumindest meiner Meinung nach, ich habe in meinem Beruf viel mit Kindern zu tun – absolut unsinnig. Ich will nicht sagen, dass ADHS nicht existieren würde – Hyperaktivität ist wissenschaftlich nachweisbar. Aber die meisten ExxP-Kinder sind eben so aktiv, dass es so anstrengend für die meisten Erwachsenen ist, dass sie nicht damit klar kommen und eine einfache Antwort auf ihr Problem wollen. Und das heißt eben ADHS. Das selbe beim Asperger-Syndrom. Viele Leute kommen einfach nicht klar mit der distanzierten, depersonalisierten Umgangsform, die ein INTP an den Tag legt, dass man schnell die Vermutung hegt, dass hier bestimmt „irgendeine Krankheit“ am Werk ist. Und da passt besagtes Syndrom eben ziemlich gut.

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  5. Danke für die schnelle, ausführliche Antwort!
    Entschuldigung, ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Die verschiedenen Verhaltensweisen dienen nicht dazu, sich an das Umfeld anzupassen, sondern eher, um das Bild der Menschen über die eigene Person zu manipulieren, um möglichst viele Vorteile daraus zu ziehen.
    Auf meine Anführerfrage bist du gut eingegangen und hast sie nachvollziehbar beantwortet. Ich stimme dir da zu.
    Das stimmt. Ich wundere mich bloß, dass ich das nirgendwo gelesen habe, da man diesen Stempel mittlerweile ziemlich schnell aufgedrückt bekommt…

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    1. Achso. Doch, INTPs können auch ziemlich intrigant sein und sich verstellen, um eigene Vorteile zu erlangen, wobei sie das allerdings erstens ziemlich anstrengt und sie Personen nicht unbedingt klassisch „um den Finger wickeln“, sondern eher gezielt Informationen verstreuen, vorenthalten oder Wahrheiten verdrehen können. Dazu muss man auch sagen, dass INTPs sich häufig für äußerst clever halten, was sie aber in Bezug auf beziehungsbezogene Ränkespiele nicht unbedingt sind. Tatsächlich sind sie auf sozialer Ebene meistens sehr naiv. Aufgrund ihres Bedürfnisses nach Anerkennung sind sie sogar ziemlich anfällig dafür, anderen vorgeheuchelte Sympathien abzunehmen.

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  6. Ich muss sagen, dass das die detailierteste deutsche Beschreibung des INTP ist, die ich bis jetzt im Internet gefunden habe. Ich habe mich schon mehrere Wochen und Monate aus Interesse mit dem Thema Persönlichkeitstypen beschäftigt. Ich bin ein INTP. Dankeschön 🙂

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  7. Ein sehr schöner und angenehm zu lesender Text 🙂

    Allerdings stelle ich mir die Frage: Welche Berufe würdest du für diesen Typus als „passend“ betiteln?
    Wenn jemand diese Frage beantworten kann dann wohl du.

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    1. Danke, freut mich, dass dir der Text zusagt! Zu deiner Frage, dazu kommt noch ein ausführlicher Blog (die J-Typen hatte ich bereits). Ich kann aber schon so viel sagen: grundsätzlich passen Berufe eher, in denen der INTP sein eigener Chef sein kann. Wir INTPs arbeiten in der Regel lieber nach unserer eigenen Uhr.

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  8. Hab mich auch in INTP gut wiederfinden können 🙂
    Die Typenbeschreibungen sind generell sehr schön aufgearbeitet!

    Kurzer Hinweis an den Admin: Mich interessiert generell, was du über ISTP schreibst (weil ich mich bisher auch da recht gut wiederfinde). Allerdings gibt es ISTP bei dir nicht, dafür hast du den Künstler/ISFP doppelt aufgeführt,
    Hast du den Text über ISTP?

    Vielen Dank auf jeden Fall für die tollen Texte!

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    1. Danke für die Blumen!
      Einen ISTP-Text hatte ich bisher auch – war sogar mein erster. Hab nur beim Verlinken Blödsinn gemacht – dürfte nun auch ohne Suchfunktion auffindbar sein.

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    1. Nein. Man bevorzugt (!) immer eine Funktion der anderen. Man kann jedoch bestimmte Verhaltensmuster von nahestehenden Menschen wie Ehepartnern oder Eltern adaptieren, bzw anfangen, deren Denkweisen öfters in Betracht zu ziehen. Beispielsweise werde ich, ein INTP, oft als Moralapostel bezeichnet, aber tatsächlich auch erst, seitdem ich für längere Zeit mit meiner INFP-Ehefrau zusammen war.

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  9. Ich habe den Test von https://ww.16personalities.com/ verwendet, dabei kam jedesmal INTP raus (bis auf einmal, da wars INFP) . Meine Mutter hat einmal das Buch „Wenn die Haut zu dünn ist“ (über hochsensible Menschen) gekauft. Es beinhaltet außerdem einen Selbsttest, bei dem bei mir rauskam, dass ich da auch dazugehöre. Jetzt bin ich verwirrt; kann man INTP sein und gleichzeitig hochsensibel? Oder war der Typologie Test den ich gemacht habe einfach zu ungenau/nicht gut?

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    1. Man kann INTP und hochsensibel sein. Hochsensibilität gibt es in verschiedenen Formen, die sich zum Beispiel eher auf das Denken, auf die Emotionalität oder auf die Sinneseindrücke beziehen können. Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein INTP auf die Emotionalität hochsensibel ist (wobei auch das möglich sein sollte), aber bei den beiden anderen Beispielen ist es sogar relativ wahrscheinlich, dass es sich beim Betroffenen um einen INTP handeln könnte.

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  10. Der ist kein INTP ich glaube er will ein INTP sein der diesen Blog geschrieben hat. Er macht aber nicht so den einschein das er einer ist, ausserdem will er mir weiss machen das ich keiner bin! Ich habe viele teste machen lassen. Und bei mir kam immer INTP raus, er hat aber gesagt das ich keiner bin. Wtf?? Alles klar, ausserdem blieb er immer auf seine Meining stehen, hat ziemlich schnell geredet was für ein INTP auch nicht der fall ist 🙂 Und wollte mir die ganze Zeit helfen. Alles klar. Leute die INTP sind und irgendwann hierher kommen und das lesen. Lasst auf den Typen nicht ein

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    1. „ausserdem blieb er immer auf seine Meining stehen, hat ziemlich schnell geredet was für ein INTP auch nicht der fall ist“
      LOL, einfach nur lol. Mein Freund ist ein intp und wenn man ihm keine Argumente liefert kann er der sturste Mensch der Welt sein. Und wenn er sich für ein Thema interessiert, dann kann er reden wie ein Wasserfall. Und warum sollte ein intp nicht helfen wollen, vor allem, wenn es um das Thema VERSTÄNDNIS geht??
      Ich kann nicht sagen, ob der Autor dieses Blogs selber ein INTP ist, aber zumindest scheint er im Gegenteil zu dir Ahnung von dem Thema zu haben.

      An den Autor: cooler Blog, gefällt mir, weiter so!

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  11. Meine Schwester ist „auch“ eine INFJ. Ich führe das aber nicht als Argument auf, weshalb ich deshalb „INFJs besser einschätzen könnte“ – weil du es nicht überprüfen kannst. Genau so wenig, wie ich überprüfen kann, dass deine beste Freundin eine INFJ ist. Verstehst du, weshalb eine Argumentation mit fremden Leuten, die auf subjektiven Erfahrungen basiert daher unsinnig ist? Außerdem habe ich niemals behauptet, du seist eine INFJ. Ich habe dir nur empfohlen, dich mal generell mit Fühlertypen auseinanderzusetzen.

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  12. Als INTP kann ich deine Ausführungen weitestgehend bestätigen. Mindestens zwei Aspekte scheinen aber eher deiner individualisierten Persönlichkeit geschuldet zu sein und nicht dem Persönlichkeitstypen an sich:
    1. Ich z.B. sammle keine Gegenstände. Im Gegenteil, es fällt mir sogar leicht sie von Zeit zu Zeit im großen Stil zu entsorgen.
    2. Dein Musikgeschmack ist wohl berufsbedingt differenzierter als der von „normalen“ INTPs. Ich z.B. höre nur Mainstream und manchmal etwas von Mozart. Vollkommen unabhängig von meiner gegenwärtigen Stimmung kann ich das hören.

    Sehr treffend finde ich deine Bemerkungen zur häuslichen Ordnung eines INTP und wie selektiv er seine häusliche Umgebung wahrnimmt!

    Mich würde noch interessieren ob du häufig realen Kontakt zu anderen INTPs pflegst und wie du sie kennenlernst? Ich hatte leider bisher noch nicht das Vergnügen real so jemanden kennenzulernen. Jedenfalls nicht bewusst. Bin mir gedanklich auch gar nicht so sicher ob die Interaktion funktionieren würde. Bevor ich das MBTI-Konzept kannte, habe ich mal an der Uni jemanden oberflächlich kennengelernt, der rückblickend betrachtet wohl ein INTP gewesen sein muss. Dabei fiel mir auf, dass er ständig an seinem internen Ordnungssystem gearbeitet hat („es gibt drei Fälle… äh oder vier…“) und dadurch nicht in der Lage war, sich anderen Menschen verständlich zu machen. Dazu hätten wir erst sein internes Ordnungssystem kennen müssen. Du schreibst aber, dass es wohl ein großartiges Ereignis sein muss, wenn sich zwei INTP „verbinden“.

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    1. Hallo Henry, danke für dein Kommentar!
      Manche Dinge sind auch guter/schlechter Erziehung geschuldet. Wenn du also ohne Mühen Dinge entsorgen kannst, dann könnte es z.B. daran liegen, dass dir Ordnung und wie man sie hält, schon früh und gut vermittelt wurde. Bzw. viel mehr, dass man Gegenständen nicht all zu großen sentimentalen Wert zuschreibt.

      Was den Musikgeschmack angeht, hast du sicherlich recht, was den Zusammenhang mit meinem Beruf angeht, allerdings meine ich, dass sich INTPs allgemein für Künste verschiedenster Arten interessieren können. Das muss nicht Musik sein, das kann sich auch in einem Interesse für bildende Kunst, darstellende Kunst oder Literatur ausdrücken.

      Ich bin mir nicht zu 100% sicher, ob ich einen anderen INTP persönlich kennengelernt habe. Das Problem dabei ist, dass wir sehr zurückhaltend sind – wahrscheinlich gehören INTPs zu den Typen, die von außen, wenn man sie nur oberflächlich kennt, am schwierigsten identifiziert werden können.
      Ich schrieb im Text ja aber auch von „ähnlichen Typen“, das war vor allem auf den kommunikativen Teil bezogen. Mit allen NT-Typen ist das auch so, wie beschrieben und da habe ich einige in meinem Bekannten- und Freundeskreis. Kennengelernt habe ich sie entweder über die Arbeit oder über das Internet.

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  13. Hallo Sam,

    es gibt in Facebook angelsächsische Gruppen, in denen sich INTPs unterhalten können. Leider habe ich so etwas im deutschsprachigen Raum nicht gefunden. Interessanterweise hat sich für mich herausgestellt, dass die INTPs doch sehr unterschiedliche Lebensentwürfe verfolgen. Insofern verwundert es mich auch nicht wenn du dich als Künstler, Musiker u.ä. siehst. Etwas was mir völlig abgeht. Ich denke das liegt daran, dass wir uns in nahezu beliebige Themen vertiefen können und dabei völlig erratische Richtungen nehmen. Das erschwert mitunter auch die Kommunikation untereinander, wenn es denn mal zu einer Begegnung von zwei INTPs kommt.

    Ich bilde mir tatsächlich ein, dass ich mittlerweile jeden der 16 Typen identifizieren kann, wenn ich mich nur lange und intensiv genug mit jemandem unterhalten darf. Meine „Lieblinge“ sind dabei die drei Idealisten INFP, ENFP, ENFJ sowie der fürsorgliche ISFJ. Ich kenne zu jedem Typen mindestens eine reale Person, die ich auch habe testen lassen um das abzusichern. Darunter sogar für den besonders seltenen Typ INFJ. Durch den Vergleich einer Person mit diesen verifizierten Personen, liege ich fast immer richtig und lasse mir das auch gerne durch einen Test nachträglich bestätigen.

    In der Retrospektive sind mir jetzt noch zwei weitere Personen aufgefallen die ganz sicher auch INTPs sind. Einen kenne ich aus der Arbeit und den anderen von der Uni. Uns dreien gemein ist, dass wir mehr oder weniger im Bereich Informatik/Programmieren gelandet sind. Zu dem Arbeitskollegen habe ich keinen guten Draht aufbauen können, da er zu vertieft in seinen Denkstrukturen unterwegs ist (träumt von Programmcode und ist fast schon anti-sozial wenn er mit Menschen zutun hat). Mit dem anderen habe ich eine zeitlang eine intensive Freundschaftsbeziehung gepflegt, was sich darin äußerte, dass wir eine Art gemeinsame Sprache aus Andeutungen und Vokabeln entwickelt hatten, die nur wir untereinander verstanden. Aber auch diese zeitweise sehr intensive Freundschaft löste sich dann urplötzlich auf, nachdem sich unsere Lebensverhältnisse änderten. Mein Fazit: INTPs „können“ zueiander eine guten Draht finden, dass ist aber immer von den Umständen abhängig.

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      1. Es ist ein Irrtum zu glauben das wir alle antisozial oder autistisch veranlagt sind. Ich habe durchaus das Verlangen mit anderen Menschen in Kommunikation zu treten. Solange ich dabei meine Erkenntnisse teilen kann und das auch auf fruchtbaren Boden fällt. „Leider“ ist es auch häufig so, dass ich meine Gesprächspartner dabei nur als Projektionsfläche benutze um eine Diskussion mit mir selber zu führen. Selten genug, aber bei einer echten Freundschaft ist der Gesprächspartner mehr als nur eine Projektionsfläche, dann erhalte ich sogar ein qualifiziertes Feedback und neue Impulse/Perspektiven.

        Mit „Lieblinge“ meinte ich Persönlichkeitstypen mit denen ich mich gut unterhalten kann. Das sind in erster Linie die drei Idealisten INFP, ENFP und ENFJ. Warum weiss ich auch nicht so genau, es entspricht aber meiner Lebenserfahrung. Meine Vermutung ist, dass wir die Intuition gemein haben und darüber ein Kommunikationskanal entsteht. Gerade die ersten beiden genannten sind relativ offen sich auf meine Gedanken einzulassen. Bei NT’lern scheint es mir schwieriger zu sein einen Zugang zu finden. Die sind häufig zu vertieft in ihren eigenen Themen unterwegs. Der insbes. weibliche ISFJ-Typ fasziniert mich, weil ich schon häufig damit zutun hatte (Familie, Freunde, Bekannte) und es sich um geradezu selbstlose Helfer handelt, wovon ich schon oft profitieren konnte.

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        1. Und noch eine kurze Ergänzung zum Thema, dass INTPs sich gern helfen lassen (sicher auch für Sam interessant :-)). Der Hintergrund ist der, dass jeder Mensch bekanntlich verschiedene Phasen im Leben durchmacht (Beispiel: Pubertät). D.h. in MBTI übersetzt: in der Pubertät (ca. 12-18 Jahre) ist der Mensch in der 6. Funktion (Schatten > „Kampf-Funktion“). Diese Funktion ist dann ziemlich dominant und bestimmt dein Leben in dem Zeitraum deutlich. Wenn man das dann durchlebt hat und soweit ist die nächste Stufe zu nehmen, beginnt dann für einen selbst und auch für Andere sichtlich ein neuer Lebensabschnitt. Kann jeder bei sich nachreflektieren (Wems interessiert kann ich gern näher erklären). Jedenfalls vermute ich mal, dass du dich innerhalb deiner vorletzten Lebensphase befindest (ca. 26-55 Jahre) und somit in deiner 2. Funktion der extr. Intuition. Das bedeutet u.A. das du die Möglichkeiten (dein Leben zu vereinfachen) in der Umwelt suchst…und offensichtlich in ISFJ Frauen gefunden hast :-). Übrigens wird die erste Funktion erst richtig ab ca. 55 Jahre benutzt. Je nach Entwicklungstand sicher auch früher oder später (oder nie;-). Kenne einige INTPs der Öffentlichkeit bei denen das ist. Beispiel sind die mir hoch geschätzten Manfred Spitzer oder Wiglaf Droste. Beide haben erst ab Mitte 40 langsam den Mund aufgemacht um ihre Erkenntnisse zu verbreiten.

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          1. Ich halte nicht viel von den Theorien, die besagen, dass der Mensch zwischen Jahr X bis Y diese oder jene kognitive Funktion entwickelt. Ich habe bisher noch keine fundierte Argumentation gehört, die das irgendwie bestätigen kann, noch habe ich das selbst feststellen können. Das waren bisher nur Behauptungen, die sich für mich eher wie ein „hm, so könnte das sein, ich schreibe mal, dass es so ist, wird man mir schon glauben“ an.

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              1. Was hat das denn bitte mit „Selbstreflektion“ zu tun? Und nein, da muss kein Nobelpreisträger kommen und das vorkauen, sondern eine vernünftige und schlüssige Erklärung. Und dein Wikipediaartikel stellt auch nur das Ergebnis einer Rechnung, aber nicht die Rechnung an sich, also auch keine Begründung für das Ergebnis dar.
                Nur, weil sich etwas klug anhört, sollte man es nicht sofort glauben, sondern erstmal in Frage stellen und die Theorie, die dahinter stellt überprüfen.

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  14. Hier noch ein paar von mir gesammelte (ja auch negative) Eigenschaften des INTP (muss aber nicht alles stimmen): Temperament: Phlegmatic – Choleric / Amiable Driver / Relatig Director / Behind the scenes Typische Eigenschaften: loner, more interested in intellectual pursuits than relationships or family, wrestles with the meaninglessness of existence, likes esoteric things, disorganized, messy, likes science fiction, can be lonely, observer, private, can’t describe feelings easily, detached, likes solitude, not revealing, unemotional, rule breaker, avoidant, familiar with the darkside, skeptical, acts without consulting others, does not think they are weird but others do, socially uncomfortable, abrupt, fantasy prone, does not like happy people, appreciates strangeness, frequently loses things, acts without planning, guarded, not punctual, more likely to support marijuana legalization, not prone to compromise, hard to persuade, relies on mind more than on others, calm, logical, original, creative thinkers, can become very excited about theories and ideas, exceptionally capable and driven to turn theories into clear understandings, highly value knowledge, competence and logic, quiet and reserved, hard to get to know well, Individualistic, having no interest in leading or following others, I’s do not like being called upon to make their recommendation, Like the big picture but tire of hearing E’s talk and talk, I’s want time to process, rational, pensive, critical, isolated
    Asshole index (googeln) finde ich auch passend und witzig genauso wie mbti in horror movies!

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  15. Die größte Schwäche des INTP – Untätigkeit.
    INTPs sehen die Welt objektiv, rational und kreativ – eine Mischung aus Wahrnehmungen, die fast keinem anderen Typ entspricht. Die INTP ist jedoch oft so beschäftigt, ihre Weltanschauung zu betrachten und neu zu justieren, dass sie vergessen, ihre Wahrnehmung auf reale Handlungen anzuwenden. Die Abneigung, auf ihre Gedanken und Ideen einzuwirken, ist der Kryptonit von INTP.

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    1. Das stimmt in vielerlei Hinsicht tatsächlich. Ich glaube, dass es relativ förderlich ist, wenn Introverten versuchen, etwas mehr wie ihre extrovertierten Pendants zu sein und vice versa. Ich muss endlich mal meine Gesellschaftsspiele fertig machen und Verlägen präsentieren…
      Achso und bitte, bitte – benutzt einen Namen, wenn ihr einen Kommentar verfasst, sonst kommt man bei den vielen „Anonymous“ durcheinander.

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  16. Ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstehe: Das läuft auf mein großes Leiden, die Prokrastination, hinaus? Ich halte das für die schlimmste Pein überhaupt und habe ich mich jetzt jahrelang gefragt wie ich das unter Kontrolle bringen kann. Vielleicht hast du dazu ja Erkenntnisse die du mit uns teilen kannst?

    Meine vorläufige Schlussfolgerung lautet: Es sind hauptsächlich Perceiver davon betroffen. Prokrastinierende Judger sind die Ausnahme. Die Fähigkeit nach außen hin gestalterisch aktiv zu werden, scheint nur mit einer extravertierten Bewertungsfunktion (Te oder Fe) möglich zu sein. D.h. bezogen auf INTPs, dass wir unser inferiores Fe trainieren müssen um der Prokrastination Herr zu werden.

    Es gibt von Tim Urban (vermutlich auch ein INTP) einen berühmten Tedx-Vortrag zum Thema „Inside the mind of a master procrastinator“ https://youtu.be/arj7oStGLkU Er kommt darin zu keiner generellen Lösung für das Problem, aber er beschreibt den Augenblick in dem es Klick macht und er es schafft die Prokrastination (zumindest kurzfristig) zu überwinden. Das ist nämlich der Augenblick in dem ihn die Angst vor den Konsequenzen des Nichtstuns übermannt und er so ins Handeln kommt. Nach meinem Dafürhalten ist das der Augenblick in dem das Fe die Kontrolle übernimmt.

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    1. Noch eine Ergänzung zu der Erklärung. Ich sehe einfach ein Zeitproblem und die Tatsache, dass man nicht ewig lebt (im echten Leben). Eine wichtige Funktion was das „Handeln“ betrifft ist auch das extr. Sensing. Das ist bei euch auf der 7. Funktion, also der unbewussten „Witzfunktion“. Ihr (INTP/INFP) müsstet lernen/akzeptieren, dass die Realität kein Witz ist. Es wird sich auch keine 2 oder 3. Dimension aufmachen in der ihr weiterlebt und auf Wiedergeburt zu hoffen sollte auch nicht die Option der Wahl für einen intuitiven Menschen sein. Der Punkt ist: ihr müsst entscheiden was ihr wollt. Auf der einen Seite z.B. das Leben in all seiner Vielfalt so vollständig wie möglich (real) zu erleben oder auf der Anderen Seite (überspitzt formuliert) euer ganzes Leben auf einen Punkt zu schauen während ihr über dieses oder (andere Leben) nachdenkt und euch vorstellt wie es sein könnte und vor allem wie es mal war.

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    2. …eine Lösung könnte auch sein, sich den passenden Partner zu suchen. Nämlich einen, der deine Schwächen abdeckt und dir auch mal ordentlich einfeuern kann. Das könnte je nach Neigung und Gelegenheit ein ENFJ oder ENTJ sein.

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      1. Wirklich nicht. Beide fehlen immer noch. Normal geschriebene längere Texte als Antwort für Henry. Die Texte kamen vor den „Ergänzung“ Texten. Jetzt steht da nur der 2. Teil meiner Antwort an Henry, also nur das was mir als Ergänzung zum 1. Text später eingefallen ist….

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    1. Da jetzt schon der 3. Text fehlt, würde ich vorschlagen wenn du das Häkchen bei „Text freigeben“ raus nimmst…Ansonsten Glückwunsch, da dein subtiler Plan aufgegangen ist.

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      1. Ich habe keinen subtilen Plan, sondern einfach keine Texte von dir, die ich freischalten könnte. Wenn du mir nicht glaubst, dann habe ich wohl einfach Pech gehabt.
        Vorschlag 1: speicher sie einfach ab, dann kannst du sie erneut senden, Vorschlag 2: schreibe mir einfach direkt per Mail.
        Es kann auch sein, dass die Texte automatisch im Spam landen, wenn sie zu lang sind, wer weiß. Ich habe jedenfalls nichts gelöscht oder nicht freigeschaltet.

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  17. WordPress.com hat technische Probleme mit tief verschachtelten Kommentaren (sog. nested comments aka threads), also insbes. Antworten auf Antworten auf Antworten… Bei Seiten mit vielen und verschachtelten Kommentaren kann deshalb das Phänomen entstehen, dass Kommentare „verschwinden“. Solche Texte sind zwar in der Datenbank abgelegt, für den Admin aber leider nicht sichtbar. Die Lösung wäre ein technischer Bugfix seitens der Entwicklercommunity…

    Solange das aussteht, sollten wir besser auf komplexe Kommentar-Threadstrukturen verzichten und ein oder maximal zweistufig kommentieren. Ich vermute, dass Marcel versucht hat, zweimal auf einen Kommentar zu antworten um seine Antwort besser zu gliedern. Das ist möglicherweise zu komplex für WordPress.

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  18. Naja OK, Schwamm drüber. Ist aber schon irgendwie dämlich sich immer wieder in dieser Wiederholungs-Schleife zu sehen. Das einzig Gute dabei ist, dass mir zum Thema wieder neue Ideen eingefallen sind.
    Mir war gar nicht bewusst, dass das eine Krankheit ist und einen Namen hat. Du solltest dich sicher nicht schlecht deswegen fühlen. Das ist eine ausgedachte Krankheit (wie viele Andere auch). Du entsprichst einfach nicht der Norm mit dieser Verhaltensweise. Ich als INFJ bin immer dafür den Kreis der Norm etwas mehr zu dehnen. Gut, ich möchte das auch nicht komplett verharmlosen. Ich glaube schon, dass es für Andere Leute anstrengend ist, so lange auf eine (oft wichtige) Handlung zu warten. Ich kenne diese quälenden Situationen auch und weiß, dass man sich irgendwie hilflos fühlt. Da keine Rückmeldung kommt, weiß nicht ob man nett gegenüber dem „Nichthandelnden“ bleiben soll oder hart durchgreifen muss oder irgendwas dazwischen. Meine Ni in Verbindung mit Fe sagt mir, dass das alles nur noch mehr blockiert und eigentlich nichts hilft (außer Geduld). Aber die meisten verstehen das nicht.
    Ich versuch mal die Situation anhand meines Halbwissens über die Funktionen zu erklären. Das Problem ist, dass alle extrovertierten Funktionen des INTP, also in der Außenwelt handelnden Funktionen, an ungünstigen Postionen liegen. Zum einen ist da Fe an 4.Stelle, die nur handelt wenn sie „Lust“ dazu hat (was nicht häufig ist). Und dann auch meistens nicht besonders geschickt, also oft auch das Gegenteil erreichend, was dem INTP auch bewusst ist und er es deshalb oft vermeidet. Noch schwieriger wird es sobald dann jemand von Außen von dir verlangt der sozialen Norm zu entsprechen. Dann wirst du vermutlich abblocken und weggehen.
    Die typische Handlungsfunktion Te ist an der unbewusste 5. (Backup)-Funktion, was eine hohe Qualität der Handlung verspricht (wenn sie denn mal eintritt). Das Eigenheit bei der Backup Funktion ist, dass sie z.B. nur im Notfall, also wenn sonst nichts mehr hilft, aktiviert wird.
    Dann gibt es noch das schon angesprochene wichtige Se an 7. („Lügen/Witz“)-Funktion, die das Zeitproblem nicht erkennt bzw. /nicht ernst nimmt.
    Ne wäre an einer guten Position, allerdings ist es keine Funktion die jeder versteht (vor allen Sensorische Menschen). Ich spekuliere mal, dass das dann maximal in so einer Art Pantomime endet ;-). Vielleicht hilft meine Funktionen-Erklärung mal ab und zu über deinen „Schatten“ zu springen.

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  19. Offensichtlicherweise ist natürlich die 1. Funktion Ti hauptsächlich „schuld“ an der oben angesprochenen Problematik. Ich kenns ja selbst, man bracht schon einfach einige Zeit um die Gedanken zu ordnen (wobei das beim INFJ wohl eher am Unvermögen liegt mit dem riesigen Ni klarzukommen ;-). Meine Beobachtung ist auch, dass der kleine Bruder ISTP ebenfalls manchmal seltsam passiv ist. Wobei bei dem Typ das Se doch sehr viel ausgleicht. Vielleicht muss man als INTP ab und zu mal bewusst Luft holen und mal aufschauen und überprüfen was in der realen Welt vor sich geht. Die 3. Funktion Si könnte vielleicht dabei durch stumpfes antrainieren noch helfen. Da könnte ich aber auch falsch liegen, weil ich mir diese (für mich inflationärste aller Funktionen) nur sehr rudimentär vorstellen kann.

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    1. Aus eigener Beobachtung beurteile ich das etwas anders: Mein Ti ist nicht sehr zeitintensiv, damit meine ich die Kontemplation also das Strukturieren eines internen -auf Logik basierenden in sich konsistenten- Ordnungsystems. Was aber sehr zeitintensiv und ausufernd ist, ist das Ne. Stundenlang kann ich mich in Themen vertiefen, fünf anspruchsvolle Bücher gleichzeitig lesen, dazu noch thematische Youtube-Videos schauen und einschlägige Webseitentexte recherchieren. Das macht mir einen Heidenspass, allein die Richtung kann ich nur schwer kontrollieren. Thematisch komme ich so „von Hölzchen auf Stöckchen“.

      Wenn ich dann einmal ein Thema von Grund auf, aus allen Seiten so beleuchtet habe, kommt mein Ti zum Zuge und konstruiert auf der Grundlage dieser Informationen einen konsistenten Lösungsraum (leider nicht eine spezifische Lösung, sondern die Metaebene darüber). Das ist dann sehr befriedigend, denn ich habe alles was es zu diesem Thema gibt verstanden und kann es in meinem internen Ordnungsystem zuordnen. Neue Infos die vom Lösungsraum bereits abgedeckt werden, langweilen mich dann nur noch. Leider ist bis dahin wahnsinnig viel Zeit vergangen und die eine spezifische Lösung immer noch nicht konkret ausgearbeitet…

      Der Vorteil von Se ist wohl, dass es fokussierter auf ein Objekt ist. Ein ISTP macht sinnliche Erfahrungen mit dem konkreten Objekt. Wohingegen der INTP sich nicht für ein Objekt bzw. eine spezifische Lösung interessiert, sondern für die darüberliegende Metaebene bzw. den Lösungsraum (In der Informatik würde man sagen: Die ganze „Klasse“ von möglichen Lösungen).

      Könnte ich mein Ne „vorübergehend ausschalten“, wäre wohl schon viel gewonnen. Denn mein Ti terminiert (beendet die Verarbeitung) in überschaubarer Zeit, mein Ne hingegen kommt ganz schnell in eine Art Endlosschleife. Dieses Phänomen der Endlosschleife wird als „Prokrastination“ bezeichnet. Das als Krankheitsbild zu qualifizieren halte ich ebenso für falsch wie du, aber das Phänomen existiert auf jeden Fall und es ist wirklich sehr unangenehm.

      Disclaimer: Ich bin kein ENTP. Meine Introversion ist evident und wurde bisher noch durch jeden Test bestätigt.

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  20. Vielen Dank für deine schlüssige Erklärung. Am besten kann es natürlich der INTP selbst beschreiben. Nachdem ich das ein wenig sacken lassen hab, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die beste Möglichkeit das Problem zu lösen ist, die Hilfe/Einfluss eines ENFJ in Anspruch zu nehmen. Ich denke das geht einfach am schnellsten. Anhand meiner Erfahrung und wenn man die Funktionen gegenüberstellt ist das ganz klar der beste Partner des INTP, auch wenn es um persönliche Weiterentwicklung geht. Damit würden sich auch etwaige analoge Schwierigkeiten des ENFJ (Logikprobleme, zu starker Fokus auf Emotionen) irgendwann nivellieren bzw. von selbst erledigen. Man hilft sich quasi aktiv gegenseitig. Die Childfunktion trifft auf die Parentfunktion und umgekehrt ebenso. Außerdem wird gegenseitig die Anima „stimuliert“ (ich weiß, klingt irgendwie versaut :-). Im unbewussten Schatten dann das gleiche Spiel. Das reibt, provoziert und stimuliert (im positiven Sinne) ganz ordentlich und wenn man es schafft zusammen zubleiben kann das gegenseitig fruchten. Nur zur Info: Gegenseitige Zerstörung würde zu häufiger Kontakt mit einem ESFP bzw. ISFP ergeben.
    Beim anderen sehr guten Partner dem ENTP würden sich die Funktionen auf einer Ebene spiegeln. Was zwar ein (theoretisch > vorausgesetzt ähnl. Erfahrungsstand/Kultur) absolut harmonisches Zusammenleben möglich macht, aber eben zu wenig positive Reibung bringt um aktiv die schwachen Funktionen qualitativ zu verbessern.
    Unabhängig davon bin ich überrascht, das deine Ne Funktion der „Übeltäter“ zu sein scheint. Analog dazu wäre es für mich aber auch einfacher mein Fe auszuschalten. Wenn ich es zu oft nutze, entstehen öfter soziale Konflikte welche mich sehr belasten (INFJ). Manchmal ist es besser nicht zu helfen oder zu nah an das (soziale) Feuer zu kommen. Ist aber leichter gesagt als getan. Auch wenns paradox klingt, hatte ich eigentlich immer die 1. Funktion als Schwäche gesehen. Schwäche, weil sie meistens (ausgenommen gegenüber dem eigenen Typ) eine zu hohe Messlatte für andere Typen legt. Aus meiner Erfahrung ist das eigene Ego eine zu hohe Belastung für die Anderen.

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  21. Aus meiner Erfahrung im beruflichen Umfeld kann ich die Affinität zu ENFJ-Persönlichkeiten bestätigen. Nicht unbedingt als mir ggü. übergeordnete (da gefällt mir der ENTJ besser), aber als gleichgestellte Kollegen auf jeden Fall. Beides (ENFJ/ENTJ) sind in meiner Karriere leider sehr seltene bewusste Begegnungen (2x/1x) gewesen.
    Im privaten Umfeld widerspricht mein Leben deinen Empfehlungen, denn ich lebe mit einer ISFP-Frau zusammen und mein bester Freund aus der Uni-Zeit (zu dem ich noch Kontakt habe) ist ein ESFP.

    Auch den ENTP mag ich sehr, ich bin damit aber schon oft auf die Nase gefallen, weil ich ENFP’s für ENTP’s gehalten habe. Daraus habe ich gelernt, dass nicht jeder der sich für Technik/Mathe/Informatik interessiert, auch gleich ein NT sein muss. Idealisten mischen in dem Umfeld sehr häufig mit und erbringen mitunter hervorragende Leistungen.

    Du bist also ein INFJ, der seltenste Typ von allen. Mir sind aber schon überproportional viele begegnet. Ich vermute das es da eine Anziehung zwischen Idealisten und Rationalisten gibt, die nicht ganz zufällig ist (Ich meine damit die besondere Funktion „Intuition“). Für mich ist der INFJ der dominanteste (weil dogmatischste) Typ unter den Introvertierten. Es spricht für dieses Blog, dass sich hier so viele besondere bzw. statistisch seltene Typen tummeln. Google machts möglich, so bin ich jedenfalls auch auf dieses Blog gestoßen…

    Kannst du mir noch erklären was du genau mit Parent- und Childfunktionen meinst? Ich habe mit Google nichts vernünftiges dazu gefunden und kann leider nur wild vermuten.

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    1. Zu der Theorie, zu wie viel Prozent welcher Typ vorhanden ist, können wir nur Annahmen anstellen. Zum einen halte ich persönlich die Tests, mit denen die Statistiken analysiert wurden, für fragwürdig. Bei meinem ersten MBTI-Test kam, soweit ich mich erinnern kann, INTJ heraus, was überhaupt nicht auf mich zutrifft und es wird nur auf die Tendenzen I/E, S/N, T/F und J/P eingegangen, nicht wirklich auf die Funktionen. Onlinetests sind da sowieso schwammig. Ich denke, man kann nicht sagen, welcher Typ der seltenste ist.

      Selbst, wenn die Tests, mittels derer die Statistiken aufgestellt wurden, zu 100% korrekt wären, können wir die Ergebnisse nicht 1:1 auf Deutschland übertragen, da die Tests meines Wissens nach nur in den Staaten durchgeführt worden sind. Unsere Kulturen unterscheiden sich zwar nicht so maßgeblich, aber es gibt trotzdem Unterschiede.

      Wenn überhaupt, dann würde ich sagen, dass es auffällig viele Menschen mit introvertiertem Empfinden an erster oder zweiter Stelle gibt und allgemein mehr Empfinder als Intuierer. Darüber hinaus halte ich Feststellungen, wie „es gibt 5% INTPs und 2% INFJs“ für unsinnig aus oben genannten Gründen.

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  22. Zur Verteilung der Typen würde ich Sam zustimmen. Man kanns nicht mit Sicherheit sagen. Vor allem weil sich seeehr viele Leute einfach falsch testen. Ich habs selbst oft miterlebt. Sie antworten so wie sie es gern hätten. So musste ich sehen, dass sich ein klarer ENFP als ISTJ getestet hat. Es ist wirklich unglaublich wie sich Leute selbst belügen. Die Fähigkeit zu Selbstreflexion geht vielen naturgemäß auch ab. Insofern sind die Tests wirklich schlecht. Sie fangen diese Fehlermöglichkeiten nicht ab. Das stört mich sehr, weil dann immer basierend auf den falschen Testergebnis argumentiert wird. Auch ist es sehr schwierig für erfahrene, ich nenns mal „MBTI-Typenerkenner“, kulturübergreifende Typen zu bestimmen. So unterscheidet sich ein brasilianischer ESFP z.B. extrem von einem deutschen ESFP. Bei den asiaten braucht man garnicht anfangen. Das sind für mich alles INFPs oder ISTJ. Da braucht es mehr Beobachtungszeit. Ich denk ja immer dass Ne-Typen das am besten könnten. Die seltenste Typ nach meinem subjektiven Empfinden sind ENTP und INFJ. Außer meine Sohn und mich kenne ich keine. Dominante Si-Typen sind richtigerweise die mit Abstand häufigsten (gefühlte 90% ;-).
    Die Ansicht was der beste Typ für einen ist, kann wirklich streitbar sein. Du bist mit einer ISFP-Frau (wahrscheinlich recht glücklich) zusammen. Ich erkläre mir das damit, dass INTPs sehr konfliktscheu sind und gern IxFP Typen daten und auch treu bei ihnen bleiben. Da ich viele INTPs kenne kann ich das bestätigen. Viele junge Leute gehen auch naturgemäß einfach nur nach der Optik. Ich war auch so. Jedenfalls glaube ich aber, wenn INTPs (theoretisch) die Konfliktscheue ablegen könnten, bessere Partner warten könnten. Dieses „bessere“ hab ich im anderen Text mit dem ENFJ beschrieben. Wenn ich wissenschaftliche Soziologie machen würde, würde ich mal so ein MBTI-Partner Experiment machen. Die Sozionik hats ja gemacht. Dort werden die Typen gegenübergestellt und unterschiedliche Beziehungen beschrieben. Ich und meine Frau haben das in MBTI übersetzt über 2 Jahre kritisch beobachtet. Wir stellen immer wieder fest, dass es hinhaut. Da gibt es dann so interessante Beziehungen wie die einseitige Sklave-Wohltäter-Beziehung, den Spiegel, Konflikt usw. Wenn man das durchschaut hat kann man dahinter auch eine Art Funktionen-Mathematik erkennen, die man auch gut begründen kann. Zur Erklärung der Funktionen kopiere ich einfach was aus meinen Aufzeichnungen rein. Was man da googlen muss weiß ich nicht mehr. Das hier war sehr augenöffenend: http://www.erictb.info/archetypes.html
    1. FUNKTION: Adult / Leading / Hero (selbstbewusst, Hauptalent, Ego-Schwerpunkt)
    2. FUNKTION: Good Parent / Overprotive (positiv, selbstbewusst, nur auf Andere gerichtet > sprechen / antworten, Mentor)
    3. FUNKTION: Child / Relief / Unsettling (positiv, anfällig, Spaß & Spiel oder faul & gelangweilt, auf Andere gerichtet > fragt)
    4. FUNKTION: Anima / Aspirational (positiv, verletzlich, Ego-fokussiert, braucht & gibt sich Hilfe, bringt Energie)“
    5. FUNKTION: Oppositing / Backup (negativ, selbstbewusst, Ego-fokussiert, Hassliebe)“
    6. FUNKTION: Witch / Old Men /Critical / Discovery(negativ, selbstbewusst,auf Andere gerichtet, paralysierent, gefangen,eingefroren, kritischer & sarkastischer Helfer)“
    7. FUNKTION: Trickster / Comedic (negativ, verletzlich (ausgleichend, rebelliert), auf Andere gerichtet,spielt vor, Geschlechtwechsel paradox, Konfus, zauberhaft)“
    8. FUNKTIONEN: Devilish / Demon(negativ, verletzlich (ausgleichend), Ego-Schwerpunkt,kann in Hölle o. Himmel leiten, kann uns & Andere zerstören)“
    4. und 5. Funktionen werden 1-dimensional genannt, d.h. Aspekte in diesen Funktionen sind schwach entwickelt, die Information wird sehr langsam und ineffizient verarbeitet und erzeugt. Als Folge hat es, dass diese Aspekte beim TIM die Information nicht in „Echtzeit“ verarbeiten können, die Benutzung ist sehr mühsam, und wird (besonderes bei der 4. Funktion) als sehr unangenehm empfunden. Da der Aspekt schlecht „trainierbar“ ist, d.h. Erfahrungen sich nur mühsam sammeln lassen, ist die Benutzung der eindimensionalen Funktionen meist mit viel inneren Unsicherheit verbunden.
    3. und 6. Funktionen werden 2-dimensional genannt. Die Information wird schneller verarbeitet, Erfahrungen sammeln sich gut an (man nennt die 3. Funktion daher auch „trainierbar“), der Mensch hat eine gewisse Vorstellung von Normen, wie es sein muss, und versucht diesen Normen zu entsprechen. Die Funktion ist aber zu schwach um Informationen nach dem entsprechen Aspekt in all ihrer Vielfalt wahrzunehmen.
    2. und 7. Funktionen werden 3-dimensional genannt. Ähnlich wie im 3-D-Raum wird die Information vollständig und adäquat empfunden, es werden so zu sagen Situationen als ganzes wahrgenommen. Der TIM kann Problemstellungen im Betreffenden Aspekt lösen und bedient sich des Aspektes im allgemeinen als eines flexieblen Instruments. Es werden Lösungen gefunden, die über Erfahrung und allgemeine Normen hinausgehen und die konkrete Situation optimal meistern.
    1. und 8. Funktionen werden letzendlich 4-dimensional genannt. Zur Dreidimmensionalität kommt die Fähigkeit zur Kreativität. Die Information wird unter verschiedenen Winkeln betrachtet, zur unterschiedlichen Zeit vorgestellt. Es können Synthese und Prognosen aufgestellt.

    ACHTUNG jetzt jetzt wirds richtig interessant > Was jede Funktion des INTP konkret kutz beschrieben bedeutet:
    1.Funktion: Ti (IxTP – Architekt / Mechaniker): Life must make technical sense to me.
    2.Funktion: Ne (INxP – Architekt / Heiler): Showing others alternative possibilities.
    3.Funktion: Si (INxP – Architekt / Heiler): Nostalgic enjoyment of memories, especially childhood.
    4.Funktion: „Fe (IxTP – Architekt / Mechaniker) might feel inferior in humane (personal) matters (including one’s standing in social groups). Appear insensitive or unfeeling and openly complain about FJ types.
    Strolling through a beautiful setting involving an atmosphere colored by other people; admiring technical things.“
    5.Funktion: Te (IxTP – Mechaniker / Architekt) Feel obstructed in or become stubborn about the way things are organized. Think that agreed upon logical rules are stupid and a waste of time. Spunky Te types might be sexy.
    6.Funktion: Ni (INxP – Architekt / Heiler) Feel negated in or become disgruntled about patterns and perceived significance of events (and what they appear to lead to). Interpret everything in terms of a „big picture“ in which the worst will happen, and blame those around them: I’M the authority on concepts and inferences. What you’re doing fits (implies, infers, etc.) a negative pattern I see, and I’m going to stand against it. [I feel the patterns are against me, and project it onto you].
    7.Funktion: Se (INxP – Heiler / Architekt) Might feel ‚double-bound‘ by tangible reality (physical things, etc), and then it seems to become the perfect vehicle to try to turn the tables on others with, or to be silly with. People performing rigorous stunts are clowns; people pointing out tangible reality that goes against the ego seem like „bullies“: •HA! Got you! You’re trying to bind me [I feel bound by tangible reality&project it onto you], so I’m going to bind you with tangible reality
    8.Funktion: Fi (IxTP – Architekt / Mechaniker) The personal factor in situations, or conscience might be a nagging, guilt-provoking issue we wish could go away. Might become very envious and resentful at people seen as morally self-contented, and want nothing more than to upseat and expose them. They come across as evil hypocrites wearing a „good guy“ mask. They then end up coming off as self-righteous themselves in trying to outdo these others. Also, self-destructive in expending time and energy passionately engaging in all-so-„important“ personal causes against these objects of envy: You’re trying to destroy my humanity to the core (internal), so I’m going to destroy yours! [I really want to self-destruct from my need for internal logical „sense“ and external personal validation being violated, and I project this onto you].

    Hier noch besten Partner des INTP in der ungefähren Reihenfolge:
    ENFJ Pädagogik
    ENTJ Spiegel
    INFJ Beratung
    INTJ Ergänzung
    ESTJ Eskapade
    ISTJ Kollege
    ISTP Doppelgänger
    ESTP Stammesangehörige
    INTP Eigene Identität
    ENTP Rivalität
    ESFJ Stresspersönlichkeit
    ISFJ Aktivierung
    INFP Falsche Ähnlichkeit
    ENFP Deaktivierung
    ISFP Rätsel
    ESFP Konfikt

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    1. Eben. Ich kenne zum Beispiel außer mir keinen INTP persönlich, dafür mehrere INFJs, mehr als ISTPs. Statistisch gesehen passt das nicht. Und mit wem wir zu tun haben, hängt auch nochmal von unserem eigenen Typ ab. Der Mechatroniker wird unter seinen Kollegen wahrscheinlich nicht viele INFPs finden. Darüber hinaus hat niemand von uns eine Autorität, tatsächlich mit 100%iger Gewissheit sagen zu können, wer welcher Typ ist. Ich sag’s nur ungern, aber die ganze Theorie mit den kognitiven Theorien bleibt eine Pseudowissenschaft, da nichts zu belegen und zu beweisen ist. Interessant bleibt sie und für den Einzelnen unter Umständen auch hilfreich. In jedem Fall ist es gut, zumindest zu versuchen, sich selbst und andere besser zu verstehen.

      Ich halte dieses „bester Partner“ Ranking übrigens für nicht praktikabel, da zu viele Variablen mitspielen. ENFJ und INTP können zB überhaupt nicht funktionieren, wenn einer von beiden seine unterdrückte Funktion nicht genug entwickelt hat. Und dass INTPs mit introvertierten Fühlern nicht gut könnten, ist genauso davon abhängig, wie reif die Partner sind. Ein INTP, der sich ernsthaft mit introvertiertem Fühlen auseinandersetzt, bzw. ein INFP, der dasselbe mit introvertiertem Denken tut, hat unter Umständen mehr davon, als mit FE (bzw. TE). Ich habe selbst auffällig viele engere Bekanntschaften und Freunde, die xFxP’s sind und meine Frau, eine INFP, hat mich in vielerlei Hinsicht auch positiv prägen können. Sicher, es gibt Kombinationen, die dürften große Herausforderungen darstellen, aber wenn man das absolut in ein Ranking stopft und damit vergleichsweise bestimmte Konstellationen von vorneherein verurteilt, dann zeugt das in meinen Augen nur von einem Mangel an Vorstellungskraft.

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      1. Wissenschaftlich oder nicht ist mir wirklich egal. Ich ziehe für mich ein Nutzen daraus. Es ist auch nicht so, dass ich nur das sehe was ich sehen will, wie bei Horoskopen usw. sondern stelle das durchaus kritisch auf dem (inneren) Prüfstand. Ich kann durch Beobachtung sehen, dass es funktioniert. Ich vermute stark, das man das System auch auf Tier oder sogar Pflanzen übertragen könnte. Sicherlich gibt es noch andere bessere Methoden, aber ich bin eben bei MBTI hängen geblieben (so wie du beim INFP;-). Davon abgesehen ist Beobachtung ebenfalls eine wissenschaftliche Methode (neben dem Versuch). Das jeder Typ den Anderen irgendwie beeinflusst ist gar keine Frage. Man kann es natürlich nicht beweisen, aber wie positiv wäre dein Leben verlaufen wenn du mit einem ENFJ oder ENTJ Partner mit ähnlichen Entwicklungsstand leben würdest? Deine Anmerkung zur Anima ist natürlich in gewisser weise richtig, aber bei urteilenden Typen ist es generell eine schwierige Frage, ob es überhaupt den idealen Partner gibt. Ich denke nur der ENTJ kommt dem zumindest am nächsten. Der ENFJ ist, denke ich, eine lohnende Herausforderung. Normalerweise wäre nach MBTI-Mathematik der ESTJ der beste Partner. Aber die Hürde von N zu S ist einfach viel zu groß. Bei wahrnehmenden Typen geht es wesentlich besser auf. Unabhängig davon gilt natürlich immer: wenn man zufrieden ist, ist alles gut. Mein Typ strebt halt immer nach dem Optimalen, deshalb beschäftige ich mich dem Thema „ideale Typ“. Mein Ranking kann man durchaus als Anhaltspunkt nehmen. Vor allem an den Spitzen. Durch verschiedenste zusätzliche Einflüsse verschiebt es sich natürlich. Ich bin selbst nicht mit dem optimalen Partner zusammen (was auch ok ist) und ich merke auch genau an welchen Funktionen es immer wieder knirscht. Um das zu erkennen, braucht man ein gewisses Level an Vorstellungskraft. Ich denke das musst du nicht in Frage stellen. Was hat der INFJ denn sonst außer der Fantasie?!

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      2. Das die Arbeiten von C.G. Jung und der darauf aufbauende MBTI in der akademischen Psychologiewissenschaft heutzutage nicht mehr so anerkannt sind, habe ich auch gelesen. Wobei mich da mal Bewertungen von akademischen Psychologen -die auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand sind- interessieren würden. Habt ihr dazu Quellen? Sicher scheint aber, dass die Funktionentheorie von Jung im menschlichen Gehirn so keine physische Entsprechung findet. Man hat in jüngerer Zeit menschliche Gehirne mit modernen Magnet Resonanz Tomographen (MRT) beobachtet und konnte dabei nicht feststellen, dass es sowas wie die kognitiven Funktionen von Jung gibt. D.h. Jungs Modell ist tatsächlich „nur“ ein metaphysisches Konstrukt und keineswegs ein phänomenologisches d.h. natwurwissenschaftliches Modell.

        Das finde ich aber gar nicht so tragisch, denn letztendlich betreiben wir INTPs ständig Metaphysik! Das ist ja gerade unsere besondere Denkmethode (Ti). Kein Mensch denkt mit seinem Gehirn so wie es die wissenschaftliche Methode vorsieht, auch kein Wissenschaftler betreibt auf diese Art und Weise seine persönlichen Kognitionsprozesse. Genau hier erreichen wir die Grenzen unserer eigenen Rationalität. Denn keiner von euch kann mir erzählen, dass er jede seiner so gefundenen Überzeugungen regelmäßig mit der wissenschaftlichen Methode validiert.

        Jung stand in den 1930ern noch kein MRT zur Verfügung und so musste er metaphysische Elemente in seiner Theorie einsetzen. Die für mich auch heute noch viel interessantere Frage -hingestellt ob nun wissenschaftlich anerkannt oder nicht anerkannt- ist die des praktischen Nutzens der Theorie von Jung. Hier haben mich zwei Dinge geflashed:
        Zum einen das mir zum ersten mal bewusst gemacht wurde wie ich als INTP denke und das das keineswegs der „normale Weg“ ist zu denken. Zum anderen konnte ich bei ISFJ-Personen beobachten -wie diese geradezu wie Computerprogramme- immer die gleichen Verhaltensweisen an den Tag legen. Dieses Verhalten erscheint mir aus meiner subjektiven INTP-Perspektive unvorteilhaft bzw. nicht nachvollziehbar, ist aber trotzdem immer wieder beobachtbar.

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        1. Ich finde es erstaunlich was dieser Mann (Jung) für eine starke Beobachtungsgabe gehabt haben muss. Vielleicht war es auch einer seiner Studenten und er hat sich dann einfach die Lorbeeren umgehängt… Ich glaube sowieso, dass das die Regel in der Wissenschaft ist. Ich habe bei den MBTI Typen, wie schon gesagt, den Eindruck, dass es eine deutlichen praktischen nutzen hat. Allein der Toleranzgewinn und wie du schon sagst, die Erkenntnis wie man selbst tickt, ist schon Gold wert. Man kann aber auch noch tiefer gehen und noch mehr damit erklären. Zusätzlich hab ich aber das Gefühl, dass noch eine wichtige Eigenschaft fehlt. Vielleicht der Antrieb. Auch hab ich den Eindruck, dass es innerhalb der einzelnen Typen noch Untertypen und eine Gaußsche Verteilung gibt. Die wissenschaftliche Alternative ist wohl Big 5. Für mich mit 0 praktischen wert. Allein das hier Introversion irgendwie als Nachteil dargestellt wird, hat dann schon ausgereicht um mein Interesse darüber erlöschen zu lassen. Da ich aber fachlich aus der komplett gegenteiligen Richtung komme, kann ich nichts werter dazu sagen. Manchmal denke das MBTI oder eine vereinfachte Version davon als Schulfach bzw. Schulthema keine schlechte Sache wäre. Vielleicht ist es aber nicht (politisch?) gewollt. Oder einfach nicht massentauglich genug. Wer weiß…
          Das sich sensorische Menschen (und ja, auch einige unterentwickelte Intuitive) zusammenfassend wie eine Schafherde mit vereinzelten Alphawölfen verhalten, und wenn man sie lässt, über kurz oder lang mafiöse Strukturen entwickeln, werde ich nicht Müde zu wiederholen. Auch wenn es der liebe Sam wahrscheinlich nicht so gern hört, kann man deren Verhaltensweise darauf reduzieren. Mehrfache wiederholte (und auch schmerzhafte) Beobachtung darüber, haben mich in dieser Überzeugung bestärkt.

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          1. Ich gehe davon aus, dass Jung nichts von seinen Studenten geklaut hat. Er hat die Theorie der kognitiven Funktionen aufgestellt, indem er seine geisteskranken Patienten beobachtet hat, da dürften Studenten, wenn überhaupt, nur zu Hospitationszwecken anwesend gewesen sein. Tatsächlich ist Jung eher auf die negativen Eigenschaften der 4, bzw 8 Funktionen eingegangen, die ganzen positiven Elemente kamen erst durch Myers und Briggs, die beide keine Psychologinnen waren und Jungs Werk eigentlich nur interpretiert haben. Sie haben es dadurch jedoch massentauglicher gemacht und später kamen mehr oder weniger qualifizierte „Fachleute“ wie Keirsey und Beebe, die dann ebenfalls ihren Senf zu dem Thema beigetragen haben.

            Bevor ich jetzt allerdings zu negativ klinge (eigentlich sollte ich mich gar nicht rechtfertigen müssen, immerhin widme ich den Großteil des Blogs diesem Thema und habe ja seitenweise Artikel über den Nutzen vom MBTI geschrieben) – was den praktischen Teil angeht, sehe ich das genau so, wie ihr beide.
            Mir persönlich hat diese Theorie enorm geholfen, insbesondere meine unterdrückte Funktion zu schätzen zu lernen, auszubauen und damit mir damit privat, aber vor allem auch beruflich (als Pädagoge ist FE irgendwie schon wichtig) selbst zu helfen. Ich halte sie persönlich auch für verblüffend präzise und bin der festen Überzeugung davon, dass sie nicht nur in der Theorie Sinn macht, sondern auch in der Realität.

            Trotzdem – Persönlichkeitstests jeder Art, und da schließe ich auch den „Big 5“ Test ein, den ich vergleichsweise, wie du, für Schwachsinn halte, müssten viel aufwändiger sein, um tatsächlich als Wissenschaft zu gelten. Im Sinne davon, dass es allgemein (TE) bewiesen ist und nicht nur eine Theorie bleibt. Aber dafür bräuchte man zum einen einen Testbogen, dessen Fragen nicht simpel mit einem Schieberegler, oder schlimmer, mit „Ja/Nein“ zu beantworten ist, sondern mit selbst formulierten Antworten und zum anderen auch qualifizierte Leute, die sich mit dem Thema auskennen. Und damit die Statistik stimmt, müsste der Test eigentlich schon obligatorisch sein, denn sonst werden bestimmte Persönlichkeitstypen, die für so etwas eher weniger zu haben sind, nicht repräsentativ in der Auswertung vertreten sein.
            Und selbst dann – ich habe ja schon viele Leute, die mir meinen Fragebogen ausgefüllt und zugeschickt haben, ausgewertet – es würde mich ja sehr interessieren, ob ihr beide beispielsweise immer auf das gleiche Ergebnis wie ich kommen würdet.

            Ich glaube, was deine Beobachtung bzgl. Sensoriker angeht, verstehst du meine Haltung falsch. Ja, ich nehme Sensoriker gewisserweise in Schutz, aber ich habe ohnehin ein relativ pessimistisches Menschenbild, dass ich eher sage: „Intuierer sind oftmals auch nicht besser.“
            INTPs haben oftmals tolle Konzepte, aber sind zu sehr von Zweifel zerfressen, um tatsächlich der Gesellschaft von Nutzen zu sein. Wenn der INTP einen Monat lang an guten Ideen tüftelt, wie man veraltete Arbeitsstrukturen verbessern könnte, aber nicht zu Potte kommt und am Ende alles wieder verwirft, war zu guter Letzt der ESTJ nützlicher, der einfach mit den alten Strukturen Ergebnisse durch Routinearbeit erzielt hat.
            Viele ENTJs (aus meiner Erfahrung) sind vielleicht clever und wissen, wie man Geschäfte zum laufen bekommt, aber bereichern damit ausschließlich sich selbst und ihre Familien – ich bin mir sicher, dass die „Alphawölfe“ mit ihren „mafiösen Strukturen“, denen die „Sensoriker-Schafe“ hinterherlaufen hauptsächlich xNxJ’s sind.

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            1. Das mit Jung war natürlich nur eine gewagte Vermutung meinerseits. Danke für die aufklärende Antwort. Ich hab mich 3 mal als INFJ getestet, falls du das wissen wolltest? Zum Thema Alphawölfe und ENTJ muss ich aber noch was sagen. Ich habe kürzlich einen ENTJ kennengelernt, der mich stark an einen sehr guten Kumpel aus früheren Zeiten erinnert. Da kamen richtig nostalgische Erinnerungen hoch. Leider ist der Kontakt abgebrochen. Jedenfalls hab ich denjenigen aus der Erinnerung immer falsch als INTP identifiziert. Auf jeden Fall ist mir rückblickend aufgefallen, dass ENTJs gar nicht so aggressiv sind wie ich sie mir immer vorgestellt habe. Eigentlich sehr humorvoll, mild und sehr höflich. Ich stimme aber zu, dass sie sich in erster Linie für sich selbst und ihre Familie interessieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der größte Unterschied zum ESTJ ihr echtes Selbstbewusstsein ist. Außerdem interessieren sie sich nicht für sinnlose Details. Das fiel mir richtig stark auf. Der ESTJ wird, ähnlich dem ESFJ, unsicher wenn er nicht genügend Führsprecher (ich sag immer Speichellecker) um sich versammelt hat. Dabei geht es nur um Quantität. Sie müssen einfach da sein und gelegentlich über seinen groben Scherze (ich würde sagen Gemeinheiten) lachen und bei ihren gelegentlichen Dummheiten die Drecksarbeit zu machen. Das alles erinnert mich einfach sehr an Mafia-Cliches. Immer nach dem Motto, wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Sie haben irgendwie den natürlichen Drang immer der Alfawolf zu sein. Primitives Beispiel: „der erste Parklatz gehört mir!“. Der ENTJ ist meistens mit natürlicher Autorität gesegnet und hat mit Sicherheit nicht nötig diese mit Angst zu erzwingen. Außerdem hat er wesentlich mehr Stil. Ich weiß zwar das meine Einschätzung zum ESTJ sehr abwertend rüberkommt, aber es ist wirklich nur als mehrfach beobachtete Zustandsbeschreibung zu sehen. Ich vermute sogar, dass sie meine Beschreibung auch als treffend bewerten würden. Dazu passt auch, dass der angesprochene ESTJ es zu meiner Überraschung sogar als Kompliment aufgefasst hat, als ich ihn einmal als „Arschloch“ betitelte. Ich war dann aber auch schnell der „Leckarsch“…Ein Irrglaube ist auch, dass der ESTJ gern selbst mit anpackt. Wenn dann nur auf Ansage des eigenen Herrchens. Kranke ESTPs haben auch definitiv etwas typisch Psychopathisches an sich. Was sie sehr gut können ist auffällig dirigieren und organisieren. Sie stehen für das was man in der Gesellschaft so häufig sieht: nach oben lecken, nach unten treten. Der Schäferhund ist wirklich ein sehr passendes Wappentier für diesen „freundlichen“ Typ.

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              1. Es ging mir nicht darum, was du für dich selbst für eine Auswertung bekommen hast, sondern wie du die Personen ausgewertet hättest, die mir den Fragebogen meines Blogs ausgefüllt haben, der meines Erachtens nach ein präziseres Ergebnis gibt, als die unpersönlichen und verallgemeinernden Online-Tests. Ich wollte damit nur in den Raum werfen: selbst, wenn die ganze Menschheit einen individuell beantwortbaren MBTI-Fragebogen ausfüllt, dessen Antworten sehr viel aufschlussreicher sind, die Leute, die ihn auswerten, kämen unter Umständen zu verschiedenen Ergebnissen.

                Was ENTJs angeht, ich kenne zwei ENTJs etwas besser und zumindest einen der beiden finde ich auch sympathisch, und verbringe auch regelmäßig und gerne Zeit mit ihm. Aber „mafiöse Strukturen“ sind für mich nicht „das Lachen über dumme Witze, weil’s alle machen“ (da wird wahrscheinlich dein FE getriggert), sondern tatsächliche Korruption, in dem Sinne, dass man sich auf Kosten anderer in die eigene Tasche wirtschaftet. Man kann freundlich und höflich wirken, es in einer gewissen Hinsicht sogar auch sein, aber trotzdem ein skrupelloser Egoist. Dass man intelligent, einfallsreich, mit „natürlicher Autorität“ gesegnet und humorvoll ist, bedeutet nicht, dass man nicht die Gesellschaft in schlechte Bahnen lenken kann und ich denke, das machen viele Intuitive Typen. Nicht alle, ich will auch nicht mal sagen, die Mehrheit, aber um es deduktiv auszudrücken: unter den Personen, welche sich in Positionen befinden, etwas zum Besseren zu ändern, es aber nicht tun (oftmals aus Selbstsucht), sind vermutlich mehr Intuitive als Sensoriker. Alleine mal, dass Politiker meist Akademiker sind und unter Akademikern ein bemerkenswerter Großteil zu den Intuierern zählt. Und bevor der Eindruck entsteht, ich will Sensoriker als Engelchen hinstellen: nein. Natürlich nicht. Sie wählen ja dann auch selbst die entsprechenden Personen. Es gehören beide Gruppen dazu. Eine Hand wäscht die andere. Und wenn wir uns über die Gesellschaft aufregen wollen, dann wäre (!) – keine Unterstellung hier – es Augenwischerei, wenn wir sagen würden: „die Juden sind schuld / die Konzerne sind schuld / die Politiker sind Schuld / die Intuierer sind schuld / die Sensoriker sind schuld“.

                In jeder Gruppe befinden sich Idioten und wenn du eben mehr S-Arschlöcher als N-Arschlöcher kennst, dann liegt das vielleicht auch daran, dass es mehr S-Menschen gibt. Nur mal so ein Gedanke.

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                1. Ganz sicher gäbe es realistischer Ergebnisse mit dem Fragebogen. Aber wer hat die Zeit dafür? Mit Test + Fragebogen + Interview und letztendlich Beobachtung in Freier Wildbahn + evtl. noch 2 anderen Meinungen könnte man sicher mind. 90-100% schaffen. Oder man hat einen sehr erfahrenen Tester.
                  Und ja, du hast recht. Gemeinheiten triggert mein Fe. Das Problem ist aber nicht, dass die Witze geschmacklos sind, sondern dass sie ernst gemeint sind. Sicherlich mutiert jeder mal unvermeidlicherweise zum Arschloch. Das ist dann aber eher die Ausnahme. Beim ESTJ (und auch ENTJ) ist es aufgrund der Stellung der Funktionen die Regel. Diese Leute verabscheuen anderer Leute Gefühle und das letzte was sie möchten, ist aus freien Stücken und ohne Gegenleistung anderen Menschen zu helfen. Auch nicht eigenen Familienmitglieder (eigene Erfahrung da Schwester und Vater > ESTJ). Dieser Typ ist neben dem ESTP („das freundliche Arschloch“) das typische „klassische Arschloch“. Und wenn sie es nicht so offensichtlich sind, dann nur weil seine evtl. Fe-beeinflusste Umgebung ihm eingetrichtert (Si) hat, dass sich sowas „nicht gehört“. „Mafia“ war mehr im Sinne von Beschaffungskriminalität gemeint. Ein sehr gutes Beispiel sind die Gangsterbanden in Western-Filmen, die ich im übrigen für teilweise sehr realistisch halte. ENTJs sind natürlich auch skrupellos was das erreichen ihrer Ziele angeht. Das ist dann wirklich die (Finanz)mafia. Wenn der ESTJ seine Schweinereien in der heutigen Zeit weitgehend im Rahmen der bestehenden Gesetze treibt, sind Gesetze und Regeln für den ENTJ nur kleine Stolpersteine, die umgangen werden müssen um Erfolg zu haben. Ich würde sogar soweit gehen, dass manche (Steuer)-Gesetze von und für ENTJ gemacht wurden sind…Insgesamt stimme ich deiner differenzierten Beschreibung aber zu. Und es ist natürlich klar, dass je nach Typ immer der Rashomon-Effekt eintritt. Alles ist relativ. Wenn man weiß wie unterschiedlich die Kommunikation der einzelnen Typen ist, ist es eigentlich ein Wunder, dass die Menschheit sich nicht permanent die Köpfe einschlägt. Vielleicht funktioniert es nur deshalb, weil viele einfach nur das hören was ins eigene Denkschema passt und der Rest ausgefiltert wird. Man kann natürlich nicht einer Gruppe allein die Schuld für alles geben. Und selbst wenn man, einfach gesagt, den Bösewicht entfernt, schädigt man direkt oder indirekt wieder anderen Leuten. Außerdem wächst der Hydra immer wieder ein Kopf nach. Wo wir bei den Politikern wären. Was mir auffällt ist, dass es sehr viele Politiker ENFJ sind. Vor allem bei den den Grünen+Schulz,Spahn, Lammert. ENTJ: (FDP > Lindner, Kubicki, Strauß), ENFP (Gisi, Lafontain, Seehofer, Gabriel, J.Fischer). INTJ (Wagenknecht, evtl. auch die Kipping, H. Schmidt). Der unvermeidliche ISTJ (Merkel, Schäuble, Kohl, Steinmeier), ESTJ (zu Gutenberg, v.d.Leyen (interessanterweise beides „Verteidigungs-„Minister), Weidel (Finanz-Marionette),Kauder). Und auch INTP (H.Maas, S.Keller). Und ich glaube, dass es egal ist wen man dahin wählt. Die wichtigen Entscheidungen werden fast ausnahmslos gegen das Volk getroffen. Um das zu begründen würde der Platz nicht ausreichen 😉 Hier ging es auch ursprünglich um den INTP…ich verstehe gar nicht wie wir so vom Thema abgekommen sind.

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                  1. Hallo Marcel, was mich an deinen Aussagen wundert, dass du die MBTI-Typen moralisch „qualifizierst“. ESTP („das freundliche Arschloch“) usw. Bisher habe ich den MBTI so verstanden, dass die Typisierungen frei von moralischer Wertung sind. D.h. jeder Typ kann sowohl gut als auch böse sein. Es gibt keine generell „guten“ oder generell „bösen“ Typen im MBTI… So mein bisheriges Verständnis.

                    Daher meine Frage: Beziehst du diese moralischen Wertungen auf ganze Typen oder auf Teilmengen innerhalb eines Typs? Bei ersterem hätte ich gerne eine Begründung, da ich dem sonst gedanklich nicht folgen kann. Bei letzterem könnte ich dir folgen, denn es gibt nach meiner Wahrnehmung typspezifische Ausprägungen von „gut“ und „böse“. Ein ESFP ist auf eine andere (charakteristische) Art und Weise „böse“ als ein INFJ. Und beide könnten aber auch genauso „gut“ sein. Letztendlich ist die Qualifizierung nach „gut“ und „böse“ eine Frage der Perspektive.
                    Der Perspektive des Beobachters, der des Akteurs und der Kombination daraus.

                    Zwei Beispiele aus meiner Lebenserfahrung: Ein ESFP als Führungskraft war gegenüber seinen Mitarbeitern eine Katastrophe, weil er Kunden gerne das blaue vom Himmel versprach ohne dabei eine Sekunde
                    mit Gedanken an die Realisierbarkeit zu verschwenden. Aus der Kundenperspektive ist so jemand natürlich herzallerliebst. Ein INFJ in derselben Rolle, spielte gegenüber den Kunden eher defensiv wohlwollend. Dominierte intern aber das ganze Mitarbeiterteam mit seinen idealtypischen (nur leider weltfremden) Vorstellungen wie die Arbeit zu gestalten sei. Solche Teams performen (im besten Fall) dann nur auf der Grundlage eines Eiertanzes, bei dem positive Ergebnisse, nur durch im Widerspruch zur Außendarstellung stehenden Aktivitäten, möglich sind.

                    Beides Beispiele für aus der Mitarbeiterperspektive „böse“ Persönlichkeiten, die ihre Rolle aber völlig unterschiedlich ausgefüllt haben. Theoretisch hätten beide Persönlichkeiten ihre Rolle aber auch „gut“ ausfüllen können. Der ESFP hätte sich auf eine unverbindlichere positive Außendarstellung -und damit einhergehend weniger belastende Kundenanforderungen- konzentrieren können. Der INFJ hätte sich auf die Förderung der Mitarbeiterkultur und weniger auf Arbeitsdetails konzentrieren können. Beide hätten vorher jemanden der sich mit den Details wirklich auskennt, konsultieren können. Ich nenne hier mal exemplarisch einen INTP 😉

                    An den Beispielen merkt man, dass jeder Typ es potentiell in der Hand hat, seine Stärken auszuspielen und sich bei seinen Schwächen von anderen Typen komplementär unterstützen zu lassen.

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                    1. “ frei von moralischer Wertung..“ Aus meiner INFJ Sicht sind es Arschlöcher. Und aus deren Sicht bin ich ein weinerlicher Sonderling der wahrscheinlich auf Droge ist (oder so). Wenn du alle Menschen gleich neutral siehst (Roboter?) dann freu dich. Mir gelingt es nicht. Aufgrund der unterschiedlichen Funktionen-Konstellationen der einzelnen Typen einem Typ gegenüber, ist es nun mal so, dass man manche Typen sehr, manche gut manche neutral, manche schlecht und manche sehr schlecht mag. Und das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit. Ich kann aber verstehen das INTPs Schwierigkeiten mit dem verstehen von Menschlichen Beziehungen haben. Da bin ich sehr Tolerant ;-). Andersherum bin ich auch dankbar, wenn der INTP mir erklärt warum meine Argumentation nicht frei von Logiklöchern ist. Meine INTJ Frau mag ich z.B. „gut“;-). Wir sind Doppelgänger. Dh. in dem speziellen Fall, dass das Ego gleich ist, was super ist, da wir meistens die gleichen Gedanken entwickeln und zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Wir hassen auch die gleichen Dinge, wie sinnlose Details/Arbeit, Traditionen usw. also Si. Was schlecht ist, dass sich unsere Komunikations-Funktionen (2,3,6,7.) irgendwie gegenseitig beißen. Das stört schon, aber wir haben uns arrangiert. Bei Typen bei denen die Funktionen zu meinen komplett konträr stehen, wird es bei intensiven Kontakt nicht lange dauern, bis man sich gegenseitig hasst. Und bei einen sehr guten Partner stehen sich die Funktionen ergänzend gegenüber, was bedeutet, dass man den Anderen einfach nicht böse sein kann und eigentlich alles sehr befriedigend und im besten Fall (für N-Typen) sehr inspirierend ist. Man sieht es doch täglich im echten Leben (sofern man daran teilnimmt…). Ob man religiöse Begriffe wie „gut“ oder „böse“ benutzt oder sagt, dass einem eine andere Person in seiner Entwicklung hilft oder behindert ist echt Jacke wie Hose. Da muss man sich nicht dran aufgeilen. Und natürlich rede ich aus meiner subjektiven Sicht. Objektiv ist die Natur im Gleichgewicht. Das muss man doch auch nicht erklären.
                      Ich arbeite z.B. beim Bau und bin untypisch für meinen Typ sogar Meister bzw. St. gepr. Techniker. Und ich denke, das ich die Arbeit gut mache bzw. organisiere. Im Gegensatz zu meinen sensorischen Arbeitskollegen habe ich den Vorteil die Arbeit schon am Schreibtisch durchdenken. Leider glaubt mir das keiner und ich werde zu sinnlosen, zeitfressenden Außenterminen gezwungen. Naturgemäß habe ich die Gewissheit hier nicht alle meine Stärken ausspielen zu können. Nicht auszudenken, wenn ich einen menschenbezogenen Beruf ergriffen hätte… In (Bau)Technischen Berufen dominiert nun mal extr. Denken. Intr. Denkende und auch noch auf niedriger Position, werden nicht ernst genommen bzw. gehört. Das sind so meine Problemchen im Arbeitsleben. Keine Ahnung warum das bei euch schief gegangen ist. Es muss ja auch die Chance gegeben werden, aus Fehlern zu lernen. Wenn ein INFJ (und jeder andere Typ auch) nur wenig Lebens- und Arbeitserfahrung hat, gehts hat meistens schief. Idealerweise und nicht nur im Bau ist es so, das Ni Typen aufgrund des „Big Picture“ die Arbeit planen sollten und diese an Ne-Typen weitergeben. Ne-Typen übersetzen/verkaufen diese groben Aufgaben dann an Se-Typen, die dann wiederum das Mikromanagement übernehmen und die letztendlich Detailorientierten Arbeiten an Se weitergeben. Wie man aber in der Realität hat mich niemand zu dem Thema gefragt. Statdessen wurde da ein, ich sag mal, Erbsenzähler hoch gespült, der einfach kein Talent zum organisieren hat, was sich dann natürlich auf die weitere Arbeit auswirkt. Typischerweise sind dann in der Personalabteilung ebensolche Menschen angestellt, welche dann (von ihnen unterschätze/unverstandene) N-Typen auf völlig unpassende Positionen setzen. Das ist einfach alles zum Haare raufen….

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                    2. Es ist auch ein Irrglaube, dass jeder MBTI-Typ eine bestimmte Funktion soweit verbessern kann, dass diese qualitativ sogar über derer eines Typs steht, der diese Funktion im Ego hat. Das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn dabei wird die Bedeutung der Position der Funktion vergessen. Beispiel: nehmen wir mal den unwahrscheinlichen Fall, dass ein ESTJ seine Ne Funktion soweit verbessert hat, dass sie qualitativ über der eines unterentwickelten INTJ steht (was übrigens schwierig wird, da die Funktion beim ESTJ im unbewussten Schatten liegt…). Dann ist es zwar tatsächlich so, dass die Funktion besser entwickelt ist, aber sie wandert dann nicht automatisch nach oben ins Ego. Da die Funktionenstruktur starr ist, bleibt sie immer noch an der 7. Stelle (Trickster/Lüge/Witz-Funktion) stehen. Man kann also keine Ente in ein Meerschweinchen verwandeln. Der ESTJ wird eben nicht bessere INTJ-Entscheidungen treffen. Die 7.Stelle bedeutet etwas anderes als die 1. Stelle. Er wird nur bessere Lügengeschichten ausdenken können. Das wars. Außerdem ist es so, dass dann die Ego-Funktion unterfordert ist und nach Benutzung schreit. Das kann auch nicht gesund sein.
                      Und falls sich jemand fragt warum ich scheinbar ein Problem mit SJ habe, dann liegt das in meinem speziellen Fall nicht daran, dass ich den Typ an sich nicht mag, sondern die oftmals falsche Rolle als Führungsperson im Job. Ich rede hier nicht vom Bäckereifachbetrieb oder der Post usw.. In diesen Bereichen bin ich froh über gleichbleibende gute SJ-Qualität. Ich rede von größeren Organisationen. Ich hatte es schon im oberen Text angedeutet, dass in einer idealen Organisation INxJ-Typen an der Spitze eine grob skizzierte Vision liefern sollten, evtl in Verbindung mit Ne-domin. Typen um aus einen größeren Pool an Ideen auswählen zu können. Diese Ideen werden dann von NTPs detaillierter ausgearbeitet und an das Micromanagement weitergegenen und dann in all seinen (wichtigen) Details durch SJ oder SPs ausgeführt. Ich bin überzeugt, dass nur so ist eine gesunde Arbeitsteilung und effiziente Bearbeitung möglich ist. Jeder kann so seine Stärken mit einbringen und im Endeffekt zufriedener sein. Wenn man sich die ungefähre Verteilung aller MBTI Typen sieht, kann man durchaus auch eine Pyramidenform ableiten. In der Natur gibt es auch weniger Löwen als Antilopen. Was ich leider in der Realität oft beobachten muss ist, dass die Pyramide auf den Kopf gestellt wird. Es tut wirklich weh zu sehen wie ein ISTJ-Schildkröten-Chef sich quälend langsam, ja zeitlupenartig in irgend eine Richtung bewegt, die nur zufällig richtig sein kann, um dann Schrittchen für Schrittchen jedes Detail abzuarbeiten und weil der Arsch den Kopf nicht sieht, zwingt er einem N-Typ diese Arbeitsweise auch noch auf. Dabei tut man dem ISTJ auch keinen Gefallen mit der Übertragung dieser Führungs-Arbeiten. Und der N-Typ ist ebenfalls unzufrieden.
                      Um mal den INTP-Bezug wiederherzustellen, ist mir auch klar geworden warum die Kommunikation INTP zu INFJ so kompliziert ist. Der INFJ (oder INTJ) kommuniziert seine schnell aufploppenden Ideen meistens nur in groben Skizzen. Es muss schnell gehen, denn dieser Typ hast es wenn gute Ideen verloren gehen. In den Diskussionen hier mit Sam ist mir klar geworden, dass der INTP immer eine sehr gute bis perfekt ausformulierte Erklärung benötigen um eine Sache zu verstehen. Also, wenn ein INTP mal eine eigene Idee beschreibt, dann ist es wie ein detailreiches Ölgemälde, was alle Eventualitäten ausleuchtet. Ich finde das auch super. Aber Aufgrund der flüchtigen, blitzartigen Eigenschaft von Ni hat man als dieser Typ einfach kein Zeit für diese Details. Ich erkläre das in der Hoffnung, dass sich der INTP darüber bewusst wird und sich auch mal die Mühe macht auf die rohe, symbolische Form zu Kommunikation eingeht und nicht so oft auf die unausformulierte Details eingeht.

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                  2. Jetzt verstehe ich deine Sichtweise: Du berücksichtigst allein deine subjektive Perspektive. Das ist nach Nützlichkeitsusancen betrachtet völlig legitim, da es sich um deine individuell relevante Handlungsperspektive handelt. D.h. zur kurzfristigen Interaktion mit anderen Menschen ist das die adäquate Perspektive.
                    Aber aus meiner INTP-Sicht ist die neutrale Vogelperspektive ebenfalls interessant. So kann man über den eigenen Handlungsfokus hinausschauen und das „Big Picture“ betrachten. D.h. zum Verständnis eines anderen Menschen ist das die adäquate Perspektive. Idealerweise kommt beides zusammen, denn du betrügst dich sonst um langfristig sinnvollere Handlungsoptionen.

                    Ein Beispiel aus meiner Berufspraxis: Ich erlebe es immer wieder, wie das Verhalten des Kunden („Das Feature XY funktioniert nicht!) von meinen Kollegen als bösartig („Das stimmt doch gar nicht, wir haben das doch extra getestet. Die wollen uns nur schikanieren!“) begriffen wird. Dabei handelt es sich lediglich um Hilfeschreie („Wie sollen wir eure Software benutzen? – Die Anleitung ist zu technisch“) in Kombination mit Mißverständnissen
                    („Die Programmierer lassen uns alleine mit dem Problem!“ versus „Der will doch nur das ich seine Arbeit mache!“).
                    Spiel mal durch zu welchen unterschiedlichen Ergebnissen es kommt, wenn man das Big Picture wahlweise berücksichtigt und wenn man es wahlweise außen vor lässt.

                    Nicht immer kann man die Eskalation eines Konfliktes vermeiden, dann hilft es, wenn man sein Gegenüber genau einschätzen kann, um sich dessen Stärken und Schwächen zunutze zu machen (schwarze Rethorik):
                    Als INTPs haben wir z.B. immer den Hebel auf eine Detailebene auszuweichen, auf der uns unser Gegenüber (z.B. ESFJ) nicht mehr folgen kann. Dann können wir alles behaupten und so als zwingend darstellen 😉
                    Umgekehrt kann man einen INTP verbal auch sehr leicht aushebeln, indem man ihm ein unlösbares (d.h. im Kern unlogisches) komplexes Rätsel aufgibt, er wird dann seine Zeit damit vergeuden, das Rätsel zu lösen. Dadurch nimmt er sich selber vom Spielfeld.
                    Als INFJ kannst du auf die Gefühlsebene ausweichen, indem du dein Gegenüber hier attackierst. Das funktioniert besonders gut bei Perceivern. Umgekehrt kann man den INFJ kontern indem man sich auf der Gefühlsebene „taub stellt“, d.h. dem INFJ keine Wirkung seiner Attacke zeigt. Letzteres Scharmützel habe ich erst vor kurzem zwischen einer INTJ und einem INFJ erlebt. Der INFJ hatte vorher alle anderen in den Wahnsinn getrieben und konnte schließlich nur so domestiziert werden.

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                    1. Sehe ich genauso, Henry.
                      Zumal es irgendwie besonders traurig ist, wenn sich ausgerechnet ein INxJ so sehr durch seine Erfahrung (also komischerweise durch sein SI) beeinflussen lässt. Ich kann verstehen, warum du, Marcel, in deinem Arbeitsumfeld so frustriert bist. Mir geht es häufig auch ähnlich – immerhin bin ich Lehrer an einer christlichen Schule, die sehr auf Gemeinschaft und Werte ausgelegt ist, während ich mich am liebsten nur auf den Kern meines Faches konzentrieren würde. Aber wenn man sich einen Beruf aussucht, muss auch eine gewisse Anpassungsbereitschaft kommen.

                      Ich will noch kurz auf eine Behauptung eingehen:
                      „In den Diskussionen hier mit Sam ist mir klar geworden, dass der INTP immer eine sehr gute bis perfekt ausformulierte Erklärung benötigen um eine Sache zu verstehen.“
                      Das ist so nicht ganz wahr. Ich verstehe dich schon, ich stelle nur gerne Fragen, um auf (potentielle) Fehler hinzuweisen und formuliere meine Kritik ungern als Behauptung, weil ich will, dass mein Gegenüber von selbst drauf kommt. Ob man das auf meinen Typ schließen kann, will ich nicht behaupten, da ich diese Form des Kritisierens als Pädagoge ohnehin tagtäglich verwenden muss.
                      Deine Theorien und Behauptungen sind mir oft zu allgemein und zu schwammig. Ich verstehe zwar, wie man auf den Gedanken kommt, insbesondere, wenn man so geprägt wurde, wie du, aber ich halte es für gefährlich, etwas zu akzeptieren, nur weil es sich intuitiv schlüssig anhört.
                      Zu behaupten: „Ich bin nicht so auf deduktive Beweisführung aus, weil mein TI im Child liegt“, das sind Ausreden, die ich eher einem unreifen xxTJ zuordnen würde.

                      Ich erkläre kurz, weshalb: „Ich habe etwas auf eine bestimmte Art gelernt (SI), so hilft es mir, die Welt zu verstehen und effektiver zu sein (TE). Ich halte mich nicht mit unnötigen Details auf (TE) – zum einen ist es mir unbequem, meine Ansicht zu ändern (unreifes SI), zum anderen gebe ich ungern zu, dass ich falsch liege (unreifes TE), weil ich mir sonst eingestehen müsste, dass sich nicht nur mein Umfeld, sondern auch ich mich selbst zu ändern habe.“

                      Dass idealerweise NI’ler bei größeren Organisationen an der Spitze stehen sollten, halte ich auch für zu weit aus dem Fenster gebeugt. Dein Vergleich mit der Tierwelt mag zwar schlüssig erscheinen, aber Vergleiche ziehen ist eine Sache, die Problematik nochmal individuell zu betrachten, eine andere. Ich bin mir z.B. sicher, dass auch ein ENTP-Leiter, der zum Beispiel ISTJ als direkten Untergeordneten hat, super funktionieren kann (!). Die Ideen und Konzepte kommen vom ENTP, die, sofern sein Auxiliar weit genug ausgeprägt ist, auch in sich schlüssig sind. Durch sein tertiäres FE hat er ein natürliches Charisma in der Führungsposition, das xNTJs eher weniger haben – nicht zu verwechseln mit Autorität, aber dafür hat er ja den ISTJ. Voraussetzung ist, dass der ISTJ überzeugt von den Ideen des ENTPs ist. Idealerweise, wenn beide schon auf positive Arbeitserfahrungen miteinander gemacht haben. Der ISTJ überprüft die Konzepte des ENTPs auf Schwächen im Detail und auf die praktische Anwendung.
                      xNFJs halte ich für gute Leiterschaftskandidaten, wenn sie gelernt haben, mit Kritik umzugehen, sprich: wirklich darauf einzugehen und nicht gegen die Person, die sie kritisiert einen Groll zu hegen. Das gibt es, ist aber leider, wie bei vielen xNFx-Typen die Ausnahme. Diesen Ausnahmen vertraue ich aber wie gesagt, gerne auch solche Positionen an.

                      Ich denke aber, dass es unter’m Strich immer auf die Organisation/das Produkt und die Entwicklung der Person ankommt. Man braucht nicht überall jede Funktion.

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                    2. „Big Picture“ Ich sehe natürlich auch das Big Picture und kann die Sache sozusagen zweigleisig betrachten. Gerade INFJs sind bekannt dafür dich in Andere hinein versetzen zu können. Einen toleranteren Typ wirst du nicht finden. Das heißt aber nicht, dass ich keine eigene Meinung über Andere haben kann. Außerdem ist bei meinem Typ der Aspekt des Fühlens im Spiel. Das kann man nicht wirklich ausschalten. Analog zu deinem Denken (hast du ja weiter oben auch zugegeben). Wenn man erkannt hat, dass man Menschen nicht wirklich helfen kann, dann ist es eine nutzlose Stärke sich lebhaft in andere Menschen hinein versetzen zu können. Das ganze ist einfach nur Last. Ich würde gerne mit einem Rationalen tauschen.

                      „Als INTPs haben wir z.B. immer den Hebel auf eine Detailebene auszuweichen, auf der uns unser Gegenüber (z.B. ESFJ) nicht mehr folgen kann.“ Sehr schön…wenn du sie nicht überzeugen kannst verwirre sie :-)!

                      Das INFJs andere Leute wirkungsvoll attackieren können ist mir neu. Das funktioniert auch nicht beim überzeugen von Menschen. Die meisten Menschen hören uns nicht bzw. nehmen uns nicht ernst.

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  23. Hallo, Sam. Hier im Blog geht es um Theorien und Ideen und ja, auch Behauptungen. Deine Reflex meine Ideen jedes mal wieder auseinander zunehmen (was einem INTP ja bekanntlich leicht fällt und gefällt) nur um mir zu zeigen, das man es auch anders sehen kann (man kann alles immer anders sehen!), wird irgendwann einfach ermüdend und ist nicht zielführend. Mich wundert nicht das INTPs nicht vom Fleck kommen. Sie können und wollen sich nicht auf anderer Leute Meinung einlassen/festlegen. Wenn ich verifizierbare Beweise für meine Aussagen hätte, würde ich ein Buch darüber schreiben. Ideen zu zerreißen ist leicht. Schreib du doch bitte wie die Ideale Organisation aussieht. Deine Aussagen/Behauptungen bestätigen eben meine Aussage, dass die Kommunikation INTP><INFJ schwierig ist. Im 2. und 3. Abschnitt widersprichst bzw. zeigst, dass du meine Aussagen wieder nicht verstanden/toleriert hast: Zitat.„"In den Diskussionen hier mit Sam ist mir klar geworden, dass der INTP immer eine sehr gute bis perfekt ausformulierte Erklärung benötigen um eine Sache zu verstehen.“Das ist so nicht ganz wahr." dann… "Ich verstehe dich schon" und dann "Deine Theorien und Behauptungen sind mir oft zu allgemein und zu schwammig".
    Deine Erklärung im 3 Abschnitt habe ich nicht verstanden. Redest du von mir oder dir? Wer redet hier verworren und schwammig? Aber richtig, es ist meine schuld, da ich deiner Behauptung nach unreif bin.
    Und nochmal zitiere ich mich selbst: "Der INFJ (oder INTJ) kommuniziert seine schnell aufploppenden Ideen meistens nur in GROBEN SKIZZEN. Es muss schnell gehen, denn dieser Typ hast es wenn gute Ideen verloren gehen." Bitte verstehe endlich, dass ich nur kommunizieren kann. Sobald ich dir entgegenkomme beraube ich mich meiner Stärke und begebe mich auf dein Niveau.

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    1. Hallo Marcel,
      Gleich zwei wütende Antworten und dann auch noch so viel. Ich fange einfach erstmal hier an und gehe dann zum nächsten Kommentar über. Siehst du, das ist der Grund, weshalb ich empfohlen habe, dass wir uns entweder mal per Textchat oder Voicechat unterhalten sollten. Wie sollen wir denn so auf jeden Punkt eingehen, ohne, dass wir anfangen, uns gegenseitig Romane zu schreiben? Und dabei wird es nur exponentiell schwieriger, auf jedes Argument des Gegenübers einzugehen.

      Deshalb trage ich dir auch gar nicht nach, dass ich bereits ein Beispiel für eine gut funktionierende Organisation geschrieben habe (ENTP mit ISTJ-Assistenten). Wahrscheinlich hast du es nur überlesen. Deine Bitte, zu schildern, wie eine „ideale Organisation“ aussieht, muss ich aber leider ablehnen, denn wie ich bereits schrieb, ist es immer abhängig von der Situation, den betroffenen Personen, der Organisation, bzw. dem Arbeitsprojekt. Die Welt ist nicht so simpel, dass es für alles ein „Idealrezept“ gibt, alá „NI>NE>SI>SE und du hast die perfekte Arbeitshierarchie“.

      Und nein, ich widerspreche mir nicht, wenn ich einerseits sage: „ich verstehe dich“ und andererseits: „Deine Theorien/Behauptungen sind mir zu allgemein und schwammig“. Wenn jemand zum Beispiel behauptet: „ich denke, dass die Politik Schuld ist, an der Misere der dritten Welt“, dann verstehe ich, wie jemand auf den Gedanken kommt, das zu denken. Die Person, die so etwas behauptet, differenziert bloß nicht genug für meinen Geschmack, weil „die Politik“ alleine schon so ein breit aufgestelltes Thema ist, dass man mehr ins Detail gehen sollte.

      Und ja – NI malt grobe Skizzen, hasst, es, wenn Ideen flöten gehen, etc. … aber wenn z.B. eine Skizze in der Architektur nur ein Quadrat mit Dreieck darüber ist, dann entschuldige bitte, wenn mir das zu vage ist. Ich sage nicht, dass du unreif bist. Eher bequem. Diese groben Skizzen, die du bringst, sind so grob, dass dein Sohn das wahrscheinlich auch könnte.

      Und vor meinem dritten Absatz kam auch noch eine kurze Einleitung („Zu behaupten: „Ich bin nicht so auf deduktive Beweisführung aus, weil mein TI im Child liegt“, das sind Ausreden, die ich eher einem unreifen xxTJ zuordnen würde.“), danach schrieb ich: „Ich erkläre kurz, weshalb:[…]“ – ich kann mich noch so deutlich ausdrücken, aber wenn du nur überfliegst, was ich lese, dann kann ich da auch nichts machen. Aber wie gesagt: kein Vorworf. Diese Form der Diskussion ist nicht optimal, weil man schnell was übersehen kann, das kann auch mir passieren. Mein Angebot, die Debatte auf eine andere Plattform zu verlegen steht nach wie vor.

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  24. Wenn ich gerade den ersten Absatz in deinem Text KINDER UND TYPOLOGIE lese steigt mein Puls wieder an. Zitat:
    „Interessant ist die Frage, inwiefern Kinder, deren Persönlichkeit sich erst entwickelt und gefestigt werden muss, überhaupt einzuordnen sind – oder ob man sie überhaupt einordnen kann. In der Regel kann man das bis zu einem gewissen Punkt, aber, wenn man sich schon bei Erwachsenen nie absolut sicher sein kann, sollte man das bei Kindern noch viel weniger sein. Inwiefern lässt sich die Typologie also auch auf Kinder anwenden?“
    Und jetzt deine Antwort zu meinen obigen Beitrag zum selben Thema:
    Ich halte nicht viel von den Theorien, die besagen, dass der Mensch zwischen Jahr X bis Y diese oder jene kognitive Funktion entwickelt. Ich habe bisher noch keine fundierte Argumentation gehört, die das irgendwie bestätigen kann, noch habe ich das selbst feststellen können. Das waren bisher nur Behauptungen, die sich für mich eher wie ein „hm, so könnte das sein, ich schreibe mal, dass es so ist, wird man mir schon glauben“ an.
    Mir sind auch schon vorher mehrere Aussagen zu anderen Themen aufgefallen, die in deinen Texten komplett anders dargestellt wurden. Entweder du kennst deine eigenen Texte nicht oder du mit zweierlei Maß. Immer nach dem Motto: Wasser predigen und Wein trinken….
    Übrigens ist deine Behauptung das Gandalf INTJ ist auch absoluter Quatsch. Man muss sich nur die erste halbe Stunde anschauen um zu wissen das er typischer INFJ ist. Ich hab den Film gestern geschaut und mich gewundert, dass ich dir damals teilweise zugestimmt habe. Und nein ich werde nicht die Zitate aus dem Film heraussuchen um dir diese Offensichtlichkeit zu beweisen. Von der unfassbaren Lächerlichkeit deiner A. Hitler INFJ Behauptung will ich gar nicht erst anfangen. Ich mach jetzt erst mal Urlaub von deinem Blog. Verärgerte Grüße, Marcel

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    1. Dann trink besser nen warmen Tee, wenn du das nächste Mal auf meinem Blog vorbeischaust. Am besten, du machst dir jetzt gleich einen, bevor du weiter liest.

      Wenn ich sage, dass ich es für Unsinn halte, festzulegen, dass sich bestimmte Funktionen in diesem und jenem Jahr entwickeln und gleichzeitig den Primaten bei Kindern feststelle, dann widerspreche ich mir nicht. Erstens ist das Wort „Kind“ alterstechnisch sehr dehnbar, zweitens habe ich nie irgendwo behauptet, dass Funktion X erst ab Alter Y entwickelt wird.

      Nochmal: was mich an deinen Aussagen stört, ist, dass du versuchst, die Theorie der kognitiven Funktionen in absolute (TE-)Muster zu pressen, die dann eine unbestreitbare Allgemeingültigkeit haben. Ich schildere bei meinen Beiträgen häufig genug, dass Beobachtungen fehlerhaft sein können („[…]Wenn eine bestimmte Funktion bei einem Kind erkannt wurde, muss das noch nicht heißen, dass dies zwangsläufig der Primat sein muss. Zum einen sind Persönlichkeiten von Kindern noch nicht gefestigt.“, um bei deinem Beispiel zu bleiben).

      Die kognitiven Funktionen sind eine tolle und spannende Theorie, die auch viel praktischen Nutzen hat. Aber für dich scheint das Thema zu einer Art Ersatzreligion und Lebensphilosophie geworden zu sein, in der du die Antwort auf all deine Probleme suchst. Ich bin für Religionsfreiheit, wenn’s dir hilft, dann freut es mich für dich, aber ganz ehrlich – am gesündesten kann man seinen Glauben doch am besten leben, wenn man ihn immer mal wieder kritisch hinterfragt. Sonst kann das zu blindem Fanatismus führen, der nur Pöbeln und Behaupten, aber nicht argumentieren kann.

      Beispiel: „Übrigens ist deine Behauptung das Gandalf INTJ ist auch absoluter Quatsch.“ –> Behauptung
      „Man muss sich nur die erste halbe Stunde anschauen um zu wissen das er typischer INFJ ist.“ –> Behauptung
      „Ich hab den Film gestern geschaut und mich gewundert, dass ich dir damals teilweise zugestimmt habe.“ –> Subjektiver Erfahrungsbericht ohne Begründung
      „Und nein ich werde nicht die Zitate aus dem Film heraussuchen um dir diese Offensichtlichkeit zu beweisen.“ –> Vorbeugende Entschuldigung, keine Begründungen zu liefern inklusive Behauptung (es sei eine „Offensichtlichkeit“).
      Wen willst du mit so einer platten Argumentation denn überzeugen? Als selbsternannten Meister der Empathie wirst du bestimmt wissen, dass du mich damit nicht unbedingt aus den Socken hauen kannst.

      Dass du verärgert bist, tut mir leid. Ich dachte, mit einer INFP als Ehefrau, hätte ich gelernt, Kritik behutsam an Typen zu äußern, die nicht ganz so gut damit umgehen können. Hab ich mich mal wieder selbst überschätzt. Sind wir schon mal zwei, nicht wahr? Ich schließe mit einem schönen Zitat deinerseits und wünsche dir einen erholsamen Urlaub 🙂

      „Gerade INFJs sind bekannt dafür dich in Andere hinein versetzen zu können. Einen toleranteren Typ wirst du nicht finden. „

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  25. Das langweilige an dir uns INTPs ist, dass ihr neue Ideen prinzipiell ablehnt. Dagegen aber etablierte Ideen, am besten von lange verstorbenen, hochhaltet. Von mir wirst du hier nichts mehr hören.

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    1. 😀
      Nö. Ich (und wahrscheinlich auch viele andere INTPs) nehme Ideen erstmal auseinander und überprüfe sie, bevor ich auch nur in Anbetracht ziehe, die Idee anzunehmen.
      Kritisieren bedeutet nicht automatisch ablehnen. Das ist ein großer Unterschied. Wenn du nicht dazu in der Lage bist, deine Ideen klar auszuformulieren, die Unfähigkeit dafür dann hinter deinem Typ versteckst und deine Gedanken aufgrund fehlender Beweise und/oder Argumentationen dann von einem INTP auseinander genommen werden… Marcel, ich bitte dich, was hast du denn erwartet? Beifall?

      Wenn du mit Kritik nicht umgehen kannst, dann behalte deine Gedanken für dich. Und das sage ich nicht, weil es mich nicht interessiert, was du zu sagen hast – wie gesagt, ich halte dich für recht interessant. Ich sage das deshalb, weil du bereits an die Decke gehst, wenn jemand eine andere Meinung vertritt, als du. Bleib cool. Dann diskutiert es sich einfacher, glaub mir.

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